Peak Oil Leugner: Nachrichten
2011:
- Ude kritisiert grünes Nein zu Flughafenausbau - "Züge eines Religionskriegs" ☛ „Sie dürften nicht ‚das Nein zu jedem Verkehrsausbau zum allerobersten Dogma erheben‘, verlangte er: ‚Es scheint ein Hobby der Grünen zu sein, Verkehrsprojekte fundamentalistisch abzulehnen‘“; Final-suizidale Wachstumsdiktatur der Erdöl-Verkehrslobbykraten (EG), SZ, 6.10.2011
- Ude ermahnt Grüne zu Wende in Verkehrspolitik - "Züge eines Religionskrieges" ☛ „Ude wirft den Grünen fundamentalistische Opposition gegen Verkehrsprojekte vor. Die dritte Startbahn am Münchner Flughafen spaltet Rot-Grün“; Erdöl-Fundamentalismus: Start- & Autobahnen nach offiziellem Peak Crude Oil (EG), Welt, 6.10.2011
- Automobilindustrie: Deutsche bevorzugen CO2-Schleudern ☛ „Deutsche Autokäufer achten besonders wenig auf Spritkonsum und CO2-Emissionen. In einem neuen Ranking der 27 EU-Staaten schafft es Deutschland nur auf Platz 22“; Deutsche bevorzugen Erdöl-Schleudern! (EG), Zeit, 29.9.2011
- IAA-Trend Sportwagen: Pferdestärken statt Correctness ☛ „Elektroautos, Familienwagen und Hightech-Seifenkisten - das ist nur die eine Seite der IAA. Weit spektakulärer jedoch sind die Neuheiten für die Vollgasfraktion. Allen Spritsparbemühungen zum Trotz debütieren in Frankfurt auffällig viele Sportwagen“, Spiegel, 22.9.2011
- Airbus-Prognose: 28.000 neue Flieger braucht die Welt ☛ „Die Bevölkerung in Fernost wächst, zieht in Megacitys und will reisen: Das ist der Hauptgrund, warum sich laut Airbus die Zahl der Passagiermaschinen mehr als verdoppeln wird. Rivale Boeing ist noch optimistischer“; plus natürlich noch 1 Mrd. Autos/LKWs/Busse/Motorräder + -boote (EG), FTD,19.9.2011
- Sportwagen sind die Stars ☛ „In Frankfurt feiert eine Vielzahl neuer Modelle traditionsreicher Marken ihre Weltpremiere … Neuheiten zeigen neben Porsche und Ferrari auch Mercedes-Benz, Audi und Aston-Martin“; weltfremde Spinnerei (EG), Welt, 15.9.2011
- Hier gibt's reichlich Dampf ☛ „IAA 2011: Messerundgang – die Sportwagen … In Teil vier des IAA-Messerundgangs hat autobild.de die PS-Hotspots aufgespürt. Mit dabei: ein bärenstarker BMW M5, ein biestiger Abarth und ein betörend heißer Ferrari Spider“, AutoBild, 15.9.2011
- Sportwagen: Die Highlights der IAA ☛ „Auch in diesem Jahr macht die IAA auf Öko und die Hersteller präsentieren wieder einige interessante Vernunftautos der Zukunft. Doch auch die Fans von PS-starken Sportwagen kommen auf ihre Kosten. Vom italienischen Sportwagen bis hin zum Elektrosportler wird alles geboten. Wir zeigen Ihnen die interessantesten Sportwagen der IAA“, t-online, 15.9.2011
- Bugatti, Ferrari & Co.: Das sind die schärfsten Flitzer der IAA ☛ „Im Cabrio mit 300 Sachen über die Autobahn brettern. Die neuen Sportwagen der IAA 2011 machen es möglich. Audi, Ferrari oder Mercedes bringen ihre schärfsten Modelle ohne Dach auf den Markt. Wir zeigen die heißesten Sportwagen der Automesse“, Berliner Kurier, 14.9.2011
- IAA: Flotte Karossen, heiße Hostessen ☛ „Autos und Erotik - auch auf der diesjährigen Automesse in Frankfurt rücken die Hersteller ihre Produkte wieder mit viel Sex-Appeal ins rechte Licht“; Ölresteverschleudern sexy machen (EG), Südkurier, 14.9.2011
- Hochsitz für Stadt-Abenteurer - Subaru auf der IAA 2011 ☛ „Unterschiedlicher könnten die beiden Subaru-Neuheiten auf der IAA 2011 nicht sein. Während der XV mit Allrad gegen den VW Tiguan zielt, zeigt der kommende Sportwagen BRZ seine Heckantrieb-Technik“, N 24, 14.9.2011
- SUV und Geländewagen auf der IAA: Unwegsames Geläuf – läuft prächtig ☛ „SUVs haben sich vom Trend zum lukrativen Segment gemausert“, Focus, 14.9.2011
- Sportwagen der IAA 2011: Schnelles für alle von Alfa bis Suzuki ☛ „Auf der IAA zeigen viele Hersteller, dass schnell nicht unbezahlbar sein muss. Von Alfa 4C und Swift Sport bis zum 911er ist für jeden Geldbeutel etwas dabei“, Focus, 14.9.2011
- Schnelle Schlitten: Die Sportwagen-Stars der IAA ☛ „Im Cabrio mit 300 Sachen über die Bahn brettern? Keine angenehme Vorstellung. Trotzdem gibt es auf der IAA eine neue Offenheit bei Schnellfahrer-Modellen von Mercedes, Ferrari und Audi“, n-tv, 13.9.2011
- Trend geht zum Geländewagen ☛ „Zwar stehen auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) wieder Elektroautos im Fokus – in der Realität entwickeln sich allerdings sportliche Geländewagen (SUV) zum Liebling deutscher Autokäufer. Auch im Kreis Ludwigsburg sprechen die Zulassungszahlen für diesen Trend“, Ludwigsburger Kreiszeitung, 7.9.2011
- Trotz steigender Benzinpreise: Deutsche werden bei starken Motoren schwach ☛ „Im Januar 2011 hätten die in Deutschland verkauften Neuwagen im Schnitt 133,6 PS unter der Haube … 2009 - damals, als der Kauf von Kleinwagen vom deutschen Steuerzahler per Abwrackprämie großzügig bezuschusst wurde. Der PS-Schnitt fiel auf 118 … wachsenden Popularität von sportlichen Geländewagen … Deren Anteil an den verkauften Neuwagen in Deutschland stieg der Studie zufolge von 6,5 Prozent im Jahr 2006 auf 14,6 Prozent im Januar 2011“, FTD, 24.2.2011
- Boom in der Autobranche - Daimler und VW schaffen Tausende Arbeitsplätze ☛ „Die Autokonzerne verzeichnen Milliardengewinne - und stellen neue Mitarbeiter ein. Bei Daimler sollen 10.000 Jobs geschaffen werden, davon knapp die Hälfte in Deutschland. Volkswagen übernimmt mehr als 2000 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft“; Deutscher Endsieg-Wahn (EG), Spiegel, 23.2.2011
- D. Wetzel: Funke am Ölfass ☛ „Dass Öl in Europa tatsächlich knapp wird, ist allerdings nicht zu befürchten. Der größte Teil des Erdöls für Deutschland etwa stammt aus britischen, niederländischen und norwegischen Quellen in der Nordsee und aus dem leidlich stabilen Russland. Der kaspische Raum hat zudem noch große Potenziale in der Ölförderung … Schließlich dürften die enormen Vorräte in Form kanadischer Ölsande und Ölschiefer sowie die neu entdeckten Reserven in der Arktis…“; Oberflächlicher Optimismus (EG), Welt, 22.2.2011
- Energieszenarien: Shell sieht Unsicherheit in künftiger Energieversorgung ☛ „Das Angebot wird nur schwer mit der Nachfrage Schritt halten können. Ende des kommenden Jahrzehnts wird die Produktion von leicht förderbarem Erdöl und Erdgas voraussichtlich nicht mehr in dem Maße steigen wie die Nachfrage. Obwohl es in vielen Regionen der Erde noch große Kohlevorkommen gibt, sind dem Wachstum dieses Energieträgers durch Transportprobleme und ökologische Herausforderungen Grenzen gesetzt“, Shell.de, 15.2.2011
- Shell Future Energy Scenarios: 'Zone Of Uncertainty' Ahead ☛ „Supply will struggle to keep pace with demand. By the end of the coming decade, growth in the production of easily accessible oil and gas will not match the projected rate of demand growth. Whileabundant coal exists in many parts of the world, transportation difficulties and environmental degradation ultimately pose limits to its growth“; Peak Oil-Preise destabilisieren schon ab heute massiv (EG), Shell.com, 14.2.2011
- Ölreserven auf Rekordniveau ☛ „Vom Erreichen des Öl-Fördermaximums (‚Peak oil‘) gibt es derzeit keine Spur. Die bekannten globalen Ölreserven legten im abgelaufenen Jahr um 8,5 Prozent zu, das berichtet das Fachmagazin ‚Oil & Gas Journal‘. Es ist dies der größte Zuwachs seit zehn Jahren“, Die Presse.com, 4.2.2011
- Zwischen den Zahlen - Die Rückkehr der Monstertrucks ☛ „Die amerikanischen Autohersteller verkaufen nur gerade das, was sie am besten können - und die US-Kunden kaufen das, was sie am besten kennen“; Untergang á la Darwin: Anpassungsversagen! (EG), SZ, 3.2.2011
- Amerikaner kaufen wieder dicke Autos - Konsumrausch trotz Krise ☛ „Die Konjunktur ist ungewiss, die Arbeitslosigkeit hoch - doch die Amerikaner geben wieder Geld aus: Im Januar konnten die US-Autokonzerne ein kräftiges Absatzplus verbuchen. Gefragt waren vor allem spritschluckende Pick-up-Trucks und Geländewagen“, Spiegel, 2.2.2011
- Luxusautos: Die Lust der Schweizer auf die Protzkiste ☛ „Die Schweiz will den Preis für die Vignette verdoppeln, aus Umweltgründen. Die Schweizer selbst fahren aber am liebsten wahre Dreckschleudern. Je stärker, desto besser … Wir haben hier auf kleinstem Raum die Bankerstadt Zürich, die Araberstadt Genf, die Chemie-Region Basel und die gewerbliche Steueroase Zug“, Welt, 1.2.2011
- G. Strobl: Ölpreis - Zu viel Psychologie ☛ „Öl gibt es zumindest auf absehbare Zeit mehr als genug. Würde das Ölkartell Opec die Hähne bis zum Anschlag aufdrehen, bestünde sogar die Gefahr einer Überschwemmung“, derStandard.at, 1.2.2011
- Daimler-Chef Zetsche - Großes Sparpotenzial bei Verbrennungsmotoren ☛ „Geht es um umweltfreundliche Antriebe, denken alle an den Elektromotor. Nicht nur Daimler-Chef Dieter Zetsche hält das für falsch - jedenfalls solange der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion so gering ist. Beim derzeitigen Energiemix hätten die Benzinmotoren das größte CO2-Einsparpotential ⇒ autoarme Mobilitätswende“; Suizidale Ölschinderei ⇒ autoarme Mobilitätswende (EG), Spiegel, 27.1.2011
- Energy outlook (BP 2030) ☛ „BP sees no looming shortages. In part that is because rich countries will hardly need any more energy – just 6 per cent more in total over 20 years. But, thanks to emerging markets, the expected 39 per cent global increase is still substantial“, FT, 19.1.2011
2010:
- Lufthansa Cargo will Flotte ausbauen - Frachtzuwachs erwartet ☛ „Die Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo will nach ihrem tiefen Fall und dem Aufstieg nach der Krise ihre Flotte deutlich vergrößern … Für die kommenden anderthalb Jahrzehnte erwartet der Manager, dass der Markt für Luftfracht weltweit im Schnitt um 4,6 Prozent pro Jahr wächst“; Die 3.Ölkrise von 2005-2008 und Peak Oil verdrängend (EG), Handelsblatt, 30.11.2010
- Airbus will 800 Maschinen bauen - Riesenjet soll bis 2060 fliegen ☛ „Der Airbus-Chef rechnet fest damit, dass sein Haus noch in einem halben Jahrhundert am Riesenjet A380 verdienen kann“; Ab 2012 erste Debatten über Benzin-Gutscheine (EG), n-tv.de, 26.11.2010
- Airbus will 700 bis 800 A380-Flieger produzieren ☛ „Erst nach mehrjähriger Verzögerung gelang die Auslieferung. Die Probleme bei der Fertigung stürzten Airbus in eine tiefe Krise. Am 4. November schreckte eine schwere Triebwerkspanne bei einer A380 der australischen Airline Qantas auf … Der britische Hersteller muss voraussichtlich 40 Triebwerke des Typs Trent 900 austauschen, mit denen ein Teil der weltweiten A380-Flotte ausgestattet ist“, Handelszeitung.ch, 26.11.2010
- Airbus Keeps A380 Output Goal as Carriers Scramble for Turbines ☛ „»Any difficulties at the start of production are a sad thing, but we expect the A380 to be a plane to be built for 40 or 50 years to come«, Enders said. »I firmly expect we can sell 700 or 800 of it over time, maybe even more«“, Bloomberg, 26.11.2010
