Peak Mobilität: Interviews, Kommentare, Fachartikel

2011:

2.Hj.:

  • :!:D. Kuhr: Bahn erreicht London mit zwei Jahren Verspätung - Tägliche Verbindung frühestens 2015 ☛ „Konzernchef Grube hatte sich von der Verbindung nach London einiges erhofft. Sein Ziel war, 15 Prozent der Flugreisenden auf dieser Strecke für die Schiene zu gewinnen … Bei Siemens sieht man die Dinge etwas anders … ‚Die Bahn hat bislang keine Züge bestellt, die nach London fahren könnten‘“; Erleichterung bei R.Grubes Freunden in der Luftfahrtindustrie (EG), SZ, 8.12.2011
  • K. Schwenn: ICE nach London - Zug im Verzug ☛ „Die Deutsche Bahn fährt frühestens Ende 2015 mit ihrem ICE nach England - und macht dafür Siemens verantwortlich … Vielleicht schon zu den Olympischen Spielen im nächsten Sommer, auf jeden Fall aber Ende 2013 … Lange nährten der Bahn-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube und sein Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg diese Hoffnung“; Das deutsche Fernverkehrs-Duopol Dt.Bahn-Siemens genügt nicht den immensen Zukunftsherausforderungen (EG), FAZ, 8.12.2011
  • K. Schwenn: Winterreifen der Bahn ☛ „Fahrzeugreserve Fehlanzeige: Das gilt in diesem Winter für die Deutsche Bahn wie in früheren Jahren. Die Bahn tut sich schwer, ihren Missstand zu überwinden“; Kaputtgespart für die Börse? Das Versagen geht noch tiefer! (EG), FAZ, 16.11.2011
  • F. Lee: Mein Auto, meine Freiheit - Smog und Stau stehen in Peking auch für Wohlstand ☛ „Pekings Stadtplaner haben in den neunziger Jahren einen gravierenden Fehler begangen. Während das ebenfalls boomende Schanghai frühzeitig die neu entstehenden Stadtzentren mit einem dichten U-Bahn-Netz versah, setzte Chinas Hauptstadt auf breite Straßen für dicke Autos … Smog und Stau stehen in Peking auch für Wohlstand und gefühlte Freiheit. Diese Denkweise ist nach wie vor auch vielen hierzulande nicht fremd“, taz, 7.11.2011
  • M. Breitinger: Öko-Maut, ja bitte! ☛ „Wenn schon eine Pkw-Maut, dann zumindest ökologisch sinnvoll. Doch eine Öko-Maut wird in Deutschland an der Autoindustrie scheitern“, Zeit, 5.10.2011
  • "Stuttgart 21 wirkt wie ein Staubsauger" (T.Marwein-Interv.) ☛ „Vertreter der Bahn als auch der Politik versichern regelmäßig, dass der milliardenschwere Ausbau von Stuttgart 21 nicht zu Lasten der Rheintalbahn gehen soll. Thomas Marwein sieht das anders. Drei Fragen an den Offenburger Landtagsabgeordneten und umweltpolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag“, Badische Zeitung, 22.9.2011
  • J. Schultheis: Umsteuern - Kommentar zur Logistikbranche ☛ „Jenseits konjunktureller Schwankungen und Naturkatastrophen muss sich die Branche Herausforderungen ganz anderer Dimension stellen: Seit Jahren warnt die Internationale Energieagentur in Paris vor den dramatischen Folgen der Ölverknappung und -verteuerung … Zudem drängt die EU auf die Internalisierung externer Kosten“, FR, 9.9.2011
  • J. Wille: "Der Krach ist nicht tolerabel" (Interv. U.Höfken) ☛ „Im engen Rhein-Tal verursacht die Bahn extreme Lärmprobleme, die nicht länger toleriert werden können. Jüngste Messungen zeigen, dass vorbeifahrende Züge in den Gemeinden dort auch extreme Erschütterungen auslösen … Es gibt längst die technischen Möglichkeiten, um die Anwohner zu entlasten, aber das Unternehmen investiert hier bei weitem nicht genug. Man hat der Eindruck: Für Prestige-Projekte wie Stuttgart 21 ist Geld da, hierfür nicht“, FR, 8.9.2011
  • :!:Vor 10 Jahren: Warum Posch "Frankfurt 21" ausbremste ☛ „Um „Stuttgart 21“ wird weiter gestritten, dagegen wurde vor zehn Jahren das Bahnprojekt „Frankfurt 21“ gestoppt. Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) ist noch immer ‚heilfroh‘, dass er den Plänen der Bahn damals nicht traute“, hr online, 15.8.2011
  • Becker/Lehmann: „Niemand traut sich an heikle Zukunftsfragen“ (O.Lepsius-Interv.) ☛ „Das erste Problem freilich ist: Genügt hier das Planungsrecht, um das Projekt angesichts seiner gesellschaftlichen Auswirkungen zu legitimieren? Das zweite Problem: Inwieweit sind wir heute an Entscheidungen gebunden, die vor vielen Jahren unter ganz anderen Bedingungen und Mehrheiten getroffen wurden? Wer jetzt bloß auf ein Baurecht pocht, argumentiert undemokratisch, denn die Demokratie bezieht ihre Legitimation auch aus der Veränderbarkeit von Beschlüssen, zumal wenn sich die Bedingungen ändern. Die Verfassungsordnung erklärt nicht den Rechtsstaat zum Maßstab für die Demokratie, sondern zu ihrem Mittel. Wer veränderten Mehrheiten und Präferenzen keine Durchsetzungschance eröffnet, entwertet die Demokratie“, Tagesspiegel, 14.8.2011
  • S. Beck: Auf Lügen errichtet - Überteuerte Großprojekte ☛ „Ob Sydneys Oper, der Überschalljet Concorde oder der Busbahnhof in Hamburg - überall in der Welt kosten Bauprojekte mehr Geld als versprochen. Politik und Verwaltung sind dann beschämt, viele verdienen allerdings an den falschen Berechnungen … Strategische Verfälschungen“, SZ, 2.8.2011
  • A. Kreye: Bau dich unsterblich - Großprojekte als Macht-Manifestation ☛ „Was verbindet Stuttgart 21 und die Skyline von Shanghai? Bauprojekte fördern Wachstum, symbolisieren Aufbruch, manifestieren Macht in Europa wie im Rest der Welt. Sie funktionieren aber nur, wenn kein Bürger aufmuckt … Dilemma zwischen Großtraum und Realität“; Nach Ressourcen-Peak: Small is beautiful! (EG), SZ, 2.8.2011
  • S. Beck: Stuttgart 21 - das dümmste Großprojekt ☛ „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Verantwortlichen vor allem aus Rechthaberei an dem Großprojekt festhalten wollen … Das Schönrechnen hat Tradition … Ein desolates Gesamtbild“, SZ, 29.7.2011
  • H. Volmer: "Die Bahn ist ein schlechter Verlierer" (Palmer-Interv.) ☛ “‚Ich weigere mich einfach zu akzeptieren, dass es in einem demokratischen Rechtsstaat möglich sein soll, dass ein bundeseigenes Unternehmen die Kosten frisiert und die Leistungsfähigkeit eines geplanten Projekts manipuliert und damit auch noch durchkommt‘, sagt der Tübinger Oberbürgermeister Boris“, n-tv, 29.7.2011
  • R. Schönhuber: Chinas wachsender Zweifel an der Geschwindigkeit ☛ „Jiabao versprach an der Unfallstelle jedenfalls, die Lehren aus dem bisher Geschehenen zu ziehen. Sicherheit müsse beim zukünftigen Ausbau an erster Stelle stehen, sagte der Premier. Zugleich versprach er eine ‚offene und transparente‘ Untersuchung sowie eine harte Bestrafung der Verantwortlichen“, Wiener Zeitung, 28.7.2011

1.Hj.:

  • S. Schultz: Streit über Förderquoten - Triumph der Öl-Falken ☛ „Milliardenkosten für Ölverbraucher … In Deutschland etwa werden derzeit rund 2,5 Millionen Fass Öl pro Tag verbraucht. Kostet das Öl im Schnitt nicht mehr 80 Dollar, wie im vergangenen Jahr, sondern 100 Dollar, ergeben sich Mehrkosten von 50 Millionen Dollar - pro Tag“; 350.000 t/Tag (EG), Spiegel, 9.6.2011
  • LOL„Wir müssen mit weniger Autos auskommen“ (W.Kretschmann-Interv.) ☛ „Weniger Autos sind natürlich besser als mehr. Wir müssen in Zukunft Mobilitätskonzepte verkaufen und nicht nur Autos … Wir müssen zeigen: Wohlstand ist möglich, ohne Lebensgrundlagen zu zerstören. Darin besteht unsere spezielle Verantwortung…“, Bild, 24.4.2011
  • K. Bund: Welchen Tod stirbt Stuttgart 21? ☛ „Die Bahn muss neu prüfen, die SPD neu überlegen: Dem Bahnhofsprojekt gehen die Befürworter aus … Das Projektrisiko für die Bahn kann sich verdreifachen, sagt der Chefplaner“, Die Zeit, Nr.15, 7.4.2011
