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Zivilisations-Kollaps: Nachrichten 1.7. bis 31.12.2008

2008:

4.Q.:

  • Schweizer Armee gegen Piraten: «Schnapsidee» ☛ „Er forderte den Bundesrat auf, die Schweizer Hochseeflotte unter den Schutz einer Seemacht zu stellen, wie die USA oder Russland. Die EU sei hingegen keine Option, weil sie organisatorisch noch keine Seemacht sei. Den Reedern empfahl Stahel, auch eine Umflaggung in Betracht zu ziehen“, TagesAnzeiger.ch, 22.12.2008
  • Der Wirtschaft droht ein "Tsunami" ☛ “‚Im Moment haben wir eine Störung und die letzten Monate waren eher schwierig, doch ich erwarte, dass es nächstes Jahr noch schlechter wird und ich bin bekannt als Optimist‘, sagte Reithofer. ‚Man weiß, dass der Tsunami kommt, und hat alles festgezurrt und gesichert; man weiß, dass die Welle kommt, aber nicht wie groß sie ist‘“, Kurier.at, 12.12.2008
  • Deutsche Wirtschaft vor Mega-Krise ☛ „2009 wird die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent zurückgehen. Auch 2010 geht es bergab. Schuld daran sind die Exporte, sie brechen ein“, Kurier.at, 11.12.2008
  • Vier Prozent Minuswachstum: Deutsche Bank befürchtet Superrezession ☛ „Fast drei Viertel (73 Prozent) sind laut ‚ARD-DeutschlandTrend‘ der Ansicht, dass ‚der schlimmste Teil der Krise uns noch bevorsteht‘. Dies sind zehn Punkte mehr als vor einem Monat. Die Hälfte der Befragten (51 Prozent) macht sich Sorgen um die persönliche wirtschaftliche Zukunft … 59 Prozent der Befragten fänden ‚es generell gut, wenn der Staat wieder stärker in die Wirtschaft eingreifen würde‘. Staatliche Hilfen für die deutsche Autoindustrie lehnt eine Mehrheit jedoch ab“, Rheinische Post, 5.12.2008
  • Deutsche Bank befürchtet starkes Schrumpfen der Wirtschaft ☛ „Als mögliche Ursachen für einen solchen Einbruch nannte Walter unter anderem eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in Russland und im Nahen Osten. Der Chefökonom forderte die Bundesregierung auf, die Mehrwertsteuer ‚sofort für ein Jahr‘ auf 16 Prozent senken, um den Inlandskonsum zu stärken“; nicht sinnlos konsumieren, sondern rettende energetische ZivilisationsRevolution forcieren! (EG), AFP, 5.12.2008
  • Droht die Brutal-Rezession? Deutsche Bank schlägt Alarm ☛ „Die Wirtschaftskrise wird Deutschland viel schlimmer treffen als bisher angenommen! … Im besten Fall sei 2009 mit einem Schrumpfen des Inlandsprodukts um ein Prozent zu rechnen. Dafür müsse u.a. aber Öl billig und der Dollar stark bleiben … Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Laurenz Meyer (CDU), prophezeite in der ZDF-Sendung ‚Maybritt Illner‘, der ‚Schwerpunkt der Auswirkungen‘ der Finanzkrise werde Deutschland ‚in den ersten Monaten, im ersten Halbjahr‘ 2009 erreichen“, Bild.de, 5.12.2008
  • Deutsche Bank, Chefvolkswirt Walter: "Das habe ich in 64 Jahren nicht erlebt" ☛ „Ist die Notenbank hysterisch geworden? Norbert Walter: Wer bei dieser Entscheidung von Hysterie redet, verkennt den Ernst der Lage. Die Wirtschaftskrise ist global spürbar und die konjunkturelle Eintrübung ist massiv … Wann haben wir die Krise überstanden? Ich nehme an, 2011 oder 2012 werden wir es gepackt haben. Wenn die Amerikaner wieder Boden unter den Füßen haben, dann sieht auch bei uns die Situation wieder besser aus“; ohne billige Energie kein Massenkonsum mehr, ohne Massenkonsum keine globalisierte Wachstumsökonomie mehr (EG), SZ, 4.12.2008
  • Pleitewelle: Krise erfasst immer mehr Staaten – Kommt Plan C? ☛ „Island, Ungarn, Ukraine, Pakistan – ein Land nach dem anderen klopft beim IWF an, um sich eine Milliardeninfusion abzuholen. Nicht einmal Weißrussland unter seinem erzreaktionären Präsidenten Lukaschenko scheut sich, die Bretton-Woods-Institution um Hilfe zu bitten … Ein Land wie Griechenland kam in den vergangenen zwölf Monaten auf ein Leistungsbilanzdefizit von 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 67,2 Milliarden Dollar an Kapitalzuflüssen benötigte das Land, um seine Importe zu finanzieren … Auch in Spanien und Belgien sieht es mit einem Minus von knapp zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt denkbar düster aus … Die Ultima Ratio wäre wohl, dass die Eurozone sich auf seine Kernländer wie Deutschland und Frankreich reduziert“, Berliner Morgenpost, 4.12.2008
  • Wirtschaftskrise in Fernost: Japan fehlen die neuen Rezepte ☛ „Dabei war die zweitgrößte Volkswirtschaft einst berühmt für ihre erfolgreichen Konjunkturprogramme. Sie halfen dem Land in den 70er-Jahren aus der Ölkrise und legten den Grundstein für die bis heute modernste Autoindustrie der Welt. Doch nach dem Crash Anfang der 90er verpufften die Staatsmittel in der gesättigten Bauwirtschaft. Daher rührt heute die Skepsis. ‚Wenn mich jemand fragen würde: Was willst du dir kaufen?, müsste ich eine Woche nachdenken. Ich habe ein Auto, zwei Kühlschränke, drei Fernseher - alles‘, argumentiert Minister Yosano“, TAZ, 3.12.2008
  • Überweisungen in die Heimat stocken: Milliardeneinbußen für Entwicklungsländer ☛ „In den letzten Jahren waren die Transfers beständig gestiegen. Machten sie 2002 weltweit noch rund 170 Milliarden US-Dollar aus, erreichten sie 2007 einen Rekordstand von 337 Milliarden. Gut 240 Milliarden davon fließen in Entwicklungsländer. Das ist mehr als doppelt so viel wie die offizielle Entwicklungshilfe, die laut IOM jährlich rund 105 Milliarden US-Dollar beträgt. Der größte Teil der Rücküberweisungen geht nach Indien, China und Mexiko. Noch wichtiger sind sie aber für kleinere Länder wie Tadschikistan oder Moldawien: Dort machen sie 45 beziehungsweise 38 Prozent der Wirtschaftsleistung aus“, TAZ, 3.12.2008
  • Wütende Isländer stürmen Zentralbank ☛ „Obwohl tausende ausländische Arbeitskräfte mittlerweile das Land verlassen haben, wird für Januar ein Anstieg der Arbeitslosenrate von 1 auf 7 Prozent erwartet … Die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen trägt sich mit Auswanderungsgedanken. Die Tilgung der Kredite des Internationalen Währungsfonds und skandinavischer Länder wird den Staatshaushalt auf Jahre belasten. Die Folge könnte eine Zerschlagung des relativ großzügigen Sozialsystems sein. Eine zehnprozentige Kürzung des Budgets fürs Gesundheitswesen wurde bereits angekündigt“, TAZ, 3.12.2008
  • LOL:!:Vom Schock zum Protest: Der Zorn der Isländer ☛ “‚Das Aggressionspotenzial ist enorm. Die Leute sind zornig, dass ein ganzes Volk für das Roulettespiel von Bankern und die Tatenlosigkeit der Regierung bezahlen muss‘, meint Gottskálk Jensson von der Universität Reykjavik … Viele Unternehmen können nichts mehr importieren, weil die isländische Krone als Zahlungsmittel fast wertlos geworden ist … Immer mehr Familien müssen ihre Wohnungen und Häuser räumen, weil sie die vervielfachten Kreditkosten in Auslandswährungen nicht tragen können. Geschäfte bieten ihr komplettes Sortiment im Weihnachtsmonat mit 50 Prozent Rabatt an, damit überhaupt jemand kauft. Junge Isländer müssen Auslandsstudien abbrechen, weil ihre heimischen Stipendien nichts mehr wert sind … Wir verlieren die jungen Leute, wenn wir nichts gegen dieses verrückte Schuldensystem tun. Die werden verschwinden“, n-tv.de, 2.12.2008
  • Sturm auf Zentralbank: Lage in Island eskaliert ☛ „Nach dem Zusammenbruch der drei größten Banken im Oktober leidet das Land mit 320.000 Einwohnern unter anderem unter akuter Devisenknappheit … Die früher größte isländische Bank Kaupthing beantragte Zahlungsaufschub bei den US-Behörden für Schulden in den USA. Kaupthings Gesamtschulden über 26 Mrd. Dollar (20,6 Mrd. Euro) sind mehr als doppelt so hoch wie der gesamte Staatshaushalt“, n-tv.de, 2.12.2008
  • Krise trifft Spanien immer härter - Fast drei Millionen ohne Job ☛ „Mit einer Arbeitslosenrate von 12,8 Prozent bildete das Land im Oktober in der Europäischen Union das Schlusslicht … Monatlich gingen fast genauso viele Jobs verloren wie in den USA - allerdings ist deren Arbeitsmarkt sieben Mal größer“, Reuters Dtl., 2.12.2008
  • :!:Schwarzenegger ruft Finanznotstand in Kalifornien aus ☛ „Milliardenloch im kalifornischen Haushalt: Bereits im Februar könnte dem US-Westküstenstaat das Geld ausgehen. Gouverneur Schwarzenegger hat nun den Finanznotstand erklärt … Er sagte, ohne ‚sofortiges Handeln‘ drohe Kalifornien ‚ein finanzwirtschaftliches Desaster‘. Schwarzenegger rief das Parlament zu einer Krisensitzung zusammen. Innerhalb von 45 Tagen sollen die Abgeordneten über Haushaltsmaßnahmen entscheiden, um ein Budgetdefizit von mehr als elf Milliarden Dollar wettzumachen. In den nächsten 18 Monaten könnte das Minus im Haushalt auf 28 Milliarden Dollar anwachsen, warnte der Gouverneur“; Islandisierung der Welt (EG), Spiegel, 2.12.2008
  • Finanzkrise: Tausende Isländer fordern Rücktritt der Regierung ☛ „Ungeachtet der Temperaturen forderten rund 4500 Demonstranten in Reykjavik Neuwahlen und ein ‚neues Island‘ … Laut einer aktuellen Umfrage sind mittlerweile 70 Prozent der Bürger für vorgezogene Neuwahlen. In der vergangenen Woche hatten aufgebrachte Demonstranten eine Polizeistation gestürmt … Durch die Krise sind jedoch massenhaft Stellen abgebaut worden, die Inflationsrate erreichte im November den Rekordstand von 17,1 Prozent … Für das kommende Jahr erwartet der Regierungschef keine Verbesserung der Lage, im Gegenteil: 2009 werde ‚ein sehr schwieriges Jahr‘“, RP Online, 30.11.2008
  • Lateinamerika soll eine vom "Dollar befreite Zone" werden ☛ „Die Einheitswährung war ein zentrales Thema des Treffens, das am Mittwoch in Caracas stattfand, um über die Auswirkungen und Lösungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu sprechen, zu dem neben den sechs Mitgliedern, Venezuela, Kuba, Bolivien, Nicaragua, Honduras und Dominica auch der Präsident Ecuadors Rafael Correa als Sondergast geladen war … Ganz nach dem Vorbild des Euros, soll der Sucre zunächst als virtuelle Währung eingeführt werden“, 28.11.2008
  • Aus Angst vor Krisenfolgen kaufen die Russen Waffen ☛ “‚Die Menschen wissen nicht, was alles morgen auf sie zukommt, sie sind erschrocken. Viele sprechen im Ernst von einer nahenden Volksrebellion‘, erzählte ein Mitarbeiter der Rechtsschutzorgane … Die Situation ist so kritisch, dass sie sich schon sehr bald jeder Kontrolle entziehen könnte. Gemäß inoffiziellen Angaben besitzt heute jeder dritte Russe eine Waffe … Heutzutage ist es nun einmal so: Wer eine Waffe hat, der ist im Recht. Deshalb strebt jedermann nach ihrem Erwerb“, RIA Novosti, 28.11.2008
  • Erste Spuren und Spekulationen zum Angriff auf "Maximum City". Update ☛ „Verdächtigt werden muslimische Militante aus dem eigenen Land, die das Feindbild der ‚Hinduisten-Kreuzfahrer-Zionisten‘ im Visier haben sollen, sowie größere Gruppierungen, denen Verbindungen zum Nachbarland Pakistan und zu al-Qaida nachgesagt werden“, Telepolis, 27.11.2008
