Zivilisations-Kollaps: Nachrichten bis 30.06.2008

2008: bis 30.6.

  • Rekord-Teuerung: Inflation im Euro-Raum springt auf vier Prozent ☛ „Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind im Juni auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Inflation kletterte auf 4,0 Prozent - so hoch wie noch nie seit dem Start der Währungsunion 1999 … Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von höchstens zwei Prozent an. Bei höheren Werten sieht sie die Preisstabilität gefährdet“, Spiegel, 30.6.2008
  • Russland: Illegale Gastarbeiter als Arbeitssklaven ☛ „In Russland häufen sich die Fälle von Sklavenarbeit. Wie die Einwanderungsbehörde erklärt, gibt es in Russland fünf bis sieben Millionen illegale Gastarbeiter aus Zentralasien, dem Kaukasus und Moldawien, davon sind nach Einschätzung von Menschenrechtlern Tausende gehalten wie Sklaven, eine Rückkehr der Leibeigenschaft“, Eurasisches Magazin, 30.6.2008
  • Öl- und Lebensmittelpreise: Asiatische Staaten in der Subventionsspirale ☛ „Denn die gestützten Preise lassen sich für die Regierungen heute noch schwerer abbauen als jemals zuvor. Die dann ‚gefühlten‘ Preissteigerungen träfen die Menschen zu einer Zeit, in der in vielen Ländern Asiens eine zweistellige Inflation grassiert und Lebensmittel und Öl für viele kaum noch bezahlbar sind. Trotz der Subventionen können sich viele Menschen immer weniger leisten. Die Regierungen sehen sich unter außerordentlichem Druck, Unruhen zu verhindern“, FAZ, 28.6.2008
  • Fuel Prices Shift Math for Life in Far Suburbs ☛ „Suddenly, the economics of American suburban life are under assault as skyrocketing energy prices inflate the costs of reaching, heating and cooling homes on the distant edges of metropolitan areas“, New York Times, 25.6.2008
  • Im Würgegriff des Ölpreises - US-Börsen im Minus ☛ „So sind die Häuserpreise laut dem Case-Shiller-Index im April im Vergleich zum Vorjahr um 15,3 Prozent gesunken … Zudem fällt das Verbrauchervertrauen deutlich schwächer aus als erwartet … Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ist auf das niedrigste Niveau seit 16 Jahren gefallen“, n-tv.de, 24.6.2008
  • Die deutsche Wirtschaft und der Ölpreis: Gezwungen, jeden Preis zu zahlen ☛ „Gefangen in der Abhängigkeit: Der rasant steigende Ölpreis trifft die deutsche Wirtschaft mitten ins Herz. Die Industrie beginnt, an neuen Technologien zu arbeiten, um der Abhängigkeit vom schwarzen Gold zu entkommen - doch die Unternehmen werden sich nicht schnell genug umstellen können“, SZ, 23.6.2008
  • Jetset legt wenig Wert auf Nachhaltigkeit ☛ “„Luxusartikelhersteller, die im Jetset-Segment angesiedelt sind, haben in der Regel aber Käufer, für die Nachhaltigkeitskonzepte keine Rolle spielen“, sagt Schaltegger (Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) in Lüneburg)“, FTD, download 23.6.2008
  • Ölkrise: Ölpreis erneut im Höhenflug ☛ “‚Wenn die Leute wählen müssen zwischen Heizen oder Essen, dann muss etwas passieren‘ … Piebalgs wandte sich gegen die These, wonach die hohen Energiepreise das Umsteuern zu mehr Klimaschutz beschleunigen. Das müsse sanfter geschehen. ‚Was heute passiert, ist zu hart. Das bringt keine Wende, sondern Krisenmaßnahmen‘, sagte der EU-Kommissar der Zeitung. ‚Wir müssen eilig handeln, und dann macht man viel falsch. Deshalb ist der hohe Ölpreis nicht gut für die Klimaziele‘“, Focus, 23.6.2008
  • :!:Meadows-Interview: Warum unser Planet auf totales Chaos zusteuert ☛ „In den kommenden 25 Jahren werden die Industrienationen wie USA und Deutschland mehr Wandel sehen, als es im gesamten vergangenen Jahrhundert der Fall war - politisch, wirtschaftlich und auch ökologisch … Daher bemühe ich mich, nicht allzu katastrophal zu klingen. Aber die meisten Menschen haben halt einfach ein Zukunftsbild, das in nichts begründet ist“, Welt Online, 22.6.2008
  • Straßenkämpfe gegen hohe Spritpreies: EU streitet um Steuersenkung bei Treibstoffen ☛ „In Spaniens Großstädten bleiben die Supermarktregale gähnend leer. In weiten Teilen Großbritanniens bricht die Versorgung mit Benzin und Diesel zusammen. Verkehrsadern um London, Paris, Madrid, Barcelona, Bordeaux und Lissabon versinken im Stauchaos. Fischerflotten liegen in den Häfen. Seit über einer Woche eskalieren die ersten großen Protestwellen von Frächtern, Fischern, Gewerkschaftern und Bauern gegen die exorbitanten Spritpreise. Während der Ölpreis weitere Rekordhöhen erreicht, entfacht die Panikreaktion auf den neuen Ölschock ihre volle Wucht. Die Metropolen liegen lahm, dringend nötige Lieferungen für den täglichen Bedarf bleiben aus“, news.at, 22.6.2008