  • Gathmann/Nelles: E10-Chaos - Trittin beschimpft Röttgen als Totalausfall (Interv.) ☛ „Vom Hoffnungsträger zum Problemminister: Das E10-Chaos bringt Umweltminister Röttgen in Erklärungsnot. Für die Opposition ist der Unionsmann schon jetzt schwer angeschlagen. Im Interview nennt Grünen-Fraktionschef Trittin ihn ungeeignet für das Amt - und warnt vor weiteren Zugeständnissen an die Industrie“, Spiegel, 8.3.2011
  • A. Röhrbein: Stuttgart 21 & Peak Oil - Eine unbeachtete Abstiegskoalition im Ländle ☛ „Wie realistisch ist die allgemein akzeptierte Annahme, dass ein nur ca. 30-prozentiger Bahnnutzungszuwachs für das gesamte 21.Jahrhundert ein ausreichendes Kapazitätsanfordernis in der heutigen Planung sein könnte? Was passiert mit den Verkehrssystemen, wenn unsere Erdölzivilisation endgültig von diesem nun immer öfters und chronisch zu teuren sowie physisch einfach weniger verfügbaren genialen Mobilitäts-Rohstoff Abschied nehmen muss? Und ereignen sich diese Prozesse tatsächlich erst nach dem Jahr 2100, wie die verbreitete Annahme eines nur 30-%-erhöhten Kapazitätsbedarfs für den Stuttgarter Bahnknoten unterschwellig nahelegt?“, Energie-Glasnost.de, 8.3.2011
  • G. Traufetter: Gestank alter Socken (TCP/Aerotoxisches Syndrom) ☛ „Demnach sind allein von einer einzigen deutschen Airline für 2010 über 60 Öldampf-Störfälle gemeldet worden … In einer Stellungnahme für das britische House of Lords begründet Boeing die neue Architektur der Belüftung ganz anders: Sie ‚eliminiert das Risiko, dass Abbauprodukte von Triebwerksöl‘ in die Kabine gelangen“, Der Spiegel, Nr.9/2011, 28.2.2011
  • Deutsche Bahn soll aus Atomstrom aussteigen - Greenpeace-Kletterer protestieren am Berliner Hauptbahnhof ☛ „Nach eigenen Angaben beschafft die Bahntochter DB Energie jährlich rund 15-16 Terawattstunden (TWh) Strom. Davon werden 80 Prozent - rund 12 TWh - für den Antrieb der Züge genutzt. Zum Vergleich: Berlin mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern hat einen Stromverbrauch von 13 TWh im Jahr … Viele Kunden vertrauen den Umweltschutzversprechen der Bahn. Sie werden bewusst hinters Licht geführt und werden unfreiwillig zu Unterstützern von Atom- und Kohlekraftwerken … als größter Staatskonzern muss die Deutsche Bahn eine ökologische Vorbildfunktion wahrnehmen“, Greenpeace, 24.2.2011 ( , )
  • Rees/Menn: Neue Konzepte gegen den Verkehrskollaps ☛ „Metropolen in aller Welt stehen vor dem Verkehrskollaps. Als Ausweg entwickeln Stadtplaner und Ingenieure immer radikalere Ideen für den Nahverkehr: selbstfahrende Taxis, City-Seilbahnen und ferngesteuerte Autos“; Jetzt zählt vor allem die schnelle und tragfähige Umsetzung! (EG),WirtschaftsWoche, 2.2.2011
  • J. Schlandt: "Öl darf nur dort verbrannt werden, wo es nutzt" - Interview mit Energieexperte Bukold ☛ „Vermutlich treten wir in einen Zyklus ein, in dem die Preise erst rasant steigen, weil die Nachfrage kaum bedient werden kann. Hohe Preise – ich halte da auch 250 Dollar oder mehr für möglich – würgen das Wachstum der Weltwirtschaft dann wieder ab. Sinkt dann der Ölverbrauch und fallen die Preise, beginnt der Zyklus von vorne. Dieses Auf und Ab bringt natürlich enorme politische Risiken mit sich … Schon 2008 kam es dort vielerorts zu Protesten wegen hoher Spritpreise“; Abschmelzen der energie-sozio-ökonomischen Immunität: 2008 stürzten die Massen bei einem Ölpreis von 140 $/b ihre Regierungen ⇒ 2011 schon bei 100 $/b ! (EG), FR, 1.2.2011
  • UPI: Autofreie Sonntage ☛ „Entwicklung der autofreien Sonntage“, Umwelt- und Prognose- Institut e.V., 2.2011
  • R. Kirbach: Deutsche Bahn - Die Wahn AG ☛ „Je teurer, desto lieber: Warum die Bahn sinnlose kostspielige Zugstrecken baut und die Menschen zur Verzweiflung treibt“, Die Zeit, Nr.05, 27.1.2011
  • M. Weiss: Seid verschlungen, Milliarden - Teure Forschung ☛ „Weil die EU-Atomgemeinschaft Euratom nicht von den Verträgen zurücktreten könne, sei Iter de facto ein Blankoscheck ausgestellt, man müsse sich nicht wundern, wenn dann die Kosten explodieren“; Jeder Vertrag ist kündbar bzw. beendbar (EG), SZ, 21.1.2011
  • Autolobby klagt: „Spritpreis an Belastungsgrenze“ (Wissmann-Interv.) ☛ „Die Menschen brauchen das Auto, um zur Arbeit zu kommen und um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können … Deutschland, Frankreich und Italien sollten deshalb eine gemeinsame Strategie für die Einführung der Elektroautos entwickeln. Am Ende sollen die Hersteller um die beste Technik konkurrieren und nicht die Staaten um die höchsten Subventionen“, DerWesten.de, 17.1.2011
  • M. Gatzke: Mehr Bahn, weniger Börse ☛ „Die Deutsche Bahn wurde jahrelang auf Börsengang getrimmt. Diese fehlgeleitete Strategie rächt sich jetzt. Ramsauer muss die Bahn neu ausrichten“, Zeit, 10.1.2011
  • C. Weber: Mobilität - Ende der Reiselust ☛ „Das Bedürfnis des Menschen nach Mobilität scheint Grenzen zu haben. Gibt es analog zum bevorstehenden ‚Peak Oil‘ - der historisch maximalen jährlichen Fördermenge beim Erdöl - einen ‚Peak Travel‘?“, SZ, 5.1.2011

2010:

2.Hj.:

  • L. Jorio: Öffentlicher Verkehr - Mobilität auf dem Prüfstand ☛ „Die öffentlichen Verkehrsmittel in der Schweiz sind im Winter während den Stosszeiten mehr denn je zum Bersten voll. Aber die Vorschläge zur Lösung des Problems, wie eine Erhöhung der Preise in Spitzenzeiten oder Flexibilisierung des Bahnangebots, sind umstritten“, swissinfo, 18.12.2010
  • Möglicherweise fatal - Offener Brief an Heiner Geißler zum Schlichterspruch zu »Stuttgart 21« ☛ „Das Schlichtungsverfahren sollte, so nicht zuletzt Ihre Argumentation, die Demokratie fördern. Wenn Sie nun eine Entscheidung der Bevölkerung ausschließen und gleichzeitig einen Schlichterspruch der geschilderten Art zu fällen beabsichtigen, dann wird Demokratie blockiert … Zur Zukunft des Stuttgarter Hauptbahnhofs sollte die Bevölkerung in der Landeshauptstadt befragt werden, zu einer möglichen Neubaustrecke Wendlingen–Ulm die Bevölkerung Baden-Württembergs … Bleiben Sie souverän! Überlassen Sie dem Souverän die Entscheidung!“, junge Welt, 30.11.2010
  • G. Düperthal: »Die Gespräche waren eine Farce« (Interv. Parkschützer/S21) ☛ „Wir sind in dieser Sache nicht die Radikalen. Vielmehr ist es radikal, 200 Jahre alte Bäume zu fällen und so eine Erholungsoase der Stadt zu zerstören. Es ist radikal, einen Bahnhof tiefer legen zu wollen, der danach nur schlechter ist als zuvor. Das ganze Projekt ist unglaublich teuer. Für Baden-Württemberg wird das zur Folge haben, daß notwendige Strecken nicht ausgebaut werden können und daß sogar Staatsverträge zum Ausbau der Rheintalschiene mit den Niederlanden und der Schweiz kippen. Friedliche Aktionen dagegen sind nicht radikal“, junge Welt, 29.11.2010
  • R. Ostertag: "Lebendiges ist mehr als Eins" - Stuttgart 21 ☛ „So aber wird die Stadt erneut oder schon wieder als funktionierende Maschine betrachtet, der Bahnhof als Abfertigungsanlage. Qualitäten von Städten und Lebenswelten, von städtischen (Groß-)Projekten lassen sich so nicht erfassen und bewerten. Auch nicht in Geißlers ‚Schlichtung‘. Fakten und Faktencheck genügen nicht“, Stuttgarter Nachrichten, 26.11.2010
