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Peak Oil: Nachrichten bis 31.12.2009

2009:

4.Q.:

  • Niedersachsen muss unverzüglich eigene Klimaziele festlegen ☛ „Nach dem ‚Fiasko‘ der Kopenhagener Klimakonferenz hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Niedersächsische Landesregierung aufgefordert, ‚selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen‘ … Die ganze Welt brauche künftig energieeffiziente Technologien zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien und zur möglichst effizienten Wärmenutzung … Wenzel geht davon aus, dass der Ölpreis künftig wieder stark anziehen werde. ‚Peak-Oil‘ sei erreicht, Angebot und Nachfrage würden künftig auseinanderlaufen und drastische Preissteigerungen zur Folge haben. ‚Wer sich da nicht rechtzeitig bewegt kommt zu spät‘“, Hannoversche Zeitung, 22.12.2009
  • IEA-Chefökonom: "Peak Oil" kommt 2020 ☛ „Das globale Produktionssystem innerhalb von zehn Jahren auf ‚Peak Oil‘ einzustellen, dürfte massive Anstrengungen verlangen, die global koordiniert werden müssten. Insofern dürfte die Warnung der IEA nicht ganz zufällig während des laufenden Klimagipfels erfolgt sein“; Globaler Ölförderungsrückgang bereits 2008 und 2009 (EG), Telepolis, 11.12.2009
  • Physicist Aleklett Says Peak Oil Led to Dubai Crisis ☛ „Dubai is a city-state that is heavily dependent on tourist travel, and its many attractions are meant to be enjoyed by people who would travel to Dubai by air. In light of peak oil, a phenomenon Aleklett wholeheartedly believes in, aviation will not be able to expand in the future, and thus Dubai’s economy is in serious trouble“, heatingoil.com, 4.12.2009
  • USA: Radioaktive Strahlung aus AKW ausgetreten ☛ „Im US-Kernkraftwerk Three Mile Island ist nach Angaben der Behörden Radioaktivität ausgetreten … Einige Arbeiter seien einer geringen radioaktiven Strahlung ausgesetzt gewesen“, heute.de, 23.11.2009
  • Südsee in Öl (Australien) ☛ „Zehn Wochen lang, seit dem 21. August, waren nach Angaben des Betreibers PTTEP Australasia rund 36 000 Liter Rohöl pro Tag aus der leckenden Bohrung ausgetreten. Damit dürften insgesamt etwa 4,5 Millionen Liter Öl in die Timorsee zwischen Australien und Indonesien geflossen sein … Warum diese Technik in der Timorsee versagte, ist derzeit noch unklar“, Berliner Zeitung, 16.11.2009
  • Vorherrschaft des US-Ölstandards WTI wackelt ☛ „Nach der Entscheidung Saudi-Arabiens, den WTI nicht mehr als Bezugsgröße für Öllieferungen zu verwenden, droht dem Ölstandard ein erheblicher Bedeutungsverlust. ‚WTI hat seinen Glanz verloren‘, sagt ein Ölexperte“, Die Presse.com, 12.11.2009
  • Russland und Iran schließen Abkommen über Ölförderung ☛ „Russland und Iran haben ein Abkommen zur Förderung von Erdöl in der Islamischen Republik geschlossen. Die Öltochter des staatlichen russischen Energiekonzerns Gazprom, Gazprom Neft, werde die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Förderung auf den Ölfeldern Schangul und Asar prüfen und dann einen Vertrag über die Ausbeutung vorlegen“, russland.RU, 12.11.2009
  • Spielt die Internationale Energieagentur "Peak Oil" herunter? ☛ „Die Amerikaner würden auch das Ende der Vorherrschaft des Öls fürchten, weil sie damit auch ihre Macht, den Zugang zum Öl zu kontrollieren, schwinden würde. Das allerdings ist auch ohne Peak Oil der Fall, eher schon würde der Dollar noch stärker als Leitwährung gefährdet werden“, Telepolis, 11.11.2009
  • IEA: Ohne Einsparungen droht Energieengpass ☛ „Ohne Maßnahmen wird der weltweite Energieverbrauch bis 2030 um 40 Prozent ansteigen … Dieser starke Nachfrageanstieg dürfte zunehmend Probleme bei der Energieversorgung mit sich bringen … Die IEA fordert daher Änderungen beim Energieverbrauch. Neben alternativen Energiequellen müsste vor allem die Effizienz beim Verbrauch fossiler Energieträger gesteigert werden“, Die Presse.com, 10.11.2009
  • IEA: Bis 2030 droht Verdopplung der Energieausgaben ☛ „Die EU-Energieausgaben werden sich bis 2030 auf 334 Mrd. Euro verdoppeln. Bereits jetzt betragen die Kosten 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU. Der Ölpreis soll laut IEA bis 2030 auf 190 Dollar ansteigen“; Bei über 70 $/b global dauerhaft kein Wirtschaftswachstum mehr möglich (EG), Die Presse.com, 10.11.2009
  • Energiekosten drohen zu explodieren ☛ „Unternimmt die Welt nichts, wird der Erdöl-Bedarf kaum noch zu decken sein. Und die Energie-Ausgaben werden sich laut Experten bis 2030 verdoppeln“, Kurier.at, 10.11.2009
  • Die Ölvorräte versiegen noch schneller ☛ „Die Zahlen über die weltweiten Ölvorräte sind geschönt, sagt ein Insider. Dabei gebe es klare Indizien aus Saudiarabien“, Basler Zeitung, 10.11.2009
  • IEA schönte angeblich Daten: "Peak Oil bereits erreicht" ☛ „Die Internationale Energieagentur soll diese auf Druck der USA bewusst geschönt haben, um eine Panik an den Finanzmärkten zu verhindern … Es sei zudem eine Grundregel, die USA nicht zu verärgern, sagt ein zweiter IEA-Informant. »Wir haben bereits die ‚Peak Oil‘-Zone erreicht. Ich denke, die Lage ist wirklich schlecht«“, Die Presse.com, 10.11.2009
  • IEA calls for global push to end energy poverty ☛ „The Guardian revealed on the eve of the report’s publication that senior figures within the organisation disagreed with its forecast, believing that it would be impossible for the world to maintain oil supplies even at 90m-95m barrels. They claim that the IEA, under pressure from the US and to prevent panic on global stock markets, is deliberately exaggerating the level of accessible new supplies of oil“, The Guardian, 10.11.2009
  • Spekulanten wetten auf 100 Dollar-Ölpreis ☛ „Die Weltwirtschaft erholt sich. Das verlockt Spekulanten zu Wetten auf steigende Energiepreise … Doch Wetten sind immer mit Risiken verbunden. So wird Öl immer noch auf über 100 Tankern gebunkert“, Die Presse.com, 9.11.2009
  • IEA "whistleblower" says peak oil nearing: report ☛ „The world is closer to a peak in oil supply than International Energy Agency estimates admit, UK newspaper The Guardian reported in its Tuesday edition, citing an unidentified ‚whistleblower‘ at the IEA“, Reuters, 9.11.2009
  • Ende des Rohstoff-Booms: Stresstest für die Ölscheichs ☛ „Die Reserven schwinden, die Bevölkerung wird unzufrieden - früher als andere Länder muss sich der Inselstaat Bahrain auf die Zeit nach dem Öl-Boom einstellen. Das Konzept der Königsfamilie: weg vom Wohlfahrtsstaat, hin zur Leistungsgesellschaft“, Spiegel, 7.11.2009
  • Brasiliens Kurs irritiert Investoren ☛ „Dabei wird das erste Erdöl, das rund 7000 Meter unter dem Meeresboden unter einer dicken Salzschicht lagert, selbst nach den optimistischen Prognosen von Petrobras nicht vor 2020 gefördert werden können“, FTD, 7.11.2009
  • Zweifel an der Erdölsorte WTI als Benchmark ☛ „Die Abkehr Saudiarabiens von dem Erdöl-Preisindex WTI sorgte für Diskussionsstoff … Saudiarabien bzw. der Produzent Saudi Aramco hat nämlich unlängst angekündigt, ab Januar als Referenzpreis nicht mehr die bisherige New Yorker Notiz benützen zu wollen, sondern den von der britischen Argus entwickelten Sour-Crude-Index (ASCI)“, NZZ, 6.11.2009
  • Öl-Unfall vor Australien: Leck in der Tiefsee ☛ „Es gebe keinen direkten Zusammenhang zwischen der Tiefe der Förderung und dem Risiko von Unfällen, sagt der französische Journalist und Öl-Experte Francis Perrin. ‚Der technische Fortschritt hat auch die ultratiefen Projekte viel sicherer gemacht‘“, SZ, 4.11.2009
  • Insight: WTI is losing its glitter ☛ „Critically, the move is a sign that after years of dominance of the established oil benchmarks – including WTI in the Americas, Brent in Europe and Africa, and Dubai and Oman in Asia – changes are now on the horizon“, FT, 3.11.2009
  • Ölplattform steht nach Leck in Flammen (Australien) ☛ „Ingenieure sind seit Wochen im Einsatz, um ein Leck in einem Bohrloch zu versiegeln. Bei einem fehlgeschlagenen Versuch, das Loch mit Schlamm zu stopfen, war die Plattform in Brand geraten“, Welt, 2.11.2009
  • Epochenwechsel: Saudis lassen Ölstandard fallen ☛ „West Texas Intermediate ist die entscheidende Ölsorte auf dem Weltmarkt: Das US-Rohöl dient als Referenzgröße für Käufe und Verkäufe. Doch Saudi-Arabien und seine Kunden sind unzufrieden - und zwingen die Terminbörse Nymex zum Handeln“, FTD, 29.10.2009
  • Darum schießt der Ölpreis in die Höhe ☛ „Diese ‚Überhitzung‘ ist auch DIW-Expertin Kemfert nicht entgangen - nur hält sie sie für eine eher natürliche Reaktion der Märkte auf ein Problem, das die Öl-Multis zu verantworten hätten. Zwar seien in den vergangenen Monaten einige neue Vorkommen entdeckt worden. Doch insgesamt reichten die Ölfelder, die zudem erst noch erschlossen werden müssten, gerade aus, um den Weltbedarf für die kommenden zehn Jahre zu decken. ‚Mittelfristig werden wir mit spürbaren Engpässen zu rechnen haben‘, prophezeit die Expertin“, Spiegel, 20.10.2009
  • USA beginnen Handelskrieg um Irans Rohstoffe ☛ „Jetzt gehen die USA dazu über, unter den arabischen Ölmagnaten eifrig die Idee zu lobbyieren, dass die Rohstofflieferungen an China ausgebaut werden müssten. Ein wachsender Export aus den Golfstaaten wäre nach Ansicht der Amerikaner für Iran ein schwerer Schlag, weil die Öl- und Gaslieferungen in den Osten den Löwenanteil der iranischen Haushaltseinnahmen ausmachen“, Ria Novosti, 20.10.2009
  • Oil prices hit high but report warns of supply crunch ☛ „Report blames government for ignoring supply problem … The IEA figures showed there could be a gap of 7m barrels a day between supply and demand by 2015. That represents about 8% of the expected world demand by then of 91m barrels a day“, The Guardian, 19.10.2009
  • Peak Oil: The End Of the Oil Age is Near, Deutsche Bank Says ☛ „The oil industry chronically under invests in finding new supplies, exemplified both by Big Oil’s recent love of share buybacks and under-investment by big oil-producing nations. That spells a looming supply crunch“, Wall Street Journal Blogs, 5.10.2009
  • Ölfunde: Der schwarze Schatz aus der Tiefsee ☛ „Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) nimmt die Förderung auf diesen 500 größten Feldern jedes Jahr um 9 Prozent ab. Gab es vor 20 Jahren noch 15 Felder mit einem Ausstoß von mehr als einer Million Barrel am Tag, sind mittlerweile nur noch vier übrig“, FAZ, 3.10.2009
  • Kampf um die globalen Ölreserven wird härter ☛ „China will in Nigeria den westlichen Öl-Multis wie Total oder Shell 23 Ölfelder wegschnappen – und dafür offenbar 50 Milliarden Dollar ausgeben. Der Wettlauf um die letzten Energieressourcen intensiviert sich: Immer härter, immer politischer“, 20min.ch, 1.10.2009

3.Q.:

  • Der Irrtum der Öl-Spekulanten ☛ „Die Konjunktur erholt sich.Dadurch steigt die Nachfrage nach Rohöl allmählich wieder.Gleichzeitig gehen die weltweiten Ölvorräte zur Neige. Dies wird mittel- und langfristig erneut zu einer Explosion der Preise für den Schmierstoff unserer Wirtschaft sorgen“, Welt, 27.9.2009
  • Umwelt-Desaster vor Australien - Öl-Leck verseucht Wal-Kinderstube ☛ „Vor Australien sprudelt seit drei Wochen aus einem Bohrloch unkontrolliert Öl ins Meer. Rund 200 Kilometer vor der Küste ist nach Angaben der verantwortlichen Firma ein Gebiet von 46 mal 130 Kilometern verschmutzt … Nach Angaben der Firma sprudelten anfangs bis zu 400 Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag ins Meer“, Stern, 14.9.2009
  • ENI mit einem Projekt in Russland gescheitert ☛ „ENI hat auf das Nord-Astrachan-Vorkommen, an dem das italienische Unternehmen 2001 die Hälfte bekam, verzichtet … Damals wurden die Ressourcen des Vorkommens auf mehr als 400 Millionen Tonnen Öl und beinahe 200 Milliarden Kubikmeter Gas geschätzt … Bei ENI wurde lediglich bestätigt, dass ‚das Projekt geschlossen ist, weil die Erschließung des Vorkommens keine merklichen Ergebnisse gezeitigt hat‘“, RIA Novosti, 4.9.2009
  • Öltransit wird für Moskau zum Albtraum ☛ „Bulgarien bremst die Verhandlungen über die Öl- und Gaspipelines. Slowenien will gleichberechtigte Kontrolle über die South-Stream-Leitung und fordert, den Hauptsitz der Betreiberfirma im eigenen Land anzusiedeln. Experten sagen, dass Moskau die Risiken beim Transit nicht vollkommen vermeiden wird“, RIA Novosti, 3.9.2009
  • :!:Digging deep for major oil find: drill sinks into Earth as high as a jumbo flies ☛ „The ultra-deepwater semi-submersible rig Deepwater Horizon, which drilled the Tiber well in the Gulf of Mexico … BP announced today a giant oil discovery at its Tiber Prospect in the deepwater Gulf of Mexico … The Tiber well was drilled to a total depth of approximately 35,055 feet [10,685 metres] making it one of the deepest wells ever drilled by the oil and gas industry … ‚It will ease concerns about peak oil because it shows there is life left in these mature areas‘, he said, adding that it could be the second half of the next decade before the find was producing“, The Sydney Morning Herald, 3.9.2009
  • BP entdeckt riesige Ölquellen im Golf von Mexiko ☛ „Für BP ein Glücksfund – schließlich braucht der Konzern nach den sinkenden Einnahmen durch den gefallenen Ölpreis dringend gute Nachrichten … BP sagte, es seien jedoch ‚weitere Untersuchungen nötig, um die Größe und die Wirtschaftlichkeit der Quelle zu bestimmen‘“; PR-Luftnummer in vielfacher Hinsicht (EG), Welt, 2.9.2009
  • BP stößt auf riesiges Ölfeld (GOM) ☛ „Der britische Ölkonzern ist im Golf von Mexiko auf gewaltige Ölvorkommen gestoßen. Allerdings muss dafür so tief gebohrt werden wie noch nie in der Geschichte der Öl- und Gasindustrie“; Wenn überhaupt, geringer Nettoenergie-Ertrag (EG), Spiegel, 2.9.2009
  • :!:Russland will Öl an Asien verkaufen ☛ “„Energiestrategie bis 2030“: Das Papier mit diesem harmlosen Titel könnte die Energieströme auf dem eurasischen Kontinent umleiten. Denn bislang geht nur ein kleiner Anteil des russischen Öls nach Asien. Das soll anders werden … Mit seiner Umorientierung Richtung Osten reagiert Russland auf den Versuch der EU, sich unabhängiger von ihrem wichtigsten Energielieferanten zu machen“, FTD, 28.8.2009
  • Russland steigert Öl- und Gasförderung - Energiestrategie bis zum Jahr 2030 konzipiert ☛ „Laut der neuen Energiestrategie der russischen Regierung wird die Förderung von Erdöl zum Jahr 2030 auf 530 bis 535 Millionen im Jahr erhöht. Der Export von Erdöl, einschließlich Ölprodukten, wird auf 329 Millionen Tonnen steigen“; Deutliche Reduktion gegenüber der Dez.'08 Prognose und ‚PO 2015‘-Widerruf (EG), RIA Novosti, 26.8.2009
  • Neue Ölkrise droht ☛ „Der Präsident der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, sieht laut Rohstoffreport einen schnell ansteigenden Einfluss der Marktmacht der Ölproduzenten im Nahen Osten ab dem Jahr 2010. Dieses Jahr werde der Beginn einer neuen Ölkrise sein, warnt der IEA-Präsident … Die IEA schätzt, dass die Produktionsmenge bestehender Ölfelder jährlich um 6,7% abnehme. Im Jahr 2007 schätzte die Agentur die Schrumpfungsrate noch auf 3,7%“; Chef- konom Birol (EG), top agrar online, 21.8.2009
  • Venezuela und Russland vertiefen Zusammenarbeit - Öl und Waffen ☛ „Russland und Venezuela rücken näher zusammen. Die beiden Länder wollen bei der Ölförderung zusammenarbeiten; Russland will zudem Waffen an das südamerikanische Land liefern. Venezuela reagiert damit auf US-Pläne“, Handelsblatt, 15.8.2009
  • Erstickt der steigende Ölpreis den Aufschwung? ☛ „Die Analystin fügt an: «Die Kapazitäten im Ölbereich werden sehr beschränkt bleiben und sind in der Finanzkrise gar noch einmal spürbar enger geworden». Versorgungsengpässe sind wahrsscheilich, das erwarte auch der Internationale Währungsfonds … Nach Ansicht von Susanne Toren wird der Ölpreis rasch in Richtung alter Höchststände klettern, falls die jetzt in Gang kommende weltweite Wirtschaftserholung fortdauert“, 20min.ch, 5.8.2009
  • Chef-Ökonom Fatih Birol warnt: Die Energiekrise steht bevor ☛ „Der Welt geht das Öl aus – und das schneller als erwartet! Uns drohe eine Energiekrise katastrophalen Ausmaßes, warnt Fatih Birol, Chef der internationalen Energie-Agentur in Paris. Die Weltwirtschaft wäre am Boden – schon wieder!“, Bild.de
  • Ölquellen versiegen in Rekordtempo ☛ „Die viel gefürchtete Ölklemme komme doppelt so schnell wie bisher erwartet, warnt ein renommierter Experte. Das könnte der Weltwirtschaft eine substanzielle Krise bescheren“, TagesAnzeiger.ch, 3.8.2009
  • Praktisch kein Öl mehr aus Libyen - Diplomatische Krise ☛ „Die libyschen Öllieferungen an die Schweiz sind im ersten Halbjahr 2009 um 88 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig haben sich die Schweizer Exporte nach Libyen fast halbiert … Libyen war bis 2008 der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Afrika“, 20min.ch, 21.7.2009
  • Exxon forscht zu Algen-Treibstoff ☛ „Der weltgrößte Energiekonzern geht erstmals intensiv auf die Suche nach Alternativen zu fossilem Öl und Gas. Das Unternehmen kündigte eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Genforschungspionier Craig Venter an, die der Entwicklung von Biotreibstoffen auf Basis von Algen dienen soll … So fließen in die konzerneigene Biotreibstoffforschung im Rahmen der Allianz mit Venters Firma Synthetic Genomics Inc. (SGI) rund 300 Mio. $ … Gemessen am Nettogewinn von mehr als 45 Mrd. $ im Jahr 2008 bleibt Exxon Mobil dennoch vorsichtig mit Investments in neue Energien … ‚Die kommerzielle Produktion von Biotreibstoffen auf Algenbasis liegt wahrscheinlich noch mindestens zehn Jahre entfernt‘“, FTD, 15.7.2009
  • Brown und Sarkozy contra Ölspekulanten ☛ „Erst die US-Terminbörsenaufsicht CFTC, jetzt auch noch der britische Premier Brown und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy: Aufsicht und Politik machen Front gegen Energiespekulanten. Der Ölpreis sinkt - wegen steigender Vorräte“, FTD, 8.7.2009
  • Preisblase: US-Aufsicht attackiert Energiespekulanten ☛ „Der Chef der amerikanischen Terminbörsenaufsicht CFTC lässt keine Zeit verstreichen: Gary Gensler bläst zum Angriff auf Energiespekulanten. Er denkt über flächendecke Positionslimits nach. Das wäre ein grundlegender Wandel“, FTD, 7.7.2009
  • Ölkonzern BP: "Alternative Energien sind eine Wette auf die Zukunft" ☛ „Spekulanten bestimmen nicht die Richtung, in die der Zug fährt. Der entscheidende Faktor bei der Preisbildung ist die Relation von Angebot und Nachfrage. Ich kenne keine einzige Studie, die nachgewiesen hätte, dass Ölpreisschwankungen fundamental von Finanzinvestoren beeinflusst worden wären. Der systematische Zusammenhang, so gern er auch kolportiert wird, existiert nicht“, Spiegel, 6.7.2009
  • Skandalhändler - Mini-Kerviel treibt Ölpreis ☛ „Wegen enorm schwankender Rohstoffpreise schießen sich Politik und Aufsichtsbehörden auf Spekulanten ein. Ein neuer Skandal dürfte sie bestärken: Ein Händler löste mit nicht autorisierten Wetten auf den Brent-Ölpreis Turbulenzen aus“, FTD, 8.7.2009
  • Irak erleidet Fiasko bei Ölauktion - Enttäuschte Hoffnung ☛ „Ursprünglich geplant war, Explorationsrechte für sechs Öl- und zwei Gasfelder zu versteigern … Weil die meisten internationalen Unternehmen bei der Auktion von Bohrrechten zu hohe finanzielle Forderungen stellten, wurde nur für ein einziges von insgesamt acht feilgebotenen Reservoirs die Lizenz vergeben. Den Zuschlag für das Rumaila-Feld erhielt der britische Ölmulti BP gemeinsam mit China National Petroleum“, FTD, 1.7.2009
  • Irak: Streit um die Ölfelder ☛ „Denn bereits nach wenigen Stunden gab es einen so handfesten Krach zwischen den irakischen Lizenzgebern und den ausländischen Bietern, dass das ganze Verfahren vor dem Scheitern steht … Kern des Streits sind die Gewinnklauseln, nach denen die ausländischen Investoren künftig nur einen festen Dollarbetrag pro gefördertes Barrel bekommen sollen“, Tagesspiegel, 1.7.2009
  • Förderrückgang: Zank um Öl trifft Nigeria ☛ „Einst war das afrikanische Land einer der wichtigsten Öllieferanten der USA. Doch Rebellenangriffe treffen die Förderanlagen – und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit … In den ersten vier Monaten 2009 gingen die Exporte in die USA im Vergleich zur Vorjahresperiode um 44 Prozent auf rund 75 Millionen Barrel zurück. Das amerikanische Energieministerium schätzt den täglichen Rückgang auf 500.000 Barrel“, FTD, 1.7.2009

2.Q.:

  • Ausländische Multis sollen Iraks Öl fördern ☛ „Bisher ist die Verabschiedung des umstrittenen Ölgesetzes, das die Eigentums- und Gewinnverteilung an den reichen Öl- und Gasvorkommen regeln soll, am Widerstand der Opposition im Parlament immer wieder gescheitert. Ohne dieses Gesetz ist aber nur die Vergabe von Service-Verträgen gestattet, keine Förderlizenzen … ‚Der Plan, eine Förderung von sechs Mill. Fass täglich zu erreichen, wird auch in fünf Jahren nur ein Traum bleiben‘“, Handelsblatt, 30.6.2009
  • Energieagentur verteidigt Ölspekulanten ☛ „Wegen gewaltiger Preisschwankungen auf dem Ölmarkt stehen Finanzinvestoren in der Kritik. Die Internationale Energieagentur nimmt die Spekulanten jetzt in Schutz - und prophezeit bis 2014 eine vergleichsweise komfortable Versorgungssituation“, FTD, 29.6.2009
  • :!:Rohöl hält Märkte in Atem - Angst vor Nachfrageschub ☛ „Laut IEA geht die Förderung der 500 weltgrößten Vorkommen pro Jahr um neun Prozent zurück. Gab es 1990 noch 15 ‚Super Giant Fields‘ mit einem täglichen Ausstoß von mehr als einer Million Barrel, sind heute nur noch vier Giganten übrig. Und sie alle degenerieren seit Jahren … 1 Mrd. $ müssen nach Berechnungen der IEA bis 2030 investiert werden, um den Weltmarkt in der Balance zu halten. 1 Mrd. $ pro Tag wohlgemerkt“, FTD, 28.6.2009
  • Der Ölpreis wird steigen – die Frage ist: wann? ☛ „Seit Februar hat sich der Preis für das Barrel Rohöl verdoppelt. Verbraucher, die auf dauerhaft fallende Heizöl- und Benzinpreise hoffen, können nur noch bis Ende des Jahres mit halbwegs günstigen Preisen rechnen … Bis zu einem Preis um die 70 Dollar sehen Experten keine negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft … Kritisch wird es für die Weltwirtschaft ab einem Niveau von 100 Dollar, meint der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini“, Badische Zeitung, 26.6.2009
  • Schranken für Öl-Spekulanten ☛ „Grund für den jüngsten Anstieg des Ölpreises ist nicht etwa ein Aufschwung der Wirtschaft, sondern reine Spekulation. Um die einzudämmen braucht es vor allem mehr Transparenz“, FTD, 12.6.2009
  • Der rote Bernie geht auf Spekulantenjagd ☛ „So lang wie Bernie Sanders saß noch kein Parteiunabhängiger im US-Kongress. Der bekennende Sozialist gewinnt zunehmend an Einfluss. Jetzt macht er gegen die Ölspekulanten mobil: Er will mehr Transparenz - und fordert in Notfällen sogar Handelsstopps“, FTD, 11.6.2009
  • Der Stoff der Freiheit (Irak/Kurden/Öl) ☛ „Die irakischen Kurden pochen auf ihre Unabhängigkeit von Bagdad … Die irakische Armee hat in der Region nichts zu suchen; die 60.000 Mann starke kurdische Peschmerga, hervorgegangen aus den Widerstand gegen Saddam, sorgt für Sicherheit. Die Grenze zum übrigen Irak ist streng bewacht. Es gibt ein Büro für Auswärtige Beziehungen … Rings um Erbil sind riesige Erdgasvorkommen entdeckt worden, desgleichen neue Ölfelder“, Zeit, 10.6.2009
  • Bank erwartet rasanten Ölpreisanstieg - Goldman-Sachs-Prognose ☛ „Das Finanzinstitut ist seit vielen Jahren zusammen mit Morgan Stanley die einflussreichste Bank im Ölgeschäft. Sie betreibt sehr umfangreiche Derivategeschäfte und ist über ihre Tochterfirma J Aron einer der größten physischen Ölhändler der Welt“, FTD, 4.6.2009
  • Unentdecktes Erdgas reicht für sieben Jahre - Schätzung der Arktis-Vorkommen ☛ „US-Geologen haben eine neue Schätzung vorgelegt. Demnach schlummern dort 30 Prozent der bislang unentdeckten Erdgasvorräte und 13 Prozent der unentdeckten Ölvorräte … Die neuen Zahlen bestätigen frühere Schätzungen und verdeutlichen zugleich, dass die Arktis das Problem schwindender Ressourcen nicht lösen kann, sondern höchstens um einige Jahre aufschieben … Vom Energiegehalt her gesehen gebe es dreimal mehr unentdecktes Gas in der Arktis als unentdecktes Öl“, Spiegel, 29.5.2009
  • US oil market: Policies that will hit the gas tank and the world ☛ „Mr Obama says he intends to cut US oil demand by 4m barrels a day – equal to the combined consumption of France and Canada – and he has begun to announce policies to make that a reality … But even that has a catch. As the US moves away from oil and petrol, it is becoming less important as a consumer. This means Washington will lose influence among producers, such as those in the Middle East, to China and other growing centres of demand“, FT, 26.5.2009
  • G8-Energiekonferenz: Investoren verzweifelt gesucht ☛ „Die IEA prognostiziert heute, dass der Ölverbrauch 2009 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zurückgehen werde … Wenn dieser Trend anhält, so könnte die Weltwirtschaft in den nächsten anderthalb Jahren weitere 4,2 Millionen Barrel Öl je Tag verlieren, heißt es in der IEA-Prognose … Die IEA prognostiziert, dass 2009 die weltweiten Investitionen in die Erkundung und Förderung von Öl und Gas um 21 Prozent zurückgehen würden … Andererseits erklärten sie, für neue Investitionen in die Ölindustrie müssten die Ölpreise von den heutigen 60 Dollar auf ungefähr 75 Dollar pro Barrel ansteigen … Deswegen rechnet die IEA für 2012 mit einem Ölmangel“, RIA Novosti, 26.5.2009
  • :!:Saudi warns of $150 oil within three years ☛ „Mr Naimi painted a bleak picture of the investment scenario, saying low prices, weak demand, high costs, tight credit markets and energy policies focused on alternative fuel sources had all combined to hurt spending on new projects. He has been warning about the drop in investment in oil over the last few months“; Globaler freier Ölmarkt systemisch ungeeignet für Post-Peak-Ära! (EG), FT, 25.5.2009
  • DIW-Expertin Kemfert warnt vor neuer Ölkrise ☛ „Nach der Wirtschaftskrise wird uns aber rasch eine andere Krise erreichen, wenn wir nicht rechtzeitig umsteuern: die Energiekrise. Denn insbesondere Öl wird immer knapper und teurer und die Wirtschaftskrise verstärkt das Problem aus zwei Gründen: der Ölpreis ist aufgrund der Finanzkrise drastisch gefallen. Um das Ölangebot ausreichend zu erweitern, müssen umfangreiche Investitionen getätigt werden. Viele Ölförderungsstätten, wie beispielsweise in der Tiefsee oder Permafrostboden, werden jedoch erst bei einem Ölpreis von über 80 Dollar pro Barrel wirtschaftlich. Zudem führt die Finanzkrise dazu, dass nicht ausreichend Kapital in die Ölförderung fließt“, vorwärts.de, 22.5.2009
  • Using Nuclear Power to Extract Oil? ☛ „After several years of speculation, the Alberta government last month released a long-awaited ‚expert’s report‘ on nuclear power and oil sands and has now embarked on a series of province-wide public consultations … to seek approval to build a $10 billion nuclear station at a site known as Whitemud, about 310 miles northwest of Edmonton“, New York Times, 27.4.2009
  • Warum Bill Gates auf Algensprit setzt ☛ “‚Wir glauben‘, sagt Chevron-Sprecher Alex Yelland, ‚dass Algen der Biokraftstoff der Zukunft sein werden‘ … 300 Milliarden Dollar würde es kosten, in den USA Algenfarmen aufzubauen, um genug Biodiesel zu produzieren. Dazu müssten weitere 46 Milliarden Dollar jährlich für den Betrieb investiert werden. Klingt teuer, ist es aber nicht. Aktuell zahlen die Vereinigten Staaten jährlich zwischen 100 und 150 Milliarden Dollar allein für Ölimporte“, Handelsblatt, 9.4.2009

1.Q.:

  • Suncor und Petro-Canada bilden neuen Energieriesen in Kanada ☛ „Beide Unternehmen gehören zu den stärksten Akteuren in der Ölsandindustrie der Provinz Alberta … Zuletzt hatten Analysten berechnet, dass für neue Projekte ein Ölpreis von 75 bis 100 US-Dollar notwendig ist, um die Ölsandförderung und -verarbeitung rentabel zu machen. Dies ist mit den jetzigen Preisen um 50 Dollar nicht mehr möglich. Daher hat die Industrie in den vergangenen Monaten Projekte im Milliardenbereich verschoben oder ganz abgesagt“, Handelsblatt, 24.3.2009
  • "Die Ölförderung wird in den kommenden Jahren kontinuierlich abnehmen" ☛ „Die Förderung von Erdöl ist rückläufig und wird es nach Einschätzung von Dr. Werner Zittel auch bleiben: ‚Der Peak Oil ist seit 2006 überschritten‘, sagt der Energieexperte … Ein Blick in die Zahlen der großen Ölkonzerne zeigt, dass die Ausgaben für Exploration und Produktion steigen, die Förderung aber zurückgeht: Bei Shell stiegen die Kosten binnen zehn Jahren um den Faktor fünf, während die Förderung um ein Drittel sank“, vdi nachrichten.com, 20.3.2009
  • Opec warnt vor einer erneuten Ölkrise ☛ „Der Weltwirtschaft droht nach Angaben der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) eine neue Ölkrise. Der Grund: Derzeit werden die Investitionen in die Suche und Ausbeutung neuer Ölfelder gekürzt. Das führe spätestens in vier Jahren zu neuen Höchstpreisen“, Welt, 19.3.2009
  • Saudi warns of 'catastrophic' energy crunch ☛ „Saudi Arabia’s oil minister warned of a possible ‚catastrophic‘ energy supply crunch without prompt investment. ‚In years to come, if traditional energy supplies should prove inadequate because capital expenditure was curtailed due to unsustainable prices, unreliable indication of future demand or hopes for a substitute that oil cannot deliver, such a supply crunch would be catastrophic‘, Ali Al-Naimi said yesterday“, Kuwait Times, 19.3.2009
  • Billige Rohstoffe verschärfen Industrie-Krise - Wie der Energiepreis-Verfall auf die Wirtschaft durchschlägt ☛ „Also tausend Milliarden. Oder eine Billion. Diese Summe sparen die Industrienationen dank der fallenden Ölpreise in diesem Jahr. Das behauptet zumindest die Internationale Energieagentur (IEA). Ihr Chef Nobuo Tanaka hält den Preissturz für „eines der größten Konjunkturprogramme aller Zeiten … Trotz Rekordwerten von mehr als 140 Dollar pro Barrel hielt sich die Konjunktur stabil. Zum Absturz kam es erst durch die Finanzkrise“; Zu dieser Mega-Finanzkrise kam es erst durch den 10-jährigen breiten Energie- und Rohstoffpreisanstieg von 1998-2008 (EG), Spiegel, 17.3.2009
  • Die Welt ohne Erdöl ☛ „Es ist der Stoff, aus dem unser Wohlstand ist, unser Fortschritt und unser Wachstum: Fast 14 Milliarden Liter Erdöl verbraucht die Welt jeden Tag. Noch! Denn die Reserven schwinden mit dramatischer Geschwindigkeit. Wenn Erdöl eines Tages zu Ende geht, wird sich unser Leben dramatisch verändern“, Bayerischer Rundfunk, Faszination Wissen, 13.3.2009
  • US-Energiebörse lästert über Brent - Offensive für WTI-ÖL ☛ „West Texas Intermediate ist die wichtigste Rohölsorte der Welt. Doch die Kritik an der Aussagekraft ihres Preises wird immer lauter. Jetzt verteidigte die Energiebörse Nymex ihren Terminkontrakt - und schoss gegen die Konkurrenzsorte Brent“, FTD, 12.3.2009
  • Opec-Präsident deutet Förderkürzungen an ☛ „Spiegel: Vor allem im Tiefseebereich sind vor Angolas Küste noch längst nicht alle Vorkommen erforscht. Werden Öl und Gas die nächsten 30 Jahre Ihre Haupteinnahmequelle bleiben? De Vasconcelos: ‚Sie sind eine große Hilfe, aber es wird nicht 30 Jahre lang andauern. Wir müssen bis dahin unsere Wirtschaft diversifizieren … Wir haben fruchtbare Böden, Kupfer, Gold, Diamanten, Wasserenergie - das Potential für die Zeit nach dem Öl ist da‘“, Spiegel, 9.3.2009
  • BP chief signals dividend freeze ☛ „BP needs an oil price of $60 per barrel to be able to pay for its dividend and its planned $20bn-$21bn (£14.2bn-£15bn) capital spending programme from its cash flow, so it is likely to have to borrow to meet those commitments … It is cutting its planned investment in alternative energy, such as wind and solar power, to less than $1bn this year, from $1.4bn last year“, FT, 4.3.2009
  • Energieagentur warnt vor Wirtschafts-Gau in 2013 (IEA) ☛ „Auf die derzeitige Wirtschaftskrise könnte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) schon bald eine noch schlimmere, von Ölmangel ausgelöste weltweite Krise folgen. ‚Wir könnten auf eine neue Krise zusteuern, deren Ausmaß die gegenwärtige übertreffen könnte‘, warnte IEA-Direktor Nobuo Tanaka“, Welt, 28.2.2009
  • Knappes Öl: Energieagentur warnt vor Mega-Wirtschaftskrise 2013 ☛ „Der Welt droht in vier Jahren ein massiver Öl-Engpass. ‚Wir könnten auf eine neue Krise zusteuern, deren Ausmaß die gegenwärtige übertreffen könnte‘, warnt die Internationale Energieagentur. Grund ist ausgerechnet der aktuell niedrige Ölpreis - die Konzerne investieren zu wenig in Förderprojekte“, Spiegel, 28.2.2009
  • Total Kicks Up A Sands Storm ☛ „That day will never come as long as the price of oil stays below $70 a barrel–the minimum needed to justify building out new oil sands mines or underground recovery projects … The slowdown has decimated Alberta’s one-time boomtown Fort McMurray. At its peak, the town boasted nearly 40,000 oil sands workers; now that number is below 20,000, and falling“, Forbes, 27.2.2009
  • Mexico's Oil Challenge Rises with New Output Drop ☛ „Doubts are growing that Mexico can halt a four-year decline in crude oil production after its January oil output slumped to a more than 13-year low, due to bureaucratic delays and technical challenges … Pemex executives estimate Cantarell will end 2009 producing 700,000 bpd, implying yields will fall 14 percent from 2008 … Pemex’s inability to slow Cantarell’s remorseless decline has led many analysts, including the International Energy Agency, to forecast that Mexico’s total oil output could drop to 2.5 million bpd by the end of 2009“, Rigzone, 27.2.2009
  • Deutsche Bank analyzes oil production costs ☛ „Deutsche Bank estimates that as much as 1.5 million b/d of supply could be lost to accelerated decline over the next 2 years within the US onshore, Alaska, Canada, UK, Norway, and Russia … Within the growth regions, the rise in costs and taxes in recent years suggests that the average oil price necessary to achieve a 15% rate of return is now $68/bbl in Angola, $62/bbl in the US Gulf of Mexico, $60/bbl in deepwater Nigeria, and around $60/bbl in Brazil, although this depends heavily on the scale of the development considered. ‚Whilst this is in line with our estimate of the companies‘ long-run planning price, against the current economic backdrop, it comes as little surprise that 2008 saw fewer final investment decisions taken than in any year since 1989 despite the surge in the oil price‘, the analysts said“, Oil & Gas Journal, 27.2.2009
  • :!:"Die nächste Ölkrise kommt" - Energieagentur warnt vor Engpass ☛ „Die Knappheit des Rohstoffs Öl beschwört die nächste Weltrezession um 2013 herauf - sagt die Internationale Energieagentur. Im Jahr 2010 wird der Preis auf ein Rekordhoch steigen … Um ein Viertel reduzierten sie ihre Investitionen weltweit binnen Jahresfrist … Diese Investitionen sind jedoch notwendig, um den Bedarf zu decken, wenn die Nachfrage wieder steigt. Zwar geht nicht das Öl aus, IEA-Studien belegen jedoch, dass die geförderte Menge Öl bei 580 der 800 größten Ölfeldern der Welt kontinuierlich sinkt“, SZ, 27.2.2009
  • LUKoil removes interest from Caspian field ☛ „The block was part of a larger field that was initially thought to hold some 800 million barrels of crude oil, but LUKoil said exploration drilling uncovered no oil reserves at the D-222 block“, United Press Int., 26.2.2009
  • Deutsche Öl- und Gasförderung geht zurück - Hohe Investitionen ☛ „Die Förderung von Gas und Öl ist in Deutschland wegen der zunehmenden Erschöpfung der Lagerstätten rückläufig. Die Erdgasförderung reduzierte sich im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 15,5 Milliarden Kubikmeter, die Ölproduktion um zehn Prozent auf 3,1 Millionen Tonnen“; Warum nur werden die technischen Wunderwaffen gegen die Ölverknappung nicht in Deutschland eingesetzt?! (EG), FTD, 26.2.2009
  • Shell warns Nigeria over oil and gas reforms ☛ „Ms Pickard’s warning came against a backdrop of gloom in Nigeria’s oil industry, which is reeling from the slump in prices, persistent violence in the oil-producing Niger Delta and a chronic lack of investment“, FT, 25.2.2009
  • China streckt seine Fühler nach Lateinamerika aus ☛ „Für China spielt die Energieversorgung eine große Rolle … Venezuela sei Chinas viertgrößter Öllieferant … Auch in Brasilien spielte die Energieversorgung in den Gesprächen eine große Rolle. Beide Seiten unterschrieben einen Vertrag, der China Lieferungen von 100.000 bis 160.000 Barrel Rohöl am Tag zum jeweiligen Marktpreis vorsieht.Außerdem wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach der staatliche brasilianische Ölkonzern Petrobras von der ebenfalls staatlichen Chinesischen Entwicklungsbank zehn Milliarden US-Dollar geliehen bekommt, die er für die Erschließung neuer Felder benötigt“, Telepolis, 23.2.2009
  • Mexican Oil Output Down by 9.2% in January ☛ „Mexican state oil monopoly Petroleos Mexicanos produced an average of 2.68 million barrels of crude oil per day in January, down 9.2 percent from the same month last year … Ku Maloob Zaap heavy oil field in the Gulf of Mexico became the country’s most productive oil field with an average output of 787,000 bpd … Crude oil exports for the first month of the year totaled 1.36 million bpd, down 2.66 percent relative to January of last year, while Pemex’s revenues from the sale of crude to its customers abroad plunged 55.2 percent to $1.59 billion“, Rigzone, 23.2.2009
  • The great oil output race ☛ „From the deep waters of Brazil to complex and expensive projects in Canada, oil companies are in a desperate – some say losing – race to raise output from new projects faster than old ones decline … Analysts have long warned of a looming peak in non-OPEC production that could occur as soon as next year, but in a recent report, analysts at Merrill Lynch say the peak may already have happened“, The National, 21.2.2009
  • Ölaktien: Hoffnung in rauer See ☛ „Der US-Ölkonzern Exxon Mobil etwa erwirtschaftete im abgelaufenen Jahr einen Nettogewinn von über 45 Mrd. Dollar - so viel wie nie zuvor … Die Internationale Energieagentur (IEA) hat vor kurzem ihre Nachfrageprognose weiter gesenkt und erwartet nun für 2009 wegen der globalen Wirtschaftskrise einen Rückgang des Weltölverbrauchs um 980 000 Barrel am Tag. In der Vorschätzung war die IEA nur von einem Rückgang um 500 000 Barrel ausgegangen“, Handelsblatt, 20.2.2009
  • Russlands Ölkonzerne brauchen Geld ☛ „Sollte die Regierung nicht Maßnahmen zur Unterstützung neuer Explorationsprojekte einleiten, könnte die Förderung bis 2013 um acht Prozent fallen … Dabei werden die anstehenden Projekte immer schwieriger und teurer: Gut 77 Prozent der aktuellen Ölfelder haben nur noch eine Lebensdauer von zehn Jahren. Der Anteil der Reserven, die von Experten als schwierig zu heben eingestuft wird, ist seit 1991 zudem von 44,5 auf heute 56 Prozent gestiegen. Auch die gewaltigen Vorkommen, die noch vor Russlands Küsten liegen, dürften weit höhere Entwicklungskosten nach sich ziehen, als bisher erwartet“, Handelsblatt, 19.2.2009
  • Strategie in der Krise - China sichert sich russisches Öl ☛ „Peking stärkt den Zugriff auf strategisch wichtige Rohstoffe: Russland und China haben in Peking eine Vereinbarung über Öllieferungen unterzeichnet, die russische Medien als größtes Ölabkommen in der Geschichte des Landes bezeichneten … Russland hat zudem in der Vergangenheit immer wieder angekündigt, dass es sich als zweitgrößter Ölexporteur der Welt von den Ausfuhren nach Europa unabhängiger machen will“; Diversifizierungsstrategie-Retour (EG), FTD, 18.2.2009
  • Russland beliefert China für Milliardenkredit mit Öl ☛ „Rekordkredit von 25 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2030 mit Erdöl … China soll sich damit den Zugriff auf insgesamt 300 Millionen Tonnen Öl gesichert haben. Die staatlichen russischen Energiekonzerne benötigen infolge der drastisch gefallenen Weltmarktpreise dringend ausländische Kredite. Moskau sucht beim Energieexport nach Alternativen zum europäischen Absatzmarkt“, Handelsblatt, 17.2.2009
  • Öl wird wohl nie wieder so günstig sein wie jetzt ☛ „Es mehren sich zudem Anzeichen, dass die Weltgesamtförderung auch in den kommenden Jahren nicht mehr so zulegen wird, wie das einige Experten berechnet haben. ‚Die Tatsache, dass die Förderleistungen der internationalen Ölkonzerne innerhalb der letzten 10 Jahre - bei stark gestiegenen Preisen - insgesamt rückläufig waren, spricht Bände, so Stöferle. Es wird damit immer unwahrscheinlicher, dass die Produktion der für 2030 anvisierten 125 Millionen Barrell pro Tag jemals realisiert werden kann. Derzeit werden täglich rund 86 Millionen Fass Rohöl pro Tag gefördert, Produktion weiter rückläufig“, Wirtschaftsblatt.at, 17.2.2009
  • Oil production peaked, Total says ☛ „Global oil levels have peaked, making it unlikely production will ever pass 89 million barrels per day because of economic and financial restraints, Total says“, United Press Int., 16.2.2009
  • :!:Total says oil output is near its peak ☛ „The world will never be able to produce more than 89m barrels a day of oil, the head of Europe’s third-largest energy group has warned … Three years ago, the International Energy Agency expected consumption and production to hit 130m b/d by 2025“, FT, 16.2.2009
  • Merrill Lynch: Non-OPEC-Länder haben Peak Oil wahrscheinlich erreicht ☛ „Eine Kombination aus niedrigen Preisen und der Kreditkrise wird sich ‚ziemlich schädigend‘ auf die Ölindustrie auswirken. Je kleiner das Ölfeld, desto größer sei die Geschwindigkeit, mit der die Fördermenge abnehme. Bei den Super Giants – den größten Feldern – betrage die durchschnittliche Erschöpfungsrate 3,4 Prozent, bei Giants 6,5 Prozent und bei als ‚Large‘ eingestuften Feldern sogar 10,4 Prozent“, boerse-go.de, 13.2.2009
  • Ölpreis-Sturz macht Total zu schaffen ☛ „Die Produktion sank unter anderem wegen der Schließung von Ölfeldern in der Nordsee und in Libyen sowie Sicherheitsproblemen in Nigeria um vier Prozent … Total setzte auch in der Krise seinen Investitionskurs fort: 2008 steckte der Konzern rund 18 Mrd. Dollar insbesondere in Offshore-Vorkommen vor der Küste von Nigeria, eine Raffinerie in Saudi-Arabien und Schwerölvorkommen in den USA. Im laufenden Jahr sollen sich die Investitionen in ähnlicher Größenordnung bewegen. Wenn nötig, zieht der Konzern die Verschiebung von Projekten in Erwägung“, Handelsblatt, 12.2.2009
  • Ölpreis: 45 Dollar sind nicht billig ☛ „Für Ölproduzenten sind 40 US-Dollar kein fantastischer Preis mehr. Die OPEC-Mitglieder haben echte Probleme damit, ihre Haushalte bei diesem Preisniveau im Gleichgewicht zu halten. Shell und andere Ölfirmen haben unterdessen Investitionspläne aufgelegt, deren Erträge auf der Annahme höherer Preise beruhen“; niedrige Ölpreise kicken westliche Ölkonzerne raus (EG), Handelsblatt, 12.2.2009
  • Energieagentur warnt vor Abhängigkeit von wenigen Öl-Lieferländern ☛ „IEA-Chefökonom Fatih Birol … «Wir schätzen, dass die Investitionen in neue Projekte bereits um ein Viertel gesunken sind - vor allem außerhalb der Opec». Das bedeute also auch, dass «sich unsere Abhängigkeit von diesen wenigen Lieferländern noch schneller vergrößern wird als angenommen»“, ad hoc news, 9.2.2009
  • "Vier neue Saudi-Arabien entdecken" ☛ „IEA … Es ist möglich, so viele neue Quellen zu erschließen. Aber dafür müsste sehr viel Geld investiert werden, weil es immer schwieriger wird, an die Vorräte heranzukommen. Sie liegen zum Beispiel tief unter dem Meer, oder das Öl muss aus Teersand gewonnen werden. Ich mache mir große Sorgen, dass die nötigen Investitionen nicht rechtzeitig und ausreichend getätigt werden … Viele ältere Felder, zum Beispiel in der Nordsee und in Mexiko, leeren sich sehr schnell. Um es anschaulich zu machen: Wir müssten - nur, um die Ölförderung stabil zu halten - bis 2030 vier neue Saudi-Arabien entdecken!“, Berliner Zeitung, 9.2.2009
  • Oil output could fall by 30m bpd by 2015 - Merrill ☛ „Steep falls in oil production means the world now needed to replace an amount of oil output equivalent to Saudi Arabia’s production every two years, Merrill Lynch said in a research report“, Arabian Business.com, 4.2.2009
  • BP - Beyond Profit ... ☛ „The future is delayed, not cancelled, declared BP yesterday. Nice line, but how long is the delay?“, The Guardian, 4.2.2009
  • :!:Investitionen: Ölkonzerne vertrauen auf Nachfrage ☛ „Wie andere Ölmultis auch denkt BP deshalb nicht daran, seine Investitionen in neue Öl- und Gasvorkommen zu reduzieren. Das wäre auch fatal, denn die Produktion der führenden Konzerne ist – mit Ausnahme von BP – 2008 weiter geschrumpft … ‚Wir müssen durch den Abschwung hindurch investieren, sonst fehlt es im anschließenden Aufschwung an Energie‘, warnte Hayward … Bei Exxon sank die Produktion 2008 um sechs Prozent, beim zweitgrößten US-Ölkonzern Chevron um drei und bei Shell um zwei Prozent. Nur BP gelang ein bescheidenes Plus von einem halben Prozent. Dem stand ein gemeinsamer Investitionsaufwand von gut 100 Mrd. Dollar gegenüber“, Handelsblatt, 4.2.2009
  • BP-Chef sieht Zusammenschlüsse von westlichen Öl-Riesen mit Staatsunternehmen ☛ „Angesichts knapper werdender Ressourcen hält der Chef des britischen Ölriesens BP , Tony Hayward, Zusammenschlüsse von westlichen, börsennotierten Ölunternehmen mit Staatskonzernen für die wahrscheinlichste Fusions-Variante … Bei einem Zusammengehen von zwei grossen westlichen Ölkonzernen bleibe aber das Problem der Reserven weiter bestehen“, swissinfo.ch, 3.2.2009
  • Rückgang bei Ölpreis drückt Gewinn von BP ☛ „Das Unternehmen wolle über die bereits angekündigten Pläne von 5000 Stellenstreichungen bis zur Jahresmitte hinausgehen. Auch der BP-Konkurrent Royal Dutch Shell hatte vorige Woche wegen des gesunkenen Ölpreises ähnliche Schritte angekündigt“, Reuters Dtl., 3.2.2009
  • Petrobras in talks over $174bn development ☛ „But that still leaves the company with a large financial hole it will need to plug to realise its goal of increasing current oil and gas production of 2.2m barrels a day to 3.3m b/d by 2013 and to 5.7m barrels a day by 2020 … It’s going to be tough, it’s going to be challenging, but it is not impossible … They have found a North Sea. It took 15 big companies more than a decade to develop that“, FT, 2.2.2009
  • Shell verzeichnet Milliardenverlust ☛ „Neben der mit dem Ölpreisrückgang verbundenen Neubewertung der Lagerbestände waren nach Unternehmensangaben auch der Rückgang der Fördermenge in den USA sowie höhere Kosten für die Ölförderung für den Verlust verantwortlich“, Spiegel, 29.1.2009
  • Folgen des Ölpreisverfalls - ConocoPhillips erleidet Milliardenverlust ☛ „Vor knapp zwei Wochen hatte ConocoPhillips Anleger gewarnt, wegen des Einbruchs des Ölpreises den Wert der Öl- und Gasbestände senken zu müssen … Außerdem hatte der Konzern angekündigt, vier Prozent der Arbeitsplätze zu streichen und die für 2009 vorgesehenen Ausgaben zurückzufahren“, FTD, 29.1.2009
  • Der tiefe Ölpreis hat ein Ablaufdatum ☛ „Erdöl hat den Abwärtstrend verlassen. Experten sehen das Kursziel für das zweite Halbjahr bei 60 Dollar … So möchte etwa der brasilianische Energiekonzern Petróleo Brasileiro (Petrobras) in den nächsten fünf Jahren 174,4 Milliarden Dollar investieren, um die Ölfelder vor der Küste Brasiliens zu erschließen … Diese Übernahme ist deshalb so interessant, weil die Ölsandförderung erst ab einem Ölpreis von 95 Dollar rentabel wird“, Wirtschaftsblatt, 28.1.2009
  • Nachfrageschwäche: Ölpreis fällt auf Fünf-Jahres-Tief ☛ „Die Organisation Erdöl exportierender Staaten rechnet in ihrem Januar-Bericht damit, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl in diesem Jahr um 180.000 Barrel am Tag niedriger als im Vorjahr liegt“; weiteres PO-Indiz (EG), Spiegel, 15.1.2009
  • Warum ist Brentöl soviel teurer als US-Leichtöl WTI? ☛ „WTI kostet normalerweise mehr als Brent, da es über größere Strecken vom Nahen Osten oder Afrika in die USA transportiert werden muss. Das Nordseeöl ist geographisch weit näher zur Hauptabnehmerregion Europa. Die Qualität beider Sorten unterscheidet sich kaum“, Godmode Trader.de, 13.1.2009
  • Sinkender Ölpreis verzögert Investitionen - Ölkonzerne mit Einbußen ☛ „Sollte der Ölpreis länger unter 50 $ je Fass verharren, dürften Ölkonzerne Investitionen in Förderprojekte überdenken und verschieben, erwarten Analysten. Viele Projekte gelten sogar erst ab einem Ölpreis von 80 bis 90 $ je Fass als rentabel … Die Kosten für die Förderung von Öl und Gas sind in den letzten Jahren auch aufgrund schwerer zu erschließender Vorkommen deutlich gestiegen. Die Schätzung der Rendite wird für die betroffenen Konzerne daher immer mehr zu einer Wette auf einen einigermaßen hohen Ölpreis. Laut BP-Chef Tony Hayward müsste der Konzern unterhalb der Preismarke von 60 $ bereits seine Dividende auf den Prüfstand stellen oder Projekte auf Eis legen … Shell zuletzt die Entscheidung über den Startschuss für ein kanadisches Ölsandprojekt und ein Erschließungsvorhaben in Australien verschoben“, FTD, 12.1.2009
  • Falling oil prices not good news all round ☛ “‚There was a time when there were six companies going for one rig‘, he says. ‚Now we are seeing six rigs competing for our contract‘“, FT, 12.1.2009
  • Norway Sees Oil Production Falling 9.7% This Year ☛ „Oil production on the Norwegian continental shelf may fall 9.7 percent this year, declining for a ninth year, the country’s Petroleum Directorate said. Crude output will fall to about 110.8 million standard cubic meters, or 1.9 million barrels a day, in 2009, from about 122.7 million standard cubic meters, or 2.11 million barrels a day, last year, the directorate said in a report. Production will drop to 94.4 million standard cubic meters in 2013“, Bloomberg, 8.1.2008
  • Kanada: Die Ölsand-Industrie tritt auf die Bremse ☛ „Kanada erzeugt täglich 2,75 Mio. Barrel Rohöl, davon 1,2 Mio. aus Ölsand, der Rest aus konventionellen Quellen. 2020 sollten es nach einem im Sommer vorgelegten Modell 4,5 Mio. Barrel sein, davon 3,5 Mio. aus Ölsand. ‚Wir werden das Ziel nicht erreichen‘ … ‚Wir können froh sein, wenn wir auf zwei bis 2,5 Mio. Barrel kommen‘ … Bis vor kurzem hatten die Ölkonzerne insgesamt noch Investitionen von 125 Mrd. Dollar bis 2015 geplant. Inzwischen wurden laut der kanadischen ‚Financial Post‘ Projekte im Wert von 40 Mrd. Dollar verschoben“, Die Presse.com, 4.1.2009