  • Wirtschaftskrise stürzt Millionen Amerikaner in die Armut ☛ „Zudem wird in dem Bericht auf die steigende Anzahl der Menschen hingewiesen, die Lebensmittelkarten angefordert haben. Von August 2007 bis August 2008 habe sich diese Zahl um 9,6 Prozent auf insgesamt 2,6 Millionen Menschen erhöht, was ein weiteres Indiz für die steigende Armut sei. In 25 US-Bundesstaaten würde jedes fünfte Kind Lebensmittelkarten erhalten“, RIA Novosti, 26.11.2008
  • USA stehen vor Bürgerkrieg und Zerfall ☛ „Einen Bürgerkrieg in den USA und einen anschließenden Zerfall des Landes in mehrere Teile hat der russische Experte Igor Panarin prognostiziert … ‚Der US-Dollar ist durch nichts mehr gedeckt‘, stellt Professor Panarin fest … Nun geht es um einen Wechsel des Regulierungssystems in globalem Maßstab“, RIA Novosti, 25.11.2008
  • Maritime Wirtschaft vor der Krise - Abschwung droht ☛ “…der gesamte Wirtschaftssektor bereitet sich auf einen zyklischen Abschwung vor, der durch die Finanzkrise deutlich verschärft wird. ‚Die Situation ist ungewöhnlich; das haben wir so noch nicht erlebt‘, sagt Max Johns vom Verband Deutscher Reeder (VDR) … ‚Und wir haben keine Anzeichen, dass der Welthandel und der Containertransport zurückgehen könnten‘. Vielmehr handele es sich um eine zeitweise Abflachung der Wachstumskurve“; Subsysteme bisher gänzlich unfähig und -willig für Zivilisationswende (EG), n-tv.de, 24.11.2008
  • Bye-bye, Dubai ☛ „Dubai ist uns nah und fern zugleich. Gestrauchelte Investmentbanker erfreuen sich hier ungestört ihrer Abfindungen, von angeblicher ‚Pogromstimmung‘ verunsicherte Manager finden in der maritimen Luxusoase ein ihnen gemäßes Ghetto … Noch kreuzen die Öltanker, beladen mit dem Schmierstoff der westlichen Zivilisation … Doch im Lauf der nächsten zehn Jahre geht nach den meisten Schätzungen das Erdöl in Dubai aus - etwas früher als in den benachbarten Ölstaaten … So ist, was protzig der Zukunft entgegenzuwachsen scheint, in Wirklichkeit das Monument einer womöglich untergehenden Ära. Ein Disneyland, in dem die unbegrenzten Möglichkeiten einer längst an ihre Grenzen gestoßenen Lebensform noch einmal zweifelhafte Gestalt gewinnen: in Bauten, an denen kindische Sandkastenphantasmen ebenso mitgewirkt haben wie Speer’scher Größenwahn“, Stuttgarter Zeitung, 20.11.2008
  • Konjunkturdaten deuten lang anhaltende Rezession an ☛ „Düstere Konjunkturdaten haben weltweit Sorgen vor einer langen und tiefen Rezession verstärkt. Für 2009 erwartet die britische Industrie ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 1,7 Prozent. Die japanische Regierung warnte am Montag, das Land müsse sich auf härtere Zeiten gefasst machen. Manche Experten befürchten gar, dass der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt die längste Rezession ihrer Geschichte droht … ‚Die Zahl der Länder, die zur gleichen Zeit Probleme haben, ist dramatisch gestiegen‘, sagte Strauss-Kahn dem britischen Sender BBC“, Reuters Dtl., 17.11.2008
  • Schuld sind sie alle - Weltfinanzgipfel ☛ „In Washington treffen sich die zwanzig wichtigsten Regierungschefs zum Finanzgipfel. Doch das Kernproblem gehen sie nicht an: Die Schieflage zwischen der US-Wirtschaft und dem Rest der Welt“, Die Zeit, 13.11.2008
  • Neue Konjunkturdaten: Deutschland sackt in die Rezession ☛ „Der Konjunkturabschwung hat Deutschland bereits fest im Griff. Der Handelsblatt-Barclays-Indikator für die Konjunkturentwicklung signalisiert für das vierte Quartal eine Schrumpfung. Der Grund für den rapiden Sturz in die Rezession ist der Kollaps in der Industrie. Und die Folgen der Finanzkrise werden in den kommenden Monaten die Probleme noch verschärfen“, Handelsblatt, 10.11.2008
  • Rumäniens Bonität auf "Ramsch"-Niveau ☛ „Das Leistungsbilanzdefizit des Landes würde 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) überschreiten, vor allem wegen der übermäßig wachsenden privaten Verschuldung … Die Analysten stellten die Fähigkeit des rumänischen Staates in Frage, ‚eine strenge Finanz- und Wirtschaftskrise zu vermeiden‘ … Unter diesen Bedingungen schließe Fitch die Notwendigkeit einer ‚substanziellen internationalen Finanzhilfe zur Vermeidung einer Kreditkrise‘ nicht aus“; Islandisierung Europas (EG), 10.11.2008
  • Russland droht dem Dollar mit Rubel ☛ „Laut Medwedew sollte in erster Linie zur Rubelverrechnung beim Export von Erdöl und Erdgas übergegangen werden. Das wird die amerikanische Wirtschaft ungleich härter treffen als alle Raketenstationierungen … Falls, aus welchem Grund auch immer, der Dollar seine Öldeckung verlöre, geriete der ‚amerikanische Traum‘ in Gefahr“, russland.RU, 6.11.2008
  • IWF-Prognose: Reiche Welt stürzt in die Rezession ☛ „2009 wird ein schwieriges Jahr … Für die Länder der G7-Gruppe führender Industriestaaten sagt der IWF nun voraus, dass die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um 0,3 Prozent schrumpft. Das wäre das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg … Für die Schwellenländer prognostiziert der IWF dagegen noch ein Wachstum von fünf Prozent, für China von 8,5 und für Indien für 7,5 Prozent“, FTD, 6.11.2008
  • Jenseits des Dollar? ☛ „Vor dem Weltfinanzgipfel: Neue Allianzen zwischen Schwellenländern fordern die Hegemonie der traditionellen imperialistischen Blöcke heraus“, junge Welt, 4.11.2008
  • :!:Horrorszenarien für Europas Sorgenkinder ☛ „Die fetten Jahre sind vorbei – diese Botschaft ist inzwischen mit voller Wucht auch in Mittel- und Osteuropa angekommen … Die Ukraine und Ungarn stecken deshalb so tief im Schlamassel, weil sie eine Doppelkrise durchmachen … Politische Radikalisierung, Heilssuche in neuen Formen der Diktatur sind die Horrorszenarien, die sich aus der jetzigen Krise ergeben könnten und für die Mittel- und Osteuropa anfällig sind“, Die Presse.com, 2.11.2008
  • :!:Vom Dollar zum Euro ☛ “‚Wenn wir in zehn Jahren zurückblicken‘, sagt Steinbrück, ‚werden wir feststellen, dass die Vormachtstellung der Amerikaner zwar nicht abgelöst ist, aber sie wird sich relativieren‘ … So kamen die Autoren einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) zu dem Schluss, der US-Dollar drohe ‚seine Funktion als Weltwährung einzubüßen‘. Mehrere Faktoren deuteten darauf hin, ‚dass sich das langjährige Vertrauen ausländischer Investoren und Zentralbanken‘ in die US-Währung ‚langsam erschöpft‘. Dem ‚bisherigen US-zentrischen Weltwirtschafts- und Weltwährungssystem‘ stünden ‚möglicherweise gravierende Umwälzungen bevor‘ … Analysten weisen darauf hin, dass die jüngste Euro-Schwäche gegenüber dem Dollar in hohem Maße aus der Vermutung resultiert, die Krise werde Europa letztlich schwerer treffen als die USA“, Islamische Zeitung, 31.10.2008
  • LOL:!:Europe's looming crisis ☛ „It all started with sub-prime loans in the United States. Or did it? … It was Europe’s dark secret. While American banks were lending irresponsibly to homeowners who couldn’t pay, European banks were lending to emerging countries who couldn’t pay … ‚Icelandisation‘ is the new spectre stalking Europe … When heads of the ‚G20‘ group of nations meet in Washington on 15 November for what is being called ‚Bretton Woods II‘ they will not just be dealing with a banking crisis. They will be deciding the future of civilisation“, New Statesman, 30.10.2008
  • Not-Hilfe: IWF und EU pumpen Milliarden nach Ungarn ☛ „Ungarn erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union eine massive Finanzhilfe. Insgesamt bekommt das vom Staatsbankrott bedrohte Land 20 Milliarden Euro, um seinen Zahlungsverpflichtungen weiter nachkommen zu können … Nach Einschätzung der Regierung in Budapest könnte die globale Finanzkrise 40 000 bis zu 50 000 Arbeitsplätze im Land vernichten … Statt um 1,2 Prozent zu wachsen wird Ungarns Volkswirtschaft im kommenden Jahr um 1 Prozent schrumpfen.“; Islandisierung Europas (EG), Handelsblatt, 29.10.2008
  • Russland bangt um seinen Reichtum - Wirtschaftskrise ☛ „Die weltweite Finanzkrise erwischt Russland eiskalt: Die Reichsten des Landes haben in kürzester Zeit 230 Milliarden Dollar an Vermögen verloren, und auch der Preis für Öl - die Haupteinnahmequelle des Landes - geht in die Knie … Der Politologe Stanislaw Belkowski, der bereits im vergangenen Jahr eine ausgewachsene russische Wirtschaftskrise prophezeite, rechnet damit, dass die Bevölkerung das Schlimmste erst im Frühjahr erwartet. Dann, wenn es in Russland am kältesten ist und ernsthafte Schwierigkeiten bei der Wärmeversorgung auftreten“, Stern, 29.10.2008
  • Kreditkrise erreicht den Welthandel - "Tsunami" im Anrollen ☛ „Es fühle sich an, als stehe man am Strand und erwarte einen Tsunami, sagt Scott Stevenson, ein Experte der Finanzierungssparte für Unternehmen bei der Weltbank. Unternehmen haben Schwierigkeiten für Im- und Exportgeschäfte Finanzierungen zu erhalten … Normalerweise sehen wir solche Effekte nur bei Ausbruch von Kriegen oder vielleicht bei der Ölkrise in den 70er Jahren … Rund 90 Prozent des Welthandels werden mit Akkreditiven oder vergleichbaren Instrumenten finanziert, wie aus Daten der in Genf ansässigen Welthandelsorganisation hervor geht“, boerse-express.com, 29.10.2008
  • US-Experte: Dollar-Höhenflug wird Bumerang-Effekt haben ☛ “‚Der Dollar, der auf der Basis der auseinander fallenden US-Wirtschaft steigt, ist ein unglaubliches Phänomen‘, sagte er in einem RIA-Novosti-Gespräch. ‚Es lässt sich nur damit erklären, dass die Investoren noch mehr Angst vor der gegenwärtigen Entwicklung in Europa haben‘ … ‚Wegen einer schlechten Regulierung und Kontrolle hat sich Wall Street ins Epizentrum der globalen Krise verwandelt‘“, fuhr der Experte fort“, RIA Novosti, 29.10.2008
  • :!:Ressourcenverbrauch: Die Menschheit lebt auf zu großem Fuß ☛ „Die ökologische Krise wird uns um ein vielfaches härter treffen als die aktuelle Finanzkrise und früher oder später das Wohlergehen und die Entwicklung aller Nationen gefährden … ‚Mehr als drei Viertel der Menschheit leben mittlerweile in Ländern, die ökologische Schuldner sind - das heißt, der nationale Konsum übersteigt die Biokapazität des Landes‘, warnte James P. Leape, Generaldirektor von WWF International“, Spiegel, 29.10.2008
  • »Druck auf Weltwirtschaft nimmt noch zu« - Handelsvolumen ist weltweit drastisch zurückgegangen ☛ “Wenn wir im kommenden Jahr in den ersten sechs Monaten einen wirtschaftlichen Rückgang um 1,5 bis zwei Prozent haben, können wir uns glücklich schätzen. Bundesregierung und Forschungsinstitute gehen aber noch immer von einem Plus von 0,2 Prozent aus. Das ist die Unwahrheit, meinetwegen auch angewandte Psychologie. Ich glaube, die Wirtschaftswissenschaftler sehen das ähnlich, sie sind nur von der Politik verleitet worden, nicht die echten Zahlen herauszugeben. Es kann auch nicht stimmen, daß China noch immer ein Wachstum von neun Prozent hat – ich gehe von höchstens vier bis sechs Prozent aus“, jungeWelt, 29.10.2008