  • Vor dem Krisengipfel - Die Welt giert nach Öl ☛ „Besonders dramatisch ist der hohe Ölpreis für arme Länder, die auch überproportional darunter leiden, dass Nahrungsmittel teurer geworden sind. Deren Preise hatten sich zuletzt parallel zum Ölpreis entwickelt. Arme Länder wie Pakistan haben um Zahlungsaufschub für ihre Ölrechnungen gebeten. Marokko hat von Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten einen 800-Millionen-Dollar-Kredit bekommen, um Öl und Nahrungsmittel zu bezahlen“, FAZ, 22.6.2008
  • Umweltschutz: Medwedews Horrorgemälde ☛ „Medwedew warnte vor den Auswirkungen von Umweltverschmutzungen auf die Sicherheit des Landes. ‚Unser Land ist in einem bedrohlichen Zustand. Wenn wir uns damit nicht befassen, können wir in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren in der Situation sein, dass ein Teil der Landesfläche nicht mehr bewohnbar ist‘, sagte Medwedew am Samstag in St. Petersburg. ‚Umweltschutz ist eine Frage der nationalen Sicherheit‘“, Focus, 21.6.2008
  • :!:Vor dem Krisengipfel: Hoher Ölpreis stoppt die Globalisierung ☛ „Die hohen Energiekosten schränken den Güterverkehr und die Mobilität bereits ein. Immer mehr Menschen verzichten auf das Auto, Airlines legen Flugzeuge still, der Welthandel tritt auf die Bremse. Es mehren sich Hinweise, dass das Auto bald nicht mehr der Deutschen liebstes Kind sein wird“, Welt Online, 21.6.2008
  • Dunkle Wolken am Horizont ☛ „Energiekosten der Welt lägen im Falle eines hypothetischen Ölpreises von 200 US-Dollar bei 18 Prozent der Weltwirtschaftsleistung … Selbst bei einem Niveau von aktuell über 130 US-Dollar werden die reinen Ölkosten rund 6 Prozent der Weltwirtschaftsleistung betragen. Jahrelang konnte die Welt mit 2 Prozent auskommen. Das sich vor diesem Hintergrund die Konsumentenstimmung in den USA, Japan, aber auch in Europa massiv eintrübt, ist wenig verwunderlich“, finanzen.net, 21.6.2008
  • Weltwirtschaft könnte lt. ETF-Experten wegen Ölpreis in Krise geraten ☛ “‚Die USA ist dabei abzustürzen und der Rest der Welt dürfte diesem Desaster sicher folgen‘, so TrimTabs CEO Charles Bidermann. Um die Ölpreise nach unten zu bringen empfiehlt Bidermann eine umfangreichere Offenlegung von Haltern großer Öl-Future-Positionen. Zudem sei jeder Ölverbraucher bzw. die US-Regierung zum Ölsparen aufgerufen“, Yahoo.com, 20.6.2008
  • Bartenstein verlangt mehr Öl für den Weltmarkt ☛ „Ein Drittel der mit 3,7 Prozent höchsten Inflationsrate in Österreich seit 15 Jahren sei auf Energie und damit letztendlich auf den Rekord-Ölpreis zurückzuführen. In manchen Entwicklungsländern sei die Inflation mittlerweile zweistellig, mit noch weit dramatischeren Auswirkungen … ‚Wir schließen eine Produktionssteigerung momentan aus, weil das Angebot derzeit um 500.000 Barrel pro Tag größer ist als die Nachfrage‘“, derStandard, 20.6.2008
  • Traktoren nach Brüssel ☛ „Aus Protest gegen sinkende Gewinne in der Landwirtschaft sorgten nahe der Innenstadt etwa 300 Bauern mit Traktoren für die Blockade einer der wichtigsten Verbindungsstraßen zum Brüsseler Autobahnring“, jungeWelt, 19.6.2008
  • Brutales Ende eines Streiks ☛ „Spaniens Regierungschef Zapatero setzt Guardia Civil gegen Kraftfahrer ein. Landwirte kündigen Ausstand wegen hoher Spritpreise an“, jungeWelt, 19.6.2008
  • Ölkonferenz in Saudi-Arabien: Scheichs lullen den Westen ein ☛ “‚Auf der Angebotsseite tut sich nicht viel‘ … ‚Ich gehe davon aus, dass es irgendwann knallt‘, sagt Horn. In manchen Ländern wie Thailand machen die Energieimporte bereits zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. ‚Das kann nicht ewig gutgehen‘ … ‚Die Weltwirtschaft wird sich deutlich abkühlen‘“, Spiegel, 19.6.2008
  • World Crude Production Has Peaked - Pickens ☛ T. Boone Pickens: “‚Without alternatives, the cost of foreign oil will drain the United States of more resources‘, he said … ‚In 10 years, we will have exported close to US$10 trillion out of the country if we continue on the same basis we’re going now. It is the greatest transfer of wealth in the history of mankind‘, he said“, Planet Ark, 18.6.2008
  • Hohe Ölpreise: Für deutsche Hausbesitzer wird Heizen zum Luxus ☛ “‚Deutsche Haushalte verbrauchen jährlich im Schnitt 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche‘, sagt Heizölexperte Bergmann. ‚Heute werden Häuser gebaut, die kommen mit zwei bis drei Litern aus‘ … Bausparen war früher. Heute ist Heizsparen“, Welt Online, 17.6.2008
  • :!:Gazprom CEO's $250 Oil Forecast Is Doom Traders Love ☛ „Mark Zandi, chief economist at Moody’s Economy.com in West Chester, Pennsylvania, says the firm’s economic models break down if the price of oil goes over $200 a barrel. ‚The U.S. goes into deep recession, as does most of Europe and Japan, and that takes much of the developing economies with it‘, he says. ‚I don’t see how we get to $250 because the economy is broken long before that, and demand falls and that causes prices to fall‘“, Bloomberg, 16.6.2008