2008:

4.Q.:

  • :!:Es war der Ölpreis, Harry ☛ „Aber warum brach die Konjunktur weltweit schon Wochen vor der Lehman-Pleite abrupt ein? … Für die Ölschockthese spricht, dass der Umsatz mit Autos in den USA exakt zur Jahresmitte abstürzte. Mit dem Ölpreis ließe sich auch erklären, warum kein Wirtschaftszweig so kriselt wie die Autobranche … Sollte sich zeigen, dass neben den Bankenproblemen vor allem spekulationsgetriebene Ölpreisausschläge und panikartige Zinserhöhungen den schlimmsten Wirtschaftscrash seit Jahrzehnten auslösten - dann müssten nicht nur Hedge-Fonds stärker reguliert werden, sondern auch Ölhändler und Währungshüter“; Die seit 1998 unerbittlich steigenden Kosten für alle vier Hauptenergieträger strangulierten erst Finanz- und dann Realwirtschaften (EG), FTD, 19.12.2008 (Grafik: )
  • Big Oil Projects Put in Jeopardy by Fall in Prices ☛ „From the plains of North Dakota to the deep waters of Brazil, dozens of major oil and gas projects have been suspended or canceled in recent weeks as companies scramble to adjust to the collapse in energy markets … ‚It’s a classic — if extraordinarily dramatic — cycle‘, said Daniel Yergin … ‚Prices have come down so far and so fast, it’s become a shock to the supply system‘ … StatoilHydro, a large Norwegian company, recently pulled out of a $12 billion project in Canada because of falling prices … The biggest cutbacks so far have been in heavy oil projects in Canada, where some of the world’s highest-cost production is concentrated. Some operators there need oil prices above $90 a barrel to turn a profit“, The NYT, 18.12.2008
  • Der Elektroherd im Ölsand ☛ „Die Kosten sind entsprechend. So eine Bohrung koste schnell mal eine Million Dollar. ‚Und für eine Förderung von 10 000 Barrel Öl pro Tag braucht man sechs bis zehn Produktionsschleifen‘ … Bei den heutigen Abbauverfahren brauchen wir Erdgas zur Dampferzeugung. Das kann ich mir jetzt sparen. Dafür nehmen wir dann Strom, der in optimierten fossilen Kraftwerken erzeugt wird“, Focus, 18.12.2008
  • LOLEs reicht einfach nicht ☛ „Das Ölfeld Cantarell vor der mexikanischen Küste zählt zu den größten der Welt, seine Förderleistung bricht jedoch so stark ein, dass Mexiko voraussichtlich in fünf Jahren kein Öl mehr exportieren kann … Selbst die eher vorsichtige Internationale Energieagentur IEA kommt in ihrem aktuellen Energiebericht zu einer dramatischen Einschätzung der Lage: Um die Rückgänge der Förderleistung und die steigende Nachfrage auszugleichen, werden demnach bis 2015 zusätzliche Kapazitäten von 30 Millionen Barrel pro Tag benötigt - etwa dreimal so viel wie Saudi Arabien derzeit täglich liefert. Doch alle noch unerschlossenen Ölfelder sind entweder vergleichsweise winzig oder schwierig auszubeuten. Es reicht einfach nicht“, SZ, 16.12.2008
  • When will the oil run out? ☛ „Around 2020. That casts the issue in quite a different light. Birol’s date, if correct, gives us about 11 years to prepare. If the Hirsch report is right, we have already missed the boat. Birol says we need a ‚global energy revolution’ to avoid an oil crunch, including (disastrously for the environment) a massive global drive to exploit unconventional oils, such as the Canadian tar sands. But nothing on this scale has yet happened, and Hirsch suggests that even if it began today, the necessary investments and infrastructure changes could not be made in time. Birol told me: ‚I think time is not on our side here‘“, The Guardian, 15.12.2008 (dt. Zsf.: )
  • Ölförderung in Russland erreicht gegen 2015 ihren Höhepunkt ☛ „Wie der Direktor des Instituts für die Energiestrategie des russischen Energieministeriums, Vitali Buschujew, am Montag mitteilte, werden im Jahr 2010 voraussichtlich 561 Millionen Tonnen Öl in Russland gefördert. 2015 steige die Fördermenge auf 616 Millionen Tonnen, bis 2030 gehe sie dann auf 530 Millionen Tonnen jährlich zurück … 2007 wurden 491 Millionen Tonnen Öl in Russland gefördert“; Nicht realisierbar; Exportmenge entscheidend (EG), RIA Novosti, 8.12.2008
  • Wirtschaftsforscherin Kemfert: "Der Preis für Öl wird wieder steigen" ☛ “…über die drohende Angebotsknappheit nach der Krise und die Energiewende … Die Einsparungen in Europa werden mehr als ausgeglichen durch den wachsenden Bedarf nach Öl in stark wachsenden Volkswirtschaften wie China, Indien aber auch Russland. Zudem subventionieren diese Länder fossile Energie - sie wird damit künstlich billig gehalten - die Nachfrage steigt somit weiter“, FR, 3.12.2008
  • :!:Fallende Preise: Ölsandindustrie kappt Investitionen ☛ „Ölsandminen im Tagebau setzen einen Ölpreis von etwa 100 Dollar voraus, um Gewinne erwirtschaften zu können. Die auf Dampfinjektion basierenden Verfahren erfordern einen Preis von 70 bis 80 Dollar, meint Andrew Potter von UBS Securities Canada … Angesichts der bisher verkündeten Verzögerungen bei Ölsandprojekten werde es nicht möglich sein, binnen zehn Jahren eine Verdreifachung der Förderung zu erreichen … Bereits jetzt seien Investitionen in Höhe von 40 Mrd. Dollar verschoben worden, errechnete die kanadische ‚Financial Post‘“; nach dem Peak Oil keine stetigen Ölförderinvestitionen über extrem volatile, freie Ölmärkte mehr möglich (EG), Handelsblatt, 1.12.2008
  • BGR: "Für die Ölversorgung steht die Ampel auf gelb" ☛ „Doch der Preisverfall bei den Energierohstoffen ist ausschließlich dem Abschwung der Weltwirtschaft zu verdanken. Sobald die Konjunktur drehe, sei es aus mit dem billigen Öl, prognostiziert die Bundesanstalt für Geowissenschaften in ihrem jährlichen Gutachten … Für Joachim Kümpel, Präsident der BGR, ‚steht für Erdöl die Ampel zumindest auf gelb‘. Erdöl werde der erste Rohstoff sein, bei dem eine echte Verknappung durch die Endlichkeit der Ressource spürbar werde … Laut IEA werden 2030 weltweit 5,6 Gt Erdöl benötigt. Für Kümpel erscheint es fraglich, ob diese Menge zum angegebenen Zeitraum überhaupt noch zur Verfügung stehen wird“, VDI-Nachrichten, 28.11.2008
  • Erdöl - Erinnerungen an ein erloschenes Zeitalter ☛ „Nicht die Vorkommen von Erdöl waren entscheidend für die industrielle Entwicklung eines Landes, sondern der Verbrauch. Je mehr Energie ein Staat verbrauchte, desto reicher wurde er“, MDR Figaro, 26.11.2008
  • Ölkrieg: USA bis 2025 als Führungsmacht bedeutungslos ☛ „Die langfristigen Folgen der Finanzkrise werden dazu führen, dass die USA bis 2025 sowohl wirtschaftlich als auch politisch massiv an Bedeutung verlieren und globale Konflikte um Öl sowie Trinkwasser eskalieren könnten. Einer aktuellen Studie des Nationalen Geheimdienst-Rats (NIC) nach seien die Kurskapriolen an den Börsen in den Vereinigten Staaten sowie die mittel- bis langfristigen Ölpreis-Prognosen sowie Rezessionsängste für diese Entwicklung verantwortlich“, pressetext.at, 21.11.2008
  • Bessere Methoden für schlechteres Erdöl ☛ „Die Qualität des Erdöls wird immer schlechter. Der Schwarze Peter liegt nun also bei den rund 650 Raffinerien weltweit. Sie müssen aus den minderwertigen Ausgangsprodukten hochwertige Kraftstoffe und Grundprodukte für die chemische Industrie herstellen. Forscher suchen mit ihnen nach einem Weg“, Welt, 21.11.2008
  • Im Angesicht des „Peak Oil“ ☛ „Die Erdölreserven auf unserem Planeten sind endlich. Und der Punkt, an dem das globale Fördermaximum, der sogenannte Peak Oil, erreicht sind wird, nähert sich mit Riesenschritten … Aktuell werden weltweit rund 3,9 Gigatonnen Erdöl pro Jahr gefördert. Eine Gigatonne entspricht einer Milliarde Tonnen … Wir haben heute die Technologie, um auch Meeressedimente ausbeuten zu können, die bis zu 3000 Meter unter der Wasseroberfläche liegen … Im Jahr 2030 benötigt die Menschheit demnach 5,6 Gigatonnen Erdöl. ‚Fraglich ist, ob diese Menge an Erdöl in diesem Zeitraum tatsächlich zur Verfügung gestellt werden kann‘, vermerkt die BGR-Studie dazu“, Fuldaer Zeitung, 21.11.2008
  • Russisches Öl für China (und Indien) ☛ „China will sich mit Milliarden Krediten russische Lieferungen sichern. In Russland träumt man derweil davon, auch Indien ins Boot zu holen und ein eurasisches ‚Energie-Dreieck‘ zu schaffen“, Telepolis, 20.11.2008
  • Benzin ist zu billig ☛ „Als Autofahrer freuen wir uns über rapide sinkende Spritpreise. Auf Dauer ist der Kurseinbruch am Ölmarkt aber eine Katastrophe für uns alle: Er verhindert dringend nötige Investitionen … So paradox es klingt: Der größte Verlierer der abstürzenden Ölpreise wird der Verbraucher sein … Der Kern des Problems ist, dass der Crash Milliardeninvestitionen infrage stellt … 1 Mrd. $ müssen nach Berechnungen der IEA bis 2030 investiert werden, um den Weltmarkt in der Balance zu halten. 1 Mrd. $ pro Tag, wohlgemerkt … Tatsächlich werden gerade die ersten Programme schon wieder gestoppt - bislang vor allem Ölsandprojekte in Kanada“, FTD, 17.11.2008
  • Die kritische Marke - Weil Öl zu billig ist, werden Projekte auf Eis gelegt ☛ „Nur noch 30 von 160 Großprojekten, die seit 2005 angekündigt wurden, dürften in den nächsten sieben Jahren tatsächlich realisiert werden … Dem Wood-Mackenzie-Bericht nach, erhalten fast alle der 30 noch verfolgten Raffineriebauten staatliche Hilfe … Am Donnerstag teilte nun auch das Unternehmen Canadian Natural Resources mit, dass es die zweite Bauphase seines Ölsand-Projektes im Wert von zehn Milliarden Dollar verschieben muss“; Verstaatlichung der Ölindustrien für Stabilisierung in der Erdölendzeit unerläßlich (EG), Der Tagesspiegel, 15.11.2008
  • Öl ist Vergangenheit ☛ „Nutzung fossiler Brennstoffe hat fatale ökologische und soziale Konsequenzen. Internationale Energieagentur fordert radikalen Umbau der Energieversorgung … Damit hat die Organisation ihre bisher stets vertretene Position verlassen und eine deutliche Wende in Richtung nachhaltiger Versorgung vollzogen“, jungeWelt, 13.11.2008
  • "Es braucht vier neue Saudi-Arabiens" ☛ „Chefvolkswirt der Internationalen Energie-Agentur warnt vor sinkender Öl-Produktion … Selbst bei konstanter Nachfrage bräuchte die Welt bis 2030 ‚vier neue Saudi-Arabiens‘, um die abnehmende Ölgewinnung zu kompensieren. ‚Der Rückgang ist dramatisch‘ … Inzwischen ist klar: Der Rückgang des Angebots ist viel wichtiger als der Anstieg der globalen Nachfrage nach Öl“, SZ, 13.11.2008
  • Rezessionsängste - Depression auf dem Ölmarkt ☛ „Mehrere Analysten argumentieren, dass fundamentale Faktoren, die für steigende Preise sprächen, momentan völlig ausgeblendet werden. ‚Angebotsrisiken werden am Markt vollkommen ignoriert‘, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank … Selbst Ölbär Evans traut den tiefen Preisen nicht. Er fürchtet, dass die Ölunternehmen wegen des Preisverfalls Förderprojekte ruhen lassen - und die Saat für eine Rally legen. ‚1998 und 1999 stürzte der Preis auf 12 $. Investitionen wurden zurückgefahren. Die Folge waren geringe freie Kapazitäten, die zur Rally von 2003 bis 2008 führten. Wenn sich das wiederholt, steigen die Preise ab 2010 wieder sprunghaft an‘“, FTD, 13.11.2008
  • Raffinerien fahren Investitionen zurück - Folge des Ölpreisverfalls ☛ „Die Nachfrage nach Treibstoffen lässt drastisch nach. Das bedeutet laut einer Studie für viele Neubauprojekte von Raffinerien das Aus. Helfen kann nur noch der Staat … Dadurch werden sich die Gewichte im Raffineriegeschäft verschieben. Während die Ölkonzerne und Raffinerien westlicher Länder den Sektor seit mehr als 100 Jahren dominierten, entstehen zwei Drittel der neu geschaffenen Kapazitäten Schätzungen zufolge in Asien und im Nahen Osten“; die Erdöl-Endzeit wird zur Staatsangelegenheit (EG), FTD, 13.11.2008
  • After the credit crunch, the oil crunch: watchdog warns over falling supplies ☛ „World needs to find 64m extra barrels a day by 2030 … The International Energy Agency is to call today for an energy revolution and a ‚major de-carbonisation‘ of global fuel sources as the world confronts tighter oil supplies caused by shrinking investment. The energy watchdog is warning for the first time that oil output could pass its peak as power shifts from ‚super-majors‘ to national companies controlled by producer states. It highlights a potential oil-supply crunch“, The Guardian, 12.11.2008