- Geschönte Firmenberichte - Forscher entlarven Lügenmuster von Managern ☛ „Wer ‚Wir‘ sagt, lügt öfter - zumindest, wenn er gerade seine Unternehmenszahlen vorstellt. US-Forscher haben Präsentationen gefälschter Geschäftsberichte analysiert und so verdächtige Manager-Floskeln entlarvt“, Spiegel, 20.10.2010
- Wie Manager lügen ☛ „Firmen-Chefs verpacken schlechte Nachrichten gerne in schöne Worte. US-Wissenschaftler haben nun das Muster erforscht, wie Manager Unternehmenszahlen beschönigen. Prominentestes Beispiel ist Lehman Brothers“, (Lügendetektoren: , , ), Basler Zeitung, 20.10.2010
- Eine Software deckt auf, wenn Manager lügen - Sprachuntersuchung ☛ „Wenn der Vorstand lügt, kann das Folgen für die Investoren haben. US-Forscher haben nun eine Lügendetektor-Software für Firmenchefs entwickelt“, Welt, 20.10.2010
- Wandel nicht verschlafen ☛ „Das elektrisch angetriebene Fahrzeug wird deswegen auf jeden Fall kommen, darin waren sich alle Referenten einig. Die nur endlich vorhandenen Ölreserven machen diesen Wechsel vorhersehbar. Ein Handlungsbedarf ist zwar vorhanden, der aber sehr viel weniger dringend ist, wie wir alle denken. Aktuell vorgestellte Prognosen sehen den Anteil von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bei etwa zehn Prozent im Jahr 2020. Beispielsweise rechnet Dr. Schmidt-Sandte von der Robert Bosch GmbH weiter mit einer Dominanz der Verbrennungsmotoren in den nächsten 20 Jahren. Im Nutzfahrzeugbereich wird diese Dominanz sogar noch länger vorhalten“, Südwest Presse, 5.5.2010
- Spekulation treibt Kraftstoffpreise hoch ☛ „Der Höhepunkt der Ölförderung ist in Sichtweite. In einer pessimistischen Variante wird das Fördermaximum von Rohöl (Peak Oil) demzufolge schon 2014, spätestens aber 2020 erreicht werden … Es braucht daher ein umfassendes Energie- und Klimaschutzkonzept mit dem Langfristziel einer De-Karbonisierung des Verkehrs bis 2050“; gesellschaftliches Anpassungs-Verpennen durch politisches Zeitschinden; EU schon 2030 in 95%-iger Öl-Importabhängigkeit! (EG), gruene-bundestag.de, 13.4.2010
- Spekulanten treiben Ölpreis nach oben ☛ „Für die Zukunft rechnet der Hamburger Forscher, der ein zweibändiges Standardwerk über “Öl im 21. Jahrhundert“ veröffentlicht hat, mit deutlich steigenden Preisen. Im Aufschwung wird das Öl wieder knapper und die Finanzmärkte bleiben liquide und treiben den Ölpreis mit in die Höhe. Neue Rekordpreise oberhalb von 150 Dollar je Barrel und Benzinpreise von zwei Euro je Liter seien absehbar“; Warnung der Studie vor Peak Oil und die dringende Mahnung zur Ölverbrauchsreduzierung verschwiegen (EG), Münchner Merkur, 8.4.2010
- Ölpreis-Spekulation kostet Autofahrer fünf Milliarden Euro - Hamburger Experten legen Zahlen vor ☛ „Das ergab eine Studie, die die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen bei der Hamburger Analyse-Firma EnergyComment in Auftrag gegeben hatte und die dem Abendblatt vorliegt“; Und doch keine Abendblatt-Zeile über die Studienwarnung vor unabwendbar steigenden Preisen durch Reservenverknappung (EG), Hamburger Abendblatt, 8.4.2010
- US-Ministerium Schuld an Ölpreis-Schwankungen ☛ „Von wegen Spekulanten: Fehlerhafte Lagerberichte des US-Energieministeriums sind für exzessive Schwankungen des Ölpreises mitverantwortlich. US-Unternehmen weisen ihre Vorräte öfter zu hoch aus“; Wenn ein Land nach dem anderen als Nettoölexporteur wegbricht, dann retten uns auch keine besseren Statistiken mehr (EG), Die Presse.com, 19.3.2010
- Absatzschub: VW-Traumstart ins neue Jahr ☛ Autokonzerne nun nach postfossiler Transformationsleistung bewerten - nicht mehr nach anachronistischen Ölfresser-Verkaufsmengen! (EG), FTD, 11.3.2010
- "Weltweiter Automarkt zieht stärker an" (Wissmann-Interv.) ☛ „Auf dem dynamischen Wachstumsmarkt China ist fast jedes fünfte Auto, das verkauft wird, eine deutsche Marke … Wir erwarten, dass der Weltautomobilmarkt in diesem Jahr wieder um vier Prozent auf 52 Millionen Pkw wachsen wird, in den Folgejahren ist mit einem noch höheren Wachstum zu rechnen“; Fossiler Sprit wird von Jahr zu Jahr blutiger werden! (EG), Hamburger Abendblatt, 15.2.2010
- Der Optimismus der Öl-Dinosaurier - Notiz aus Davos ☛ „Auch in 20 Jahren würden Öl und Co. den allergrößten Teil des Bedarfs befriedigen. Gerade die Ölnachfrage werde weiter steigen … Es sei gar nicht hilfreich, wenn im Westen die Lüge verbreitet werde, man könne sich vom Öl unabhängig machen. Jede neue Energieform brauche erfahrungsgemäß Jahrzehnte, um sich durchzusetzen. Öl sei hinreichend in der Erde, man müsse aber enorm investieren, um es rechtzeitig zu extrahieren“; Geologischer Reduktionismus gepaart mit volkswirtschaftlicher Naivität bzw. Verantwortungslosigkeit (EG), Zeit Online, 28.1.2010
- Aramco Chief: Plentiful Supply Trumps 'Peak Oil' ☛ “‚This issue of peak oil has been pushed behind‘, he said. ‚There are plenty of resources out there‘“; MenschheitsVerdummung: Die meisten Ressourcen da weit draußen volkswirtschaftlich zukünftig nicht mehr finanzierbar! (EG), Rigzone.com, 28.1.2010
- Was treibt uns in Zukunft an? ☛ „Denn wie die Welt in 20 oder gar 100 Jahren aussehen wird, kann kein Mensch auch nur annähernd zuverlässig prognostizieren … Wie soll sich der potenzielle Autokäufer aber angesichts dieser ziemlich unüberschaubaren Situation denn nun entscheiden? Vielleicht hilft gerade in unsicheren Zeiten Altbewährtes weiter … Den Kauf eines neuen Autos einzig und allein von seiner Antriebstechnik abhängig zu machen, könnte sich schnell als reines Vabanque-Spiel erweisen. Diesbezüglich kann man nur hoffen, dass Konstrukteure, Hersteller und Marketingspezialisten künftig nicht mehr den Verlockungen nur vermeintlicher Umweltschützer erliegen. Den Rest regelt der Markt“, P.T. Magazin, 12.1.2010
2009:
- Energy, Peak Oil, and Development 2010 and Beyond (Yergin) ☛ “‚Rather than a peak, production seems to resemble more of a plateau‘, he said“, Reuters, 1.12.2009
- IHS Cambridge Energy Research Associates could be wrong ☛ „Global oil productive capacity will grow through 2030 with no evidence of a supply peak. This is a new finding based on an analysis of more than 10,000 projects around the globe. The report is titled: The Future of Global Oil Supply. An adequate inventory of physical resources are available to increase supply through 2030. Sixty percent of the fields examined were found to have production levels steady or climbing“, Gerson Lehrman Group, 22.11.2009
- Spielt die Internationale Energieagentur "Peak Oil" herunter? ☛ „Sie geht nun von einem jährlichen Wachstum von 1 Prozent von 85 Millionen Barrel im Jahr 2008 täglich auf 105 Millionen Barrel im Jahr 2030 aus. Das sind 24 Prozent mehr als 2008. Ein Barrel würde dann 108 USD (von 1980) kosten“, Telepolis, 11.11.2009
- Öl-Unfall vor Australien: Leck in der Tiefsee ☛ „Es gebe keinen direkten Zusammenhang zwischen der Tiefe der Förderung und dem Risiko von Unfällen, sagt der französische Journalist und Öl-Experte Francis Perrin. ‚Der technische Fortschritt hat auch die ultratiefen Projekte viel sicherer gemacht‘“, SZ, 4.11.2009
- Neuer Report: Öl könnte schon ab 2020 knapp werden ☛ „Nach Ansicht der Experten könnte es schon im Jahr 2020 soweit sein, dass das Maximum der konventionellen Ölförderung - also die Förderung ohne Ölsande und -schiefer - erreicht ist. In jedem Fall werde der Peak Oil mit großer Wahrscheinlichkeit vor dem Jahr 2030 eintreten“; 2007 !!! (EG), Spiegel, 5.10.2009 (Report: )
- VW-Vertriebschef: "Elektroautos bleiben noch lange Nischenprodukte" ☛ „Die Nachfrage nach Fahrzeugen der oberen Segmente zieht inzwischen wieder an … Daneben verzeichnen wir aber auch rege Nachfrage nach den Modellen, die Sie als Statussymbole bezeichnen … Elektroautos werden auch in 15 Jahren noch Nischencharakter haben. Solange werden Verbrennungsmotoren mindestens dominieren … Beim Auto spielen Aspekte wie Besitzerstolz eben doch noch immer eine erhebliche Rolle. Ich gehe auch nicht davon aus, dass sich das so bald ändern wird“; Heile-Ölwelt-Traumtänzerei (EG), Spiegel, 25.9.2009
- Krise im Luftverkehr nähert sich dem Ende ☛ „Die Turbulenzen im weltweiten Luftverkehr lassen nach. Nach einer Studie scheint der Einbruch vorerst gestoppt, die Branche könnte bald wieder auf Wachstumskurs gehen“; Nach dem Peak Oil kann es kein Ende der Luftverkehrs-Krise geben (EG), Spiegel, 24.9.2009
- Tagungsreihe Energie und Rohstoffe soll "Leuchtturm" werden ☛ “‚In ungefähr 15 Jahren wird die Hälfte des Erdöls der Erde verbraucht sein‘, sagte Professor Hans-Joachim Kümpel zur Begrüßung. Der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover forderte einen klugen Umgang mit Ressourcen: ‚Wir müssen so produzieren, konsumieren und wiederverwerten, dass auch kommende Generationen ein ausreichendes Angebot an Rohstoffen vorfinden‘“, Jura Forum.de, 11.9.2009
- BP entdeckt riesige Ölquellen im Golf von Mexiko ☛ „Für BP ein Glücksfund – schließlich braucht der Konzern nach den sinkenden Einnahmen durch den gefallenen Ölpreis dringend gute Nachrichten … BP sagte, es seien jedoch ‚weitere Untersuchungen nötig, um die Größe und die Wirtschaftlichkeit der Quelle zu bestimmen‘“; PR-Luftnummer in vielfacher Hinsicht (EG), Welt, 2.9.2009
- BP stößt auf riesiges Ölfeld (GOM) ☛ „Der britische Ölkonzern ist im Golf von Mexiko auf gewaltige Ölvorkommen gestoßen. Allerdings muss dafür so tief gebohrt werden wie noch nie in der Geschichte der Öl- und Gasindustrie“; Wenn überhaupt, geringer Nettoenergie-Ertrag (EG), Spiegel, 2.9.2009
- Russland steigert Öl- und Gasförderung - Energiestrategie bis zum Jahr 2030 konzipiert ☛ „Laut der neuen Energiestrategie der russischen Regierung wird die Förderung von Erdöl zum Jahr 2030 auf 530 bis 535 Millionen im Jahr erhöht. Der Export von Erdöl, einschließlich Ölprodukten, wird auf 329 Millionen Tonnen steigen“; Deutliche Reduktion gegenüber der Dez.'08 Prognose und ‚PO 2015‘-Widerruf (EG), RIA Novosti, 26.8.2009
- Es gibt keine Energiekrise! Bestseller-Autor widerlegt energie- und klimahysterische Angstprognosen ☛ „Es gibt keine Energiekrise und wird keine geben, denn die Erde birgt reiche Vorkommen an den Vorstufen zu Erdöl und Erdgas. Zudem regenerieren sich diese Vorräte periodisch immer wieder neu. Diese Vorkommen, so Zillmer, können nicht aufgebraucht werden, da sie nicht aus fossilen Stoffen, die in der Tat begrenzt sind, sondern anorganisch entstehen. Dieser abiogen genannte anorganische Entstehungsprozess wird durch die moderne Planetenforschung bestätigt“, Presseportal.de, 2.8.2009
- Wissmann: Talfahrt der Autobranche ist beendet ☛ „Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA im September werde man ‚schon Licht am Ende des Tunnels sehen‘ und es werde ‚erste Elemente des kommenden Aufschwungs‘ geben“, Neue Osnabrücker Zeitung, 1.8.2009