  • W. Droste: Stuttgarter Lehrstunden ☛ „Konzessionen müssen nicht länger gemacht werden, Politik schrumpft auf die Aufgabe zusammen, den reibungslosen Gang der Geschäfte zu sichern und das Volk mit künstlichem Brot und Massenspielen ruhigzustellen … Als offenkund wurde, daß es bei »Stuttgart 21« nicht um einen Bahnhof geht und nicht um schnellere Zugverbindungen, sondern um ein riesiges Immobiliengeschäft zugunsten weniger und zu Lasten der allermeisten, fiel das Volk aus der ihm zugewiesenen Rolle, stellte Fragen und protestierte“, junge Welt, 24.11.2010
  • C. Morris: Peak Oil liegt hinter uns ☛ „Jetzt ist es wohl offiziell - die Internationale Energieagentur (IEA) hat selbst zugegeben, dass die Förderung höchstens für einige Jahre stabil bleiben kann, bevor sie endgültig abrutscht“, Telepolis, 11.11.2010
  • C. Schreer: Peak Oil - Die Bundeswehr entwirft eine Strategie für das Ende des Ölzeitalters ☛ „Die Bedrohung des Westens durch geopolitische Machtverschiebungen … Außenpolitische und militärstrategische Herausforderungen … Vorrang für interessengeleitete Außen- und Militärpolitik … Sicherung der Interventionsfähigkeit der Streitkräfte … Versor­gungssicherheit soll notfalls mit Hilfe von Militärinter­ventionen und auf Kosten anderer Länder garantiert werden. Die Peak-Oil-Studie der Bundeswehr liefert jetzt die wissenschaftliche Begründung für diesen Energieimperialismus“; Leichen im Tank (EG), Linke Zeitung, 3.11.2010
  • R. Jellen: Stuttgart 21 und die Immobilienlobby (Lobby-Control-Interv.) ☛ „Gespräch mit dem LobbyControl-Sprecher Elmar Wigand über mögliche Hintergründe des umstrittenen Bauprojekts und die neue Internet-Plattform Lobbypedia … Wie sämtliche Lobbyarbeit fand auch die Entscheidungsfindung für Stuttgart 21 abseits der etablierten Medien statt, in denen auch bislang trotz der massiven und anhaltenden Bürgerproteste wenig über mögliche Hintergründe und Zusammenhänge zum Beispiel mit der Baulobby zu erfahren war“, Telepolis, 25.10.2010
  • L. Klimm: Kampf um Eurotunnel - Der Bahn-Streit zwischen Deutschen und Franzosen ☛ „Um den Zugang zum wichtigen Kanaltunnel führen beide Länder erbitterte Kämpfe. Es geht um die Macht in der Bahnbranche … Eine von der französischen Regierung im September angeregte Kooperation von Alstom und Siemens bei Hochgeschwindigkeitszügen wurde vom deutschen Konzern abgewiesen … Zurzeit fahren täglich 300 Züge durch den Tunnel - es könnten doppelt so viele sein“, FTD, 16.10.2010
  • I. Arzt: Falscher Zug aus Brüssel - Die EU-Kommission mischt sich plumb ein (s21) ☛ „Eben wegen der Taktik, oben zu entscheiden und unten die BürgerInnen das Ergebnis fressen zu lassen, stocken überall in der EU Infrastrukturprojekte … Wenn sich Kallas jetzt plump in eine Debatte einmischt, die genau diese Fehler korrigieren will, dann zeigt das vor allem eins: In Brüssel mangelt es an Gespür und Konzepten, wie der Umbau des Kontinents mit den BürgerInnen und nicht an ihnen vorbei geschehen kann“, taz, 15.10.2010
  • H.-P. Schütz: Dünnes Argument - Contra Stuttgart 21 ☛ „Vieles, was vor zehn Jahren ein Argument bei der demokratischen Entscheidung war, trägt nicht mehr. Die Entscheidungsträger haben dem Stuttgarter Landtag viele Risikofaktoren vernebelt, wenn nicht gar vorenthalten. Oder sich hinter ‚Betriebsgeheimnissen’ der Bahn versteckt. Für Klarheit könnten ein Stopp der Auftragsvergabe und die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses sorgen. Dann wäre demokratische Offenlegung garantiert“, Das Parlament, Ausg.41-42, 11.10.2010
  • K. Weiss: Stuttgart 21 - Schwäbischer Filz. Metapher für kaltschnäuzige Cliquenwirtschaft ☛ „Wenn man nun von den staatlichen Repräsentanten und der staatstreuen Presse ohne Unterlass zu hören bekommt, das Projekt habe schliesslich alle demokratischen Stationen durchlaufen und sei überall angenommen worden, so darf man dies als eine Beleidigung für den Prozess der ‚demokratischen Stationen’ in diesem Land auffassen. Denn das Volk, das rein theoretisch der ‚Souverän‘ sein müsste, bekam weder die nötigen Informationen über das Für und Wider noch die Möglichkeit, darüber abzustimmen“, Berliner Umschau, 11.10.2010
  • S21: Presseclub, Nebelclub, Lügenclub? ☛ „Entschuldigung, aber wie bitte kann ein Verfahren demokratisch abgelaufen sein, wenn erst jetzt gefordert wird, dass alle Fakten auf den Tisch kommen müssten? Worüber haben die demokratischen Instanzen dann eigentlich abgestimmt? Über Werbeprospekte?“, der Freitag/Community/Blog, 10.10.2010
  • L. Goebel: Staatsrechtler plädiert für Volksentscheid - "Ein Thron aus Bajonetten" (J.Wieland-Interv.) ☛ „Es hat schon mehrfach Landtagswahlen oder Bundestagswahlen gegeben, wo eine bestimmte Frage im Vordergrund stand. Dennoch ist es natürlich nicht ganz unproblematisch, wenn eine Wahl thematisch so eingeengt wird, da es in Baden-Württemberg ja nicht nur um Stuttgart 21 geht. Ich denke, das ist ein Argument für einen Volksentscheid. Dadurch würde die Landtagswahl ein wenig entlastet, weil dort jeder unabhängig von Stuttgart 21 seine politischen Präferenzen zum Ausdruck bringen könnte“, n-tv.de, 5.10.2010
  • L. Klimm: Stuttgart 21 ist das Geld nicht wert ☛ „Denn das schlagende Argument gegen Stuttgart 21 ist, dass das Projekt alle Deutschen - im Verhältnis zum Nutzen - viel zu teuer kommt … Die Relationen stimmen einfach nicht: Während für Stuttgart 21 die Milliarden mit vollen Händen ausgegeben und weitere Kostenrisiken in Kauf genommen werden, fehlen anderswo die Mittel für dringendere Schienenprojekte“, FTD, 4.10.2010
  • Stuttgart 21: Planer blicken panisch in die Röhre ☛ „So sicher und fest entschlossen wie der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus und Bahn-Chef Rüdiger Grube sind die Planer des umstrittenen Großprojekts Stuttgart 21 längst nicht. Geheime Akten zeigen, dass das umstrittene Riesenprojekt der Bahn außer Kontrolle ist“, Handelsblatt, 4.10.2010
  • Goffart/Fockenbrock/u.a.: Die blockierte Republik - Widerstand gegen S-21 ☛ „Angela Merkel will die baden-württembergische Landtagswahl im März nächsten Jahres zur Abstimmung über Stuttgart 21 machen. Sie erklärt die Wahl zur Volksabstimmung ‚über die Zukunft Baden-Württembergs, Stuttgart 21 und viele andere Projekte‘. Gemeinsam mit der Wirtschaft möchte sie eine Gegenbewegung der Befürworter anführen - das ist ihre Strategie, um das Projekt des Großbahnhofs und die Wiederwahl des CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus zu retten … Die Verbandspräsidenten der Wirtschaft aber drängen auf Härte“, Handelsblatt, 4.10.2010
  • S. Mappus: „Mein Angebot an die Stuttgart-21-Gegner“ ☛ „Unser Straßennetz hat deutschlandweit die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Im Bereich des Flugverkehrs wird Baden-Württemberg niemals zur Spitze Deutschlands gehören. Doch wir haben jetzt dank Stuttgart 21 die einmalige Gelegenheit, unser Schienennetz für die Bereiche des Nah- und Fernverkehrs fit zu machen für die Zukunft … Was wäre Stuttgart ohne sein U-Bahn- und S-Bahn-Netz oder den Fernsehturm?“; Gibt es überhaupt Experten(-Gutachten), die S21 die bahnverkehrlichen Erfordernisse der Zukunft zutrauen? Zeiget Euch! (EG), Handelsblatt, 4.10.2010
