Peak Nahrungsmittel: Kommentare, Fachartikel

2011:

  • F. Pearce: Phosphate - A Critical Resource Misused and Now Running Low ☛ „Phosphate has been essential to feeding the world since the Green Revolution, but its excessive use as a fertilizer has led to widespread pollution and eutrophication. Now, many of the world’s remaining reserves are starting to be depleted“, environment 360 (.yale.edu), 7.7.2011
  • Grüne fordern Einschätzung der Uranbelastung durch Düngemittel ☛ “…wie hoch die landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland im Durchschnitt mit Uran durch Phosphatdüngemittel belastet werden. Außerdem soll die Regierung erläutern, wie hoch sie die Gefahr einschätzt, dass die Einhaltung des Trinkwasser-Grenzwertes für Uran dadurch gefährdet wird“, Anfr.: , Antw.: , , Bundestag.de, 25.5.2011
  • ETH: Unbekannte Grundlage des Wohlstands (Peak Phosphorus) ☛ „Kein baldiger «Peak» … Roland Scholz, Professor am Institut für Umweltentscheidungen, glaubt nicht an einen baldigen Peak: «Wir wissen derzeit viel zu wenig über die natürlichen Vorkommen, als dass wir diesen abschätzen könnten»; Abenteuerliches Wissenschaftsversagen (EG), , ETH Life, 11.4.2011
  • H. Schmundt: Grille statt Gulasch (Ernährung) ☛ „Heuschrecken, Ameisen und Spinnen gelten als Delikatesse in Asien, Afrika und Südamerika. Ökologen wollen sie auch in europäische Küchen bringen - um die Natur zu schützen“, Spiegel, 11.4.2011
  • O. Storbeck: Wie der Welthandel die Bisons ausrottete ☛ „Wie frei sollen Märkte sein, wie viel staatliche Regulierung ist nötig? Die Ausrottung der Bisons in Nordamerika ab 1870 zeigt: Der ungezügelte Kapitalismus richtet massiven Schaden an“, Handelsblatt, 11.4.2011
  • H. Hintermeier: Tsushinami - Umbenennung nach Tsunami ☛ „Katastrophennachsorge: Mit ‚Tsunami‘ im Firmennamen lässt sich derzeit nicht punkten. Das hat den deutschen Sushi-Marktführer zur Umbennung bewogen. Mit dem Mutterland Japan hat man offenbar längst abgeschlossen“, FAZ, 30.3.2011
  • M. Snyder: Is the world really running out of food, water and oil? ☛ „Without oil, most of us could survive for quite some time. Without food, most of us could survive for a number of weeks. Without water, most of us would die within a matter of days … So just how high could oil prices go? … Global supplies of food and fresh water are going to continue to diminish. The world economy is going to continue to become increasingly unstable“, pravda.ru, 22.2.2011
  • Kiessling/Lingenfelser: Biogasboom - Bauern in Bedrängnis ☛ „Biogasanlagen sprießen wie Pilze aus dem Boden - dank großzügiger Fördergelder, die alle Stromkunden bezahlen müssen. Doch die eigentlich gute Idee der Bioenergie hat massive Nebenwirkungen: Großinvestoren greifen nach den lukrativen Ackerflächen - ein Problem vor allem für Landwirte“,Video: , report Münschen/ARD, 21.2.2011
  • N. Klawitter: Im Akkord zur Schlachtreife ☛ „Keine anderen Lebewesen werden so industriell gezüchtet, gemästet und verwertet wie Hühner und Puten. Über 50 Milliarden Stück Geflügel verarbeitet die Branche weltweit pro Jahr. Führend sind deutsche Firmen. Ihre Methoden stoßen zunehmend auf Gegenwehr“, Spätpetrolistische Agro-Dekadenz (EG), , Spiegel, Nr.7/2011, 14.2.2011
  • T. Konicz: Der erste große Klima-Aufstand ☛ „Steigende Lebensmittelpreise waren ein maßgeblicher Grund für den Ausbruch der Volksaufstände in Ägypten und Tunesien. Doch welche Faktoren tragen zur Explosion der Nahrungspreise hauptsächlich bei?“, Zweifelsohne dominieren Öl- + Gas- + Kohlepreise die Lebensmittelpreise (EG), Telepolis, 11.2.2011
  • J. Schlandt: "Öl darf nur dort verbrannt werden, wo es nutzt" - Interview mit Energieexperte Bukold ☛ „Vermutlich treten wir in einen Zyklus ein, in dem die Preise erst rasant steigen, weil die Nachfrage kaum bedient werden kann. Hohe Preise – ich halte da auch 250 Dollar oder mehr für möglich – würgen das Wachstum der Weltwirtschaft dann wieder ab. Sinkt dann der Ölverbrauch und fallen die Preise, beginnt der Zyklus von vorne. Dieses Auf und Ab bringt natürlich enorme politische Risiken mit sich … Schon 2008 kam es dort vielerorts zu Protesten wegen hoher Spritpreise“; Abschmelzen der energie-sozio-ökonomischen Immunität: 2008 stürzten die Massen bei einem Ölpreis von 140 $/b ihre Regierungen ⇒ 2011 schon bei 100 $/b ! (EG), FR, 1.2.2011
  • S. Schulz: Preissprung über 100 Dollar - Weltmärkte fürchten den Ölschock ☛ „80, 90, 100 Dollar - der Ölpreis steigt und steigt, auf die deutschen Verbraucher kommen deshalb Milliardenkosten zu … Hinzu komme, dass auch die Kosten für andere konjunktursensible Rohstoffe wie Kupfer, Weizen oder Mais derzeit in die Höhe schnellen … Langfristig aber könnten der Welt Preise um 100 Dollar sogar günstig vorkommen. Der Markt rutsche in eine absolute Verknappung hinein, sagt Bukold“; Ölpreis prägt auch alle Rohstoffpreise entscheidend (EG), Spiegel, 31.1.2011
  • Hormones In Food: Should You Worry? ☛ „What do these hyper-productive animals have in common? Thanks to injections and implants (in the case of cows) or genetic engineering (in the case of salmon), they contain artificially high levels of sex or growth hormones … Sex Hormones and Early Puberty“, Huffington Post, 31.1.2011
  • J. Schlandt: Rohstoffmärkte - Jagd auf die Spekulanten ☛ „Frankreichs Präsident Sarkozy will die G-20-Staaten dazu bringen, härter gegen Zocker an den Rohstoffmärkten vorzugehen … Sarkozy will das Volumen, mit dem einzelne Händler investieren können, begrenzen … soll es ‚Identitätskarten‘ für alle geben, die mit Rohstoffen handeln … soll der bislang unregulierte Handel abseits der Börsen besser überwacht und Regeln unterworfen werden“; Sarkozy hat recht (EG), FR, 28.1.2011 ( )
  • M. Rauner: Rettet den Hering! ☛ „Europas Meere sind hoffnungslos überfischt. Eine EU-Reform soll den Kollaps verhindern – wird aber wenig ändern, warnen Wissenschaftler. Sie haben eine bessere Idee … Künftig soll jeder gefangene Fisch mit an Land gebracht werden … Die maximal erlaubten Fangmengen müssten vorübergehend drastisch gesenkt werden“, ZEIT Wissen 1/2011, 25.1.2011
  • N. Schultz: Junkfood lässt Gehirn schrumpfen ☛ „Macht zu viel ungesundes Essen nicht nur dick, sondern auch doof? Übergewicht und falsche Ernährung können ganze Hirnregionen schrumpfen lassen, zeigen zwei neue Studien. Das könnte einen Teufelskreis in Gang setzen, weil dadurch das Essverhalten weiter außer Kontrolle gerät“, Spiegel, 18.1.2011
  • F. Bergamin: Lachszucht am Limit ☛ „Futter für Lachse ist rar, Parasiten sind häufig, und die Umweltfolgen der Fischzuchtindustrie sind nicht zu vernachlässigen. Pflanzenproteine und neuartige Zuchtanlagen sollen die Branche weiterbringen … Von Läusen geplagt“, NZZ, 12.1.2011
  • A. Dowideit: Ausgeschlachtet (Geflügelfabriken) ☛ „Der klassische Bauernhof mit grünen Wiesen und glücklichen Tieren hat schon lange ausgedient. Die moderne Landwirtschaft ist ein hocheffizientes Geschäft. Nirgendwo zeigt sich das so deutlich wie in der Geflügelproduktion … Genetisch optimierte Tiere und durchdesigntes Futter sorgen für maximale Margen … Aroma für den Futtertrog … Beherrscht werden die Märkte dabei oft von wenigen, global operierenden Konzernen“, Welt, 8.1.2011
  • A. Sauerbrey: Fischfarmen - Fisch vom Land ☛ „Die Fischzucht soll die Überfischung der Meere mildern. Aber wie nachhaltig solche Farmen sind, ist umstritten. Auch für Lachse von der Farm wird im Meer gefischt - als Nahrung“, Tagesspiegel, 3.1.2011

