Inhaltsverzeichnis
Peak Nahrungsmittel: Nachrichten
2010:
2.Hj.:
- Papst gegen Grüne Gentechnik ☛ „Gestern meldete sich Papstsprecher Federico Lombardi auf Radio Vatikan: Der Papst distanziere sich von der Befürwortung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen. Teilnehmer einer Tagung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften hatten sich zuvor für die umstrittene Grüne Gentechnik ausgesprochen“, GreenPeace.de, 2.12.2010
- Päpstlicher Segen für den Gen-Reis ☛ „Akademie der Wissenschaften im Vatikan für Einsatz der Grünen Gentechnik - Experten des Heiligen Stuhls sehen große Vorteile für Kleinbauern und arme Landbevölkerungen - Es sei ein Risiko, auf die neuen Techniken zu verzichten und sich nur auf die traditionelle Züchtung zu verlassen“, Welt, 1.12.2010
- EU-Raum: Genmanipulierte Insekten im Anflug ☛ „Im EU-Raum bereitet man sich auf Anträge zur Freisetzung gentechnisch veränderter Tiere - speziell Insekten - vor … Die Studie mit dem Titel »Defining Environmental Risk Assessment Criteria for Genetically Modified Insects to be Placed on the EU Market« wurde in Kooperation mit der Universität Bern und der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) durchgeführt“, derStandard.at, 1.12.2010
- U. Pollmer: Unter Fischfälschern - Bei kaum einer Fischart wird nicht manipuliert ☛ „Unaufhaltsam geht es auf die Festtage zu. Und da stehen Fischspezialitäten hoch im Kurs. Weil Edelfische nicht nur lecker, sondern auch teuer sind, gibt es offenbar Spezialisten, die Fische fälschen“, Deutschlandradio Kultur, 28.11.2010 ( , )
- Das meiste Rindfleisch wird in den USA erzeugt ☛ “…dass die Angebotslücke in der EU-27 vorerst nicht mehr wächst. Für das laufende Kalenderjahr veranschlagen die Washingtoner Fachleute die Nettoimporte der Gemeinschaft an Rind- und Kalbeisch auf 330.000 t Schlachtgewicht (SG). Dabei gehen sie von einer Exportmenge von 160.000 t aus“, Lebensmittel-Markt-Ernährung, 18.11.2010
- Trotz „Erfolgsstory Rapsschrot“: Eiweißstrategie ohne Soja in der EU unrealistisch” ☛ „Die EU importiert derzeit ca. 22 Mio. Tonnen Sojaschrot und 13 Mio. Tonnen Sojabohnen, das entspricht einem Weltmarktanteil von ca. 16 %, Tendenz sinkend. In Deutschland werden derzeit 3,0 Mio. Tonnen Sojabohnen verarbeitet und insgesamt ca. 4,5 Mio. TonnenSojaschrot verfüttert. »Wenn man diese Menge mit heimischen Proteinpflanzen ersetzen wollte, würde man dafür mehr als 20 % der deutschen Ackerfläche benötigen, bei der derzeitigen Flächenkonkurrenz unrealistisch«, erläuterte Eggers“, Lebensmittel-Markt-Ernährung (lme), 18.11.2010
- Run auf die Baumwolle - Spekulationen und Ernteausfälle verteuern den Rohstoff ☛ „Baumwolle ist die Naturfaser Nummer eins. Jedes Jahr werden rund 25 Millionen Tonnen der weißen Flocken geerntet, aus der rund ein Drittel unserer Kleidung besteht. Doch der Rohstoff, der in über 70 Staaten angebaut wird, wird immer teurer. Derzeit hat der Preis sein höchstes Niveau seit 14 Jahren erreicht“, Neues Deutschland, 6.11.2010
- Nichts gelernt aus der Krise ☛ „Top-Manager stellen Banken ein schlechtes Zeugnis aus, so eine Umfrage. Rohstoff- und Nahrungsmittelblasen haben Immobilienblasen ersetzt“; Anschwellende Geldmassen für schrumpfende Erd-Renditefähigkeit (EG), Kurier.at, 5.11.2010
- Grüne fordern Eiweißstrategie – Aigner untätig ☛ „Die Frage der Eiweißversorgung der europäischen Landwirtschaft ist eine Kernfrage bei der Bewältigung der großen Herausforderungen Klimaschutz, Artenvielfalt, Ernährungssouveränität und Gentechnikfreiheit“, MdB Fr. Ostendorff, 27.10.2010 ( )
- EED: EU schickt immer noch "chicken" ☛ „Die EU-Geflügelexporte nach Westafrika wachsen nach Medienberichten weiterhin massiv an. Vor Ort schädigen die Dupmingexporte die Geflügelmärkte der Importländer und führen zur Ausweitung des Fleischschmuggels. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) in Bonn fordert von der EU eine Exportregulierung, damit Geflügelproduktion und Geflügelmärkte in Westafrika nicht noch weiter zerstört werden“, Evangelischer Entwicklungsdienst, 27.10.2010
- Neuland: Stellungnahme zur Eiweißstrategie für die deutsche Landwirtschaft ☛ „Durch das Fachgespräch der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen am 25.10.10 in Berlin wurde deutlich in welcher Abhängigkeit sich die deutsche Nutztierhaltung vom importierten Eiweißfuttermittel befindet. Immerhin wurden 2008 noch 72 % der Eiweißfuttermittel, im Wesentlichen Soja, importiert. Der BUND kritisiert diese hohe Importrate u.a. aus Klimaschutzgründen.“, Neuland-Fleich.de, 26.10.2010
- Köstinger verlangt: Nuklearforschung darf nicht EU-Agrarbudget verbrennen ☛ „Die Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, Elisabeth Köstinger … »Es kann nicht im Sinn der Bevölkerung sein, dass Gelder für die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung abgezogen und in die Atomforschung investiert werden«“; Der Agrarsektor bräuchte die Mittel für seine rechtzeitige Anpassung an die postfossile Epoche dringenst selber! (EG), Österreichische BauernZeitung, 20.10.2010
- Entwicklungsexperte für internationale Getreidebank ☛ „Mit einer weltweiten Zentralbank für Getreide könnte nach Auffassung des Bonner Entwicklungsexperten Joachim von Braun Rohstoff-Spekulanten Einhalt geboten und der Hunger in den Entwicklungsländern entschärft werden … Laut Oxfam wurden von Industrie- als auch Schwellenländern allein in den vergangenen zwei Jahren etwa 45 Millionen Hektar in armen Ländern aufgekauft. Das entspreche etwa der Größe Schwedens“, SZ, 16.10.2010
Positive Signale zur Hungerbekämpfung aus Rom (Land Grabbing) ☛ “‚Das Problem ist erkannt, die Gefahr für die Menschen in armen Ländern aber noch nicht gebannt‘, warnte Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. ‚Wir brauchen dringend Regeln, die den weltweiten Ausverkauf von Agrarland in die Schranken weisen - sonst wird der Hunger in den nächsten Jahren wieder zunehmen‘“, entwicklungspolitik online, 15.10.2010
- Energiesparen mit Lebensmitteln ☛ „US-Wissenschaftler sagen, durch Vermeidung der grassierenden Lebensmittel-Verschwendung ließe sich jährlich allein in den USA das Äquivalent von 350 Millionen Barrel Öl einsparen … Die Herstellung von Lebensmitteln sowie deren Zubereitung, Verpackung und Distribution kostet Energie. 8-16 Prozent des Energieverbrauchs in den USA gehen in die Herstellung der Lebensmittel…“, Telepolis, 5.10.2010
- Kükentötung nicht zeitgemäß: Viele Vorteile für das Zweinutzungshuhn ☛ „Eine der dringendsten ist die Tötung von männlichen Legeküken. Sie können nicht wirtschaftlich gemästet werden, denn durch die einseitige Zucht auf Legeleistung ist das Fleischansatzvermögen schwach. Also werden unglaubliche Mengen Küken gleich nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet“, proplanta.de, 4.10.2010
- "Ohne Farbstoffe" und Co.: Verbraucherschützer prangern Schummelsiegel an ☛ „Von ‚Ohne Geschmacksverstärker‘ bis ‚Frei von Farbstoffen‘: Viele Lebensmittel werben mit Siegeln, die Natürlichkeit versprechen. Die Schwemme solcher Slogans überfordere jedoch die Käufer, sagen Verbraucherschützer. Häufig würden außerdem zweifelhafte Ersatzstoffe eingesetzt“; Verindustrialisierung der Lebensmittel senkt Lebenswert (EG), Spiegel, 28.9.2010
- Fleisch um jeden Preis? Problem Massentierhaltung ☛ „Hähnchenfleisch ist billig wie nie zuvor. Was des Verbrauchers Freud, ist des Tieres Leid. Was erwartet Hühner auf dem Weg vom Küken zum Hähnchenbrustfilet?“, HR4/hr-online.de, 28.9.2010
- Let's make money: Gold, Silber und Landwirtschaft ☛ „Es ist an der Zeit, sich Positionierungen in Megatrends zu überlegen, die über die derzeitige Krise hinaus bestehen werden. Da gibt es derzeit zwei besonders markante: Edelmetalle und Landwirtschaft“, Die Presse.com, 11.9.2010
- "Hähnchen-Highway": Ein Mega-Schlachthof erzürnt die Niedersachsen ☛ „In der norddeutschen Provinz soll die größte Hähnchenschlachterei Europas entstehen. Doch viele Anwohner halten davon gar nichts … Knapp eine halbe Million getötete Tiere am Tag … Verbraucher haben keine Wahl“, Welt, 10.9.2010
- H. Sezgin: Horror der großen Zahl - Über Massentierhaltung und -schlachtung ☛ „Weil Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken … Der Mensch hat die erstaunliche Fähigkeit, Dinge, von denen er weiß und die ihm unangenehm sind, wieder in den Hintergrund zu schieben und zu vergessen. Er hat aber auch die Möglichkeit, sie im Bewusstsein wach zu halten. Er kann die Entscheidung treffen, sich nicht zum tausendsten Mal wider besseres Wissen von den Bildern auf der Milchpackung und dem grinsenden Schwein an der Wursttheke veralbern zu lassen. Wir haben die Freiheit, Konsequenzen zu ziehen“, Deutschlandradio Kultur, 20.8.2010
- Chinas Experten fordern Stop der Biokraftstoff-Projekte ☛ „Die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise veranlassen die Industrieexperten, welche die Regierung beraten, diese aufzufordern, alle Projekte zur Herstellung von Ethanol und Bio- Brennstoffen auf Maisbasis zu stoppen. Der Anstieg der Preise bedrohe die Ernährungssicherung“, Rohstoffe-Go, 11.8.2010
- Polizei räumt Protestcamp gegen Geflügelschlachthof ☛ „Die Tierschutzorganisation Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt stellte sich klar auf die Seite der Besetzer. ‚Wenn Politik und Verwaltung solche Wahnsinns-Projekte fördern, muss jeder mündige Bürger auf die Barrikaden gehen. Dazu gehört auch die gewaltfreie Besetzung des Grundstücks‘“, Welt, 11.8.2010
- Protestcamp gegen Mega-Schlachthof: Polizei räumt besetztes Baugelände ☛ „In Europas größtem Geflügelschlachthof nahe Celle sollen einmal eine halbe Million Tiere pro Tag getötet werden … Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Eckehard Niemann, bezeichnete…den geplanten Schlachthof als den deutlichsten Ausdruck einer verfehlten Subventions- und Agrarpolitik und einer agrarindustriellen Produktion, die eine unsinnige Produktion von Fleischüberschüssen vorantreibe. Und das alles zu Lasten der Tiere, der Umwelt und der Anwohner“; InvestitionsRuinen: globaler Futtermittelhandels-Crash durch Peak Oil (EG), taz.de, 10.8.2010
- Aktivisten besetzen Bauareal von Europas größtem Schlachthof ☛ „In Wietze soll ein Schlachthof für Masthühner mit einer Kapazität von wöchentlich rund 2,6 Millionen geschlachteten Hühnern entstehen“; Aus welchen fernen Ländern kam deren Tierfutter? (EG), AFP, 10.8.2010
- Ostendorff verlangt Eiweißstrategie von Regierung ☛ „Friedrich Ostendorff, Agrarsprecher der Grünen, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner aufgefordert, eine Strategie für den Anbau von Eiweißpflanzen in Deutschland vorzulegen … Für den Herbst kündigte der Grünen-Politiker ein Fachgespräch mit Experten an, um über die Verbesserung der heimischen Eiweißfutterversorgung zu beraten“, top agrar, 9.8.2010
- Öko-Ufos im Gerstenfeld (Wietze-Protest) ☛ „In Wietze brach um 1900 das Ölfieber aus und als es in den 60er Jahren wieder verebbte, blieben der Gemeinde nur eine Abraumhalde, ein Lagerplatz und das Erdölmuseum. Der Investor Rothkötter will das mit seinem Mega-Schlachthof ändern und verspricht 1.000 neue Arbeitsplätze“; Schlachthof-Museum ab 2015 (EG), taz.de, 9.8.2010
