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Peak Oil: Nachrichten aktuell

2011:

2.Hj.:

  • IEA warnt vor hohen Ölpreisen ☛ „Laut der Internationalen Energie-Agentur belasten die gestiegenen Preise die wirtschaftliche Erholung in Europa. Am schlimmsten seien die Folgen der Verteuerung in den Entwicklungsländern“, WirtschaftsWoche, 16.11.2011
  • IEA warnt vor Preisexplosion bei Rohöl ☛ „Falls die Investitionssumme zwischen 2011 und 2015 um ein Drittel unter den erforderlichen 100 Milliarden Dollar pro Jahr bleiben sollte, könnte auf die Verbraucher auf kurze Sicht ein Preisanstieg auf 150 Dollar pro Barrel zukommen“, Brennstoffspiegel.de, 11.11.2011
  • Preisexplosion droht: Sprit kostet bald zwei Euro ☛ „Eine Studie der Internationalen Energieagentur belegt: Fließen nicht ab sofort 100 Milliarden Dollar jährlich in die krisengebeutelten Regionen in Nordafrika und im Mittleren Osten, explodieren die Ölpreise. Damit könnte Superbenzin bald 2 Euro kosten“, Heute.at, 9.11.2011
  • Oil Could Hit $150 a Barrel in Near Term: IEA ☛ „The agency expects oil demand to rises from 87 million barrels per day (mb/d) in 2010 to 99 mb/d in 2035, with all the net growth coming from the transport sector in emerging economies“, CNBC.com, 9.11.2011
  • Ökos belagern Obama - Proteste gegen XL-Ölpipeline ☛ “…Öl aus den Teersanden in Kanada auf mehr als 2.700 Kilometer Länge bis in die Raffinerieen nach Texas … Demnach soll sie pro Tag 500.000 Barrel eines besonders schweren Öls transportieren, das dafür jedoch unter großem Aufwand extra erhitzt werden muss“, taz, 7.11.2011
  • Putin-Besuch in China: Power-Grinsen im Land des Lächelns ☛ „Auf der anderen Seite will Peking stabile Verhältnisse beim Energienachschub, und die politische Lage im Mittleren Osten finden Pekings Diplomaten alles andere als beruhigend. Da kommt es eigentlich gerade recht, dass eine 900-Kilometer-Pipeline von Skovorodino in der Amur-Region bis ins chinesische Daqing schon seit Anfang des Jahres funktioniert, bis 2030 soll durch sie Rohöl fließen“, Spiegel, 12.10.2011
  • Unaufhaltsam tickt die Erdöluhr ☛ „Noch haben wir alle Handlungsoptionen und vor allem auch alle finanziellen Möglichkeiten, um Veränderungen einzuleiten“; Für immer mehr Staaten schließt sich das energetisch-systemische (nicht-katastrophale) Anpassungs-Zeitfenster (EG), web.de, 6.10.2011
  • Russlands Militär trainiert Verteidigung von Erdöl ☛ „5000 Soldaten und 150 Militärfahrzeuge nehmen an der Übung ‚Zentr 2011‘ in Kapustin Jar im russischen Gebiet Wolgograd teil. Sehen Sie im Video, wie motorisierte Schützen einen Angriff auf das kaspische Öl stoppen“, RIA Novosti, 27.9.2011
  • Airbus-Prognose: 28.000 neue Flieger braucht die Welt ☛ „Die Bevölkerung in Fernost wächst, zieht in Megacitys und will reisen: Das ist der Hauptgrund, warum sich laut Airbus die Zahl der Passagiermaschinen mehr als verdoppeln wird. Rivale Boeing ist noch optimistischer“; plus natürlich noch 1 Mrd. Autos/LKWs/Busse/Motorräder + -boote (EG), FTD, 19.9.2011
  • China will Russlands Erdöl mit Yuan bezahlen ☛ „Russland und China könnten laut dem chinesischen Ökonomen Zhu Chao ihre Nationalwährungen im bilateralen Handel aktiver nutzen … Ein aktiveres Anlocken von chinesischen Investitionen und Technologien könnte diesen Ländern helfen, den negativen Trends der Weltwirtschaft zu widerstehen, so Chao“, RIA Novosti, 18.8.2011
  • Frankreich baut AKW auf dem Meeresboden ☛ „Vor der Küste von Cherbourg in der Normandie soll 2013 die erste Pilotanlage (‚Flexblue‘) errichtet werden … wischen 50 und 250 Megawatt Strom … Verkaufspotenzial von 200 Tauch-AKW in den nächsten 20 Jahren“; Für Militärbasen/Tiefsee-Öl-Gas-Rohstoffe/Teersande/Entsalzung/CtL/Inseln/u.a.Außenposten…(EG), BZ, 5.8.2011
  • Lingen steht auf Breiviks Liste - Norwegischer Attentäter nennt AKW und Raffinerie ☛ „Unter dem Punkt ‚Sabotage-Operationen‘ stellt er unter anderem eine Übersicht europäischer Raffinerien auf – darunter Lingen und Wilhelmshaven. Bei Anschlägen auf Ölraffinerien sei das Ziel, so Breivik, eine wirtschaftliche Kettenreaktion hervorzurufen, um so ein Maximum an Schaden zu erzeugen“, Neue OZ, 1.8.2011

1.Hj.:

  • China will seine Erdölvorräte genau erkunden ☛ „Laut einer Prognose des Ministeriums sollen rund 1,3 Milliarden Tonnen Erdöl im Jahr, etwas mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, gefördert werden (im Jahr 2010 waren es 1,15 Milliarden Tonnen und im Jahr 2009 insgesamt 1,12 Milliarden Tonnen)“, RIA Novosti, 24.6.2011
  • Exclusive: Government to develop Oil Shock Response Plan ☛ „Energy and Climate Change Secretary Chris Huhne yesterday agreed to develop an ‚Oil Shock Response Plan‘, following a meeting with the UK Industry Taskforce on Peak Oil and Energy Security (ITPOES) … Members of the taskforce said they would also explore steps that would need to be taken now to protect the UK economy ‚if we knew that the oil price would soar to $250 in 2014‘“; Schon 150 $/b reichen für Kollaps (EG), businessGreen, 20.5.2011
  • Kubas Öl-Fieber bringt Obama in Bedrängnis ☛ „Die kubanische Regierung treibt ihre Wirtschaftsreformen voran und will vor der Küste nach Öl suchen. Ausgerechnet im Golf von Mexiko soll gebohrt werden. Für Firmen aus den USA gilt dort ein Förderstopp - nun ärgern sie sich, dass die Kommunisten ihnen Geschäfte wegschnappen könnten“, Spiegel, 18.5.2011
  • Norwegen unterstützt Kuba bei geplanten Öl-Explorationen ☛ „Laut Fidel Ilizastigui Perez, Beamter des kubanischen Amtes für Umwelt und Reaktorsicherheit, nehmen kubanische Spezialisten seit Monaten an Lehrgängen zur Umsetzung der Sicherheitstechnik in der Ölindustrie in Großbritannien und den Vereinigten Staaten teil. Norwegen wird die kommunistische Insel bei der Ausbildung von Personal für die geplante Ölförderung nun ebenfalls unterstützen“, latina-press.com, 18.5.2011
  • Ölpest im Mittelmeer: Gibraltars geleugnete Katastrophe ☛ „Die Küste Südspaniens erlebt eine schleichende Ölpest: Von einer gigantischen Tankstelle für Schiffe vor Gibraltar schwappt unentwegt Öl ins Meer. Jetzt wurden schlimme gesundheitliche Folgen für Anwohner bekannt - trotzdem wollen Behörden noch mehr Schiffe zum Auftanken anlocken“, Spiegel, 17.5.2011
  • Peak Oil wurde 2006 erreicht! ☛ „In einem Interview mit dem TV-Sender ABC1 sagte Fatih Birol, der Chefökonom der Internationalen Energieagentur, dass der Peak Oil bereits im Jahr 2006 erreicht wurde“, oekonews.at, 4.5.2011
  • IEA Economist Warns About Oil ☛ “‚We are in the danger zone now with prices and how the economy is responding‘, said Fatih Birol, head economist at the Paris-based group that represents major oil consumers“, WSJ, 29.4.2011
  • :!:Age of cheap fuel is over: IEA ☛ „But IEA chief economist Fatih Birol says the world’s crude oil production peaked in 2006 … The IEA says governments around the world need to rethink their reliance on oil“, Audio: , ABC/.au, 28.4.2011
  • Winfried Kretschmann: "Weniger Autos sind besser als mehr" ☛ „»Weniger Autos sind natürlich besser als mehr. Wir müssen in Zukunft Mobilitätskonzepte verkaufen und nicht nur Autos« … »Wir müssen zeigen: Wohlstand ist möglich, ohne Lebensgrundlagen zu zerstören. Darin besteht unsere spezielle Verantwortung…«“; z.B. die sehr endlichen Lebensgrundlagen Erdöl, Erdgas, mineralische Rohstoffe (EG), Stuttgarter Zeitung, 24.4.2011
  • Ölvorräten droht niedrigster Stand seit fünf Jahren ☛ „Sorgenvoll betracht die Internationale Engergieagentur die jüngste Hausse beim Ölpreis. Die IEA warnt vor schweren Folgen für die Weltwirtschaft. Nach Einschätzung der Organisation gibt es womöglich bald Versorgungsengpässe“; ⇒ …durch sehr hohe Preise! (EG), FTD, 12.4.2011
  • Frankreich bestraft Ölindustrie für hohe Spritpreise - Sondersteuer ☛ „Paris fordert von der Branche eine Sonderabgabe. Mit den 115 Mio. Euro sollen mehr als sechs Millionen Franzosen für die hohen Benzinkosten entschädigt werden. Finanzministerin Lagarde kämpft auch auf internationaler Ebene gegen die anziehenden Rohstoffpreise“, FTD, 11.4.2011
  • IMF: ‘Increased Scarcity’ Ahead for Oil Markets ☛ „In a nod to analysts who say global oil production will soon peak or has already started declining, the IMF report acknowledged that maturing oil fields will limit some producers’ ability to add new production capacity“, WSJ, 7.4.2011
  • Ölpreishausse: Brent steigt auf 30-Monats-Hoch ☛ „Die Verunsicherung über die Lage in den ölproduzierenden arabischen Ländern treibt den Ölpreis in Richtung der 120-Dollar-Marke … Ahmadinedschad spricht von 150 Dollar pro Barrel“, FTD, 4.4.2011
  • Energiestrategie: Obama will Ölimporte um ein Drittel kürzen ☛ „US-Präsident Obama will sein Land unabhängiger von ausländischem Öl machen. Er will die Importe um ein Drittel drosseln … Die Menge des importierten Öls solle von elf Millionen Barrel (je 159 Liter) auf rund 7,3 Millionen schrumpfen, sagte Obama. Ein konkretes Datum, wann dieser Wert erreicht werden soll, nannte er nicht“; 35 Jahre US-Öl-Moral-Blase/-Strategie (EG), Spiegel, 30.3.2011
  • Ölpreisrally: Russland schwimmt in Petrodollars ☛ „Der Anstieg des Ölpreises durch die Revolutionen in Nordafrika lassen Russlands Kassen überquellen. Das Geld ist bereits für staatliche Wohltaten verplant. Der Reformeifer des Landes droht zu erlahmen“, FTD, 10.3.2011
  • EU will Benzin-Autos aus Städten verbannen ☛ „Deutschlands Regierung muss sich wegen des E10-Debakels rechtfertigen - die EU-Kommission dagegen plant weitreichende Regeln für den Straßenverkehr: Laut einem Zeitungsbericht will sie bis 2050 Autos mit Verbrennungsmotoren komplett aus den Innenstädten verbannen“; 20 Jahre nach der Erdöl-Bezahlbarkeit! Politik-Verweigerung! (EG), Spiegel, 8.3.2011
  • Ölpreis über 100 Dollar: Airlines kriegen die Kerosin-Krise ☛ „Gerade hatten sie sich von der Wirtschaftsflaute und den Folgen des Vulkanausbruchs in Island erholt, da macht das teure Öl den Fluglinien weltweit große Sorgen. Die gesamte Branche streicht ihre Gewinnerwartungen zusammen“, FTD, 4.3.2011
  • Ölpreisschock bringt die Krise zurück ☛ „Eine Faustregel besagt, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn Dollar das Wachstum der Länder, die Öl importieren müssen, in den folgenden vier Quartalen um 0,5 Prozentpunkte verringert“, Welt, 3.3.2011
  • Ölpreis-Hoch: Energieagentur fürchtet um Europas Aufschwung ☛ „Der steigende Ölpreis verleitet immer mehr Marktbeobachter zu düsteren Prognosen: Die Luftfahrtbranche fürchtet, dass sich ihre Gewinne im laufenden Jahr halbieren. Die internationale Energieagentur sieht Europas Aufschwung bedroht“, Spiegel, 2.3.2011
  • Aufruhr in Nordafrika: Westen hält Ölreserven bereit ☛ “‚Falls sich die Notwendigkeit ergibt, verfügen wir über substanzielle Vorräte‘, sagte der Chefökonom. Sie seien mehr als ausreichend, um die frühere Produktion Libyens von 1,6 Millionen Barrel täglich auszugleichen. ‚Wir können täglich zwei Millionen Barrel auf den Markt bringen, und das zwei Jahre lang ununterbrochen‘“, FTD, 2.3.2011
  • Ölimport: Lieferverzögerungen erhöhen Kosten (Libyen) ☛ „Der Mineralölwirtschaftsverband in Deutschland sieht wegen der Lage in Libyen keine Lieferengpässe entstehen. ‚Vergangenes Jahr war das Land zwar der fünftwichtigste Lieferant für Deutschland, doch selbst ein Ausfall Libyens könne von anderen Ländern wie Russland ausgeglichen werden‘, sagte eine Sprecherin“, FAZ, 2.3.2011
  • Kostet das Benzin bald zwei Euro? ☛ „Mit dem Ölpreis steigen auch die Benzinpreise an der Tankstelle. Internetseiten und iPhone-Apps helfen beim Preisvergleich. Zudem gibt es noch andere Möglichkeiten Sprit zu sparen“, FAZ, 27.2.2011 ( )
  • Sorgen am Ölmarkt - Goldman warnt ☛ „Die Ölpreise kennen auch am Donnerstag kein Halten. Nordsee-Öl der Sorte Brent verteuerte sich bis auf fast 120 Dollar … Nach Reuters-Berechnungen ist die libysche Ölförderung als Folge der Proteste gegen die Regierung von Muammar Gaddafi um mindestens 400.000 Barrel pro Tag zurückgegangen. Vor der Krise förderte das nordafrikanische Land rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag und damit knapp zwei Prozent der weltweiten Förderung“, beorse.ARD.de, 24.2.2011
  • Golf von Mexiko: Zahl toter Delfinjungen steigt dramatisch ☛ „Am Golf von Mexiko finden Forscher derzeit rund zehnmal so viele tote Delfinjunge wie üblich. Obduktionen sollen jetzt klären, woran die Tiere gestorben sind. Die Experten vermuten einen Zusammenhang mit der Ölkatastrophe des vergangenen Jahres“, Spiegel, 23.2.2011
  • Boom in der Autobranche - Daimler und VW schaffen Tausende Arbeitsplätze ☛ „Die Autokonzerne verzeichnen Milliardengewinne - und stellen neue Mitarbeiter ein. Bei Daimler sollen 10.000 Jobs geschaffen werden, davon knapp die Hälfte in Deutschland. Volkswagen übernimmt mehr als 2000 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft“; Deutscher Endsieg-Wahn (EG), Spiegel, 23.2.2011
  • Teures Öl gefährdet den Aufschwung ☛ “…HWWI-Konjunkturchef Michael Bräuninger. ‚Unter einem hohen Ölpreis würde der Welthandel erheblich leiden. Er wird die Wachstumsraten weltweit bremsen‘ … Auch der IW-Experte Bardt erwartet höhere Preise: ‚Einen Ölpreis von knapp 150 Dollar, wie er kurzzeitig im Jahr 2008 erreicht wurde, werden wir in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts häufiger sehen‘“; Dieses Mal schon deutlich vor 150 $/b 100%ige Gewissheit für weltweiten Konjunktur- und Stabilitäts-Kollaps! (EG), Hamburger Abendblatt, 23.2.2011
  • Dieselpreis auf Zwei-Jahres-Hoch - Libyen-Krise verteuert das Tanken ☛ „Deutscher Wirtschaft drohen Zusatzkosten in Milliardenhöhe … Bleibt der Ölpreis im Jahresschnitt auf seinem aktuellen Niveau, wäre das ein Anstieg von 30 Prozent verglichen mit 2010 … Verharre der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau, wären das im Gesamtjahr rund 15 Milliarden Euro Mehrkosten“, Spiegel, 23.2.2011
  • Erdbeben in Neuseeland - Ein Ruck wie im Rennwagen ☛ „Neuseelands Gebäude galten als erdbebensicher - wie also konnte es zur Katastrophe von Christchurch kommen, bei der mindestens 65 Menschen starben? Wissenschaftler müssen Fehler einräumen, der Untergrund nahe der Stadt scheint zersprungen wie eine kaputte Glasscheibe. Droht nun ein Dominoeffekt?“; Öl-/Kohleressourcen, CCS, Seltene Erden, Geothermie, Erdbeben - Wir haben ein Geologie-/Geologen- und Technologen-Problem (EG), Spiegel, 22.2.2011
  • Brüderle: Libyen-Krise keine Gefahr für Ölnachschub ☛ „«Unsere Versorgungssicherheit ist gewährleistet», betonte Brüderle. Ein Problem sei eher, dass es «Preisauftriebtendenzen» gebe. Er glaube aber nicht, dass steigende Energiepreise das Wirtschaftswachstum in Deutschland bremsen könnten“, SZ, 22.2.2011
  • Libyen-Krise macht Ölexporteure und -importeure nervös ☛ „Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) Nobuo Tanaka schließt bei anhaltend hohen Ölpreisen über 100 Dollar je Barrel eine Finanzkrise wie 2008 nicht aus“; Ölverteuerung als Ur-Sache von Finanz- und Wirtschaftskrisen! (EG), Reuters Deutschland, 22.2.2011
  • Oil over $100 in '11 may trigger '08 repeat - IEA ☛ „»We are very much concerned about the situation, it’s a risk to the stable supply of oil«, Tanaka told … »If $100 continues through 2011, we call it the oil burden, this will create the same level of crisis as in 2008«, Tanaka added…“; Warum fehlten die jahrelang zu teuren aber wirtschaftsgrundlegenden Öl- und Rohstoffpreise bei fast allen Analysen zur 2007-2009er Weltkrise??! (EG), Reuters.com, 22.2.2011