  • Weltwirtschaft: G8-Staaten rufen zu mehr Ölförderung auf ☛ „Die Ölpreise könnten zu einem Anstieg eines globalen Inflationsdrucks führen. Sie bewirkten einen ‚enormen Kaufkraftentzug, auch in der Eurozone‘, erklärte dazu der deutsche Finanzstaatssekretär Thomas Mirow in Osaka“, Die Zeit, 14.6.2008
  • Mittelschicht stürzt ab ☛ “‚Nahrungsmittelunsicherheit‘ – steigende Energie- und Lebensmittelpreise sowie Immobilienkrise beschleunigen Pauperisierungstendenzen in den Vereinigten Staaten“, Junge Welt, 13.6.2008
  • :!:USA: Das Ende des goldenen Ölzeitalters ☛ „Jobs sind hier so rar, dass lange Anfahrten unvermeidlich sind. Diese wiederum fressen einen so großen Teil des Einkommens, dass kaum Geld zum Leben und Essen bleibt. Eines Tages wird die Fahrt zur Arbeit sich nicht mehr lohnen. Eine ländliche Kümmerexistenz erwartet die sozial und räumlich Abgehängten. Amerikas heutige Landkarte wurde vom billigen Öl gezeichnet. Nun wird neu entworfen“, SZ, 12.6.2008
  • Strassenblockade: LKW-Streik in Spanien weitet sich aus ☛ „Zwei Kraftwagenfahrer sind dabei schon ums Leben gekommen … Jetzt beteiligen sich auch Fischereiflotten aus Galicien und anderen Landesteilen. Zusätzlich werden Häfen mit LKWs gesperrt. Ohne diese Lieferungen können Restaurants keine Fischgerichte mehr anbieten, Milch und andere Lebensmittel werden knapp - man stellt sich auf Hamsterkäufe ein. In der Urlaubsregion Katalonien ist das Benzin an fast der Hälfte der Tankstellen ausgegangen. Auch Schüler sind betroffen: sie kommen nicht mehr in die Schule“, Der Tagesspiegel, 13.6.2008
  • :!:Fusionsreaktor "Iter" angeblich vor Kostenexplosion ☛ „Grund für die höheren Kosten und den verzögerten Zeitrahmen seien ‚wichtige Änderungen am Design‘ sowie ‚die Koordinierung der Partnerländer‘, schreibt ‚Nature‘. So müsse unter anderem das Gebäude erdbebensicher gemacht werden“; Im krassen Gegensatz zu den frz. Akws wäre ITER dann erdbeben’sicher‘ gebaut (EG), Spiegel, 11.6.2008
  • :!: Ölpreis-Anstieg löst weltweit Unruhen aus ☛ „Gewaltsame Proteste in Asien, Straßenschlachten und Streiks in Europa - Spekulanten werden zum Sündenbock … Nach dem Preis-Schock: Energieversorgung wird zunehmend zur sozialen Frage“, Welt Online, 10.6.2008
  • Energie-Proteste in Südkorea - Kabinett vor Rücktritt ☛ „Die rasant steigenden Energie- und Lebensmittelpreise haben in Südkorea eine schwere innenpolitische Krise ausgelöst … Südkorea ist besonders anfällig für Preissteigerungen, da es nahezu seinen gesamten Bedarf an Energie, Nahrungsmitteln und Rohstoffen aus den Ausland importiert“, Reuters Dtl., 10.6.2008
  • 40.000 Jobs in der Autobranche gefährdet ☛ „In der Kfz-Branche wächst angesichts des hohen Benzinpreises und jüngster Absatzrückgänge die Angst vor flächendeckenden Entlassungen. Jeder zwölfte Job bei Autohändlern und Werkstätten steht offenbar zur Disposition“, FTD, 10.6.2008
  • Steigender Ölpreis: Industriestaaten in Panik ☛ “‚Wenn wir die Situation so beibehalten wie sie ist, führt das zu der Gefahr einer tief greifenden Rezession der Weltwirtschaft‘, warnte der gastgebende japanische Wirtschaftsminister Akira Amari“, Kölner Stadt-Anzeiger, 9.6.2008
  • ARD-DeutschlandTrend Juni 2008 - Deutschland am Rande der Depression ☛ „Nur noch 48 Prozent sagen, sie seien zufrieden mit der Art und Weise, wie die Demokratie bei uns funktioniert - noch mal etwas weniger als 2006 (49 Prozent) und deutlich weniger als 2005 (60 Prozent). Die Mehrheit sieht die Lage der Demokratie kritisch - eine klare Botschaft … Diese Zahlen sind keine Laune, kein kurzfristiger Trend, sondern sie stabilisieren sich seit zwei Jahren“, Tagesschau.de, 6.6.2008
  • Das Gespenst einer Asien-Krise geht wieder um ☛ „Die Sorgen um die Weltregion mit den höchsten Wachstumsraten nehmen zu. Immer lauter warnen Analysten vor einem Einbruch in Asien. Hohe Ölpreise, überschießende Inflationsraten, ein schnell fallender Handelsüberschuss und die Angst vor einem Nachfragerückgang in Amerika mischen sich zu einem gefährlichen Gebräu“, FAZ, 4.6.2008
  • Wie der Börsenhandel mit Baumwolle aus den Fugen geriet ☛ „Ob Öl, Weizen oder Mais: Die Finanzindustrie muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Preise zu treiben. Besonders heftig ist die Diskussion im Fall der Baumwolle. Handelsbetriebe in den USA gehen reihenweise pleite“, FTD, 4.6.2008
  • Auslastung europäischer Flugzeuge ist "alarmierend" ☛ Europa: „Insgesamt wächst zwar der Markt immer noch, doch der Aufschwung ist nach Angaben der AEA derzeit kräftig gebremst“, USA: „In den vergangenen zwölf Monaten verloren die Airlines 41 Millionen Gäste und Milliarden an Gewinn“, Spiegel, 3.6.2008