  • LOLÖl-Lobby fordert Energierevolution - IEA wird grüner ☛ „Die Internationale Energie-Agentur entdeckt plötzlich den Klimaschutz und die erneuerbaren Energien. Sie erwartet einen Ölpreis von 200 US-Dollar je Fass im Jahr 2030 … Gleichzeitig beschleunige sich jedoch der Rückgang der Fördermengen, weil die Ausbeutung der Felder ihren Höhepunkt überschreiten werde. Und das bei einem Anstieg des Verbrauchs um gut 45 Prozent. ‚Mit welchen Ölquellen der steigende Bedarf gedeckt werden soll, wie viel die Förderung dieses Öls kosten werde und wie viel die Verbraucher dafür zu zahlen haben werden, ist jedoch äußerst ungewiss, möglicherweise ungewisser denn je‘“, TAZ, 12.11.2008
  • "Wir müssen unsere Energiepolitik ganz neu ausrichten" ☛ „Nehmen wir mal an, der Öl-Bedarf würde in den nächsten 25 Jahren überhaupt nicht steigen. Selbst dann müssten wir 45 Millionen Barrel pro Tag zusätzlich produzieren - nur, um die abnehmenden Fördermengen in den bestehenden Öl-Feldern zu ersetzen. Das heißt, wir brauchen im Grunde vier zusätzliche Saudi-Arabiens“, Deutschlandfunk, 12.11.2008
  • D. Yergin: Der Nachteil des Ölpreisverfalls ☛ „Der Einbruch des Ölpreises ist de facto eine Art Steuersenkung. Für notwendige Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist die Entwicklung jedoch eine große Gefahr … Der Preisanstieg zwischen 2003 und 2007 spiegelte das beste Wachstum der Weltwirtschaft seit einer Generation … Auch ein zunehmend untragbarer Rohstoffboom hat dazu beigetragen - und Öl spielte dabei eine zentrale Rolle … Der weltweite Ölmarkt ist gefangen in einem Rezessionsszenario, das sich als ‚globaler Riss‘ bezeichnen lässt“; der ‚Alan Greenspan des Erdöls‘ wechselt die Seiten (EG), FTD, 12.11.2008
  • Big Oil hat Angst vor Obama ☛ “‚Wir werden mehr Regulierung auch im Gesundheitswesen, in der Energie und in anderen Bereichen bekommen‘ … Mit Exxon Mobil, Chevron und Conoco Phillips stellt die ‚Big Oil‘ genannte Branche inzwischen nicht weniger als drei der fünf umsatz- und gewinnstärksten Unternehmen Amerikas … dass Obama die Milliardengewinne der Ölindustrie höher besteuern wird, auch um ein ambitioniertes Programm zum Ausbau alternativer Energien sowie die im Wahlkampf versprochenen Steuersenkungen für kleinere Unternehmen und Geringverdiener finanzieren zu können … So steht zur Debatte, dass Exxon & Co künftig höhere Steuern entrichten sollen, sobald der Ölpreis die Marke von 80 Dollar pro Barrel übersteigt“, Handelsblatt, 6.11.2008
  • Highlights of the IEA report ☛ „Observed decline rates vary markedly by region; they are lowest in the Middle East and highest in the North Sea … Investment in 1m b/d of additional capacity - equal to the entire capacity of Algeria today - is needed each year by the end of the projection period just to offset the projected acceleration in the natural decline rate“, FT, 5.11.2008
  • The dawn of a disturbing new reality ☛ „But Mr De Margerie’s main message centred on security of supply, rather than the environment … But the problem is far from limited to Russia … In fact, the IEA believes the single most important factor in deciding how hard the energy industry will have to work to meet demand is the rate at which ageing oil fields are declining. Preliminary results of a study of the world’s largest oilfields, due to be published by the IEA next month, indicate that the scale of the challenge is great“, Royal Dutch Shell/FT, 3.11.2008 (Orig. Side: ; )
  • Kashagan partners end dispute ☛ „Kashagan, the most complex oil project ever undertaken … ExxonMobil will manage the drilling of Kashagan where oil, containing large amounts of toxic sulphur, lies under huge pressure in waters that freeze in winter … Production at Kashagan, originally expected to begin in 2005, has been repeatedly delayed and is now set to start in October 2013“; technische Grenzen der Ölförderung früher erreicht als geglaubt (EG), FT, 2.11.2008
  • Oil reserve expert claims world faces ‘oversupply of energy’ problem ☛ „Conference participants are all wrestling with the same question: how to pursue expensive oil infrastructure projects in a time of increased anxiety about the falling crude price … A new study of oil reservoirs by the International Energy Agency (IEA), an energy watchdog group, may lend support to pessimists’ arguments. According to a draft of the report obtained by the Financial Times, output from the world’s oil fields will decline by 9.1 per cent a year without extra investment, a faster rate than previously thought“, The National, 1.11.2008
  • Ölpreis nährt Hoffnung und Angst ☛ „Grund dafür ist die beginnende wirtschaftliche Rezession - sie hat die Nachfrage nach dem ‚schwarzen Gold‘ massiv sinken lassen … Auch Chávez nannte als Ziel eine Stabilisierung des Rohölwerts bei 80 US-Dollar“, Telepolis, 31.10.2008
  • Fördermenge von Shell und Exxon sinkt - Ausnahmequartal der Ölkonzerne ☛ „Die Kosten der Exploration schießen in die Höhe und machen den Investoren Sorgen. Doch zumindest im vergangenen Quartal bescherte der Ölpreis den Konzernen Rekordgewinne … Bei Shell ist die aus dem Boden geholte Menge um knapp sieben Prozent auf 2,93 Millionen Barrel pro Tag gesunken. Erstmals seit zehn Jahren unterschritt der Konzern damit 3 Millionen Tagesbarrel. Exxon verzeichnete sogar einen Produktionsrückgang von acht Prozent auf 3,6 Millionen Barrel. So wenig Öl und Gas hatte Exxon zuletzt 1999 produziert … Rund ein Drittel der Reserven stecken bei Shell in Ölsanden“, FTD, 30.10.2008
  • Paying the price for cheap oil ☛ „Falling oil prices may seem good to anyone suffering from the economic crisis. But it will actually hurt our long-term interests … A collapse in oil prices would increase US reliance on foreign oil, as well … If we experience a prolonged stint of low crude prices, the US oil industry will, once again, fall on hard times … Furthermore, low prices will exacerbate Mexico’s already perilous economic situation and may increase the flow of Mexican immigrants northward“, The Guardian, 30.10.2008
  • Falsche Signale vom fallenden Ölpreis ☛ „Weil die geschwächte Weltkonjunktur die Nachfrage nach Rohöl bremst, sinkt der Preis schnell und tief. Das Interesse der Autokäufer an Spritsparmobilen sinkt. Aber an der Endlichkeit der fossilen Ressourcen besteht kein Zweifel … Peak Oil kommt sicher“, Stern, 29.10.2008
  • Engpass befürchtet: Sinkender Ölpreis gefährdet Milliarden-Investitionen ☛ „Neben kleinen Projekten und Erhaltungsinvestitionen stellen der sinkende Ölpreis und die Finanzkrise auch den Start neuer Großprojekte in Frage. Das betrifft vor allem staatliche Ölkonzerne: Russland etwa kämpft mit sinkender Ölproduktion und Kapitalabflüssen … Es zeigte sich allerdings einmal mehr, dass sich die Ölmultis trotz der enormen Investitionen schwer tun, ihre Produktion zu steigern: Der Ausstoß stagnierte bei 3,66 Mio. Tonnen Öläquivalent am Tag“, Handelsblatt, 29.10.2008
  • :!:Preisrutsch: Energieagentur warnt vor knappem Öl ☛ „Sie prophezeit schwere Zeiten, wenn nicht ausreichend investiert wird. Derweil liebäugeln die Russen mit einem Opec-Beitritt … Die Ölfelder der Welt, zum Beispiel in der Nordsee, in Russland oder in Alaska, schrumpfen schneller als bislang angenommen … Die Welt müsse „die künftigen Investitionen beträchtlich erhöhen, nur um das derzeitige Produktionsniveau zu halten“, FTD, 29.10.2008
  • Energy agency denies oil output falling at faster rate than previously thought ☛ „Members of the Organisation of Petroleum Exporting Countries (Opec) have plans to invest $160bn (£98bn) in the next few years on projects to expand capacity. ‚If prices decline, most of our projects will be either delayed or cancelled‘, Opec secretary general, Abdullah al-Badri, said“, The Guardian, 29.10.2008
  • World will struggle to meet oil demand ☛ „Output from the world’s oilfields is declining faster than previously thought, the first authoritative public study of the biggest fields shows … Without extra investment to raise production, the natural annual rate of output decline is 9.1 per cent … demand will require investments of $360bn each year until 2030“, FT, 28.10.2008
  • C. Kemfert: Warum der Ölpreis nicht vorhersagbar ist ☛ „Der sehr hohe Ölpreis aus dem Jahr 2008 war ein erster Warnschuss und zugleich ein Beleg, dass die realen Märkte nicht immer den errechneten Wahrscheinlichkeiten folgen. Daher ist es unerlässlich, dass die entwickelten Volkswirtschaften möglichst rasch Alternativen zum Öl und zu den fossilen Energieträgern entwickeln. Dann könnte auch der Ölpreis relativ niedrig gehalten werden“, Die Welt, 19.10.2008
  • Ölpreis: Im Bann der Spekulanten ☛ „Bei einem Niveau von unter 80 Dollar lohnen sich manche neue Ölförderprojekte nicht mehr … Schwerer als echte Rezessionsängste dürfte wiegen, dass sich Hedgefonds und andere spekulative Anleger derzeit massiv aus Ölkontrakten verabschieden. Kaum ein Rohstoff ist so anfällig für Spekulation wie das Schwarze Gold, von dem jeder weiß, dass es nur begrenzt vorrätig ist“; Spekulanten-Wildwuchs sabotiert halbwegs abgesicherte Ölversorgung in der Abstiegsphase des Erdölzeitalters (EG), FR, 17.10.2008
  • Energy independence fires candidates ☛ „When Barack Obama was given a list of economic challenges to rank in order of priority during the second presidential debate, he chose energy independence ahead of healthcare and social security reform. ‚Our goal should be, in 10 years‘ time, to be free of dependence on Middle Eastern oil‘, he said. ‚That would be priority number one‘“, FT, 16.10.2008
  • :!:The Peak Oil Crisis: The Crash of 2008 - how peak oil impacts this financial crisis ☛ „While the latest plan may eventually be enough to restore the credit markets, it seems unlikely to stem falling house prices, save Detroit, or reduce the steady increase in unemployment … Although there is a lot of fear in the future, the American lifestyle and economy is still dependent on liquid fuels. While reducing discretionary summer travel is easy, reducing fuel use in daily life is much more difficult“, Portland Peak Oil.org, 16.10.2008
  • IEA warns of falling oil demand, risk to projects ☛ „The IEA said that uncertainty over the depth of the economic slowdown and the repercussions on emerging economies, a severe shortage of cash in the financial system, and damage done to some finance companies previously active in oil trading were driving high volatility in the much-weakened price of oil. These factors, including the liquidity crisis, could put some oilfield development projects at risk, the agency warned“; der freie Markt kann die letzten Ölreste nicht gesellschaftsverträglich bereitstellen (EG), Taipei Times, 11.10.2008
  • US-Präsidentenkandidat Obama will mit Angewiesenheit auf Ölimporte Schluss machen ☛ „Der US-Präsidentenkandidat und demokratische Senator Barack Obama ist der Auffassung, dass die hohen Energieträgerpreise und die Angewiesenheit der US-Wirtschaft auf Ölimporte, darunter aus Russland, die nationale Sicherheit der USA bedrohen … ‚Wir müssen uns zum Ziel setzen, innerhalb von zehn Jahren mit der Angewiesenheit auf nahöstliches Erdöl Schluss zu machen. Wir können das tun‘, sagte Obama“, RIA Novosti, 8.10.2008
  • Auf der Suche nach den letzten Reserven ☛ „Norwegens Öl und Erdgas sind Europas einziges Gegengewicht zur wachsenden Abhängigkeit von Russland … Heutzutage fördern die Konzerne vor Norwegen bereits in Wassertiefen von 800 bis 1400 Metern … Allein in diesem Jahr hat die Branche auf dem norwegischen Kontinentalschelf rund 20 Milliarden Dollar investiert“, Hamburger Abendblatt, 4.10.2008