- Ölkonzern BP: "Alternative Energien sind eine Wette auf die Zukunft" ☛ „Das dauert noch. Auch in den nächsten 20 Jahren wird der Energiebedarf zu 80 Prozent aus fossilen Brennstoffen gedeckt werden“, Spiegel, 6.7.2009
- Bosch: Elektroantrieb spielt erst 2020 eine Rolle ☛ „Frühestens im Jahr 2020 werden die reinen Stromautos aus Sicht des Stuttgarter Unternehmens an Bedeutung gewinnen, die Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge soll dann auf drei Millionen wachsen bei einer Gesamtproduktion von 100 Millionen Automobilen, wie Bosch auf dem Motorpressekolloquium prognostiziert“, Auto-Presse.de, 16.6.2009
- Klimakongress in Essen: Suche nach der Notbremse ☛ „Der kanadische Klimaforscher Thomas Homer-Dixon weist darauf hin, dass in wenigen Jahrzehnten der Höhepunkt der Ölforderung erreicht sein wird … Edenhofer hält es für machbar, die Kosten etwa für die Investitionen in saubere Energien zu stemmen. Ein bis zwei Prozent des Bruttosozialprodukts müssten Volkswirtschaften jährlich aufwenden, um den Übergang in ein kohlenstoffarmes Zeitalter einzuleiten“; Alles beim Alten (EG), Der Westen, 10.6.2009
- Bodenschätze: Armes, reiches Deutschland ☛ „Die erste Öl-Raffinerie in Deutschland wurde in den 50er-Jahren im Rhein-Ruhr-Gebiet eröffnet. Aufgrund der hohen Nachfrage musste aber immer mehr davon importiert werden. Dennoch spielt die heimische Förderung auch heute eine wichtige Rolle: Sie ist in den vergangenen Jahren in Deutschland um mehr als zehn Prozent gestiegen“; Gegenteil ist wahr: Mehr als 10% Förderabnahme trotz mehr als 10% Bohrleistungsaufwand in den letzten 3 Jahren (EG), Bayerischer Rundfunk, 28.4.2009
- Existenzfrage (Formel-1-Kommentar) ☛ „Mercedes droht mit dem Ausstieg aus der Formel 1. Die Liste der Gründe, die dagegen sprechen, ist lang. Sie wird aber nicht den Ausschlag geben. Dafür sind zwei Aspekte zu dominierend: Image und sportliches Resultat“; Leugnen bis der Tank, das Konto und die Werkbänke leer sind (EG), FAZ, 23.4.2009
- Reeder sehen keine langwierige Strukturkrise ☛ “‚Es gibt keine ernsthaften Zweifel daran, dass sich Globalisierung und weltweiter Warenaustausch fortsetzen werden‘, sagte Michael Behrendt, der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) und Vorstandschef der Reederei Hapag-Lloyd … Gegenwärtig gingen die Prognosen von einem Rückgang des Containerverkehrs von 0,5 Prozent gegenüber 2008 aus, aber schon wieder von sechs Prozent jährlichem Wachstum von 2010 bis 2013“; De-Globalisierungsprozeß wegen Treibstoffverknappung unumkehrbar (EG), Handelsblatt, 6.3.2009
- Autoindustrie: Das Endspiel beginnt ☛ „In den USA, dem nach wie vor größten Einzelmarkt der Welt, dürfte die Nachfrage von einst 16 Millionen Autos auf unter zehn Millionen sinken … Der faktisch bankrotte Branchenriese General Motors hält es für möglich, dass auf dem US-Markt im Jahr 2014 rund 18 Millionen Autos verkauft werden. Das wäre ein historischer Rekord. Auch hierzulande haben die Optimisten die Oberhand. Volkswagen will im kommenden Jahrzehnt seinen Absatz von sechs auf neun Millionen Autos steigern. Konzerntochter Audi peilt einen Sprung von 900 000 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge an. Und BMW will trotz Krise in den nächsten drei Jahren 350 000 Autos mehr verkaufen. Sogar Opel attestiert sich und dem Markt rosige Zukunftsaussichten“; Sorry, aber die letzten teuren Erdölreste sind einfach zu kostbar für Abermillionen von Hobby-/Sport-/Freizeit-/Urlaubs-Automobilisten (EG), Handelsblatt, 27.2.2009
- BP chief signals dividend freeze ☛ „The financial pressure also means BP is unlikely to make any large acquisitions, concentrating instead on developing its resource base, which it said was 18.2bn barrels of oil equivalent in proved reserves and a further 43.4bn barrels of accessible but unproved resources. Those resources would enable its production to grow by 1-2 per cent until 2020, even without making any further oil and gas discoveries, it said“; Warme Papier-Barrel-Versprechungen hier, entgegenläufige eiskalte Produktionsrealität dort (EG), FT, 4.3.2009
- The great oil output race ☛ “‚Peak oil‘, a peak in world production, could still be decades away, according to the most optimistic forecasts … Pessimistic experts should not discount the ingenuity of the oil industry, says Nansen Saleri … You cannot only look at the negatives and say that in the coming decades only those factors will come into play“, The National, 21.2.2009
- Angst vor dem Akku ☛ „Und was passiert dann mit Volkswagen-Mitarbeitern, die heute Verbrennungsmotoren bauen? … Noch ist der Konzern aber längst nicht so weit. Trotz Klimakatastrophe, sinkenden Ressourcen und Abhängigkeit von den politisch instabilen Ölstaaten: ‚Auch in 30 Jahren wird es noch Verbrennungsmotoren geben“, sagt Steiger‘ (Chef der Abteilung ‚Zukunftstechnologien‘ bei Volkswagen)“; Mobilitäts-Blasen (EG), 6.2.2009
- Forscher: Erdölvorräte der Welt unbegrenzt ☛ „Erdöl für immer! Wenn es nach den Erkenntnissen russischer Wissenschaftler geht, dann ist das keineswegs blanke Fantasie, sondern vielmehr physikalische Realität. Demnach sei Öl entgegen der landläufigen Ansicht nicht ausschließlich ein biologischer Rückstand aus fossilen pflanzlichen und tierischen Überresten („biotische Theorie“), sondern vielmehr auch ein tief im Erdinneren bei hohen Temperaturen und hohem Druck ständig wiederentstehender „Urstoff“ aus anorganischen Kohlenwasserstoffen“, krone.at, 27.1.2009
2008:
2.Hj.:
- Motorsport: Der grüne Anstrich ist nicht finanzierbar ☛ „Die Formel 1 sucht rasche Einsparungs-möglichkeiten, Einführung des Hybridsystems wird auf Eis gelegt … Im Ringen um einen Sparkurs in der Formel1 hat Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den Verzicht auf die Einführung des Hybridsystems KERS gefordert … Auch Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte sich zuletzt für eine Verschiebung um ein Jahr starkgemacht. BMW allerdings habe dies verhindert, sagt der Italiener“, Die Presse.com, 9.12.2008
- Ölförderung in Russland erreicht gegen 2015 ihren Höhepunkt ☛ „Wie der Direktor des Instituts für die Energiestrategie des russischen Energieministeriums, Vitali Buschujew, am Montag mitteilte, werden im Jahr 2010 voraussichtlich 561 Millionen Tonnen Öl in Russland gefördert. 2015 steige die Fördermenge auf 616 Millionen Tonnen, bis 2030 gehe sie dann auf 530 Millionen Tonnen jährlich zurück … 2007 wurden 491 Millionen Tonnen Öl in Russland gefördert“; Zwar mit PO, aber über kurz und lang viel zu optimistisch (EG), RIA Novosti, 8.12.2008
- Honda: Formel-1-Ausstieg als Selbstschutz ☛ „Obwohl Ford, General Motors und Chrysler in Amerika auf Staatshilfe (34 Milliarden Dollar) hoffen, bestätigte Ford bereits sein weiteres Engagement in der Rallye-WM“; Ölpreis-„Opfer“-Nr.1 von allen guten Geistern verlassen (EG), Die Presse.com, 5.12.2008
- Auf der Suche nach Reserven - BGR wird 50 ☛ “‚Erdöl wird der erste Energierohstoff sein, bei dem eine echte Verknappung durch die Endlichkeit der Ressource spürbar wird‘, erklärte BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel. Das schon lange prophezeite Maximum der Erdölförderung könne bereits im Jahr 2020 erreicht sein“; Anstaltsversagen durch politischen Druck vom BMWi?! Wann packt endlich jemand aus? (EG), n-tv.de, 25.11.2008
- Trotz niedriger Preise: Experten warnen vor akuter Ölknappheit ☛ „Deutsche Geoforscher schlagen Alarm … In etwa zwölf Jahren werde voraussichtlich die Hälfte der insgesamt zur Verfügung stehenden Erdölressourcen verbraucht sein, erklärten die Experten. Danach sei aufgrund des größeren Aufwands bei der weiteren Erschließung vorhandener Ressourcen mit einem Rückgang der Förderung zu rechnen - der sogenannte Peak-Oil-Punkt wäre erreicht“; Unverantwortliches Spiel auf Zeit durch BGR (EG), Spiegel, 20.11.2008
- D. Yergin: Der Nachteil des Ölpreisverfalls ☛ „Der Einbruch des Ölpreises ist de facto eine Art Steuersenkung. Für notwendige Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist die Entwicklung jedoch eine große Gefahr … Der Preisanstieg zwischen 2003 und 2007 spiegelte das beste Wachstum der Weltwirtschaft seit einer Generation … Auch ein zunehmend untragbarer Rohstoffboom hat dazu beigetragen - und Öl spielte dabei eine zentrale Rolle … Der weltweite Ölmarkt ist gefangen in einem Rezessionsszenario, das sich als ‚globaler Riss‘ bezeichnen lässt“; der ‚Alan Greenspan des Erdöls‘ wechselt die Seiten (EG), FTD, 12.11.2008
- Öl-Lobby fordert Energierevolution - IEA wird grüner ☛ „Zwar wird, wie in jedem Jahr, darauf hingewiesen, dass die Ölreserven noch für 40 Jahre reichen werden … Gleichzeitig beschleunige sich jedoch der Rückgang der Fördermengen, weil die Ausbeutung der Felder ihren Höhepunkt überschreiten werde. Und das bei einem Anstieg des Verbrauchs um gut 45 Prozent. ‚Mit welchen Ölquellen der steigende Bedarf gedeckt werden soll, wie viel die Förderung dieses Öls kosten werde und wie viel die Verbraucher dafür zu zahlen haben werden, ist jedoch äußerst ungewiss, möglicherweise ungewisser denn je‘“; der Leugner ⇔ Peak Oil-Spagat (EG), TAZ, 12.11.2008
- Dramatischer IEA-Appell: "Weltweite Energierevolution" ☛ „Die Ölnachfrage werde bis zum Jahr 2030 von derzeit 85 Mio. Barrel pro Tag (Barrels per Day, bpd) auf 106 Mio. bpd ansteigen, heißt es im aktuellen ‚World Energy Outlook‘ der IEA. Die Experten korrigieren damit ihre Prognose aus dem Vorjahr um zehn Mio. Barrel pro Tag nach unten“; 106 Mio. b/d: niemals werden wir es können, niemals sollten wir es versuchen (EG), n-tv.de, 12.11.2008
- "Die Hysterie ist unbegründet" (Zillmer) ☛ “…so wird sich noch zeigen, dass Öl nicht aus Biomasse entstand“, Kölner Rundschau, 7.11.2008 ( )
- Petrobras Sets October Oil Export Record ☛ „Petrobras set an exports record of 574,000 barrels of domestic oil per day in October, topping-out at 17,806,000 barrels in the month. This record surpassed the previous mark, set last April, by 42,000 per day“; Brasilien immer noch Ölimportland (EG), Rigzone.com, 3.11.2008
- Oil reserve expert claims world faces ‘oversupply of energy’ problem ☛ „The world now faces an oversupply, not a shortage of energy, and a peak in oil production is out of sight, according to Nansen Saleri, an oil reserve expert who will bring the contentious peak oil debate to Abu Dhabi this week“; Jahre immer neuer Ölpreisrekorde als Genickbrecher der Weltwirtschaft (EG), The National, 1.11.2008
- Oil's stunning retreat: How long can it last? ☛ “‚Oil is integral to the real economy‘, said Jan Stuart, an energy economist in New York for UBS. ‚If the real economy goes down, oil goes down. The market right now is trading a long recession and literally no growth in oil demand for years‘ … ‚The credit crisis has dried up commerce and halted trade, and that has effectively pushed down demand for oil. The trouble is that no one can predict when this is going to end“; Faktenverdreherei: massive Energieverteuerungen seit 1998 führten zu US-Kredit-Vehikel-Strategie und schließlich zu Immobilienkreditschuldner-Kollaps (EG), IHT, 28.10.2008