  • Finanzkrise: Briten erwarten 2,8 Billionen Dollar Verlust (weltweit) ☛ „So hatte der IWF Anfang Oktober einen weltweiten Schaden durch die Krise von gewaltigen 1,4 Billionen Dollar vorhergesagt. Die britische Notenbank befürchtet sogar doppelt so hohe Verluste … Notenbank-Vize John Gieve mahnte am Dienstag in London, wegen der sich abzeichnenden globalen Rezession bleibe aber natürlich auch die Lage des Finanzsektors für längere Zeit unsicher … Die Instabilität des Weltfinanzsystems in den vergangenen Wochen war so schwer, wie wir es noch nie zu unseren Lebzeiten gesehen haben“, Stern, 28.10.2008
  • Ungarn: Kreuzzug der Demagogen? ☛ „Rechtsextreme Aufmärsche, milde Justiz gegen Neonazis, ein Denkmalstreit mit bischöflichen Protagonisten und antisemitischen Untertönen … Weniger wird berichtet über die herrschende politische Kultur Ungarns, in der Antisemitismus wieder einmal in die Mitte der Gesellschaft rückt … Es ist ein Zeichen einer tiefen gesellschaftlichen Krise, wenn die Rechten glauben, mit den schon nach dem Ersten Weltkrieg untauglichen Mitteln - Antisemitismus verbunden mit sozialer Demagogie - die wirklich schweren Probleme Ungarns lösen zu können“, derStandard.at, 28.10.2008
  • US-Amerikaner bereiten sich mit Schusswaffen auf Katastrophe vor ☛ „Wie die ‚Washington Post‘ in ihrer Montagsausgabe berichtet, hat die Nachfrage nach Schusswaffen in den USA seit dem Jahresbeginn um acht bis zehn Prozent zugenommen … Jetzt bereiten sich die Menschen auf eine Katastrophe vor. Das ist eine Art Versicherung. Wenn der Markt zusammenbricht, die Menschen ihre Arbeit verlieren und es dazu noch illegale Einwanderer gibt, ist die Wahrscheinlichkeit von Ausschreitungen sehr hoch“, RIA Novosti, 27.10.2008
  • Some Europeans Preparing for the Worst: Gold, and Safes, Now in Demand ☛ “‚History matters. In times of crisis you really get to know a country and its people‘, said Toni Pierenkemper, a professor of economic history at Cologne University. ‚Traumatic events are seared into the collective consciousness and often survive into the next generations‘“, International Herald Tribune, 27.10.2008
  • :!:Steinbrück warnt erneut vor Total-Kollaps ☛ „Die Gefahr eines Zusammenbruchs ist noch lange nicht vorüber. Jede Entwarnung wäre falsch … Zudem werde erst zwischen 2010 und 2013 erkennbar sein, ‚ob das Rettungspaket echte Kosten verursacht‘ … Es sei nach der Verfassung Kernaufgabe des Staates, die sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu sichern … ‚Wenn der Gesetzgeber nun interveniert, erfüllt er damit grundsätzlich seine verfassungsrechtliche und staatspolitische Aufgabe der Wahrung des Gemeinwohls‘, sagte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts“, SZ, 25.10.2008
  • Studie: Deutsche Bank prognostiziert schlimmste Rezession seit den Dreißigern ☛ „Die Deutsche Bank erwartet, dass das Wachstum in den Industrieländern im kommenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre fällt … Angesichts des Ausmaßes der Schocks sei jedoch auf absehbare Zeit nicht mit einer Rückkehr des Wachstums zu rechnen“, Spiegel, 24.10.2008
  • Deutsche Banken sind Islands größte Kreditgeber ☛ „Banken aus Deutschland machen mehr Geschäfte mit Island als Institute aus jedem anderen Land der Welt. Isländische Geldhäuser und sonstige Kreditnehmer schulden deutschen Banken mehr als 21 Milliarden Dollar … So haben die deutschen Geldinstitute gegenüber Irland laut BIZ Forderungen in Höhe von rund 241 Milliarden Dollar. Damit liegen Banken aus Deutschland erneut an der Spitze der Kreditgeber“, tagesschau.de, 23.10.2008
  • Die Party ist vorbei! - Island vor dem Staatsbankrott ☛ „Die Bankmanager sind weg, sie haben nur einen Berg Schulden und ein paar Luxusautos hinterlassen, die sie nicht mit in ihre Privatjets nehmen konnten, als sie sich ins Ausland absetzen - mit Taschen voll Geld. Jetzt wird Island beworben als Billig-Land, die Touristen kommen, um die schwache Krone auszunutzen - die einheimische Währung hat fast 70 Prozent an Wert verloren, und die Einheimischen klagen über rasant steigende Preise für Importartikel“, tagesschau.de, 23.10.2008
  • OECD: Deutschland macht arm ☛ „Armut und Einkommensungleichheit haben in Deutschland in den vergangenen Jahren wesentlich schneller zugenommen als in fast allen anderen 29 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das geht aus einer am Dienstag in Paris vorgestellten Studie der Staatengruppe hervor“, junge Welt, 22.10.2008
  • Am Balkan beginnt das große Zittern ☛ „Auch krisenfeste Länder Südosteuropas werden von wankenden Nachbarn getroffen … Ein Absinken der Ausfuhren ist als Folge der internationalen Finanzkrise auf dem Balkan ebenso zu erwarten wie ein Rückgang der gerade für Transformationsstaaten enorm wichtigen Auslandsinvestitionen. Bulgariens Finanzministerium rechnet mit dem Rückgang der Auslandsinvestitionen um 20 Prozent. Auch bei den noch anstehenden Privatisierungen der letzten Staatsunternehmen sind wohl kaum mehr die satten Erlöse der vergangenen Jahre zu erzielen. Die rosigen Zeiten der Privatisierung seien vorbei, warnt Serbiens Notenbankchef Radovan Jelasic“, Die Presse.com, 20.10.2008
  • Die Angst vorm Risiko bedroht die Wirtschaft ☛ „Geblieben sei dennoch das Bewusstsein, dass jeder, der nur stark genug kämpfe, es irgendwie schaffen könne. Plötzlich jedoch sei diese ‚Ideologie der eigenen Stärke ins Wanken‘ geraten … stimmten 2002 nur 34 Prozent der Befragten dem Satz zu: ‚Ich habe genug mit meinen eigenen Problemen zu tun - ich kann mich nicht auch noch um andere kümmern‘. 2008 waren es bereits 52 Prozent. Entsprechend dünn sei das gesellschaftliche Auffangnetz für Opfer der heutigen Krise, resümiert Psychologe Michalik. ‚Jahrelang war sich jeder selbst der Nächste. Das rächt sich jetzt‘ … Vertrauen funktioniert erst dann, wenn alle relevanten Akteure auch wieder Verantwortung übernehmen“, Welt, 20.10.2008
  • US faces worst recession in 26 years ☛ „Senior officials at the Treasury and Federal Reserve are confident that the rescue plan for US banks will succeed in preventing a financial system meltdown and ensure there will not be a repeat of the Great Depression … He said it was all but certain the US would face a recession worse than in 2001 or 1990-1991. ‚The game is now about making sure this recession is less deep and less long than the 1982 recession‘“; Verschweigen der zivilisatorischen Gesamtherausforderung (EG), FT, 19.10.2008
  • Wenn dem Staat das Geld ausgeht ☛ „Die Deutschen haben es gemacht, die Russen und die Spanier. Jetzt steht mit Island wieder ein Land an der Kippe zum Bankrott. Aber wie kann ein Staat eigentlich pleitegehen?“, Die Presse.com, 17.10.2008
  • Nachbar in Not: Ungarn droht Pleite ☛ „Das Land ist hoch verschuldet, neues Geld kommt nur zögernd nach. Die EZB springt mit einem Notkredit ein und pumpt kurzfristig fünf Mrd. Euro in Richtung Budapest … Dominoeffekt in Osteuropa?“, Die Presse.com, 16.10.2008
  • LOLJ.Rifkin: Drei Krisen auf einmal ☛ „Die Finanzkatastrophe ist schlimm. Schlimmer jedoch ist, dass Klimawandel und Energieknappheit eng damit zusammenhängen. Nun braucht die Welt einen ökonomischen Umbruch … Die Frage ist: Schaffen wir den Umbau noch, bevor es in den Abgrund geht?“, SZ, 16.10.2008
  • :!:The Peak Oil Crisis: The Crash of 2008 - how peak oil impacts this financial crisis ☛ „While the latest plan may eventually be enough to restore the credit markets, it seems unlikely to stem falling house prices, save Detroit, or reduce the steady increase in unemployment … Although there is a lot of fear in the future, the American lifestyle and economy is still dependent on liquid fuels. While reducing discretionary summer travel is easy, reducing fuel use in daily life is much more difficult“, Portland Peak Oil.org, 16.10.2008
  • VEB Banken - Hilfspaket krempelt System um ☛ „Am Finanzplatz Frankfurt macht bereits das Wort vom ‚Volkseigenen Betrieb Banken‘ die Runde - in Anlehnung an die DDR-Staatswirtschaft“; USA und EU auf dem Weg zum Staats-Kapitalismus (EG), n-tv.de, 16.10.2008
  • Deutschland - deine Rezessionen ☛ „Vom Wirtschaftswunder bis zur Internetblase: Bereits fünf Mal geriet die Bundesrepublik in die Krise. Ein historischer Abriss … Sein Fazit ist skeptisch: ‚In den Auswirkungen, die nun der Weltwirtschaft drohen, ist das nur mit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren zu vergleichen‘“, SZ, 16.10.2008
  • LOLGutes Wachstum, schlechtes Wachstum ☛ „Umweltschützer und kirchliche Hilfsorganisationen fordern den radikalenumweltgerechten Umbau der Industriegesellschaft. Sonst könne demnächst ein ‚ökologischer Kollaps‘ nach dem Muster des Kollaps der Finanzkrise drohen … Über viele Jahre warnten zahlreiche kundige Ökonomen vor der Fehlentwicklung auf den Finanzmärkten, aber die Allianz der Gewinner verweigerte jede Einschränkung ihrer Geschäfte, bis schließlich der Zusammenbruch kam. Nach dem gleichen Muster könnte alsbald der ‚ökologische Kollaps‘ eintreten“, Der Tagesspiegel, 15.10.2008
  • So sieht die Welt im Jahr 2030 aus - Zukunftsszenarien ☛ „Klimaflüchtlinge retten sich in die Antarktis, Seuchen raffen Millionen dahin, jeder Staat kämpft nur noch ums eigene Überleben. So könnte die Welt 2030 aussehen, warnen Experten in einer neuen Studie. Sie halten aber auch positive Szenarien für möglich - in denen die Sahara zur Oase wird … Der Klimawandel wird die Wirtschaft mindestens so hart treffen wie Kreditkrise“, Spiegel, 13.10.2008
  • "Kollaps ausgeschlossen" - Schweizer Banken sicher ☛ „Dass nun aber eine höhere Limite des Einlagenschutzes geprüft werde, sei richtig, findet Roth: ‚Wir können aber noch nicht sagen, ob es um 50.000 oder 60.000 Schweizer Franken geht oder ob es bei 30.000 Schweizer Franken bleibt‘. Ganz sicher wäre es aber absurd, ein derart hohes Limite vorzuschreiben, das in einer Krise die gesunden Banken, die den Einlegerschutz bezahlen müssten, auch noch krank würden“, n-tv.de, 13.10.2008
  • "Zusammenbrüche möglich" - Arme Ländern leiden unter Finanzkrise ☛ „Die Grünen in Berlin sprechen von einem ‚moralischen Missverhältnis‘, wenn ein 700-Mrd.-Dollar-Paket für Banken aufgelegt werde, während Afrika-Hilfen von 70 Mrd. scheiterten. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) warnte vor einer neuen Schuldenspirale und sprach von einer dreifachen Krise der Armen“, n-tv.de, 12.10.2008
