Peak Wasser: Interviews, Kommentare, Fachartikel
2011:
- Grüne fordern Einschätzung der Uranbelastung durch Düngemittel ☛ “…wie hoch die landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland im Durchschnitt mit Uran durch Phosphatdüngemittel belastet werden. Außerdem soll die Regierung erläutern, wie hoch sie die Gefahr einschätzt, dass die Einhaltung des Trinkwasser-Grenzwertes für Uran dadurch gefährdet wird“, Anfr.: , Antw.: , , Bundestag.de, 25.5.2011
- J. Vidal: Öl kann man nicht trinken ☛ „Wenn die Diktaturen von Tunis bis Sanaa überwunden sind, steht die Region vor der nächsten konfliktträchtigen Herausforderung: Das Wasser wird knapp … Vorgeschmack auf größere Unruhen … Die Hauptstadt verlegen? … Die soziale Gewalt nimmt zu … Versiegende Quellen, versalzende Meere … Chance für eine neue Form des Friedens?“, der Freitag, 23.2.2011
- M. Snyder: Is the world really running out of food, water and oil? ☛ „Without oil, most of us could survive for quite some time. Without food, most of us could survive for a number of weeks. Without water, most of us would die within a matter of days … So just how high could oil prices go? … Global supplies of food and fresh water are going to continue to diminish. The world economy is going to continue to become increasingly unstable“, pravda.ru, 22.2.2011
- W. Pomrehn: Pest oder Cholera? (USA) ☛ „Die USA machen sich abhängig von kanadischem Öl und gefährden auf der Suche nach Erdgas Trinkwasserreservoirs … Während in den USA einerseits neue Anlagen für den Kohleexport gebaut werden, aber andererseits auch der Widerstand gegen das ‚Mountain top removal‘ steigt, wird es im Inland offensichtlich immer schwieriger, neue Kohlekraftwerke zu bauen“, Telepolis, 9.2.2011
2010:
- G. Kleinhubbert: Schwacher Strahl ☛ „Die Deutschen verbrauchen zu wenig Wasser und richten damit Schäden an. Trotzdem erwägt die EU, sie zu noch mehr Sparsamkeit zu drängen. Es drohen Preiserhöhungen um 25 Prozent … Was ist die richtige Wassersparstrategie für Europa?“, Spiegel, 27.9.2010
- S. Schultz: Feuer aus dem Wasserhahn - Riskante Gasförderung ☛ „Mit neuen Methoden pressen US-Energiekonzerne selbst dort Erdgas aus dem Erdreich, wo alte Techniken versagten, auch in Deutschland sind erste Pilotprojekte geplant. Die Wirtschaft hofft auf eine Milliarden-Bonanza - doch nun zeigt der Dokumentarfilm ‚Gasland‘, wie riskant die Verfahren sind“, Spiegel, 17.8.2010
- J. Tischewski: Virtuelles Wasser - 25 Badewannen täglich ☛ „140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee und 10 Liter für ein DIN-A4-Blatt – wir verbrauchen mehr Wasser, als wir glauben. Denn die Produktion vieler Konsumgüter verschlingt Unmengen von Wasser, ohne dass wir einmal den Wasserhahn aufdrehen“, Geo.de, 14.5.2010
2009:
- T.v. Lossow: Quell des Friedens ☛ „Wasserkonflikte lassen sich durch internationale Kooperation entschärfen“, IP, 11/12.2009
- K. Leukefeld: Wasser – eine Lektion fürs Leben ☛ „Zypern sorgt sich wegen Knappheit … Für private Haushalte und die Landwirtschaft wird Wasser rationiert, für die Touristenanlagen wurde im Sommer 2008 Wasser mit Containerschiffen aus Griechenland gebracht … Der Touristensektor verbraucht zwischen sechs und acht Prozent des Wassers im privaten Sektor“, Neues Deutschland, 25.8.2009
- S. Zastiral: Studie der NASA - Indien droht das Wasser auszugehen ☛ „Forscher der US-Weltraumbehörde Nasa haben herausgefunden, dass der Grundwasserspiegel in Nordindien Jahr für Jahr rapide abnimmt. In manchen Gegenden sei der Pegel zwischen den Jahren 2002 und 2008 um 30 Zentimeter gesunken“, TAZ, 22.8.2009
- T. Schmitz: Machtfaktor Wasser - Ressourcenknappheit ☛ „Im Nahen Osten zeigt sich die politische Spaltkraft von Wasser. Je knapper die Ressource in Israel wird, desto geringer die Chancen auf eine Einigung mit den Palästinensern“, SZ, 5.8.2009