2010:

  • Marokkos Traum von einem neuen Monsterhafen in der Westsahara (Fisch-Piraterie) ☛ „Der neue ‚Plan Halieutis‘ der marokkanischen Regierung will erhebliche Summen in der Westsahara investieren. Nicht erwähnt wird allerdings, ob der Plan den Wünschen der saharauischen Bevölkerung Rechnung trägt … Kein einziges Land der Welt erkennt jedoch Marokkos Souveränität über die Westsahara an“, Western Sahara Resource Watch, 30.12.2010
  • M. Rauner: Kampf auf Europas Meeren - Im Netz der Fisch-Feilscher ☛ „Zu große Fangflotten, zu hohe Subventionen - Europas Meere sind hoffnungslos überfischt. Eine Reform der EU soll den Kollaps verhindern, wird aber wenig ändern, warnen Wissenschaftler … Man müsste das Problem an der Wurzel packen, sagt er. Und das hieße: »Die Fischereipolitik den Landwirtschaftsministern wegnehmen und den Umweltministern geben«“; Ohne ökosystemische Intelligenz wird auch Zivilisation kollabieren (EG), Spiegel, 13.12.2010
  • B. Schirrmeister: "Bäuerlich ist ein Kampfbegriff" - Montagsinterview mit Eckehard Niemann ☛ „Von der Lüneburger Heide aus kämpft Eckehard Niemann für ein Ende der Qualhaltung von Masthühnern - und dafür, dass sich bäuerliche Prinzipien in der EU-Agrarpolitik durchsetzen. Nur so könnten die Welternährungsprobleme gelöst werden … »Den Preis für die industrielle Produktion zahlen die Verbraucher nicht im Supermarkt. Deren Kosten tragen die Steuerzahler, die Tiere, die Umwelt und die armen Länder«“, taz, 5.12.2010
  • Der Vatikan sagt Ja zur Grünen Gentechnik ☛ „Päpstliche Akademie der Wissenschaften plädiert für gentechnischen Fortschritt in der Landwirtschaft - Rekurse auf das Vorsorgeprinzip und den Schöpfungsgedanken zur Blockade der Gentechnik erhalten Widerspruch von höchster Stelle“, Lebensmittel-Markt-Ernährung, 30.11.2010
  • Fish before peace? (EU-Fish-Pirates) ☛ „EU is currently fishing in occupied Western Sahara in violation of the wishes and interests of the Sahrawi people - and thus in violation of international law. Read the entire transcript of the seminar on illegal EU fisheries in the European Parliament, 16 November 2010“, Fish Elsewhere.eu, 28.11.2010
  • W. Droste: Stuttgarter Lehrstunden ☛ „Konzessionen müssen nicht länger gemacht werden, Politik schrumpft auf die Aufgabe zusammen, den reibungslosen Gang der Geschäfte zu sichern und das Volk mit künstlichem Brot und Massenspielen ruhigzustellen … Während die Masse auf unterschiedliche Weise versechsjährigt wird, macht ein Konsortium aus Kapital, Banken, Versicherungen, Wirtschaft, Industrie und der dazu bestallten Politik samt den assoziierten Medien ohne nennenswerte Reibungsverluste seine Geschäfte“, junge Welt, 24.11.2010
  • G. Jansen-Garz: Schmutzige Schokolade ☛ „Kinderarbeit auf Kakaofarmen bleibt ein Problem – wie ist es im Fairen Handel? … Ein im Oktober erschienener Bericht der Tulane-University (USA) belegt die schlimmsten Formen von Kinderarbeit auf Westafrikanischen Kakaoplantagen und beweist, dass die bisherigen Bemühungen der Schokoladenindustrie, diese Entwicklungen einzudämmen, wenig fruchten“, fair-handel.net/Welt&Handel, Nr.11-2010, 11.2010 ( )
  • J. Berger: Frisch auf den Müll (Interv. mit Filmemacher V.Thurn) ☛ „Millionen Tonnen Lebensmittel landen Jahr für Jahr auf dem Müll und kaum jemand nimmt dies als Problem wahr … Die Hälfte aller Lebensmittel, die für die übersättigten Mägen der Industrieländer produziert wird, landet auf dem Müll … Mit nur einem Drittel der Menge an Lebensmitteln, die in den Industrieländern weggeworfen werden, könnte man den Welthunger besiegen … Wir würden auch mit Weniger zufrieden sein … Wenn wir mehr nachfragen als nötig, erhöhen sich auch die Preise in Afrika“, Telepolis, 20.10.2010
  • C. Teevs: Bittere Ernte - Kinderarbeit in Afrika (Kakao & Schokolade) ☛ „Kakaobauern in Westafrika beuten systematisch Kinder aus. Der ARD-Film ‚Schmutzige Schokolade‘ zeigt, wie das Geschäft der skrupellosen Menschenhändler funktioniert - und welche Schuld Industrie und Verbraucher tragen“; Sklaven-Schokoladen (EG), Spiegel, 6.10.2010 (Video: , ; Web: )
  • GreenPeace: Gefahren der Gen-Pflanzen ☛ „Die Versprechungen der Industrie haben sich vielerorts nicht erfüllt. Vielmehr kommt es durch den Anbau genmanipulierter Pflanzen zu geringeren Erträgen, dem Einsatz von mehr und giftigeren Pestiziden sowie zu ungewollten Nebenwirkungen für Umwelt und Landwirtschaft“, GreenPeace, 30.9.2010 (Faktenblatt: )
  • J. Melik: Is GM salmon swimming against the tide? ☛ “‚Consideration of this gene-spliced salmon needs to move beyond the closed doors of the FDA and into the daylight where the public can weigh in whether this risky development is desired‘, says Alaska Senator Mark Begich“, BBC News, 27.9.2010
  • J. Robbins: Is There Child Slavery in Your Chocolate? ☛ „We live in cynical times … The company purchases the primary ingredient in its products from sources notorious for abusive labor practices including forced labor, human trafficking, and child slavery“, Huffington Post, 24.9.2010