  • USA: Wirtschaftssupermacht am Ende? ☛ „Die Welt erlebe derzeit eine Zeitenwende, bei der das Mächtegleichgewicht unwiderruflich verschoben werde, analysiert der Politologe John Gray. ‚Die nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzende Vorherrschaft der USA ist vorüber‘ … Die militärische Macht und auch der politische Einfluss des Landes bestünden fort, sagt Burns“, Zeit, 12.10.2008
  • IWF-Chefökonom warnt - Weitere Kursstürze möglich ☛ “‚Im schlimmsten Fall brauchen die Regierungen noch ein paar Wochen, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, und die Märkte könnten weitere 20 Prozent fallen‘. Dann komme es aber zur Erholung“; Grundproblem ‚Rohstoffverknappungen‘ bleibt bestehen (EG), n-tv.de, 11.10.2008
  • Illner: Ratlos am Rande des Abgrund ☛ “‚Mehr Regulierung, mehr Eigenkapitalpflicht, mehr Managerhaftung!‘ fordern die einen, mehr Eigenverantwortung und Selbstaufklärung der Bürger und Konsumenten die anderen“; alle müssen ran (EG), Spiegel, 10.10.2008
  • Weltwirtschaft: Die nächste Krise wird tödlich sein ☛ „Die Welt ächzt unter der Finanzkrise, dabei könnte das Schlimmste noch kommen. Es geht um Wertpapiere, die kaum jemand kennt – und um die unvorstellbare Summe von 54 Billionen Dollar“, Focus, 9.10.2008
  • J. Bhagwati: "Der Irakkrieg für die Finanzbranche" ☛ “‚Wall-Street-Finanzministeriums-Komplex‘ … Dieser Komplex habe auch die gegenwärtige Krise verursacht … ‚Destruktive Kreation‘ nennt er das in Umkehrung von Schumpeters Terminus für innovative produzierende Unternehmen … Endlich habe sich jetzt etwa in den USA auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Abhängigkeit vom arabischen Öl auf Dauer nicht haltbar ist. Ebenso wenig sei der enorme Finanzbedarf langfristig zu befriedigen. ‚Jetzt brauchen sie den Kapitalzufluss aus dem Ausland, um die Krise zu überwinden, aber irgendwann müssen sie daraus aussteigen‘ … Es sei denn, es kommt zu einem totalen Crash. Dann bleibt nichts mehr, wie es war“; Wall-Street-Strategien zur globalen Finanzierung der US-Kriege(EG), FTD, 9.10.2008
  • Bauboom in Dubai - Krise? Welche Krise? ☛ „An der Jumeirah Beach Road, der Prachtmeile der Stadt, lachten in diesem Frühjahr Schumacher, Niki Lauda (der Österreicher ist) und Boris Becker von den Plakaten, um für Bürotürme zu werben, die ihre Namen tragen … ‚Salam alaikum‘, fängt Swensson an, und von Krise fällt kein Wort, dafür ist umso mehr von Präzision, von Qualität und Nachhaltigkeit die Rede“, Spiegel, 8.10.2008
  • Schuldige und ihre Komplizen ☛ „Diese Gesellschaften aber sind es, die das Immer-mehr zum primären Lebensinhalt gemacht haben, die in weiten Teilen nicht weniger gierig sind als ihre Geldeliten. Es sind die Amerikaner der Main Street, nicht nur der Wall Street, die seit Jahren mehr konsumieren, als sie erwirtschaften, zur Freude der Chinesen und der deutschen Autoindustrie. Es sind die Deutschen und die Europäer, die nicht wahrhaben wollen, dass Rohstoffe, speziell Energie, immer knapper und damit teurer geworden sind, weil Milliarden neuer Konsumenten nun als neue Nachfrager mitmischen; die glauben, ihre Einkommen könnten so weiter wachsen wie in den Jahrzehnten zuvor“, Spiegel, 8.10.2008
  • Gold wird wegen Anlegeransturm knapp ☛ „Angesichts des Massenandrangs von Privatanlegern werden Goldmünzen und -barren in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge zunehmend knapp. Wie die ‚Berliner Zeitung‘ berichtet, nehmen Händler schon keine Bestellungen mehr entgegen“, AFP, 8.10.2008
  • Island ist überall ☛ „Finanzkrise bringt Inselrepublik vor Staatsbankrott. IWF prüft Hilfsaktionen. Weltweit wackeln Banken. Kapital sucht vergeblich nach sicheren Häfen“, jungeWelt, 8.10.2008
  • Gehen nun auch noch die Goldmünzen aus? ☛ „Können Privatanleger, die wegen der Finanzkrise Angst um ihr Erspartes haben, jetzt nicht einmal mehr Goldmünzen oder Barren kaufen? Eine solche Verschwörungstheorie kursiert unter Händlern und im Internet“; wieder vor einem Goldhandelsverbots? (EG), WirtschaftsWoche, 7.10.2008
  • Medwedew fordert „neue Lösungen“ zur Finanzkrise ☛ “‚Es ist völlig klar, dass die Zeit für neue Lösungen gekommen ist‘ sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew angesichts der Finanzkrise, und schlug die Gründung eines Sicherheitspakts von ‚Vancouver bis Wladiwostok‘ vor … Das alte Sicherheitssystem habe sich in den Konflikte im Irak, in Afghanistan, im Kosovo oder in Georgien als nicht handlungsfähig erwiesen“, Focus, 7.10.2008
  • Weltweites Wirtschaftschaos - Europäische Staaten wollen Panik vermeiden ☛ „So viel Panik war nie … Dabei hat alles einen recht einfachen Kern: Seit Jahrzehnten wird Kapital nicht mehr angehäuft mittels der guten , alten Ausbeutung, der privaten Aneignung von Mehrwert, sondern aus der Kapitalverwertung selbst, die sich (fast) völlig von der Realwirtschaft abgelöst hat … Fakt ist: der durchgedrehte Kapitalismus in seinem Siegesrausch und seiner Profitgier ist gerade dabei, sein eigenes Grab zu schaufeln. Man sollte ihn nicht daran hindern, doch verhindern, daß daraus ein Grab für alle wird“, Berliner Umschau, 7.10.2008
  • Panik in Russland: Eine Finanzkrise kommt selten allein - Russlands Presse ☛ „Die letzten Hoffnungen auf die Rettung des weltweiten Finanzsystems sind zunichte gemacht worden … Alle sagen mir, dass das Ende der Welt nah se … Chaos, Panik und eine Katastrophe … Früher kam ein `Schwarzer Montag` bestenfalls ein Mal in einem Jahrzehnt, heute aber kommt er in regelmäßigen Abständen, wie ein Bus in London … Ein Makrotrend macht sich im Moment weltweit bemerkbar - bei der Preisgestaltung gehen die Investoren davon aus, dass die Weltwirtschaft sich nicht nur verlangsamt, sondern auch in eine tiefe Rezession rutschen wird“, RIA Novosti, 7.10.2008
  • Islands Angst vor dem Staatsbankrott ☛ „Ausgerechnet Russland soll das Nato-Mitglied retten. Gelingt das nicht, drohen Schockwellen bis aufs europäische Festland … Island zahlt damit nach Ansicht von Experten den Preis für den vergangenen Wirtschaftsboom, als die Unternehmen des Landes in Europa auf Einkaufstour gingen und der Finanzsektor ein beispielloses Wachstum verzeichnete. Die Vermögenswerte der Banken sind neun Mal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt des Landes von 14 Milliarden Euro“, WirtschaftsWoche, 7.10.2008
  • Russland will Island mit Milliardenkredit unter die Arme greifen ☛ „Ein entsprechendes, von Ministerpräsident Wladimir Putin abgesegnetes Angebot habe der russische Botschafter in Island am Dienstag unterbreitet … Laut der isländischen Notenbank nahm Ministerpräsident Geir Haarde bereits ‚vor einigen Monaten‘ bezüglich eines möglichen Kredits mit Moskau Kontakt auf“, WirtschaftsBlatt.at, 7.10.2008
  • Land vor Bankrott: Russland springt Island bei ☛ „Die Finanzkrise hat die Nordatlantikinsel mit voller Wucht getroffen. Die Regierung übernimmt die Kontrolle über das Bankengewerbe. Doch das Vertrauen schwindet: Eine isländische Direktbank hat bereits Kundenkonten gesperrt. Jetzt rollen Milliarden aus Russland an … Vor der Verabschiedung eines Eilgesetzes sagte Ministerpräsident Geir Haarde in Reykjavik, Island stehe vor der ‚reellen Gefahr‘, dermaßen in die globale Finanzkrise hineingezogen zu werden, dass am Ende der Staatsbankrott steh“, FTD, 7.10.2008
  • Island verstaatlicht alle Banken - Land vor Bankrott ☛ „Die Finanzkrise hat die Nordatlantikinsel mit voller Wucht getroffen. Jetzt zieht Reykjavik die Notbremse: Die Regierung übernimmt die komplette Kontrolle über das Bankengewerbe. Doch niemand weiß, ob die Notstandsgesetze das Schlimmste verhindern können … Die extrem aggressive internationale Expansion der drei größten isländischen Banken gilt als entscheidende Ursache für die akute Krise auf der Nordatlantikinsel mit gut 300.000 Einwohnern“, Börse-Online.de, 7.10.2008
  • Weltweit Panik an den Börsen ☛ „Trotz gigantischer Rettungsaktionen für die Finanzmärkte in den USA und in Europa stürzten am Montag die Aktienkurse weltweit ab … Die Kursstürze sind nach Einschätzung von Marco Cabras von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz »Symptom einer Vertrauenskrise, wie es sie bisher nicht gegeben hat«“, jungeWelt, 7.10.2008
  • Stunde der Zivilisation ☛ „Wörter wie ‚Desaster‘ und ‚Kollaps‘ werden inflationär, die Akropolis des Geldes schwankt. ‚Bricht die Weltwirtschaft zusammen, ist Gold die beste Anlage“, sagte ein Berater der Deutschen Bank vergangene Woche der ‚Bild‘-Zeitung“, Der Tagesspiegel, 6.10.2008
  • HRE: Experten fordern globalen Krisenplan ☛ „Experten begrüßen den Plan im Ansatz - sind aber skeptisch, ob es ausreicht. Sie fordern, weltweit gemeinsam zu handeln … ‚Krise ist nicht mehr national zu lösen‘“, Spiegel, 6.10.2008
  • Island kämpft gegen Zusammenbruch - Kampf gegen Kernschmelze ☛ „Zudem kündigte die Regierung an, alle Spareinlagen zu versichern … Die Nettoauslandsverschuldung beträgt aktuell rund 312 Prozent vom BIP und wird zu knapp 80 Prozent von den isländischen Banken gehalten … hält die Finanzkrise weiter an und sehen sich die isländischen Banken weiterhin scharfen Liquiditätsproblemen ausgesetzt, scheint eine Zahlungsbilanzkrise unabwendbar“; auch hier: eigenen Wohlstand der letzten Jahre ohne Skrupel vom Ausland finanzieren lassen (EG), FTD, 6.10.2008
  • Island steuert auf den Finanzcrash zu ☛ „Mit Island steuert erstmals ein ganzes Land dem Crash zu … Die Aktien der größten Banken des Landes wurden am Montag vom Handel ausgesetzt … Der Chef der isländischen Ölgesellschaft N1, Herman Gudmundsson, sagte, es könne ‚in Kürze zu Engpässen von Öl geben, weil einfach keine Dollar da sind‘“, Die Presse.com, 6.10.2008
  • Opfer der Krise - Island setzt auf Schafherden ☛ „Diese spektakuläre Aktion löste auf der Insel Panik aus. Denn viele fürchten nun, dass der Staat nicht über genug finanzielle Mittel verfügen könnte, um weitere marode Banken zu retten. Allein die Verbindlichkeiten von Glitnir, Landsbanki und Kaupthing sind rund neunmal so hoch wie das isländische Bruttosozialprodukt … Hinzu kommt, dass das kleine Land bis auf Fisch und Schafwolle praktisch alles importieren muss. Die isländische Krone hat gegenüber dem Euro im vergangenen Jahr rund 70 Prozent ihres Werts verloren … Mittlerweile werden wegen des Währungsverfalls sogar Engpässe bei der Benzinversorgung befürchtet. Ein Sprecher der größten Supermarktkette Bonus warnte die Kunden schon vor leeren Regalen … zudem gebe es noch große Fischschwärme im Meer“; ohne Erdöl kein Fisch! (EG), FTD, 6.10.2008
  • LOL:!:Briten kaufen Juwelen - Panik wegen Bankenpleite ☛ „Die Juweliere haben Hochkonjunktur. Vor den exklusiven Londoner Geschäften bilden sich lange Schlangen, weil die Leute ihr Papiergeld in Edelmetall umtauschen wollen. Da die eine Unze schwere Krügerrandmünze billiger ist als eine Unze Gold, ist sie so gut wie ausverkauft. Seit dem Kollaps der alteingesessenen Bank Bradford & Bingley in der vergangenen Woche sind die Briten in Panik und versuchen, ihre Pennys zu retten“, TAZ, 5.10.2008