3.Q.:

  • Here comes $500 oil ☛ „Simmons believes that a radical change in the way we live is inevitable. ‚We should basically be going back to creating a village economy, so that we really reduce the energy intensity of how we live‘, he says. ‚We need bigtime conservation, not feel-good conservation. Make things where they’re used. You’ll end long-distance commuting, and we have the tools to do that now with webcams. Grow food locally. Grow food in your backyard‘“, CNN, 22.9.2008
  • Nigeria und der ewige Kampf ums Öl ☛ „Mit den Forderungen der MEND-Rebellen sympathisieren viele Nigerianer … den Rebellen den Nährboden für die Revolte entziehen, indem sie den Menschen Schulen, Straßen, Kliniken und Arbeit zukommen lasse … Gerade im Niger-Delta seien die Sicherheitskräfte besonders berüchtigt. Da müssen die Firmen darauf achten, dass sie nicht mit diesen Kräften zusammenarbeiten“, Deutsche Welle, 18.9.2008
  • Ölförderung in Nigeria leidet unter Angriffen ☛ „Die Verluste durch Anschläge in der Delta-Region im Süden beliefen sich am Tag auf mehr als eine Million Barrel, sagte am Mittwoch ein Sprecher des staatlichen Ölkonzerns, Livi Ajuonuma“, PR-inside.com, 17.9.2009
  • Erdölkrieg - Angriff auf Shell-Anlage ☛ „Die MEND-Rebellen kämpfen für eine stärkere Beteiligung der einheimischen Bevölkerung an den Gewinnen aus der Ölförderung. Am Sonntag kündigte die größte Rebellenorganisation im Niger-Delta einen ‚Erdölkrieg‘ unter dem Decknamen ‚Orkan Barbarossa‘ an. Die ausländischen Erdölunternehmen in der Region wurden aufgefordert, ihre Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen und ihre Produktion einzustellen“, Focus, 15.9.2008
  • Öl-Pakt mit Russland besorgt Europa ☛ „Die Ölstaaten bauen ihre weltweite Macht immer weiter aus. Russland will nun stärker mit dem Opec-Kartell zusammenarbeiten. Diese Öl-Allianz lässt Marktbeobachter schaudern: Die Energieversorgungssicherheit könnte gefährdet sein, so die Befürchtung“, Merkur-online, 12.9.2008
  • No quick fix for U.S. energy crisis ☛ „The United States consumes more than 20 million barrels per day. That’s 7.3 billion barrels per year … Drilling will happen. But it won’t solve our problems in the short or long run. Only conservation, alternative energy sources and American ingenuity will achieve the problem. There is no easy way out“, Knox News.com, 11.9.2008
  • IEA: Alternative oil sources fall short ☛ „On Wednesday, the International Energy Agency, the western nations’ oil watchdog, lowered its forecast of non-Opec supply growth to 270,000 b/d to the end of this year, less than a third of the 1m b/d it predicted at the start of the year … Non-Opec supplies have faltered following big production falls in mature areas such as the North Sea, Mexico and Alaska and lower than expected Russian output“, FT, 10.9.2008
  • Lula’s new lucre: Brazil may keep full control of offshore oil ☛ „It seems strange to be keeping investors at arm’s length at a time when a worldwide shortage of rigs and other gear is forcing up costs across the industry – let alone in cases as complex as the pre-salt fields. ‚For every new project, costs are escalating exponentially‘, says Michelle Billig of Pira Energy, a New York consultancy. ‚That puts a limit on the volume that can simultaneously be brought online, regardless of the reserve base‘“, FT, 10.9.2008
  • Brown to invite Gaddafi and Chávez to London oil summit ☛ „Until recently Mr Chávez provided cheap oil for London’s buses, a scheme scrapped by Boris Johnson, the new London mayor … Mr Brown has yet to decide who should be invited to represent Iran … A further complication is who should represent the US at the summit … Mr Brown wants the summit to take forward the work of the oil summit organised in the Saudi city of Jeddah in June, which discussed ways to diversify the world’s energy needs and to make oil markets more transparent“, FT, 9.9.2008
  • What $300-a-Barrel Oil Will Mean for You ☛ „There’s also the issue of existing fields that are diminishing. The classic example is that in 1985, the North Sea produced 2½ million barrels a day from nine fields, compared with about 1.7 million barrels today from nearly 100 fields. We are running desperately on a treadmill on which it is very difficult to stay up, because they are not finding as many new fields as old fields are being depleted“, Barron’s.com, 8.9.2008
  • Oil man warns of fresh delay at Kashagan ☛ „Instead, he told reporters at an oil conference in Astana, Kazakhstan’s capital, that production would begin a few months later in 2014 at a rate of 450,000 barels a day … after the consortium presented a revised development plan, delaying first production by two years until 2010 and doubling the first-phase costs to $20bn … Separately, Kazakhstan said that the full cost of Kashagan’s development had ballooned to $136bn“; überdeutliche Grenzen des technischen Fortschritts ohne Medienresonanz (EG), FT, 4.9.2008
  • Öl für 100 Dollar ist nicht billig ☛ „Aber selbst bei einem Preis von 100 Dollar ist das schwarze Gold immer noch deutlich teurer als 2007 und liegt oberhalb seines langfristig realistischen Gleichgewichtspreises. Für die globale Wirtschaft ist dieser Zustand ungesund … Sie dürften allerdings auch nicht sehr weit unter diese Grenze fallen, wenn man das anhaltende Wirtschaftswachstum, vor allem in China, und die nur moderaten Angebotszuwächse ins Kalkül zieht, die für das nächste Jahr erwartet werden“, HB, 4.9.2008
  • Rising costs erode oil industry’s profits ☛ „The difficulties facing the industry are also reflected in slow production growth, which averaged just 1.3 per cent last year. Production increases in the US, Russia and the Caspian area and the Asia Pacific region were offset by declines in Canada, Europe, and South and Central America … Companies also found it hard to add to their reserves: proved oil reserves dropped by 1.5 per cent, while gas reserves rose 3.3 per cent“, FT, 3.9.2008
  • Brasilien weiht Plattform für Ölförderung aus Tiefsee ein ☛ „Die Testplattform P-34 liegt 77 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Espírito Santo im Südosten des Landes und soll einmal pro Tag 15.000 Barrel Rohöl aus 4,4 Kilometern Tiefe ans Tageslicht pumpen … Für die Ölförderungen ist Salz eine Herausforderung, weil sich die Mineralschichten bewegen und Druck auf die Bohrkanäle ausüben“, AFP, 3.9.2008
  • Brazil Pumps First Pre-Salt Oil Amid Windfall Debate ☛ „The policy review threatens to slow the $600 billion in investment that UBS AG said in a report will be needed to develop the deep-sea fields. New auctions of exploration tracts are on hold and auctions begun in 2006 were suspended … ‚What we’re looking at is creeping expropriation‘, said Marilda Rosado, a former Petrobras and Brazilian Petroleum Agency lawyer … ‚Investments have already been delayed and probably will slow further‘, she said“, Bloomberg, 2.9.2008
  • Brazil starts to tap deepwater oil field ☛ „Analysts say that up to 600 billion dollars woth of investment in research, logistics and technology are required to suck up the oil under Brazil’s Atlantic waters. There always remains a risk that, after years of throwing money at the problem of extracting the oil, the fossil fuel bonanza may prove unprofitable, one Petrobras executive told AFP on condition he not be identified“, Breitbart.com, 1.9.2008
  • Mexico's Cantarell oil output falls again in July ☛ „Crude output from Mexico’s struggling Cantarell oil field fell for the 10th month in a row in July to 974,000 barrels per day, energy ministry data showed on Tuesday … A senior Pemex executive said in July that output at Cantarell would drop to just 600,000 bpd by 2012“, Reuters, 26.8.2008
  • WEG: Erdöl- und Erdgasproduzenten steigern Investitionen in Deutschland um 43 Prozent ☛ „Es sind große Anstrengungen notwendig, den in den letzten Jahren beobachteten Rückgang der heimischen Erdölund Erdgasproduktion aufhalten zu können … Dadurch erweist sich die Erschließung neuer Lagerstätten zunehmend als technologisch schwierig und kostenaufwändig“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 25.8.2008
  • :!:Rod Dreher: Peak oil is coming, and we're unready ☛ „Oil is a finite natural resource; sooner or later, the supply will peak. Jeroen van der Veer, chief of Royal Dutch Shell, earlier this year predicted 2015 as the year the world reaches peak production. John Hess of Hess Corp. said: ‚An oil crisis is coming in the next 10 years. It’s not a matter of demand. It’s not a matter of supplies. It’s both‘“, The Dallas Morning News, 22.8.2008
  • Pemex: Ölförderung schrumpft immer weiter ☛ „Bei Petroleos Mexicanos (Pemex) hat sich die Ölproduktion im Juli gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent verringert … Der Ölexport verringerte sich sogar um 22 Prozent auf 1,38 Millionen Barrel … Mexiko ist derzeit noch nach Saudi-Arabien und Kanada der drittgrößte Öl-Lieferant der USA“, finanzen.net, 22.8.2008
  • :!:Mexico oil output, exports fall in July ☛ „Crude exports were down to 1.377 million bpd, from 1.415 million bpd in June, Pemex said … Oil exports in the January-July period dropped 16.3 percent to an average of 1.443 million bpd“, Reuters, 21.8.2008
  • The falling oil price is a lull in the storm ☛ „None of this resolves the long-term challenges facing energy policymakers. The world is still dependent on hydrocarbons for more than 80 per cent of daily energy needs … The dependence of the world’s consumers on Saudi Arabia, Russia and a few other producers remains high. Imports are set to rise in the US, Europe, China and Japan … This is a lull in the storm not a reversion to normality. The need for a transition to a more diversified, lower-carbon energy economy is as urgent as ever“, FT, 20.8.2008
  • Chevron in deal to develop Hebron oilfields ☛ „The Hebron oilfields, off Newfoundland’s coast, are estimated to contain up to 720m barrels of oil. The project is expected to begin producing oil between 2016 and 2018, and at its peak produce about 170,000 barrels of oil daily … On August 1, Chevron said it would likely not meet its 2008 production targets“, FT, 20.8.2008
  • Der Durst nach Öl wird noch größer ☛ „Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage 2009 leicht angehoben“, WirtschaftsBlatt, 12.8.2008
  • Hohe Kosten: US-Nachfrage nach Öl geht drastisch zurück ☛ „Der Bedarf ist demnach im Schnitt um 800.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Gleichzeitig sei aber der Treibstoffverbrauch in Schwellenländern um 1,3 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Dadurch habe der weltweite Ölverbrauch im ersten Halbjahr um 500.000 Fässer pro Tag zugenommen, hieß es weiter“, Spiegel, 12.8.2008
  • Experten sehen keine Entwarnung beim Ölpreis ☛ „Weltweit gehe das Volumen auf den existierenden Ölfeldern jährlich im Schnitt um 5 Prozent zurück. Nach Einschätzung Tanakas werden jedes Jahr mehr als 3,5 Millionen Barrel Öl am Tag zusätzlich benötigt, um diese Verluste auszugleichen. Gleichzeitig aber steige die Nachfrage um rund eine Million Barrel am Tag. ‚Dieses Missverhältnis macht deutlich, wie ungeheuer eng der Markt ist‘“, derStandard, 10.8.2008
  • Nahende Ölkrise könnte zu meheren möglichen Ölpreiszenarien führen ☛ „Anhand von Studien gehe hervor, dass das Phänomen des Erreichens des weltweiten Ölfördermaximums, dem sogenannten Peak-Oil, der Weltwirtschaft einen langfristig schweren Schlag versetzen dürfte, wodurch die Nachfrage nach Öl in einem solchen Ausmaß verliert, dass in einem allgemeinen Chaos das Ölfördermaximum nicht zur Ausschöpfung gelangt“, FinanzNachrichten.de, 8.8.2008
  • Forscher warnen vor Erdölknappheit ☛ „Die Schweiz sollte sich schon heute auf eine Erdölknappheit einstellen und den Treibstoffverbrauch rasch reduzieren. Das rät die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften in einer neuen Studie“, NZZ, 7.8.2008
  • Amerikas Öl-Wahlkampf kippt ins Absurde ☛ „In Zeiten teuren Benzins überbieten sich John McCain und Barack Obama mit Vorschlägen, die kein Experte für realistisch hält. Hauptsache, sie ködern Wähler“, Spiegel, 7.8.2008
  • Obama in U-turn on energy policy ☛ „Barack Obama has laid out an ambitious energy plan under which US dependence on foreign oil would end within 10 years“; Heilsversprechen (EG), The Independent, 6.8.2008
  • LOLUS-Energiekrise: Barack Obama will Öl aus Notreserve verkaufen ☛ „Obama forderte in seiner Rede eine radikale Abkehr von der bisherigen Energiepolitik. ‚Unsere Sucht nach Öl zu durchbrechen ist eine der größten Herausforderungen, der unsere Generation je gegenüberstehen wird‘. Dazu müsse sich das ganze Wirtschaftssystem wandeln, forderte Obama“, Berliner Morgenpost, 5.8.2008
  • «Peak oil» – die grosse Herausforderung ☛ „Die Preise für fossile Energien steigen. Das ist derzeit wesentlich eine Folge des markant wachsenden Verbrauchs. Die Nachfrageproblematik wird verschärft, weil das weltweite Fördermaximum beim Erdöl bald einmal erreicht sein wird. Der Autor des folgenden Artikels weist darauf hin, dass Ersatz-Energieträger kaum zur Verfügung stehen, was gravierende Folgen für die menschliche Zivilisation haben dürfte … Thema endlich zur Kenntnis nehmen“, NZZ, 5.8.2008