- Energiepolitik: Wettrennen - Warum die Welt nicht auf die Notsignale des Planeten reagiert ☛ „Und das ist die Krux beim Ringen um die Energiewende: Jeder weiß, dass wir sie eigentlich brauchen, aber die meisten sind froh, wenn es nicht sofort sein muss … Wenn schon nicht das knappe Öl die Wirtschaft zum Kollaps führt“; die stetig und massiv steigenden Energiepreise seit 1999 (besonders in den USA) und die Ölkriegskosten haben zum heutigen umfassenden (Finanz-)Kollaps geführt (EG), Die Zeit, 23.10.2008
- Finanzkrise: Ursache liegt in OPEC-Politik des teueren Ölbarrels - US-Experte ☛ “‚Ich bin davon überzeugt, dass die globale Wirtschaft vom beispiellosen Ölpreisanstieg überfordert war‘, sagte er. ‚Wenn ein Schuldiger gefunden werden muss, dann ist es der Egoismus der Ölexporteure. Sie haben die Mauern des Wirtschaftssystems, das die Umstellung auf den Preisanstieg nicht schaffte, ins Wanken gebracht. Auf diese Weise wurden ganze Branchen, z. B. der Kfz-Bau, zerstört‘“, RIA Novosti, 21.10.2008
- C. Kemfert: Warum der Ölpreis nicht vorhersagbar ist ☛ „Derzeit beträgt die tägliche Fördermenge weltweit erst rund 85 Millionen Barrel. Verschiedene Studien zeigen, dass das ‚Peak Oil‘ genannte Fördermaximum bei optimaler Investitionstätigkeit im Jahre 2020 erreicht werden kann“; tragischer Erdöl-Analphetismus (EG), Die Welt, 19.10.2008
- Shell-Manager: Streifzug durchs Ölgeschäft ☛ „Würden alle Ölreserven und die bekannten, aber noch nicht ausgebeuteten Ressourcen zugrunde gelegt, reiche das Erdöl noch 40 bis 60 Jahre. Gleichwohl machte der promovierte Ingenieur deutlich, dass es höchste Zeit sei, ein vernünftiges Energiekonzept zu entwickeln, bei dem auch die Steinkohle wieder verstärkt genutzt werde. Hintergrund: Hier reichen die Vorkommen noch 600 Jahre“; Reichweiten-Lobbyisten (EG), Harburger, 17.10.2008
- U. Franke, Chef der Deutschen BP über Erdölressourcen: "Wir können nichts für die Preise" ☛ „F.: Wir müssen uns über die Ölreserven in diesem Jahrhundert keine Sorgen machen. Schon jetzt sind Quellen, die den Bedarf in den nächsten 40 bis 45 Jahren decken, eindeutig nachgewiesen, angebohrt und mit heutiger Technologie förderbar. T.: Das bedeutet, wir tanken in 20 Jahren…? F.: …weiterhin Benzin und Diesel. Größtenteils“; Vorbild ‚Finanzcrash-Strategie‘ (EG), TAZ, 2.10.2008
- C. Rühl, BP-Chefökonom: Preisschwankungen werden wahrscheinlich zunehmen ☛ „Peak oil has been predicted for 150 years. It has never happened, and it will stay this way“, euractiv.com, 1.10.2008
- Verwirrte Scheichologen ☛ „Das Opec-Kartell kann den Weltölpreis nur mehr wenig beeinflussen“, derStandard, 10.9.2008
- OMV-Vorstand Langanger: "Öl-Fördermenge wird steigen" ☛ „Ich bin kein Anhänger der sogenannten Peak-Oil-Theorie, wonach die Ölförderung der Welt ab einem bestimmten Zeitpunkt sinkt … Diese Menge wird auf rund 100 Millionen Fass steigen und dieses Niveau noch für Jahrzehnte halten. Dabei werden sich Ölvorkommen erschöpfen und durch neue, teurere ersetzt werden“, Wiener Zeitung, 3.9.2008
Brasilien zapft riesiges Offshore-Feld an ☛ Optimismus-Propaganda mit Mini-Test-Ölfeld & Brasilien war noch nie Netto-Ölexporteur! (EG), Spiegel, 3.9.2008
- Brazil Pumps First Pre-Salt Oil Amid Windfall Debate ☛ „Although full-scale production is still years away, Lula’s allies in congress are already writing bills to spend the windfall on programs ranging from education to nuclear submarines … ‚We are cooking the omelets with eggs that the hen hasn’t laid‘, said congressman Luiz Paulo Vellozo, who heads an opposition panel discussing pre-salt. ‚We should not be discussing how to spend the money, but how to get the oil out‘“, Bloomberg, 2.9.2008
- Wirtschaftsforscher spielen Öldrama herunter ☛ „Ist die Angst um versiegende Erdölquellen übertrieben? Wirtschaftsnahe Forscher warnen vor Panikmache – und sehen ein noch größeres Problem“, Focus, 25.8.2008
- Pumpen bis zum letzten Fass ☛ „Theorien über das nahe Ende des Ölzeitalters beeindrucken ihn (Ties Tiessen, Vorstand für die Förderung von Öl und Erdgas bei Wintershall) kein bisschen: ‚2030 werden wir in Deutschland nicht weniger Öl nutzen, sondern genauso viel wie heute. Eher noch mehr‘“; Prognosen zur Volksverdummung (EG), Hamburger Abendblatt, 22.8.2008
- Peak Oil verschoben ☛ „Fazit: Die Ölversorgung ist sicher. Anmerkung: So sicher wie das deutsche Rentensystem … Nun sind Daten im Ölmarkt eine höchst ungewisse Angelegenheit. Ihre Verlässlichkeit liegt qualitativ zwischen Wetterberichten und politischen Versprechungen“; fein differenzierte, elegante Verleugnung der Gesamtproblematik (EG), esyoil.com, 19.8.2008
- Hintergrund: Erdöl gibt es weiterhin genug ☛ „In absehbarer Zeit werde es keinen Mangel an Öl und Gas geben, will die Studie ‚Oeldorado 2008‘ deutlich machen“, auto.de, 11.8.2008
- Öl: „Peak-Oil“ neu definiert ☛ „Der Broker Lehman Brothers gab heute eine neue Definition für die ‚Peak-Oil-Theorie‘. Danach hat der Ölpreis auf Sicht der nächsten Jahre seinen Gipfel (‚Peak‘) bereits überschritten“, FinanzNachrichten.de, 8.8.2008
- Ende des Ölzeitalters? "Nur die Übergangsphase wird hart" ☛ „Der stellvertretende Leiter des Referats Energierohstoffe bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover glaubt aber, dass erst im Jahre 2020 der so genannte Oil Peak erreicht ist … Zudem motiviere der hohe Ölpreis zur Erforschung von Alternativen zu den fossilen Brennstoffen, denn das Ende des Ölzeitalters käme nicht erst mit dem letzten Tropfen. Benigni: ‚Das Steinzeitalter ist auch nicht zu Ende gegangen, weil die Steine ausgegangen sind‘“, merkur-online.de, 31.7.2008
- Ran ans letzte Barrel ☛ „Prognosen wie die des Club of Rome in den Siebzigern, mit dem Öl werde es in drei bis vier Jahrzehnten zu Ende sein, seien ‚Spekulationen‘, meint die FDP-Abgeordnete Gudrun Kopp. ‚Diese Debatte sollte man am besten gar nicht führen‘. Nach seriösen Schätzungen werde das Öl noch 60 bis 100 Jahre reichen, ‚doch auch dies ist nicht verlässlich‘, sagt die Liberale“, Das Parlament, 28.7.2008
- Is oil at its peak? Experts split ☛ „Peter Davis, BP: ‚The imminent peak in global oil production has been predicted for a century – but incorrectly; it has not occurred. This does not mean that it will not occur ever … But we need to be aware that some of the very arguments we are hearing today have been heard before – and have, in retrospect, been scaremongering‘“, statesman.com, 27.7.2008
- Öl fehlt Impuls für neuen Anstieg ☛ „Der starke Anstieg der Ölpreise hat US-Präsident Bush gestern dazu veranlasst, das Verbot für die Ölförderung auf dem Äußerem Kontinetalschelf (OCS) aufzuheben, welches vor 18 Jahren vom damaligen Präsidenten Bush Sr. eingeführt wurde … Zur Beruhigung der Befürchtungen vor dem Peak Oil sollte aber die potenzielle Erschließung von schätzungsweise 18 Milliarden Barrel Rohöl und 76 Billionen Kubikfuß Erdgas beitragen“, Financial.de, 15.7.2008
- Abundant energy will power future growth ☛ „In the Americas, proven oil reserves have increased from 170 billion barrels to 180 billion barrels over the last two decades, according to the 2008 Statistical World Review from British Petroleum. In Europe and Eurasia, proven oil reserves almost doubled, from 76 billion barrels to 144. Africa’s proven oil reserves did double, from 58 billion barrels to 117 … Is there any reason to doubt that the next two decades won’t build on the steady growth of the last two?“, Financial Post, 12.7.2008
- Bush spielt auf Zeit ☛ „Dem Blatt zufolge hat das Weiße Haus die EPA außerdem seit Jahren angewiesen, die Folgekosten der Umweltverschmutzung kleinzurechnen, auf der anderen Seite aber die Kosten für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz besonders hoch anzusetzen. So seien Maßnahmen zum Einsparen von Erdöl mehreren Regierungs-Papieren zufolge schon deshalb unattraktiv, weil die Behörden einen Rohölpreis von 58 Dollar pro Barrel (159 Liter) zugrunde legten, berichtete die Zeitung“, n-tv.de, 11.7.2008
- Opec verändert Prognose bis 2030 ☛ „Mit zusätzlichem Energie-Angebot rechnet das Kartell nach 2012 von den Nicht-Opec-Mitgliedern. Dies soll auch aus der Erschließung von Ölsanden und Biosprit resultieren … ‚Es gibt genug Öl, um den Bedarf der Welt in der absehbaren Zukunft zu decken‘, betonte die Opec einmal mehr. ‚Es gibt keinen Grund dafür, dass die Ölpreise auf 200 Dollar je Barrel steigen‘, sagte am Donnerstag der Generalsekretär Abdalla El-Badri in Wien“, Handelsblatt, 11.7.2008
- Opec: "Es ist genug Öl da" ☛ “‚Um es einfach zu sagen: Es gibt genug Öl, um die Weltnachfrage in der vorhersehbaren Zukunft zu decken‘. Denn es gebe laufend mehr Ölförderländer, die in den vergangenen zehn Jahren Vorräte entdeckt hätten (etwa Vietnam, die Philippinen, der Tschad etc.) Aber, ein Problem sei ‚der Zugang zum Öl‘“, derStandard.at, 10.7.2008
- OPEC warns against military conflict with Iran ☛ „OPEC also reported Thursday that economic growth in emerging markets would ensure that consumption worldwide increased annually by 1.3 million barrels a day to 92.3 million barrels by 2012, 102.2 million barrels by 2020, and 113 million barrels per day by 2030. The figure for 2030 represented a downward revision of the expected oil demand, by four million barrels a day, from the previous year’s outlook … But because of the diverse sources of liquid fuels coming from sources like natural gas and coal, total demand for crude oil pumped from wells would not exceed 82 million barrels a day by 2030“, International Harrold Tribune, 10.7.2008
- OPEC says crude supplies sufficient for coming decades ☛ “‚Oil has been in the leading position in supplying the world’s growing energy needs for the past four decades, and there is a clear expectation that this will continue‘, said the report, estimating that crude and other fossil fuels will make up 85 percent of the world’s energy mix in 2030. ‚Gas is expected to grow at fast rates, while coal retains its importance in the energy mix‘ … The generally optimistic tone of the report contrasted sharply with forecasts published last week by the International Energy Agency“; skrupellose Lobby-Lügen (EG), International Herold Tribune, 10.7.2008
- Ölmanager leugnen "Peak Oil" ☛ „Trotz nur geringer Neuentdeckungen und der Kostenexplosion in Exploration und Development glaubt OMV-Manager Walter Ondracek trotzdem nicht daran, dass die weltweite Ölproduktion in nächster Zeit ihr Fördermaximum (‚Peak Oil‘) erreicht. ‚Wenn das doch der Fall sein sollte, wird es danach nicht zu einem raschen Abfall der Produktion kommen. Ich gehe davon aus, dass wir dann noch einige Jahrzehnte auf in etwa gleichem Level produzieren könnten‘, sagte Ondracek“, Kurier.at, 10.7.2008