  • Kollaps für Islands Finanzsystem möglich - Krise spitzt sich zu ☛ „Dramatischer konnten die Worte des Regierungschefs nicht ausfallen: ‚Selten zuvor sind Regierung, Haushalte, Unternehmen und normale Menschen mit solchen Schwierigkeiten konfrontiert worden‘, sagte Islands Premier Geir Haarde im Parlament des Inselstaates … Die großen Banken des Landes mit Landsbanki, Kaupthing und Glitnir an der Spitze hatten einen beispiellosen Feldzug in Nordeuropa und Großbritannien eingeleitet, hatten Versicherungsgesellschaften, Airlines und Handelsketten gekauft als gelte es, möglichst viele Trophäen binnen kürzest möglicher Zeit zu ergattern … Von den Beschwichtigungsversuchen von Zentralbankchef David Oddsson, das Bankensystem auf der Insel im Nordatlantik sei stabil, ließen sich die Finanzmärkte nicht beruhigen … Keine der großen Institutionen will derzeit Geld an isländische Banken verleihen“, Handelsblatt, 5.10.2008
  • US-Rettungspaket für Finanzsektor: Ein Sozialismus für wenige ☛ „Das US-Hilfspaket, mit dem der Staat den Banken faule Kreditpapiere abkauft, ist verabschiedet. Sicher ist: Den verschuldeten Hausbesitzern hilft es kaum … ‚Ich wähle die Freiheit statt das Brot‘, hatte einer der republikanischen Neinsager, Thaddeus McCotter aus Michigan, getönt - und das Hilfspaket auch beim zweiten Durchgang im Repräsentantenhaus abgelehnt … Das Vorhaben sei ‚unamerikanisch‘, hatten etliche konservative Politiker geschnaubt“, TAZ, 5.10.2008
  • Angst vor Folgen der Finanzkrise: Schäuble für Jamaika-Bündnis ☛ „Wir wissen von der Weltwirtschaftskrise der zwanziger Jahre, dass aus einer wirtschaftlichen Krise eine unglaubliche Bedrohung für die gesamte Gesellschaft erwachsen kann. Die Folgen dieser Depression waren Adolf Hitler und indirekt der Zweite Weltkrieg und Auschwitz“, Spiegel, 4.10.2008
  • Diebe klauten 17 Millionen T-Mobile-Kundendatensätze ☛ “…sondern auch eine erstaunliche Anzahl geheimer Nummern und Privatadressen von bekannten Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern, für die eine Verbreitung ihrer Kontaktdaten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit darstellen würde“, Spiegel, 4.10.2008
  • Pleitegeier kreist über Kalifornien ☛ „«Ohne eine klare Lösung für diese Finanzkrise könnte es für Kalifornien und andere Staaten unmöglich werden, die nötigen Finanzmittel aufzutreiben, um die weitere Arbeit der Verwaltung zu gewährleisten», erklärte Schwarzenegger“, Schweizer Fernsehen, 3.10.2008
  • Warum die Wirtschaftkrise uns noch lange quälen wird ☛ „Zuerst war es eine Krise in einem Teilsegment des US-Immobilienmarktes, der isoliert bleiben würde. Dann war es eine US-Immobilienkrise, die nicht auf den Finanzmarkt übergreifen würde. Später war von einer US-Finanzmarkt- und Bankenkrise die Rede, die nicht auf die US-Realwirtschaft übergreifen würde. Bis zum vergangenen Wochenende hieß es noch, die Krise würde Europa nicht in demselben Maß treffen wie die USA“; bis heute Nichtverstehen oder Verschweigen unseres energetischen Hauptproblems (EG), Spiegel, 2.10.2008
  • Absturz mit Ansage ☛ „Die guten Zeiten gehen zu Ende … Die internationale Finanzkrise wird nach Ansicht von Experten auch die Realitäten in Westeuropa und der Bundesrepublik verändern. Die Stichworte heißen Stagnation, Abschwung und Rezession. Die meisten Fachleute sind sich darin einig, daß die USA bereits in einer waschechten Rezession stecken“, jungeWelt, 2.10.2008
  • «Die Menschen bereiten sich auf diesen Winter vor wie auf einen Krieg» ☛ „Kirgistan kämpft mit einer Energiekrise ungekannten Ausmasses … Sie scheint geeignet, das Machtgefüge in dem zentralasiatischen Staat zu erschüttern … Bereits hat Kirgistans Regierung den Strom rationiert. Offiziell wird die Stromversorgung acht Stunden täglich ausgesetzt, doch viele Dörfer erhalten nur noch während weniger Stunden am Tag Strom“, NZZ, 2.10.2008
  • Die plötzliche Rückkehr der Planwirtschaft ☛ „Der Staat muss eingreifen, um einen schlimmeren Absturz zu vermeiden. Diese Wende zur Planwirtschaft ist notwendig, um die Vertrauenskrise zu beheben“, Die Welt, 1.10.2008
  • Investors start fresh gold rush ☛ “‚Fiat money, in extremis, is accepted by nobody‘, Alan Greenspan, the former chairman of the US Federal Reserve, told lawmakers in Washington almost a decade ago. ‚Gold is always accepted‘, he added … The ‚in extremis‘ scenario was for years only a possibility in the mind of die-hard gold bugs, but the financial crisis is leading regular investors…to believe that the environment in which Mr Greenspan said fiat money would be worthless is now around the corner“; auch hier Greenspan mit halber Wahrheit: siehe hist. US-Goldverbote (EG), FT, 1.10.2008

3.Q.:

  • :!:Gold set to cement safe haven status ☛ „The demand for gold coins – a popular investment during times of crisis because its portability means it can be kept in vaults outside the financial sector – is now so strong that LBMA delegates said dealers around the world were running out of stock of popular coins such as South Africa’s Krugerrand“, FT, 30.9.2008
  • :!:Ansturm auf Gold - das Angebot wird knapp ☛ „Experten gehen davon aus, dass der Goldpreis manipuliert wird, um nicht zusätzliche Unruhe auszulösen. Der Preis von 1000 Dollar gilt dabei als psychologisch wichtige Marke, die schon einmal im März 2008 erreicht worden war“, Hamburger Abendblatt, 30.9.2008
  • Domino macht Angst ☛ „Eine Angst geht um in Europa. Welcher Stein im kapitalistischen System fällt als nächster?“; es geht um viel mehr als nur den Kapitalismus, es geht um ein globales zivilisatorisches Überlebensnetzwerk (EG), FR, 30.9.2008
  • Tsunami über Europa ☛ „Die internationale Wirtschaftspresse glaubt, dass Europa die Finanzkrise verschlafen und die Crashs bei europäischen Banken mitverschuldet hat … Europas Lage sei mit der in den USA nicht vergleichbar, ein Hilfspaket wie das von Paulson nicht nötig - habe man bislang gemeint. ‚Die Realität hat die Lenker in den europäischen Hauptstädten schnell eingeholt‘, kommentiert der Standard aus Wien Europas Arroganz“, Handelsblatt, 30.9.2008
  • :!:Zittern und Schachern hinter den Kulissen ☛ „Cross Border Leasing: Die Finanzkrise bringt Städten und Staatsunternehmen noch mehr Risiken. Offenlegung problematischer Klauseln wird als Vertragsverletzung geahndet … Städte gründen Notgemeinschaft … Rechtsstaatlichkeit untergraben … Cross Border Leasing und Finanzkrise in Deutschland“, jungeWelt, 30.9.2008
  • Verstaatlicht alle Banken! ☛ „Der Münchener Dax-Konzern (HRE) wird mit dem Einsatz von Steuerzahlergeld vorläufig flüssig gehalten, aber der Staat erhält keinen Einfluss auf die Geschäftsführung, geschweige denn Aktien. So geht der Steuerzahler am Ende leer aus … An einer Einsicht ist kein Vorbeikommen: Warum sollen Kunden ihrer Bank noch trauen, wenn sich die Banken selbst keinen Pfifferling mehr leihen? Deshalb bleibt den Regierungen keine andere Wahl, als alle Banken zu verstaatlichen, die in Schwierigkeiten stecken … In der Kernschmelze des kapitalistischen Systems wird klar, dass Banken nie private Unternehmen sein können. Sie sind immer quasi-öffentlich und müssen deshalb streng reguliert werden“, FR, 29.9.2008
  • Finanzkrise: Weckruf für Europa - Europa hat die Finanzkrise bisher verschlafen ☛ „Die Finanzkrise in den USA ist mit der Lage in Europa nicht vergleichbar. Und Rettungsaktionen nach Washingtoner Vorbild braucht am alten Kontinent ohnehin keiner. Das verlauteten sinngemäß Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück und andere führende Politiker im EU-Raum vor einer Woche, nachdem die Vereinigten Staaten ihr Hilfspaket für die notleidenden Banken im Volumen von 700 Milliarden Dollar angekündigt hatten … Steinbrück musste der Hypo Real Estate zur Seite springen, nachdem er schon bei der IKB den Florianijünger gemimt hatte“; zu später Weckruf (EG), derStandard.at, 29.9.2008
  • Wieczorek-Zeul: Finanzkrise, Energiekrise, Lebensmittelkrise ☛ „Sie wies darauf hin, dass die Welt nicht nur von der internationalen Finanzkrise betroffen sei, sondern auch von steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreisen. ‚Das ist eine Krise, deren Ergebnisse auch uns erreichen können, wenn wir nicht handeln‘“, Hannover Zeitung, 26.9.2008
  • :!:Kapitalismus: Pleite der letzten Utopie ☛ „Der große Börsenkrach scheint abgewendet. Unabwendbar ist aber der Ruin des kapitalistischen Heilsversprechens. Zehn Desillusionierungen“, Die Zeit, 25.9.2008
  • Afrika macht die meisten Sorgen ☛ „An dieser Einordnung des Kontinents als Rohstofflieferant in die Weltwirtschaft hat sich auch nach der formalen Unabhängigkeit, angefangen mit Ghana 1957, nichts verändert … Laut der Studie sind je nach Definition und Datenbasis weltweit 40 bis 60 Staaten von einer Erosion des Gewaltmonopols und einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen geprägt … »Es ist keine Frage der Barmherzigkeit«, sagte Kikwete. Ein stabiles Afrika sei im Interesse der reichen Staaten“, Neues Deutschland, 25.9.2008
  • Koalition in Belgien steht vor Kollaps ☛ „Der Dauerstreit zwischen den beiden großen belgischen Sprachgruppen, den niederländischsprachigen Flamen und den frankophonen Wallonen, behindert seit Monaten die Einigung auf eine Staatsreform“, Wiener Zeitung, 22.9.2008
  • Eine Brandrodung für den Globus ☛ „Eine zynische Betrachtungsweise könnte so aussehen, dass die Weltwirtschaft alle drei, vier Dekaden eine Brandrodung über sich ergehen lassen müsse, damit aus den Trümmern wieder Neues wachsen kann“; fatal-naive Vorstellung (EG), OÖNachrichten, 22.9.2008
  • Dürre in Zentralasien - Wasserkonflikt droht ☛ “‚Zentralasien steht am Rande einer gewaltigen Krise‘, so der Weltbank-Experte Aldajarow. ‚Ohne verstärkte internationale Hilfe wird es für alle Staaten der Region schwierig, den nächsten Winter heil zu überstehen‘“, n-tv.de, 17.9.2008
  • :!:Kollaps aus dem Nichts - Ursachen der Krise ☛ „Die globale Finanzkrise zeigt: Ihre zunehmende Komplexität macht moderne Gesellschaften zerbrechlich … Störungen greifen rasch auf andere Bereiche über“, SZ, 17.9.2008
  • Der letzte Atemzug der Wall Street ☛ „Investmentbanken expandierten auch im Bereich komplexer Finanzpapiere wie Collateralized Debt Obligations. Dabei half ihnen die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen nach dem 11. September 2001 scharf zu senken, womit sie einen Boom im Immobiliensektor und bei Hypotheken auslöste. Damit gingen die Investmentbanken aber lebensbedrohliche Risiken ein“, FTD, 17.9.2008