  • "Ölkrise verändert die Globalisierung" ☛ „In den hundert ärmsten Ländern verschärfe der hohe Ölpreis derzeit Hunger und Armut … ‚Diese Menschen stehen am Rande eines möglichen Unglücks‘, sagt Rifkin. ‚Was wir dort erleben, ist eine dramatische, atemberaubende soziale Ausgrenzung eines großen Teiles der Menschheit‘. Mit einer „stabilen“ Weltwirtschaft habe das nichts zu tun“, Die Zeit, 3.6.2008
  • :!:Spaniens Wirtschaft bricht zusammen ☛ „Die Immobilienkrise hat besonders hart in Spanien zugeschlagen. Ständig geraten neue Branchen in den Abwärtssog … Jetzt sind mindestens eineinhalb Jahre Marsch durch die Wüste angesagt“, Berliner Morgenpost, 1.6.2008
  • :!:Wie der Rekord-Ölpreis dem Mittelstand zusetzt ☛ „Der Mittelstand leidet besonders stark unter dem ständig steigenden Ölpreis. Die Unternehmen können ihren Verbrauch nicht kurzfristig einschränken – aber die Kosten auch nicht an die Kunden weitergeben. Für viele kleine Firmen wird es langsam eng“, Berliner Morgenpost, 31.5.2008
  • Die wahren Folgen der Rohstoffkrise ☛ „Die Welt durchleidet die schlimmste Knappheit an Essen und Energie seit Jahrzehnten. Hier ist eine Vorhersage: Es ist der Beginn einer neuen Phase der Globalisierung - der Anfang vom Ende des Industriezeitalters“, Manager-Magazin, 30.5.2008
  • The oil shock - Pistol pointed at the heart ☛ „Will high oil prices tip the economy into recession? … Between early 2004 and the spring of 2006, the real oil price in sterling doubled … The economy may have become more resilient for these reasons, but oil retains the power to disrupt … Now higher oil prices are, in effect, levying a big extra tax on consumers. And family finances are already perilously overstretched“, The Economist, 29.5.2008
  • :!:Die Stunde der Wahrheit ☛ „Sie ist bitter, die Erkenntnis, die schön langsam auch dem letzten Ignoranten dämmern muss. Nämlich, dass das fossile Zeitalter mangels Rohstoff viel schneller zu Ende geht als uns die falschen Propheten, die uns fast unendliche Vorräte vorgaukelten, weismachen wollten … Wir erleben verzweifelte Versuche der Erhaltung eines Systems, das nicht zu halten ist. Statt einem Paradigmenwechsel. Eine ungebremste Fahrt Richtung Eisberg“, WirtschaftsBlatt.at, 29.5.2008
  • Die Welt der Zukunft ist erneuerbar ☛ „Beim Klimaschutz klafft die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit fatal auseinander, warnten Experten bei der Umweltkonferenz der Naturfreunde am Wochenende in Linz: Wider besseres Wissen steigt in Österreich der Verbrauch fossiler Brennstoffe“, OÖNachrichten.at, 27.5.2008
  • Amerikaner lassen ihre Autos stehen ☛ „Stephen P. Brown von der Distriktnotenbank Dallas schätzt, dass mit jedem Cent, um den sich der Benzinpreis verteuert, die jährliche Benzinrechnung der Amerikaner um 1,42 Mrd. $ steigt. In den ersten vier Monaten des Jahres haben die US-Haushalte 158 Mrd. $ für Benzin ausgegeben. Zum Vergleich: 2003, vor der großen Ölpreisrally, waren es noch 88 Mrd. $. Das alles spielt sich ab, während die Hauspreise im freien Fall sind. Dementsprechend kritisch ist es um die finanzielle Situation vieler Amerikaner bestellt“, FTD, 26.5.2008
  • Energy fears looming, new survivalists prepare ☛ „These energy survivalists are not leading some sort of green revolution meant to save the planet. Many of them believe it is too late for that, seeing signs in soaring fuel and food prices and a faltering U.S. economy, and are largely focused on saving themselves“, Washington Post, 25.5.2008
  • Steigende Ölpreise - Bangen um den Wohlstand ☛ „Auch die Finanzmarktkrise kann nur gelöst werden, wenn es nach einer Konjunkturdelle ordentlich aufwärts geht. Kredite sind neben dem Öl die zweite wesentliche Stütze unseres Wirtschaftssystems. Sie können aber nur zurückbezahlt werden, wenn die damit finanzierten Projekte sich lohnen, also Wachstum herrscht. Das geht nicht bei schwindenden Ölreserven“, SZ, 23.5.2008
  • Wenn das Ölzeitalter endet ☛ “… der Geologe und Autor Jeremy Leggett in seinem Buch ‚Half Gone: Oil, Gas, Hot Air and the Global Energy Crisis‘: ‚Der Häuserpreis kollabierte, die Aktienmärkte brachen ein … Firmen gingen bankrott. Hunderttausende und dann Millionen Arbeiter verloren ihre Beschäftigung. In ehemals wohlhabenden Städten voller Straßencafés bildeten sich Schlangen vor den Suppenküchen und Heerscharen von Bettlern in den Straßen‘“, FTD, 21.5.2008
  • Kreditkrise: Höher reizen und bluffenDie wohl wichtigste Ursache für den Verfall vieler (US-)Immobilien ist und bleibt in Zukunft die Explosion der Energiepreise, siehe den Doku-Film „The End of Suburbia“ von 2004, (EG), Manager-Magazin, 14.5.2008