- Der globale Energiehunger - Wie lange reicht das Öl? ☛ „Bei dem heutigen Verbrauch würden die 1,3 Billionen Barrel Ölreserven noch 42 Jahre ausreichen. Bei einem jährlichen Nachfragezuwachs um 1,5 Prozent wären es 30 Jahre. ‚Rechnet man die noch nicht erschlossenen Reserven von 880 Milliarden Barrel hinzu, würde das Öl 73 Jahre reichen‘, sagt Ingrid Angermann, Erdöl-Expertin bei der Dresdner Bank. Mit den unkonventionellen Reserven wie kanadischen Ölsanden oder extraschwerem Öl in Venezuela wäre die Versorgung 100 Jahre gesichert. Commerzbank-Analyst Weinberg geht weiter: ‚Bei allem, was bekannt ist, reicht das Öl noch 200 Jahre‘“; Mit-Schuldige (EG), Der Westen, 7.7.2008
- Mitten im dritten Erdöl-Schock ☛ „Damit kommt der letztlich entscheidende Faktor ins Spiel: die Zukunft. Irgendwann wird das Öl ausgehen. Bleibt der Verbrauch auf dem heutigen Niveau, können die derzeit bekannten und gesicherten Reserven nach Angaben der Erdölindustrie den Verbrauch noch 40 bis 50 Jahre lang decken. Werden weitere Ölfelder in noch wenig erforschten Regionen entdeckt und werden vermehrt auch nicht-konventionelle Erdölvorkommen (Bitumen, Ölsande, Ölschiefer) genutzt, könnte der Bedarf sogar bis ins nächste Jahrhundert gesichert werden“, NZZ, 7.7.2008
- „Theorien vom knappen Öl sind Märchen“ ☛ “… Studie, die Dr. Rafael Sandrea vom Oil & Gas Journal Research Center beziehungsweise von IPC jüngst veröffentlichte. Deren Kernaussage ist: Theorien vom knappen Öl sind Märchen … EOR und IOR-Methoden bieten günstige Möglichkeiten zur Produktionssteigerung“; bekannte ‚Technology will save you-Theorie‘, u.a. ohne Nettoenergie-Betrachtung (EG), FAZ, 1.7.2008
- 100 Milliarden Barrel Erdöl in der Arktis? ☛ „Nach Ansicht eines US-Experten lagern in der Arktis allerdings rund 100 Milliarden Barrel Erdöl … Das größte Hindernis bei der Förderung seien nicht technische Schwierigkeiten, sondern die umstrittenen Besitzverhältnisse“; dadurch keine Verschiebung von P.O. (EG), Spaniens Allgemeine Zeitung, 1.7.2008
1.Hj.:
Wann das Öl zur Neige geht ☛ „Stefan Liebig, Koordinator für Regierungsbeziehungen bei Shell International, prognostiziert im Juni 2008, dass die weltweite Nachfrage nach Öl in den kommenden zehn Jahren auf 450 Millionen Barrel pro Tag steigen werde. Damit würden Vorratsmengen von 15 Billionen Barrel rund 90 Jahre reichen – wenn sich der Verbrauch dauerhaft bei 450 Millionen Barrel einpendelt“, Focus, 30.6.2008
- Global Oil-Supply Worries Fuel Debate in Saudi Arabia ☛ „But Mr. Saleri isn’t alone in dismissing the gloom as misplaced. Optimists, from Exxon Mobil Corp. to the U.S. Energy Department, argue that high prices propel companies to innovate and invest more. As supplies rebound, prices will fall from today’s levels“, WSJ, 27.6.2008
- Der Energiebedarf steigt langsamer ☛ „Zwar seien die zuletzt oft als Preistreiber beschworenen Engpässe bei den Raffinerien weitestgehend abgebaut und es werde auch keine Versorgungslücken geben – die aktuellen Reserven bei Öl reichen für 42 Jahre, wenn der Verbrauch so hoch bleibt wie 2007. Bevor der viel beschworene ‚peak-oil‘ – der Höhepunkt der Ölförderung – erreicht ist, werde man schon den ‚peak-demand‘ überschritten haben, den Höhepunkt der Nachfrage, meint BP-Experte Kevin Goodwin“, Wiener Zeitung, 25.6.2008
- Beobachtet: Erdöl für immer ☛ „Dass aber irgendwann einmal weniger Öl da sein wird als die Menschheit benötigt, ist ganz sicher nur eines: Humbug. Wir haben in der Vergangenheit - das Zwischenspiel des Ölembargos in den 70er-Jahren ausgenommen - immer über genügend Öl verfügt, wir verfügen derzeit über genügend Öl und wir werden immer über genügend Öl verfügen … Denn Geschichte wiederholt sich. Gerade bei Rohstoffen. Erdöl wird mittelfristig wieder billiger. Und es wird immer genug davon da sein“, WirtschaftsBlatt.at, 24.6.2008
- Öl - Der schwarze Sold ☛ „Mit den Gesetzen des Marktes, sagen viele, hat der Ölpreis längst nichts mehr zu tun. Er ist manipuliert, hochgetrieben von Spekulanten. Der große Crash kommt deshalb ganz bestimmt“; ein zur Neige gehender unersetzlicher u. komplexer Rohstoff kann unmöglich über die ‚freien‘ Marktkräfte makroökonomisch sinnvoll gehändelt werden (EG), Der Tagesspiegel, 24.6.2008
- Ölkonferenz in Dschidda - Beten für einen niedrigeren Ölpreis ☛ “…der amerikanische Energieminister Samuel Boldman: ‚Wenn es kein zusätzliches Ölangebot gibt, werden die Preise für jeden einprozentigen Nachfrageanstieg um 20 Prozent zulegen‘“; sie reden und schreiben nicht von den unerbittlichen PO-Wahrheiten und einer rettenden großen Zäsur (EG), FAZ, 23.6.2008
- Nach dem OPEC-Gipfel von Dschidda - Interviews: Wohin treibt der Ölpreis? ☛ „Michael Bräuninger vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut rechnet dagegen langfristig mit einem sinkenden Ölpreis. Derzeit sei er von Spekulationen überzeichnet. Doch noch seinen genügend Ölkapazitäten vorhanden, und bei einem Ölpreis von 100 Dollar pro Barrell rentiere sich auch die Förderung in Tiefseegebieten“, NDR Info, 23.6.2008
- Ölgipfel - Glos hofft auf positives Signal ☛ „Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zieht nach dem Ölpreis-Krisengipfel in Dschidda ein positives Fazit … ‚Ich gehe davon aus, dass von dieser Konferenz ein deutliches Signal an die internationalen Ölmärkte ausgeht, das zu einer Beruhigung der Preisentwicklung beitragen kann‘“; man kann die vielen fundamentalen P.O.-Fakten nicht einfach wegreden (EG), Spiegel, 22.6.2008
- Ölreserven: Wie viel Zeit bleibt uns noch? ☛ „Auch der Geologe Prof. Bernhard Cramer von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gibt Entwarnung. Er sagt: ‚Öl werden wir noch in 100 Jahren fördern, da besteht kein Zweifel’ … Allein die bekannten Ölreserven dürften bei der derzeitigen Produktion noch 40 Jahre reichen, so die Forscher. Dazu kommen ständig neue Ölfunde. ‚Man geht davon aus, dass beachtliche Mengen zum Beispiel an den Kontinenträndern im Tiefwasserbereich, zum Beispiel um den Atlantik, Westafrika, Südamerika zu finden sind‘, erläutert Cramer. ‚Und in der Arktis wird auch noch relativ ordentliches Potential an Öl vermutet‘“, BR-online, 22.6.2008
- Krisengipfel in Saudi-Arabien: Irak verspricht massiven Ausbau der Ölförderung ☛ „Thamer al-Ghadban, der führende Ölberater von Premierminister Nuri al-Maliki, sagte dem SPIEGEL: ‚Wir haben die Nachfrage, wir haben die Reserven, und wir haben jetzt auch das Geld, die Ölförderung mittelfristig um vier Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen‘“; Eins, zwei, drei noch-potente Förderländer lösen eben bei 170 Verbraucherländern nicht die grundsätzliche P.O.-Problematik (EG), Spiegel, 21.6.2008
- Nansen Saleri: "Das Öl reicht noch 150 Jahre" ☛ „Wie lange reicht das Öl weltweit noch? Saleri: Mindestens 100, wenn nicht 150 Jahre – je nachdem, wie stark der Verbrauch sein wird. Öl wird es also noch lange geben, und es wird auch in Zukunft eine Energiequelle für Verkehrsmittel sein“; Unverantwortliches: Zahlen weit jenseits der Expertenbandbreite (EG), Wirtschaftswoche, 21.6.2008
China erhöht Preise für Benzin und Diesel: Protest an Tankstellen - VW erwartet keine Einbußen ☛ „So meldete VW am Freitag einen weltweiten Auslieferungsrekord. In den ersten fünf Monaten 2008 verkaufte der Konzern 1,57 Millionen Pkw – 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Umsatzstärkster Markt war China vor Deutschland und Brasilien. In China legte der Verkauf sogar um 18,8 Prozent auf 372 000 Pkw zu … ‚Wir glauben nicht, dass die Benzinpreiserhöhung in China spürbare Auswirkungen für uns hat‘, sagte VW-Sprecherin Christina Merzbach … ‚In diesem Jahr wollen wir in China erstmals eine Million Wagen verkaufen‘, sagte Merzbach. 2007 habe man dort 910 491 Pkw der Marken VW, Audi und Skoda verkauft“, Der Tagesspiegel, 21.6.2008
- Bartenstein verlangt mehr Öl für den Weltmarkt ☛ „Wenn alle dem Beispiel Saudi-Arabiens folgen würden, würden 4 Millionen Fass Erdöl zusätzlich auf den Markt kommen … Während die Ölproduzenten Spekulanten für den Preissprung verantwortlich machen, geben die Verbraucherstaaten der Marktentwicklung und Förderpolitik die Schuld“, derStandard, 20.6.2008
- Krisengipfel für billigeres Öl ☛ „Für Jörg Krämer, den Chefvolkswirt der Commerzbank, ist die Sache klar. Für ihn ist vor allem Spekulation die Ursache für den rasanten Anstieg des Ölpreises. Derzeit würden alle Nachrichten, die eigentlich für eine Entspannung an der Preisfront sorgen müssten, schlichtweg ignoriert. Und noch etwas hat der Volkswirt ausgemacht: Man bezahle mit dem hohen Ölpreis auch die Integration Chinas in die Weltwirtschaft – eine Integration, von der alle etwas hätten“, Deutsche Welle, 20.6.2008
- Glos fordert höhere Fördermenge ☛ „Es werde nun darauf ankommen, ‚dass auch im weltwirtschaftlichen Kontext richtig reagiert wird‘, unterstrich er: ‚Das heißt, mehr Energieeffizienz, mehr Investitionen im Energiebereich und der richtige Energiemix auch unter Einschluss der Kernenergie‘“; Glos und BMWi als P.O.-Leugner und Erneuerbare Energien-Bremser (EG), FR, 20.6.2008
- Deutschland spart sich die Energie ☛ „Dem widerspricht Eugen Weinberg, Chefanalyst für Rohstoffmärkte bei der Commerzbank. ‚Es steht fest, dass Anleger die Hauptrolle beim Anstieg des Ölpreises gespielt haben‘ … Kurzfristig könnte Öl deshalb noch teuer werden: ‚Ich denke, dass der Preis auf 150 Dollar schießt, sich langfristig aber bei 100 Dollar einpendeln wird‘, prognostizierte Weinberg“; selbst bei mittelfristig anhaltenden 100 d/b crasht das Weltwirtschafts-System (EG), Der Tagesspiegel, 19.6.2008
- Regionale Äpfel sind nicht automatisch klimafreundlich ☛ „Insoweit gibt es keinen Grund, Äpfel globaler Herkunft wegen des angeblich so verschwenderischen Umgangs mit Energie oder wegen der vermuteten Klimaschädlichkeit anzuprangern“; weg mit dem Co2-Geschwafel: wir müssen massiv die Alten Energien für die Neuen aufsparen (EG), Spiegel, 19.6.2008
- BP erwartet weltweit sinkende Nachfrage - Globale Ölreserven bleiben bei aktueller Fördermenge noch 41 Jahre stabil ☛ Unkompetente Medienberichterstattung über die letzte Erdölkrise nicht nur bei diesem Überschriften-Unfall (EG), Welt Online, 19.6.2008
- Wie heftig ist der Ölschock wirklich? ☛ „Wieder geht nun die Angst vor einem Ölschock um, der eine entfesselte Inflation nach sich zieht. Doch dieser Zusammenhang ist nicht zwingend. Daran erinnert ein Rückblick zu den Ölschocks nach 1973 und 1979“; die fundamentalen Unterschiedlichkeiten zur laufenden „Letzten Ölkrise“ ignorierend (EG), Die Zeit, 19.6.2008
- Mehr Energienachfrage bei kleinerem Angebot ☛ „BP rechnet mit gesicherten Erdölreserven für vier Jahrzehnte … Laut BP fehlt es jedoch nicht an ausreichenden Reserven, um den Bedarf auch in Zukunft decken zu können“; Konzerngewinne vor gesellschaftlicher Mitverantwortung (EG), NZZ, 19.6.2008