  • :!:Die Geschichte der Finanzkrisen ☛ „1971 jedoch gaben die USA die Goldeinlösegarantie auf - mit der Folge massiver Dollar-Abwertungen. An der Börse kam es daraufhin zu lang anhaltenden Kursstürzen - von Januar 1973 bis Dezember 1974. Zusätzlich verschärfte die Ölkrise das Dilemma“; Peak Oil in den USA 1970 als Grund-Ursache(EG), Spiegel, 16.9.2008
  • Detroit überlebt den Untergang ☛ „Fast zwei Millionen Einwohner hatte die Stadt damals. Heute leben hier noch knapp 900 000 Menschen … Und er harrt aus, auch wenn Drogenabhängige oder moderne Vandalen Kupferstücke von alten Fabrikdächern reißen und für ein paar Dollar verscherbeln … Schließlich in den 90ern, als der Marktanteil der ‚großen drei‘ schrumpfte, bis der Boom von Pick-ups und Geländewagen erneut aus der Krise half … Warum haben sie auf die Ölkrise, auf die Probleme der Klimaerwärmung nicht schon vor Jahren reagiert“; Überschriftenzensur? (EG), Welt, 14.9.2008
  • J. Fischer und die neue Welt-Energie-Ordnung: "Eine nie gesehene Revolution" ☛ „Fischer: Wir haben noch lange nicht begriffen, was es heißt, dass zwei bis drei Milliarden Menschen, Mitte des Jahrhunderts sogar vier Milliarden, in diesen Weltmarkt eintreten. Die wollen alle denselben Lebensstandard wie wir. Eine solche Revolution hat die Moderne noch nicht gesehen. Wenn das schief geht, stehen wir vor einem höchst gefährlichen Durcheinander. Die Zeiten, in denen solche Fragen von Umweltgruppen oder Kulturpessimisten in Hinterzimmern diskutiertwurden, sind vorbei. Das ist d i e weltverändernde, weltumstürzende Entwicklung“, zeozwei.de, 12.9.2008
  • Kampf für Wärmedämmung in Kirgisien ☛ „Die Gletscher im zentralasiatischen Tientschan-Gebirge schmelzen rasant. Zudem gibt es weniger Regen, sodass viele Flüsse austrocknen. Das Wasser fehlt den Bauern, die ihre Felder kaum noch bewässern können. Die Preise für Weizen und für Brot steigen … Auch die Energieversorgung Kirgisiens ist bedroht, weil etwa 90 Prozent aller Elektrizität aus Wasserkraft stammen und die Stauseen immer leerer werden. ‚Für die meisten Kirgisen gibt es drängendere Alltagsprobleme als den Klimawandel‘, sagt Nursat Abdyrasulowa, ‚wie man das Essen bezahlt beispielsweise, oder wie das Haus in den harten Wintern geheizt werden soll‘. Etwa 40 Prozent der gut fünf Millionen Einwohner leben unter der Armutsgrenze, die Arbeitslosenquote ist hoch“, TAZ, 12.9.2008
  • Wir brauchen mehr als dicke Pullover ☛ “‚Die Leute haben Zukunftsangst, weil sie nicht wissen, wie es mit den Preisen weitergeht‘, sagt Energiereferentin Claudia Bruhns von der Verbraucherzentrale NRW“, zeozwei.de, 12.9.2008
  • Recession to hit Germany, UK and Spain ☛ „Germany, the UK and Spain all face recessions this year, the European Commission forecast on Wednesday, dashing finally any remaining hopes that Europe would avoid a sharp economic downturn. France and Italy would fare little better, it said“, FT, 10.9.2008
  • Kleinstadt in Südengland führt eigene Währung ein ☛ „Um die brachliegende lokale Wirtschaft wieder anzukurbeln, will eine Stadt im Süden Großbritanniens eine eigene Währung einführen. Die rund 16.000 Einwohner der Stadt Lewes in der Nähe von Brighton können ab Mittwoch der „Lewes-Pfund“ statt dem britischen Pfund in mehr als 60 Geschäften des Städtchen zum Einkaufen benutzen, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte … Ein ähnliches Projekt läuft in der Stadt Totnes seit mehr als einem Jahr“, Die Presse.com, 9.9.2008
  • Hurrikan: Kuba mit vorbildlichen Aktionsplan ☛ „Mit militärischer Präzision wird auf Kuba der Hurrikan-Aktionsplan umgesetzt. Im Gegensatz zu Haiti, wo es immer wieder zu hohen Verlusten kommt, zeigt sich Kuba stets gewappnet“, Focus, 9.9.2008
  • Kuba widersteht Hurrikan "Ike" ☛ „Kuba beweist allerdings, dass auch mit bescheidenen Mitteln eine wirkungsvolle Vorsorge möglich ist. Das UN-Sekretariat zur Minderung von Katastrophen (ISDR) in Genf ist voll des Lobes. ‚Der kubanische Weg könnte leicht auf andere Länder mit ähnlichen wirtschaftlichen Bedingungen angewendet werden‘, meinte ISDR-Stratege Salvano Briceño vor vier Jahren, ‚selbst auf Länder mit größeren Ressourcen, die es nicht schaffen, ihre Bevölkerung so gut zu schützen wie Kuba‘. Der wichtigste Faktor dabei sei Bildung: ‚Die Menschen werden ständig informiert und trainiert‘“, TAZ, 8.9.2008
  • Energiekrise in Deutschland: Abhängigkeit oder neue Wege? ☛ „Dass das Öl immer teurer wird, wissen wir schon lange. Doch inzwischen sind auch die Gaspreise so stark gestiegen, dass viele inzwischen sogar Existenzprobleme befürchten - auch in Deutschland. Und leichter wird es nicht: Spekulationen, politische Turbulenzen, Umweltkatastrophen - der Energiemarkt ist so sensibel, dass eine Krise der nächsten folgen kann . Doch sind wir darauf vorbereitet?“, Deutsche Welle, 8.9.2008
  • USA lehnen Hilfegesuch aus Kuba ab ☛ „Die kubanische Führung hatte am Samstag Washington gebeten, den Kauf bestimmter Materialien zur Überwindung der Verwüstungen durch Hurrikan «Gustav» zu erlauben. Kuba bat auch darum, US-Unternehmen die Vergabe von Krediten für Lebensmittelkäufe zu erlauben, hiess es am Samstag in einer Erklärung des kubanischen Aussenministeriums“; Entzivilisierung (EG), Nachrichten.ch, 8.9.2008
  • How a downturn could turn into a disaster ☛ „Some recent research* by the economists Harald Hau and Hélène Rey suggests that global investors might be inclined to switch out of dollars much faster than some people believe … The result would be a toxic feedback loop of a falling US dollar, rising US inflation and real financial disturbance of a kind we have not yet seen … This scenario would constitute a huge crisis for Europeans as well“; die USA als das Sorgenkind Nr.1 für die Weltgemeinschaft (EG), FT, 7.9.2008
  • BUND warnt vor Terrorgefahr - AKWs völlig unzureichend gesichert ☛ „Nach Erkenntnissen des vom BUND mit einer Untersuchung beauftragten Atomexperten Helmut Hirsch sind Atomkraftwerke durch Terror- und Sabotageakte leicht angreifbar. ‚Von außerhalb der Anlage können Attacken sowohl aus der Luft als auch vom Boden aus erfolgen‘ … Eine besonders große Gefahr gehe zudem von möglichen ‚Innentätern‘ aus“, SZ, 5.9.2008
  • Pakistan: Demokratie - aber kein Brot und Strom ☛ „Keiner weiß, wann Pakistan zuletzt so schlechte Zeiten gesehen hat. Strom in der Wirtschaftsmetropole Lahore fällt bis zu 16 Stunden am Tag aus. In der Hafenstadt Karatschi, in Quetta oder Peshawar ist die Situation nicht besser. Auf den Märkten ist das Mehl knapp“, Hamburger Abendblatt, 5.9.2008
  • Pitbull mit Lippenstift ☛ „Doch bei vielen Themen ist Sarah Palin der Darling der Rechts-Konservativen: Sei es beim Umweltschutz (weg damit!), Feuerwaffen (her damit!), Abtreibungen (pfui!), Irak-Krieg (toll!), Religion (jajajajaaa!) oder Sexualaufklärung an Schulen (igitt!). Vom Religiösen her überschreiten ihre Äusserungen mitunter die Grenze des Absurden, wenn Sie zum Beispiel meint, dass der Bau einer Erdgas-Pipeline Gottes Wille sei oder der Irak-Krieg nach dem Plan des Allmächtigen ablaufe“, Nachrichten.ch, 4.9.2008
  • Western von gestern ☛ „Indem er den Dollarkurs in den Keller trieb und die Wirtschaft ruinierte, hat er aus Amerika das gemacht, was für viele Amerikaner einmal Europa war: einen historischen Freizeitpark mit Dumpingpreisen. Jetzt ist Amerika an der Reihe, Gastgeber für wohlhabende Ausländer zu sein, die mitansehen wollen, wie ein so großes Reich von innen heraus zerfällt“, SZ-Magazin, 36/2008
  • Regierung: Südafrika muss 100 Milliarden Euro in Energie investieren ☛ „Alec Erwin betonte nach Medienberichten vom Mittwoch, in den kommenden zwei Jahrzehnten stünden enorme finanzielle Kraftanstrengungen an, die für die Verbraucher in den kommenden zwei bis drei Jahren bereits eine Verdopplung der Strompreise bedeutete“, impulse.de, 3.9.2008
  • South Africa - Not enough energy saved: Erwin ☛ „Erwin said South Africa needed to cut energy consumption by 10 percent, but ‚currently we’re saving roughly 4 percent to 5 percent, so there’s more work to be done‘ … ‚We’re going to have to increase prices again over the next three or four years‘, Erwin said. He added that the basic wholesale price would have to be doubled“, The Times.co.za, 2.9.2008
  • Englands Abschwung – eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft? ☛ „Immerhin 7,3 Prozent der heimischen Exporte gehen in das Vereinigte Königreich, 5,6 Prozent unserer Einfuhren kommen von dort … Die Wirtschaft des Inselstaates werde bereits im dritten Quartal um 0,3 Prozent und im vierten Quartal um 0,4 Prozent schrumpfen. Das Vereinte Königreich treffe die weltweite Finanzkrise am schlimmsten unter den G7-Staaten … Das Pfund war darauf am Montag auf einen historischen Tiefstand gegenüber dem Euro gesackt … Die Wachstumsraten haben sich nach Angaben der OECD auch in Deutschland drastisch eingetrübt … Deutschland befindet sich danach am Rande einer Rezession“, €uro am Sonntag, 3.9.2008
  • Japan taumelt in die Krise ☛ „Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im fernöstlichen Industriestaat ist zwischen April und Juni um 0,6 Prozent geschrumpft … ‚Sinkende Exporte, schwächelnde Binnennachfrage, fallende Immobilienpreise, eingefrorene Investitionen, hohe Lagerbestände und steigende Kosten führen zu einem Einbruch auf breiter Front‘, beschreibt Akira Maekawa vom Schweizer Bankhaus UBS in Tokio die Lage … Öl- und Materialkosten sprangen um 7,1 Prozent nach oben – so stark wie zum letzten Mal während der Ölkrise vor 27 Jahren … Aber dafür ist das Angstsparen weit ausgeprägter“, WirtschaftsWoche, 2.9.2008
  • Finanzkrise: "Das Schlimmste kommt noch" ☛ „Die zehnte Bank ist in den USA dieses Jahr Pleite gegangen und mit 117 Banken auf der Problemliste ist ein neuer Rekord erreicht … Sturmwarnung für Großbritannien … In Spanien bricht der Konsum ein und steigt die Arbeitslosigkeit … Hier braut sich eine explosive Mischung zusammen, die sich alsbald entsprechend entladen dürfte. Die Geduld der einfachen Leute ist auch in Spanien erschöpft“, Telepolis, 1.9.2008
  • :!:Storm warning ☛ U.K. chancellor Alistair Darling: „The economic times we are facing ‚are arguably the worst they’ve been in 60 years‘, he says bluntly. ‚And I think it’s going to be more profound and long-lasting than people thought‘“, The Guardian, 30.8.2008
  • Pakistan: Nuntius beklagt Gewalt ☛ „In Folge der Energiekrise kommt es gerade in Pakistan immer wieder zu längeren Stromausfällen, die das Leben und die Wirtschaft des Landes lahm legen … Die politische Krise verschlechtere die Lage stetig, sagte Erzbischof Adolfo Tito Yllana gegenüber Radio Vatikan“, Radio Vatikan, 30.8.2008
  • Das Rätsel der Osterinsel ☛ „Das karge Eiland mitten im Pazifik war einst voller Palmen. Die Ureinwohner hatten eine eigene Schrift und Kultur und bauten monumentale Steinfiguren. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse über den Untergang dieser Hochkultur“, Welt, 29.8.2008