  • Ölpreis erstmals seit 2008 wieder über 100 Dollar ☛ „Das Öl aus den Staaten der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) kostete erstmals seit 2008 im Schnitt wieder mehr als 100 Dollar und erreichte im Tagesschnitt einen Preis von 100,59 Dollar … Die Nordsee-Sorte Brent kostete in London am Dienstagmorgen 106,95 Dollar, während West Texas Intermediate in Nordamerika 92,65 Dollar kostete“, donaukurier.de, 22.2.2011
  • Krise in Libyen bedroht Ölversorgung Deutschlands ☛ „2010 flossen 6,6 Millionen Tonnen aus Libyen in die Bundesrepublik … Libysches Öl gilt es sehr hochwertig, viel davon wird nach Europa exportiert. Libyen exportiert etwa eine Million Barrel pro Tag“, Focus, 22.2.2011
  • Libyen ist zweitwichtigster Öl-Lieferant für Österreich ☛ „Rund ein Fünftel der heimischen Rohölimporte stammten 2010 aus dem nordafrikanischen Land. Einen Lieferengpass bedeutet das jedoch nicht. Öllieferanten können vergleichsweise einfach ausgetauscht werden“, Die Presse.com, 22.2.2011
  • Angst ums Öl ☛ „Das nordafrikanische Land fördert rund 1,6 Millionen Barrel am Tag, 1,1 Millionen davon werden exportiert. Wegen der Unruhen fiel die Förderung um geschätzte 100 000 Barrel am Tag, also sechs Prozent der Gesamtproduktion“, Tagesspiegel, 22.2.2011
  • Drohende Produktionsausfälle in Libyen treiben Ölpreise ☛ „Ein Analyst führt die steigenden Ölpreise darauf zurück, dass Investoren durch die Gewalt in Libyen zunehmend verunsichert sind. Ein einflussreicher libyischer Stammesführer hatte damit gedroht, die Öllieferungen in den Westen binnen 24 Stunden einzustellen, sollte die Gewalt gegen die Aufständischen nicht aufhören“, Die Presse.com, 22.2.2011
  • Anhaltende Unruhen legen Wirtschaft lahm ☛ „Internationale Unternehmen ordern ihre Belegschaften zurück, Baustellen werden geplündert und die Ölproduktion wird beeinträchtigt … Unter den deutschen Öl-Lieferländern stand es 2010 mit 7,3 Millionen Tonnen an fünfter Stelle, hinter Kasachstan und vor Nigeria. Wegen der diversifizierten Lieferstruktur betrug der libysche Anteil an der deutschen Ölversorgung aber nur 8 Prozen“, FAZ, 22.2.2011
  • Aufstand in Libyen bedroht weltweite Ölversorgung ☛ „Experten befürchten einen Flächenbrand in den Öl-Staaten … Die BASFKonzerntochter Wintershall besitzt in Libyen acht Ölfelder … Die Konzerntochter Wintershall produziert in Libyen pro Tag bis zu 100.000 Barrel Öl … Im Jahr 2009 hat die EU 60,2 Megatonnen Rohöl von Libyen importiert, das entsprach nur einem Zehntel der gesamten Öleinfuhren“, Welt, 21.2.2011
  • Unruhen in Nordafrika - Ölkonzerne fliehen aus Libyen ☛ „Die blutigen Proteste schlagen voll auf die Wirtschaft des Landes durch. Ausländische Unternehmen verlassen fluchtartig Libyen. Angeblich brennt ein Regierungsgebäude - und der Ölpreis schnellt in die Höhe“, FTD, 21.2.2011
  • Revolte gegen Gaddafi - Libyens Araberstämme drohen mit Ölförderstopp ☛ “‚Flüsse voller Blut werden fließen‘, droht Diktatorensohn Saif al-Islam Gaddafi: Libyens Herrschersippe bereitet sich auf einen Kampf um Leben und Tod vor. Mehrere mächtige Stämme haben sich bereits gegen den Despoten erhoben - sie drohen, den Ölexport zu unterbrechen“, Spiegel, 21.2.2011
  • Gaddafi-Sohn droht mit Kampf bis zum letzten Mann ☛ „Das brutale Vorgehen gegen die Demonstranten könnte sich zudem auf die Ölwirtschaft des Landes auswirken. Der Führer des Al-Suwaija-Stamms im Osten des Landes drohte am Sonntag damit, die Ölexporte in westliche Länder zu stoppen, wenn das Regime die ‚Unterdrückung der Protestler‘ nicht beende, berichtete al-Dschasira“, Spiegel, 21.2.2011
  • EU-Kommission: Unruhen in Libyen sind keine Gefahr für Ölversorgung ☛ “‚Falls die Öllieferungen von Libyen in die EU unterbrochen würden, hätte dies nur kurzfristige, aber keine andauernden oder bedeutenden Auswirkungen auf die Versorgungsbilanz‘, sagte die Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger … Am stärksten sei Italien von libyschem Öl abhängig, dort liege der Anteil bei einem Viertel aller Öleinfuhren. Deutschland belege mit einem Anteil von neun Prozent den vierten Platz in der EU“, swissinfo.ch, 21.2.2011
  • "Privatbesuche" unter Freunden ☛ „Die Klagenfurt-Tripolis-Connection: Unter Jörg Haider intensivierte die FPÖ ihre Kontakte nach Libyen. Der Politiker war auch mit Gaddafis Sohn Saif al-Islam befreundet. Fiel dabei auch Geld für die Partei ab?“, Die Presse.com, 21.2.2011
  • Appetitlose Mikroben - Ölabbau im Golf von Mexiko langsamer als gedacht ☛ „Das im vergangenen Jahr nach der Explosion einer Bohrinsel im Golf von Mexiko ausgetretene Öl liegt weiter auf dem Grund des Meeres. Das Öl sei nicht wie erhofft von Mikroben abgebaut worden. Experten widersprechen damit den Einschätzungen des Konzern BP“, Spiegel, 20.2.2011
  • Energie: Shell warnt vor dem „Weiter-so“ ☛ „Der Weltkonzern, der vom Verkauf von Energie lebt, spricht wörtlich von einer ‚Mäßigung der Nachfrage‘ und den ‚Grenzen‘, die ‚dem Wachstum‘ mancher Energieträger gesetzt seien“; Im Kern allerdings krasse Verharmlosung der Peak-Problematiken (EG), Die Presse.com, 16.2.2011 ( , )
  • Chinas Energiehunger gefährdet Ölversorgung - Weltweiter Engpass (Shell) ☛ „Und zieht folgendes Fazit: ‚Diese Kluft - der Bereich der Ungewissheit - muss durch eine Kombination einer außerordentlichen Mäßigung der Nachfrage und einer außergewöhnlichen Steigerung der Produktion geschlossen werden‘“; Sollte man unersetzliche endliche Rohstoffe nicht außerordentlich strecken?! (EG), derStandard.at, 16.2.2011
  • Brent-Öl: Eine Mücke mit der Bedeutung eines Elefanten ☛ „Der Ölmarkt spielt verrückt: Während Nordsee-Öl immer teurer wird, quellen in den USA die Lager über. Als Folge ist die Preisdifferenz zwischen den Ölpreisen beider Fördergebiete so hoch wie nie zuvor“, boerse.ARD.de, 16.2.2011
  • "Schwarzes Jahr für die Kommunen" (Verschuldung) ☛ „Das kräftige Wachstum in Deutschland kommt bei den Kommunen nicht an und hat ihnen 2010 ein Defizit von fast 10 Milliarden Euro beschert“; Seit der ‚1.Ölkrise‘ von 1974 finanziert sich Deutschland seinen Wohlstand durch Verschuldungswachstum (EG), Telepolis, 14.2.2011
  • Ölhahn bleibt offen (Suezkanal) ☛ „Der Suezkanal spielt nach Angaben der IEA keine unverzichtbare Rolle für Europas Energieversorgung … Weniger als ein Prozent der weltweiten Förderung habe in den letzten Jahren den Suezkanal passiert“; ? 1,8 mbd Pipeline + 1,8 mbd Tanker = eher 3 % des globalen Verbrauchs (EG), Telepolis, 11.2.2011
  • Global warming targets almost out of reach: IEA ☛ „When it comes to Canada’s oilsands, Birol said they will have an important role to play in helping diversify the world’s dependence away from the Middle East for oil. Despite the criticism of the environmental impact of the oil sands, Birol said increasing output to 3-million barrels a day would only boost Carbon Dioxide emissions by 0.1%, the equivalent of one and a half days of China’s emissions“; global marginale Bedeutung (EG), Toronto Sun, 8.2.2011
  • China - Auf dem Weg zur Seefahrermacht ☛ „China wird dank der eisfreien Nordostpassage zum Wirtschaftsfaktor in der Arktis … Peking hat sich für die Schifffahrtsperiode 2011 bereits elf von bisher 15 vergebenen Verträgen über Frachter- und Tankerfahrten entlang der russischen Nordküste gesichert … Chinas Absicht, wachsende Mengen Rohöl und Flüssiggas aus Nordrussland anzukaufen, betrifft letztlich auch die Versorgung Westeuropas. Eisfeste 100.000-Tonnen-Tanker sind auf dieser Route schon im Einsatz … bis 2020 eine Verzehnfachung des Schiffsverkehrs auf der Eismeer-Route“, FR, 2.2.2011
  • Revolution in Ägypten: Ölkurs steigt ☛ „Die Unruhen werfen das Land…wirtschaftlich um zehn Jahre zurück. Viele Firmen ziehen Kapital und Mitarbeiter aus Ägypten ab … Die Wirtschaft müsste um zehn Prozent wachsen, um die Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen … Etwa 700 österreichische Firmen sind in Ägypten tätig … den 192 Kilometer langen Suez-Kanal, die kürzeste Verbindung zwischen Europa und Asien. Durch ihn werden jeden Tag 2,4 Mio. Barrel Öl transportiert“, Die Presse.com, 1.2.2011
  • Ölriese Exxon verdient 84 Millionen Dollar pro Tag ☛ „Die weltweit größte börsennotierte Firma hat im vergangenen Jahr mehr als 30 Milliarden Dollar verdient - allein im Schlussquartal waren es 9,3 Milliarden … Als Hauptfaktor am Ölmarkt nannten Händler die anhaltenden Unruhen in Ägypten“; hochprofitable Aufstandskrisen (EG), Spiegel, 31.1.2011
  • Gefahr für das Nadelöhr Sueskanal - Strategischer Transportweg ☛ „Rund 21.000 Schiffe passieren die 193 Kilometer lange künstliche Wasserstraße jährlich … Rennstrecke des Welthandels zwischen Europa und Asien … Mit Einnahmen von 4,77 Mrd. Dollar im Jahr 2010 trägt die staatliche Suez Canal Authority maßgeblich zu den Deviseneinnahmen Ägyptens bei. Die Reeder zahlen 200.000 Dollar und mehr für die Durchfahrt eines Schiffes“, FTD, 31.1.2011
  • Zukunftsforscher: EU als Versuchsstation gegen "Weltuntergang" (J.Rifkin) ☛ „Die zweite Grundannahme Rifkins ist ‚Peak Oil‘ - die bis vor kurzem bewitzelte Meinung, dass der Produktionshöhepunkt bei Erdöl, das 40 Prozent der weltweiten Primärenergie stellt, bereits hinter uns liegt. Die Folge: Auf der aktuellen Energie-Versorgungsbasis ist kein (echtes) Wachstum mehr möglich“, derStandard.at, 26.1.2011
  • Chemiegigant rüstet sich für Abschied vom Öl ☛ „Dupont übernimmt für 6,3 Milliarden US-Dollar den dänischen Enzym-Hersteller Danisco … Ihre Hoffnung: Mit der Hilfe von Enzymen künftig statt Öl pflanzliche Rohstoffe für die Herstellung ihrer Produkte zu verwenden … Kritiker warnen, dass zur Herstellung dieser Produkte große Mengen Getreide benötigt würden, die dann in der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmittel fehlten“, FR, 10.1.2011
  • Teurer Nachschlag - Heizkosten steigen bis zu 50 Prozent ☛ „Ein eisiger Januar und ein kalter Dezember haben den Wärmeverbrauch der Bundesbürger um mindestens zwanzig Prozent gesteigert. Besonders hart treffen Nachzahlungen von bis zu 50 Prozent die Besitzer von Ölheizungen“, FR, 6.1.2011
  • Russland beliefert China über neue Mega-Pipeline - Ölversorgung ☛ „Bislang wurde russisches Öl per Bahn nach China gebracht. Doch nun gibt es die neue Pipeline Eastern Siberia - Pacific Ocean. Sie soll eines Tages 4070 Kilometer messen - und damit die längste der Welt werden … Mit der Umstellung will Russland auch das Volumen deutlich erhöhen und künftig China, Japan und Südkorea bis vor die Haustür beliefern“; Wiki: , FTD, 2.1.2011
  • Russland pumpt erstmals Öl nach China ☛ „Für Ministerpräsident Wladimir Putin ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zurück zu Großmacht und weltpolitischen Einfluss, den er seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vermisst. Putin will auch Russlands Abhängigkeit von europäischen Abnehmern verringern. Früheren Angaben zufolge ist die gelieferte Öl-Sorte schwefelarm und macht so die Weiterverarbeitung in Raffinerien billiger“, Handelsblatt, 1.1.2011