- Zocken mit Arabica und Zucker - Agrar-Rohstoffe ☛ „Kaffee, Kakao, Weizen: Spekulanten haben die Agrar-Rohstoffe für sich entdeckt – und sorgen immer häufiger für Preisschwankungen … Kürzlich löste ein einzelner britischer Hedgefonds und Kakaohändler am Kakaomarkt einen massiven Preisanstieg aus“, Tagesspiegel, 8.8.2010
- Die Angst treibt die Preise ☛ „Ernteausfälle machen Agrarrohstoffe teurer und die Spekulation mit ihnen attraktiver … Höhepunkt war vor wenigen Wochen ein britischer Hedgefonds, der auf einen Schlag sieben Prozent der weltweiten Ernte an Kakaobohnen gekauft und eingelagert haben soll, um sie zur weihnachtlichen Hauptsaison mit sattem Gewinn an die Schokoproduzenten zu verkaufen … Die Politik will dem zunehmenden Rohstoffhandel aber nicht tatenlos zusehen“, Badische Zeitung, 6.8.2010
- Tag des deutschen Soja: Bundesregierung muss endlich Eiweißstrategie vorlegen ☛ „Angesichts von über 6 Millionen Tonnen Soja-Importen, die in Südamerika zur Abholzung der Regenwälder und zur Ausbreitung der Agro-Gentechnik beitragen, ist der Aufbau einer Eigenversorgung mit heimischem Eiweißfutter von zentraler Bedeutung für den Klima- und Umweltschutz und für die Gewährleistung gentechnikfreier Lebensmittel“, gruene-bundestag.de, 6.8.2010
- Dürren und Fluten verteuern Grundnahrungsmittel ☛ „Die Washington Post berichtet, dass die Dürre in Russland zusammen mit den Überflutungen in China (denen auch dort in einigen Regionen eine extreme Dürre voran gegangen war) die Preise für einige Grundnahrungsmittel in die Höhe treibt. Im ebenfalls von der Dürre betroffenen Kasachstan sollen 883.000 Hektar (8830 Quadratkilometer oder fünf Prozent der Anbaufläche) Getreide vertrocknet sein“, Telepolis, 4.8.2010
- Knapper Weizen - Warum die Hitze in Russland deutsche Brötchen teurer macht ☛ „Es ist die schwerste Naturkatastrophe in Russland seit Jahrzehnten. Extreme Hitze facht verheerende Waldbrände an - und führt zu massiven Ernteausfällen im wichtigen Weizenexportland. Die Preise auf den Rohstoffmärkten schnellen in die Höhe“, Spiegel, 3.8.2010
- Schlechte Ernte macht Zucker zu Luxus-Gut ☛ „Starkregen in Brasilien und eine Dürre in Indien bedrohen die Zucker-Ernte. Rohstoff-Investoren erwarten eine Preisrallye“, Welt, 3.8.2010
- Größter Geflügelschlachthof in Europa genehmigt ☛ „Um den Schlachthof auszulasten, müssen neue Mastanlagen entstehen. Neuesten Angaben zufolge sind bis zu 400 Mastställe geplant, die im Umkreis von 100 Kilometern entstehen sollen. Befürchtet werden außerdem massive Lärm- und Umweltbelastungen sowie ein hoher Wasserverbrauch, der Folgen für die Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung der Umgebung haben könnte“; Idiotische Globalisierungswelle des Agrarsektors in Peak Oil/Mobilität-Wendeepoche (EG), Sonnenseite.com, 20.7.2010
1.Hj.:
- UN urges global move to meat and dairy-free diet ☛ „Lesser consumption of animal products is necessary to save the world from the worst impacts of climate change, UN report says“, Guardian, 2.6.2010
- AbL: Spekulationsblase führt zu "Hähnchenblase" ☛ „Die Muttergesellschaft Plukon (Marke ‚Friki‘) wiederum, immerhin drittgrößter Geflügelschlachter Europas, sei kürzlich vom internationalen Finanzinvestor Gilde-Buy-Out übernommen worden … Manche Kritiker sprächen bereits vom ‚Einmarsch der Heuschrecken in die Hähnchenställe‘“; Globale Nahrungsmittelversorgung nach kapitalistischer Spekulationslogik: zivilisationsgefährdend! (EG), Proplanta.de, 17.5.2010
- Zu viel CO2 lässt Ackerpflanzen verkümmern ☛ „Gibt es Gewinner des Treibhauseffekts? Pflanzen müssten von steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre profitieren - weil Photosynthese und Wachstum auf Trab kommen, heißt es oft. Doch jetzt stellt sich heraus: Den meisten Pflanzen können höhere Kohlendioxidkonzentrationen sogar schaden“, Spiegel, 14.5.2010
- Klimabilanz von Brot: Der Toaster entscheidet ☛ „Die Berliner Biobäckerei Märkisches Landbrot hat die CO2 Fußabdrücke ihres Sortiments veröffentlicht. Betrachtet wurden alle klimarelevanten Emmissionen und die gesamte Produktionskette, beginnend bei der Erzeugung der Rohstoffe bis zur Entsorgung des Verpackungsmaterials“, speiseraeume.de, 22.4.2010
- Flächenvorteil: Solarstrom für Elektroautos braucht weniger Platz zur Erzeugung als Biodiesel ☛ „Den geringsten Flächenbedarf benötigt demnach Solarstrom aus Photovoltaikanlagen. Biodieseltreibstoff aus Raps verbraucht laut ZSW dagegen eine 250 Mal so große Fläche…für die angenommene Jahresfahrleistung. Bei Millionen mit Biodiesel angetriebenen PKWs würde die landwirtschaftliche Fläche schlicht nicht ausreichen … Für ein Elektroauto mit akkubasiertem Antrieb genüge rechnerisch der Jahresstromertrag einer 20 Quadratmeter großen Photovoltaik-Anlage“, Telepolis, 17.4.2010
- Geflügelkonzerne bleiben Anhörung zu Agrarfabriken fern ☛ “‚Angesichts der deutlich absehbaren Überproduktion bei Hähnchenfleisch‘, so Niemann, ‚fürchten viele Landwirte, dass die Geflügelkonzerne ihre Probleme noch stärker auf ihre Vertragsmäster abwälzen werden‘“; Wenige Konzerne entern die Nahrungsmittelketten (EG), Proplanta.de, 9.4.2010
- bmt startet Protestaktion "Wir wollen leben" gegen Tötung von Eintagsküken ☛ “‚Diese millionenfache Tötung der Küken aus rein ökonomischen Erwägungen‘, sagt bmt-Vorstandsvorsitzender Dr. Jörg Styrie, ‚ist über die Maßen unethisch und steht im Widerspruch zum Tierschutzrecht und zur Staatszielbestimmung Tierschutz‘“, Eco-World.de, 6.4.2010
- Essen, bis der Arzt kommt ☛ „Eindringliche Appelle von Ärzten, Verbraucherschützern, Gesundheitspolitikern und Krankenkassen haben nichts genutzt. Der Umweltausschuß des Europäischen Parlamentes (EP) hat sich am Dienstag in Brüssel gegen die verbindliche Kennzeichnung von Lebensmitteln in den Ampelfarben ausgesprochen … Als Top-Lobbyist trat auch Matthias Berninger auf. Die einstige »grüne Nachwuchshoffnung« in Renate Künasts Verbraucherschutzministerium ist mittlerweile als Kommunikationschef bei Mars in Lohn und Brot“, junge Welt, 17.3.2010
- Rettungsplan für Detroit - Äcker statt Autos ☛ “‚Äcker statt Autos‘, lautet das Motto, nach dem der Millionär aus Motown die Stadt wieder auf Vordermann bringen will … Detroit soll zur Mutterstadt der ‚urban agriculture‘ werden; Technozistische Ansätze eher unrealistisch (EG), Spiegel, 18.2.2010
- Überfischung: Fische in Not ☛ „Bis 2015 will die EU die Fischbestände in Nordsee und Nordostatlantik so weit aufbauen, dass sie einen nachhaltigen Ertrag liefern können. Die Zeit wird knapp: Nur drei von 54 Fischarten haben bisher eine ausreichende Menge erreicht, 12 Arten stehen hingegen kurz vor dem Kollaps, alle anderen sind immer noch überfischt“, Zeit, Die Zeit, Nr.7, 11.2.2010
- Schluss mit "Wachsen und Weichen" ☛ „Benedikt Härlin von der ‚Zukunftsstiftung Landwirtschaft‘ stellte seinen Vortrag zur Landwirtschaft unter die Überschrift ‚Radikale Umkehr ist nötig und möglich‘ und berief sich auf den Weltagrarbericht … 70 Prozent des Getreidehandels teilen weltweit vier Konzerne unter sich auf“, Oberbayerisches Volksblatt, 2.2.2010
- Neue Studie zur Fischerei: "Die Fangquoten sind illegal und umweltschädlich" ☛ „Ein Biologe und ein Jurist haben Europas Fischerei unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Aktuelle Fangquoten verstoßen gegen Gesetze und schaden der Umwelt massiv“, Zeit, Zeit, 26.1.2010
- Massentierhaltung schadet Mensch und Tier - Tierschutz statt Tierfabriken ☛ „Massentierhaltung ist nicht zukunftsfähig … Während Ernährungswissenschaftler einen Verzehr von 350 Gramm Fleisch oder Wurst pro Woche empfehlen … Die intensive Tierhaltung in Europa ist in hohem Maße von Importfuttermitteln abhängig. Schon heute werden gut 50 Prozent des Eiweißfutters importiert. Auf einem Drittel der weltweiten Anbaufläche werden Futtermitel angebaut … 65 bis 90 Prozent der Pflanzen-Energie gehen verloren … Europa und Deutschland täten gut daran, mit einer gentechnikfreien Eiweißstrategie eine bessere Eigenversorgung mit Futtermitteln in Angriff zu nehmen. Das setzt auch einen Abbau der Tierbestände voraus“, Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion, 7.1.2010
2009:
2.Hj.:
- Immer mehr wird nicht gegessen ☛ „Nicht nur die Bäuche, auch die Nahrungs-Müllberge wachsen: Forscher haben berechnet, dass in den USA seit 1974 die Nahrungsmittel-Verschwendung um 50 Prozent gewachsen ist“, Telepolis, 30.12.2009
- Tatort Gemüsebeet - Schauspieler Hoppe entdeckt Regionalessen ☛ „Zwölf Monate lang nur essen, was in der näheren Umgebung gewachsen ist. Regionale Kost kaufen und selbst anbauen. Wie anstrengend ist das denn? … Dort bauen alle selbst an … Mit Flugobst, sagt Hoppe, und mit der Kerosinverschwendung haben sie dagegen nicht viel Erfahrung. Eingeflogen wurde in die DDR ja wenig“, TAZ, 13.11.2009
- Hund oder Auto? England sucht den Klimakiller ☛ „Ein mittelgroßer Hund verzehrt im Jahr 164 Kilogramm Fleisch und 95 Kilogramm Getreide. Zur Produktion sind 0,84 Hektar landwirtschaftliche Fläche nötig … Time to Eat the Dog?“, Zeit, 5.11.2009
- "Wir werden Steine statt Brot essen" (Koalitionsverhandlungen) ☛ “‚Nach der Wahl werden wir Steine statt Brot zu essen haben‘, sagte ein hochrangiger Repräsentant der deutschen Industrie schon vor Wochen“, Stern.de, 19.10.2009
- How to feed the world in 2050 ☛ „The FAO calculates that $44bn a year in aid will need to be invested in agriculture in developing countries - around $7.9bn is currently being spent“, The Guardian, 12.10.2009
- Federvieh gegen die Krise: US-Bürger halten Hühner ☛ „Die Wirtschaftskrise lastet schwer auf den USA, doch Cindy Thomas hat sich gewappnet - mit Federvieh. Im Hinterhof ihres Hauses in der Ortschaft Salmon im Bundesstaat Idaho hält die Hausfrau vier Hühner, die sie und ihren Mann mit Eiern versorgen. ‚In diesen Zeiten fühle ich mich sicherer, wenn ich mich selbst versorgen kann‘, sagt Thomas. Züchter in den USA verzeichnen eine stark wachsende Nachfrage nach Hühnern, sie ist eine der überraschendsten Folgen der schweren Rezession“, Berliner Morgenpost, 11.10.2009
- Bio muss die Welt ernähren ☛ „Außerdem verbraucht die Intensiv-Landwirtschaft zu viele Ressourcen. Bodendegradation, Wasserbelastungen und der Verlust von Biodiversität sind nur einige Folgen davon. Die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaft wird damit zerstört“, Bündnis90/Die Grünen Bt., 7.10.2009
- Neue Ölkrise droht ☛ „Der Präsident der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, sieht laut Rohstoffreport einen schnell ansteigenden Einfluss der Marktmacht der Ölproduzenten im Nahen Osten ab dem Jahr 2010. Dieses Jahr werde der Beginn einer neuen Ölkrise sein, warnt der IEA-Präsident … Die IEA schätzt, dass die Produktionsmenge bestehender Ölfelder jährlich um 6,7% abnehme. Im Jahr 2007 schätzte die Agentur die Schrumpfungsrate noch auf 3,7%“; Chef-Ökonom Birol (EG), top agrar online, 21.8.2009
- NASA-Studie: Forscher warnen vor extremer Wassernot in Indien ☛ „Trotz durchschnittlicher Niederschlagsmengen im Untersuchungszeitraum von 2002 bis 2008 sei der Grundwasserspiegel in den Bundesstaaten Rajasthan, Punjab und Haryana sowie in der Hauptstadt Neu-Delhi jährlich um vier Zentimeter gefallen. Dieser Verlust entspricht etwa einem Drittel der Wassermenge des Bodensees. Gründe für die Verknappung sind vor allem die künstliche Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen und weitere Formen ‚menschlichen Gebrauchs‘“, agrarheute.com, 14.8.2009