- Der Ölpreis steigt und steigt - warum nur? ☛ „Der amerikanische Ölpreis hat seine Rekordjagd der vergangenen Handelstage noch einmal beschleunigt und erstmals vorübergehend die Marke von 135 Dollar durchbrochen. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Wir erklären, welche Ursachen der Anstieg haben könnte und welche Faktoren den Ölpreis beeinflussen“; kein Wort von den vielen Peak-Oil-Nachrichten aus der Ölbranche selber, FAZ verdummt ihre Lesersschaft (EG), FAZ-Bilder-Story, 6.2008
- Knappe Ressourcen: BP-Studie meldet sinkende Ölförderung ☛ „BP versucht dennoch, die Märkte zu beruhigen … Die bekannten 1,24 Billionen Barrel müssten demnach ausreichen, um das gegenwärtige Produktionsniveau rund 41 Jahre aufrechtzuerhalten“; eine unzweifelhaft falsche und unverantwortliche Aussage eines Weltkonzerns!(EG), Spiegel, 18.6.2008
- US-Experten sehen in Sonnenenergie eine Alternative zu Erdöl ☛ „Nach Ansicht des Experten gibt es weltweit keine Diskrepanz zwischen Angebot und Verbrauch: die ‚Ölblase‘ habe sich nur infolge einer spekulativen Nachfrage gebildet … Der Experte merkte zugleich an, das Tempo der Ölförderung in der Welt werde in den nächsten 20 Jahren nicht nachlassen“, RIA Novosti, 17.6.2008
- High oil prices cut refinery investment, says Al Hamili ☛ “‚There are not enough refineries to meet growing demand‘, Mohammad Bin Dha’en Al Hamili, UAE minister of energy“, gulfnews.com, 16.6.2008
- Energieknappheit als Geschäftschance ☛ „Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer bezeichnete die Ölpreishausse während der letzten Jahre als ‚dramatische Entwicklung‘ … ‚Der Effekt (bessere Technologien, EG) tritt nicht sofort ein, ein Paradimenwechsel benötigt Zeit‘. Die Frage, ab wann die Industrie selbst mit dem Rückgang der weltweiten Ölförderung rechnen, („Peak Oil“), wollte keiner der Business-Leader konkret beantworten“, derStandard.at, 16.6.2008
- Die guten Seiten des Ölschocks ☛ „So hat der Energiekonzern BP den erwarteten Ölpreis, zu dem sich neue Investitionen rechnen müssen, auf immerhin 60 Dollar je Barrel angehoben. Das ist auch ungefähr der Preis, bei dem Experten zufolge mittelfristig das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage liegen sollte. Vor allem auf die reichlich vorhandenen Ölsande und -schiefer haben es die Konzerne abgesehen. Diese könnten nach Meinung des Mineralölwirtschaftsverbands einige Hundert Jahre einen steigenden Bedarf decken. Bei den aktuellen Ölpreisen lohnt sich die aufwendige Gewinnung allemal. Da scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der Preis wieder deutlich fällt“, Welt am Sonntag, 15.6.2008
- Nach dem Öl: There will be Brennstoffzelle ☛ “‚Das Öl wird uns ja praktisch nie ausgehen, solange wir bereit sind, unendlich hohe Preise für die Förderung zu zahlen‘, sagt FU-Geologe Heubeck“; leichtfertige Fachexperten-Kultur für komplexe und hochriskante Systemwechsel-Epoche (EG), Der Tagesspiegel, 15.6.2008
- G-8 raises alarm over rising oil prices ☛ U.S. Treasury Secretary Henry Paulson: “‚I think there’s a danger if people say, ‚Oh, it’s the speculators‘‘, Paulson told reporters after meeting with his G-8 counterparts. ‚We don’t want to misdiagnose the problem. And if you look at the problem, I think it’s pretty clear. We have not had an increase in production capacity in oil for the last 10 years‘“; auch eine Strategie gegen PO-Aufklärungsseite: Desinformation durch ungenaue bzw. falsche Aussagen zu kritischen Fakten (EG), Associated Press/msnbc.msn.com, 14.6.2008
- "Die Öl-Blase wird platzen" - Experten erwarten Preisrutsch ☛ Ölpreis bedingter globaler Wirtschaftskollaps ⇒ Öl-Blasen-Ende (EG), n-tv.de, 13.6.2008
- Hoffnung für Verbraucher - Experten erwarten Preisrutsch beim Öl ☛ „Aber selbst ein tropischer Wirbelsturm von der Stärke von ‚Katrina‘, der vor zwei Jahren weite Teile der Südküste der Vereinigten Staaten verwüstet hatte, dürfte den Ölpreis nicht mehr allzu stark nach oben treiben. Experte Weinberg sieht bei 150 Dollar je Barrel (159 Liter) einen starken Widerstand. ‚Das ist so etwas wie eine magische Grenze für die Anleger‘ … ‚Die Blase wird platzen und der US-Ölpreis wieder unter die Marke von 100 Dollar fallen‘, zeigte sich Experte Weinberg überzeugt“; Ölblase platzt, Peak Oil-Problem bleibt (EG), Handelsblatt, 13.6.2008
- Production decline does not mean oil is running out, says BP ☛ „Chief executive calls for Arctic and other areas to be opened up for exploration … The world is not running out of oil and can continue to produce hydrocarbons for the next 40 years provided restrictions on where companies can operate are lifted, the head of BP said yesterday … Hayward defied predictions from some of his peers that current oil production of around 81.5m barrels a day may never be exceeded. He suggested 100m barrels may still be possible“, The Guardian, 12.6.2008
- "Wir sind das Land der Ingenieure" ☛ Kemfert: “…wenn alles optimal laufen würde, der Peak Oil eher im Jahre im 2020 oder 2025 zu erwarten wäre, aber nicht schon in drei Jahren … Man will ja bis 2020 auf 100 Millionen Barrel pro Tag, das ist eine sogenannte Peak, das Ölfördermaximum, was ich denke, was auch realistisch ist, wenn man sich anschaut, welche Öllagerstätten es noch gibt … Und wir sind, genau wie ich auch mein Team, sehr technikgläubig. Wir denken, dass durchaus es möglich sein wird, alternative Kraftstoffe innerhalb der nächsten zehn Jahre flächendeckend an den Markt zu bringen“, Deutschlandradio Kultur, 11.6.2008
- Oil shortage a myth, says industry insider ☛ „There is more than twice as much oil in the ground as major producers say, according to a former industry adviser who claims there is widespread misunderstanding of the way proven reserves are calculated … ‚We should not be surprised if oil dominates well into the twenty-second century‘ … said Richard Pike, a former oil industry man who is now chief executive of the Royal Society of Chemistry“, The Independent, 9.6.2008
- G8-Energieministertreffen zum hohen Ölpreis ☛ „Nach Ansicht des US-Energieminister Samuel Bodman herrscht trotz enormer Sprünge beim Ölpreis keine Ölkrise … Am Sonntag treffen in Aomori die Energieminister der sieben grössten Industrienationen plus Russland (G8) für Beratungen über die Entwicklung des Ölpreises zusammen. Eingeladen zum Treffen sind auch China, Indien und Südkorea“, Bieler Tagblatt, 7.6.2008
- Fossil fuels still the best ☛ „By almost everybody’s estimates by the year 2030, the total world demand will increase by 50 percent and oil, gas and coal will still provide 87 percent of the world energy … And of course the biggest boogieman is climate change hysteria“, China Daily, 6.6.2008
- IEA: "Wir müssen Alternativen zum Öl finden" ☛ „Birol: Wenn wir uns die Energieressourcen weltweit anschauen, so verfügen wir über viel Öl, Wind, Kohle, Uran und so weiter. Heute geht es nicht darum, dass die Ressourcen zur Neige gingen“; Birol und IEA verdecken und vertiefen weiterhin die energetische Fallgrube unserer nun auslaufenden fossilen Zivilisationsform (EG), Deutschlandfunk, 6.6.2008
- Get Ready for the Oil-Price Drop ☛ „Nine out of 10 previous postwar recessions began shortly after a big spike in the price of oil“; ansonsten P.O. und Folgen nicht wirklich verstanden (EG), New York Post, 6.6.2008
- Warum der Ölpreis sinken wird ☛ „Viele derzeit skizzierte Horrorszenarien in Sachen Ölpreis beruhen auf einer Fortschreibung des Status quo. Allein die massive Forschung im Transportsektor zum Beispiel macht aber auch eine andere Entwicklung möglich“; eben kein adäquater Treibstoffersatz für Erdöl in Aussicht (EG), Manager-Magazin, 5.6.2008
- "Copenhagen Censenus": Wie ein Trupp von Star-Ökonomen die Welt retten will ☛ It’s the energy, you… - Elite-Versagen (EG), Spiegel, 1.6.2008
- Der Öl-Crash kommt ☛ „Dabei mehren sich die Zeichen, dass der Ölpreis über kurz oder lang unter 100 Dollar fallen könnte … ‚Tatsächlich ist es möglich, dass die Notierungen am heiß gelaufenen Rohölmarkt nicht nur auf sein fundamental gerechtfertigtes Niveau fallen, das unsere Analysten derzeit bei unter 100 US-Dollar sehen, sondern der Preis würde wahrscheinlich unterschießen‘ … Auch BASF rechnet daher intern mit ‚nur‘ rund 90 Dollar für 2008“; globale Rezession auf strategischer Rechnung? (EG), Euro am Sonntag, 1.6.2008
- D. Yergin: Öl am Wendepunkt - Manche Analysten rufen angesichts hoher Preise bereits das Ende des Ölzeitalters aus. Das ist noch längst nicht in Sicht ☛ ‚Alter Ölhase‘ verkennt die gesamtgesellschaftliche Brisanz der PO-Wendemarke (EG), Financial Times Deutschland, 29.5.2008
- Was wollen die Scheichs? Wenn ein Unternehmen auf der Welt die Ölkrise noch abwenden kann, dann Saudi Aramco, der größte Ölkonzern der Welt ☛ „Wir glauben, wir haben es mit einer vorübergehenden Krise und mit einer riesigen Spekulationsblase zu tun … Natürlich gibt es irgendwann kein Öl mehr … aber erst in hundert Jahren“; Aussage mit immenser globaler und historischer Verantwortungsreichweite (EG), Die Zeit, 29.5.2008
- Luftverkehrsbranche zuversichtlich - Enders erwartet trotz Schwierigkeiten "ganz starkes Jahr" ☛ „Wir erwarten auch 2008 wieder ein ganz starkes Jahr für Airbus und wollen in den kommenden 20 Jahren 24 000 Flugzeuge bauen“, aero.de, 28.5.2008
- Öl, Öl, Öl - bald vielleicht Ölcrash?! ☛ „Da zudem viel ‚silly money‘, also ‚dummes Geld‘, auf immer weiter steigende Erdölpreise spekuliert und die Medien weltweit diesen Hype anheizen, steht der Ölpreis m.E. über kurz oder lang vor dem Zusammenbruch … aber auf absehbare Zeit, mit deutlich nachgebenden Ölpreisen und kann mir im Zuge eines Platzen der Spekulationsblase durchaus auch wieder kurzfristig Preise von 20$ pro Barrel vorstellen. Auf Sicht von etwa 5 Jahren wird sich der Preis dann bei etwa 40$ bis 50$ pro Barrel einpendeln“, sharewise.com, 28.5.2008
- Verzweifelte Suche nach Alternativen ☛ „Nachfrageüberhang, Verknappung oder Spekulation sind jedoch nicht die Hauptgründe für den Ölpreisanstieg: ‚Die Kosten der Förderung spielen die elementare Rolle für die Preisbildung‘, sagt Lutz Mez vom Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin“, FTD, 26.5.2008
- Klartext: Fällt jetzt der Ölpreis endlich? ☛ „Das wirtschaftliche Hauptthema dieser Tage ist der rasant gestiegene Preis für Rohöl. Aber es gibt gute Gründe für einem baldigen Zusammenbruch in den nächsten Wochen, wenn nicht schon Tagen“; Bubble-Theorie verdeckt PO-Problematik (EG), Bild.de, 25.5.2008