  • B. Reuter: Der Hähnchenkrieg von Sprötze - Massentierhaltung ☛ „»Diese Familie nimmt in Kauf, dass durch Sojaanbau für das Futter der Hähnchen die eingeborene Bevölkerung in Brasilien ihr Land verliert. Eine Familie in Sprötze ist mir nicht wichtiger als eine in Brasilien« … Der Kunde solle endlich wissen, wie moderne Hähnchenmast aussehe. In Sprötze wird deshalb, auch mit dem Geld des Verbands, ein neuer Stall entstehen. »Gläsern« soll er sein und für Besucher zugänglich – ein PR-Stall für die Hähnchenindustrie. Den Tieren wird der Bau weder mehr Platz noch mehr Zeit zum Wachsen bringen“, Die Zeit, Nr.39, 23.9.2010
  • A. Endres: FAO-Report - Es hungern immer noch zu viele ☛ „Zwei Drittel der Unterernährten leben in nur sieben Ländern: Bangladesch, China, Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien und Pakistan … Den Armen dort mangele es an Kaufkraft, so dass sie sich nicht ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgen könnten“, Zeit, 14.9.2010
  • E. Singer: Turbo-Lachs oder Frankenfisch? ☛ „Die US-Lebensmittelbehörde FDA will noch in diesem Monat über die Zulassung von gentechnisch verändertem Atlantischen Lachs entscheiden, der doppelt so schnell wächst. Es wäre die erste Marktzulassung für transgene Tiere überhaupt“, Technology Review, 10.9.2010
  • M. Meyer-Radtke: Highway der Hähnchen ☛ „In der niedersächsischen Provinz soll die größte Hähnchenschlachterei Europas entstehen - samt Zulieferindustrie. Anwohner wehren sich: Sie fürchten Umweltverschmutzung und Tierquälerei“, Welt, 10.9.2010
  • A. Bojanowski: Fischfangquoten - EU schmiedet Notplan gegen Plünderung der Meere ☛ „Es ist ein entscheidender Anlauf im Kampf gegen Überfischung: Die EU plant, den Fischfang radikal einzuschränken. Gelder sollen gestrichen, Kutter stillgelegt, Kontrollen verschärft werden. Fischereikommissarin Damanaki macht sich auf heiße Auseinandersetzungen gefasst … Korrupte Staaten … »Kollektiv versagt«“, Spiegel, 8.9.2010
  • M. Stöckel: Eintagsküken - Profit mit dem Tod ☛ „Mit Legehennen lässt sich gutes Geld verdienen. Die Hähnchen dagegen versprechen keinerlei Profit: Sie werden naturgemäß niemals Eier legen – und als Brathähnchen sind sie ungeeignet … Gut 300 Millionen von ihnen werden jährlich in Europa produziert, um sofort vernichtet zu werden … Selbst die Bio-Branche ist gezwungenermaßen Teil des Systems … Verbraucher können Druck machen“, Bericht aus Brüssel/WDR.de, 8.9.2010
  • M. Uken: Fischfang vor Afrikas Küste - Europa kauft die Meere leer ☛ „Die einen bekommen Fisch im Überfluss, die anderen gehen leer aus: Weil die EU Millionen Euro an korrupte Staaten zahlt, dürfen europäische Trawler die Fanggründe vor der Küste Afrikas plündern. »Cash for Fish« heißt das fragwürdige Geschäft - für die Einheimischen bleibt fast nichts übrig“, mare, No.81, 8.2010/Spiegel, 28.8.2010
  • S. Schultz: Feuer aus dem Wasserhahn - Riskante Gasförderung ☛ „Mit neuen Methoden pressen US-Energiekonzerne selbst dort Erdgas aus dem Erdreich, wo alte Techniken versagten, auch in Deutschland sind erste Pilotprojekte geplant. Die Wirtschaft hofft auf eine Milliarden-Bonanza - doch nun zeigt der Dokumentarfilm ‚Gasland‘, wie riskant die Verfahren sind“, Spiegel, 17.8.2010
  • »Donnerstags kein Fleisch« (J.S. Foers-Interv.) ☛ „Jonathan Safran Foers Bestseller ‚Tiere essen‘ wurde in Amerika heftig diskutiert. Reicht es, weniger Fleisch zu konsumieren? Ein Gespräch über ein moralisches Dilemma“, Die Zeit, Nr.33, 12.8.2010
  • J. Voswinkel: Verbranntes Land - Russlands Aufstieg zur Agrarweltmacht ist in Gefahr ☛ „Schon strebte die Regierung in Moskau neben der Sicherung der Selbstversorgung Exporte wie zur Zarenzeit an, als der internationale Handel mit dem Getreide so wichtig war, wie es heute die Ölausfuhr ist. Ein Zehntel der weltweiten Ackerfläche liegt in Russland. Mehr als 25 Millionen Hektar Brachland könnten in kapitalistischer Neulandgewinnung zusätzlich erschlossen werden … Russisches Agrarland ist ein begehrtes Anlageobjekt für Spekulanten geworden“, Zeit, 12.8.2010
  • J. Maurin: Schlachten fürs Monopol - Negative Folgen reichen weit über das Wietze hinaus ☛ „Zu Recht fürchten Bürgerinitiativen, dass dann täglich mehr als 100 Lastwagen durch den Ort brettern werden, um die Schlachttiere anzuliefern … Wo ein Schlachthof ist, da sind auch Ställe, die die Tiere liefern. 400 neue Anlagen mit jeweils 40.000 Hühnern sollen es in diesem Fall sein … Die Bauern verlieren in diesem System an Unabhängigkeit, das zeigen die Erfahrungen an anderen Standorten … Irgendwann leiden darunter auch die Verbraucher, denn wenige Konzerne legen dann Qualität und Preise fest“, taz.de, 10.8.2010
  • Esser/Härtel/Sperling: Billige Hähnchen - Die Machenschaften der Mäster ☛ „Obwohl der Markt gesättigt ist, investiert die Agrarindustrie bundesweit in neue Schlachthöfe und Mastanlagen, zum Teil mit staatlicher Unterstützung … Eckehard Niemann: ‚Ruiniöse Überproduktion‘ … Dahinter stehen wirtschaftliche Erwägungen der Bundesregierung: Deutschland soll Fleisch-Exportland werden. Das gute Hühnerfleisch bleibt so im Land, minderwertige Hähnchenteile gehen zu Dumpingpreisen ins Ausland und ruinieren dort die heimische Produktion“, Frontal 21/ZDF, 27.7.2010 (Script: , ; Video: )
  • S. Liebrich: Die Kakao-Verschwörung ☛ „In London kauft ein Hedge-Fonds angeblich sieben Prozent der Welternte an Kakao auf - und treibt so den Kurs auf Rekordhöhe. Händler und Verarbeiter bekommen es mit der Angst zu tun … Leere Lager in Europa“, SZ, 21.7.2010 ( )