- R. Friebe: Bis zum letzten Tropfen - Wassermangel ☛ „Spanien versteppt, in den USA schrumpfen die Stauseen, Australien fährt immer kleinere Ernten ein: Die Hälfte der Weltbevölkerung ist heute schlechter mit Wasser versorgt als die Bewohner des antiken Rom“, SZ, 5.8.2009
- Pro Kopf täglich 25 Badewannen voll Wasser ☛ Bilder-Fakten-Galerie, Welt, 3.8.2009
- S. Liebrich: Im Land der Wasserschlucker - WWF Studie ☛ „Gar nicht grün: Deutschland hat neben den USA und Japan den größten Pro-Kopf-Bedarf an Wasser … Besonders alarmierend ist aus Sicht des WWF, dass ein erheblicher Teil dieser Waren in Ländern hergestellt wird, die selbst unter chronischem Wassermangel leiden, wie etwa Spanien und die Türkei - mit verheerenden Auswirkungen, weil sich dadurch die Trockenheit weiter verschärft“; Europäischer Wasser-Kannibalismus (EG), SZ, 2.8.2009 (Grafik Agrarwasser-Importe: )
- Wasserkrise: Unser täglich Wasser ☛ „Wie Kaffeetrinken Durst erzeugt … Stehlen wir den Armen das Wasser? … Gibt es eine globale Wasserkrise? … Wird es Krieg ums Wasser geben? … Was können wir tun…“, Zeit, 16.7.2009
- Zu viel Wasser wird verschwendet ☛ „Wasser ist knapp und kostbar – Unternehmen sollten es sparsam nutzen, denn auch ihr Geschäft hängt von seiner Verfügbarkeit ab“, Zeit, 25.6.2009
- Wie viel Wasser verbrauchen wir? ☛ „Aus der Leitung im Haushalt entnehmen die Deutschen seit den achtziger Jahren immer weniger Wasser. Doch viel größere Mengen verschlingt die Herstellung unserer Konsumgüter. In denen steckt sogenanntes 'virtuelles Wasser‘ – und das stammt oft aus Ländern, in denen Wassermangel herrscht“, Zeit, 18./26.6.2009 (Poster: )
- "Wasserverbrauch das größte Problem" - Interview über die Umweltsünden von Touristen ☛ „Weltweit 842 Millionen Auslandsreisen zählte die Welttourismusorganisation (UNWTO) im Jahr 2006. Prognosen zufolge wird sich die Zahl bis 2020 noch verdoppeln … Ein Tourist verbraucht im Durchschnitt am Tag sechs bis sieben Mal so viel Wasser wie die Einheimischen … Von 100 Euro, die Touristen im Hotel ausgeben, gehen zwischen 70 und 80 Euro an Unternehmen, Investoren oder Aktionäre“, ZDF.reporter, 3.4.2009
- Friederichs/Mohr: WeltWasserForum - Blaues Gold ☛ „Unser Planet ist zu mehr als 70 Prozent mit Wasser bedeckt und doch wird die lebenswichtige Ressource zunehmend Mangelware. Das führt weltweit zu Konflikten“, Zeit, 24.3.2009
- WeltWasserForum - "Gewaltsame Ressourcenkämpfe sind nicht ausgeschlossen" (H.Welzer) ☛ „Die Wüstenbildung schreitet voran, Trinkwasser wird knapp und der Meeresspiegel steigt. Ein Interview mit dem Wissenschaftler Harald Welzer über weltweite Wasserprobleme“, Zeit, 20.3.2009
- S. Wenger: Nach uns die Trockenheit - «Weltmacht Wasser» ☛ „Eindringlich zeigen die «Weltreporter», ein internationales Netz von freien JournalistInnen…dass noch immer weiter so getan wird, als gäbe es die vielfältigen Krisen- und Kriegsgefahren nicht, die von der Wasserknappheit ausgehen“, Die Wochenzeitung/ch, 19.3.2009
- WWF: Globale Wasserkrise – Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen ☛ „Süßwasser wird weltweit immer knapper … Viel wichtiger ist enorme Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Wasser, dem neuen blauen Gold … Ohne Süßwasser in ausreichender Qualität und Quantität ist kein wirtschaftliches Wachstum möglich, wir hängen im wahrsten Sinne des Wortes am ‚Wasser-Tropf‘“, WWF Dtl., 18.3.2009
- Wasserkrise: Gibt es genug Wasser auf der Welt? ☛ „Die Vereinten Nationen warnen vor einer globalen Wasserkrise. Warum gibt es nicht genug Wasser für alle Menschen auf der Welt? • Wie ist das Wasser verteilt? • Wo wird Süßwasser verschwendet? • Lässt sich Wasser in die Mangelregionen transportieren?“, Tagesspiegel, 17.3.2009 (Grafik: )