2010:

4.Q.:

  • Öl wird knapper, Benzin teurer ☛ “‚Am Ölmarkt dürfte sich die Angebotslage zwar im Jahresverlauf etwas einengen, aber im historischen Vergleich bleiben die frei verfügbaren Kapazitäten der Opec hoch und rechtfertigen Preise deutlich über 90 Dollar je Barrel nicht‘, heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank … ‚Die Ölpreise werden durch die kalte Witterung abgesichert‘, sagt Gayle Berry von Barclays Capital“, Handelsblatt, 22.12.2010
  • 28 Tote bei Explosion von Öl-Pipeline in Mexiko ☛ „Behörden und Pipeline-Betreiber vermuten, dass Öl-Diebe die Leitung anzapften … Bei dem Unglück wurden 32 Häuser zerstört und 83 beschädigt. Autos am Straßenrand explodierten. Straßenzüge standen lichterloh in Flammen“, FTD, 20.12.2010
  • Lufthansa Cargo will Flotte ausbauen - Frachtzuwachs erwartet ☛ „Die Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo will nach ihrem tiefen Fall und dem Aufstieg nach der Krise ihre Flotte deutlich vergrößern … Für die kommenden anderthalb Jahrzehnte erwartet der Manager, dass der Markt für Luftfracht weltweit im Schnitt um 4,6 Prozent pro Jahr wächst“; Die 3.Ölkrise von 2005-2008 und Peak Oil verdrängend (EG), Handelsblatt, 30.11.2010
  • Produktionspläne: Airbus will 800 A380 in die Luft schicken ☛ „Die A380 sei ein Flugzeug, das für die nächsten 40 bis 50 Jahre entwickelt worden sei. Er rechne fest damit, dass in diesem Zeitraum »über 700, 800 Flugzeuge« verkauft würden“; Das letzte hochwertige Erdöl mittels Massentourismus in die Atmosphäre verballern? (EG), Handelsblatt, 26.11.2010
  • Experten: Dieser Winter wird klirrend kalt - Wegen Öl-Katastrophe? ☛ „Ist BP schuld? Vor einem Jahrtausend-Winter warnt sogar der russische Meteorologe Wadim Zawotschenkow. Er bezieht sich auf Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko durch Öl-Multi BP. Seine These: Durch den Einsatz der Chemikalie Corexit habe sich der Golfstrom verändert. Statt Richtung Nordeuropa fliesse das warme Wasser jetzt nach Grönland. Die Konsequenz für uns: Temperaturen wie im Kühlschrank“, Blick.ch, 28.11.2010
  • Oettinger hält Peak-Oil für überschritten ☛ „EU-Energiekommissar Günther Oettinger glaubt nicht, dass die weltweit geförderte Menge an Öl in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. »Der Peak in Öl ist vermutlich überschritten«, sagte er gestern bei der Präsentation der EU-Energiestrategie bis 2020“, Brennstoffspiegel.de, 11.11.2010 ( )
  • Global oil availability has peaked - EU energy chief ☛ „The availability of oil worldwide has already peaked, the European Union’s energy chief Guenther Oettinger said on Wednesday“; Nachrichtenzensur der dt. Presseagenturen und -verlage (EG), Reuters.com, 10.11.2010
  • FED öffnet Geldhahn: China will währungs­politischen Schutzwall ☛ „Die staatliche Denkfabrik Chinese Academy of Social Siences befürchtet einen steigenden Inflationsdruck durch die lockere Geldpolitik der Fed. »Das wird für Abwertungsdruck auf den Dollar sorgen, was wiederum die weltweiten Rohstoffpreise nach oben treibt, darunter Öl«, sagte Ökonom Wang Zihong. Damit drohe auf Rohstoff-Einfuhren angewiesenen Ländern wie China eine importierte Inflation“, derStandard.at, 4.11.2010
  • Weniger Öl im Norden Alaskas als angenommen ☛ „Auf der Basis neuer Daten geht die Behörde USGS (US Geological Survey) nun davon aus, dass es in dem Gebiet lediglich 896 Millionen Fass Öl gibt - in einer Schätzung aus dem Jahr 2002 war noch von 10,6 Milliarden Fass die Rede“, Basler Zeitung, 27.10.2010
  • Schneit uns der härteste Winter seit 100 Jahren ins Land? ☛ „Ursache soll eine Störung des Golfstroms durch die Ölkatastrophe vor Florida sein … »Um das Öl aufzusaugen, hat BP mehr als 7,5 Millionen Liter der Chemikalie Corexit ins Meer geschüttet«, so Meteorologe Dominik Jung. »Das könnte ein Grund sein, warum der Golfstrom nicht mehr gleichmäßig fließt und am äußeren Küstenabschnitt von North Carolina (USA) regelrecht auseinanderbricht«“, Bild.de, 24.10.2010

3.Q.:

  • Moskau und Peking weiten Partnerschaft aus: Russische Öl-Pipeline nach China ist fertig ☛ „Beide Seiten unterschrieben mehr als ein Dutzend Abkommen unter anderem zur Ausweitung der Kooperation im Energiesektor, im Atom- und Bankenbereich und zum Kampf gegen ‚Terrorismus, Separatismus und Extremismus‘ … Vereinbart sind 15 Millionen Tonnen Öl im Jahr, doch hält die russische Seite auch eine Verdoppelung auf 30 Millionen Tonnen für möglich“, tagesschau.de, 27.9.2010
  • OPEC bleibt auch mit 50 mächtig ☛ „Innerhalb von sechs Jahren könnte der kriegszerrüttete Irak seine Produktion von derzeit 2,5 Millionen Fass auf bis zu zwölf Millionen Fass pro Tag erhöhen - und damit zum zweitgrössten OPEC-Ölförderland hinter Saudi-Arabien aufsteigen“, TagesAnzeiger.ch, 12.9.2010
  • Russland und die OPEC: Ein Vertrag ohne Ehe ☛ „Die „Erdöl-Kriege“ zwischen Russland und der OPEC haben einem Aufeinander-Zugehen über ein dünnes Seil Platz gemacht … Moskau schlägt ebenso vor, andere Produzenten wie Kasachstan, Aserbaidschan, Norwegen und Brasilien zur Koordination der Positionen am Erdöl-Weltmarkt mit heranzuziehen“, Stimme Russlands, 10.9.2010
  • 'Floating Chernobyls' to hit the high seas ☛ „Russia has been planning floating reactors for quite some time, but reached a recent milestone when the hull of the Akademik Lomonosov was launched into the Baltic Sea … The floating reactor should be ready late in 2012 and it will have the capacity to produce 80 megawatts of electricity … Mr Ayliffe also pointed out that a major proposed use of the Russian reactor is to help explore for oil in remote areas … Despite the benefits, concern remains that these new plants will be a magnet for terrorists or pirates“, Telegraph, 6.9.2010
  • Studie sieht düstere Zukunft auf Energiemarkt (Bundeswehr) ☛ „Deutschland verliert seine wirtschaftliche Bedeutung, humanitäre Krisen nehmen zu. Das sagen Forscher der Bundeswehr, weil das Erdöl knapp wird. Nach einer Studie ist in diesem Jahr der Höhepunkt der weltweiten Erdölförderung, der so genannte Peak Oil, erreicht … Was bedeutet der Peak Oil für die Weltwirtschaft? … Wie lauten die Empfehlungen? “, Der Westen, 3.9.2010
  • Öl-Versorgungsprobleme: Bundeswehr schlägt Alarm ☛ „Eine Studie der Bundeswehr sieht durch die drohende Öl-Knappheit eine Gefahr für die Europäische Union und die Nato … EnergyComment-Chef Steffen Bukold weist dagegen zurecht darauf hin, dass ‚wir im 21. Jahrhundert alle in einem Boot sitzen‘. Denn den Auswirkungen einer globalen Ölknappheit kann sich angesichts der eng verflochtenen Weltwirtschaft keiner entziehen“, FR, 1.9.2010
  • Golf von Mexiko: Neue Bakterienart vertilgt Golf-Öl ☛ „Erfreuliche Nachrichten: Eine bisher unbekannte Mikrobenart scheint die riesige Ölwolke ziemlich schnell abzubauen - das Besondere der Bakterien: Sie brauchen für ihren Job nur wenig Sauerstoff … Forscher um Terry Hazen vom Berkeley National Laboratory in Kalifornien hatten zwischen dem 25. Mai und dem 2. Juni an 17 verschiedenen Stellen der unterseeischen Ölwolke 200 Wasserproben genommen und danach mittels avancierter gentechnischer Methoden ausgewertet“, derStandard.at, 25.8.2010
  • Golf von Mexiko: Mikroben vertilgen Öl im Eiltempo ☛ „Wie konnte ein großer Teil des Öls im Golf von Mexiko offenbar so schnell verschwinden? Forscher präsentieren jetzt eine Erklärung: Eine bisher unbekannte Bakterienart hat enormen Appetit auf das Öl - und eine besondere Fähigkeit … Mittels moderner gentechnischer Methoden untersuchte das Team nach ölabbauenden Mikroorganismen“; künstliche Gen-Trojaner? (EG), Spiegel, 25.8.2010
  • Ölpest in Dalian: Chinas verheimlichte Katastrophe ☛ „Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit kämpft China mit einer riesigen Ölpest. Behörden verschleiern das Ausmaß, der Ölkonzern feiert den Sieg über die Katastrophe - während Helfer in Dalian noch die klebrige Flut mit Strohballen abzuschöpfen versuchen“, Spiegel, 17.8.2010
  • Matthew Simmons, Noted Energy Banker, Dies at 67 ☛ „Mr. Simmons, however, found himself in some hot water with Simmons & Company International in early June after he told Fortune magazine that BP would probably need to declare bankruptcy because of the oil leak in the Gulf of Mexico. BP severed its relationship with the company after Mr. Simmons made the controversial comments. Simmons & Company distanced itself from Mr. Simmons’s comments, and it announced in mid-June that said Mr. Simmons had stepped down as chairman and left the company“, NYT, 9.8.2010
  • 1943 -- MATT SIMMONS -- 2010 ☛ „Energy insider issued wake-up call … Financier believed world was near peak oil production“, Houston Chronicle, 9.8.2010
  • Natural oil-eating bacteria to clean up the Gulf? ☛ „Professors Eugene Rosenberg and Eliora Ron from Tel Aviv University’s Department of Molecular Microbiology and Biotechnology say that a unique, sea-borne, oil-eating bacteria can be used to help clean oil out of hard-to-reach places like under rocks and sand“, Natural News.com, 5.8.2010
  • Bohrloch zu – viele Fragen offen ☛ „BP-Ingenieure haben das Bohrloch im Golf von Mexiko vorerst verschlossen. Jetzt beginnt die Diskussion über die Folgen aus der Ölkatastrophe“, Neues Deutschland, 5.8.2010
  • Peak Oil: Wird das Öl früher als erwartet knapp? ☛ „Schon für das Jahr 2013 prognostizieren Experten einen dramatischen Öl-Engpass … Zu dem Ergebnis kommt die britische Denkfabrik Chatham House in einer Studie für eine der angesehensten Institutionen der Londoner City, den Versicherungsmarkt Lloyd’s“, WirtschaftsWoche, 2.8.2010
  • Big Oil und die vergessenen Lecks ☛ „BP hat eine Stahlglocke über dem Leck im Golf von Mexiko platziert und meldet erstmals einen Etappensieg im Kampf gegen die Ölpest. Unterdessen laufen weltweit große Mengen Öl und Gas unkontrolliert aus - und vergiften seit Jahren die Umwelt, weil sich kaum jemand für diese Lecks interessiert“, manager magazin, 16.7.2010
  • Kontroverses Bohrprojekt: Ölsuche vor Grönland empört Umweltschützer ☛ „Während die Welt über die Gefahr der Offshore-Ölförderung diskutiert, sucht eine britische Firma vor der Küste Grönlands nach neuen Lagerstätten. Die Bohrungen in der tauenden Arktis empören Ökoaktivisten … Dabei waren im Golf von Mexiko bis zu 600 Schiffe zum Absaugen des Öls gleichzeitig im Einsatz - und nicht nur ein gutes Dutzend, wie sie vor Grönland verfügbar wären … ‚Die Ressourcen zur Antwort auf Ölunfälle reichen nicht aus‘, widerspricht Patrick Lewis vom Arktis-Büro des WWF in Oslo“, Spiegel, 15.7.2010
  • Millionen toter Fische an der Golfküste ☛ „Neues Fotomaterial zeigt bislang wenig bekannte Folgen der Ölpest im Golf. Zugleich wird deutlich, wie wenig sich das Management großer Konzerne, nicht nur bei BP, um das Risiko von Umweltschäden kümmert … Der Unwille, aus Fehlern zu lernenUmweltschutz vernachlässigbar“, Telepolis, 13.7.2010
  • New Culture of Caution at Exxon After Valdez ☛ „The accident, for which Exxon was found responsible, led to a profound rethinking of safety management at the company. Exxon developed a rigid system of rules for all its operations, from gas stations to offshore platforms, and it empowered everyone, even contractors, to speak up about safety problems“, NYT, 12.7.2010
  • Zensur am Golf von Mexiko: Wo bleiben die wirklich schlimmen Bilder? ☛ „Reporter und Fotografen werden im Golf von Mexiko bei ihrer Arbeit behindert … CNN-Starmoderator Anderson Cooper berichtet von privaten Sicherheitsleuten, die die Reporter und Fotografen unmissverständlich wegschicken – aber nicht sagen wollen, für wen sie arbeiten … «Die Regierung schützt die PR-Interessen von BP», enerviert sich Anderson Cooper“, Blick.ch, 7.7.2010
  • US-Regierung übt am Golf von Mexiko Zensur ☛ „Die Öl-Katastrophe am Golf von Mexiko entwickelt sich für BP und die US-Regierung zu einem PR-Desaster. Deshalb greift die US-Regierung nun auf Zensur zurück - Journalisten, Blogger und Künstler sind empört … BP-Leute geben sich als Angehörige der Regierung aus“, Berner Zeitung, 6.7.2010
  • First reactor launched for floating nuclear power plant ☛ „The first reactor of the floating nuclear power plant “Academician Lomonosov” has been launched at the St. Petersburg-based Baltic Shipyard … The reactor will be tested as part of a floating power plant and will be commissioned by late 2012“, RIA Novostik 1.7.2010

2.Q.:

  • BP Sends PR Professionals To Gulf Coast To Pretend To Be Journalists ☛ „But what we haven’t heard as much about are BP’s contributions to journalism, have we? I mean, we’ve basically covered the fact that BP’s been doing a good job at preventing journalism from happening … Basically, having grown tired of blocking other reporters from covering the story, BP is going to spend its own money on a bunch of in-house PR professionals who will reliably block themselves from covering the story“, Huffington Post, 24.6.2010
  • Ölpest: Schadensbekämpfung und Zensur ☛ „Währenddessen veröffentlicht die Watch-Dog Website Wonk Room eine lange Liste von ‚geheimen Partnern‘ des Ölkonzerns für das Management der Katastrophe. Dabei handelt es sich um private Vertragspartner, die sich um jeden Aspekt der Schadensbekämpfung kümmern, von Strandreinigung und Callcentern bis zur wissenschaftlichen Bewertung und Aufsicht über erforderliche Maßnahmen. Kommentatoren sehen dafür ein illustres Beispiel für ‚Katastrophenkapitalismus’“, Telepolis, 19.6.2010
  • BP’s Secret Army Of Oil Disaster Contractors ☛ „The true story of the BP disaster is how private contractors, not the government, are handling the response … BP has been notoriously secretive about the network of companies working to run practically every aspect of the Deepwater Horizon response, including claims processing, hazardous material cleanup, boom deployment, scientific monitoring, and call centers. BP has ignored the state of Louisiana’s request on May 7 for a list of contractors and subcontractors“, The Wonk Room, 18.6.2010
  • Ölpest im Golf: BP-Zensoren verschleiern die Umweltkatastrophe ☛ „Am Golf von Mexiko bestimmt BP, wer die Ölpest zu Gesicht bekommt … An Bord waren fünf Arbeiter des Ölmultis BP und zwei uniformierte Beamte der US-Küstenwache. Die Beamten forderten Cobiella und ihre Kollegen auf, sofort umzukehren, sonst würden sie verhaftet. ‚Dies sind die Vorschriften von BP‘, sagte der Mann am Ruder, ‚nicht unsere‘ … AP-Chefredakteur Michael Oreskes vergleicht die Lage seiner Leute mit Reportern, die in Kriegsgebieten wie Afghanistan beim Militär ‚embedded‘ sind, eingebettet … In der Tat offeriert die Küstenwache besagte Flüge in ihren offiziellen E-Mails als ‚embedded flights‘“; :-x„BP’s Gulf of Mexico“:-X (EG), Spiegel, 12.6.2010
  • Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Betreten verboten ☛ „Wer zum Beispiel mit den Tierpflegern sprechen will, die ölverdreckte Tiere von den Vogelinseln im Mississippi-Delta in Empfang nehmen, darf nicht einfach an die Tür ihres Containers im Hafen von Grand Isle klopfen…dass sie sich erst mit der Pressestelle des Unified Command im 230Kilometer entfernten Robert in Verbindung zu setzen hätten, um eine Genehmigung zu bekommen … Auch zu den Arbeitskolonnen an den Stränden darf man nicht einfach gehen … Seit Wochen laufen in US-Zeitungen ganzseitige Anzeigen von BP, auf denen viel blaues Wasser und viel blauer Himmel zu sehen sind - und keine Ölschlieren“, SZ, 11.6.2010
  • From the Ground: BP Censoring Media, Destroying Evidence ☛ „While President Obama insists that the federal government is firmly in control of the response to BP’s spill in the Gulf, people in coastal communities where I visited last week in Louisiana and Alabama know an inconvenient truth: BP – not our president – controls the response … ‚There’s only one reason for that‘, the pilot said. ‚BP doesn’t want the media taking pictures of oil on the beaches. You should see the oil that’s about six miles off the coast‘, he said grimly“, Huffington Post, 11.6.2010
  • Dying, dead marine wildlife paint dark, morbid picture of Gulf Coast following oil spill ☛ “‚When we found this dolphin it was filled with oil. Oil was just pouring out of it. It was the saddest darn thing to look at‘, said a BP contract worker … ‚There is a lot of coverup for BP. They specifically informed us that they don’t want these pictures of the dead animals. They know the ocean will wipe away most of the evidence. It’s important to me that people know the truth about what’s going on here‘, the contractor said“, NY Daily News, 2.6.2010 (Live-Cam: )
  • Angaben korrigiert: Ölpest schlimmer als "Exxon Valdez" ☛ „Indessen musste die US-Regierung ihre Schätzung der ausströmenden Ölmenge drastisch nach oben korrigieren … Bei der bisher schlimmsten Ölkatastrophe in den USA sind nach dem Unfall der Exxon Valdez vor Alaska insgesamt 40.000 Tonnen Rohöl ausgetreten … Unter der Meeresoberfläche wurde zugleich eine neue Ölwolke mit gigantischen Ausmaßen entdeckt. Der Schwaden reiche von kurz unter der Wasseroberfläche bis in eine Tiefe von 1000 Meter, sei fast zehn Kilometer breit und 35 Kilometer lang, sagte ein Wissenschafter der Universität South Florida“, Die Presse.com, 28.5.2010
  • Größte Ölkatastrophe aller Zeiten ☛ „Nach Angaben des nationalen geologischen Instituts USGS liegen die Schätzungen mehrerer Regierungsexpertenteams zwischen 12.000 und 25.000 Barrel pro Tag. Das wäre bis zu fünf Mal so viel wie der britische Energiekonzern BP bisher vermutet hat. Der Konzern ging davon aus, dass seit der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April täglich etwa 5.000 Barrel ins Meer fließen. Einige Experten hielten jedoch schon seit längerem eine weit größere Menge für wahrscheinlich“, ORF.at, 27.5.2010
  • BP's Photo Blockade of the Gulf Oil Spill ☛ „Photographers say BP and government officials are preventing them from documenting the impact of the Deepwater Horizon disaster … »’It’s a running joke among the journalists covering the story that the words ‘Coast Guard’ affixed to any vehicle, vessel, or plane should be prefixed with ‘BP’«, says Charlie Varley, a Louisiana-based photographer“, Newsweek, 26.5.2010
  • BP verordnet Blackout ☛ „Das Video-Feed vom Bohrloch wird BP während des ‚Top-Kill‘-Versuchs abschalten - das verursacht erneut Misstrauen“, Telepolis, 26.5.2010
  • Gulf of Mexico not the only waters clouded by oil spill ☛ „The continuing leak at BP’s Macondo well in the Gulf of Mexico casts a cloud over prospects for reduced US oil imports … US ‚energy independence‘ is a mirage, yet the policies of the world’s biggest consumer still have major impacts worldwide. Every US president since Richard Nixon has espoused energy independence, yet America’s oil imports have relentlessly increased. Nevertheless, the administration of the current US President Barack Obama is renewing the quest, driven this time not only by national security and economics but also by environmental objectives“, The National, 24.5.2010
  • :!:Chemiekonzern verdient Millionen an Ölpest ☛ „Mit der Chemikalie Corexit versuchte BP bislang, den Ölteppich am Golf von Mexiko einzudämmen. Dieses Mittel ist hochgiftig. Aber BP sitzt im Aufsichtsrat der Firma, die Corexit produziert. Ein Millionengeschäft… Und die Studie, dass die Chemikalie Corexit ökologisch undenklich sei, kommt aus dem hauseigenen Institut der Öl-Firma Exxon … Im BP-Heimatland Großbritannien ist Corexit seit zehn Jahren zur Ölbekämpfung verboten … Die US-Umweltbehörde EPA hat insgesamt 18 verschiedene Mittel getestet, zwölf davon wurden als wesentlich effektiver eingestuft als Corexit“; Bananenkapitalismus (EG), Deutsche Welle, 21.5.2010
  • BP Launches Live Webcam of Riser Flow ☛ „BP has been providing a live feed to government entities over the last two weeks – including the US Department of the Interior, US Coast Guard, Minerals Management Service (MMS) through the Unified Area Command center in Louisiana – as well as to BP and industry scientists and engineers involved in the effort to stop the spil“, BP.com, 21.5.2010 (Webcam: , ; Press: )
  • Video zeigt wahre Ausmaße des Öllecks ☛ „Verschleiert BP, wie schlimm es trotz erster Erfolge im Golf von Mexiko tatsächlich aussieht? Fast das komplette Öl werde inzwischen aus den Lecks abgesaugt, behauptet der Ölkonzern. Stimmt nicht, kontern Experten. Ein Video vom Meeresgrund beweist: Die Vorwürfe sind berechtigt“, Spiegel, 20.5.2010
  • Ölfressende Mikroben: Die Putzkolonne im Eisschrank ☛ „Gegen eine Ölpest aber kann eine einzelne Hefe nichts ausrichten. »Da brauchen wir schon eher einen Cocktail verschiedener Organismen« … Früher, erzählt Schauer, hätten Forscher gedacht, sie könnten die tierischen Putzhelfer nachzüchten und dann bei einer Ölpest tonnenweise ins Meer schütten. Das wolle heute aber niemand mehr. Zu teuer und zu aufwendig sei das“, Die Zeit, Nr.21, 20.5.2010
  • BP-Chef über Ölpest: "Auswirkungen nur sehr, sehr bescheiden" ☛ „Nach Angaben von BP wird es noch einige Zeit dauern, bis der Ölfluss ganz gestoppt werden kann. Dennoch schätzte BP-Chef Tony Hayward die Auswirkungen der Ölpest auf die Umwelt als geringfügig ein … Doch denke er, dass die ‚Auswirkungen nur sehr, sehr bescheiden sein werden‘“; BP-Elite nicht von dieser Welt (EG), FR, 18.5.2010
  • US-Behörde soll Ölbohrungen illegal genehmigt haben (GOM) ☛ „Haben staatliche Aufseher in den USA Gesetze missachtet, um Ölgiganten zu schonen? Bohrungen wurden genehmigt, ohne Umweltzulassungen einzuholen - auch an der ‚Deepwater Horizon‘, berichten US-Zeitungen“, Spiegel, 14.5.2010
  • Schwere Sicherheitsmängel vor Explosion der Ölplattform ☛ „So habe die für die Aufsicht der Ölförderung verantwortliche Rohstoffbehörde MMS ohne genaue Sicherheits- und Umweltprüfungen Genehmigungen erteilt. Der Behörde wurde in den vergangenen Jahren häufiger eine zu unkritische Haltung gegenüber der Ölindustrie bis hin zur Bestechlichkeit vorgeworfen“, Spiegel, 12.5.2010
  • Ölpreis: "Übergeschwappt" ☛ “‚Wenn der Ölpreis sich über das gesamte Jahr 2010 auf dem Niveau von 80 bis 85 Dollar bewegen sollte, entspräche das 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der weniger entwickelten Länder‘, sagt Fatih Birol, Chefökonom der IEA. Und das wäre die ‚höchste, jemals gemessene Korrelation zwischen Ölpreis und Bruttoinlandsprodukt’. Mit anderen Worten - bliebe das Öl zu teuer, ersticke es den wirtschaftliche Aufschwung. Birol wollte noch im März eine Rückkehr zu den Rekordpreisen nahe 150 Dollar je Barrel nicht ausschließen“, manager magazin.de, 11.5.2010
  • Ölpest im Golf von Mexiko: Stahlkuppel-Panne in eisiger Tiefe ☛ „Es ist ein schwerer Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko: Der Plan, das Bohrloch am Meeresboden mit einer Stahlkuppel abzudichten, ist vorerst gescheitert. Vereistes Methanhydrat verhinderte ein Abpumpen … Methan-Problem war Technikern bekannt“, Spiegel, 9.5.2010