- Indien verliert sein Grundwasser ☛ „Die Landwirtschaft, die in Indien viele hundert Millionen Einwohner mehr schlecht als recht ernährt, überfordert offenbar den Wasserhaushalt des Landes … Der ‚Grundwasser-Bergbau‘, wie Forscher die Übernutzung nennen, bedrohe auf Dauer die Lebensgrundlage von 114 Millionen Menschen“, SZ, 13.8.2009
- Lebensmittel-Imitate: Gel-Schinken entsetzt Verbraucherschützer ☛ „Seit Jahren haben Gastwirte und Händler Kunden mit Schinkenimitat getäuscht - und stattdessen ‚Stärke-Gel mit Fleischstücken‘ als Kochschinken angeboten“, Spiegel, 3.7.2009
- Neue Studie: USA verlieren den Kampf gegen die Fettleibigkeit ☛ „Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat ein schwerwiegendes Problem: Fettleibigkeit hat sich wie eine infektiöse Krankheit ausgebreitet. Forscher warnen jetzt in einer neuen Studie, dass die Fettepidemie außer Kontrolle gerät“, Welt, 2.7.2009
1.Hj.:
- Stellungnahme der EU-Behörde: "Klonfleisch" ist gesund ☛ „Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit sieht keine Hinweise, dass der Genuss von Fleisch der Nachfahren geklonter Tiere gesundheitsgefährdend sein könnte“, TAZ, 29.6.2009
- Expedition zum Müllstrudel der Menschheit ☛ „Mittlerweile hat der Müllteppich eine Ausdehnung von der Größe Westeuropas erreicht, wiegt geschätzte drei Millionen Tonnen und übertrifft die regionale Menge des Zooplanktons um das Sechsfache … Nach Berechnungen des UN-Umweltprogramms befinden sich heute rund 13 000 Stückchen Plastik in einem Quadratkilometer Ozean … Selbst Produkte aus den 1950er Jahren wurden in dem Gebiet bereits gefunden … Der alte Öko- Spruch ‚Jute statt Plastik‘ ist heute so zeitgemäß wie nie zuvor“, Handelsblatt, 25.6.2009
- EU will künstliche Tierprodukte zulassen - Politiker verschmähen Klonfleisch ☛ „Die Pläne der EU zum Verkauf von Fleisch und Milch geklonter Tiere stoßen in Deutschland fraktionsübergreifend auf Ablehnung. Bundesagrarministerin Aigner (CSU) jedoch unterstützt den Vorschlag … Der Lebensmittelchemiker und Buchautor Udo Pollmer sagte indes im rbb-Inforadio, er habe keine Bedenken gegen das Fleisch von Nachkommen geklonter Tiere, es seien so gut wie keine Risiken mit dem Verzehr verbunden“, TAZ, 23.6.2009
- Bauernverband rechnet Klimabilanz schön - Wettrennen um Subventionen ☛ „Die industrialisierte Landwirtschaft kommt in der Klimadebatte unter Druck - der Deutsche Bauernverband reagiert: Er jongliert mit Zahlen und hübscht die CO2-Bilanz seiner Bauern auf. Plötzlich wollen alle grün sein und verlangen dafür Subventionen“; Abhängigkeit von den hohen Erdöl- und Erdgasinputs muss ernsthaft schnell angegangen werden (EG), Spiegel, 21.6.2009
- Medwedew: Internationale Gemeinschaft muss Hungerproblem in der Welt lösen ☛ „Der russische Präsident sprach sich gegen die Produktion von Biotreibstoff aus Getreide aus. ‚Biotreibstoff soll lieber aus anderen Rohstoffen hergestellt werden, die nicht als Lebensmittel verwendet werden‘“, RIA Novosti, 6.6.2009
- Nordkorea – Hungern für die Bombe ☛ „Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schlägt Alarm: Bis zu 40 Prozent der Nordkoreaner brauchen in den nächsten Monaten Lebensmittelhilfe zum Überleben. Deutsche Organisationen bauen Saatgutfabriken und Gewächshäuser. China liefert Energie“, RP Online, 28.5.2009
- Verbraucherzentrale stellt Kunstkäse-Nepper an den Pranger ☛ „Die Fälschung findet sich in Pizzen, Lasagne und Cheeseburgern: Immer mehr Firmen rühren künstlichen Käse ins Essen - oft ohne Kennzeichnung“, Spiegel, 18.5.2009
- Schluss mit Fitness: Wir fressen einfach zu viel! ☛ „Nicht die mangelnde Bewegung, sondern die vermehrte Kalorienaufnahme ist schuld an der Epidemie der Fettleibigkeit, sagen australische Wissenschaftler“, Telepolis, 16.5.2009
- Mit dem Soja kam das Fieber ☛ „Vor 13 Jahren wurde in Argentinien Gensoja des US-Konzerns Monsanto zugelassen. Nun wird eine Dengue-Epidemie mit dem Anbau in Verbindung gebracht“, Telepolis, 14.5.2009
Grünen-Antrag zum "land grabbing" in Entwicklungsländern abgelehnt ☛ „Die Grünen hatten gefordert, „land grabbing“ und die Stärkung von Landrechten auf die internationale Agenda zu setzen und in einer hochrangigen Konferenz mögliche Potenziale, Gefahren und Auswirkungen zu diskutieren … Im Ausschuss hatte der UN-Kommissar für das Menschenrecht auf Nahrung, Olivier de Schutter, von großflächigen Landkäufen ausländischer Investoren in ‚unglaublich hohem Ausmaß‘ gesprochen. Besonders die afrikanische Subsahara-Region sei von dieser Entwicklung betroffen“, Dt. Bundestag, 13.5.2009
- Industriekartoffel Amflora für Garn und Papier ☛ „Mit Hilfe von Amflora werde Garn reißfester und Papier glänzender, Sprühbeton hafte besser an der Wand und Klebstoff bleibe länger flüssig, erläutert der Chemiekonzern“, Hamburger Abendblatt, 27.4.2009
- Michelle Obamas Bio-Garten beunruhigt die Biotech-Lobby ☛ „Keine genveränderten Pflanzen, keine Pestizide und keinen Kunstdünger im Gemüsegarten des Weißen Hauses … Michelle Obama legt sich mit der Fast-Food-Nation an, vor allem aber mit der Lobby für industrielle Landwirtschaft“, Telepolis, 24.4.2009
A Food Revolution in the Making, from Victory Gardens to the White House Lawn ☛ „Resolarizing the food economy can support diversified farming and shorten the distance from farm to fork, shrinking the amount of fossil fuel in the American diet. A decentralized food system offers many other significant benefits: Food eaten closer to where it is grown is fresher and requires less processing, making it more nutritious, and whatever may be lost in efficiency by localizing food production is gained in resilience; regional food systems can better withstand all kinds of shocks“, Huffington Post, 22.4.2009
- Finstere Fischerei ☛ „Ein neuer Report des World Wildlife Fund (WWF) beleuchtet die dunklen Seiten des Beifangs, einer gigantischen Verschwendung von Ressourcen“, Zeit, 15.4.2009
- Papst fordert neue Perspektiven angesichts weltweiter Krisen ☛ „Angesichts weltweit drängender Probleme hat Papst Benedikt XVI. frische Perspektiven und einen österlichen Neubeginn gefordert. In einer Zeit von Lebensmittelmangel, finanzieller Unsicherheit, alten und neuen Formen der Armut, des besorgniserregenden Klimawandels und der Bedrohung durch den Terrorismus sei es dringend notwendig, Perspektiven zu eröffnen, die Hoffnung vermitteln könnten, sagte der Papst in seiner Ansprache“, AP/yahoo, 13.4.2009
- Wandlung bei Chiquita: "Bald kommt keiner mehr an klaren Standards vorbei" ☛ „Es gibt in allen Branchen noch Billiganbieter, die nicht nach den Produktionsbedingungen fragen. Aber das ist bald vorbei. Denn wenn sich so wie jetzt der Einzelhandel und selbst die Discounter verpflichten, bestimmte Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten, kommt da bald niemand mehr dran vorbei“, Spiegel, 25.3.2009
Obamas werden Biogärtner ☛ „Der Garten der First Family ist laut Experten ein Spiegelbild des Wandels in der US-Agrar-Politik. Obama will der Agrarindustrie die Subventionen kürzen und regionale Lebensmittel-Netzwerke einrichten, ähnlich den bäuerlichen Genossenschaften in Europa“, Tagblatt.ch, 25.3.2009
- Michelle Obama pflanzt Gemüse ☛ „Grundschüler aus Washington halfen kräftig mit dabei, ein rund 100 Quadratmeter großes Stück Rasen in eine Anbaufläche umzuwandeln. Sie sollen den Garten auch künftig pflegen und beim Pflanzen und Ernten helfen … Es wäre ein Symbol für die Bedeutung lokal angebauter, gesunder Ernährung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, argumentierten sie“, n-tv.de, 20.3.2009
Köhler will Revolution - "Immer mehr" bringt nichts ☛ „Köhler forderte die Bürger auf, ihre eigenen Konsumgewohnheiten zu überdenken … ‚Früher gab es nur den Sonntagsbraten, heute ist bei vielen täglich Fleisch auf dem Tisch. Das hat Folgen: Für den Anbau von Soja als Futter zum Beispiel wird Regenwald abgeholzt. Diesen Zusammenhang müssen wir sehen‘“, n-tv.de, 14.3.2009
- Globaler Fischbestand in Gefahr ☛ „Die Überfischung der Meere gefährdet laut einem UN-Bericht die globalen Fischbestände … Weltweit arbeiten ca. 15 Millionen Menschen in der Fischerei, jährlich sterben dabei etwa 24.000, wie der FAO-Bericht festhält. Die Todesfallrate in der Hochseefischerei sei damit höher als im Bergbau oder in Steinbrüchen … der Anteil der überfischten oder bis an die Grenze der biologischen Bestandsfähigkeit ausgebeuteten Fischbestände ist von 2004 bis 2006 weiter angewachsen: von 77 auf 80 Prozent“, TAZ, 2.3.2009
- Und zum Frühstück ein paar Klimakiller ☛ „Shoppen für den Klimaschutz könnte so einfach sein: Jeder müsste nur ein wenig darauf achten, was er im Supermarkt kauft – ob Shampoo, Waschmittel oder Tiefkühl-Lachs … Allein aus den angeführten Etappen eines typischen Tagesablaufs ergibt sich eine Summe von 3,4 Kilogramm CO2. Bei zehn Tonnen, die ein Bundesbürger laut aktuellen Daten des Umweltbundesamtes im Schnitt jährlich verantwortet, ergeben sich 27,4 Kilogramm pro Tag“, Welt, 26.2.2009
- "Ohne Hilfe für die Armen fliehen diese nach Europa" ☛ „Es gibt Studien von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds, dass eine Änderung der Agrarpolitik der OECD-Länder mehr bewirken kann als Hilfsmaßnahmen … Gibt es keine Unterstützung für die ärmsten Länder, werden Wirtschaften zusammenbrechen, Demokratien scheitern und Chaos ausbrechen. Es ist also auch im Interesse des Westens, diesen Staaten auf die Beine zu helfen“, Wiener Zeitung, 25.2.2009
- Alternative Treibstoffe: Gen-Hefe soll Biosprit aus Abfall herstellen ☛ „Frankfurter Forscher haben ein Verfahren zur besseren Verwertung pflanzlicher Rohstoffe bei der Treibstoffherstellung entwickelt. Dabei lassen sich neben hochwertigen Futterpflanzen auch pflanzliche Abfälle verwerten“, Handelsblatt, 25.2.2009
- Gold nicht nur was für Angsthasen ☛ „Angst kauft Gold … Bei einem kompletten Zusammenbruch des Wirtschaftssystems wäre es unter Umständen besser, ein Stück Land zu besitzen, um darauf das Nötigste anzubauen, anstatt Gold zu horten, merken Ökonomen an“, boerse.ARD.de, 23.2.2009
- Entwicklungsländern droht der Staatsbankrott ☛ „Die weltweite Wirtschaftskrise könnte bald eine massive Schuldenkrise in Entwicklungs- und Schwellenländern auslösen … Neue Schuldenspirale droht … Auslöser für die Entwicklung in Ruanda waren vor allem zwei Faktoren: die Vervierfachung der Nahrungsmittel- und Energiepreise, während die Einnahmen für den wichtigsten Exportartikel Kaffee nur wenig in die Höhe schnellten“, Deutsche Welle, 23.2.2009
- China schießt im Kampf gegen Dürre auf Wolken ☛ „Nach offiziellen Angaben leiden 4,3 Millionen Menschen und 2,1 Millionen Stück Vieh an Wassermangel. Außerdem droht die Dürre staatlichen Medienberichten zufolge 43 Prozent der Winterweizenernte zu vernichten, nachdem es in einigen Gegenden seit mindestens hundert Tagen nicht mehr regnete“, AFP, 8.2.2009