  • :!:Bloß weg vom Öl ☛ „Die Ausbeute in den großen Ölfeldern, die bislang die stärksten Stützen der globalen Versorgung mit Kraftstoffen waren, sinkt kontinuierlich um 7,5 % pro Jahr … ‚Anders ausgedrückt, müsste jedes Jahr eine Menge von 3,5 Mio. Fass pro Tag hinzukommen, um die Weltproduktion auf dem gleichen Stand zu halten‘, heißt es im IEA-Report … Die westlichen Industrieländer befinden sich in fataler Abhängigkeit vom Öl. ‚Davon müssen wir wegkommen‘, schrieb das Wissenschaftsjournal ‚New Scientist‘ in einem Bericht über die Risiken eines größeren Förderausfalls, ‚und zwar, so hart es auch sein mag, je schneller, desto besser‘“, Der Mobilitätsmanager, 4.8.2008
  • Indonesia warns oil output to finish in 10 years’ time ☛ „Indonesia’s oil watchdog, BPMIGAS, warned on Friday that the country’s dwindling oil reserves could be exhausted in 10 years’ time if no new reserves are found … The declining rate in production is between 8 to 10 percent per year“, Daily Times, 3.8.2008
  • Petrobras to scale back overseas operations ☛ „At 2,100m, the Santos deposits, under a layer of salt, are deeper than the Campos deposits and also further offshore – 300km versus 150km for Campos. Mr Gabrielli said Petrobras ferries 40,000 passengers a month by helicopter to its Campos installations, and there may be difficulties in transporting similar numbers over the greater distances to Santos … Mr Gabrielli said the company was targeting production of 1.95m b/d next year, rising to 2.42m in 2012 and 2.81m in 2015“, Financial Times, 3.8.2008
  • WEG: Deutsche Erdöl- und Erdgasförderung im ersten Halbjahr 2008 ☛ „Als Folge des natürlichen Produktionsverlaufs der Erdöl- und Erdgaslagerstätten war die Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 erneut rückläufig. In den ersten sechs Monaten wurden in Deutschland 7,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 1,5 Millionen Tonnen Erdöl produziert. Damit sind sowohl die Erdgas- als auch die Erdölförderung um rund 10 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesunken“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 30.7.2008
  • Rumpeln im Getriebe ☛ „Pendlerpauschale … Abschläge bei Öko- und Mineralölsteur … Doch dies alles wird nicht reichen. 95 Jahre nach Henry Fords erstem Automobil vom Fließband hat die zweite, die ungemütliche Halbzeit des Ölzeitalters begonnen. Die Herausforderung besteht darin, die daraus entstehenden Chancen zu erkennen und wahrzunehmen“, zeozwei.de, 30.7.2008
  • Experts point to peak oil production ☛ „Mathew Simmons, a consultant from Houston says that Saudi Arabia’s largest oil field, Ghawar, is in decline and that sustainable global production reached its peak in May 2005 … Christophe de Margerie, the chief executive officer of French oil company Total has said maximum global output capacity is about 100 million barrels of oil a day“, United Press Int., 29.7.2008
  • Calif. Field Goes from Rush To Reflection of Global Limits ☛ „After the discovery of oil, it took 85 years to produce the first billion barrels from the field. It took 24 more years for the next billion. And Hatlen and Chevron hope to milk out 650 million barrels or so more over the next couple of decades. If they succeed in retrieving those final drops, it would be an achievement of modern technology. But then all the oil that can be recovered here – the inheritance of a natural confluence of events lasting millions of years – will be gone“, Washington Post, 29.7.2008
  • Rebellen sabotieren zwei Shell-Ölpipelines ☛ „Die Angriffe gegen Konzerne behindern bereits seit längerem die Ölförderung in Nigeria, die Produktion ging um etwa ein Viertel zurück. Das Land ist der größte Ölproduzent in Afrika, die Menschen im Niger-Delta zählen aber zu den weltweit ärmsten“, Spiegel, 28.7.2008
  • Oil Shock: This Time, It's Different ☛ „Global Pressures Have Converged to Forge a New Oil Reality …. ‚It’s not that we’re going to run out of oil or hydrocarbons, but it’s not going to become available as fast as uninhibited, unrestricted demand‘, said Sadad Husseini, a consultant and former petroleum geologist at Saudi Aramco“, Washington Post, 27.7.2008
  • Is oil at its peak? Experts split ☛ „Gordon Brown: ‚The global economy is facing the third great oil shock of recent decades … We are becoming increasingly aware of the technical, financial and political barriers to the production of more oil‘“, statesman.com, 27.7.2008
  • US-Studie: Arktis-Öl könnte Welt drei Jahre versorgen ☛ „Öl aus dem hohen Norden könnte die Weltnachfrage drei Jahre lang sättigen … ‚Wir haben uns alles nördlich des Polarkreises angesehen‘, sagte Don Gaultier, Chef des zehnköpfigen USGS-Teams, das den Bericht erarbeitet hat … In der Arktis lagern 90 Milliarden Barrel unentdecktes Öl - das sind 13 Prozent der noch nicht gefundenen Welt-Vorkommen“; Zivilisations-Count-Down läuft (EG), Spiegel, 24.7.2008
  • Studie der US-Regierung: Hoffnung auf das Arktis-Öl ☛ „Öl wird immer knapper - da ist es gut, dass es in der Arktis noch viel davon gibt. Drei Jahre könnte die Menschheit mit dem Nordpol-Öl auskommen. Doch die Förderung wird richtig teuer“, SZ, 24.7.2008
  • :!:Key terms in oil-supply debate ☛ „Peak exports Definition: The notion that several of the world’s key oil exporters are gaining economic strength and using more oil at home at a time when their overall production is peaking or in decline. Rising consumption and falling production in exporting nations could quickly erase available oil exports for the United States and others dependent on foreign supplies. Notable believers: Jeffrey J. Brown, independent petroleum geologist; Samuel Foucher, a signal processing expert. They created the Export Land Model to illustrate the problem, which is gaining currency in energy circles“, Los Angeles Times, 22.7.2008
  • LOL:!:Erdöl: Wohlstandsflamme erlischt ☛ „Der Verbrauch wird sich somit nach dem Angebot richten, das aber verringert sich schon heute. So sinkt die Förderung in den großen Ölfeldern laut IEA derzeit um 7,5 Prozent pro Jahr. „Anders gesagt, müsste jedes Jahr eine Menge von 3,5 Millionen Fass pro Tag hinzukommen, um die Weltproduktion auf dem gleichen Stand zu halten“, konstatiert die IEA. Doch ihre eigenen Zahlen zeigen, dass dies nicht gelingen kann. Insgesamt könnte sich die globale Ölförderung bis 2030 halbieren … Die Zahlentricksereien bei Neufunden und Reserven sollten nur den beginnenden Mangel kaschieren … Bei genauerem Hinsehen zeigt sich indes, dass der Zuwachs mehr auf Biokraftstoffen und Ölnebenprodukten wie Flüssiggas beruht als auf konventionellem Rohöl“, Focus 30/2008, 21.7.2008
  • IEA warns non-Opec oil could peak in two years ☛ „The North Sea is one of the fastest-declining energy-rich regions in the world, with output falling by an average of 7.5 per cent a year since 2002. ‚The days of the international oil companies are coming to a glorious end because their reserves are declining and they will have difficulty accessing new reserves‘, Dr Birol told The Times. ‚In future we expect most of the new oil to come from a very small number of national oil companies‘“, Times Online, 21.7.2008
  • Ölkrise geht weiter ☛ „Ist die Ölkrise vorbei? Nein. Während der ersten Ölkrise 1973 stieg der Ölpreis von rund drei auf fünf Dollar. Heute kostet Öl also 26 mal mehr. Allein das verbietet eine Entwarnung. Hinzu kommt die fast schon hysterische Dynamik, die inzwischen an den Ölmärkten herrscht … Wir brauchen Öl ja an jeder Ecke. Was nicht mit Öl produziert wird, wird mit Öl transportiert … Auf das Öl ist kein Verlass mehr. Wir müssen uns dringend von unserer enormen Ölabhängigkeit befreien“, Rheinische Post, 18.7.2008
  • USA: Offener Brief zur Energiekrise ☛ „Der Brief kommt zu einer Zeit, in der Amerikaner über rasant steigende Kraftstoff- und andere Energiepreise stöhnen … Es gelte, sich einer ‚langfristigen Energiekrise‘ zu stellen, die Sicherheit und Wohlstand zukünftiger Generationen bedrohe, schrieben die ‚elder Statesmen‘ … ‚Da kommt ein Energie-Tsunami auf uns zu, und wenn man den kommen sieht, geht man besser auf die Spitze der Welle – sonst wird man zerschmettert‘, sagte der ehemalige Kommandeur der Marineinfanterie. Er habe darüber mit Obama und McCain gesprochen. ‚Beide Kandidaten sind noch mit ihren Gedanken zu diesem Thema in einem embryonalen Stadium‘, sagte Jones“, Focus, 16.7.2008
  • Claudia Kemfert im Interview: "Schwacher Trost" ☛ „Heute gibt es wirklich keine Analysten mehr, die mit einem Ölpreis unter 150 Dollar für das Barrel rechnen. Interessant ist, dass selbst die Opec von einem Preis von 170 Dollar ausgeht. Auch die Internationale Energieagentur IEA sagt, die Ölpreise würden nicht mehr nennenswert sinken. Solche alarmierenden Nachrichten führen selbstverständlich zu steigenden Preisen … Jetzt beim Erdöl ist das anders. Auf dem heutigen Ölmarkt legitimieren die Fundamentaldaten die Preisentwicklung – eine völlig überschätzte Blase gibt es nicht“, Wirtschaftswoche, 15.7.2008
  • Bush lifts executive ban on offshore oil drilling ☛ “‚If we were to drill today, realistically speaking, we should not expect a barrel of oil coming out of this new resource for three years, maybe even five years, so let’s not kid ourselves‘, said Fadel Gheit, oil and gas analyst with Oppenheimer & Co. Equity Capital Markets Division … The White House estimates that there are 18 billion barrels of oil offshore that have not been exploited because of state bans, 10 billion to 12 billion in the Arctic National Wildlife Refuge and 800 billion barrels of recoverable oil in the Green River Basin“, CNN, 14.7.2008 (Karte US-Offshore-Gebiete: )
  • Chavez droht Exxon erneut mit Öllieferstopp ☛ “‚Wenn sie unsere Aktiva wieder sperren würden, dann hätten die USA kein Öl mehr und der Ölpreis würde auf 300 Dollar je Barrel springen‘, sagte Chavez bei einem Treffen mit zentralamerikanischen Staatschefs“, RIA Novosti, 14.7.2008
  • Iran droht mit Kappen der Ölversorgung ☛ „Das Land hat für den Fall eines Angriffs vor weitreichenden Folgen für die weltweite Ölversorgung gewarnt. Die jüngste Drohung: Die Ölexporte aus der gesamten Golf-Region stünden dann zur Disposition“, FTD, 14.7.2008
  • Russland drosselt Öl-Lieferungen an Tschechien nach Raketenabkommen ☛ „Russland hat unmittelbar nach der Unterzeichnung eines tschechisch-amerikanischen Raketenabwehr-Abkommens seine Öllieferungen nach Tschechien deutlich gedrosselt … Nach Berechnungen der Online-Ausgabe des Prager Wirtschaftsmagazins ‚Euro‘ würden bei weiter gedrosselter Zufuhr im Juli statt der vereinbarten 500.000 Tonnen nur 300.000 Tonnen Öl über die ‚Druschba‘-Pipeline (Freundschaft) nach Tschechien gepumpt“, financial.de, 13.7.2008
  • G. Brown's Weg-vom-Öl-Rede auf dem Mittelmeergipfel ☛ „We must now leave behind the old wasteful, oil dependent ways of yesterday and embrace the new cleaner and sustainable energy future of tomorrow … We need a new strategy … But improving the functioning of the oil market can be only one half of our strategy. The other must be to set ourselves on a new energy path - a path from our economies that are today over-dependent on oil towards the post-oil energy economies of the future … So let me set out the five main points of an oil replacement strategy … We live in a new era. Today our globalised, energy-hungry and warming world requires a shift from oil dependence to sustainable energy“, Gordon Brown speeches, number10gov.uk, 13.7.2008
  • :!:Lukoil schlägt Ölpreis aus Dollar, Euro und Yuan vor ☛ „Die Preisberechnung in Dollar sei ‚heutzutage nicht die richtige Messlatte‘, sagte Lukoil-Vizepräsident Leonid Fedun … ‚Wir brauchen einen Währungskorb mit Dollar, Euro und Yuan, was die Marktsituation realistischer widerspiegeln würde‘ … ‚Ich denke nicht, dass Europa mit einer Erhöhung der Liefermenge rechnen kann. Es wäre schon gut, wenn das aktuelle Niveau gehalten werden kann‘“, Wirtschaftswoche, 12.7.2008
  • LOL:!:Lukoil-Vizepräsident Leonid Fedun im Interview: "Der Staat kann alles" ☛ „Zum Zweiten gehen die Vorräte überall zurück. In den vergangenen 20 Jahren wurde keine Lagerstätte auf dem Festland gefunden. Die großen Öl- und Gasfelder, die in den Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre entdeckt wurden, sind erschöpft. Die wenigen zugänglichen Felder liegen im Persischen Golf, der auch nicht unerschöpflich ist … Höchstmengen von täglich knapp zehn Millionen Barrel sind Vergangenheit. Die russischen Fördermengen werden von nun an 8,5 bis 9,5 Millionen Barrel pro Tag betragen – und zwar für eine lange Zeit … Die weltweiten Fördermengen haben sich dem oberen Limit angenähert. Sie können vielleicht noch um ein bis zwei Prozent steigen, aber die alten Ölfelder versiegen schneller als neue Lagestätten gefunden werden“, Wirtschaftswoche, 12.7.2008
  • Opec warnt vor "grenzenlosem" Ölpreisanstieg bei Iran-Krieg ☛ “‚Sollten iranische Lieferungen ausfallen, können wir sie nicht ersetzen. Das ist unmöglich‘, zitiert die ‚International Herald Tribune‘ in ihrer Freitagsausgabe den Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri“, RIA Novosti, 11.7.2008
  • Ölgeschäfte im Iran - Russland als lachender Dritter ☛ „Der Chef des französischen Ölkonzerns Total hat die Förderprojekte des Konzerns im Iran gestoppt. Sollten auch andere dem politischen Druck nachgeben, freut sich ein Dritter - denn Europas Abhängigkeit von Russland vergrößert sich“, Handelsblatt, 11.7.2008