  • H. Wulff: Heldenstadt Stuttgart ☛ „Die Bewegung gegen das mil­liardenteure Bahnprojekt »Stuttgart 21« hat die richtige Antwort auf die Gewaltexzesse der Polizei vom vergangenen Donnerstag gegeben: 100000 Menschen – so viele wie noch nie – beteiligten sich am Freitag abend in Baden-Württembergs Landeshauptstadt an einer weiteren Demonstration gegen das Prestigevorhaben … Das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln ergänzte, bislang sei es nur linksradikalen »Kleinstgruppen« gelungen, sich unter die Protestierer »zu schmuggeln«. Der »schwarze Block« der Autonomen sei aber noch nicht »eingesickert«, so der Geheimdienst“, junge Welt, 4.10.2010
  • Pro und Contra Stuttgart 21 - Bahn-Chef Grube gegen Grünen-Chef Özdemir ☛ „Grube: Daher ist die Bahn entschlossen, Bahnhof und Neubaustrecke zu bauen. Das ist wichtig für die Region und Deutschland … Özdemir: In Unkenntnis über die wahren Kosten und Risiken wurde über dieses Projekt in Parlamenten abgestimmt. Jetzt kommt die wirkliche Faktenlage immer mehr ans Licht“, BILD am Sonntag, 3.10.2010
  • E.v. Hirschhausen: Kommt das Auto unter die Räder? ☛ „Beim Salon in Paris wird das lautlose Fahren mit Strom salonfähig und der Abgesang auf Abgase angestimmt … Bau und Wartung von Straßen und Parkplätzen plus die ganzen Raffinerien belasten die Umwelt etwa doppelt so hoch wie die Abgase der Fahrzeuge selbst“, Welt, 3.10.2010
  • G. Erber: Was ist eigentlich Technologiefeindlichkeit? ☛ „Ob eine Technologie für den angestrebten Zweck geeignet ist, ist ein Problem der Technologiewahl. Mithin kann man diese nur dann angemessen treffen, wenn man im Rahmen einer Ziel-Mittel-Evaluation die Eignung einer Technologie zur Zielerreichung feststellt. Hinzu kommt die Frage der Wirtschaftlichkeit. Technologien wie der Transrapid oder Iter scheitern ja daran, dass sie zwar machbar – siehe für erstere Shanghai – sind, aber unwirtschaftlich“, Readers-Edition.de, 3.10.2010
  • R. Balcerowiak: Instinkt verloren - Merkel und »Stuttgart 21« ☛ „Ihre markigen Reden, in denen sie die Realisierung von »Stuttgart 21« nicht nur zu ihrer Herzensangelegenheit, sondern zu einer Frage der Staatsräson und der Zukunftsfähigkeit des Landes erhob, entsprangen wohl kaum der Sorge um die Zukunft der süddeutschen Schieneninfrastruktur … Denn der Widerstand gegen »Stuttgart 21« hat längst die Ebene des lokalen Protestes gegen ein unsinniges Bauvorhaben verlassen … Längst geht es nicht mehr nur um ein paar Bäume und ein historisches Bahnhofsgebäude, sondern um »die da oben« und »wir da unten«, um Arroganz der Macht und bürgerliches Selbstwertgefühl“, junge Welt, 2.10.2010
  • „Mappus schaufelt sich sein politisches Grab“ (C.Özdemir-Interv.) ☛ „Wer auf ältere Damen und Kinder einprügeln lässt, hat jedes Recht auf den Anspruch eines christlichen Landesvaters verwirkt. Im März wird er bei der Landtagswahl abgewählt werden, dann wird auch sein Innenminister Heribert Rech gehen. Er sollte sich dann bei Wladimir Putin bewerben. Mit diesem brutalen Vorgehen gegen Demonstranten hat er dort gute Einstellungschancen“, Passauer Neue Presse, 2.10.2010
  • C. Wangerin: »Mappus lügt. Unverfroren und nackt!« (W.Schorlau-Interv.) ☛ „Die Landesregierung in Stuttgart hat sich mit der Gewaltorgie ihrer Polizei ein PR-Desaster erster Güte bereitet … Das waren aber Jugendliche, die ich auf 14 bis 17 schätzen würde. Die waren dort aus eigenem Antrieb und wurden von der Polizei angegriffen – ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie ein Polizist einem jungen Mädchen mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen hat“, junge Welt, 2.10.2010
  • N. Kruse: Gewalt gegen Stuttgart-21-Gegner - Mappus' Schuss ins eigene Knie ☛ „Auf speziell diese Protestbewegung einprügeln zu lassen, wird der Landesregierung die letzten Sympathien kosten. Nicht nur wegen der überzogenen Aktion an sich, sondern auch, weil nun der endgültige Beweis erbracht wurde, dass diese Landesregierung nicht einmal willens ist, den Konflikt in der eigenen Bevölkerung in irgendeiner Form zu lösen. Und ihr die Bedenken eines erheblichen Teils der Bevölkerung schlicht egal ist … Mappus wird sich einen neuen Job suchen dürfen“, stern, 1.10.2010
  • "Einschüchterungstaktik bringt nichts" (Polizei-Psychologe G.Sieber-Interv.) ☛ „Das wird sogar an Polizeischulen gelehrt. Das, was in Stuttgart passiert ist, spricht eher für eine eigentümliche Personalpolitik des Innenministers. Der hat sich wohl mit lauter ehemaligen Partisanenbekämpfern umgeben. Die Polizisten sind so schwer gepanzert, dass sie kaum noch gehen können – das ist doch keine Kleidung für eine Demonstration. Die scheinen zu glauben, dass Einschüchterung etwas bringt. Das hat nie gestimmt“, tz-online.de, 1.10.2010
  • P. Novak: Stuttgart 21 - Konflikt eskaliert ☛ „Hunderte von Verletzten wegen massiven Polizeieinsatzes, Wasserwerfer, Reizgas und Schlagstöcke wurden auch gegen Schüler eingesetzt … Sie demonstrieren, wir regieren, lautete schon in den 80er Jahren die Devise gegen die Anti-Pershing-Bewegung … Die Polizeiaktion und vor allem die Gewalt gegen Schulkinder haben für bundesweite Aufregung gesorgt und könnten den Protesten auch bundesweit noch mehr Auftrieb geben“, Telepolis, 1.10.2010
  • B. Tenfelde: „Merkel nicht mehr Mutti, sondern Maggie“ (T.Oppermann-Interv.) ☛ „Ich glaube, dass auch in der Mitte der Gesellschaft an der Richtigkeit und Nachhaltigkeit politischer Entscheidungen gezweifelt wird. Insbesondere die Klientel- und Lobbypolitik der Bundesregierung in den letzten zwölf Monaten hat dem Ansehen der Politik und der Demokratie großen Schaden zugefügt. Jetzt haben die Menschen zunehmend das Gefühl, dass sie in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld die Dinge selbst in die Hand nehmen müssen, weil sie der Politik nicht mehr vertrauen können. Wir müssen den Menschen mehr Teilhaberechte einräumen … Jetzt ist klar: Merkel rückt nach rechts und betreibt die gesellschaftliche Spaltung unseres Landes. Schwarz-Gelb steht für Lobby- und Klientelpolitik“, Neue Osnabrücker Zeitung, 1.10.2010
  • K. Beller: Stuttgart-21-Proteste - Union auf dem Weg in die Vergangenheit ☛ „Die Konservativen wünschen sich die Zeiten zurück, in denen Demonstranten ohne Scheu linke Chaoten genannt werden durften. Im Fall Stuttgart 21 funktioniert das Schema F nicht mehr. Die Union versucht trotzdem, Angst zu schüren - und zeigt damit, dass sie von vorgestern ist“, FTD, 1.10.2010
  • S21: Stuttgart stirbt ☛ „Nachdem bereits das Stuttgarter Wahrzeichen und internationale Kulturdenkmal Bonatzbau durch den Abriss des Nordflügels zerstört wurde, bedeutet dies, dass nunmehr das Stuttgart, das es bis zum 2. Weltkrieg gab endgültig zerstört wird … ‚Last Call for an Elegant Rail Station‘ betitelte die New York Times bereits im Oktober 2009 ihr prophetisches Requiem für den Bonautzbau und traf damit ebenso den Nagel auf den Kopf wie mit den nachfolgenden Zeilen…“, der Freitag, 1.10.2010
  • "Der Protest wird in die Fläche getragen" (W.Schorlau-Interv.) ☛ „Sie haben sogar selbst Deeskalationstrupps gebildet. Was die andere Seite betrifft, habe ich große Befürchtungen. … dass es im Innenministerium Überlegungen geben soll, Provokateure einzuschleusen, die Gewalttaten begehen, die man den Demonstranten in die Schuhe schieben kann“, Tagesspiegel, 30.9.2010
  • A. Luik: Stuttgart 21 - nichts als Chaos. Geheime Akten ☛ „Geheime Akten, die dem stern vorliegen, zeigen, dass das umstrittene Riesenprojekt der Bahn außer Kontrolle ist … Auf Hunderten von Seiten werden Mängel aufgelistet, Verstöße gegen Normen angemahnt … Ständig ist in den Projektanalysen die Rede von »Handlungsbedarf«, »Mehrkosten«, »erhöhten Kosten«, »Kostenrisiken«. So ist aus den Dokumenten ersichtlich, dass die offiziellen Kosten von S21 in Höhe von 4,088 Milliarden nach oben korrigiert werden müssen“, stern.de, 29.9.2010