- Dumping-Exporte in arme Staaten - EU-Milch für Entwicklungsländer ☛ „Viele Milchbauern dort befürchten, dass vor allem arme Bevölkerungsschichten jetzt auf die einheimischen Produkte verzichten und das günstigere Milchpulver aus Europa kaufen. Das würde die Landwirtschaft und damit Ernährungssicherheit dieser Staaten schwächen … Die meisten Milchmärkte in Afrika seien klein, sagt Paasch. ‚Deshalb können schon kleine Mengen die Bauern vor Ort in Bedrängnis bringen‘“, TAZ, 7.2.2009
- China ruft in mehreren Regionen Notstand aus ☛ „Doch sie müssen immer tiefer bohren, weil der Grundwasserspiegel stetig sinkt, in manchen Regionen jährlich um mehrere Meter. Trotz alledem konnte die Getreideproduktion in den vergangenen Jahren erhöht werden. Allerdings halten viele Agrarwissenschafter den Anstieg der Erträge nicht für nachhaltig. Sie fürchten, dass sich die naturgemässen Dürren in kommenden Jahren zu Lebensmittelkrisen auswachsen“, NZZ, 6.2.2009
- Farming must change to feed the world - FAO expert urges more sustainable approach ☛ „The world’s farmers must quickly switch to more sustainable and productive farming systems to grow the food needed by a swelling world population and respond to climate change, FAO’s top crops expert told an international farm congress here today“, FAO, 4.2.2009
- Auf dem Trockenen ☛ „Notstand für einen der weltgrößten Agrarexporteure: Anhaltende Dürre sorgt in Argentinien für Rindersterben und gefährdet Weizen- und Maisernte … Die Folgen der Dürre sind in der Tat historisch: Ausfälle zwischen 15 und 20 Millionen Tonnen Getreide sind nach Regierungsangaben wegen fehlender Niederschläge zu verzeichnen. In der nordöstlichen Provinz Entre Ríos gingen 90 Prozent des Maisanbaus verloren, während im Chaco, ebenfalls im Nordosten, mit einem Rückgang der Ernte um die Hälfte gegenüber 2007/2008 gerechnet wird … Die Agrarverbände sprechen von mehr als 600000 toten Rindern“, jungeWelt, 3.2.2009
- Argentinien ruft wegen Dürre Notstand für Landwirtschaft aus ☛ „Experten schätzen die dieses Jahr von der Dürre verursachten Schäden laut dem Nachrichtendienst AP auf USD 5 Mrd. (EUR 3,85 Mrd.) … Argentinien gehört zu den weltgrößten Exporteuren von Soja, Weizen, Mais und Rindfleisch“, proplanta.de, 27.1.2009
- Island: Das Ende der „Geysir-Ökonomie“ ☛ „Island steht faktisch vor dem Staatsbankrott und ist nur durch internationale Finanzspritzen in der Lage, wenigstens die wichtigsten Lebensmittel zu importieren … Islands Ökonomen, Bankiers und Politiker befanden sich in einem Syndrom des Problem-Leugnens, wie einer der frühen isländischen Kritiker, Wirtschaftsprofessor Gylfi Magnusson, später formulierte“, FAZ, 27.1.2009
- Weiter wie bisher ist keine Option! ☛ „Weltagrarbericht an deutsche Landwirtschaftsministerin überreicht … Bundesregierung, Agrarindustrie und Bauernverband sollten erkennen: Der Wahn der industriellen Landwirtschaft und ihres grenzenlosen Wachstums ist ausgeträumt“, Zeit-Fragen.ch, 26.1.2009
- US-Luftwaffe will umweltfreundlicher kämpfen ☛ „Laut dem Ministerium hat die US-Luftwaffe 2007 für fast 7 Milliarden Dollar Energie beschafft, 5,6 Milliarden Dollar (mehr als 6 Milliarden Franken) kostete allein der Treibstoff für die Flugzeuge … Bei der Versorgung gilt unter anderem das Ziel, im Jahr 2016 mindestens die Hälfte des in den USA benötigten Flugtreibstoffs aus alternativen Quellen zu decken“; mörderische Konkurrenz für Nahrungsmittelversorgung und zivile Mobilität (EG), baz.online.ch, 20.1.2009
- Zauberwort: neue Technologien ☛ „Und er sagte das Zauberwort dieses Forums: Investitionen in neue Technologien – ergänzt durch die Forderung nach Abbau des Handelsprotektionismus sowie Förderung des Genossenschaftswesens, vor allem in Entwicklungsländern … Die Agrarproduktion zu technisieren, zu industrialisieren, forderte der chinesische Vizeminister für Landwirtschaft Chen Xiao Hua“; sich am untergehenden fossilistischen Agrarindustrialismus festklammern (EG), Neues Deutschland, 19.1.2009
- Noch Rufer in der Wüste ☛ „Grüne Woche: Alternative Organisationen kritisieren asoziale exportorientierte und klimafeindliche EU-Politik … Mehr als 400 Wissenschaftler hatten bereits im April 2008 ihre Arbeit am von Weltbank und Vereinten Nationen in Auftrag gegebenen Weltagrarbericht (IAASTD) abgeschlossen. Ihre Einschätzungen und daraus abgeleiteten Empfehlungen sind bereits von 60 Ländern unterzeichnet worden – die Bundesrepublik ist nicht unter ihnen … Gleichzeitig steige der Treibhausgasausstoß und der Wasserverbrauch der Landwirtschaft weiter dramatisch. Zudem trage sie maßgeblich zum Artensterben bei … Es gelte vielmehr, die bäuerliche Lebensmittelerzeugung vor Ort zu fördern“, junge Welt, 17.1.2009
- UN warnen vor Hungerkrise ☛ „Angesichts der Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat das Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen vor einer Verschärfung der Hungerkrise in den ärmsten Ländern gewarnt“, FR, 17.1.2009
- Weltagrargipfel: Keine Exporthilfen für reiche Länder ☛ „Burkina Faso kritisierte die geplante Wiedereinführung von Milch-Exporthilfen in der EU scharf. ‚Das bringt unsere Landwirtschaft um, damit gehen wir in die Knie‘, sagte der Agrarminister des afrikanischen Landes, Laurent Sedego. Er forderte einen Abbau vonSubventionen der Industrieländer und nannte unter anderem Baumwolle und Fleisch“, FR, 17.1.2009
"Wer vom Export abhängt, verliert" ☛ „Die Verdoppelung der Produktion in den letzten 40 Jahren wurde um den Preis einer Vervierfachung des Kunstdüngereinsatzes und Wasserverbrauchs sowie einer Verdreifachung des Pestizideinsatzes erkauft. Die Landwirtschaft ist auch einer der größten Klima-Killer. Die Welternährung gewährleisten zwei Milliarden Kleinbauern … Eine Chance besteht darin, den Grad der Selbstversorgung sowohl in Entwicklungsländern als auch in Europa zu steigern. Eine andere Chance könnte darin liegen, dass wir Lebensmittel mehr wertschätzen. Heute werden etwa 30 Prozent aller Lebensmittel in Deutschland weggeworfen“, FR, 16.1.2009
- Weniger Fleisch fürs gute Klima ☛ „Als klimagas-intensivster Zweig steht dabei die Tierhaltung im Fadenkreuz der Kritik. Werden Dünge- und Pflanzenschutzmittelproduktion mit einbezogen macht der Beitrag der Landwirtschaft am weltweiten Klimagasausstoß laut Bericht derzeit zwischen 17 bis 32 Prozent aus. Auch bei der deutschen Agrarwirtschaft gehen die Zahlen auseinander: Hier schätzt man den Anteil der Emissionen auf bis zu 13 Prozent am gesamten Klimagasausstoß Deutschlands … Sie müssen einem Rind 16 Kilogramm Futter geben, damit es ein Kilogramm an Fleisch zunimmt … Für die nächsten Jahrzehnte werde zudem ein enormer Zuwachs des weltweiten Fleischkonsums erwartet … »Die industrielle Landwirtschaft ist nicht nur Opfer, sondern vor allem auch Täter beim Thema Klimawandel«, unterstrich auch Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND)“, Neues Deutschland, 16.1.2009
- Gegen Agrarexport und Fleischkonsum - Kritischer Agrarbericht veröffentlicht ☛ “‚Durch unsere Exporte tragen wir zentral dazu bei, dass der Welthunger nicht kleiner, sondern größer wird‘ … Dumpingpreise für Einfuhren aus dem Norden treiben Bauern im Süden in die Pleite … Dabei müsse Deutschland mehr Agrarrohstoffe importieren, als es Lebensmittel exportiert, erklärte Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Weiger ergänzte: ‚Über 70 Prozent des Eiweißfutters für die Tierhaltung in Deutschland wird importiert‘. Da es häufig aus Regenwaldgebieten in Südamerika stamme, erhöhe es den Rodungsdruck in diesen Ländern“, TAZ, 15.1.2009
S. Börnecke: Klimaschonend essen - brisantes Thema ☛ „Die Empfehlungen an den Verbraucher ‚für eine klimaschonende Ernährung‘ lesen sich unmissverständlich: Mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel sollten auf dem Speiseplan stehen. Mehr saisonales und möglichst regional angebautes Obst und Gemüse, keinesfalls aber per Luftfracht ins Land transportierte Produkte, sowie ‚frische, gering verarbeitete‘ Lebensmittel sollte der Kunde verzehren. Sogar das Einkaufen zu Fuß oder mit dem Fahrrad empfiehlt der Report“, FR, 14.1.2009
- Hunger muß nicht sein ☛ „Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung verwies auf das Beispiel der Demokratischen Republik Kongo. Theoretisch könnte dieses Land die Lebensmittelversorgung Afrikas zu großen Teilen decken. Aktuell weist es dagegen die höchste Hungerrate der Welt auf und gilt bei den Agrarmultis als einer der wichtigsten Zukunftsstandorte für den Anbau von Energiepflanzen zur Agrospritproduktion und von Futtermitteln. Generell gelte sowohl in Entwicklungs- wie auch in Schwellenländen: Je größer der Anteil an Futter- und Energiepflanzen, desto schlechter die Ernährungssituation. Es komme daher nicht darauf an, mehr zu produzieren, sondern, wie Haerlin betonte, »gesunde Lebensmittel zu lokal erschwinglichen und gesellschaftlich wie ökologisch vertretbaren Preisen herzustellen, und zwar dort, wo sie benötigt werden«“, junge Welt, 13.1.2009
- Agrar-Shopping auf anderen Kontinenten ☛ „Erdölstaaten und Schwellenländer kaufen großflächig landwirtschaftlichen Grund … Im Sudan hat der für Investitionen zuständige Minister erst kürzlich 880.000 Hektar zur Versteigerung angeboten. Allein China hat im letzten Jahr Ländereien auf den Philippinen, im Sudan, in Kenia, in Kuba, in Mexiko, im Kongo, in Russland und in Uganda angekauft … Die Vereinten Arabischen Emirate müssen derzeit 85 Prozent ihres Lebensmittelbedarfs importieren. Sie haben im letzten Jahr 320.000 Hektar Landwirtschaftsfläche im Ausland angekauft“, Organisation für Eine solidarische Welt, 9.1.2009
- Klimawandel fördert Hungersnöte ☛ „Besonders in den Tropen und Subtropen könnten die Ernteerträge stark zurückgehen … Ihre Ergebnisse könnten zudem noch nicht einmal den schlimmsten Fall beschreiben, denn Battisti und Naylor berücksichtigten in ihrer Studie, die sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins ‚Science‘ vorstellen, nicht die durchaus mögliche Verknappung des lokalen Wasserangebots“, Handelsblatt, 9.1.2009
2008:
2.Hj.:
- Gabriel fördert Biosprit - Wissenschaftler raten ab ☛ „Zoff um Bioenergie: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel streitet mit dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Umwelt um die Förderung von Biosprit. Die Gelehrten wollen Biosprit aus Mais und Raps sofort stoppen. Der Minister sagt nein … Längst ist Bioenergie kein Biotop mehr für idealistische Weltverbesserer. Starke Mächte haben die Kontrolle übernommen, etwa die Agrarlobby … Die Förderung von Biosprit aus Mais und Raps, über das Jahr 2009 hinaus, sei auf Bestreben der Bauernvertreter durchgedrückt worden“, Spiegel, 3.12.2008
- Gutachten zu Biosprit vorgelegt: Pflanzen sollen nachhaltig elektrisieren ☛ „Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) stimmte bei der Übergabe des Gutachtens zwar dem Beirat zu, dass ‚Nutzungskonkurrenzen zwischen Bioenergie und Lebensmittelproduktion zu vermeiden‘ seien. Die Regierung habe aber bereits die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, in Zukunft nur noch nachhaltig erzeugte Bioenergie staatlich zu fördern, erklärte er“, TAZ, 3.12.2008