„Vor allem die Finanzmärkte treiben den Ölpreis“ ☛ „Wir konnten in den vergangenen Wochen verstärkt beobachten, dass gar nicht mehr Nachrichten aus dem Ölmarkt die Preise bewegen, sondern dass er unabhängig davon auf Aussagen von Brokern und Investmentbanken reagiert … ‚Berechnungen zum nahenden Ende der Ölreserven gibt es seit Jahrzehnte, wären sie richtig gewesen, wäre uns das Öl längst ausgegangen‘, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Klaus Picard, am Mittwoch in Hamburg. Die häufig statische Betrachtung der Endzeit-Szenarien lasse außer Acht, dass der technologische Fortschritt die Reichweite der Ölreserven um viele Jahrzehnte verlängert werde. Mit verbesserter Technik würden neue Felder entdeckt, vorhandene Felder effektiver ausgefördert und schwer zugängliche Vorkommen erschlossen“; Ruhighalten der Öffentlichkeit durch Öl-Lobby (EG), FAZ, 24.5.2008
- Die Rechnung zahlen wir ☛ „Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg kritisierte die Haltung der Pessimisten. Die wirtschaftlich förderbaren Ölreserven seien mit 181 Milliarden Tonnen so hoch wie noch nie, teilte der Verband mit. ‚Berechnungen zum nahenden Ende der Ölreserven gibt es seit Jahrzehnten‘, sagte der Hauptgeschäftsführer Klaus Picard in Hamburg. ‚Wären sie richtig gewesen, wäre uns das Öl längst ausgegangen‘. Die Endzeit-Szenarien ließen außer Acht, dass der technologische Fortschritt die Reichweite der Ölreserven um viele Jahrzehnte verlängern werde“, Die Zeit, 22.5.2008
- Öl statt Finanzkrise ☛ „So lange Öl teuer ist, läuft die Wirtschaft“; steigende Ölpreise bis zum weltweiten Wirtschafts-Crash! (EG), Handelsblatt, 20.5.2008
- The oil transition ☛ „Most of the world’s oil executives, government ministers, analysts and consultants reject the ‚peak oil‘ theory – the notion based on the 1950s work of Marion King Hubbert, a Shell geologist, that crude production will soon enter terminal decline. They say it understates remaining reserves, plays down the contribution of technological advances and ignores the role of market forces in shaping future supply“, Business Spectator, 20.5.2008
- Studie warnt vor einer Ölverknappung ☛ „Allerdings sei die insgesamt rückläufige Entwicklung der Fördermengen nicht unumkehrbar“; Falschmeldung über die EWG-Aussagen (EG), Hamburger Abendblatt, 19.5.2008
- Ölpreis kennt keine Grenzen - Zunächst weitere Teuerung - Hoffen auf neue Quellen ☛ „Auch HWWI-Forscher Matthies prognostiziert, dass im Jahr 2011 der Erdölpreis wieder auf 75 Dollar pro Barrel abrutschen wird. ‚Vor allem durch mehr Energieeffizienz wird in den Industriestaaten der Ölverbrauch in den nächsten Jahren wohl weiter sinken‘“, Mitteldeutsche Zeitung, 18.5.2008
- Mit Geduld in Öl investieren ☛ Anleitung zum richtigen Spekulieren (EG), Welt Online, 18.5.2008
- Ölpreisrekorde: Die begrenzte Macht der Spekulanten ☛ „Ein Drittel des Anstiegs könne der fallende Dollar erklären, ein weiteres Drittel die ‚geopolitische Unsicherheit‘ (also Angst vor Krieg), der Rest sei der Spekulation anzulasten … Wir denken, dass wir uns kurz vor oder bereits in der letzten Phase einer spekulativen Blasenbildung befinden“, Spiegel Online, 17.5.2008
- Rohstoff immer knapper - Öl mit Goldfaktor ☛ „Hintergrund ist den Fachleuten zufolge, dass die Ölförderung nach ihren Berechnungen bis zum Jahr 2030 um die Hälfte schrumpfen wird, wie die Expertengruppe mitteilte … Allerdings sei die insgesamt rückläufige Entwicklung der Fördermengen nicht unumkehrbar“; Falschmeldung über die EWG-Aussagen (EG), Wirtschaftswoche, 17.5.2008
- Das Auto und das Öl (4):"In 50 Jahren könnten wir uns beamen" ☛ „Was wird die wichtigste Entwicklung bei der Mobilität in den kommenden drei Jahren sein? … Zunächst die Normalisierung des Ölpreises. Die Kanadier werden ihre Ölsande erschließen, Chinesen Kohle in flüssiges Öl umwandeln und Mexikaner ihre Reserven im Golf von Mexiko nutzen. Außerdem werden doppelwandige Pipelines den Transport aus Alaska und Sibirien erleichtern. Der Ölpreis wird auf 65 Dollar pro Fass sinken“, Öl-Desinformation von US-Berater (EG), SZ, 16.5.2008
Steigende Energiepreise: Einfach nicht heizen ☛ CDU und FDP verhindern massiv rechtzeitige Peak-Oil-Anpassung Deutschlands (EG), TAZ, 15.5.2008
- Öl: Die begrenzte Macht der Spekulanten ☛ “‚Völlig verrückt‘ sei die Preisrally, gab Rex Tillerson, Chef des größten privaten Ölkonzerns Exxon, schon im März zu Protokoll, als das Fass Rohöl noch nahe der 100-Dollar-Marke notierte. Ein Drittel des Anstiegs könne der fallende Dollar erklären, ein weiteres Drittel die ‚geopolitische Unsicherheit‘ (also Angst vor Krieg), der Rest sei der Spekulation anzulasten“, Manager-Magazin, 15.5.2008
- Das große Ölrätsel ☛ „Es ist einsam um Menschen wie Michael Lynch, Präsident von Strategic Energy & Economic Research, Tim Evans von Citigroup und Fadel Gheit von Oppenheimer geworden. Diese drei Experten sind die prominentesten der letzten Bären auf dem Ölmarkt. Sie halten die Rally des Ölpreises für übertrieben … Die Mehrheit der Analysten hält das aktuelle Preisniveau für fundamental vertretbar“, FTD, 13.5.2008
- Bärbel Höhn: "Spritpreise werden weiter steigen" ☛ Sündenböcke wie z.B. „Spekulanten“ statt Hauptursache Peak Oil (EG), Saarbrücker Zeitung, 10.5.2008
- HWWI-Direktor: Geldfresser Erdöl ☛ “… dass in der mittleren Frist diese Preise dann auch wieder eher nach unten als nach oben gehen werden … Es ist nicht so, dass es zu einem Vollstopp der Konjunktur in Europa kommen wird, auch nicht in Deutschland. Ich denke, dass aller schlechten Nachrichten zum Trotz gerade die deutsche Wirtschaft enorm stabil sich ausweist“, Deutschlandfunk, 9.5.2008
- Hohe Ölpreise bleiben noch wenigstens ein halbes Jahr ☛ „Es gebe genug Rohöl, aber die falschen Raffineriekapazitäten … Die Frage, ob JBC Energy das Produktionsmaximum (‚Peak Oil‘) beim begehrten Leichtöl bereits erreicht sehe, beantwortet ul-Haq nicht direkt: die Raffineriekapazität für schwereres Öl müsse dann eben entsprechend ausgebaut werden“, WirtschaftsBlatt.at, 9.5.2008
- Es gibt noch genug Ölreserven ☛ „Die hohen Preise machen die Förderung von schwer zu erschließendem Öl wieder attraktiv, sagte der Chefredakteur des Energie-Informationsdienstes, Rainer Wiek, der Nachrichtenagentur AP am Dienstag … ‚Öl ist noch genug da. Die Frage ist nur, ob wir es der Entwicklung des Bedarfs entsprechend rechtzeitig und ausreichend dem Markt zur Verfügung gestellt bekommen‘“, net-tribune.de, 7.5.2008
- Ölreserven reichen noch für 40 Jahre - Trotz des international hohen Energieverbrauchs sind die Ölreserven so schnell nicht erschöpft ☛ „Die Menge der bestätigten Ölreserven liegt laut Mineralölwirtschaftsverband (MWV) bei etwa 181 Mrd. Tonnen, was bei heutigem Verbrauch etwa zwischen 40 und 50 Jahre reicht … Die Reichweite beim Gas liegt bei heutigem Verbrauch demnach etwa noch bei 60 Jahren und die von Kohle deutlich darüber“, Handelsblatt, 6.5.2008
- Drei harte Wahrheiten über die Energie ☛ Shell: „Allein die sogenannten bestätigten Ölvorräte reichen für 46, die Gasreserven für 64 und die von Kohle für 155 Jahre. Und darin sind nur die heute bekannten, mit heutigen Techniken und zu heutigen Preisen förderbaren Reserven enthalten“, Sächsische Zeitung, 2.5.2008
- Hoher Ölpreis und kein Ende ☛ “‚Es wird immer Öl geben, wenn die Bezahlung stimmt. Grundsätzlich kann man auch aus 50 Kilometer Tiefe Öl fördern, wenn der Markt das verlangt‘, sagt Weinberg“; unsere Bank-Experten (EG), SZ, 30.4.2008
- Peak Oil Panic - There's plenty of oil for everybody ☛ „According to ‚WorldPublicOpinion.org‘ majorities in 15 of the 16 nations surveyed around the world think that oil is running out . . . Only 22 percent on average believe that ‚enough oil will be found so that it can remain a primary source of energy for the foreseeable future‘“, The Weekly Standard, 29.4.2008
- "Sich vom Öl zu entwöhnen ist schwer" ☛ „Sie beschreiben eine vorübergehende Knappheit … Aus unseren Daten über bereits bekannte und zu erwartende künftige Reserven können wir ableiten, dass der Höhepunkt der Förderung etwa im Jahr 2020 erreicht sein wird“; BGR-Präsident Kümpel sieht mittels ‚geologischem Tunnelblick‘ P.O. erst um 2020 (EG), Die Zeit, 25.4.2008
- Schwieriges Fördergebiet - Die Renaissance des Nordsee-Öls ☛ „Alle Welt redet von neuen Ölfeldern, die für den steigenden Energiebedarf gebraucht werden. Dabei sind viele alte Lager noch gar nicht ausgebeutet. Nun erlauben es der technische Fortschritt und der steigende Ölpreis, aus den vermeintlich ausgelaugten Fördergebieten mehr herauszuholen“; das Schönschreiben finaler Fördergebiete (EG), FAZ, 22.4.2008
- Clinton setzt auf Amerikas schlimmste Ängste ☛ Energiepreise als Alltagsproblem und Ursache für Folgekrisen immer noch tabuisiert (EG), Spiegel, 22.4.2008
- Saudi King Abdullah drops quiet bombshell; U.S. media sleep through it ☛ Fragen zum globalen Umgang mit den letzten Ölfeldern der Erde ein Mega-Tabu allerorten (EG), EnergyBulletin, 21.4.2008
- Geowissenschaftler: Große Öl-Funde ändern nichts an Knappheit ☛ „Die BGR hatte vor wenigen Monaten in einer Studie errechnet, dass die Öl-Förderung ungefähr um das Jahr 2020 ihren Zenit erreicht. ‚Dabei bleiben wir, plus/minus fünf oder zehn Jahre‘, sagte Rempel“; unzureichende Expertenleistung (EG), verivox, 17.4.2008
- Ölfeld gefunden - Ölfunde stärken Brasilien ☛ „In Zukunft könnte das Land sogar zu einem bedeutenden Ölexporteur aufsteigen“; der Überschriften-Schlußsatz-Trick (EG), FAZ, 15.4.2008
- Riesiges Ölfeld in Brasilien entdeckt ☛ „Sensationeller Fund: Vor der brasilianischen Küste wurde ein neues Ölfeld entdeckt. Es könnte sich um das drittgrößte der Welt handeln. Experten sind sich nicht sicher, ob die Förderung rentabel ist“; insgesamt unseriöser Journalismus bei einem ernsten Problem (EG), FTD, 15.4.2008
- Brasilien auf dem Weg zur Ölmacht ☛ „Weniger zurückhaltend gab sich die Kabinettschefin Dilma Rousseff. ‚Wenn sich der Fund bestätigt, wird Brasilien ein Ölexporteur auf einem Niveau wie die arabischen Länder und Venezuela‘, jubelte sie“; rosarote Brille gegen Fakten u. Kernaussagen (EG), FAZ, 15.4.2008
- Weinberg: "Öl ist physisch nicht knapp" ☛ „Wenn man bei der Gesamtgröße des Vorkommens von 33 Milliarden Barrel eine Ausbeutung von 50 Prozent bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren unterstellt, kann dieses Ölfeld allein täglich rund 1 Million Barrel Rohöl liefern … Insofern bin ich zuversichtlich, dass wir mit Ölsand, Ölschiefer und Offshore-Öl die Produktion künftig steigern und die wachsende Nachfrage decken können“, mangelnde Tiefseeöl- u. Ölsand-Fachkenntnisse (EG), boerse.ARD.de, 15.4.2008
- "Es gibt noch jede Menge Kohlenwasserstoffe" ☛ „Die Cambridge Energy Research Associates Inc. hat dazu gut fundierte Arbeiten vorgelegt … Was damals die Nordsee war, sind heute Ölsande, Ölschiefer oder Tiefseevorkommen. Wenn der Druck steigt, werden Technologien entwickelt, diese Vorkommen zu erschließen … Shell allein hat im vergangenen Jahr netto 24 Milliarden Dollar - in Worten: vierundzwanzig Milliarden Dollar - investiert, in diesem Jahr werden es 24 bis 25 Milliarden Dollar sein“, n-tv.de, 1.4.2008