  • Mexico: The Winds of Revolt ☛ „Today, cracks are visible on the Mexican veneer. Violence is raging, as frustration from the lack of economic opportunities forces people to resort to narcotrafficking and kidnapping as a way to survive. So-called revolutionary groups are reappearing, blowing up pipelines and extorting businesses. In less than two years, Pemex will squeeze the last remaining oil out of Cantarell. This will be a body blow to the government’s fiscal accounts … With less than two years to go until the 10th year of the new millennium, history suggests that another bloody revolution may be somewhere on the horizon“, RGE monitor, 27.8.2008
  • US-Bankenpleiten werden lautlos vorbereitet ☛ „Sie fahnden in den Bilanzen nach Möglichkeiten, die Pleite abzuwenden. Sie sprechen mit Kaufinteressenten. Und sie achten darauf, dass Putzkräfte die Filialen zumindest nach außen glänzen lassen. Der Schein muss gewahrt bleiben, sonst könnten Kunden das Vertrauen verlieren und panikartig ihr Geld abheben - der Super-GAU für angeschlagene Banken“, OÖ Nachrichten, 26.8.2008
  • Eine Nation auf Pump - Amerika's Kreditkultur ☛ „Über Kreditkarten und Verbraucherdarlehen haben US-Bürger 2,6 Billionen Dollar Schulden angehäuft. Als nun mit dem Häusermarkt die ebenfalls enormen Hypothekenkredite abstürzten, brach das Fundament einer Nation auf Pump in weiten Teilen zusammen. ‚Die Amerikaner haben jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt, jetzt sind sie zurück auf dem Boden der Realität‘, bilanzierte das US-Magazin ‚Forbes‘ … ‚Da war eine Party im Gange und niemand wollte der Spielverderber sein‘, sagte Stiglitz jüngst dem Magazin ‚BusinessWeek‘“, OÖ Nachrichten, 25.8.2008
  • Blowing Up The Energy Bubble ☛ „Poor-country energy subsidies have inflated oil prices. Bringing them back to earth won’t be easy“, Newsweek, 23.8.2008
  • :!:Rod Dreher: Peak oil is coming, and we're unready ☛ „Whether peak oil is already here or on its way, we’ll have to deal with it. The more important question, then, is this: Are we ready for the inevitable? The answer, I’m convinced, is no. And our unreadiness is not for lack of information; it’s moral and philosophical. Put plainly, it’s because we Americans do not recognize limits. We live in a fantasyland whose borders go far beyond the oilfields, whose psychological geography is critical to map out a future our nation is blindly headed for“, The Dallas Morning News, 22.8.2008
  • Die Party ist auch in Deutschland vorbei ☛ „Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde ist auch die Gesamtwirtschaft im Euro-Raum erstmals seit Beginn der Datenerhebung geschrumpft und könnte in eine Rezession abgleiten. Ähnlich sieht es auch in Japan aus, musste die japanische Regierung einräumen. Nun stehen neben den USA und Großbritannien praktisch alle großen Wirtschaften vor einer Rezession … Vor allem deutsche Politiker versuchen weiter, der Krise mit Psychologie zu begegnen, die sich am Horizont abzeichnet … So wird hier nicht von einer drohenden Rezession gesprochen, sondern von einer Wachstumsdelle“, Telepolis, 16.8.2008
  • Immer mehr "Todeszonen" in den Weltmeeren - Forscher beunruhigt ☛ „In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der sauerstoffarmen, so genannten Todeszonen in den Meeren um fast ein Drittel zugenommen. Die Ursache dafür sehen Forscher vor allem darin, dass immer mehr Nährstoffe - wie etwa Düngemittel aus der Landwirtschaft - über Flüsse in die Meere gelangen … 1995 waren 305 Meeresregionen von Sauerstoffarmut betroffen, heute sind es über 400. Seit den 1960er Jahren bis zur Jahrtausendwende habe sich die Zahl der Todeszonen jedes Jahrzehnt fast verdoppelt“, SZ, 14.8.2008
  • Japans Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft ☛ „Der preisbereinigte Rückgang von April bis Juni betrug im Vergleich zum Vorquartal 0,6 Prozent … Die von der japanischen Regierung veröffentlichten Daten wiesen zudem auf das Jahr hochgerechnet einen BIP-Rückgang von 2,4 Prozent aus. Die Börse in Tokio hat daraufhin kräftige Verluste verbucht“, news.ch, 13.8.2008
  • :!:Wenn die Welt sich auflöst ☛ „Die Gefahr ist groß, dass die Menschheit in eine Art Urzustand zurückfällt, in der das Sichern des eigenen Überlebens an oberster Stelle steht … Es gibt einen gefährlichen Glauben unter Politikern, Ökonomen und Investmentmanagern, dass die kommende Krise in ähnlicher Weise wie die anderen Krisen oder Rezessionen der jüngeren Vergangenheit zu bewältigen ist. Dies ist ein Trugschluss von enormer Tragweite“, Die Presse.com, 13.8.2008
  • USA sanieren sich auf Kosten der Hartwährungsländer ☛ „Nach den vorausschauenden Wirtschaftsindikatoren der OECD dürfte Euro-Europa realwirtschaftlich wesentlich schwerer von der globalen Finanzkrise betroffen sein als deren Verursacher, die USA“, Telepolis, 12.8.2008
  • Nahende Ölkrise könnte zu meheren möglichen Ölpreiszenarien führen ☛ „Anhand von Studien gehe hervor, dass das Phänomen des Erreichens des weltweiten Ölfördermaximums, dem sogenannten Peak-Oil, der Weltwirtschaft einen langfristig schweren Schlag versetzen dürfte, wodurch die Nachfrage nach Öl in einem solchen Ausmaß verliert, dass in einem allgemeinen Chaos das Ölfördermaximum nicht zur Ausschöpfung gelangt“, FinanzNachrichten.de, 8.8.2008
  • Partydroge Crystal macht extrem schnell süchtig ☛ „Mehr als 1,5 Millionen Amerikaner sollen davon abhängig sein. Experten befürchten ein Überschwappen des Trends nach Europa. Bereits 2006 warnte die UN vor einer ‚Crystal-Meth-Pandemie’ … Den Körper kann Crystal bei regelmäßigem Konsum erschreckend schnell zugrunde richten. Die Konsumenten magern extrem ab, verlieren ihre Zähne oder bekommen Potenzstörungen“, Tagesspiegel, 6.8.2008
  • Greenspan spricht von Jahrhundertkrise ☛ „Die Zeichen stehen auf Abschwung: Alan Greenspan, ehemaliger Chef der US-Notenbank, zeichnet ein dramatisches Bild der globalen Konjunkturkrise … Ex-Fed-Chef Greenspan: ‚Diese Krise ist anders‘“, Spiegel, 5.8.2008
  • Italy deploys troops to fight urban crime ☛ „Several hundred soldiers were sent to major cities, the first of 3,000 to be deployed for an experimental six months. Italo Bocchino, deputy head of the ruling People of Liberty party, said the next phase could see up to 30,000 soldiers deployed … Rome’s crime figures are in line with the western European average and critics say the presence of troops will only damage the city’s image“, FT, 4.8.2008
  • US-Vorstädte werden die Slums der Zukunft ☛ „Die Retorten-Vorstädte der USA sind dem Untergang geweiht. Explodierende Benzinpreise und die Immobilienkrise treiben die Amerikaner zunehmend zurück in die Großstädte. Doch Pessimisten zeichnen ein noch extremeres Bild für die Suburbs. Sie könnten zu den Slums der Zukunft werden“, Welt Online, 4.8.2008
  • US-Krise erfasst Deutschland - Alle Anzeichen stehen jetzt auf Abschwung ☛ „Die Gewinne der Unternehmen brechen ein, die Aufträge stagnieren: Die Krise lässt sich nicht mehr wegreden … Dass neben den Banken nun als erstes vor allem konsumnahe Branchen betroffen sind, ist ein deutliches Signal für einen beginnenden Konjunktureinbruch. Der Theorie nach müssten als nächstes die chemische Industrie, der Maschinenbau und dann die Energiebranche folgen“, TAZ, 4.8.2008
  • Switch energy supplier, draughtproof your home and insulate yourself against rising fuel bills ☛ „The British Gas announcement last week that gas bills would go up by 35 per cent and electricity by 9 per cent was a blow for millions of British families. Almost overnight, according to the price comparison service uSwitch, the energy costs of an average UK home shot up by £267 to a whopping £1,322 a year. Those on low incomes will feel the price pain most keenly. Georgina Walsh from the consumer group Energywatch says: ‚If you are elderly, disabled, a single parent or have a chronic illness, this means that you will have a very hard time indeed‘, The Independent, 3.8.2008
  • Spaniens Immobilienmarkt bricht dramatisch ein ☛ „Nach Jahren ungehemmter Bautätigkeit sind derzeit bis zu 1,5 Millionen unverkaufte Häuser auf dem Markt … Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht - Experten erwarten, dass die Verkäufe noch weiter zurückgehen“, Spiegel, 28.7.2008
  • LOL:!:Raúl Castro warns over Cuba slowdown ☛ “‚The world faces a real crisis, not only economic, but associated with climate change, the irrational use of energy and growing problems of every type‘, he said. ‚We should timely explain to our people the difficulties so that we can prepare ourselves to face them‘ … Mr Castro also took a swipe at the US, Europe and Japan, saying that the response to the crisis of the ‚the rich countries and multinational companies was passive. It is not just selfish and irresponsible but suicidal because after all we all live on the same planet‘ … The government would do all it could, he said, to ‚reduce to the minimum the unavoidable consequences of the present international crisis‘. But he warned that ‚we cannot spend in excess of what we have. And to make the best of what we have it is indispensable to save everything, foremost fuel‘“, Financial Times, 27.7.2008
  • Raúl Castro bereitet Kuba auf magere Zeiten vor ☛ „Kubas Präsident Raúl Castro hat die Bevölkerung der Karibikinsel vor Auswirkungen der weltweiten Energie- und Nahrungsmittelkrise gewarnt. Wegen der ‚Tatenlosigkeit der Regierungen der reichen Länder sowie der multinationalen Unternehmen‘ werde es ‚unvermeidbare Auswirkungen‘ auf Kuba geben“, Spiegel, 27.7.2008
  • Weltuntergang an der Zapfsäule ☛ „Energiemangel und Klimawandel stellen die Menschheit vor dramatische Herausforderungen … ‚Ausgebrannt‘ von Andreas Eschbach und ‚World Made by Hand‘ von James Howard Kunstler malen in düsteren Farben die nahe Zukunft, in der das Öl knapp wird. Noch drastischer sind die Untergangsvisionen von Vernon Cole, einem Arzt und Journalisten aus Großbritannien: ‚In einer Generation werden fünf von sechs Menschen auf dem Planeten tot sein‘“, Ostsee-Zeitung, 26.7.2008
  • S Africa hit by strikes over living costs ☛ „Tens of thousands of strikers brought Johannesburg to a halt on Wednesday in protest at rising electricity prices and living costs, as trade unions vowed to bring the economy to a standstill next month unless their demands were met … But Keith Brebnor, chief executive of the Johannesburg Chamber of Commerce and Industry, said he feared ‚the international effect [of the strikes] on our reliability as a trading partner‘“, Financial Times, 23.7.2008
