Peak Oil Leugner: Kommentare, Fachartikel

2011:

  • D. Yergin: There Will Be Oil ☛ „Based on current and prospective plans, it appears that the world’s production capacity for ‚oil and related liquids‘ (in industry jargon) should grow from about 92 million barrels per day in 2010 to over 110 million by 2030. That is an increase of about 20%“; Politiker- + Volksverdummung: minderwertigere + teurere + schädlichere + ungewisse Öl-Alternativen dazuphantasiert (EG), WSJ, 17.9.2011 ( , )
  • :!:J.E. Keating: Megatrends That Weren't - Peak Oil ☛ „In 1956, geophysicist M. King Hubbert developed a model – now known as Hubbert’s peak – predicting that global oil production would tap out in the early 1970s. It didn’t quite work that way“; Infarme Lüge, denn Shell-Geologe Hubbert sagte 1956 exakt den US-Peak für um 1970 vorher! (EG), Foreign Policy, 9/10.2011 ( , , , , , , )
  • :!:H. Rentsch: Zu viel Aufregung um den «Peak Oil» ☛ „Die Warner vor einem Produktionsmaximum bei der Erdölförderung verkennen die hohe Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft. Erfahrungen lassen erwarten, dass der «Peak Oil» ohne Konflikte um die Ressourcen zu bewältigen ist“; , , , , Heutige Ökonomen sind für die begonnene historische Ressourcenwende und die deswegen zwingend erforderliche radikale (System-)Transformation (z. Zt.) weitestgehend inkompetent/lösungsunfähig/kontraproduktiv (EG), NZZ, 17.3.2011
  • K. Bergmann: Nicht Öl, sondern Geld ist das Problem ☛ “…Peak Oil genannt, um das Jahr 2035. Bis dahin kann die Produktion moderat steigen … Finanzjongleure zitieren in ihrem unersättlichen Streben nach steigenden Ölpreisen natürlich andere Studien zum Thema Peak Oil. Es sind solche, die Peak Oil bereits hinter uns oder kurz bevorstehend sehen. Um solche Aussagen zu rechtfertigen, muss der Betrachtungsrahmen reduziert werden. Die Aussagen gelten nämlich nur für sogenanntes konventionelles Öl“; Nur dieses Crude Oil ermöglicht(e) Wachstum und Überfluß (EG), esyoil.com, 18.1.2011

2010:

  • J. Krönig: Der Preis des Energiehungers ☛ „Trotz der dramatischen Ölpest: Den Ausstieg aus dem Ölzeitalter werden wir uns auf viele Jahrzehnte hinaus nicht leisten können“, Zeit, 22.7.2010
  • OMV-Vorstand Langanger: "Sind keine Gutmenschen" ☛ „Ich glaube nicht an ‚Peak Oil‘. Die Welt fördert derzeit ungefähr 85 Mio. Fass Öl am Tag. Bis 2030 wird die Förderung meiner Meinung nach auf 90 bis 95 Mio. Fass steigen. Statt ‚Peak Oil‘ rechne ich dann aber mit ‚Plateau Oil‘, einer konstanten Förderrate für mindestens zwanzig Jahre“, Die Presse.com, 4.3.2010

2009:

  • :-(BMWi: Energierohstoffe 2009 - Zuwachs bei Reserven und Ressourcen ☛ „Beim Erdöl rechnet die BGR dagegen bis etwa zum Jahr 2035 mit dem Fördermaximum“; Im Jahr 2 nach dem historischen globalen Allzeitfördermaximum: absurde ministerielle Sabotage einer ausreichend effektiven Vorbeitung bzw. Anpassung Deutschlands auf bereits begonnene Ressourcenverknappungen (EG), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik/Monatsbericht September 2009, S.8-13, 1.9.2009 (Bericht ’09: , )
  • N. Paech: Wohlstand ohne Wachstum ☛ „Das gegenwärtige Modell einer Wachstumsökonomie wird jedenfalls in zehn bis zwanzig Jahren unsausweichlich an seine Grenzen stoßen“; Der unausweichliche globale gesamtwirtschaftiche Wachstumsgipfel der fossilen Zivilisationsära wurde bereits im Jahr 2008 überschritten (EG), GP Magazin 5/09 ( ), hier in: 52wege.de
  • M. Koelling: Der lachende Pessimist (Meadows) ☛ „Für ihn haben die Explosion des Ölpreises und die Implosion der Wirtschaft nicht direkt mit den Grenzen des Wachstums zu tun, sondern mit klassisch kapitalistischer Spekulation und zyklischer Überproduktion“; Tragisches Nicht-Verstehen(-wollen) der 1998 begonnenen Peak Energy-Phase (EG), der Freitag, 23.7.2009
  • :!:Aktuelle BGR-Studie „Energierohstoffe 2009“: Woher kommt die Energie für das 21. Jahrhundert? ☛ „Wenn wir aber alle Optionen optimal nutzen, könnte die Erdölförderung insgesamt – also auch aus nicht-konventionellen Quellen wie Ölsanden sowie durch eine bessere Entölung der Lagerstätten – bis etwa 2030 gesteigert werden … In der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erstellten Studie…“; Auftragsvorgaben statt wissenschaftliche Seriösität (EG), Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, 23.6.2009
  • WEG: Reichweite fossiler Rohstoffe ☛ „Daraus resultiert eine Reichweite von 140 Jahren für Erdöl und von 260 Jahren für Erdgas. Eine zukunftsorientierte Betrachtung wird aber auch einbeziehen, dass der Öl- und Gasverbrauch zukünftig wachsen wird, ebenso wie der historische Trend der Zunahme der Vorräte“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., Link/zit. v. 19.6.2009
  • U. Rothe: Die Legende von Peak Oil - Warum das Erdöl nicht alle wird ☛ „Jedes Jahr mehr Öl … Die russische Theorie … Ölregen im Golf von Mexiko … Abschied vom grünen Weltbild nötig … Auch dürfte sich in den Wissenschaftsredaktionen mittlerweile herumgesprochen haben, dass die in den Methanhydratvorkommen der Ozeane eingeschlossenen mehreren Hundert Milliarden Tonnen Kohlenstoff – ältere Schätzungen gehen von zehn Billionen Tonnen aus – wohl kaum biologischen Ursprungs sein können … Aber weil die veröffentlichte Meinung hierzulande maßgeblich von grünen Ideologen bestimmt wird, werden wir täglich mit politisch motivierten, wissenschaftlich nicht haltbaren und zuweilen vollkommen blödsinnigen Meldungen von ‚menschengemachtem Waldsterben‘, ‚menschengemachten Treibhausgasen‘ und ‚menschengemachter Klimakatastrophe‘ zugemüllt“, P.T. Magazin für Wirtschaft, Politik und Kultur, 11.5.2009
  • Leggewie/Welzer: Anpassung an das Unvermeidliche? Klimawandel als kulturelles Problem ☛ „Im Klimawandel liegt gewiss eine erhebliche Gefährdung überkommener Standards des Lebens und Handelns, gerade deswegen, weil die drohende Endlichkeit der natürlichen und institutionellen Ressourcen die Regeneration krisenbetroffener Systeme (Markt, Staat, Demokratie, Zivilgesellschaft) unter erheblichen Zeitdruck setzt – die Schere schließt sich zwischen 2020 und 2050“; Die energetische Schere schließt sich seit der kontinuierlichen Ressourcenverteuerung 1998 und führte zum Kollapsbeginn im Sommer 2008 (EG), Polar, Nr.6, 4.2009

2008:

  • A. Hecker: Honda-Ausstieg - Formel 1 fürchtet Domino-Effekt ☛ „Doch der Absatzeinbruch auf dem Automobil-Markt ist vorgeschoben. Der Ausstieg hat nichts mit der Finanzkrise zu tun … Die nur schwer zu überschauende Gegenrechnung aber reduziert diese Einsparung. Honda wird weltweit nicht mehr im Bilde sein, wenn sich die Boliden im Kreis drehen … In solchen Zeiten gilt ein antizyklisches Vorgehen, eine Erhöhung der Werbungskosten, eher als sinnvoll“; Lobbyistische Ressourcen-Blindheit dieses Presse-Vertreters (EG), FAZ, 5.12.2008
  • B. Nicolai: Die Zukunft der großen Handelshäfen ☛ „Weltweit klagen Containerreedereien über hohe Kosten und niedrige Gewinne. Bei einigen Linien geht die Auslastung zurück. Doch Asiaten und Europäer bauen ihre Häfen aus. Die Zukunfsaussichten der Branche sehen in vielen Prognosen nämlich nicht so düster aus wie diese Momentaufnahme“; Historische Energie- und Ökonomie-Wende ignorierend (EG), Welt, 10.9.2008
  • Energy Watch Group: Bis zum letzten Tropfen Öl (T. Seltmann-Interv.) ☛ „Das wichtigste Anliegen besteht darin, Daten und Zusammenhänge transparent zu machen. Bisher werden diese sehr oft durch Organisationen oder Regierungen gefiltert und dann erst veröffentlicht. Deshalb möchte die Energy Watch Group jene Stimme sein, die Daten und Fakten aus dem Energiesektor unabhängig darstellt und eine Art ‚Bypass‘ um die politischen und einzelwirtschaftlichen Interessenfilter legt“, tagesblick.de, 26.8.2008
  • In the Tank - Making the Most of Strategic Oil Reserves ☛ „In the meantime, shock absorbers such as properly managed strategic oil reserves have a central role to play in limiting the effects of the crises that periodically convulse the world oil market“, Foreign Affairs, 7-8.2008
  • H. Hinze: Weltwirtschaft - Die Welt bleibt flach ☛ „Ganz egal wie sehr der Ölpreis noch steigt: Die Globalisierung lässt sich nicht stoppen. Der Transport der massenweise und vor allem billig hergestellten Produkte wird ein wenig teurer - mehr aber auch nicht“, SZ, 23.7.2008
  • Re-examining peak oil: An interview with Nansen G. Saleri ☛ „Saleri believes that the peak oil argument is based on the outdated assumption that oil recovery will not exceed more than 30-35% as a global average. Horizontal drilling and modern extraction techniques are, according to Saleri, producing a sea change in recovery growth that may extend the onset of peak oil production until the middle of this century or longer“; fataler Optimismus durch reduktionistischen Beobachterstandpunkt (EG), WorldOil magazine, 7.2008
  • Neue Impulse für die deutsche Ölförderung ☛ „Es ist schon erfreulich … wenn es Berichte sind, nach denen die Ölförderung in Deutschland wieder zunimmt … Aber man solle die Bedeutung des deutschen Öls nicht unterschätzen“; all die vermuteten letzten deutschen Ölvorkommen sind und bleiben minimal im Vergleich zum heutigen dt. Jahresverbrauch von 100 Mio. t (EG), Brennstoffspiegel, 6.2008

2007:

  • S.E. Tischler: Der Erdöl-Schwindel ☛ „Deshalb müssen wir sparsam mit Erdöl umgehen, das weiß jedes Kind. Denn es geht rapide zur Neige, stimmt diese Theorie?“, Zentrum der Gesundheit.de, 24.1.2007
  • Interview mit Dr. Christof Rühl – Chefökonom, BP Group ☛ „Aber es gibt hier prinzipiell keine Mengenbeschränkung. Man sollte sich daher das weltweite Angebot des Rohstoffes Öl als eine normale, steigende Angebotskurve vorstellen und eben nicht wie ein Glas Wasser, dass im Moment halbvoll ist und daher in absehbarer Zeit ganz erschöpft sein wird“, BP, 1.1.2007

2006:

  • :!:CERA says peak oil theory is faulty ☛ “‚Oil is too critical to the global economy to allow fear to replace careful analysis about the very real challenges with delivering liquid fuels to meet the needs of growing economies‘ … ‚This is the fifth time that the world is said to be running out of oil‘, says CERA Chairman Daniel Yergin … ‚There’s no reason to think that technology is finished this time‘“, Energy Bulletin, 14.11.2006
  • The Peak Oil Theory ☛ „There is no ‘physical’ problem in the long run. There are, however, investment problems on the transition path from the oil to the ‘other liquids’ era … And what we need to worry about now, and seek solutions to, are the investment and technical progress issues … Re-focusing the debate away from the peak oil paranoia and towards the need to invest in the production of liquid fuels at the right time will put us on the road to a solution“, Oxford Institute For Energy Studies, 9.2006
  • ENI: Ein zweifaches Hoch auf teures Öl ☛ „Die Schreckensvision der großen Ölpessimisten ist dagegen nicht gerechtfertigt … Ihr pseudowissenschaftlicher Fatalismus … hat sich in der Vergangenheit immer wieder als falsch herausgestellt. Es ist unwahrscheinlich, dass er sich irgendwann als richtig erweist“, Foreign Affairs, 03/04.2006 (engl. Original: )
  • W. Engdahl: Vom Mythos der begrenzten Vorräte - Die Ölreserven tief in der Erde ☛ „Hätte ExxonMobil wie geplant bei Yukos einsteigen können, wäre dem Unternehmen die Kontrolle über ein enormes Potenzial an Geologen und Ingenieuren zugefallen, die in den ‚abiotischen‘ Techniken des Tiefbohrens bestens ausgebildet waren. Man hätte sich auf diese Weise russischer Technologien versichern können, um die Ölförderung in alten Schächten durch ausgefeilte Bohrmethoden wiederherzustellen. Ein solcher Ansatz ist im Westen unbekannt“, der Freitag, 10.3.2006
  • S.E. Tischler: Von Knappheit keine Spur - das Geheimnis des Erdöls ☛ „Vor allem scheint es, dass sich erschöpfte Ölquellen ‚von selbst‘ wieder auffüllen, wofür die Theorie der fossilen Ölentstehung keine Erklärung bieten kann … Es ist offensichtlich, dass die Ölindustrie selber die Theorie der fossilen Treibstoffe schon seit Jahrzehnten als nicht mehr relevant betrachtet“, Wahrheitssuche.org, 2006
  • EIA: Economic Effects of High Oil Prices ☛ „In the 1970s and 1980s the damages were substantial, and it is believed that recession followed — and may have been caused by — the oil price increases. Current literature suggests that, in today’s U.S. economy, sustained higher oil prices can slow short-term growth but are not likely to cause a recession unless other factors are present that shock economic decisionmakers or lead to inappropriate economic policies“; U.S. Energy Desinformation Administration (EG), U.S. Energy Information Administration, 2006

2005:

  • Prof. Dudenhöffer: Energie - Zukunftslösungen sind keine Subventionslösungen ☛ „Nach dem Club of Rome Szenario säßen wir heute im Dunkeln, der letzte Tropfen Erdöl wäre aufgebracht, die Wirtschaft läge zerstört am Boden“; G.d.W., 1972: Öl reicht zwischen 20 und 50 Jahre, je nach Welt-Wirtschaftswachstum und realen Funden (EG), GAK - Fachmagazin für die Polymerindustrie, 8.2005

2004:

  • A.J. Cavallo: Spare Capacity (2003) and Peak Production inWorld Oil ☛ „This also implies that with an invigorated Iraqi industry, and with further increases in production in the Former Soviet Union and other non-OPEC areas, there would be significant short-term downward pressure on oil prices and strains within OPEC. These transient issues do not alter the projection for a resource-constrained peak or plateau in non-OPEC production between 2010 and 2018“, Natural Resources Research, Vol.13, No.1, 3.2004

2003:

  • J. Grawe: Geht uns bald das Öl aus ? ☛ „Durch die vom Club of Rome in Auftrag gegebene Studie ‚Die Grenzen des Wachstums‘ schien das 1974 zur Gewissheit zu werden. Der Bericht sagte die Erschöpfung der Vorkommen um die Jahrtausendwende voraus“; Lüge: Der Bericht setzte im Jahr 1972 die Erschöpfung des Erdöls in Abhängigkeit von Neufunden und Weltverbrauch für die Jahre zwischen 1992 und 2022 an (EG), Energie-Fakten.de, 6.2003

2001:

  • B. Lomborg: Running on empty? Running out of resources ☛ „Ever since it became our most valuable resource, we have worried about whether our oil supply will last. But, says Bjorn Lomborg, such fears are age-old and unfounded. In the second of his three exclusive essays for the Guardian, he argues that the wells will never run dry“, Guardian, 16.8.2001 (Text: )

1999:

  • Playing Politics with the Planet ☛ “…1992 Earth Summit held in Rio, President George Bush … »The American way of life is not negotiable« … Daimler-Chrysler predicts that by 2003 it will be selling 100,000 cars a year powered exclusively by hydrogen fuel cells“, The Atlantic, 14.4.1999

1992:

  • Summit to Save the Earth Rich Vs. Poor (Rio) ☛ „Skeptical about the evidence that global warming will occur, the Bush Administration was concerned that an arbitrary reduction in the output of CO2 would mean a decline in industrial production and a loss of jobs … »the American life-style is not up for negotiation«“, Time, 1.6.1992

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