- Das Ende der Benzinhysterie ☛ „Die Ölpreise werden in den kommenden Wochen unter Druck geraten, weil es im größten Verbraucherland USA ein Überangebot an Benzin und anderen Ölprodukten gibt … ‚Bald wird auch die Nachfrage nach Heizöl zurückgehen. Das wird den Rohölpreis kräftig unter Druck setzen‘, ist Ölexperte Lynch überzeugt“; das Elend mit den ‚Tunnelblick-Experten‘ (EG), FTD, 31.3.2008
- Experten sehen Zeichen für fallenden Ölpreis ☛ Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank: „Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass sich diese Fundamentaldaten in den kommenden Wochen in den Preisen durchschlagen sollten, auch wenn aktuell das starke Interesse der Investoren die Richtung vorgibt“; Macht und Ohnmacht der ‚Scheinexperten‘ (EG), FTD, 11.3.2008
- Die Grenzen des Erdöls - Irgendwann müssen wir ohne Öl auskommen ☛ Verharmlosen durch mehrfach falsche Zahlenangaben (EG), WDR Quarks, 11.3.2008
Saleri: The World Has Plenty of Oil ☛ „Cambridge Energy Associates forecasts the global daily liquids production to rise to 115 million barrels by 2017 versus 86 million at present … The world is not running out of oil anytime soon … Sufficient liquid crude supplies do exist to sustain production rates at or near 100 million barrels per day almost to the end of this century“; durchgeknallt (EG), Wall Street Journal, 4.3.2008
- Warum geht uns das Öl nicht aus? ☛ Optimismus bis zum bitteren Ende (EG), FAZ, 3.3.2008
- Commerzbank Corp. & Markets: Energie - Angst vor Angebotsengpässen ☛ „Damit würden die soliden Fundamentalfaktoren für eine Korrektur am Ölmarkt sprechen. Die Analysten würden erwarten, dass Brentöl bis zum Sommer auf 85 Dollar fallen werde“, aktiencheck.de, 28.2.2008
- BP: "Horrorszenarien sind so alt wie die Ölindustrie" ☛ „Genau wie vor 25 Jahren reichen die bestätigten Reserven noch über 40 Jahre lang … Ölschiefer in den USA könnte wohl für hunderte von Jahren unseren Ölbedarf decken“, Berliner Zeitung, 4.2.2008
- Öl aus der Arktis - Politik zensiert Forscher-Warnungen ☛ „Denn die USGS-Experten sind bekannt dafür, dass sie gern optimistische Schätzungen abliefern. Am Kaspischen Meer hatten sie in den Neunzigern schon einmal einen Ölboom vorausgesagt. Mittlerweile geht man aber nur noch von einem Achtel der ursprünglich prognostizierten Lagerstätten aus“, Spiegel, 22.1.2008
2007:
- BP: "Es gibt beim Erdöl kein Ressourcenproblem" ☛ „Die ausgewiesenen Fördergebiete reichen zu heutigen Kosten und beim heutigen Stand der Technik noch für mehr als 40 Jahre“, FAZ, 14.12.2007
- Klimaschutz treibt Auto-Industrie in die Innovationsoffensive ☛ Dr. Dieter Walther (Deutsche BP AG): „Öl sei zwar langfristig endlich, aber für die nächsten Jahre bestünden noch genügend Rohölreserven … Es werde zwar weiterhin ausreichend Öl zur Verfügung stehen, um Kraftstoffe zu produzieren, allerdings dürfe der steigende Bedarf nicht zu einer weiteren Steigerung der CO2-Emissionen führen. ‚Das Motto heißt nicht weg vom Öl, sondern weg vom CO2’, betonte Walther“(s.4), 15.Handelsblatt Jahrestagung „Die Automobilindustrie“, euroforum.de, 12.12.2007 ( )
- Weg vom Öl ohne es zu verlassen - Öl bleibt für Jahrzehnte wichtigster Energieträger ☛ „Öl wird auch in 30 Jahren der wichtigste Energieträger der Welt sein … Da Öl stärker genutzt wird als Gas, ist die Reichweite etwas geringer. Dennoch, sie erlaubt in den kommenden 10 bis 15 Jahren ein moderates Nachfragewachstum“, esyoil.com, 11.12.2007
- Wo bitte, geht' s zur nächsten Ölkrise? ☛ „So gesehen, darf es ruhig noch etwas mehr sein beim Ölpreis - denn viel hilft viel“, DW-WORLD.DE, 21.11.2007
- »Kein Quellenproblem« ☛ Wir haben ein Quellen-, Energieeffizienzversagens- und Energieexpertenproblem (EG), Die Zeit, 15.11.2007
- Ölpreis nahe 100-Dollar - schnell kann's anders aussehen ☛ Harte unter- und oberirdische Fakten ignorierend (EG), FAZ, 8.11.2007
- Ölindustrie warnt vor neuem Preis-Schock ☛ „Je höher der Preis, desto mehr Reserven gibt es - schließlich lohnt es sich bei einem hohen Ölpreis, auch solche Felder anzuzapfen, deren Förderung früher zu teuer war. Hinzu kommt der technische Fortschritt, der immer mehr Ölvorkommen erschließbar macht. ‚Man findet ständig neues Öl‘, sagt Frondel, ‚auch in der Nordsee.‘ Anders verhält es sich mit der Gesamtmenge eines Rohstoffs in der Erdkruste. Diese ist natürlich begrenzt, aber noch lange nicht aufgebraucht, sagt Experte Frondel. „Es gibt genug Öl auf der Welt.“ Sämtliche Vorhersagen aus den siebziger Jahren, wonach die Rohstoffvorräte der Erde schon bald aufgebraucht würden, seien heute widerlegt“, Spiegel, 1.11.2007
- Mankind will never run out of oil ☛ „Managed thus, Earth would allow us to have far more greater volumes of its ‚black gold‘“; auf jeden Fall volumenmäßig unrelevante „Abiogenic-These“ (EG), Pravda, 11.10.2007
2006:
- Das Öl der Weisen - Shell und die Kraftstoffzukunft ☛ „Einen weltweiten Rückgang des Diesel- und Benzinverbrauchs sieht man erst um 2060. Bis dahin steigt der Anteil synthetischer und biogener Kraftstoffe nur sehr langsam, während der Verbrauch fossiler Kraftstoffe noch einmal gewaltig in die Höhe geht“, derStandard, 23.12.2006
- Peak Oil bloßes Ammenmärchen? ☛ Realität 3.2008: Tiefsee-Ölvorkommen lt. Exxon-Chef oft erschließungs-ökonomisch zu klein (EG), aktiencheck.de, 11.12.2006
- World oil supply still plentiful, study shows ☛ „Influential think tank dismisses ‚peak oil‘ theory, sees production rising“, msnbc, 14.11.2006
- Riesige Ölreserven im Golf von Mexiko entdeckt - Drei westliche Konzerne profitieren ☛ „Gewaltige“ Extremölfunde werden am Ende des Tages volkswirtschaftlich marginalen EROEI-Wert zeitigen (EG), NZZ, 5.9.2006
- Wenn der Gipfel nicht das Ziel ist - Die «Peak Oil»-These prognostiziert das nahe Ende des Erdölzeitalters ☛ „Kritiker werfen dem Modell vor, dass die Preiseffekte und die Vorkommen von nicht konventionellem Erdöl zu wenig berücksichtigt werden“, NZZ, 23.2.2006
- Der große Ölschwindel ☛ „Abiotisches Erdöl …“; moderne, obskure Desinformationsstrategien (EG), Nexus Magazin, 1-2.2006, (Ähnliches: )
2005:
- Der Öl-Fördergipfel ist überschritten - Das Angebot wird sich dauerhaft verknappen ☛ „Das gegnerische Lager rund um Saudi-Aramco, Ölmultis wie Exxon-Mobil und die wissenschaftliche Gruppe CERA (Clanbridge Energy Research Associates) bestreitet eine Versorgungslücke, spricht im Gegenteil von Überkapazitäten bis zum Jahr 2010 und sieht den Öl-Förder-Gipfel erst für die Zeit nach 2040“, Handelsblatt, 3.12.2005
Simmons: «Ölpreis von 250 Dollar» ☛ „Die Energiespezialisten in der Regierung Bush werden praktisch wöchentlich von Experten des American Petroleum Institute oder von Exxon besucht, die ihnen vormachen, die Ölproduktion sei kein Problem und der Preis werde wieder zusammenbrechen. Sie behaupten auch, dass Kanada gleich viele Reserven hat wie Saudi-Arabien. Nur handelt es sich um Bitumen, der nicht gleich genutzt werden kann wie Öl. Es wird viel Mist herumgeboten, und niemand hat die Übersicht. Deshalb ist so schwer, Meinungen zu ändern … Ich weiss, dass unter den Topberatern des Präsidenten eine unglaubliche Frustration herrscht. Sie sind frustriert, weil ihnen bisher jeder Versuch, die Energiepolitik zu ändern, ein blaues Auge eingetragen hat“, Tagesanzeiger.ch, 23.7.2005
- Ölpreisprognosen jetzt schon bei 120 $ ☛ „Andererseits kommt nun wieder eine neue ‚schockierende‘ Ölpreis-Studie heraus, dieses Mal vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) in Zusammenarbeit mit der Berenberg Bank, nach welcher der Ölpreis bis 2030 auf 120 $ Barrel steigen könnte. Das sind noch einmal 15 Dollar mehr als nach dieser Goldman Sachs Studie. Natürlich kann der Ölpreis in 25 Jahren wer weiß wo stehen, zunächst sollte man erst einmal fragen, wo dann der Dollar steht. Wenn Sie dann für einen Euro ganze drei Dollar erhalten, kann es schon gut sein, dass der Ölpreis bei 120 $ steht. Ansonsten halte ich diese Studie für, ich sage mal: ‚sehr gewagt‘, die Gründe habe ich hier bereits mehrfach dargelegt“, FinanzNachrichten.de, 18.7.2005
- Exxon CEO skeptical on new era for oil ☛ “‚Where this cycle will end, we can all speculate on that, but I would suggest to you it will take a few years to sort out where it’ll all end‘, Raymond said at the Reuters Energy Summit. ‚The resolution will not be quick‘ … Nevertheless, Raymond cautioned against believing that the events of the past year had ushered in a new era for oil prices – as some energy pundits and Exxon’s top U.S. competitor, Chevron Corp., have suggested. History has consistently shown that a surge in oil prices is followed by a fall, Raymond said“, Reuters, 21.6.2005
High oil prices are here to stay ☛ „Lord Browne, BP’s chief executive, recently told the House of Lords that the era of $20-a-barrel oil was over and for the immediate future, prices would remain above $40. After that, however, he looked forward to a period, perhaps three to four years hence, in which higher output would come from the Caspian, Angola and from expanded capacity in some of the Opec states. ‚Over the longer term, the abundance of resources, interfuel competition, and the potential to employ more energy-efficient technology suggest that prices much above $35 are not sustainable for very long periods‘, he said … Will energy demand go on growing at this rate? Not according to Peter Davies, BP’s chief economist. The softening of world economic growth will take the edge off the demand for oil, which will increase at a slower rate than last year“, The Times, 19.6.2005
- How Saudi Arabia can double oil production ☛ „Saudi oil production capacity could grow from its current 11 million b/d to over 23 million b/d to meet world demand according to Saudi Aramco’s President and Chief Executive Officer Abdallah S. Jumah“; tötliche Lügen für die Menschheit (EG), AME Info.com, 4.6.2005
2004:
- Mexiko: Ölfund verdoppelt die Reserven ☛ “‚Mehr noch, wir wären in der Lage ein Förderniveau wie das Saudi-Arabiens, das täglich 7,5 Millionen Barrel fördert oder Russlands, das 7,4 Millionen Barrel produziert, zu erreichen‘, sagte Ramirez (Pemex-Explorations- und Produktions-Chef)“; seit 2004 fiel die mex. Ölförderung lt. BP Stat. Rev. von 3,824 mbd in 2004 auf 3,477 mbd in 2007 (EG), Focus, 31.8.2004
1999:
- Why cheap oil may be bad ☛ „Oil is cheaper today, in real terms, than it was in 1973 … The chairman of Royal Dutch/Shell, Mark Moody-Stuart, three months ago unveiled a five-year plan that assumed a price of $14 a barrel. He has since publicly mused about oil at $11. Sir John Browne, chief executive of BP-Amoco, is now working on a similar assumption“, The Economist, 4.3.1999
- Drowning in oil ☛ „It would be progress, too, to get away from the notion that oil is scarce—an assumption that led to two decades of energy-policy mistakes, such as subsidising coal and nuclear power“, The Economist, 4.3.1999
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