  • B. Anderson: Peak phosphorus ☛ „Sustainable P Talk - Does Peak Phosphorus Loom? - Scientist urges government to address ‚peak phosphate‘ risk - Sustainable Phosphorus Initiative at Arizona State - Nitrogen and Phosphorus: The Future of Toilet Design Hangs in the Balance“, Energy Bulletin, 16.7.2010
  • Diebe stehlen Dünger und Pflanzenschutzmittel ☛ „Auf Dünger und Pflanzenschutzmittel in größeren Mengen hatten es Diebe in der Sächsischen Schweiz abgesehen … Es wurde ein Schaden von insgesamt 50.000 Euro verursacht“, Bild.de, 26.4.2010
  • B. Anderson: Peak phosphorus goes viral ☛ „Experts Warn of Impending Phosphorus Crisis - Phosphorus Famine: The Threat to Our Food Supply - Aldous Huxley on phosphorus depletion and endless growth - Phosphorus in Brave New World“, Energy Bulletin, 22.4.2010
  • J. Elser: Peak Phosphorus ☛ „It’s an essential, if underappreciated component of our daily lives, and a key link in the global food chain. And it’s running out“, Foreign Policy, 20.4.2010
  • Peak Soil - Hol den Boden bei den Armen ☛ „Staaten und Konzerne investieren weltweit immer mehr in Ackerland. Der deutsche Journalist Thomas Fritz beschreibt diese «globale Jagd nach Land» … Wohltätige Renditen … Ohne Landreformen gehts nicht“, Die Wochenzeitung/ch, 15.4.2010
  • H. Schmundt: Asche zu Asche (Rohstoff Phosphor) ☛ „Neben Öl wird auch Phosphor knapp, der wichtigste Düngergrundstoff. Nun soll auch in Deutschland ein Recyclingzentrum entstehen, das aus Klärschlamm den wertvollen Rohstoff gewinnt“, , Der Spiegel, Nr.15/2010, 12.4.2010
  • M. Odenwald: Besser Leben für Anfänger - Worldwatch Studie ☛ „Anders die Einwohner von Tikopia, einer Insel im Südwestpazifik. Als sie ihre ökologische Krise begriffen, leiteten sie laut Assadourian einschneidende Veränderungen ein: Sie stellten die gesellschaftlichen Rollen, die Familienplanung und auch ihre Ernährungsgewohnheiten um. So erkannten sie, wie viele Ressourcen die Schweinezucht verschlingt, und schafften sie komplett ab. Seither ist die Bevölkerung auf Tikopia stabil und gedeiht“, Focus, 12.4.2010
  • Tracing the bitter truth of chocolate and child labour ☛ „This Easter, Britons will eat their way through 80m chocolate eggs without the slightest taste of how the essential ingredient in our favourite treat is harvested … Neither of the young boys goes to school and figures compiled by the US State Department show that they are among an estimated 100,000 Ivorian children put to work in the cocoa industry“, BBC news, 24.3.2010
  • C. Meier: Bevor der Dünger ausgeht ☛ „Phosphorrecycling soll die Welternährung sichern … Wann droht der Phosphor-Peak? … Chaos im Kreislauf … Zurück aus Schlamm und Abwasser“, Spektrum der Wissenschaft/spektrumdirekt, 9.3.2010
  • «Möschberg-Erklärung» fordert radikales Umdenken ☛ „Der Verein Bioforum will Politiker, Verbände, die Forschung, aber auch Bauern aufrütteln. Mit der «Möschberg-Erklärung» soll eine grundsätzliche Diskussion über die Nahrungsmittelproduktion losgetreten werden“, Schweizer Bauer.ch, 26.2.2010 (Erklärung: )
  • L. Sander: Hähnchenfabriken rücken vor - Umstrittene Massentierhaltung ☛ “ Nachdem sie sich im Westen von Niedersachsen breit gemacht haben, dringen die Mastanlagen nun auch im Osten vor. Als Türöffner fungiert ein Riesen-Schlachthof im Landkreis Celle … ‚Billigfleisch aus Wietze versaut die Region!‘ steht auf einem Transparent, das ein Gegner des geplanten Schlachthofes in der Hand hält … Mehr als zweieinhalb Millionen Tiere pro Woche sollen dort getötet, zerlegt und verpackt werden. Bis zu 400 Mastställe in der Umgebung wären nötig, um den Bedarf der Fabrik zu decken“, taz, 21.2.2010
  • A. Marohn: Land für die große Spekulation ☛ „Mehr Menschen, mehr Hunger – und nur eine Erde: Investoren und Regierungen kaufen von Europa bis Afrika Ackerland auf, um sich Ernten und Renditen zu sichern“, Die Zeit, Nr.7, 13.2.2010
  • Der Agrarsektor und der Hunger – Ungesicherte Nahrungsmittelversorgung treibt Kooperationsmodelle voran ☛ „Da kleine landwirtschaftliche Betriebe von essentieller Bedeutung für eine gesicherte Nahrungsmittelversorgung sind, gehen Unternehmen im Agrarsektor zunehmend Partnerschaften mit Kleinbauern ein. Die Industrie ergreift vermehrt praktische Schritte, um den nachhaltigen finanziellen Erfolg kleiner Betriebe zu sichern und sie in die globalen Zulieferketten der Nahrungsmittelindustrie zu integrieren“, Dt.Bk.Research, 12.2.2010
  • Landwirtschaft (Aufsätze) ☛ u.a.:„Landwirtschaft am Scheideweg - Wirtschaftsstile in der Landwirtschaft - Agrarethik und Grüne Gentechnik - Landwirtschaft und Klimawandel in historischer Perspektive“, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), 5-6/2010, 1.2.2010 (Heft: )
  • GreenPeace: Gute Gründe gegen Gentechnik ☛ „Seit Jahren versuchen Chemiegiganten wie Monsanto, Bayer, Dupont, Syngenta und BASF die Gentechnik salonfähig zu machen … Ihr Ziel dabei ist aber, die gesamte Lebensmittelkette, vom Saatgut bis zum Essen, in die Hand zu bekommen. Den Verbrauchern sollen riskante Nahrungsmittel schmackhaft gemacht werden, Landwirte werden in eine stärkere Abhängigkeit von den Konzernen getrieben“, GreenPeace.de, 20.1.2010