  • "Probleme in Brasilien" - Öl deutlich teurer ☛ „Arbeiter von Petrobras haben einen fünftägigen Arbeitskampf angedroht, von dem alle Offshore-Plattformen der Firma betroffen wären. Diese decken rund 80 Prozent der täglichen Ölproduktion des Landes ab. Daneben bleibe der wichtigste afrikanische Ölexporteur Nigeria anfällig für gewaltsame Ausschreitungen, sagte Schallenberger. Rebellen haben eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand im ölreichen Niger-Delta aufgekündigt“, n-tv.de, 11.7.2008
  • :!:T Boone Pickens tells U.S. energy 'horror story' ☛ “‚The country has been in denial for a long time‘ … ‚These [presidential] candidates do not understand. They don’t understand how critical this all is‘ … ‚This is very close to war‘, he said … The OPEC countries this year will receive, in oil revenues, $700 billion [from the U.S.]. What does all that mean to us? I don’t know what you call it —naive, weak, stupid or whatever— but we have drifted, drifted, drifted to where we’re now importing almost 70 percent of our oil. In 40 years, we have never had an energy plan. Republican, Democrat, it doesn’t make any difference. No one, nobody, has ever had an energy plan … ‚The president said he wanted 35 billion gallons of ethanol by 2017. If all the corn went to ethanol, it’d be about half that amount. So you’d have to have something else to fill in if you’re gonna try to make it 35 billion‘“, Chicago Tribune, 10.7.2008
  • Face value - The only way is down ☛ „The high priest of ‚peak oil‘ thinks world oil output can now only decline … He does not dispute the main criticism of the ‚peak oil‘ theory: that improvements in technology, spurred by high prices, will eventually allow new fields to be found, more oil to be recovered from existing fields and artificial oil to be conjured from substances such as tar sands, coal and shale. But he thinks such advances will take longer to appear and have less of an impact than his detractors assume“, The Economist, 10.7.2008
  • Ölmanager leugnen "Peak Oil" ☛ „Fördermaximum ausgeschöpft: Weltweit wird trotz modernster Technologien immer weniger Öl gefördert. Die Kosten für ‚neues Öl‘ explodieren … Verblüffung haben bei den Ölfachleuten die soeben bekanntgewordenen schlechten Produktionsdaten des zweitgrößten Ölfelds der Welt, Cantarell in Mexiko, ausgelöst. Dort ist die Produktion in den vergangenen zwölf Monaten um 34 Prozent gefallen … Freilich wird auch in der Nordsee trotz modernster Technologie seit 2000 immer weniger Öl gefördert. Die Rückgänge belaufen sich auf bis zu zehn Prozent pro Jahr“, Kurier.at, 10.7.2008
  • Import-Rohöl-Preis verdreifacht ☛ „Eine Tonne importiertes Rohöl kostete 1997 noch 132 Euro, 2007 zahlt man schon fast 400 Euro“, Kurier.at, 10.7.2008
  • OMV-Produktion mit 6 Prozent natürlichem Produktionsminus ☛ „Die Lagerstätten der OMV geben Jahr für Jahr etwa 6 Prozent weniger Öl und Gas her, die OMV muss daher jährlich zusätzlich 18.000 bis 20.000 Barrel ‚Öläquivalente‘ (boe) über neue Vorkommen und moderne Fördertechnik gewinnen, nur um die Produktion konstant zu halten“, WirtschaftsBlatt, 10.7.2008
  • OPEC warnt vor Engpässen bei der Ölraffinierung bis 2015 ☛ „Die Raffinierungskapazitäten werden nach Einschätzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) bis 2015 wohl nicht mehr ausreichen, um die Nachfrage nach Erdöl zu decken … Der tatsächliche Kapazitätsausbau könne allerdings deutlich niedriger liegen, weil wegen der steigenden Kosten viele Projekte verzögern oder aufgegeben würden“, finanztreff.de, 10.7.2008
  • Opec erwartet geringeren Ölbedarf ☛ „Sich selbst nimmt sich die Opec damit aus der Verantwortung: Den Ausblick für die eigene Rohöl-Förderung senkte sie von 49,3 auf 43,6 Millionen Barrel. Der Opec-Bericht dürfte für heftige Debatten sorgen … Gleichzeitig bürdet sie aber den Nicht-Opec-Ländern eine größere Last auf und kritisiert die Vereinigten Staaten und Europa für ihre Energiepolitik, die die Investitionsunsicherheit erhöhe … Immer wieder mischt er sich in die öffentliche Debatte ein und wettert gegen Biosprit. Auch diesmal im Vorwort des am Donnerstag vorgestellten Berichts: ‚Einige Energieziele scheinen nicht nachhaltig zu sein. Der Realitätssinn muss sich hier durchsetzen‘, schreibt El-Badri“, FTD, 10.7.2008
  • :!:North Sea production - Ebbing ☛ „The problem is not that there is no oil left — the government reckons that 16 billion-25 billion barrels remain beneath the ocean floor — but that it is becoming harder to extract. Almost all of the North Sea’s big fields have been tapped, and most of the new discoveries contain less than 50m barrels, making them tiddlers by international standards. And many are geologically difficult, with their hydrocarbons stored at high pressures and temperatures. This makes them difficult to develop“, The Economist, 10.7.2008
  • :!:Benzinfrust zwingt Amerikaner auf Ökokurs ☛ “… Multimilliardär und Hedgefondsjongleur T. Boone Pickens, der sein Mega-Vermögen einst in Öl und Gas gemacht hat … Nun wendet er sich per landesweiter Werbekampagne direkt ans Volk. Der erste TV-Spot lief am Donnerstagabend … ‚Ich bin mein Leben lang ein Ölmann gewesen‘, sagt Pickens da. ‚Doch dies ist eine Notlage, aus der wir uns nicht mehr herausbohren können‘“, Spiegel, 9.7.2008
  • LOL:!:Die Welt ohne Erdöl - So dramatisch wird sich unser Leben ändern ☛ „Der Welt geht das Erdöl aus. Und wir merken das jeden Tag: Der Liter Benzin kostet 1,60 Euro, unser Essen wird teurer, das Heizen sowieso … Deutschland hat die Zeit verschlafen, in zukünftige Technologien zu investieren. Von der Industrie und der Politik wurde bislang immer beschwichtigt, dass alles nicht so schlimm sei. Das ist das Problem“, Bild, 8.7.2008
  • LOLAttac: Dritter Ölpreisschock zeigt Versagen der G8 ☛ „Statt die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von Öl drastisch zu verringern, soll die Förderung ausgeweitet werden. Angesichts der knappen Ressourcen bedeutet dies mehr Energieunsicherheit statt weniger … Die G8 inszenieren sich als Klimaschützer, setzen aber auf weitere Investitionen im Ölsektor - das ist geradezu grotesk … Die G8 müssten endlich das baldige Ende der Ölreserven anerkennen. Die Forderung nach Erhöhung der Förderquoten ist reine Augenwischerei … Neben den Ölkonzernen verdienen sich auch Finanzmarktakteure eine goldene Nase an den hohen Ölpreisen. Sie müssen - ebenso wie die Konzerne - für den notwendigen grundlegenden Umbau der Energiewirtschaft zur Verantwortung gezogen gezogen werden“, pressrelations.de, 8.7.2008
  • Industrieländer bitten verzweifelt um mehr Öl ☛ „Sie wollen die Energiepreise drücken, doch den G-8-Chefs fehlen die Mittel - nun rufen sie die Förderländer auf, bitte schnell mehr Öl bereitzustellen … Weltweit explodieren die Energiepreise - und die G-8-Staaten müssen hilflos zuschauen. Bis auf Russland verfügen die führenden Industrienationen kaum über eigene Ressourcen. Aus diesem Grund müssen die Mächtigen der Welt nun fast schon auf Betteltour gehen: Bei ihrem Krisengipfel in Japan appellierten die Staats- und Regierungschefs an die Förderländer, sie mögen doch bitte mehr Öl auf den Markt geben … Das Kartell (OPEC) kontrolliert 40 Prozent der weltweiten Förderung, bei den Reserven sind es sogar 70 Prozent“, Spiegel, 8.7.2008
  • Mitten im dritten Erdöl-Schock ☛ „Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich in den letzten Monaten durch Spekulation eine Blase gebildet hat, ist höchstens kurzfristig auf fallende Preise zu hoffen, wenn die Blase tatsächlich platzt. Solange es keinen adäquaten Ersatz für Erdöl gibt, wird das schwarze Gold im Prinzip stets teurer werden. Selbst eine Rezession dürfte weniger Auswirkungen auf den Ölpreis haben als nach der Krise von 1973“, NZZ, 7.7.2008
  • Autofahrern drohen Spritpreise von zwei Euro Experten: Weil Rohöl noch deutlich teurer wird ☛ „Die Allianz, Europas größter Finanzkonzern, rechnet in den nächsten zwei Jahren mit einem Anstieg des Ölpreises von derzeit knapp 150 auf mindestens 200 Dollar pro Barrel, wie Vorstandsmitglied Joachim Faber dem Tagesspiegel sagte. Diese Marke, die auch die US-Investmentbank Goldman Sachs jüngst nannte, werde den Preis für einen Liter Superbenzin auf rund zwei Euro treiben, prognostiziert Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin … Auch die Internationale Energie-Agentur (IEA) geht nicht davon aus, dass der Ölpreis absehbar sinkt. ‚Bis 2013 bleibt die Lage am Markt sicher gespannt‘, sagte IEA-Exekutivdirektor Nobuo Tanaka dem ‚Handelsblatt‘“, Der Tagesspiegel, 7.7.2008
  • LOLWir müssen die Illusion aufgeben, Energie sei nur vorübergehend knapp: Peak-Oil macht kreativ ☛ „Denn die schwindenden Ressourcen werden einen enormen Wandel der Industriegesellschaften auslösen. Und dieser Umbau wird nur sozialverträglich ablaufen, wenn wir uns frühzeitig darauf einstellen. Alle langfristigen Entscheidungen sind umgehend daraufhin zu überprüfen, ob sie auch noch richtig sind, wenn der Ölpreis die 200-Dollar-Marke dauerhaft überschreitet“, TAZ, 6.7.2008
  • Es wird wieder mehr gebohrt ☛ “‚Mancher hat mehr Geld reingesteckt, als er rausholen konnte‘, sagt Mason, ein texanischer Bohrturm-Experte, der die Branche seit vielen Jahren kennt … Die Großen konzentrieren sich lieber auf Regionen, in denen mehr zu holen ist, dort, wo Milliarden Barrel Öl im Boden sind: im Golf von Mexiko oder vor der brasilianischen Küste. Aber auch in Afrika und in Australien“; wo bleiben sie denn? (EG), FAZ, 6.7.2008
  • IEA-Experten warnen: Öldruck hält bis 2013 ☛ IEA-Direktor: „Zugleich warnte er die Industrieländer davor, ihre Steuern auf Öl zu senken: ‚Das Preissignal muss ungefiltert den Verbraucher erreichen. Das gibt nötige Anreize, das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch zu entkoppeln‘“, n-tv.de, 5.7.2008
  • Der dritte Ölpreisschock ☛ „Von den rund 3000 Teilnehmern des Welt-Erdöl-Kongresses (WPC) rechnet niemand mittelfristig mit einem sinkenden Ölpreis … Wegen der Finanzkrise hätten sie ihre enormen Gewinne aus der geplatzten US-Immobilienblase in den Rohstoffsektor gesteckt, und vor allem Erdöl sei für sie interessant geworden. Er forderte, die Rohölbörsen besser zu regulieren. ‚Wenn wir den Markt den Spekulanten überlassen, wird dort Panik herrschen‘“; es ist P.O. und Spekulation (EG), Neues Deutschland, 4.7.2008
  • Teure Energie - Der dritte Ölschock ☛ „Die dramatischen Worte zeigen, dass die derzeitige Ölpreisteuerung einen epochalen Einschnitt markiert, möglicherweise fundamentaler noch als die beiden ersten Ölschocks der siebziger Jahre“, SZ, 3.7.2008
  • Talkshow-Fahrgemeinschaft ohne Ziel ☛ „Ölkrise bei Frank Plasberg - bei ‚Hart aber fair‘ wurde über die hohen Benzin- und Energiepreise diskutiert … Hilflos gegenüber der globalen Herausforderung“, Spiegel, 3.7.2008
  • :!:Inflations-Teufelskreis: Europa droht Ölpreisschub durch Zinserhöhung ☛ Manfred Horn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): „Einziger Ausweg aus dem Dilemma: Der Verbrauch muss drastisch sinken. ‚Die Angebotsseite kann den Ölmarkt kurzfristig nicht beeinflussen‘, sagt Experte Horn. Schließlich gebe es nirgendwo einen Hahn, den man einfach nur aufdrehen müsste. ‚Eine Veränderung ist ausschließlich über die Nachfrageseite möglich‘. Das heißt: Erst wenn Bürger und Unternehmen ihren Ölbedarf reduzieren, kann der Preis sinken“, Spiegel, 3.7.2008
  • LOL:!:Experten rufen dritte Ölkrise aus ☛ “‚Wir erleben eindeutig einen dritten Ölschock‘, sagte IEA-Direktor Nobuo Tanaka am Dienstag in Madrid … Doch die Reaktionsmöglichkeiten seien heute beschränkter. Die Energieeffizienz sei bereits deutlich höher und neue Ölquellen immer schwerer zu erschließen“, Handelsblatt, 2.7.2008
  • Nigeria’s oil militants take their fight beyond the delta ☛ „Nigeria, once one of the more reliable of the big oil producers, saw its output fall to 1.5m barrels a day last month – its lowest in 20 years … Nigerian officials insist that big offshore developments due to come onstream shortly will help the industry bounce back and achieve their target of 4m b/d by 2010 … The country already supplies 10 per cent of the world’s liquefied natural gas and Europe is banking on Nigerian supplies to reduce dependence on Russia“, FT, 1.7.2008
  • :!:Energie-Report: Wann geht das Öl aus? ☛ „Ein aktueller Report prognostiziert: Der Ölmarkt bleibt angespannt, doch die Versorgung ist zunächst gesichert. Es existieren Anzeichen, dass dieses Szenario zu optimistisch ist … Andere Experten attestieren der IEA, stets zu optimistische Zahlen vorzulegen, die als Beruhigungspillen für Wirtschaft und Politik gedacht sind. In Wahrheit aber würden sie nur den Mangel kaschieren“, Focus, 1.7.2008
  • Nachfrage-Boom: Energieagentur warnt vor Öl-Verknappung ☛ “‚Spekulation kann kurzfristig einen Einfluss auf Preisbewegungen haben. Die Tatsache, dass praktisch alle Produzenten an der Kapazitätsgrenze arbeiten und dass es keine Anzeichen für ungewöhnliche Lagerbildung gibt, ist aber ein starker Hinweis darauf, dass die gegenwärtigen Ölpreise von den Marktdaten gerechtfertigt sind‘ … Das Angebot wachse auch, aber mit abnehmender Geschwindigkeit. Bis 2010 werde das Angebot jährlich um 2,5 Millionen Barrel am Tag zunehmen. Danach werde das Wachstum aber unter eine Million Barrel sinken. Das sei deutlich weniger als bisher angenommen“, Spiegel, 1.7.2008

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