  • M. McDermott: US Military Needs to Get Off Oil by 2040 - Report ☛ „The United States military must entirely get off oil by 2040 if it wants to reduce operational vulnerabilities, reduce costs, stop new security risks caused by climate change and avoid the coming peak oil supply crunch. That’s the word from the Center For a New American Security, whose Fueling the Future Force report details the hows and whys of the situation“, Treehugger.com, 28.9.2010 (Report: )
  • M. Döbler: Politische Kultur - "Nirgendwo wird die Wahrheit gesagt" (E.Reuter-Interv.) ☛ „Warum wenden sich so viele Menschen von der Politik ab? Ein Gespräch mit dem früheren Daimler-Chef Edzard Reuter über Thilo Sarrazin, Stuttgart 21 und die Krise der SPD … Das ist auch das Problem bei Stuttgart 21. Es wird immer teurer und immer teurer, und die Menschen lassen sich nicht mehr gefallen, dass ihnen zu Anfang etwas ganz anderes versprochen worden ist“, Zeit, 27.9.2010
  • K. Stark: Das Misstrauen der Bürger - Europas größtes Bauprojekt Stuttgart 21 treibt Tausende auf die Straße ☛ “‚Die Leute können nicht verstehen, dass in Zeiten knapper Kassen ein funktionierender Bahnhof kaputt gemacht wird und Milliarden im Boden vergraben werden‘, sagt Winfried Hermann … Gerade die geplanten acht Gleise könnten sich künftig als Nadelöhr erweisen, fürchtet der regionale Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die Züge könnten nicht mehr aufeinander warten, Anschlüsse gingen verloren. Weil Tunnel besonders teuer sind, habe man die Bahnanlagen generell zu knapp dimensioniert … Im übrigen besitze Paris bezeichnenderweise Kopfbahnhöfe, wie auch München oder Frankfurt am Main“, Märkische Allgemeine, 23.9.2010
  • Schlesiger/Wettach/Haerder: Wie viel Bahn können wir uns leisten? ☛ „Bei Prestigeprojekten explodieren die Kosten, aber für Gleise im Güterverkehr gibt es kein Geld. ICEs fehlen, dafür fließen Millionen in leere Bummelzüge. Der Sparzwang der öffentlichen Hand bietet die einmalige Chance für einen radikalen Politikwechsel. Die Deutsche Bahn würde davon sogar profitieren“, Wirtschaftswoche, 16.9.2010
  • C. Lißmann: Angst im Land der Glückseligen (S21) ☛ “‚Der Zeitgeist hat sich gedreht. Früher haben sie uns erzählt, Fortschritt wäre, wenn es immer höher, schneller und weiter geht. Aber warum? Wir haben doch alles‘ … ‚Der Kindergarten meiner Enkel wird teurer, weil die Stadt nach der Krise die Zuschüsse gestrichen hat. Und zugleich wird uns erzählt, Stuttgart 21 wäre eine Investition für unsere Nachkommen‘“, Zeit, 13.9.2010
  • A. Natter: Zaungäste willkommen - Stuttgart 21 steht für verfehlte Bahnpolitik ☛ „Der vom Bagger angefressene Bahnhof ist einer großen Zahl von Bürgern zum Sinnbild für Willkür und Machtgeilheit, Wirtschaftslobbyismus und Geltungssucht geworden … ‚Stuttgart 21‘ aber, so entlarven es die Gegner am Bauzaun, steht vor allem für regionalen Größenwahn und ein spekulatives Immobilienprojekt, das den Bahnverkehr kaum verbessert“, Main Post.de, 9.9.2010
  • Jetzt die Notbremse ziehen (S21) ☛ „Die Linksfraktion im Bundestag stellt im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte einen Antrag auf Baustopp für »Stuttgart 21« und andere Großprojekte der Deutschen Bahn AG … Unterdrücktes Gutachten … Zu steil für Güterzüge … Explodierende Kosten … Unkalkulierbare Risiken … Wachsender Widerstand … Weltanschauliches“, junge Welt, 3.9.2010
  • P. Wolter: »Das ist ein unglaublich teurer Wahnsinn« (W.Hermann-Interv.) ☛ “…daß dieses Projekt ein unglaublich teurer Wahnsinn ist – da werden Milliarden ausgegeben, um die Verkehrs- und Schienensituation in Stuttgart und Baden-Württemberg eher zu verschlechtern als zu verbessern. Da wurde über die Köpfe der Leute hinweg entschieden, da wurden wissenschaftliche Gutachten zurückgehalten und die Kosten lange Zeit falsch dargestellt. Selbst dem Bundestag hat man die Wirtschaftlichkeitsrechnung bisher vorenthalten. All das ist so empörend, daß der Widerstand in die Breite geht“, junge Welt, 27.8.2010
  • T. Wüpper: Tricksen und täuschen (S21) ☛ “‚Spätzle-Connection‘ … Ende der 90er Jahre hatte der Konzern das Megaprojekt, das einst Ex-Bahnchef Heinz Dürr anschob, schon beerdigt – wegen Unwirtschaftlichkeit und zu hoher Kosten. Bei ehrlicher Würdigung der Fakten müssten Konzern, Politik und Parlamente heute zum selben Ergebnis kommen“, FR, 19.8.2010
  • F. Jaeger: Die wahren Probleme kommen noch - Stuttgart 21 ☛ „Erste Planungen und Modelle lassen freilich Schlimmstes befürchten. Getrieben von Vermarktungszwängen werden die Flächen fantasielos in investorengerechte Blöcke aufgeteilt. Was bislang entstand und in naher Zukunft droht, ist das Übliche, ein Büroquartier, in das sich kein Passant verirrt, wozu auch. Aufenthaltsqualität null, abends ist tote Hose. Der versprochene Wohnflächenanteil von 20 Prozent gehört längst ins Reich der Märchen … Mit Gebäudekolossen von 17 000 Quadratmetern Nutzfläche bedient man die wirtschaftlichen Interessen der Investoren, nicht die der Stadtbewohner“, Tagesspiegel, 17.8.2010
  • Held/Müller: Langsam fahren - Was nach dem Öl kommt ☛ „Das Fahrrad, das erste moderne postfossile Fortbewegungsmittel, steht erst am Beginn seines Aufstiegs. In Kopenhagen, einer Stadt mit höchster Lebensqualität, ist das Fahrrad das Rückgrat des Alltagsverkehrs. »Langsamverkehr« wird wie in der Schweiz zur dritten Säule der Verkehrspolitik neben dem motorisierten Individualverkehr und dem öffentlichen Verkehr … Postfossile Mobilität kann schnell attraktiv werden, wenn Peak Oil nicht länger verdrängt wird“, Die Zeit, 5.8.2010
  • A. Seith: Schwaben auf den Barrikaden - Protest gegen "Stuttgart 21" ☛ „Massendemos, Sitzblockaden, Mahnwachen: Ausgerechnet im beschaulichen Stuttgart proben Tausende Bürger den Aufstand. Sie protestieren gegen das milliardenschwere Bahnhofsprojekt ‚Stuttgart 21‘ - die Politik gerät immer stärker in Bedrängnis“, Spiegel, 5.8.2010
  • D.H. Lamparter: Volle Ladung (Elektrofahrzeuge) ☛ „BMW, Daimler und Co. können keine Elektroautos bauen? … Bei einer Rallye Mitte Juli erklommen 24 Elektroautos die Silvretta-Hochalpenstraße. Mit dabei im österreichischen Vorarlberg waren die neuesten Kreationen deutscher Automobilkonzerne … Jede Etappe, die die Vorzeigestromer schaffen mussten, war nur 60 Kilometer lang. Auch damit keinesfalls ein Akku schlappmacht“, Die Zeit, 29.7.2010
  • S. Kilimann: Die unterschätzten Alternativen zum Elektroantrieb ☛ „Der Hype um Elektroautos mit Akku stellt derzeit Biokraftstoffe, Erdgas oder die Brennstoffzelle in den Schatten. Doch abgeschrieben sind diese Alternativen längst nicht“; Jede Alternative für sich und alle zusammen werden vom Mainstream überschätzt (EG), Zeit, 27.7.2010
  • A. Luik: Ab in die Grube (S 21) ☛ „S 21 ist eine Idee für den Städtebau. Eine Idee für Investoren. In München, Frankfurt und in all den anderen Städten verschwanden die Entwürfe aber schon bald wieder in den Schubladen – zu gigantomanisch … Das Fazit der S-21-Studie: In einem bislang störungsfreien Verkehrssystem werden ‚Engpässe‘ entstehen … Die Zürcher prognostizieren ‚Infrastrukturengpässe‘ am ‚Abzweig Neckartal‘, wo künftig die ICEs mit Regionalzügen kreuzen und abbremsen müssen“; Eine Metropole versenkt ihre Zukunft (EG), stern, Nr.28, S. 90-95, 8.7.2010 ( )