- WWF: Landwirtschaft und Wasser in der Türkei ☛ „Deutschland importierte im Jahr 2007 zehn Prozent des Bedarfs an Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft aus der Türkei … Über den Nahrungsmittelsektor hinaus importierte Deutschland im gleichen Jahr zudem 8.861 Tonnen Baumwolle aus der Türkei … Mit der Planung und dem Bau immenser Staudämme will die Türkei das Versorgungsproblem lösen ohne Rücksicht auf natürliche Grenzen der verfügbaren Wasserkapazität und Folgen für die Natur“, WWF Deutschland, 10.3.2009
- S. Feist: Kalifornien spart sich trocken ☛ „Schon lange schwebt die Wasserversorgung Kaliforniens in einer fragilen Balance - und die droht nun zu kippen. Deshalb bereiten Techniker das Abwasser auf. Doch das wird langsam knapp, weil die Kalifornier zu sparsam mit dem kostbaren Nass umgehen“, Stern, 9.3.2009
- Lippert/Efstathiou: Las Vegas Running Out of Water Means Dimming Los Angeles Lights ☛ „Patricia Mulroy, manager of the Southern Nevada Water Authority, is the general in this region’s war to stem a water emergency that’s playing out worldwide. It’s the biggest battle of her 31-year career … Worldwide, about 60 percent of fresh water goes to irrigate crops through flooding, losing 70 percent of the moisture to evaporation“, Bloomberg, 26.2.2009
- Der Frieden in Nahost und die Frage des Wassers - Warum Israel die Westbank nicht räumen will ☛ „Unschätzbare Wasserwerte … Das Grundwasser in der Westbank … Zudem werden die lebenswichtigen Wasserreserven in der Westbank zu rund 85 Prozent von Israel kostenlos ausgebeutet. So wichtig die Wasserfrage ist, so weitgehend wird sie derzeit ausgeklammert … Israel lebt seit sechs Jahrzehnten vom Wasser der Palästinenser … Wasser als Kriegsursache … Die israelische Politik kann kein einziges vernünftiges Argument anführen, das den Wasserraub legitimiert. Seine Wasserversorgung sichert es allein mit Waffengewalt“, LinksZeitung.de, 15.2.2009
2008:
- M. Miersch: Was vom Jordan am Ende übrig bleibt ☛ “„Dem Negev fehlen Juden und Wasser“, verkündete einst Ben Gurion. An Menschen mangelt es heute nicht mehr: Über sieben Millionen bevölkern das kleine Land. An Wasser mangelt es mehr denn je … Alle Probleme sind menschengemacht“, Welt, 14.11.2008
- Nuclear Desalination ☛ „Most desalination today uses fossil fuels, and thus contributes to increased levels of greenhouse gases. Total world capacity is approaching 40 million m³/day of potable water, in some 15,000 plants … Desalination is energy-intensive … The feasibility of integrated nuclear desalination plants has been proven with over 150 reactor-years of experience, chiefly in Kazakhstan, India and Japan“, World Nuclear Association, 11.2008
- EKD: Klimawandel – Wasserwandel – Lebenswandel ☛ „Im globalen Maßstab wird der Klimawandel zu regionalen Konflikten um Wassernutzung führen. Lokal darf im Sinne der Nachhaltigkeit nicht mehr Wasser dem Kreislauf entzogen werden als neu gebildet wird. Grundsätzlich muss mit Wasser sorgsam umgegangen werden. Dies erfordert auch eine Überprüfung unserer Konsumgewohnheiten, denn mit jeder importierten Ware verbrauchen wir das Wasser anderer Länder, das für deren Produktion eingesetzt wurde … Ein umfassender Mentalitätswandel ist unabdingbar: Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit müssen für den Umgang mit natürlichen Ressourcen handlungsleitend sein“, Evangelische Kirche in Deutschland, 5.11.2008
- Klimawandel? Toilettenkrise! Von Problemen und ihrer Lösung im Wassersektor ☛ „Wasserknappheit könnte daher in diesem Jahrhundert zu einer globalen Krise führen - wie bei Erdöl wird eine Art ‚Peak Water“ vermutet‘, ChemieReport.at, 19.8.2008
R. Friebe: In Zeiten der Dürre ☛ „Dieser so genannte Wasser-Energie-Nexus ist die wahre zentrale Achse der globalen Wirtschaft, des weltweiten Wohlstandes, der weltweiten Armut, der weltweiten Nahrungsmittelversorgung“, Das Parlament, 4.8.2008