  • :!:Das große Ölrätsel ☛ Ölanalyst der Dt. Bank: “‚Die Gefahr ist groß, dass der Preis bis 200 $ nach oben schießen muss, bis endlich eine klare Nachfragereaktion einsetzt‘ … In den Zeiträumen 1970 bis 1973 und 1980 bis 1983 habe sich der Ölpreis von 3,5 $ auf 35 $ verzehnfacht. Im Zeitraum 2000 bis 2003 lag der Durchschnittspreis bei 25 $. ‚250 $ könnten vonnöten sein, um zwischen 2010 bis 2013 eine ähnliche Schockreaktion auszulösen wie damals‘, sagt Sieminski“, FTD, 13.5.2008
  • Überleben in der Krise ☛ Ex-Chef-Global-Großstratege von Morgan Stanley: „Versichern Sie sich gegen Krieg und Katastrophen, indem Sie einen abgelegenen Hof oder ein abgelegenes Gut kaufen und große Lager mit Samen, Dünger, Dosennahrung, Wein, Medizin, Kleider etc. anlegen“, Telepolis, 7.5.2008
  • Hohe Metallpreise ziehen Diebe an: Regenrinnen, Gullydeckel - nichts ist mehr sicher ☛ „Regenrinnen, Blitzableiter, Gullydeckel, Bronzekreuze auf Friedhöfen, Kabel auf Baustellen, Kirchendächer, Bahnschienen - nichts ist mehr sicher. Weil Edelmetalle so teuer gehandelt werden wie noch nie, boomt auch der Schwarzmarkt … Die Bundespolizei verzeichnete im vergangenen Jahr 3800 Delikte - gut 50 Prozent mehr als noch 2006. ‚Seit Ende 2005 wurde nahezu flächendeckend ein signifikanter Anstieg von Metalldiebstählen verzeichnet‘, sagt Alexander Geyer vom Bundespolizeipräsidium“, FAZ, 7.5.2008
  • Das schwarze Loch der Weltwirtschaft ☛ „Es ist unmöglich, dass jeder der heute rund 6,7 Milliarden Menschen die gleiche Menge an fossilen, kohlenstoffhaltigen Energierohstoffen verbraucht, wie sie heutzutage die rund eine Milliarde hoch privilegierte Bürger in den Industriestaaten konsumieren“; unser Überkonsum ist das Hauptproblem (EG), FTD, 3.5.2008
  • Natural born survivors ☛ „Rising oil prices, global food shortages and the economic crisis are proof for many survivalists that society is on the brink of meltdown. But are their predictions all gloom and doom - or a chance to create new communities?“, The Guardian, 2.5.2008
  • Why This Oil Shock is the Big One ☛ „With the price shock of 2007-08, spending on energy as a share of wage income has shot up above 6%, topping the 1974-75 and 1990-91 shocks to be the worst since the 1980-81 runup. Comparing the additional cost of energy to income growth (especially sluggish in recent years), the current shock is far worse than any of the three prior ones, Mr. Carson says“, WSJ, 25.4.2008
  • HAARP: Den Himmel heizen? ☛ „Physik. Ein riesiger Sender des US-Militärs, der auch der Ionosphärenforschung dient, geht in Betrieb … Immerhin gelang es 2005, ein kleines Polarlicht zu erzeugen … Zusammengefasst wurde alles von Nick Begich –im Buch ‚Angels Don’t Play This HAARP’–, er wurde zu einer Anhörung des EU-Parlaments geladen, das zum Schluss kam, HAARP sei ein ‚klimabeeinträchtigendes Waffensystem‘“, Die Presse.com, 25.4.2008
  • :!:Superkapitalismus: Auf der Kippe ☛ „Die globalisierte Marktwirtschaft hebelt die Glaubwürdigkeit der Demokratie aus. Warum? Weil die meisten Bürger nicht mehr glauben, sie könnten bei diesem Spiel gewinnen. Die Folge: Das Vertrauen schwindet - in die Wirtschaft, in die Politik, in die Zukunft“, Manager-Magazin, 23.4.2008
  • The Big Thirst - Barreling Along ☛ “‚The country has been living beyond its means‘, said Vaclav Smil, a prominent energy expert at the University of Manitoba. ‚The situation is dire. We need to do relative sacrifices. But people don’t realize how dire the situation is‘“, New York Times, 20.4.2008
  • Scheißwetter, historisch betrachtet ☛ “…oder er betitelt den Höhepunkt der Hexenverfolgung als ‚Verbrechen der Kleinen Eiszeit‘ (Ende 16./Anfang 17. Jhdt.) - Eine Zeit, in der diese Personengruppe unmittelbar für das Wetter und die in der Folge unfruchtbaren Felder, Kinderlosigkeit und Krankheiten verantwortlich gemacht wurde“, derStandard.at, 9.4.2008
  • "Es droht der ökologische Bankrott" ☛ „Unsere finanzielle Stärke ermöglicht es uns, die Auswirkungen des ökologischen Kollapses lange von uns fernzuhalten…Scharf gesagt: Jede Ausrede, nichts zu tun, ist ein Verbrechen gegen die Menschheit“ , BeobachterKompakt, 3.2008
  • :!:Zukunft und Risiko - Die Folgen des Fortschritts ☛ „Globale Versorgungs- und Entsorgungsengpässe sowie ein Klima- und Bevölkerungswandel werden künftig beträchtlich an unserem materiellen Wohlstand und den Quellen seiner Entstehung zehren … In unserer abendländischen Kultur in ihrer derzeitigen Erscheinungsform sind wir seit vielen Generationen dermassen auf die Mehrung materiellen Wohlstands fixiert, dass bereits wirtschaftliche Stagnation -– von Rezession ganz zu schweigen -– als gewaltige wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Herausforderung empfunden wird. Dann stürzen nicht nur Regierungen. Dann wird sehr schnell die freiheitlich-demokratische Ordnung als solche in Frage gestellt“, NZZ Podium, 31.1.2008