  • US-Ölkatastrophe: Mit Gift gegen Gift ☛ „Corexit-Hersteller Nalco hält sich bisher bedeckt, verweist auf seiner Website aber auf ‚bedeutende Testprogramme‘ an der Louisiana State University und der University of Miami: Die zeigten ‚klar‘, dass Corexit zum Beispiel ölverseuchte Mangroven und Marschgras retten könnte. Auch ist Corexit von der US-Umweltbehörde EPA genehmigt“, Spiegel, 7.5.2010
  • Die größte Katastrophe für BP ☛ „Das Ergebnis stimmt – doch das Image nicht. Seit Jahren will sich der Ölkonzern BP „grüner“ geben. Das Unglück in den USA macht einen Strich durch die Rechnung“, Zeit, 4.5.2010
  • Halliburton: Arbeit an Leitungen direkt vor Explosion ☛ „Der US-Konzern Halliburton hat bestätigt, einen Tag vor der Explosion auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko an den Bohrleitungen gearbeitet zu haben … Gegen Halliburton sind bereits ebenso wie gegen den Betreiber BP und den Eigentümer Transocean eine Reihe von Klagen eingegangen … Seitdem fließen täglich 800.000 Liter aus dem Bohrloch ins Meer“, DiePresse.com, 1.5.2010
  • Ölpest an US-Golfküste - Rohstoff-Roulette in der Tiefsee ☛ „Die Ölpest im Golf von Mexiko offenbart ein Dilemma der Industriestaaten: Bohrungen in der Tiefsee sind hochriskant - doch viele Regierungen dulden sie in der Hoffnung auf energiepolitische Unabhängigkeit“, Spiegel, 30.4.2010
  • Plattformunfall setzt BP in Brand ☛ “‚Der Umfang dieses Einsatzes ist beispiellos - sowohl für BP als auch für die gesamte Branche‘, sagte BP-Chef Tony Hayward. Auf Versicherungskonzerne könnten nach ersten Schätzungen Forderungen in Höhe von 1,5 Mrd. $ zukommen … Bei den regelmäßigen Routineuntersuchungen der ‚Deepwater Horizon‘ - die letzte fand am 1. April statt - waren keine Mängel gefunden worden … Der Konzern kaufte zudem für 7 Mrd. Euro Bohrlizenzen eines Rivalen, unter anderem im Golf von Mexiko“, FTD, 30.4.2010
  • Umwelt-Katastrophe wird für BP zum Milliardengrab ☛ „Image-Desaster für BP … nach einer Explosion in einer Raffinerie in Texas im Jahr 2005 und einem Pipeline-Leck in Alaska im Jahr 2006 … Eine 500.000 Dollar teure Sicherheitsvorrichtung - eine Art Notbremse - hätte die Ölkatastrophe unter Umständen verhindern können … Vorggeschrieben ist dieser Schalter aber nur bei Tiefseebohrungen in Norwegen und Brasilien. Die US-Behörden haben sich nach heftigem Widerstand der Ölbranche dagegen entschieden … soll sich auch BP gegen schärfere Sicherheitsauflagen gewehrt haben“, DiePresse.com, 30.4.2010
  • Sicherheit bei Ölbohrplattformen: "Im Grenzbereich des Machbaren" ☛ “‚Ein dreifaches Sicherheitssystem ist besser als ein zweifaches‘, sagt Christian Bussau von Greenpeace. Aber eine absolute Sicherheit gibt es natürlich trotzdem nicht. ‚Diese Ölplattformen sind Milliardenprojekte mit riesigem Sicherheitsaufwand. Aber die Technik ist inzwischen so komplex, dass trotz aller Bemühungen immer das Risiko von technischem und menschlichem Versagen besteht‘ … Dabei ‚treten trotz aller Sicherheitsstandards allein in der Nordsee schon im alltäglichen Betrieb jedes Jahr 10.000 Tonnen Öl aus‘, erklärt der Meeresbiologe“, SZ, 29.4.2010
  • Unglücks-Bohrinsel: Öl fließt doch weiter ins Meer ☛ „Küstenwache: Austritt erst jetzt bemerkt … Am Freitag hatte es noch geheißen, kein Öl fließe ins Meer. Nun erklärte die Küstenwache, zwei Rohre des Wracks wiesen Lecks auf“, heute.de/ZDF, 25.4.2010
  • Gesunkene Bohrinsel verliert täglich 160.000 Liter Öl ☛ „Tauchroboter sollen das Leck der Ölbohrplattform ‚Deepwater Horizon‘ dichten … Täglich gelangten schätzungsweise 1000 Barrel (160.000 Liter) Öl ins Meer - möglicherweise schon seit Donnerstag, sagte Konteradmiral Mary Landry..von der Küstenwache“, DiePresse.com, 26.4.2010
  • Ölkatastrophe vor New Orleans ☛ „Sollte es direkt aus dem Bohrloch in rund 6000 Metern Tiefe stammen, wären die Folgen für die Umwelt und die Küstenbewohner katastrophal. Die Plattform förderte bislang täglich rund 1,3 Millionen Liter Öl vom Meeresboden an die Oberfläche … Die Ölindustrie wiederholt den gefährlichen Mythos, dass Ölbohrungen vor der Küste ein vollkommen sicheres Unterfangen seien, doch Unfälle wie dieser sind eine ernüchternde Erinnerung daran, wie weit dies von der Wahrheit entfernt ist“, Tagesspiegel, 24.4.2010
  • Inferno im Golf von Mexiko - Ölplattform versunken ☛ „Aber die ganz große Katastrophe - die ökologische wie die politische - dürfte ausbleiben, wenn sich die Einschätzung der US-Küstenwache bewahrheitet. ‚Es kommt nichts aus dem Bohrloch heraus‘, stellte die Chefin im Golf von Mexiko, Konteradmiralin Mary Landry, am Freitagmorgen im US-Fernsehen fest … Die 600 Millionen Dollar teure Deepwater Horizon galt als eine der modernsten Schwimmplattformen der Welt für Tiefseebohrungen“; Küstenwache oder Oil Platform Bodyguard? (EG), SZ, 23.4.2010
  • Flaming oil rig sinks in Gulf of Mexico ☛ „Introduced to the seas in 2001, the Deepwater Horizon was on the cutting edge of the offshore industry. It was capable of operating in more than 8,000 feet of water, according to the company’s website, and last summer it set a record for drilling the world’s deepest oil and gas well of more than 35,000 feet at another site in the gulf … Since 2006, the Minerals Management Service has recorded 35 offshore deaths in the gulf. Between 2006 and 2009, it recorded 419 fires or explosions. Most of those were ‚incidental‘, meaning they caused less than $25,000 in damage. Only one fire caused more than $1 million in damage in that time period … 90 drilling rigs and 978 manned platforms“, Los Angeles Times, 23.4.2010
  • Dramatische Unglücke auf Bohrinseln ☛ „Die bislang größte Katastrophe ereignete sich am 6. Juli 1988 auf der US-Ölplattform „Piper Alpha“ vor der schottischen Nordseeküste. Bei einer Explosion starben damals 167 Menschen“, FR, 23.4.2010
  • Gesunkene Öl-Plattform - Schwerer Betriebsunfall erschüttert BP ☛ „Die Plattform wurde 2001 gebaut. Sie war ‚für 502.000 Dollar pro Tag von BP für mehrere Jahre angemietet worden‘, sagt Bukold. Mit der ‚Deepwater Horizon‘ wurde im vergangenen Jahr auch das Tiber-Ölfeld, das ebenfalls im Golf von Mexiko liegt, entdeckt … Betroffen sind auch die beiden Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück, die beide die Plattform mitversichert haben“; Verlust der Rekordtiefen-Bohrinsel (EG), FAZ, 23.4.2010
  • Deep Well Is Not Spilling Oil, Official Says ☛ „A Coast Guard official said Friday that oil was not spilling from a deep-water well off the coast of Louisiana, apparently easing concerns of a potential environmental disaster days after an explosion on an oil rig … ‚It does not appear that oil is emanating from the hole‘, said Katherine McNamara, a fireman with the Coast Guard. Ms. McNamara said the assessment was made by using a remote-controlled device equipped with a camera and sonar. Officials with the Coast Guard and BP, the company leasing the rig, said they were still trying to determine why oil was not escaping from the well, and whether that remains a possibility“, NYT, 22.4.2010 ( )
  • Spekulation treibt Kraftstoffpreise hoch ☛ „Die Ölpreise werden mit oder ohne Spekulation in den nächsten Jahren dramatisch steigen, weil Öl immer knapper wird. Die großen alten Felder sind weit schneller erschöpft und Neuentdeckungen von Ölfeldern werden immer seltener“, gruene-bundestag.de, 13.4.2010 ( )
  • Ohne die Spekulanten wäre Benzin billiger ☛ „Für die Zukunft rechnet der Hamburger Forscher, der ein zweibändiges Standardwerk über ‚Öl im 21. Jahrhundert‘ veröffentlicht hat, mit deutlich steigenden Preisen. Im Aufschwung wird das Öl wieder knapper, und die Finanzmärkte bleiben liquide und treiben den Ölpreis mit in die Höhe. Neue Rekordpreise oberhalb von 150 Dollar je Barrel und Benzinpreise von zwei Euro je Liter seien absehbar … Die Spekulation müsse eingeschränkt werden, forderte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn. ‚Besonders für Entwicklungsländer oder die Mobilitätsfähigkeit von unteren Einkommensschichten hier in Deutschland hat diese Spekulation weitreichende negative Folgen‘“; Ab 70 $/b langsame Strangulation der Weltwirtschaft, ab 100 $/b globaler Wirtschaftskollaps innerhalb weniger Monate (EG), Welt, 9.4.2010
  • Studie: Spekulanten treiben Ölpreis künstlich in die Höhe ☛ „Allerdings glaubt die Politikerin trotz möglicher neuer Vorschriften nicht an stark sinkende Ölpreise. ‚Sie werden mit oder ohne Spekulation in den nächsten Jahren dramatisch steigen, weil Öl knapper wird‘. Das zeige die Studie. ‚Wichtig ist, dass wir uns möglichst schnell vom Verbrauch entkoppeln. Eine Halbierung des Ölverbrauchs in Deutschland ist in den nächsten 15 Jahren möglich, wenn wir konsequent auf sparsamere Autos, Elektromobilität und weniger Ölheizungen setzen‘“, Hamburger Abendblatt, 8.4.2010
  • Neue Studie: Ökosteuer hält Deutsche nicht vom Autofahren ab ☛ „Die Ökosteuer und die damit verbundenen höheren Benzinpreise führen nur in seltenen Fällen dazu, dass die Deutschen das Auto stehen lassen. Zwar hat die Ökosteuer einer Studie zufolge den Anstieg des Verkehrsaufkommens etwas gedämpft , der Trend zur steigenden Nutzung von Kraftfahrzeugen wird sich nicht umkehren … Gefahren werde wie eh und je“, DerWesten.de, 7.4.2010
  • Deepwater Horizon Operator won Safety Award (Music video) ☛ „Transocean’s web magazine highlights a hip-hop-themed music video that promoted hand safety, which was filmed aboard the Deepwater Horizon … None of the workers are identified in the video, so it is difficult to know if any of the workers featured were aboard during the explosion“, Huffington Post, 5.4.2010
  • Irak: Das Öl bleibt unter der Erde ☛ “…Studie der amerikanischen Beratungsfirma IHS Cera. Die tägliche Fördermenge werde bis 2020 bestenfalls auf 6,5 Millionen Barrel ansteigen. Bislang ist man von zwölf Millionen Barrel ausgegangen … Aktuell fördert der Irak 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag. Damit reiht sich das Land hinter Brasilien an der 13. Stelle ein“, DiePresse.com, 5.4.2010
  • :!:EU-Kommissar Oettinger lässt Spritpreise prüfen ☛ „Der EU-Kommissar stimmte die Deutschen auf steigende Benzinpreise ein. ‚Ganz unabhängig von solchen Spekulationsgeschäften werden fossile Brennstoffe, insbesondere Benzin, mittelfristig teurer. In einigen Jahren wird die Nachfrage nach Öl stärker ansteigen als die Ölförderung‘“, Welt, 3.4.2010
  • Obama ebnet Öl-Multis Weg nach Alaska ☛ „Arktischer Meeresboden nördlich von Alaska wird freigegeben. Im Golf von Mexiko, wo Rohöl schon bisher gefördert werden durfte, wird die Zone, in der Bohrinseln stehen dürfen, nach Osten ausgedehnt, auf die Strände Floridas zu“, derStandard.at, 2.4.2010