- Trinkwassergewinnung: Quelle an der Küste ☛ „Ohne Entsalzung von Meerwasser könnten viele Regionen nicht mehr überleben. Doch Umweltschützer warnen vor gravierenden Auswirkungen auf die Küstenbereiche … In Japan etwa produzieren acht Nuklearreaktoren fast ausschließlich Energie und Wärme für die Trinkwasseraufbereitung aus dem Meer“, SZ, 28.8.2008
- Vandana Shiva: Why We Face Both Food and Water Crises ☛ Globalisierte Lebensmittelmärkte als Ursache und Sackgasse für die globale Wasser- und Ernährungskrise, AlterNet, 15.5.2008
- S. Varghese: The Triple Threat - Our Food, Water and Climate Challenges ☛ „It is time to reevaluate our agricultural policies that promote water and energy intensive agriculture … We will have to make some major changes in our agriculture systems“, alternet, 14.5.2008
2007:
- John Vidal: Biofuelling the Food Crisis ☛ „New figures from the World Bank, he says, show that 15% of the world’s present food supplies, on which 160-million people depend, are being grown with water drawn from rapidly depleting underground sources or from rivers that are drying up. In large areas of China and India, the water table has fallen catastrophically“, Mail & Guardian, 10.9.2007
- The governance of Central Asian waters: national interests versus regional cooperation ☛ „In fact, water is such an essential element of the region’s identity that once Central Asia was known in classical Greek texts as Transoxiana, which literally means the land on the other side of the Oxus River (now the Amu Darya)“, UNIDIR, 4/2007 (Artikel: )
2006:
- R. Streck: Rekordhitze in Spanien und Portugal ☛ „Produzierter Wassermangel und subventionierter Wasserklau … Die Situation werde sich zuspitzen, wenn dem Treiben kein Ende bereitet werde, sagt die Umweltorganisation voraus“, Telepolis, 28.7.2006
- ISOE: Virtual Water Trade ☛ Workshop documentation, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), 2006
2004:
- Water scarcity: A looming crisis? ☛ „Global water consumption rose sixfold between 1900 and 1995 - more than double the rate of population growth - and goes on growing as farming, industry and domestic demand all increase“, BBC News, 19.10.2004
- S. Vaknin: The Emerging Water Wars ☛ „Wars are the outcomes of cultures and mores. Not every casus belli leads to belligerence. Not every conflict, however severe, ends in battle. Mankind has invented numerous other conflict-resolution mechanisms. There is no reason to assume that water would cause more warfare than oil or national pride. But water scarcity sure causes dislocation, ethnic tension, impoverishment, social anomy, and a host of other ills. It is in fending off these pernicious, all-pervasive, and slow-acting social processes that we should concentrate our efforts“, Knowledgerush.com, 1.7.2004
L.R. Brown: Outgrowing the Earth ☛ „Excessive pumping for irrigation to satisfy food needs today almost guarantees a decline in food production tomorrow“, Earth Policy Institue, 2004
1964:
- D. Zihis: Trinkwasser für Millionen Jahre - Atomkraft entsalzt das Meer ☛ “‚Ich stelle mir die Zukunft so vor‘, meint Hornig, ‚daß überall in Küstennähe Fabrikkomplexe entstehen werden, die neben Strom auch noch Süßwasser in großen Mengen erzeugen. Diese Komplexe werden der Ausgangspunkt von Pipelines sein, die eine Länge von tausenden Kilometern haben und das Hinterland mit Trinkund Gebrauchswasser versorgen‘ … ‚In den nächsten Jahren wird man sich damit vertraut machen, daß überall an den Küsten der Ozeane Kernkraftwerke mit kombinierten Wasserentsalzungsanlagen entstehen‘ (Donald F. Hornig, Experte für nukleare Entsalzungsanlagen und Berater der US-Regierung)“, Hobby - Das Magazin der Technik, Nr.22, 1964
o.D.:
- Before the Wells run dry - Water solutions for Washington ☛ Washington Environmental Council, o.D.
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