2007:

  • Brennende Autos - Die Hundert ist voll ☛ „Mehr als hundert Brandanschläge auf Autos gab es in diesem Jahr … Ganz anders agiert die ‚Ökoguerilla‘, die schon an mehr als 200 Geländewagen die Luft aus den Reifen gelassen hat. Sie hat nicht nur namhafte Fürsprecher wie den Regisseur Hans Weingartner (‚Die fetten Jahre sind vorbei‘) auf ihrer Seite. Auch international sind die Luftrauslasser hervorragend vernetzt. Nicht nur in Deutschland ärgern sie die Besitzer der monströsen Spritfresser, sondern auch in Frankreich und Belgien“, TAZ, 21.11.2007
  • :!: US-Immobilienkrise: Goldman Sachs befürchtet Zwei-Billionen-Dollar-Schock ☛ „So könnten Banken und Hedgefonds, die sich größtenteils über Fremdkapital refinanzierten, wegen der Krise ihre eigene Kreditvergabe um bis zu zwei Billionen Dollar zurückfahren, erklärte der US-Chefvolkswirt von Goldman, Jan Hatzius … Die Krise auf dem Hypothekenmarkt sei deshalb ‚eine volkswirtschaftlich viel größere Gefahr als allgemein angenommen‘, bilanziert der Analyst“, Welt, 17.11.2007
  • :!:Überflutete Küsten: Klimawandel bedroht Trinkwasser-Reserven ☛ „Nach Informationen des US Geological Survey bezieht die Hälfte der Bevölkerung der USA ihr Trinkwasser aus unterirdischen Vorkommen. Es wird auch zur Bewässerung von Ackerflächen verwendet … Das Fazit der Forscher: ‚Unser Wasserproblem wird in der Zukunft ein Energieproblem werden‘“, Spiegel, 7.11.2007
  • Experten warnen vor Fettleibigkeit als Seuche ☛ „Überernährung wird zum globalen Problem – die Zahl der Dicken steigt weltweit drastisch an: Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt und Darmkrebs sind typische Folgeerkrankungen von Fettleibigkeit. Mediziner und Versicherungsexperten prophezeien einen Kollaps der Gesundheitssysteme … Bis zu zehn Prozent der Krankheitskosten in den Industriestaaten seien durch Fettleibigkeit verursacht“, Welt, 26.9.2007
  • Waffen und Gold - Ein ungewöhnlicher, aber relativ krisenfester Anlagemix ☛ „Laut SZ räumten Manager in ‚vertraulichen Gesprächen‘ ein, dass die Krise ‚noch gravierender‘ sei, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen … Wohlgemerkt – nicht Waffenaktien, sondern Waffen, mit denen sie ihre zuhause angehäuften Edelmetalle schützen können. Deutschland hat schärfere Waffengesetze als die USA, die keinen schnellen Umstieg auf diesen Anlagemix erlauben“, Telepolis, 14.8.2007
  • Angst vor Börsen-Crash unbegründet: Ökonomen zur US-Hypothekenkrise ☛ „Auch der Chef der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, hält den Aufschwung in Deutschland durch die Krise an den Finanzmärkten derzeit für nicht gefährdet. ‚Noch sehe ich keine gravierenden Auswirkungen auf die robuste Konjunktur in Deutschland‘, sagte Rürup … Der Bundesverband der Deutschen Industrie zeigte sich ebenfalls optimistisch: ‚Der Konjunktur in Deutschland und Europa drohen durch die US-Immobilien-Krise an den Aktienmärkten keine unmittelbaren Gefahren’“, sagte BDI-Volkswirt Reinhard Kudiß“, SZ, 11.8.2007
  • Öko-Radikale - Steinchen im Ventil ☛ „Neuerdings gilt das Luftablassen bei teuren Geländewagen als subversive Aktion. Wie Umweltschützer nach neuen Formen politischer Militanz suchen“, TAZ, 2.8.2007
  • :!:Frankreich will Kernkraftwerk zum Betrieb einer Meerwasserentsalzungsanlage an Libyen liefern ☛ „Ein Berater des französischen Präsidenten erläuterte: ‚Es gibt zu wenig Trinkwasser in Libyen, mit der erneuerbaren Atomenergie kann das Wasser entsalzt werden‘ … Die Zusammenarbeit Frankreichs mit Libyen soll nach dem Willen des französischen Präsidenten auch auf den Waffenhandel ausgedehnt werden. Frankreich profitiert im Gegenzug von unerschlossenen Uranvorkommen in Libyen. Außerdem wurde bekannt, dass Libyen über Lager mit 1.600 Tonnen Uran verfügt“, Wikinews, 27.7.2007
  • Aufrüstung: USA treiben Militärausgaben in Rekordhöhe ☛ „Die USA gaben im letzten Jahr umgerechnet 396,2 Milliarden Euro für militärische Zwecke aus und standen damit allein für 42 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben. Bei der Steigerung gegenüber 2005 betrug der US-Anteil sogar 62 Prozent. China überholte mit 37,1 Milliarden Euro erstmals Japan als das Land mit dem höchsten Militäretat Asiens“, Focus, 11.6.2007
  • 900 Milliarden Euro für die Rüstung - Weltweite Militärausgaben steigen auf neuen Rekord ☛ „USA für Hälfte der Rüstungsausgaben verantwortlich … Beim internationalen Waffenhandel ermittelte Sipri in seinem neuen Jahrbuch über Rüstung und Abrüstung einen Anstieg um 50 Prozent seit 2002 … Mit 92 Prozent Marktanteil dominierten Firmen mit Sitz in den USA oder Westeuropa den Markt … Deutschland schob sich mit Rüstungsexporten von 9,2 Milliarden Dollar (6,9 Milliarden Euro) zwischen 2002 und 2006 auf den dritten Platz vor Frankreich“, tagesschau.de, 11.6.2007 (RüstungsRanking: )
  • Das böse Erwachen nach dem Erdölzeitalter ☛ „Eine sich auf fossile Energieträger stützende Wirtschaftsentwicklung ist laut Sachs zu einem ‚Grossrisiko für die Sicherheit‘ geworden. ‚Die Endlichkeit von Öl wird zum Destabilisierungsfaktor. Bevor wir die ökologische Grenze der Tragfähigkeit erreichen, werden wir die sozialen Grenzen erreichen‘“, swissinfo.ch, 31.5.2007
  • USA: 120 Milliarden für Bushs Kriegskasse ☛ „Seit Beginn des Kriegs sind 3438 US-Soldaten im Irak getötet worden, über 24 000 wurden verletzt. An eine Änderung seiner Irakpolitik denkt Bush noch wie vor nicht. Als ihn ein Reporter danach fragt entgegnet er: ‚Wir bleiben in der Offensive‘“, Focus, 25.5.2007
  • Sonnenaktivität: Kosmisches Feuer stört irdische Technik ☛ „In einer neuen Weltraumwettervorhersage warnen US-Forscher vor gigantischen Gasblasen und energiereichen Teilchen: Wenn es auf der Sonne stürmt, spürt das auch die Erde. GPS, Elektrogeräte, Stromleitungen und sogar Pipelines werden gestört. Ab nächstem Frühjahr wird es unruhig“, Spiegel, 30.4.2007
  • "Wir stehen an der Wand" ☛ „Der Wirtschaftsjournalist Karl-Heinz Büschemann zeichnet ein drastisches Bild der Zukunft: Zunehmend teure Energie werde zum Wohlstandskiller, weil Wirtschaft und Politik sich nicht ausreichend auf eine Energiewende vorbereiten. Sein Fazit: ‚Wir müssen teilen - auch unseren Wohlstand … Wir brauchen eine Weltenergiepolitik‘“, Deutschlandfunk, 15.3.2007
  • Michael Müller: "Wir sind wie Forrest Gump" ☛ „Die kapitalistische Philosophie des „Mehr, schneller und weiter“ ist am Ende. In seiner jetzigen Form ist der Kapitalismus die Vergangenheit … Ein wenig ist unsere Welt wie „Forrest Gump“, ein halbgebildeter Idiot, der in Teilbereichen unglaublich gut ist, aber nichts von den Zusammenhängen versteht. Wir leben immer mehr in Teilwelten mit einer Partiallogik“, TAZ, 20.2.2007
  • AKW Fessenheim & Terrorgefahr, Atomterrorismus: beängstigende Ignoranz der Behörden ☛ „Hintergrund unseres Schreibens war und ist die ‚offene Flanke‘ des AKW auf der zum Rhein gewandten Ostseite des Atomkraftwerks … Ein jederzeit möglicher Anschlag mit ‚modernen‘ panzerbrechenden Waffen auf das AKW Fessenheim hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus und sind auf dem Schwarzmarkt verfügbar“, vorort.BUND.net, 11.2.2007