- Simabwe: Hungersnot droht, Politik hilft nicht ☛ „Simbabwe steht ohne weitere internationale Hilfe offenbar vor einer Hungersnot. Davor warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Die Zahl der an Hunger leidenden Menschen in Simbabwe habe sich innerhalb von einem Monat verdoppelt“, Radio Vatikan, 12.11.2008
- Russlands weiter Weg zur Agrarmacht ☛ „Russland verfügt über gute Böden und riesige Flächen. Das Land ist 47 mal größer als Deutschland. Und doch werden von den 1,7 Mrd. ha Gesamtfläche nur rund 200 Mio. ha landwirtschaftlich genutzt, ca. 60 % davon sind Ackerland … Mittlerweile exportiert das Land wieder Getreide und Ölsaaten“, top agrar.com, 6.11.2008
- Ernteeinsatz russischer Studenten: Bück dich, Genosse! ☛ „Auf den Äckern rund um St. Petersburg graben Studenten Rüben und Kartoffeln aus. Freiwillig oder nach dezenten Drohungen folgen sie einer Tradition aus Sowjetzeiten. Uni-Rektoren und viele Studenten sehen den Feldversuch als romantische Abwechslung“, Spiegel, 3.11.2008
- Gepflanzte Profite ☛ „Seit Jahren stecken Staaten Milliardenbeträge in die Taschen multinationaler Agrarkonzerne. Aus dem subventionierten Anbau von Hybrid- und Genpflanzen erwachsen vor allem Konzerngewinne, aber auch Verarmung und millionenfacher Hungertod“, jungeWelt, 16.10.2008
- 1 Milliarde EU-Hilfe für Landwirte in Entwicklungsländern ☛ Geldsegen für Saatgut- & Düngerkonzerne sowie Großagrarier zu wenig und kontraproduktiv (EG), Euros du Village.eu, 6.10.2008
- «Die Menschen bereiten sich auf diesen Winter vor wie auf einen Krieg» ☛ „Kirgistan kämpft mit einer Energiekrise ungekannten Ausmasses … Abseits der Zentren sieht es dagegen düsterer aus. Vor allem in kleineren Städten und Dörfern werden viele Häuser mit Strom beheizt. Als Alternative steht Kohle zur Verfügung, die aber für viele kaum erschwinglich ist. Kürzlich hat Bakijew deshalb die Landbevölkerung dazu angehalten, getrockneten Kuhmist als Brennstoff zu verwenden, und damit einigen Spott geerntet. Verschärft wird die Situation durch massive Preissteigerungen, insbesondere für Grundnahrungsmittel“, NZZ, 2.10.2008
- Neuer Plan gegen Kollaps der Fischbestände ☛ „Aufgrund des einerseits starken Wettbewerbs auf dem Fischmarkt und der andererseits sehr hohen Treibstoffpreise, fangen viele Fischer mehr als sie dürfen, um ihr Einkommen zu sichern“, derStandard, 21.9.2008
- Bundesregierung will Landwirte beim Klimaschutz schonen - Verbraucher sollen sich "klimaschonend" ernähren ☛ „Die Verbraucher könne sich ‚klimaschonend‘ ernähren, in dem er mehr pflanzliche und weniger tierische Produkte kaufe. Auch sollten laut Bericht Verbraucher mehr zu regionalen Lebensmitteln greifen und auf Tiefkühlkost verzichten … Das geht aus einem Berichts-Entwurf über ‚den aktiven Klimaschutz der Agrar- und Ernährungswirtschaft‘ hervor, der der Zeitung vorliegt und der Ende September auf der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern in Meißen beraten werden soll“; brisante Geheimhaltung (EG), Saarbrücker Zeitung, 17.9.2008
- Dürre in Zentralasien - Wasserkonflikt droht ☛ “‚Die extreme Trockenheit hat die Ernten in Kasachstan und Usbekistan gefährdet und treibt die Nahrungsmittelpreise ins Unermessliche‘, sagt Mirlan Aldajarow, Weltbankexperte für nachhaltige Infrastrukturentwicklung in Zentralasien … Es sei dringend notwendig, schon heute Projekte und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel durchzuführen, meint UN-Experte Matejew, zumal die Staaten selbst nur zögerlich handelten“, n-tv.de, 17.9.2008
- Russland will Exportweltmeister für Getreide werden ☛ „Nach der besten Getreideernte in Russland seit 15 Jahren sind die Erwartungen hoch. Russland will zur Nummer 1 auf dem Exportmarkt werden … Derzeit belegt Russland hinter den USA und Kanada den 3. Platz … Knapp 80 Prozent der Felder sind abgeerntet und schon jetzt haben die Bauern 95,3 Millionen Tonnen Getreide eingefahren, 21,3 Millionen Tonnen mehr als 2007 … Investitionen in Höhe von etwa 70 Milliarden USD wären nötig, um Russland zu einer ‚Agrarmacht‘ zu machen“, Russland-Aktuell, 17.9.2008
- Pro Jahr nimmt jeder Deutsche ein Pfund zu - Volksseuche Übergewicht ☛ „Experten warnen: Die Volkskrankheit Adipositas werde bald zum Kollaps der Gesundheitssysteme führen. Das Problem – die Verschiedenheit der sozialen Milieus – macht Kampagnen gegen Fettleibigkeit nahezu unmöglich … Fakt ist, dass hierzulande 17 Prozent der Männer und mehr als 19 Prozent der Frauen als fettleibig bezeichnet werden müssen, weil sie einen Bodymaßindex (BMI) von über 30 haben … weil hierzulande immer mehr Kinder und Jugendliche von Übergewicht und Adipositas betroffen sind. Derzeit sind es 1,1 Millionen“, Welt, 15.9.2008
- 60 Jahre Nordkorea: Der "Führer" ist verschwunden ☛ „Erst jüngst musste die Regierung in Pjöngjang die tägliche Essensration von 500 auf 150 Gramm pro Person herunterfahren … Schätzungsweise sieben Millionen von insgesamt 22 Millionen Menschen sind unterernährt. Dreiviertel der gesamten Bevölkerung ‚musste die Nahrungsaufnahme im letzten Jahr reduzieren‘, heißt es. Und in ihrer Not greifen die Menschen in die Büsche und essen wild wachsende Früchte, die aber bei Kindern oft Durchfall verursachen … So kostet Reis rund dreimal soviel wie vor etwa einem halben Jahr. Für das Kilo müssen derzeit rund 2000 Won bezahlt werden - bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 6000 Won, umgerechnet knapp fünf Euro“, Stern, 9.9.2008
- Pakistan: Demokratie - aber kein Brot und Strom ☛ “ Auf den Märkten ist das Mehl knapp. Menschen strömen zu den Sonntagsbasaren und stehen stundenlang Schlange, in der Hoffnung, ein paar Kilo staatlich subventionierte Ware zu ergattern … Die Lebenshaltungskosten sind im Juli um rund 33 Prozent gestiegen … Weil Kontrollen fehlen, versetzen Schmuggler Mehl und Getreide in Afghanistan, wo sie derzeit den doppelten Preis verlangen können … Pakistan, der sechstgrößte Getreideproduzent der Welt, wird in diesem Jahr Getreide einführen müssen, weil viele Bauern die Preise für Dünger nicht zahlen können. Viele wollen nur noch weg“, Hamburger Abendblatt, 5.9.2008
- Kühe sind ähnlich klimaschädlich wie Autos ☛ „Die Landwirtschaft in Deutschland emittiert mit 133 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten fast ebenso viel Treibhausgase wie der Straßenverkehr … Fast drei Viertel der Emissionen der Landwirtschaft gingen auf das Konto der Tierhaltung und hierbei deutlich mehr als die Hälfte auf die Rindfleisch- und Milchproduktion“, Welt, 26.8.2008
- Importing food means exporting drought ☛ „We need to change the way we eat if we are to tackle the looming catastrophe of water scarcity“, The Guardian, 20.8.2008
- UN warns of food ‘neo-colonialism’ ☛ „The race by food-importing countries to secure farmland overseas to improve their food security risks creating a ‚neo-colonial‘ system, the United Nations’ top agriculture official has cautioned“, Financial Times, 19.8.2008
- Foreign fields: Rich states look beyond their borders for fertile soil ☛ „It’s not easy to tell another country to build roads because we want to export things“, Financial Times, 19.8.2008
- 2400 Liter Wasser für einen einzigen Hamburger ☛ „Dass die Deutschen viel Wasser verbrauchen, ist bekannt: Doch wussten Sie, dass für die Herstellung von Frühstückseiern, Hamburgern oder T-Shirts wahre Wasserfluten nötig sind? Der WWF hat jetzt die Ökobilanzen gebräuchlicher Alltagsprodukte errechnet. Anlass ist der Weltwassertag in Stockholm“, Welt, 18.8.2008
- Immer mehr "Todeszonen" in den Weltmeeren - Forscher beunruhigt ☛ „In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der sauerstoffarmen, so genannten Todeszonen in den Meeren um fast ein Drittel zugenommen. Die Ursache dafür sehen Forscher vor allem darin, dass immer mehr Nährstoffe - wie etwa Düngemittel aus der Landwirtschaft - über Flüsse in die Meere gelangen … 1995 waren 305 Meeresregionen von Sauerstoffarmut betroffen, heute sind es über 400. Seit den 1960er Jahren bis zur Jahrtausendwende habe sich die Zahl der Todeszonen jedes Jahrzehnt fast verdoppelt“, SZ, 14.8.2008
- Düngemittelindustrie muss Uraneinträge reduzieren ☛ „Zur Begrenzung des Urangehalts in Lebensmittel und Trinkwasser sowie in Futter- und Düngemitteln fordern der VSR-Gewässerschutz e.V. und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) gesetzliche Regeln“, MVregio.de, 11.8.2008
Prinz Charles rät zum eigenen Anbau von Gemüse ☛ „Wegen steigender Nahrungsmittelpreise - Ausweg sei die Selbstversorgung - Wer keinen Garten habe könne auch in Blumenkästen etwas pflanzen“, derStandard, 26.7.2008
- Fast Food kennt keine Rezession ☛ „Benzinschock, Börsencrash, Rezessionspanik - der US-Wirtschaft geht es so schlecht wie lange nicht. Eine Branche steht allerdings blendend da: Fast-Food-Ketten. Weil Tausende Amerikaner auf Ein-Dollar-Menüs umsteigen, machen McDonald’s und Co. dicke Gewinne“, Spiegel, 24.7.2008
- UAE to invest in Kazakh agriculture ☛ „The UAE imports about 85 per cent of its food … However, some countries, like the US, are also concerned that bilateral agricultural agreements that tie up produce could distort world food markets“, Financial Times, 16.7.2008
- Energiekosten machen Gemüse teurer ☛ „Die gestiegenen Energiekosten zwingen die Gemüsebauern auf der Insel Reichenau dazu, mit dem Rohstoff Energie noch feinfühliger zu wirtschaften … Den Luxus, rund um das Jahr sämtliche Gemüsesorten anbieten zu können, den könne man sich demnächst wohl nicht mehr leisten“, KN-News, 14.7.2008
- Japanese fishermen strike over fuel prices ☛ „Japan’s fishing industry will hold its first ever nationwide strike on Tuesday in protest against the recent surge in energy costs, adding to the pressure that falling fish populations and pollution are already inflicting on sushi shops and the Japanese dinner table … The strike, which would affect virtually the entire industry of about 200,000 fishing boats in Japanese waters and overseas … The cost of heavy oil used in fishing boats has tripled in the past five years … If it hits Y130,000 per kilolitre, between 30 and 40 per cent of businesses will close shop and 50,000 to 60,000 people will lose their jobs, the federation calculates“, Financial Times, 14.7.2008
- Schweinezüchter verlangen mehr Geld ☛ “‚Wie wohl nie zuvor stecken unsere Veredelungsbetriebe in einer brutalen Preis-Kosten-Klemme‘. Wenn sich das nicht schnell ändere, müssten viele Schweinezüchter in Bayern aufgeben … Ursache dafür seien die gestiegenen Ausgaben für Dünger, Pflanzenschutzmittel, Energie, Futter und Saatgut. Hinzu komme der hohe Spritpreis“, Spiegel, 14.7.2008
- Tierschutzbund hat Verständnis für Küken-Tötung - Starkoch Jamie Oliver ☛ „Um die Massentierhaltung von Hühnern anzuprangern tötete er in der Aufzeichnung seiner TV-Sendung mehrere Küken … In der Sendung ‚Jamies Hühnerhölle‘ prangert Oliver nach Angaben des Senders die Massenhaltung von Hühnern an. Dabei werden auch männliche Küken in einen Glaskasten gesetzt, wo sie durch ein Gas erstickt werden, was laut Tierschutzbund gängige Praxis ist“, RP Online, 14.7.2008