1.Q.:

  • Obama kippt Bohr-Verbot: USA steht "Ölrausch" bevor ☛ „Experten gehen davon aus, dass in den besagten Gebieten vor der US-Küste Öl- und Gas-Reserven schlummern, die den Bedarf der gesamten USA für drei Jahre decken könnten“; Wieviel Rausch bei wem? (EG), krone.at, 31.3.2010
  • Tanken Sie nur Donnerstag oder Sonntag! ☛ „Die Preise schwanken in diesen Tagen wie selten in den Vorjahren … An den drei Faktoren, die den Benzinpreis bestimmen, hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert“, Welt, 30.3.2010
  • Öl-Vorräte übertrieben ☛ „Britischer Experte meint, dass die bekannten Ölvorkommen kleiner sind, als bisher angenommen wurde … Die britische Zeitung Telegraph zitiert eine Studie des ehemaligen britischen Regierungsberaters David King, der an der Universität von Oxford lehrt und forscht. Demnach seien die Angaben über Ölreserven um bis zu einem Drittel übertrieben“, Telepolis, 29.3.2010
  • Experte: Erhöhung der Mineralölsteuer zu gering ☛ „Horst Steinmüller, Chef des Energieinstituts der Johannes Kepler Universität, sieht in der geplanten Erhöhung der Mineralölsteuer keinen Effekt für die Umwelt. Sprit müsste dazu um 25 bis 30 Prozent teurer werden“; Steigende Rohstoffsteuern, Quoten u./o. Rationierung sind in Transformationsepoche unvermeidlich! (EG), Die Presse.com, 19.3.2010
  • US-Ministerium Schuld an Ölpreis-Schwankungen ☛ „Von wegen Spekulanten: Fehlerhafte Lagerberichte des US-Energieministeriums sind für exzessive Schwankungen des Ölpreises mitverantwortlich. US-Unternehmen weisen ihre Vorräte öfter zu hoch aus“; Wenn ein Land nach dem anderen als Nettoölexporteur wegbricht, dann retten uns auch keine besseren Statistiken mehr (EG), Die Presse.com, 19.3.2010
  • Osteuropa droht schwere Energiekrise ☛ „Bis zum Jahr 2030 müssen 2,4 Billionen Euro in moderne Leitungen sowie neue Gas- und Ölquellen investiert werden … Andernfalls bestehe die Aussicht darauf, dass Russland und Zentralasien bald mehr Gas und Öl importieren müssen, als sie exportieren können. ‚Sofern nicht substanzielle neue Entdeckungen gemacht werden, könnte die Ölproduktion der Region in den nächsten zehn bis 15 Jahren ihren Höhepunkt erreichen und dann zu sinken beginnen‘“, Die Presse.com, 18.3.2010
  • Shell kündigt Wachstum und Stellenstreichungen an ☛ „Der niederländisch-britische Erdölkonzern Shell hat eine erhebliche Ausweitung seiner Ölproduktion und neue Sparmaßnahmen angekündigt - darunter die Streichung weiterer 1.000 Jobs. Im Laufe des Jahres 2012 werde die Ölproduktion im Vergleich zu 2009 um elf Prozent auf 3,5 Millionen Barrel pro Tag gesteigert“; in den letzten Jahren vor allem Stellenstreichungen realisiert (EG), derStandard.at, 16.3.2010
  • Rohstoffe: "2012/2013 droht der nächste Ölschock" ☛ „Weniger Investitionen, geringeres Angebot und Konflikte könnten zu einem höheren Ölpreis führen … Aktuell stammen etwa 70 Prozent des täglichen Ölbedarfs von Ölfeldern, die vor 1970 entdeckt wurden … Er und Erste-Bank-Analyst Stöferle gehen davon aus, dass geopolitische Konflikte zudem ein viel stärkeres Gewicht bekommen werden … ‚Die Volatilität wird steigen. Es wird hohe Preisausschläge geben, und Spekulanten werden an Einfluss gewinnen‘“, Die Presse.com, 9.3.2010
  • Brown: Großbritannien hat das Recht auf den Falkland-Inseln nach Öl zu bohren ☛ “‚Diese Explorationsbohrungen sind für die Zukunft sehr wichtig. Es ist unser Recht dies zu tun. Wir haben auch alle notwendigen Vorbereitungen getroffen um sicherzustellen, dass die Bewohner der Falkland-Inseln (Malvinas) gut geschützt sind. Unser Vorgehen steht voll im Einklang mit dem Völkerrecht‘, teilte Brown in einem lokalen Radiosender mit“, latina-press.com, 19.2.2010
  • Droht ein neuer Konflikt um die Falkland-Inseln? ☛ „Auslöser dafür sind die geplanten Bohrungen einer britischen Ölgesellschaft. Diese vermutet vor der Küste der zu Großbritannien gehörenden Inselgruppe reiche Erdöl- und Erdgasvorkommen. Allein im Norden sollen Reserven von 3,5 Milliarden Fass schlummern“, Welt, 19.2.2010
  • Ölfieber schürt Kriegsangst auf den Falkland-Inseln ☛ „Die geplanten britischen Ölbohrungen vor den Falkland-Inseln belasten das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Großbritannien und Argentinien. Die Bohrinsel ‚Ocean Guardian‘ ist einsatzbereit - sind die Ölsucher erfolgreich, dürfte sich der Konflikt, der im Jahr 1982 in einen blutigen Krieg mündete, neu beleben“, Handelsblatt, 15.2.2010
  • Der Krieg, das Öl und die Inseln ☛ „Argentinier betrachten Großbritannien als ‚Besatzungsmacht‘ … Probebohrungen müssen erst noch Klarheit bringen … ‚Es ist sehr wahrscheinlich, dass es in dieser Phase der Bohrungen keine kommerziellen Funde geben wird‘“, FAZ, 12.2.2010
  • Bei Total ist weniger mehr ☛ „Im vierten Quartal wurde ein Siebtel weniger Öl verarbeitet als ein Jahr zuvor“, boerse.ARD.de, 11.2.2010
  • „Neue Ölkrise wird schlimmer als Finanzkrise“ ☛ „Dennoch mehren sich Stimmen, die vor einem rapiden Anstieg des Ölpreises warnen … Der Gründer von Virgin Airlines rechnet mit einer veritablen Ölkrise innerhalb der kommenden fünf Jahre … deckt Österreich rund sieben Prozent seines jährlichen Öl- und ein Fünftel seines Gasverbrauchs selbst“, Die Presse.com, 9.2.2010
  • Peak Oil: Virgin-Chef Branson ist alarmiert ☛ „Der Gründer der britischen Virgin Airlines, Milliardär Richard Branson, wird diese Woche gar mit einer spektakulären Prognose seine Aufwartung in London machen, meldet der Guardian: Er erwarte eine handfeste Ölkrise innerhalb der nächsten fünf Jahre, so Branson. Und sie werde sogar noch schlimmere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben als die Finanzmarktkrise“, Zeit Online, 8.2.2010
  • :!:Branson warns that oil crunch is coming within five years ☛ „The next five years will see us face another crunch – the oil crunch. This time, we do have the chance to prepare. The challenge is to use that time well … Our message to government and businesses is clear: act“, The Guardian, 7.2.2010
  • Strategiewechsel: Obama will erneuerbare Energien fördern ☛ “‚Es ist auch im Sinne unserer Sicherheit, wenn wir unabhängig von ausländischem Öl werden‘, erklärte der Präsident“; Seit 36 Jahren US-Präsidenten-Doppelstrategie „Weg vom ausländischen Öl-Rhetorik bei gleichzeitig ständig gesteigerten Importmengen“ (EG), Spiegel, 4.2.2010
  • Argentinien kritisiert Öl-Suche vor Falklands ☛ „Der Geschäftsträger der britischen Botschaft in der Hauptstadt Buenos Aires wurde in das Außenministerium einbestellt. Dort sei ihm eine Protestnote übergeben worden, in der «auf das Energischste gegen den unmittelbar bevorstehenden Beginn der Ölsuche nördlich von den Malwinen-Inseln (spanischer Name für Falklands) protestiert» werde“, Greenpeace Magazin, 3.2.2010
  • Davos: BP claims Iraq oil could rival Saudi Arabia ☛ „Tony Hayward told an audience at the World Economic Forum in Davos that within a decade Iraqi oil production could quadruple to 10 million barrels a day from 2.5 million barrels at present“; Ist der BP-Chef jetzt der eigentliche irakische Ölminister ? (EG), Times, 28.1.2010
  • Abu Dhabi rüstet sich für die Zeit nach dem Öl - Gipfel für Zukunftsenergie im ölreichen Emirat ☛ „Der Druck ist enorm. Die Erdölreservoirs schwinden. Wie lange genau die Vorräte an schwarzem Gold noch reichen, ist nicht sicher. Fest steht nur: In den kommenden Jahrzehnten ist Schluss damit. Milliardeninvestitionen zeugen weltweit davon, dass sich Umdenken breit macht … Es geht um die Zukunft. Und wie die bislang so mächtigen Erdölstaaten ihre Energiehoheit bewahren“, heute.de, 18.1.2010

peak-oil/nachrichten/2010/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/22 16:10 von admin