2006:

  • Mit der Kraft der Panzerschokolade ☛ „Olympiasieger Joseph Barthel soll 1952 gedopt haben … Besagte Doktorarbeit, die den Titel ‚Die Wirkung von Dopingmitteln auf den Kreislauf und die körperliche Leistung‘ trug, wurde in den Jahren 1952 bis 1954 an der Universität Freiburg von Oskar Wegener verfasst … Was Wegener in seiner Arbeit in Versuchsreihen mit Leichtathleten, Ruderern und auch an sich selbst mit den damals häufigsten Dopingpräparaten »Coffein, Pervitin, Strychnin und Veriazol« herausfand, musste die Fantasien jedes Leistungssportlers beflügeln“, Tagesspiegel, 26.11.2006
  • Lebensraum Erde: Die Menschheit zertrampelt den Planeten ☛ „Solange unser Fußabdruck zu groß für die zur Verfügung stehende Fläche ist, wird die Menscheit ihre Lebensgrundlage zertrampeln … ‚Der Kollaps großer Lebensräume ist wahrscheinlich‘, warnt der WWF“, Spiegel, 24.10.2006
  • Schöpferische Zerstörung - Deutschland AG ☛ „Der Druck vonseiten der immer mehr in die Rolle des Finanziers schlüpfenden Kapitalgeber wie Private-Equity-Fondsgesellschaften auf die Unternehmen steigt, die Performance zu erhöhen. Ihnen geht es im Gegensatz zu den Banken nicht vor allem um die Rückzahlung der Kredite. Sie wollen eine hohe Rendite auf das investierte Kapital“, Manager-Magazin.de, 23.8.2006
  • Crystal Meth: Aufputschmittel für die Unterschicht ☛ „Anders als Kokain ist das Methamphetamin keine Metropolen-Droge, sondern eher in der verarmten weißen Mittelschicht des amerikanischen heartland verbreitet. Der republikanische Kongreßabgeordnete Tom Osbourne nennt sie ‚die größte Bedrohung Amerikas, und das schließt Al Qaida mit ein‘ … Selbst Adolf Hitler soll es geschätzt haben, worauf die Bezeichnung ‚Hitler Speed‘ anspielt“; tollerierte Soma-Droge? (EG), FAZ, 30.4.2006
  • UN warns of crystal meth pandemic ☛ „A dance and sex drug which is more addictive than crack cocaine is becoming a global problem … The International Narcotics Control Board said it was concerned about rising use of methamphetamine, or crystal meth. The board called on governments across the world to introduce tougher restrictions on chemicals used in the manufacture of the drug, which is also known in varying forms as ‚ice‘, ‚meth‘, ‚Tina‘ and ‚Nazi crank’“; Die Namen-Diversifizierungs-Strategie (EG), The Guardian, 1.3.2006