Mit Vollgas gegen die Wand ☛ „Nestlé-Chef Peter Brabec: ‚Die Hedge-Funds verlagern sich zunehmend von den Finanzmärkten in die Rohwarenmärkte. Früher konnten wir ungefähr abschätzen, wie die Ernten ausfallen werden – und konnten uns auf entsprechende Preise einstellen. Das ist vorbei. Wichtiger als die Ernte ist heute, ob die kalifornische Pensionskasse Calpers entscheidet, mit 750 Mio. $ in den Rohwarenmarkt einzusteigen – weil dann alle anderen Pensionskassen der Welt dasselbe tun und auf einen Schlag 5 Mrd. $ in einen Agrarmarkt investiert werden. Es ist alles sehr spekulativ geworden‘“, Telepolis, 13.7.2008
- "Mao hatte mit Ein-Kind-Politik recht" ☛ „Die Ölkrise ist auch eine Nahrungsmittelkrise. Für jede Kalorie, die wir zu uns nehmen, werden zuvor zehn Kalorien Öl verbraucht … Von den zwei Dollar, die den Menschen dort im Schnitt pro Tag zur Verfügung stehen, haben sie früher die Hälfte für Nahrung aufgewandt. Heute müssen sie ihr ganzes Geld aufbringen, um nicht zu verhungern“, Hamburger Abendblatt, 11.7.2008
- EU bietet Afrikas Bauern Milliarde an ☛ „Früheren EU-Angaben zufolge sollen den Bauern in Afrika die Mittel bis Ende 2009 unter anderem für Saatgut und Düngemittel zufließen“; Gelder für das auslaufende fossilistisch-basierte Agrarsystem (EG), FTD, 7.7.2008
Anbauschlacht in Afrika ☛ “‚Saatgut, Dünger und Ausrüstung müssten günstiger werden‘, sagt Papa Seck vom Africa Rice Center, ‚damit die Kleinbauern sie sich überhaupt leisten können‘. Know-how muss vermittelt, Infrastruktur, Logistik und Vermarktungsketten müssen zuerst einmal aufgebaut werden“; Agrar-Experten tabuisieren die fossile Agrar-Sackgasse (EG), NZZ, 6.7.2008
1.Hj.:
- Öl- und Lebensmittelpreise: Asiatische Staaten in der Subventionsspirale ☛ „Denn die gestützten Preise lassen sich für die Regierungen heute noch schwerer abbauen als jemals zuvor. Die dann ‚gefühlten‘ Preissteigerungen träfen die Menschen zu einer Zeit, in der in vielen Ländern Asiens eine zweistellige Inflation grassiert und Lebensmittel und Öl für viele kaum noch bezahlbar sind. Trotz der Subventionen können sich viele Menschen immer weniger leisten. Die Regierungen sehen sich unter außerordentlichem Druck, Unruhen zu verhindern“, FAZ, 28.6.2008
- Stiller Tsunami Hunger ☛ „Die Verfechter des freien Marktes und der Konkurrenz beschwören täglich die Segnungen des globalen Kapitalismus. Doch in den vergangenen Wochen prägten nicht Berichte über wachsende Märkte, Boomländer und hohe Renditen die Schlagzeilen, sondern Meldungen über Revolten, die alle ein und demselben Grund hatten: Hunger“, Linke Zeitung, 28.6.2008
Die ödp warnt vor Versorgungslücke bei Nahrungsmitteln und Energie bis 2030 ☛ „Die Frage ist nicht, ob Deutschland das Öl ausgeht, sondern wann. Deshalb ist es nicht sinnvoll, auf einen möglichen Optimalfall zu setzen à la ‚Ölimporte sind vielleicht doch noch etwas länger als bis 2030 möglich‘. Stattdessen sollte das realistische Szenario der Wissenschaftler der Energy Watch Group als Planungsgrundlage genommen werden“, ÖDP München, 26.6.2008
- Ein Fünftel des Lohns für den Tank ☛ „Ein Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern gibt laut AK heuer für Essen, Wohnen und Verkehr sowie Energie um 90 Euro im Monat mehr aus als vor einem Jahr … ‚Wenn einmal ein Fünftel des Nettogehalts und mehr für Sprit draufgehen, ist Schluss mit lustig. Die Inflation bei den Kraftstoffen nagt bei vielen an der Existenz‘, betont die Verkehrsexpertin des ÖAMTC, Elisabeth Brandau“, Kurier.at, 26.6.2008
Scientists warn of lack of vital phosphorus as biofuels raise demand ☛ „Quite simply, without phosphorus we cannot produce food … Battered by soaring fertiliser prices and rioting rice farmers, the global food industry may also have to deal with a potentially catastrophic future shortage of phosphorus … Researchers in Australia, Europe and the United States have given warning that the element, which is essential to all living things, is at the heart of modern farming and has no synthetic alternative, is being mined, used and wasted as never before“, Times Online, 23.6.2008
- Is meat off the menu? ☛ „And lots of that plant protein is required to make animal protein. For chicken, the ratio of energy in to protein out is 4:1. For pork it’s 17:1. For lamb, 50:1. For beef. This is a lot of energy, and a lot of grain that gets diverted. The amount of grains fed to US livestock would be enough to feed 840 million people on a plant-based diet. The number of food-insecure people in the world in 2006 was, incidentally, 854 million. Of course, this isn’t simply an American phenomenon - in aggregate, rich countries feed about 60 per cent of their grain to livestock“, The Guardian, 22.6.2008
- The new vegetarianism: meat is more murderous than ever ☛ „I gave up flesh-eating in 1984. But for the new wave of herbivores, the agenda is more about human, than animal, lives … for example, whereas it takes 20.9 square metres of land to produce 1kg of beef, to come up with the same weight of vegetables, the figure is 0.3 square metres“, The Guardian, 19.6.2008
- Blaues Gold ☛ „Auch der Handel mit Agrarprodukten erweist sich zunehmend als Geschäft mit virtuellem Wasser. Da es einer Million Liter Wasser bedarf, um eine Tonne Getreide anzubauen, kommt es viele Staaten mitunter billiger, fertige Erzeugnisse zu importieren. Ägypten führt die Hälfte seines Getreides ein, Israel nahezu 90 Prozent … Laut Experten sorgt die wachsende Wasserknappheit schon jetzt für weltweit höhere Preise bei Agrarprodukten … Aktuell lebt die Hälfte globalen Bevölkerung in Gegenden, wo sich die verfügbaren Süßwassermengen stetig reduzieren“, Rheinischer Merkur, 19.6.2008
- Nordkorea vor schwerer Hungersnot ☛ „Nordkoreas BIP beträgt bei knapp 50 Prozent der Bevölkerung nur 2,8 Prozent des südkoreanischen BIP. Laut Regierungsschätzungen aus Seoul kann Nordkorea 1,2 Millionen Tonnen seines jährlichen Getreidebedarfs von 5,4 Millionen Tonnen nicht selbst decken … Vor zwei Wochen führte ein Internetbericht über die Ermordung von Nordkoreas Führer Kim Jong-il kurzfristig zu einem Panikverkauf südkoreanischer Aktien und asiatischer Währungen. Anleger fürchteten einen Kollaps des Regimes, denn der würde die wirtschaftlichen Belastungen der deutschen Vereinigung um ein Vielfaches übersteigen und könnte Südkorea ruinieren“, FTD, 19.6.2008
- Australia Food Bowl Areas "Beyond Repair in Months" ☛ “ The Murray-Darling river basin, an area the size of France and Germany, produces 41 percent of Australia’s agriculture and provides US$21 billion worth of agricultural exports to Asia and the Middle East, including rice, corn, grapes and dairy … Australia this week cut its wheat output forecast by nearly 9 percent after the return of dry weather during a crucial planting period dashed hopes for a record crop from the world’s second-biggest exporter“, Planet Ark, 19.6.2008
- Our diet of destruction ☛ „Huge areas of the Amazon rainforest are being cut down to satisfy global demand for soya. But how did this crop and a handful of others come to dominate our diet so completely? In an extract from her new book, Felicity Lawrence investigates the faceless trading giants who really decide what goes on our plates“, The Guardian, 16.6.2008
- Hohenheimer Professor:"Biokraftstoffe haben die Nahrungskrise nicht ausgelöst" ☛ „Als erstes müssen wir folgende Mechanismen akzeptieren: Ab jetzt sind Nahrungsmittel- und Energiepreise unvermeidbar miteinander verbunden. Und Energiepreise werden weiter steigen“, CO²-Handel.de, 4.6.2008
- US biofuel subsidies under attack at food summit ☛ „Before the summit, leaders of the US, Canadian and European biofuel industries wrote to Diouf (head of the UN’s Food and Agriculture Organisation, FAO) warning him not to condemn biofuels … The International Monetary Fund (IMF) has estimated that 20 to 30% of the food price increases in the past two years are accounted for by biofuels, and that last year they accounted for about half the increase in demand for principle food crops“, The Guardian, 3.6.2008
- Biokraftstoff-Branchenführer schalten sich in Welternährungsgipfel ein ☛ Die zentrale Herausforderung „Landwirtschaft ohne Erdöl u. Erdgas“ wird allerorten verdrängt (EG), CO²-Handel.de, 3.6.2008 (Renewable Fuels Association: )
- UN-Experte: Fischbestand massiv bedroht ☛ „Ein Viertel der weltweiten Fischbestände steht nach Angaben eines UN-Experten durch Überfischung vor dem Zusammenbruch. ‚Wir sind von einer verantwortungsvollen Fischerei noch weit entfernt‘“, Frankfurter Rundschau, 2.6.2008
- Europäische Fischer gehen gegen Ölpreis auf Barrikaden: Proteste von Adria bis zum Atlantik – „Schlimmste Krise seit 100 Jahren“ ☛ “‚Das größte Problem ist der Ölpreis und niemand hat dafür eine Lösung‘, sagte Manu Desutter-Van Hecke, der am Freitag ein Strategietreffen von Branchenvertretern aus dem ganzen Kontinent in Brüssel leitete“, Epoch Times, 30.5.2008
- The cost of food: Facts and figures ☛ „Explore the facts and figures behind the rising price of food across the globe“, BBC News, 29.5.2008
- Lebensmittel bleiben auf Jahre teuer ☛ „Die Preise für Nahrungsmittel werden nach Einschätzung der OECD und der Vereinten Nationen in den kommenden Jahren voraussichtlich auf Rekordniveau bleiben. Einen großen Teil der Schuld geben die Experten Biokraftstoffen“, FTD, 29.5.2008
- FFA plans direct action over rising fuel costs ☛ „Farmers for Action has pledged to take action over spiralling fuel prices next month unless the government or retailers step in to help the food industry over ‚crippling‘ input costs“, Farmers Weekly Interactive, 28.5.2008
- Öl, Öl, Öl - bald vielleicht Ölcrash?! ☛ „Schon die alten Römer sagten ja nicht umsonst ‚Gebt Ihnen Brot und Spiele‘ oder wie es mal ein Wissenschaftler in einer TV Sendung treffend formulierte ‚Revolutionen gibt es immer nur, wenn die Leute nichts mehr zu (fr)essen haben!‘“, sharewise.com, 28.5.2008
Lebensmittel: Seehofer warnt vor Abhängigkeit vom Ausland ☛ “‚Angesichts einer ständig steigenden Weltbevölkerung wird es um Lebensmittel bald einen ähnlichen Konkurrenzkampf geben wie um Energie‘, sagte Seehofer“, Märkische Allgemeine, 22.5.2008
- Die EU frisst den Regenwald ☛ „Berlin und Brüssel, aber auch die Konsumenten von Fleisch oder Holz tragen eine immense Verantwortung für die fortschreitende globale Waldzerstörung. Knallharte wirtschaftliche Interessen rund um Hölzer, Mineralien, Rinder, Soja oder Palmöl unterlaufen die vielerorts guten Anstrengungen zum Schutz der Waldes und seiner biologischen Vielfalt“, Tagesspiegel, 13.5.2008
- Die Lebensmittelkrise und der Biosprit - Wie man von den wirklich Verantwortlichen ablenkt ☛ Kernproblem ‚Weg von Erdöl u. -gas‘ im Transport- u. Ernährungssektor wird weggeschrieben, Berliner Umschau, 9.5.2008
- Düngemittel: immer teurer, immer knapper? ☛ „’Mineraldünger werden benötigt, um die Welt zu ernähren‘. Mit Hilfe der mineralischen Stickstoffdüngung wird bereits heute Nahrung für die Hälfte der Weltbevölkerung erzeugt“, gabot.de, 8.5.2008
- The coming crisis ☛ „Every stage of the food production cycle is affected by petroleum and a rise in the price of a barrel of oil has compounding effects: It costs more to run the farm machinery, more to buy the fertilizer, more to take it to market and more for processing“, The Washington Times, 5.5.2008