1.Hj.:

  • K. Fender: Inside Alstom's high speed train factory (TGV Duplex) ☛ „Since 2009, Alstom has been building 68 Duplex Dasye trainsets … Alstom will build 55 TGV trainsets beginning in 2010 designated RGV2N2 (double-deck, high speed, 2nd generation), with a top speed of 200 mph and equipped with multi-voltage power systems and signalling for operation to Germany and Switzerland, as well as France … TGV Duplex coaches take around 3 weeks to build and finish. A complete 8-car set takes around 6 weeks. (Each Duplex trainset measures 655 feet, with seats for 550 passengers“, Trains, 25.6.2010
  • Stuttgart 21: "Die Moderne ist eine Haltung" (C.Ingenhoven-Interv.) ☛ „Wenn der Bahnhof unter der Erde liegt, erweitert sich die Fläche der Innenstadt um 20 bis 30 Prozent. Wir haben jede Chance, einen nachhaltigen neuen Stadtteil zu entwickeln. Ich finde es schade, dass ich mich - nicht nur in Stuttgart - konfrontiert sehe mit einer Situation, in der es schwierig geworden ist, städtebauliche Veränderungen durchzusetzen. Also alles, was mit Mühen einhergeht, mit Baulärm, mit Sperren von Teilen einer Stadt“; Architektur-immobilienwirtschaftliche Megaprofite und bahntechnischer Minusnutzen! (EG), Spiegel, 21.6.2010
  • Extreme Human-Powered Delivery ☛ „Most discussion on transportation alternatives to single-occupant fossil fuel-powered vehicles focuses on moving people from place to place. Options might include electric trains, walking, and bicycling. But also important for functioning cities is moving goods around, and most of the above options would seem to have severe limitations when one considers the variety of things that need to be moved. How does one carry a sheet of plywood across town? Surely not on a crowded subway. But a recent trip to China demonstrated for me that almost anything is possible“; Welt-Wettbewerbe in den diversen Fahrrad-Disziplinen (EG), The Oil Drum Europe, 13.5.2010 ( , , , , )
  • B. Schrep: Ole und die Brandstifter (Hamburger Autobrände) ☛ „Versuchen gestörte Jugendliche durch Begehung heimlicher Verbrechen ihre innere Leere zu überdröhnen, wie manche Polizeipsychologen vermuten? Suchen Pyromanen zwanghaft Nervenkitzel? Wollen militante Autogegner gegen die wachsende Motorisierung protestieren? Geht es fanatischen Rechtsradikalen darum, Angst und Schrecken zu verbreiten? Oder existiert doch eine bisher unbekannte Form linker Opposition?“, Spiegel, 10.5.2010
  • G. Kramper: Gipfel zu Elektro-Autos - Denn sie wissen nicht, was sie fördern ☛ „Aber Vorsicht, dort treffen sich keine Umweltengel, sondern Manager und Lobbyisten, die vor allem ein Ziel kennen: Steuergelder abgreifen … Bevor die Elektromobilität so massiv gefördert wird, muss die Sinnfrage des ganzen Unternehmens feststehen … Wirksamer wären smarte Konzepte für den öffentlichen Nahverkehr, die über das hinausgehen, was schon vor dem zweiten Weltkrieg Standard war … Für einen X6 M oder eine AMG-Boliden mit Batteriepack sollten uns die Steuergelder zu schade sein“, Stern, 3.5.2010
  • R. Künast: Forschst du noch, oder fährst du schon? ☛ „Wir stehen vor der Neuerfindung des Autos … Während Paris und andere Metropolen die Windschutzscheibenperspektive zunehmend verlassen und smarte Mobilitätsdienstleistungen rund ums Fahrrad- und Autofahren anbieten, streiten wir uns hierzulande noch immer um Tempolimits und Umweltzonen statt heute die Nutzerprofile einer postfossilen Gesellschaft von morgen zu entwickeln“; Wir stehen auch vor der Neuerfindung des Straßenbaus (EG), Welt, 3.5.2010
  • Hoppe/Wüst: Der Rettungswagen (e-Auto-Industrie) ☛ „Eine der mächtigsten Industrien der Welt steht vor ihrem totalen Umbau. Das Automobil muss elektrisch werden, die Batterie soll den Verbrennungsmotor ersetzen. Ein Wettrennen der Konzerne hat begonnen, es geht um ihr Überleben“; Ohne Erdöl wird die globale Auto-Mobilität auf ein Bruchteil schrumpfen - müssen! (EG), Spiegel, Nr.18/2010, 3.5.2010 ( )
  • Grünen-Fraktionschefin Künast: "Wir liegen Jahre hinter den Asiaten" ☛ „Merkel will mit dem PR-Gipfel deutsche Defizite überspielen. Es wird nur darum gehen, welcher Konzern sich am bereits vorhandenen Forschungsgeld bedienen kann. Dabei sagt jeder Experte, wir liegen Jahre hinter den Asiaten. Von Leitmarkt ist da nicht mal ein Schimmer am Horizont“; PR-Blase »dt. e-Mobilitäts-Leitmarkt« (EG), FR, 2.5.2010
  • J. Hoyte: Aerotoxisches Syndrom – das bestgehütete Geheimnis der Luftfahrt ☛ „Die Luftfahrtindustrie sollte schleunigst einräumen, dass die in Flugzeugkabinen eindringenden giftigen Öldämpfe ein heimtückisches Problem darstellen, und technische Lösungen finden, um weitere chronische Gesundheitsschäden bei Flugpersonal und Passagieren zu verhindern“, Nexus Magazin, 4./5.2010
  • Hawranek/Neubacher: Die große E-llusion ☛ „Die Bundesregierung will im großen Stil die Entwicklung von Elektrofahrzeugen unterstützen. Doch welche Chance haben die Autos eigentlich? … Subventionswettlauf - Prämien für Elektroautos in Euro, in ausgewählten Ländern“, Spiegel, Nr.17/2010, 26.4.2010 ( , )
  • Cycle-touring: a vision of post-peak holidays? ☛ „Practical advice … Magical stuff … Energy analysis … So bicycle holidays can be fun and energy saving. They use far less oil, which is the most rapidly depleting of the fossil fuel, than do car or plane-based holidays. But are bicycle holidays viable in a post peak future? This is an open question which I put to the readers. My only answer is I hope so“, The Oil Drum Europe, 25.4.2010
  • S 21: »Hirnrissiges und abenteuerliches Projekt« (K.Gebhard-Interv.) ☛ „Ich halte es für das hirnrissigste, abenteuerlichste und undemokratischste Projekt in der Stadtgeschichte … Die Baden-Württemberger würden durch »Stuttgart 21« große Nachteile bekommen beim Zugverkehr. Denn der neue Bahnhof würde ein Engpaß werden, und das würden alle Reisende, die nach Stuttgart fahren oder dort umsteigen, zu spüren bekommen“, junge Welt, 24.4.2010
  • Gescheitertes Experiment? Schäden auf der Autobahn 9 ☛ „Sechs Millionen Euro wurden 2009 in den neuen Straßenbelag auf der Autobahn 9 zwischen Dessau-Süd und der Raststätte Köckern gesteckt … Tatsache ist, dass er eigens für diese zuvor vom so genannten Betonkrebs betroffene Strecke entwickelt wurde. Sachsen-Anhalt sieht sich als Vorreiter in Sachen Erforschung und Bekämpfung des Betonkrebses. Angesichts der derzeitigen Situation auf der A 9 drängt sich aber zumindest der Verdacht auf, dass trotz wissenschaftlicher Begleitung ein noch unausgereiftes Experiment gestartet wurde“, Mitteldeutsche Zeitung, 22.4.2010
  • E. Heymann: Electromobility - still a long way to the mass market (Dt.Bk.) ☛ „The degree of electrification in the automobile industry will increase steadily over the coming years. More and more vehicles will be powered partly or fully by electricity in future. However, rapid structural changes are unlikely as many general problems surrounding electromobility have yet to be solved. Probably the greatest challenge in this context is the high cost of batteries“, DB Research, 21.4.2010