2009:

  • Nobelpreisträgerin Ostrom zum Klimagipfel: "Es droht ein Kampf aller gegen alle" ☛ „Die Ozeane! Die werden immer starker gefährdet. Das ist ein Desaster, eine sehr schwierige Situation. Die Fischressourcen sind übermäßig beansprucht. Außerdem machen Abfälle und zusätzliches CO2 den Meeren zu schaffen. Das Seerecht war überhaupt nicht effektiv. Viele Fischerboote arbeiten wie Strauchdiebe. Deswegen muss der Schutz des Meeres ganz nach oben auf die Agenda, um die Zukunft zu sichern“, Spiegel, 17.12.2009
  • D. Box: Food riots will mark the end of oil ☛ „The end of the oil age won’t be a pretty thing, but a new report by Deutsche Bank suggests it could be even uglier than we feared… ‚Food and oil, I’m afraid, go hand in hand‘ - Deutsche Bank analyst“, The Ecologist.org, 23.11.2009
  • M. Hänggi: Peak-Oil - Lernen aus "Peak Stickstoff" ☛ „Vor hundert Jahren erfanden Fritz Haber und Carl Bosch die Ammoniaksynthese. Mit der Synthese von Ammoniak aus Luftstickstoff konnte das drängendste Rohstoffproblem der Epoche gelöst werden … Müsste die heutige, von Energie- und Materialinputs abhängige moderne Landwirtschaft plötzlich ohne Erdöl auskommen, wäre dies tatsächlich eine Katastrophe“, Telepolis, 19.9.2009
  • W. Hirn: Dürre und Wasser - Der Kampf ums Brot (2) ☛ „Ein halbes Jahr ist mm-Reporter Wolfgang Hirn um die Welt gereist, um sich ein Bild von der globalen Ernährungssituation zu machen. Lesen Sie im zweiten Auszug aus seinem neuen Buch ‚Der Kampf ums Brot‘, welche Folgen es hat, dass die nassen Regionen noch feuchter und die trockenen Gegenden noch trockener werden“, manager magazin, 8.9.2009
  • Fischerei - Außer Kontrolle ☛ „Früher war das anders, da gab es auf Rügen 50 26-Meter-Kutter wie die ‚Sternhai‘; heute sind es noch drei … Die Kontrollen ‚sollten der Eckpfeiler unserer gemeinsamen Fischereipolitik sein‘, sagt Borg. ‚Stattdessen sind sie die Schwachstelle‘“, Greenpeace Magazin, 5/09
  • M. Koch: Fisch ist aus - Begehrtes Gut ☛ „Mit dem Boom der Fischfarmen ist die Plünderung der Meere in eine neue Phase eingetreten. Nachdem sie die Bestände der großen Raubfische dezimiert haben, verstärken Fangflotten nun die Jagd auf die kleinen Arten. Ganze Schwärme hieven sie an Bord … Für jedes Kilo Lachs werden 3,5 Kilo Fischmehl verfüttert … Experten wie der Meeresforscher Daniel Pauly sagen daher, dass allein Farmfische mit vegetarischen Essgewohnheiten ökologisch unbedenklich seien, Tilapia etwa oder Pangasius“, SZ, 26.8.2009
  • S. Zastiral: Studie der NASA - Indien droht das Wasser auszugehen ☛ „Die am meisten bedrohten Bundesstaaten Rajasthan, Punjab und Haryana weisen alle Merkmale auf, die zu einer Wasserknappheit beitragen: ein rapides Bevölkerungswachstum, ein großes Wirtschaftswachstum und eine Kommerzialisierung der Landwirtschaft. Diese wurde in den 70er-Jahren im Rahmen der ‚grünen Revolution‘ von der Regierung vorangetrieben“, TAZ, 22.8.2009
  • M. Montenegro: Finding Fish ☛ „Six experts discuss the global fisheries crisis; the economic, political, and social pressures that contributed to it“, Seed Magazine.com, 16.7.2009
  • J.D. Sachs: Große Chance für Kleinbauern ☛ „Die 20-Milliarden-Dollar-Initiative der G-8 für Kleinbauern, die beim jüngsten Gipfel der Gruppe im italienischen L’Aquila ins Leben gerufen wurde, ist potenziell ein historischer Durchbruch im Kampf gegen Hunger und extreme Armut“, Project Syndicate.org, 7.2009
  • T. Parker-Pope: How the Food Makers Captured Our Brains ☛ „In ‚The End of Overeating‘, Dr. Kessler finds some similarities in the food industry, which has combined and created foods in a way that taps into our brain circuitry and stimulates our desire for more“, NYT, 22.6.2009
  • M. Odenwald: Zivilisation - Vernetzung macht anfällig ☛ „Aufstieg und Fall von Gesellschaften: Einige aktuelle Studien und Lehrstücke aus Geschichtsbüchern zeigen, was Zivilisationen zusammenbrechen lässt … Der größte Feind des Römischen Reichs … Wie kommen wir in einer Krise an Lebensmittel? … Neuralgische Punkte … Bei einer Seuche lauern schon die nächsten … Ist es sinnvoll, Grenzen zu schließen? … Lehrstück der Geschichte … Aufstieg und Fall von Gesellschaften“, Focus Online, 30.4.2009
  • Ministerin Aigner zeigt Stärke - Genkartoffel erlaubt ☛ “‚Genpflanzen, welche die menschliche Gesundheit gefährden können, sollten nicht angebaut werden‘, sagte Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin der Umweltorganisation. Die Genkartoffel enthalte ein Antibiotikaresistenzgen, das die Wirksamkeit von lebenswichtigen Antibiotika gefährden könne … Die grundsätzliche Zulassung der Kartoffel als Futtermittel durch die EU-Kommission steht derzeit noch aus“, TAZ, 28.4.2009
  • Gentechnik: Kartoffel ja, Mais nein ☛ “…Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maissorte Mon 810 des US-Agrarkonzerns Monsanto. Eine ‚fachlich begründete Einzelfallentscheidung‘ hatte sie ihren Entschluss genannt … dadurch irreparable Schäden für den Standort Deutschland herbeizuführen. Die Unterzeichner der Erklärung, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Max-Planck-Gesellschaft, fordern verlässliche Rahmenbedingungen für die Forschung und die wissenschaftliche Begleitung der Grünen Gentechnik … Ungewollte Effekte für Nichtzielorganismen können nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden“, Tagesspiegel, 28.4.2009
  • Der globale Frust mit der Hühnerbrust (Francisco Mari) ☛ „Geflügelfleisch ist mittlerweile zum meistproduzierten Fleisch der Welt geworden, hat Schweinefleisch überholt … Für diese Exporte gibt es auch Subventionen der EU. Darüber hinaus gibt es Reste, die vernichtet werden müssten, weil in den europäischen Kühllagern Überkapazitäten entstehen, die weg müssen. Um das Jahr 1999 wurde Afrika als Markt entdeckt. Bevor man für die Vernichtung von Hühnerfleisch rund 40 Cent pro Kilo bezahlte, liefert man zum selben Preis nach Afrika“, OÖ Nachrichten/at, 27.4.2009
  • N. Boening: Im Dienste der fleischfressenden Mittelschichten (Gen-Tech) ☛ „Im Prinzip ist die Grüne Gentechnik, so sinnvoll sie im Einzelfall sein mag, als Großtechnik nur dann eine Notwendigkeit, wenn Landwirtschaft als Industrie für die fleischfressenden technokratischen Mittelschichten dieser Welt aufrecht erhalten werden soll. Aber die sind hoffentlich ein Auslaufmodell“, Technology Review, 15.4.2009
  • WWF: Landwirtschaft und Wasser in der Türkei ☛ „Deutschland importierte im Jahr 2007 zehn Prozent des Bedarfs an Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft aus der Türkei … Mit der Planung und dem Bau immenser Staudämme will die Türkei das Versorgungsproblem lösen ohne Rücksicht auf natürliche Grenzen der verfügbaren Wasserkapazität und Folgen für die Natur“, WWF Deutschland, 10.3.2009
  • Schwellen- und Entwicklungsländer: In die Armut gestoßen ☛ „Die Schattenseite der Globalisierung: Wie die Wirtschaftskrise arme Länder in die Schuldenfalle treibt … Nach Schätzungen der Weltbank werden durch den durch die Krise verursachten Wachstumsrückgang in Entwicklungsländern 53 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze von 2 Dollar pro Tag fallen – zusätzlich zu den 130 bis 155 Millionen, die im Jahr 2008 durch die Lebensmittelpreis- und Energiekrise zurück in die Armut gestoßen wurden“, Zeit, 9.3.2009
  • Interkulturelle Gärten in peripheren Regionen Ost- und Nordwestdeutschlands ☛ „Die Tätigkeit im Garten enthält Wissen, das nicht über Bücher vermittelt werden kann, weil es ein tätiges Wissen ist. Nur wenn die Tätigkeit und das, womit die Tätigkeit verbunden ist, erhalten bleibt, geht auch das Wissen nicht verloren. Das Tätigsein im Garten kann einen wesentlichen Anteil daran haben, ob wir unser Leben als ein gutes Leben beurteilen oder nicht, nämlich dann, wenn uns der Garten ermöglicht, unsere Fähigkeiten zu realisieren, welche durch soziale Problemfelder wie Arbeitslosigkeit, Migration und Armut ansonsten brachliegen würden. Der Garten gibt uns einen Zeitplan vor. Lust und Last liegen nahe beieinander. Zu gärtnern ermächtigt uns, Eigenes mit dem Gemeinsamen zu verbinden. Die gemeinschaftliche Nutzung von Brachen, Wasser und Saatgut erinnert uns an das vergessene Institut der Allmende. Das gemeinsame Wirtschaften folgt dem Grundsatz: Teilen macht mehr daraus“, Zeit-Fragen.ch, 19.1.2009
  • T. Mohrs: Habe Mut, dich deines gastrosophischen Verstandes zu bedienen! Ein (kritischer) Blick auf das Postulat der gastrosophischen Mündigkeit ☛ „Kants ‚Wahlspruch der Aufklärung‘ und seine gastrosophische Adaption … Zweifel an der Mündigkeit - zwei unangenehme Thesen der modernen Gehirnforschung … Und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die gastrosophische Idee - jedenfalls in dem Sinne, wie sie unter anderen Harald Lemke propagiert - schlussendlich auf die Änderung einer gesamten Denk-Kultur samt einiger ihrer grundlegenden Werte-Muster hinauslaufen muss. Eine gewaltige Aufgabe, ein großes Ziel! Aber ein Ziel, zu dem es (eigentlich nicht nur aus gastrosophischer Perspektive) keine vernünftige Alternative gibt“, Epikur - Journal für Gastrophosie, 1/2009

2008:

  • Der große Schwindel (W. Schivelbusch-Interview) ☛ „T.: Was löst diese Sehnsucht nach der Sicherheit der Scholle aus? S.: Die Erfahrung, dass einem der Boden weggezogen wurde, das Gefühl von Schwindel im doppelten Wortsinn: Schwindel als Betrug und das Schwindelgefühl beim Taumeln. Die Börsenkurse fallen ins Bodenlose, in der Inflation verfällt der Wert des Geldes, alle Sicherheiten entgleiten … Das kippt um in Träume von Autarkie und Rückbesinnung auf das Agrarische“, Tagesspiegel, 5.12.2008
  • G.N. Lischak: If the Oil Runs Out... Will mankind find a solution before it is too late? ☛ „Integral to Modern Society … You probably do not equate food with oil. Yet the agricultural business is heavily dependent upon oil. Machines, artificial fertilizers and artificial pesticides are used to raise, harvest and transport large quantities of grain, fruit and vegetables. Fertilizers and pesticides require oil to manufacture and transport, and machines need oil for their engines to run. In addition, the cattle, chicken and turkey industries rely on heavy use of oil … This era of increasing globalization of our food supply is going to draw to a close here in the next decade or so. I think it [eventual oil scarcities] is going to mean the end of importing billions of dollars of food from overseas. It’s going to mean the end of relatively cheap food in the U.S. And it’s going to mean a significant increase in starvation and malnourishment across the world“, The Real Truth, 3.12.2008
  • D. Cordell: Phosphorus, food and ‘messy' problems - A systemic inquiring into the management of a critical global resource ☛ „All modern food production and consumption systems are dependent on continual inputs of phosphate fertilizers derived from phosphate rock. Yet phosphate rock is a finite resource under the control of only a handful of countries – mainly China, Morocco and the US … there are no international institutional arrangements, much less an international organisation, responsible for monitoring and facilitating the long-term sustainability of phosphorus resources for food production. Further, without such an actor and associated institutional arrangements, there is no ‘feedback loop’ that can correct the system. Given the critical nature of phosphorus to all modern economies, this is a concerning finding and warrants further analysis, deliberation and enabling of change“, University of Technology/Sydney, 12.2008
  • S. Boos: Wer isst den Kopf? («Das globale Huhn») ☛ „Der weltweite Hühnermarkt wird von einigen wenigen Firmen beherrscht. Sie zerstörten in kurzer Zeit die lokale Pouletfleischproduktion in Afrika. Ein exzellentes Buch über das Imperium der Hähnchen“, Die Wochenzeitung/ch, 2.10.2008
  • The Great Disruption ☛ „And the Persian Gulf States, which know something about supply disruptions, have begun buying up land in Sudan and other countries; they intend to create ‚sovereign farms‘ to buffer themselves from the swings of the global market, and the whims of those countries that drive it“, The Atlantic, 9.2008
  • P. Roberts: The cost of steak ☛ „When fed antibiotics, livestock can grow 25% faster on the same intake of feed – a critical point, given that feed is a meat companies‘ biggest cost“, Los Angeles Times, 23.8.2008
  • :!:T. Konicz: Mit Vollgas gegen die Wand ☛ „Warum das derzeit herrschende Wirtschaftssystem die anstehenden, zivilisationsbedrohenden, globalen Probleme nicht lösen kann - ‚Peak Evertything‘ - Radikalisierung der bestehenden Energiepolitik - Ende des kapitalistischen Wachstums“, Telepolis, 13.7.2008
  • Die Rückkehr der Ackergifte - Agrarindustrie, Agro-Kraftstoffe und Nahrungsmittelkrise ☛ „Der Inlandsumsatz der IVA-Mitgliedsfirmen (der in Deutschland ansässigen Hersteller und Vertreiber von Pestiziden und Düngemittel) stieg 2007 gegenüber dem Vorjahr um fast 11 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Und auch weltweit wird die chemische Keule hemmungslos geschwungen. Global wurden im Jahr 2007 Pestizide im Wert von rund 33,2 Milliarden Dollar verkauft, 7,8 Prozent mehr als 2006. Die Pestizidumsätze der weltgrößten Agrochemie-Konzerne stiegen in diesem Zeitraum zwischen 8 und 15 Prozent“, Umweltinstitut München e.V., 7.2008
  • The Rise of Food Fascism: Allied to Global Agribusiness, Agrarian Elite Fomenting Coup in Bolivia ☛ „Some argue that that we are witnessing the rise of ‚petro-fascism‘ as multinational corporations and nation states struggle for control of the life-blood of the global economy. Now with the efforts of the multinational agribusiness corporations and the agrarian bourgeoisies to control the very sustenance of human life we may be facing an even more violent period of repression, conflict and upheaval“, Global Alernatives, 30.6.2008
  • Groth/King: Wer die Nahrung kontrolliert... ☛ „Handelsschranken, Subventionen, »grüne Gentechnik«, Spekulation: Die Ursachen für die weltweite Ernährungskrise sind menschengemacht – und damit behebbar“, Genfood, 13.6.2008
  • H.J. Heinrich: Danach kräht kein Hahn (Kükenmord) ☛ „In Europa werden jährlich mehr als 300 Millionen Küken vernichtet – weil Eierproduzenten nur die Hennen brauchen … Die Hahnenküken sind für die Brütereien schlicht Abfall. Sie werden mit Kohlendioxid vergast oder lebendig im »Homogenisator«, einer Maschine mit rotierenden Messern, zu Brei zermatscht. EU-weit entsorgen Legehennen-Produzenten so jährlich rund 300 Millionen »Eintagsküken«“, Die Zeit, Nr.25, 12.6.2008
  • Feeding the World with GM Crops: Myth or Reality? ☛ „The causes of the current food crisis are many and varied, but have not been linked by independent scientists to GM crops, poor yields or lack of available agricultural land. Claims by the GM industry that their products will ease, or even solve, hunger via these routes ring hollow“, GM Freeze.org, 6.2008 (Artikel: )
  • :!:Man kann Potenzial nicht essen (zum Weltagrarbericht) ☛ „Da es für uns zuallererst um die Bekämpfung von Armut und Hunger gehen sollte, muss man eben auch sehen, dass es nicht in erster Linie einer besseren Technologie bedarf. Es geht eher um soziale und politische Aspekte und ebensolche Lösungen. Wir sind aber zu dem Schluss gekommen, dass im Moment genug Nahrungsmittel produziert werden … Das Problem ist der Zugang zu den Lebensmitteln. Und bei diesem Problem hat uns auch die so genannte Grüne Revolution, die in den vergangenen Jahrzehnten geholfen hat die geernteten Mengen deutlich zu erhöhen, nicht geholfen … Seit zwanzig Jahren sagen uns die Leute, es wird mit den Biotechnologien mehr produziert. Aber es wird eben nicht mehr produziert. Es wird weniger produziert, das kann in wissenschaftlichen Journalen nachgelesen werden“, Gen-ethisches Netzwerk, 6.2008
  • A. Groth: Der neue Hunger ☛ „Die globale Verteilung der Nahrungsmittel durch den Weltmarkt darf nicht länger zugelassen werden. Das Spekulieren auf Nahrungsmittel ist ein Verbrechen und gehört verboten. Die indische Regierung hat dies erkannt und bereits Anfang 2007 alle Terminkontrakte auf Weizen, Reis, eine verbreitete Bohnensorte und Straucherbsen verboten. Dieses Beispiel sollte weltweit Schule machen. Wer aus Hunger Gewinn schlägt, macht sich mitschuldig am Tod Tausender von Menschen“, Rosa-Luxemburg-Stiftung, 13/2008
  • Dale Allen Pfeiffer: A Matter of Survival ☛ “‚Give a man a fish and he will eat for a day, teach a man to fish and he will never go hungry‘ … ‚Homeless. Will work for food. God bless‘“, survivingpeakoil.com, 26.5.2008
  • Agrarexporte gefährden das Menschenrecht auf Nahrung ☛ „Seit Jahrzehnten verdrängen europäische Agrarexporte afrikanische Kleinbauern von ihren Märkten. Der jüngste Reformvorschlag der EU-Kommission wird daran nichts ändern … Wie Dumpingexporte und die Schädigung von afrikanischen Kleinbauern vor dem Hintergrund der Welthungerkrise verhindert werden sollen, darüber ist in der Stellungnahme nichts zu lesen“, AG Friedensratschlag, 23.5.2008
  • P.E. Roberts: Today's food crisis isn't a blip ☛ „Global demand is soaring, yet arable land and water are becoming scarce. Fertilizer costs are rising, and then there are the climate swings. So what’s the world to do?“, UStoday.com, 22.5.2008
  • P. Roberts: Canivores Like Us ☛ „Humanity’s rapidly increasing appetite for meat is fast becoming a matter of global consequence“, Seed Magazine.com, 15.5.2008
  • Nahrungsmittelpreise: Vom Energiehunger angetrieben ☛ „Der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise in jüngster Zeit hat viele Ursachen – allen voran die erhöhte Nachfrage der Schwellenländer und die Biospritstrategie der EU sowie der USA“, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 6.5.2008 ( )
  • «Dann gibt's nichts mehr zu essen» (Nestlé-Chef P.Brabeck-Interv.) ☛ „Nestlé-Chef Peter Brabeck wendet sich gegen die Subventionierung von Agro-Treibstoffen, die aus Soja und Weizen hergestellt werden. Über hundert Millionen Tonnen Getreide werden voraussichtlich dieses Jahr allein in den USA für diesen Zweck verbraucht“, NZZ am Sonntag, 23.3.2008
  • Böses Erwachen in Mexiko ☛ „Die großen Erwartungen an das Freihandelsabkommen Nafta haben sich nicht erfüllt. Zugeständnisse der Regierung fügten vor allem der Landwirtschaft Schaden zu“, Le Monde diplomatique, 3.2008
  • S. Nowack: Schlauer essen! ☛ „Gesunde Ernährung: Basis für Gesundheit, Wohlbefinden und Lernprozesse“, Frühkindliche Bildung, 2008
  • H. Lemke: Welt-Essen und Globale Tischgesellschaft ☛ „Wie hätte sich eine zukunftsfähige Menschheit zu ernähren? … Sonderstellung der Ernährungspraktiken als ethisches Handlungsfeld … Politik und Ethik einer vollmundigen Mündigkeit … Der konviviale Selbstgenuss eines gemeinsamen Mahlrituals“, in: Därmann/Lemke (Hg.), Die Tischgesellschaft, S.213-236, 2008
  • White/Cordell: Peak Phosphorus - the sequel to Peak Oil ☛ „The current system of mining and processing phosphate rock, international transport and storage, fertilizer application, harvest, food processing, retailing, storage and final consumption is inefficient … what is clear is that discussion on alternative phosphorus sources and governance models is required now to ensure that the world’s farmers have sufficient access to phosphorus fertilizers in the long-term to feed humanity“, Global Phosphorus Research Initiative, 2008