2005:

  • LOL:!:"Es reicht einfach" - Kapitalismuskritik findet positives Echo ☛ „Auch der rechte Flügel stellte sich am Donnerstag hinter den SPD-Chef, der Teilen der Wirtschaft vorgeworfen hatte, sie gefährde mit ‚internationalen Profitmaximierungsstrategien (…) auf Dauer unsere Demokratie‘ … ‚Es gibt einen tiefen Frust über das Vorgehen der Wirtschaftsfunktionäre. Wir finden: Es reicht einfach‘ … CDU, FDP und wesentliche Teile der Wirtschaftsverbände stünden nicht mehr hinter den Prinzip der sozialen Marktwirtschaft. ‚Sie fordern den alten Nachtwächterstaat, bei dem für den internationalen Kapitalismus keinerlei Regeln mehr gelten‘“, WirtschaftsWoche.de, 14.4.2005
  • US-Rüstungshaushalt erneut in Rekordhöhe ☛ „Beantragt wurden 419,3 Milliarden US-Dollar. Trotz mancher Kürzungen sind das fast 20 Milliarden US-Dollar oder 4,8 Prozent mehr als im vorherigen Jahr. Jeder Monat in Afghanistan und im Irak verschlingt zusätzliche 5 Milliarden US-Dollar. Die Bush-Regierung wird dafür ein zusätzliches Kriegsbudget von 81 Milliarden vorlegen“, Telepolis, 9.2.2005

2004:

  • :!:Island will ohne Öl auskommen ☛ „Die scheinbar makellose Energiebilanz der Isländer trüben allerdings zwei Wermutstropfen: Die mehr als 180.000 Autos und über 2000 Busse der Insel fahren weiterhin mit importiertem Erdöl. Und auch die gut 800 Schiffe der Fischereiflotte schlucken große Mengen Diesel. Für jede Tonne gefangenen Fischs verbrauchen die Maschinen der Fischfangflotte rechnerisch je eine Tonne Kraftstoff“; & die Flieger & Versorgungsschiffe: bald ein echtes (ökonomisches) Überlebensproblem (EG), Deutsche Welle, 26.12.2004
  • Die kleine Ölkrise ☛ „Kemfert: »Verharrt der Ölpreis länger als sechs Monate auf dem heutigen Niveau um 50 Dollar, dann könnte das die Konjunktur gefährden.« In einer Modellrechnung kommt sie bei einem Ölpreis, der bei 50 Dollar bleibt, auf eine Einbuße beim Wachstum in Europa von bis zu 0,2 Prozentpunkten. Der IWF rechnet vor, dass das globale Wachstum um 0,3 Prozentpunkte geringer ausfällt, wenn der Ölpreis um fünf Dollar für das Fass steigt“, Zeit, 14.10.2004
  • US-Schulden - "Risiko für Weltwirtschaft" ☛ „Nach Ansicht des Koordinators für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, Karsten D. Voigt, ist das Handels- und Haushaltsdefizit der USA Besorgnis erregend … Manche Ökonomen fürchteten sogar, dass die Schulden zu einem Kollaps mit unkontrollierten Folgen für die Märkte führen könnten“, Focus, 25.8.2004

2002:

  • Osterinsel - Das Rätsel um die Moais ☛ „Warum wurden die bis zu 20 Meter hohen Kolosse gebaut? … Gemeinsam ist allen, dass sie in ungerader Anzahl aufgestellt wurden. Warum - die Frage ist bis heute unbeantwortet. Warum stehen sie da, wo sie stehen? Warum sind die Erbauer Hals über Kopf geflohen und ließen halbfertige Moais, wie die Figuren heißen, liegen? Wieso blicken alle Moais ins Landesinnere und visieren einen imaginären Punkt am Horizont an?“, Spiegel, 28.9.2002
  • "Gewalt als Normalität" ☛ „In Computerspielen lernen Kinder das Töten von Menschen. Das darf nicht länger sein, fordert Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Ein Gespräch über Erfurt und die Gründe für die Verrohung junger Seelen“, Welt, 4.5.2002

2000:

  • Sonnenstürme können PC zum Absturz bringen ☛ „Turbulent wird es meist dann, wenn unsere Sonne hochenergetische Strahlen Richtung Erde schickt. Dann sind unerklärliche Stromausfälle, Navigationsfehler, rätselhafte Störungen beim ICE, ja sogar Hardware-Schäden vorprogrammiert. Am Dienstag diskutierten in Bonn Experten über dieses Phänomen“, Telepolis, 20.9.2000

1995:

  • Mayas - Vertrocknete Hochkultur ☛ „Der plötzliche Zusammenbruch der hochentwickelten Mayakultur Mexikos in den Jahren 750 bis 900 nach Christus könnte durch eine 200 Jahre andauernde Dürre ausgelöst worden sein“, Focus, 3.6.1995

1987:

  • Der GAU und das Mädchen - Bonn in der Hand atomarer Erpresser (Gambit) ☛ „Seit Wochen treffen im Bundeskanzleramt regelmäßig stereotyp verfaßte Erpresserbriefe ein, in denen ein Anonymus namens ‚O.D.I.N.‘…Bonn ultimativ vor die Wahl stellt: entweder eine Milliarde Mark in Gold oder den Super-GAU in einem bundesdeutschen Kernkraftwerk“, Der Spiegel, Nr.7, 9.2.1987

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