- Senegals Präsident gibt FAO Schuld an Nahrungsmittelkrise ☛ „Die derzeitige Lage beruht weitgehend auf ihrem Versagen … Dies zeige die ‚zunehmende Marginalisierung‘ der FAO“, swissinfo.ch, 5.5.2008
- Protest gegen "Hähnchen des Todes" ☛ „Kritik an europäischen Importen verändert Kameruns Demokratie“, FR, 3.5.2008
- Fleischhandel mit verheerenden Folgen ☛ „Export von Schweineteilen aus Deutschland treibt afrikanische Züchter in die Armut“, FR, 3.5.2008
Gift gegen den Hunger ☛ “‚Das Geschäft mit Pestiziden macht wieder Spaß‘, freut sich der Deutschland-Chef von Syngenta, dem weltgrößten Anbieter von Schädlingsbekämpfungsmitteln … Ein Umsatzplus von 40 Prozent verzeichnete der Spritzmittelhersteller im vergangenen Jahr … ‚Wir brauchen Mineraldünger, um die Welt zu ernähren‘ … Aber die viel gepriesene Bioproduktion kann lediglich einen Wohlstandsmarkt befriedigen oder Subsistenzbauern eine Existenz sichern, für den Rest der Welt ist sie bedeutungslos … 90 Prozent der weltweiten Reisproduktion werden unverarbeitet direkt verzehrt, bei Mais sind es dagegen nur 30 Prozent. ‚Für Privatunternehmen ist Mais attraktiver, denn mit Getreide, das zur Weiterverarbeitung bestimmt ist, lässt sich mehr Umsatz erzielen‘ … Verändert hat sich offenbar auch die Einstellung der Deutschen zur Gentechnik … Zwei Drittel der 14- bis 49-Jährigen würde Gen-Food essen, wenn dies helfen würde, die Hungerkrise zu bekämpfen“, Welt Online, 3.5.2008
- Nahrungsmittelkrise: Ruf nach Revolution ☛ Unverstanden: die Grüne Revolution war eine Fossile (EG), FR, 3.5.2008
- Nahrungsmittelkrise: Hunger nach Renditen ☛ „Rund 600 Dollar kostet derzeit am Weltmarkt eine Tonne Mais. Für Männer wie Jim Rogers eine gute Nachricht. Der frühere Partner von George Soros gilt als einer der wichtigsten Gurus auf den weltweiten Rohstoffmärkten. Seine Strategien bescheren Anlegern seit Jahren satte Gewinne mit Getreide, Fleisch oder Orangensaft“, Focus, 30.4.2008
- Lebensmittelkrise: UN befürchtet beispiellose Unruhen ☛ UNO warnt vor „sozialen Unruhen von noch nie dagewesenem Ausmaß“, Focus, 29.4.2008
- Nahrungsmittelkrise - der globale Albtraum ☛ „Derweil finden Fischer aus Senegal und Guinea immer weniger in ihren Netzen, weil russische, chinesische und europäische Schiffe illegal die Fanggründe vor der afrikanischen Küste leer fischen“, Wirtschaftswoche, 28.4.2008
- Hunger ist auch eine Folge von Überbevölkerung - Energie kann man essen ☛ „Wenn es die Menschheit also in diesem vorübergehenden Zeitalter des Energiereichtums nicht schafft, die Dinge so zu ordnen, dass alle Erdenbürger ohne Hunger leben können, wie sollte dies dann in einigen Jahrzehnten möglich sein, wenn die Ölpeak-Ära vorüber ist?“, Welt Online, 25.4.2008
- Welternährungsprogramm: Nahrungsmittelkrise ist "stiller Tsunami" ☛ “… größte Herausforderung in der 45-jährigen Geschichte der Organisation“, Die Zeit, 22.4.2008
- Wenn nicht bald etwas passiert, kriegen die Leute am Ende kein Essen mehr, egal zu welchem Preis ☛ Es fehlt an Bauern, Ackerflächen, Saatmittel, Dünger, Traktoren, Reifen, Spiegel Online, 22.4.2008
- Nicht nur Biosprit macht Hunger ☛ Guter Gesamtüberblick, Telepolis, 22.4.2008
- Steigende Lebensmittelpreise - Union will Krise mit Gentechnik lösen ☛ „Kauder (CDU) rief am Montag dazu auf, die Gentechnik zu nutzen“, um das Angebot an Nahrungsmitteln auszuweiten, SZ, 21.4.2008
- Exposed: the great GM crops myth ☛ „Major new study shows that modified soya produces 10 per cent less food than its conventional equivalent … Professor Bob Watson, the director of the study and chief scientist at the Department for Environment, Food and Rural Affairs, when asked if GM could solve world hunger, said: ‚The simple answer is no‘“, The Independent, 20.4.2008
- Agrar-Reformen gegen den Hunger ☛ Weltlandwirtschaftsrat fordert Agrar-Kehrtwende, tagesschau.de, 19.4.2008
- Not für die Welt ☛ „Experten befürchten eine jahrelange globale Versorgungskrise mit bislang ungeahnten Folgen“, FTD, 18.4.2008
- Massenproteste gegen teure Lebensmittel in Honduras ☛ Wasser-, Strom-, Lebensmittel-Nöte, Basler Zeitung, 18.4.2008
- Merkel gibt armen Ländern Mitschuld an Hungerkrise ☛ „Die Inder verbrauchen plötzlich das Doppelte an Lebensmitteln, Millionen Chinesen entdecken die Milch: Für Kanzlerin Merkel ist es da kein Wunder, wenn die Preise für Grundnahrungsmittel extrem steigen. Zudem wirft sie Entwicklungsländern schlechtes Management vor“, Tagesspiegel, 17.4.2008
- Nahrungsmittelkrise: Äcker sind die Schlachtfelder von morgen ☛ „Die industrielle Landwirtschaft … hat ihre Grenzen erreicht“, netzeitung.de, 16.4.2008
- Experten fordern weltweite Agrarrevolution ☛ „Herkömmliche Produktionsweisen und ein Ende übermäßiger Agrarsubventionen … Weg von der Massenproduktion … Kritik am Welthandelssystem“, Tagesspiegel, 15.4.2008
- 54 Staaten wollen radikale Agrarreform ☛ „Die weltweiten Anbaumethoden müssten ‚radikal‘ geändert werden, um Arme und Hungrige besser versorgen zu können und den sozialen und ökologischen Zusammenbruch zu verhindern, heißt es in einem Bericht des Weltagrarrates IAASTD, der am Dienstag bei der Unesco in Paris vorgestellt wurde“, SZ, 15.4.2008
- Radikale Umstellung der Landwirtschaft gefordert ☛ Weltlandwirtschaftsrat: Dauerhafter Ausweg aus der Ernährungskrise ist nur durch eine totale Umstellung der weltweiten Agrarproduktion zu erreichen“, tagesanzeiger.ch, 15.4.2008
- Weltagrarbericht fordert ein Umdenken der globalen Landwirtschaft ☛ „In dem Bericht wird eine Abkehr von verbreiteten Formen der modernen landwirtschaftlichen Massenproduktion, die auf dem massiven Einsatz von Pestiziden und großflächigen Monokulturen basiert, gefordert. Stattdessen sei eine verstärkte Orientierung auf die Unterstützung von Kleinbauern notwendig, die auf lokaler Ebene ökologisch verträgliche Anbaumethoden mit ökonomischer Effektivität sowie nachhaltiger Nutzung von Ressourcen verbänden“, wikinews.org, 15.4.2008
- "Tank gegen Teller" ☛ „Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Industriestaaten eine ‚mörderische Handelspolitik‘ vor. ‚Die Hälfte der Preissteigerungen geht darauf zurück, dass in Amerika der Maisanbau für den Anbau von Biosprit subventioniert wird‘, sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode im ZDF“, Manager-Magazin, 14.4.2008
- Hungersnöte und Konflikte befürchtet - IWF warnt vor teuren Lebensmitteln ☛ IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn: „Es ist nicht nur eine humanitäre und wirtschaftliche Frage, sondern auch eine, die die Demokratie betrifft“, TAZ, 14.4.2008
- The global food fight ☛ „Another stark fact: Over 240 kg of corn would feed one person for a year. This same amount is required to produce just the 100 liters of ethanol needed to fill a SUV tank“, Intern. Relations & Security Network ETH Zürich, 14.4.2008
- "Ein hungriger Mann ist ein wütender Mann" ☛ Mordsmäßiges Globalisierungswachstum (EG), tagesschau.de, 14.4.2008
- "Bürger sind in jämmerlicher Lage" ☛ Marokko: Hungerzorn wegen Marktversagen, tagesschau.de, 14.4.2008
- Wie der Biosprit das Brot verdrängt ☛ 220 gr. Mais = 85 ml Agrosprit = 940 m Autofahrt, welthungerhilfe, wdr.de, 14.4.2008
- 500 Millionen Dollar gegen Hungerrevolten ☛ IWF:„polit. Stabilität in vielen Ländern in Gefahr“, tagesschau.de, 14.4.2008
- Lebensmittel wegen Agrosprit teuer? ☛ Gabriel: „Wichtiger sei der gewachsene Wohlstand und damit die höhere Nachfrage nach Produkten aus Tieren, für die Futtermittel gebraucht werden“, TAZ, 14.4.2008
- EU hält an Biosprit-Ziel fest ☛ „Die grosse Konkurrenz findet nicht statt zwischen Biomasse zur Energiegewinnung und Nahrungsmitteln, sondern zwischen Futtermitteln und Nahrungsmitteln“, News.ch, 12.4.2008
- China: Ehrgeizige Ziele beim Biosprit ☛ „Doch ob China die ehrgeizigen Ziele erreichen kann, ist fraglich. Denn im September vergangenen Jahres hat die Regierung die Herstellung von Ethanol aus Getreide und Mais verboten. Der Grund: die kräftig steigenden Nahrungsmittelpreise … Bei der Aufzucht von Schweinen werden hauptsächlich Getreide und Mais verfüttert … Neue Projekte zur Herstellung von Ethanol aus Getreide oder Mais wollen die Behörden nicht mehr genehmigen“; Fleisch oder Auto (EG), WirtschaftsWoche, 11.4.2008
- Nations make secret deals over grain ☛ Bilaterale Abkommen umgehen Weltmarkt, FT, 10.4.2008
- Hunger durch Biokraftstoff ☛ Deutliche Grafik der welthungerhilfe/FAO/Weltbank, 10.4.2008
- Haiti: Banden ziehen plündernd durch die Straßen ☛ “…zogen bewaffnete Banden auf der Suche nach Lebensmitteln durch die Straßen“, Welt, 10.4.2008
- Hungerkrisen stürzen ärmste Länder ins Chaos ☛ Toller Artikel mit vielen Links, netzeitung.de, 9.4.2008
- Um sechs Uhr beginnt der Kampf ums Brot ☛ Destabilisierung von Schlüsselländern, tagesschau.de, 6.4.2008
- Biosprit-Anbau lässt Reispreise steigen ☛ Asiatische werden leicht zu Welt-Problemen (EG), tagesschau.de, 6.4.2008
- Seehofer sieht harte Konkurrenz auf Lebensmittelmärkten ☛ „Ähnlich den weltweiten Auseinandersetzungen über stabile Energieversorgung werde es künftig harte Konkurrenz um Agrarprodukte geben, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Potsdam. Er warnte, Deutschland dürfe langfristig nicht von Nahrungsmittelimporten abhängig werden“, Epoch Times, 2.4.2008
- Ausgesprochen fruchtbar ☛ „Der weltweite Agrarboom lässt auch die Preise für Düngemittel wie Kali, Phosphat und Stickstoff nach oben schießen. Eine wahre Goldgrube für die Produzenten“; Düngerteuerung u. -verknappung ist die Zukunft (EG), EuroAmSonntag, 30.03.2008
- Futterkosten: Abhängigkeit von Importen bei Eiweißpflanzen verringern ☛ „Die EU importiert zur Versorgung ihrer Sparten Ernährung und tierische Produktion über 70 Prozent ihres Bedarfs an pflanzlichen Proteinen. Diese große Abhängigkeit von Drittlandsimporten zusammen mit der hohen Volatilität der Weltmarktpreise bei landwirtschaftlichen Rohstoffen lässt die EU extrem anfällig werden. Die Versorgung muss dringend abgesichert und diversifiziert werden. Die Steigerung der Eiweißpflanzenproduktion stellt also eine echte Herausforderung für Europa dar“, AgrarHeute.com, 27.3.2008
Betriebsschließung wegen zu hoher Futterkosten ☛ „Pilgrim’s Pride Corp., der weltgrößte Geflügelproduzent mit Firmenzentrale in Pittsburg (USA) wird als Reaktion auf rasant steigende Futterkosten einen Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb schließen … Wie weiter zu erfahren war, seien die Futterkosten durch steigende Soja - und Maispreise innerhalb von zwei Jahren um 1,3 Milliarden US-Dollar gestiegen. Pilgrim’s Pride machte insbesondere die rasch steigende und von der US-Regierung geförderte Produktion von Bioethanol für die massiven Preiserhöhungen bei Futtermitteln verantwortlich. Ein Unternehmenssprecher bezeichnete die Situation als ‚industrieweite Krise‘“, AgrarHeute.com, 19.3.2008
- Gestiegene Lebensmittelpreise - Der Kampf um die Nahrung ☛ „800 Millionen Autobesitzer gegen zwei Milliarden Arme … Das Recht auf Fahren ist kein Menschenrecht, das Recht auf Nahrung schon“, Spiegel Online, 25.2.2008