2007:

  • LOLR. Heinberg: What will we eat as the oil runs out? ☛ „Our global food system faces a crisis of unprecedented scope. This crisis, which threatens to imperil the lives of hundreds of millions and possibly billions of human beings, consists of four simultaneously colliding dilemmas, all arising from our relatively recent pattern of dependence on depleting fossil fuels … Structural Dependency … The Worsening Oil Supply Picture … Impact of Biofuels … Impact of Climate Change and Environmental Degradation … What Is the Solution? … What Will Be Needed“, The Lady Eve Balfour Lecture/22.11.2007, Energy Bulletin, 3.12.2007 ( )
  • M. Butt: Agro-Ecology - Farming with Brains (Dirt-Rezens.) ☛ „Montgomery has produced a fine study that cycles through history, builds on a series of case studies, and makes comparisons across significant periods of time … What we do know is that in the future, historians who study the rise and fall of civilizations must acknowledge the important questions raised by Montgomery’s groundbreaking work“, H-Net.org, 11.2007
  • John Vidal: Biofuelling the Food Crisis ☛ „This time last year, there were fewer than 100 ethanol plants in the whole US, with a combined production capacity of five billion gallons. There are now at least 50 more new plants being built and more than 300 more are planned. If even half of them are finished, they will help to rewrite the politics of global food“, Mail & Guardian, 10.9.2007
  • Déry/Anderson: Peak phosphorus ☛ „In some ways, the problem of peak phosphorus is more difficult than peak oil … However if we waste phosphorus, we cannot replace it by any other source … The key response to a phosphorus peak is to re-create a cycle of nutrients“, Energy Bulletin, 13.8.2007
  • Leergefischt (Rezens. zu "Meer ohne Fische?") ☛ „Kurzfristige wirtschaftliche Interessen verhinderten höchst erfolgreich jeden Versuch, der Fischerei Grenzen zu setzen. Mit EU-Subventionen wird der Raubbau sogar noch forciert. Nachdem die Fischbestände vor der Haustür drastisch zurückgegangen sind, kauft sich die EU jetzt das Recht, vor Afrikas Küsten die Meere auszuräumen. Das Nachsehen haben die einheimischen Fischer“, dradio.de, 12.6.2007
  • L.R. Brown: Sprit für die Welt ☛ „Autos, nicht Menschen verbrauchen den größten Teil des Getreides, das 2006 im Vergleich zum Vorjahr zusätzlich verarbeitet wurde. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass der weltweite Maisverbrauch 2006 um etwa 20 Millionen Tonnen über dem Vorjahr lag. Davon wurden vermutlich 14 Millionen Tonnen zur Herstellung von Ethanol verwendet, nur 6 Millionen Tonnen dienen der Produktion von Nahrungsmitteln“, Spiegel, 27.3.2007
  • J. Bowman: The dark side of chocolate (Carol Off-Interv.) ☛ „Children in our part of the world just inhale chocolate bars on the way to school, and that cheap and pleasant treat is something that represents two or three days‘ labour of a child in Africa, who is unable to go to school“, cbc.ca, 2.2007
  • C. Müller: Interkulturelle Gärten – Urbane Orte der Subsistenzproduktion und der Vielfalt ☛ „Städtische Eigenversorgung ist auch in den reichen Ländern des Nordens wieder auf dem Vormarsch. Sie ermöglicht nicht nur den Zugang zu gesunden Lebensmitteln und sinnvollen Tätigkeitsfeldern, sondern schafft auch Raum für das bürgerschaftliche Engagement von unterprivilegierten Menschen im Themenfeld der nachhaltigen Stadtentwicklung … Der Ansatz: Partizipation – Empowerment – Ressourcenorientierung“, in: Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften - Die „grüne“ Stadt – urbane Qualitäten durch Freiraumentwicklung“, S.55-67, 1/2007
  • H. Lemke: Kritische Theorie der Esskultur ☛ „Kritik des globalen Unrechts der Ungleichheit von Übersättigung und Hungerleiden … Kritik der Umweltzerstörung durch die global vorherrschenden Ernährungsverhältnisse … Kritik der Esskulturindustrie als Betrug an den Massen und freiwilliger Entmündigung … Beschädigtes Leben als Sozialpathologie eines fehlernährten Lebens … Die revolutionäre Praxis eines besseren Essens“, in: Därmann/Jamme (Hg.), Kulturwissenschaften, S.169-190, 2007

2006:

  • FAO: Livestock impacts on the environment ☛ „A new report from FAO says livestock production is one of the major causes of the world’s most pressing environmental problems, including global warming, land degradation, air and water pollution, and loss of biodiversity“, FAO,11.2006
  • How the Energy Crisis Will Help My Diet ☛ „Many are going to wonder what does the energy crisis have to do with being fat. Well, the modern agricultural system is nothing but a system which turns petroleum and natural gas into food“, The Oil Drum, 18.7.2006
  • Roth, W.-D.: Darwins Alptraum - Der Stärkere setzt sich durch - und kassiert ab ☛ “ In den 60er Jahren wurden im Viktoriasee Nilbarsche zu Versuchszwecken ausgesetzt. Dieser Eingriff brachte das ökologische Gleichgewicht ins Wanken. Binnen kurzer Zeit verdrängte der gefräßige Raubfisch, der fast zwei Meter lang werden kann, alle einheimischen Arten. Heute ist er als Viktoriabarsch ein Exportschlager … Sauper bleibt dabei, dass erst die Rückflüge mit Waffen die Fisch-Luftfracht rentabel machten“, Telepolis, 23.4.2006

2005:

  • Die absurden Regeln des weltweiten Agrarhandels ☛ „Beim weltweiten Handel mit landwirtschaftlichen Produkten ziehen die armen Länder den Kürzeren … Abhilfe brächte nur ein höherer Grad der Selbstversorgung - oder eine ganz neue Politik im Rahmen der Vereinten Nationen“, Le Monde diplomatique, 12.2005
  • LOL Oil and Food: A Rising Security Challenge ☛ „From farm to plate, the modern food system relies heavily on cheap oil. Threats to our oil supply are also threats to our food supply. As food undergoes more processing and travels farther, the food system consumes ever more energy each year“; massives Reaktionsversagen der Agrareliten/-verantwortungsträger! (EG), Earth Policy Institute, 9.5.2005 (Grafiken: , )
  • M. Miersch: Ist "bio" wirklich besser? ☛ „Global betrachtet wäre Ökolandbau ein Desaster“; ideologiefixierter Autor blind vor fossilistischer Agrarindustrie (EG), novo-magazin.de, 3/4.2005

2004:

  • «Man füttert die Kinder mit Müll» (Interv. M.Spurlock) ☛ „Mit seinem Film «Super Size Me» hat Morgan Spurlock den Konzernriesen McDonald’s in Aufregung versetzt. Mit der Netzeitung sprach der Regisseur über Leberwerte, dünne Mädchen und die Erziehung zur Fettleibigkeit“, netzeitung.de, 15.7.2004
  • Dale Allen Pfeiffer: Eating Fossil Fuels ☛ „Does our present lifestyle mean so much to us that we would subject ourselves and our children to this fast approaching tragedy simply for a few more years of conspicuous consumption?“, From The Wilderness, 2004
  • LOLL.R. Brown: Outgrowing the Earth ☛ „Excessive pumping for irrigation to satisfy food needs today almost guarantees a decline in food production tomorrow“, Earth Policy Institue, 2004

2003:

  • H.-U. Grimm: Essen wir uns dumm? ☛ „Ernährung: Das Gehirn braucht Energie. Doch der Treibstoff ist oft von schlechter Qualität. Schlägt uns die Nahrung auf den Geist? … Weltweit nehmen die Hirnstörungen Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose zu … Britische Forscher beklagen einen Rückgang der Geistesleistung … Schuld seien die Nahrungsindustrie und ihr Bestreben, ‚billige Nahrung herzustellen‘ … Dafür eingesetzte Zusatzstoffe wirken auch aufs Gehirn“, Hamburger Abendblatt, 10.12.2003
  • Dale Allen Pfeiffer: Cuba - A Hope ☛ “… and I will balance these charges against the fact that the Cuban people are, healthy, educated, eating and surviving in a world we may all soon have to face. Recently CNN’s Lou Dobbs broadcast a series showing that American food production is shrinking, while our population is increasing. Soon to end is the ability of the US and Canada (the only two nations to do so) to continue exporting grain to a hungry world“, From The Wilderness, 1.12.2003
  • FAO: Fish - the stakes are high (GMO) ☛ „Genetic modification may make selective fish breeding enormously productive. But how will genetically modified farmed fish interact with wild stocks? … In Britain a salmon gene that controls calcium loss is being transferred into rabbits. This work is experimental, but it’s clear that fish are caught up in the gene revolution in a big way“, FAO.org, 3.2003
  • E. Niemann: Das Interessengeflecht des Agrobusiness ☛ „In Zeiten der Agrarindustrialisierung und der neoliberalen Globalisierung orientiert sich der Bauernverband immer deutlicher an den Interessen einer Minderheit von Großbetrieben und geht immer engere Bindungen mit Ernährungsindustrie und Agrobusiness ein, oft zu Lasten seiner Mitglieder“, in: Rudolf Speth, Die stille Macht - Lobbyismus in Deutschland, S.186-212, 2003

2002:

2001:

  • Prof. Dr. M. Chossudovsky: H.A.A.R.P. ☛ „It is important to understand the linkage between the economic, strategic and military processes of the New World Order. In the above context, climatic manipulations under the HAARP program (whether accidental or deliberate) would inevitably exacerbate these changes by weakening national economies, destroying infrastructure and potentially triggering the bankruptcy of farmers over vast areas. Surely national governments and the United Nations should address the possible consequences of HAARP and other ‚non-lethal weapons‘ on climate change“; Cuba und Ostasien 2008: funktionierende Wetter-Waffe? (EG), From The Wilderness.com, 2001

1999:

  • K. Hart: Männliche Küken werden in Deutschland erstickt, vergast und zerschreddert ☛ „Verschwiegen wird indessen, wie deutsche Legehennenzüchter und Brütereibesitzer mit Küken umgehen. Für diese Leute gibt es nützliche, wirtschaftlich effizient verwertbare Küken - das sind die weiblichen fürs Eierlegen - und unnütze, unprofitable männliche. Sie werden lebendig zu blutigem Mus zerquetscht, zerhäckselt oder vergast, und zwar massenhaft, über sechzig Millionen pro Jahr“, Tagesspiegel, 18.8.1999
  • M. Held: Nachhaltige Nutzung des Bodens ☛ „1.Böden und ihre herausragende Rolle bis in die Zeit der Industrialisierung … 2.Umbruch in der Rolle der Böden und deren Abwertung … 3.Bodendegradation und mangelndes Bodenbewußtsein … 4.Instrumente für einen nachhaltigen Umgang mit Böden … 5.Vorschlag für eine international verbindliche Bodenkonvention“, Akademie Nachhaltige Entwicklung/umdenken.de, 6.5.1999 (Tagung: )

1995:

1991:

  • N. Ferguson: Food and the First World War ☛ „But the difficulties it faced were considerably increased by the unrestricted British naval blockade imposed on Germany’s direct and indirect (via neutral ports) seaborne trade after March 1915. This cut off a significant volume of imported feeds and fertilizers, contributing to the 40-50 per cent fall in domestic agricultural production which occurred during the war years“, Cambridge, 1991

1984:

  • D. Pimentel: Energy Flows in Agricultural and Natural Ecosystems ☛ „Land degradation, especially soil erosion, is rapidly reducing land productivity in the world. Already, large amounts of fossil energy are being utilized to offset erosion and reduced soil productivity. A major effort is needed worldwide to protect the productivity of agricultural soils that are essential to food production“, in: CIHEAM - Options Mediterraneennes, 1/1984

1963:

1937:

  • R. Linton: One Hundred Percent American ☛ „There can be no question about the average American’s Americanism or his desire to preserve this precious heritage at all costs. Nevertheless, some insidious foreign ideas have already wormed their way into his civilization without his realizing what was going on“, in: The American Century, vol.40, 1937 ( )

1936:

  • R.Linton: 100% American ☛ „As he absorbs the account of foreign troubles he will, if he is a good conservative citizen, thank a Hebrew deity in a Indo-European language that he is 100 percent American“, in: The Study of Man, pp.326-327, D. Appleton-Century Co./New York, 1936

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