  • LOL:!:Erdöl: Wohlstandsflamme erlischt ☛ „Alle diese Faktoren zeigen klar, dass sich das Ölzeitalter dem Ende zuneigt. Der Schmierstoff der Weltwirtschaft wird zur Mangelware mit potenziell dramatischen Folgen. Verdoppeln sich die Kraftstoffpreise, so ein vom Forschungsverbund Aspo entworfenes Szenario, gehen Tausende von Lkw-Besitzern pleite, Flugzeuge bleiben am Boden, Restaurants schließen, viele Menschen versuchen sich als Selbstversorger. Es drohen gesellschaftliche Verwerfungen bis hin zu Aufständen, die Staaten destabilisieren und Regierungen wegfegen könnten“, Focus 30/2008, 21.7.2008
  • Energiestrategie: Energie nicht der einzige Umweltmassstab ☛ „Zur Zeit gibt es dort keine Zeichen eines Sinneswandels. Im Gegenteil. Wachstum - ‚anders‘, ‚nachhaltig‘, ‚immateriell‘ - ist immer noch die vorherrschende Ideologie, obwohl Wachstum, gemessen in Geldeinheiten des BIP, immer materiell ist. Leider gibt es nach meinem Wissen keine Methodologie, ein Umdenken zu bewirken“, ETH Life, 15.7.2008
  • :!:Energie-Wende für die USA! Ein Brandbrief von Kissinger und Co. ☛ „In einem offenen Brief haben 27 amerikanische Politikveteranen eine parteiübergreifende Initiative für eine neue Energiepolitik gefordert. Es gelte, sich einer ‚langfristigen Energiekrise‘ zu stellen, die Sicherheit und Wohlstand zukünftiger Generationen bedrohe, schrieben die ehemaligen Staatsmänner … Der Präsident des Instituts, General a. D. James Jones, betont aber, dass der Aufruf parteiübergreifend sei. ‚Da kommt ein Energie-Tsunami auf uns zu, und wenn man den kommen sieht, geht man besser auf die Spitze der Welle - sonst wird man zerschmettert‘, sagte der ehemalige Kommandeur der Marineinfanterie. Er habe darüber mit Obama und McCain gesprochen. ‚Beide Kandidaten sind noch mit ihren Gedanken zu diesem Thema in einem embryonalen Stadium‘, sagte Jones“, HH Abendblatt, 17.7.2008 (Original Brief: , )
  • :!:Endzeit-Stimmung oder neue Weltordnung? ☛ „Selbst der Leiter des US-Rechnungshofs, David M. Walker warnt vor dem Bankrott der USA und sieht Parallelen in der aktuelle Situation mit dem Niedergang des Römischen Reiches … Die Gegenwart zeigt uns, dass die Kriege und Konflikte des 21 Jahrhunderts nur vordergründig wegen Ideologien oder Weltanschauungen geführt werden. Es geht um Rohstoffe. Wenn es durch die Klimaänderung zu anhaltenden massiven Ausfällen der Weizenernte in Kanada, Australien oder Argentinien kommt, ist eine politische bis hin zur bewaffneten Intervention zur Nahrungssicherung auch nicht mehr auszuschließen“, EMFIS.de, 17.7.2008
  • Finanzkrise in den USA: Wut, Angst, Endzeitstimmung ☛ „Zunehmend panisch reagieren die Amerikaner auf die Hiobsbotschaften aus der Finanzbranche. Kunden stürmen Bankfilialen, Aktien gehen auf Talfahrt, der Präsident gerät ins Stottern. Wilde Börsengerüchte heizen die Stimmung zusätzlich auf“, Spiegel, 16.7.2008
  • Folgen des Energiepreissckocks: "Ich dusche seltener" ☛ „Studenten, Rentner, Hartz-IV-Empfänger, alleinerziehende Mütter: Menschen, die am Existenzminimum leben, werden von den steigenden Energiepreise besonders hart getroffen … Spiegel Online stellt sechs Menschen vor, die zum drastischen Energiesparen gezwungen sind“, Spiegel, 16.7.2008
  • Energie-Inflation trifft Arme und Familien ☛ „Wer wenig Geld hat, muss einen großen Teil davon für seine Grundversorgung ausgeben: Miete, Energie, Lebensmittel, Mobilität … Der Schuldenkompass der Schufa AG nennt allein 2,9 Millionen Haushalte (7,3 Prozent 2006) in Deutschland ‚überschuldet‘. Nach Daten des Bundesarbeitsministeriums sind rund 13 Prozent der Bundesbürger arm. Die Preissteigerung beim Strom raubt ihnen die restliche Kaufkraft … ‚Diese Fälle sind erst der Anfang‘, sagt Schuldnerberater Wiedenhaupt, ‚die große Welle kommt nächstes Jahr‘. Dann rechnen die Hausbesitzer die drastischen Preissteigerungen für die Energie ab, die im Jahr 2008 verbraucht wurde“, Spiegel, 15.7.2008
  • Experten warnen vor Rezessionspanik ☛ „Die Gefahren für die Weltwirtschaft sind größer denn je - auch Deutschlands Konjunktur droht eine Krise … Auf 20 bis 30 Milliarden Euro schätzt Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) den zusätzlichen Kaufkrafttransfer infolge der höheren Energiepreise … Damit liege man zwar hinter anderen Ländern wie Spanien, das sich schon in der Rezession befinde … ‚Viele Länder haben leere Kassen. Sie können deshalb keinerlei finanzpolitische Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft zum Beispiel durch Investitionsprogramme zu stimulieren‘, sagt Deutsche-Bank-Ökonom Norbert Walter“, Spiegel, 14.7.2008
  • LOL:!:Mit Vollgas gegen die Wand ☛ „Da der weltweite Energiebedarf zu 85 Prozent von fossilen Energieträgern gedeckt wird, da zur Aufrechterhaltung der kapitalistischen Landwirtschaft die fossilen Wasserreserven aufgebraucht werden, prognostiziert Heinberg bei Beibehaltung dieser Wirtschaftsstrukturen einen allumfassenden sozialen Abstieg in den Industrieländern. Als wichtige Momente dieses sozialen Verfalls macht er einen Einbruch beim Wirtschaftswachstum, dem privaten Konsum, bei der Massenmobilität und der Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaften aus. Mit dem sozialen Abstieg breiter Bevölkerungsschichten werde eine Abnahme politischer Stabilität gehen“, Telepolis, 13.7.2008
  • Preissprung im Garten - Öl verteuert Pflanzen ☛ „Es werde eine kleine ‚Revolution‘ in der Gartenbaubranche geben, sagte der Präsident des Gartenbauverbands Sachsen-Anhalt, Herbert Bruchmüller. ‚Entweder die Preise werden spürbar erhöht, oder es wird viele Pflanzen aus dem Gewächshaus nicht mehr geben, weil wir sie nicht mehr kostendeckend züchten können‘“, n-tv.de, 12.7.2008
  • Verletzte bei Generalstreik in Peru ☛ „Der Streik richtete sich gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung von Präsident Alan García und die gestiegenen Nahrungsmittel- und Treibstoffpreise … Protestiert wurde ebenfalls gegen den Anstieg der Lebenshaltungskosten, aber auch gegen die Privatisierung und Vergabe von Konzessionen zur Ausbeutung von Land, Wasser und Wäldern im Amazonasgebiet … Die Bewohner wehren sich gegen das Vordringen von Erdöl- und Bergbaugesellschaften“, TAZ, 11.7.2008
  • Energie: Für die USA sind Stürme nicht das einzige Problem ☛ „Im Land der weiten Strecken und großen Autos galt billige Energie immer als eine Art Geburtsrecht. Entsprechend tief schneiden die Rekordpreise für Treibstoffe in den ‚American Way of Life‘, und die hektische Suche nach Abhilfe und nach Schuldigen ist in vollem Schwung … Gemessen an der Bedeutung der Ölindustrie für die USA als Verbrauchsweltmeister ist die Versorgungs-Infrastruktur überraschend anfällig“, Handelsblatt, 10.7.2008
  • Spanien: Massenweise Bauruinen ☛ „Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt, dass Spanien demnächst die höchste Arbeitslosenquote aller 30 Industrie-Mitgliedsstaaten haben werde … Auslöser der Beschäftigungskrise ist der Zusammenbruch des Bau- und Immobiliengeschäfts, dem bisherigen Antriebsmotor der Konjunktur … Der Konsum bricht in vielen Sektoren ein“, Kölner Stadt-Anzeiger, 7.7.2008
  • Kenneth Rogoff: Weltwirtschaft außer Kontrolle ☛ „Die Weltwirtschaft ist ein außer Kontrolle geratener Zug, der langsamer wird, allerdings nicht schnell genug. Das schreien uns die außergewöhnlich hohen Preise für Öl, Metalle und Lebensmittel entgegen … Der außer Kontrolle geratene Zug der Weltwirtschaft zeigt alle Merkmale einer gewaltigen sich zusammenbrauenden Krise – finanzieller, politischer und wirtschaftlicher Art“, derStandard.at, 7.7.2008
  • Glos fürchtet Arbeitsplatzverluste durch Ölkrise ☛ „Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht Arbeitsplätze in Deutschland durch mögliches Fehlverhalten der Unternehmen in der Ölkrise gefährdet. Der Minister warnt im ‚Handelsblatt‘ die Unternehmen vor allem davor, die hohen Energiekosten an die Kunden weiterzugeben … Jede Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus wirke in voller Breite ‚unsozial und mittelfristig beschäftigungsvernichtend‘“, Focus, 6.7.2008
  • Insolvenz: Ölpreis-Schock schreckt Mittelstand auf ☛ „Die Rekord-Ölpreise lassen zehntausende deutsche Unternehmen um ihre Existenz bangen. Laut einer Umfrage im Mittelstand könnten hochgerechnet gut 50.000 Firmen ins Wanken geraten“, Die Zeit, 6.7.2008
  • Italiener befürchten Abstieg in die Armut ☛ „Die hohe Inflation frisst tiefe Löcher in die Haushaltkassen der Bürger. Selbst die Regierung spricht von der schwersten Krise der Nachkriegszeit“, tagesanzeiger.ch, 4.7.2008
  • Amerikaner wollen generalüberholtes Land ☛ „Erschöpft von den endlosen Kriegen im Irak und in Afghanistan und hilflos einem politischen System ausgeliefert, das in einer ewigen Blockade verharrt, statt Lösungen für immer dringlichere Probleme zu finden, ist eine historisch beispiellose Mehrheit der Amerikaner zum Schluss gelangt, das Land befinde sich auf dem falschen Pfad und bedürfe nach den kleinen und grossen Katastrophen der Bush-Präsidentschaft einer Generalüberholung“, Tagesanzeiger.ch, 3.7.2008
  • Inflations-Teufelskreis: Europa droht Ölpreisschub durch Zinserhöhung ☛ „Demnach hat ein Absinken des Dollar gegenüber dem Euro von ein bis zwei Prozent einen Anstieg des Ölpreises um acht Dollar zur Folge … Stimmt dies, dann ist noch lange keine Entspannung in Sicht … Für die Europäer bedeutet dies einen Teufelskreis: Je höher der Ölpreis, desto stärker steigt die Inflation … ‚Eine Veränderung ist ausschließlich über die Nachfrageseite möglich‘. Das heißt: Erst wenn Bürger und Unternehmen ihren Ölbedarf reduzieren, kann der Preis sinken“, Spiegel, 3.7.2008
  • Wohlstandsgefälle: Ökonom warnt vor Verarmung durch Inflation ☛ “‚Bei einem Nettoeinkommen unter 1500 Euro wird praktisch nichts gespart‘, sagt Brachinger … Der Anteil des Nettoeinkommens, der allein für Lebensmittel, Wohnen und Energie ausgegeben wird, steigt mit sinkendem Einkommen von 36 auf fast 60 Prozent … Die Reallöhne bei den einkommensschwachen Haushalten sind viel stärker gesunken, als man bisher wahrhaben will. Die hohen Einkommen dagegen werden nicht so stark belastet, zumal diese sich meist besser entwickelt haben als niedrige Einkommen“, Spiegel, 1.7.2008
  • Stagflation - Das Gespenst der Siebziger ☛ „Die Stagflation – wirtschaftlicher Stillstand bei gleichzeitig hoher Teuerung“; was wir nun gesamtkulturell leisten müssen, geht weit darüber hinaus(EG), Handelsblatt, 1.7.2008
  • :!:Nachfrage-Boom: Energieagentur warnt vor Öl-Verknappung ☛ “‚Wir sind ganz klar im dritten Ölpreis-Schock‘, sagte der Chef der Energieagentur, Nobuo Tanaka. Anders als in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts sei eine schnelle Besserung diesmal aber weniger wahrscheinlich“, Spiegel, 1.7.2008

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