- Gestiegene Lebensmittelpreise: Uno geht das Geld für Hilfslieferungen aus ☛ Die UNO “… versorgt rund 90 Millionen Menschen überall dort, wo die Not am größten ist: in Flüchtlingslagern, Überschwemmungsgebieten, in Bürgerkriegsregionen. Sie arbeitet zur Hälfte mit Naturalspenden, zur anderen Hälfte lebe sie von Geldspenden, womit sie vor allem Getreide kauft“, Spiegel Online, 25.2.2008
- Russland soll laut Vizepremier Medwedew zu führendem Agrarproduzenten werden ☛ „Russland verfügt über zehn Prozent der gesamten Ackerböden der Welt und muss deshalb zum führenden Agrarproduzenten aufsteigen … ‚Wir müssen zur führenden Agrarmacht werden‘, führte Medwedew aus“, RIA Novosti, 13.2.2008
- Globale Erwärmung: Forscher warnen vor Klima-Hungersnöten ☛ „Die Prognose ist alarmierend: Schon in rund 20 Jahren könnte der Klimawandel einer neuen Studie zufolge ganze Weltregionen in Hungersnöte stürzen. Auch Industrienationen bekommen die Folgen der Erwärmung zu spüren: Forscher sagen für den Westen der USA bedrohliche Wasserknappheit voraus“, Spiegel, 1.2.2008
- M. Miersch: Die Herrschaft der Hungerleider ☛ „Während immer mehr Verbände und Behörden lautstark zum Kampf gegen Übergewicht aufrufen, zweifeln Wissenschaftler, ob Dicksein wirklich ungesund ist. Neuester Stand der Erkenntnisse: Ein paar Kilo mehr verlängern das Leben“; Achse pro Übergewicht (EG), Die Weltwoche/Die Achse des Guten, 24.1.2008
- Russland kann wieder führende Agrarmacht werden - Medwedew ☛ „Der Fläche des Brachlandes nach ist Russland das größte Land der Welt … So habe Russland beachtliche Möglichkeiten für die Gewinnung von Bioenergie und die Produktion von Biotreibstoff … Zur Notwendigkeit des Imports von Agrarprodukten … Die Zunahme der Produktion tierischer Erzeugnisse in Russland reicht noch nicht aus, um das Lebensmittelproblem komplett zu lösen“, RIA Novosti, 24.1.2008
- Afrika droht Hunger wegen Energiepflanzen-Boom ☛ „Der Anbau von Pflanzen, aus denen Biokraftstoffe gewonnen werden, verschärft den Mangel an Wasser und fruchtbaren Böden, sagen Experten auf einer Konferenz des Weltklimarats“, FTD, 22.1.2008
Der hungrige Planet ☛ „Ein globaler Verteilungskampf um die besten Anbauflächen ist entbrannt“, Spiegel 4/08, 21.1.2008
- The Food Chain - A New, Global Oil Quandary: Costly Fuel Means Costly Calories ☛ The New York Times, 19.1.2008
2007:
- Wie der Klimawandel unser Essen verändert ☛ „CO² gedüngter Weizen vermindert Backqualität“, Welt, 17.12.2007
- Organic agriculture can contribute to fighting hunger - But chemical fertilizers needed to feed the world ☛ “‚We should use organic agriculture and promote it‘, Dr. Diouf said. ‚It produces wholesome, nutritious food and represents a growing source of income for developed and developing countries. But you cannot feed six billion people today and nine billion in 2050 without judicious use of chemical fertilizers‘ … Judicious use of chemical inputs, especially fertilizers, could help significantly boost food production in Sub-Saharan Africa, where farmers use less than one tenth of the fertilizer applied by their Asian counterparts … ‚There is no one solution to the problem of feeding the world’s hungry and poor‘, Dr. Diouf concluded“, FAO.org, 10.12.2007
- Südafrika verzichtet auf Biosprit aus Mais - Lebensmittelknappheit ☛ „Zu viel Kraftstoff, zu wenig Lebensmittel: In Südafrika sorgt sich die Regierung, die Herstellung von Biosprit gehe zu Lasten der Lebensmittelsicherheit. Deshalb reduziert das Land die Produktion von Benzin aus pflanzlichen Rohstoffen - und Mais soll nun gar nicht mehr dazu verwendet werden“, Spiegel, 6.12.2007
- The end of cheap food ☛ „The share of public spending going to agriculture in developing countries has fallen by half since 1980 … According to the World Bank, the really poor get three times as much extra income from an increase in farm productivity as from the same gain in industry or services“, The Economist, 6.12.2007
100 Prozent erneuerbar - "beste Bürgermeisterin Italiens" ☛ „10.000 Barrel Öl und 4680 Tonnen CO2 werden jedes Jahr eingespart und 108 Bauernhöfe arbeiten ökologisch. Damit stammen auch 98 Prozent aller im Dorf verbrauchten Lebensmittel direkt aus dem Ort. Zudem entstanden durch die Ökowende 140 neue Arbeitsplätze“, Umweltjournal.de, 22.10.2007
- Deutschland – Land der Fettleibigen ☛ „Experten schlagen Alarm und fordern einen nationalen Aktionsplan: Schon unter den 3 - bis 17-Jährigen sind rund 15 Prozent übergewichtig und 6 Prozent fettsüchtig. In keinem anderen europäischen Land gibt es so viele Dicke Menschen wie in Deutschland“; Fettleibigkeits-Serien-Europameister (EG), Welt, 19.10.2007
- Ruck und Revolution - Berliner Rede des Bundespräsidenten ☛ „Die Armen verhungern auch am Reichtum der Reichen; und diese Reichen mauern sich ein in der Festung Europa, weil sie nicht teilen wollen. ‚Europa fischt Afrikas Küsten leer und verweist Kritiker kalt lächelnd auf geschlossene Verträge‘ … Erst macht der Westen die Wirtschaft der Entwicklungsländer kaputt, und wenn die Menschen dann, weil sie nicht verrecken wollen, aus ihrer trostlosen Heimat fliehen und sich an die Küsten Europas durchschlagen, verhöhnt man sie dort als Wirtschaftsflüchtlinge und behandelt sie wie Verbrecher“, SZ, 2.10.2007
- Experten warnen vor Fettleibigkeit als Seuche ☛ „Überernährung wird zum globalen Problem – die Zahl der Dicken steigt weltweit drastisch an: Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt und Darmkrebs sind typische Folgeerkrankungen von Fettleibigkeit. Mediziner und Versicherungsexperten prophezeien einen Kollaps der Gesundheitssysteme … Bis zu zehn Prozent der Krankheitskosten in den Industriestaaten seien durch Fettleibigkeit verursacht“, Welt, 26.9.2007
- Lebensmittelpreise: Experten befürchten höchsten Preisanstieg der Geschichte ☛ “‚Wir erwarten bei den Nahrungsmitteln und vor allem bei Getreide die längste Rallye der Geschichte‘, sagte der Leiter der Abteilung Rohstoff Research bei der Deutschen Bank in London, Michael Lewis, dem ‚Tagesspiegel am Sonntag‘, Spiegel Online, 18.8.2007
- Food import bills reach a record high ☛ „Soaring demand for biofuels boosts prices – poorest countries hardest hit“, FAO Newsroom, 7.6.2007 (Grafik: )
- Hüfthohe Minikühe aus der Uckermark ☛ „Mit 2000 bis 2500 Litern Milch im Jahr liefern sie zwar höchstens halb so viel Milch wie ihre hochbeinigen Artgenossen - sie sind aber auch nur halb so groß. Das Fleisch sei zart und feinfaserig, dass es auf der Zunge zergehe … Wenn der Biotrend weiter anhalte, wolle er ganz umsatteln. Dann möchte er sein Geschäft in Polen groß aufziehen. ‚Dort gibt es noch viele Kleinbauern, die noch einen Hektar für Tierhaltung übrig haben, gerade ideal für die Dexterhaltung‘“, Welt, 25.5.2007
- Klimawandel macht Lebensmittel ungenießbar ☛ „Bier schäumt kaum, Pommes werden giftig, Brotbacken gelingt nicht“, Welt, 10.4.2007
- Biosprit-Boom könnte Zahl der Hungernden erhöhen ☛ Lebensmittelhilfe-Experte Edward Clay: „Bis nächstes Jahr werden die Nahrungsmittelpreise wieder zu fallen beginnen“, Welt, 16.3.2007
- OECD: »Mehr Mais im Tank bedeutet mehr Hungernde« ☛ „Unterm Strich werden in Europa oft rund 80 Prozent der gewonnenen Bioenergie vorher in Form fossiler Energie investiert. Diese Bilanz ist mehr als ernüchternd“, OECD, 8.2.2007
- Biosprit-Boom treibt Tortilla-Preise in Rekordhöhen - Massenprotest in Mexiko ☛ „Die USA entdecken den Biokraftstoff - und lassen damit den Preis für Mais in Mexiko steigen. Mehr als 100.000 Menschen protestierten jetzt, weil sie sich ihr Grundnahrungsmittel - Tortillas - nicht mehr leisten können … Mehr als die Hälfte der rund 103 Millionen Mexikaner lebt in Armut“, Spiegel, 1.2.2007
- Tödlicher Abfall - Bedrohte Meere ☛ „Seehunde verenden qualvoll an Bierkisten, Seevögel strangulieren sich in alten Netzen: Achtlos über Bord geworfener Müll hat unter Wasser verheerende Folgen … Wissenschaftler schätzen, dass jedes Jahr zahlenmäßig dreimal soviel Abfall ins Meer gelangt, wie Fisch herausgeangelt wird“, SZ, 15.1.2007
2006:
- Experten geben Biosprit Schuld an Hungersnot ☛ „Experten warnen bereits: Die Konflikte der Zukunft finden zwischen Autofahrern und Hungernden statt“, Welt, 5.12.2006
- Fischerei: Studie sagt Kollaps voraus ☛ „Plündern die Fischereiflotten die Ozeane weiter wie bisher, dann haben sie es bis 2048 geschafft: Die Fische werden verschwunden sein … ‚Die Dorschfischerei in der östlichen Ostsee muss sofort geschlossen werden‘. Sonst drohe dem Ostsee-Dorsch das gleiche Schicksal wie dem Kabeljaubestand in der Nordsee, der durch schlechtes Fischereimanagement bereits zusammengebrochen ist“, Focus, 2.11.2006
2004:
Island will ohne Öl auskommen ☛ „Die scheinbar makellose Energiebilanz der Isländer trüben allerdings zwei Wermutstropfen: Die mehr als 180.000 Autos und über 2000 Busse der Insel fahren weiterhin mit importiertem Erdöl. Und auch die gut 800 Schiffe der Fischereiflotte schlucken große Mengen Diesel. Für jede Tonne gefangenen Fischs verbrauchen die Maschinen der Fischfangflotte rechnerisch je eine Tonne Kraftstoff“; Plus sich verteuernde Treibstoffe der Versorgungsschiffe und -flieger für die Insel - bald echtes (ökonomisches) Überlebensproblem (EG), Deutsche Welle, 26.12.2004
- „Kükenmord“ – 45 Mio. männliche Küken werden jährlich in Deutschland geschreddert ☛ „Während ihre weiblichen Geschwister auf dem Fließband zum Impfen transportiert werden, ‚fahren‘ die kleinen Hähne in den Tod, werden vergast oder im so genannten ‚Kükenmuser‘ durch rotierende Messerwalzen bei lebendigem Leibe geschreddert“, ProVieh.de, 1.10.2004 ( , )
- Kubaner züchtet Zwerg-Kühe ☛ „Der kubanische Bauer züchtet Kühe, die nur 60 bis 70 Zentimeter groß sind und zwischen vier und fünf Litern Milch liefern. Das sei die ideale Menge für eine Familie“, Rheinische Post, 13.9.2004
- Kubaner züchtet Mini-Kuh ☛ „Dann könne jeder Kubaner eine Kuh im eigenen Hof halten und hätte jeden Tag frische Milch“, Spiegel, 21.8.2004
- When the last oil well runs dry ☛ „No cheap oil, no cheap food“, BBC News, 19.4.2004
2000:
- Nordsee: Kollaps von Kabeljau & Co. ☛ „Zu große Fangflotten haben die Nordsee beinahe leer gefischt … Ob die Nordsee-Fischerei eine Zukunft hat, kann derzeit niemand prognostizieren. Das Horrorszenario des Zusammenbruchs der Fischbestände haben die Kanadier 1996 durchlebt. Dort, an der Küste Neufundlands, überhörten die Fischer lange alle Warnungen. Seither lebt die Küstenregion von der Sozialhilfe und ist der Kabeljau nicht zurückgekehrt“, Focus, 11.12.2000
1996:
- Hunger auf dem Gipfel - Welternährung ☛ „Experten warnen, die Weltbevölkerung sei bald nicht mehr zu ernähren. Die Regierungschefs der Welt treffen sich diese Woche zur Krisensitzung in Rom“, Focus, 11.11.1996
1947:
- Steine statt Brot ☛ „In den Zeitungen der Ostzone verschwindet die „Hungersnot im Westen“ nicht aus den Schlagzeilen … Die Todesstrafe für Schwarzhändler und Schieber soll beantragt werden … Ueber Max Brauers Vertröstung, in Hamburg und Bremen seien die Speicher gefüllt, wußte Block nichts zu sagen. In Hamburg selbst sind die Schlangen nicht so lang wie in Hannover oder gar in Essen. Aber Schlange steht man auch in Hamburg … ‚Heute schon gilt es, den nächsten Winter vorzubereiten‘“, Der Spiegel, 14/1947, 3.4.1947
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