  • F.v.Heintze: Die Natur ist stärker! ☛ „Plötzlich sehen wir … wie klein … wie zerbrechlich … wie anfällig … Niemand sollte glauben … Es ist unsere Erde. Was auf ihr (und mit ihr) geschieht, betrifft uns alle“, Bild.de, 16.4.2010
  • G. Oettinger: Beim Benzinpreis ist die Schmerzgrenze erreicht ☛ „Ganz unabhängig von solchen Spekulationsgeschäften werden fossile Brennstoffe, insbesondere Benzin, mittelfristig teurer. In einigen Jahren wird die Nachfrage nach Öl stärker ansteigen als die Ölförderung. Umso wichtiger ist es, eine ausreichende Versorgung der EU-Mitgliedsländer mit Energie, insbesondere mit erneuerbaren Energien und durch Effizienzsteigerung, sicherzustellen“, Bild.de, 4.4.2010
  • :!:TCP – die unsichtbare Gefahr an Bord (Flugzeuge) ☛ “…einer vor allen Dingen in Europa bis dato weitgehend unbekannten und ignorierten Gefahr, dem ‚Aerotoxischen Syndrom‘ … Das Prinzip der Zapfluft … Kontaminierte Kabinenluft … Umgang der Airlines mit diesem Thema … Warnsystem gefordert … Was soll man sich als Passagier verhalten? … Die Betroffenen … Das Problem muss angepackt werden“, Austrian Wings, 2.4.2010
  • V.Steiner/DIW: Die Ökosteuer ist bisher eher ein Instrument der Steuer- als der Umweltpolitik ☛ „Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist es sinnvoller, ein notwendiges Steueraufkommen durch die Energiesteuer zu erheben als durch die Lohn- und Einkommensteuer oder durch eine Erhöhung der Sozialbeiträge. Das ist die fiskalische Seite. Die andere Seite ist die umweltökonomische. Hier besteht auch das Ziel, durch eine Steuererhöhung den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dazu ist eine Erhöhung der Mineralölsteuer ein mögliches Instrument neben anderen“, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, 31.3.2010
  • WDR markt: Airlines - Gift im Flieger? (TCP/Aerotoxisches Syndrom) ☛ „Obwohl seit Jahrzehnten bekannt ist, dass mit Giftstoffen kontaminierte Atemluft in die Flugzeugkabinen eindringen kann, wird die Gefahr von Airlines offenbar immer noch nicht ernst genug genommen … Hersteller, Behörden und Airlines geben sich zugeknöpft … Als ‚Geruchsbelästigung‘ abgetan … Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf Kontamination“, WDR, 29.3.2010
  • :!:„Wir müssen uns eigentlich vor unseren Kindern schämen“ (H.Köhler-Interv.) ☛ „Klar können wir auf unsere Produkte stolz sein. Wir bauen die besten Autos. Aber mir macht Sorge, dass unsere Volkswirtschaft in so hohem Maße vom Auto abhängt. Sechzig Prozent der gesamten Innovationen ranken ums Auto, sagte mir jemand aus der Branche stolz. Mich macht das eher nervös … Wir müssen aufpassen, dass wir keine falschen Strukturen zementieren … Wir müssen nicht nur entschlossen umweltfreundlichere Autos entwickeln. Wir müssen auch rechtzeitig über neue Mobilitätskonzepte nachdenken“, Focus, Nr.12/10, 22.3.2010 ( )
  • "Bei uns gibt es kein Hartplastik" (Audi-Chef Stadler, Interv.) ☛ „Wir werden die Umstellung auf Elektro-Mobilität nur schaffen, wenn Politik und Wirtschaft gemeinsame Wege gehen. Die Politik kann uns in die Lage versetzen, die hohen Vorleistungen an Investitionen irgendwann wieder zurückzubekommen. Wir müssen ja parallel in verschiedene Technologien investieren: weiter in die traditionellen Verbrennungsmotoren, die uns noch lange begleiten werden, in das rein elektrische Fahren und in die Hybridtechnologie“, Welt, 7.3.2010
  • SOL: Mobilität - Schwerpunkt Elektromobilität ☛ „Welche Wege sind für die Existenz notwendig? … Nachhaltige Effizienz erfordert andere Verkehrskonzeptionen … Wie viel Photovoltaik-Fläche reicht für mein Elektrofahrzeug? … Wann ist die Endlichkeit von Lithium ein Problem? … Elektroauto, Elektro-Motorräder oder Elektrofahrrad?“, Forschungsgesellschaft für Solidarität-Ökologie-Lebensstil, Sustainable Austria Nr.50, 3.2010
  • "Weltweiter Automarkt zieht stärker an" (Wissmann-Interv.) ☛ „Auf dem dynamischen Wachstumsmarkt China ist fast jedes fünfte Auto, das verkauft wird, eine deutsche Marke … Wir erwarten, dass der Weltautomobilmarkt in diesem Jahr wieder um vier Prozent auf 52 Millionen Pkw wachsen wird, in den Folgejahren ist mit einem noch höheren Wachstum zu rechnen“; Fossiler Sprit wird von Jahr zu Jahr blutiger werden! (EG), Hamburger Abendblatt, 15.2.2010
  • D. Hautmann: Umweltschutz in der Schifffahrt - Frische Brise auf See ☛ „Von der durstigen Dreckschleuder zur sparsamen Sauberflotte: Neue Antriebssysteme und veränderte Rumpfformen sollen die Handelsschifffahrt umweltfreundlicher machen … Die globale Flotte, rund 50 000 Schiffe, verbrennt rund eine Million Tonnen stark schwefelhaltiges Schweröl pro Tag“; Umweltfreundlich = 20.Jh.; postfossil = 21.Jh.! (EG), 15.2.2010
  • C. Gunkel: Henry Fords verlorene Dschungelstadt ☛ „Mitten im Dschungel des Amazonas ließ Autokönig Henry Ford Ende der zwanziger Jahre die puritanische Mustersiedlung ‚Fordlândia‘ bauen - mit Golfplatz, Burger-Bistro und Alkoholverbot. Dann kam es zum Arbeiteraufstand, Militär rückte an - und Fords große Vision endete im Desaster“, einestages/Spiegel, 11.2.2010
  • Pro-Bahn-Chef Naumann: "Viel versprochen, wenig gehalten" ☛ “…die Ausbauprojekte sind seitens der Politik konstant unterfinanziert. Wenn man das Geld dann noch ausgibt für ein großes Prestige-Objekt wie Stuttgart 21, verwundert es nicht, dass das Geld für notwendige Projekte fehlt … Wenn Vertreter von DB Netz über Engpässe im Netz und notwendige Ausbaumaßnahmen referieren, dann kommen Stuttgart und der Raum Stuttgart/Ulm nicht vor. Dort gibt es schlicht keinen Engpass“; Prestige statt postfossile Effizienz (EG), FR, 19.1.2010
  • F.-T. Wenzel: Auf der falschen Schiene (Bahn-Strategie) ☛ „In den vergangenen 15 Jahren wurden etwa 60 Milliarden Euro in den Netzausbau investiert, davon 90 Prozent in den Fernverkehr, der aber nur etwa zehn Prozent der gesamten Schienenverkehrs ausmacht. Das ist auch eine Form von Verschwendung, genauso wie Stuttgart 21. Das geplante milliardenschwere Tieferlegen des Bahnhofs ist ein Prestigeprojekt, das für die Qualität des Netzes so gut wie nichts bringt“, FR, 19.1.2010
  • U. Rothe: Was treibt uns in Zukunft an? ☛ „Denn wie die Welt in 20 oder gar 100 Jahren aussehen wird, kann kein Mensch auch nur annähernd zuverlässig prognostizieren … Wie soll sich der potenzielle Autokäufer aber angesichts dieser ziemlich unüberschaubaren Situation denn nun entscheiden? Vielleicht hilft gerade in unsicheren Zeiten Altbewährtes weiter … Den Kauf eines neuen Autos einzig und allein von seiner Antriebstechnik abhängig zu machen, könnte sich schnell als reines Vabanque-Spiel erweisen. Diesbezüglich kann man nur hoffen, dass Konstrukteure, Hersteller und Marketing­spezialisten künftig nicht mehr den Verlockungen nur vermeintlicher Umweltschützer erliegen. Den Rest regelt der Markt“, P.T. Magazin, 12.1.2010
  • A. Merkel: Die Abhängigkeit vom Öl muss reduziert werden (Originaltitel) ☛ „Doch langfristig wird Mobilität nur dann für jeden bezahlbar bleiben, wenn es uns gelingt, unsere Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. Unser heutiger Verbrauch an fossilen Brennstoffen, die immer knapper und damit teurer werden, ist nicht dauerhaft tragbar. Wir müssen neue Wege einschlagen – je früher, umso besser“, ADAC Motorwelt, S.20, 1/2010 (Motorwelt: )

2009:

2.Hj.:

  • Angesteckt vom E-Fieber - Revolution der Autotechnik ☛ „Der hohe Ölpreis hat die Welt der Autobauer umgekrempelt: Anfang des Jahrzehnts galten spritschluckende PS-Protze als das Nonplusultra - heute stehlen ihnen Nobodys mit Elektroantrieb die Show. Die Zukunft gehört nicht Tempo oder Luxus, sondern der besten Batterie“, Spiegel, 30.12.2009
  • Verkehrsexperte Hermann: "Organisierte Verantwortungslosigkeit" ☛ “…und mehr mit wichtigen Zukunftsfragen beschäftigen. Wie wird Verkehr klima- und umweltfreundlicher? Wie bleibt Mobilität bezahlbar für alle? Wie können wir Mobilität für eine immer älter werdende Gesellschaft sicherstellen? Welche Verkehrsinfrastruktur ist künftig noch finanzierbar, besonders in Regionen, die Bevölkerung verlieren? … Berlin will jetzt 3,5 Kilometer Autobahn für absurde 450 Millionen Euro bauen, der völlige Wahnsinn“; Dauer-Blabla: postfossile Mobilitätspolitik nur heute noch rechtzeitig startbar! (EG), FR, 2.12.2009
  • Straßenbau ist nachrangig ☛ „Die Bundesregierung muss mehr Schienen bauen und ihre Klimaschutzversprechen wahrmachen: Das fordert der Präsident des Umweltbundesamts Jochen Flasbarth im fairkehr-Interview“, Verkehrsclub Deutschland, fairkehr Nr.6/2009, 12.2009
  • Hype oder Heilsbringer? (Elektroauto) ☛ „Dem Elektroauto gehört angeblich die Zukunft. Doch löst es wirklich Mobilitätsprobleme – oder schafft es eher neue? Die Verkehrs- und Energieexperten Dietmar Schütz, Helmut Holzapfel und Gerd Lottsiepen nehmen Stellung“, Verkehrsclub Deutschland, fairkehr Nr.6/2009, 12.2009
  • U. Linnert: Zwickmühle Biosprit ☛ „Die Bundesregierung hat die Förderung des Treibstoffs vom Acker zurückgefahren. Auch unter Umweltschützern ist die Herstellung von Treibstoff aus Biomasse umstritten“, Verkehrsclub Deutschland, fairkehr Nr.6/2009, 12.2009
  • A. Jensen: Abschied vom Schmierstoff ☛ „Die weltweiten Ölvorräte gehen zu Ende. Für keinen ­anderen Bereich ist das bedeutsamer als für den Verkehr … Pkw-Bestand wird sich verdoppeln … Wie ein rasender Asteroid … Bisher keine echten Alternativen … Unser Leben wird sich ändern“, Verkehrsclub Deutschland, fairkehr Nr.6/2009, 12.2009
  • W. Schneider: Lasst das Auto stehen (Leggewie/Welzer) ☛ „Um die Welt zu retten, rufen Claus Leggewie und Harald Welzer zum Verzicht auf. Der Politik trauen sie nicht mehr viel zu, der Initiative von unten umso mehr … wollen das Zeitalter der großen Autos beenden“, Rheinischer Merkur, 26.11.2009
  • Die Rohstofflücke ☛ „Die Zeit dränge, zumal die Abkehr vom Erdöl den Metallbedarf vergrößere: So seien zur Herstellung von Elektromotoren weit mehr Kupfer oder Lithium als bisher nötig; die Nutzung erneuerbarer Energien sei auf seltene Metalle für Windräder oder Photovoltaik angewiesen … Die Metall-Opec“, German-Foreign Policy.com, 24.11.2009
  • M. Engelhardt: Biokraftstoffe - nein danke ☛ „Biotreibstoffe haben eine deutlich schlechtere Öko- und Klimabilanz als fossile Energien. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des UN-Umweltprogramms“, Zeit Wissen, 17.10.2009
  • N. Ouroussoff: Last Call for an Elegant Rail Station (S 21) ☛ „Even more troubling, Stuttgart 21 joins a growing list of misguided projects that are reducing Germany’s 20th-century architectural history to a fairy tale version of the truth. Bonatz’s most celebrated works, like a system of streamlined locks and bridges built along the Rhine in the late 1920s, have a spare elegance reminiscent of the best examples of W.P.A. architecture in America … Its stone facade, with its low classical arches, remains one of the city’s beloved landmarks“, NYT, 2.10.2009 (Fotos: )
  • VW-Vertriebschef: "Elektroautos bleiben noch lange Nischenprodukte" ☛ „Die Nachfrage nach Fahrzeugen der oberen Segmente zieht inzwischen wieder an … Daneben verzeichnen wir aber auch rege Nachfrage nach den Modellen, die Sie als Statussymbole bezeichnen … Elektroautos werden auch in 15 Jahren noch Nischencharakter haben. Solange werden Verbrennungsmotoren mindestens dominieren … Beim Auto spielen Aspekte wie Besitzerstolz eben doch noch immer eine erhebliche Rolle. Ich gehe auch nicht davon aus, dass sich das so bald ändern wird“; Heile-Ölwelt-Traumtänzerei (EG), Spiegel, 25.9.2009
  • Bosch: "Der Wasserstand ist noch immer zu hoch" (Ernüchterung für E-Hype) ☛ „Der Vorsitzende des Bereichs Kraftfahrzeugtechnik glaubt aber dennoch, dass Bosch für den nächsten Aufschwung gut aufgestellt ist. Dem auf der IAA gefeierten E-Hype sagt er allerdings ‚Ernüchterung‘ voraus. Nicht zuletzt, weil zum Beispiel Zukunftsmärkte wie Indien ‚verbrennungsmotorisch bleiben werden‘ … Die Kosten für die zusätzlich beim E-Antrieb notwendige Batterie allerdings dürften nach unsrer Schätzung bei einer Reichweite von 200 Kilometern auch 2015 noch bei 8000 bis 12.000 Euro liegen“, manager magazin, 22.9.2009
  • Toyotas Europa-Chef Arashima: "Da habe ich große Angst" ☛ „Die hohen Kosten für die Batterie und die geringen Reichweiten sprechen dagegen. Wir glauben daher, dass nach wie vor der Hybridantrieb eine sehr überlebensfähige Lösung ist, um eine Balance zwischen Preis, Benutzerfreundlichkeit und CO2-Reduzierung zu erzielen. Das Elektroauto wird seinen Markt haben, der aber auch in Zukunft recht klein bleiben wird … für mindestens die nächsten zehn Jahre wird der Hybridantrieb aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen die Haupttechnologie bleiben“, manager magazin, 18.9.2009
  • "Elektroautos sind kein Allheilmittel" (Pressestimmen) ☛ “ Die IAA präsentiert Elektroautos als Technologie der Zukunft. Leitartikler kritisieren die Modelle als nicht ausgereift. Die heimischen Hersteller sollten besser ihren Rückstand bei Hybridmotoren aufholen - und den Kunden geben, was die verlangen: sparsamere Fahrzeuge“, FTD, 16.9.2009
  • "Grüne Technologien setzen den Trend" ☛ „Das Auto der Zukunft ist sparsamer und umweltfreundlicher. Und elektrisch soll es werden. Wie stellt sich der Premiumhersteller Daimler dieser Herausforderung? DW-WORLD.DE sprach mit Entwicklungschef Thomas Weber“, Deutsche Welle, 16.9.2009
  • Streit der Woche: Ist Luxusautos-Abfackeln politisch? ☛ „Mehr als 100 politisch motivierte Brandanschläge auf Pkws zählt die Polizei allein in Berlin seit Anfang diesen Jahres, 60 davon waren Luxusautos. Reine Randale oder symbolischer Akt?“, TAZ, 15.9.2009
  • "Die Polizei akzeptiert keine Gegenmacht" (LKA-Chef zu brennenden Autos) ☛ „Was ich sagen kann, ist, dass wir jede Nacht mit mehr als hundert Beamten in Uniform und Zivil unterwegs sind … Die Mehrzahl der jährlich etwa 300 Brandanschläge auf Autos in Berlin ist nicht politisch motiviert. Und die meisten treffen nicht die Fahrer von LuxusautosWie viele sind denn Ihrer Ansicht nach politisch motiviert? Sicher wissen wir es von etwa 20 Prozent, weil es dazu Selbstbezichtigungen gibt“, Berliner Morgenpost, 13.9.2009
  • B. Nicolai: Die Entdeckung der Langsamkeit ☛ „Weil weniger zu transportieren ist, sparen Reedereien, wo es nur geht: am Proviant, an Reparaturen oder der Heuer. Jetzt sollen die Schiffe auch deutlich langsamer fahren“, Welt, 8.9.2009
  • Vorfahrt für Fußgänger - Die Stadtmobilität wird sich nicht drastisch verändern ☛ „In Deutschland leben mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Städten … Jeder Deutsche legt laut Statistischem Bundesamt 3,4 Wege pro Tag zurück … Im Zuge des demografischen Wandels wird der Bedarf an speziellen Mobilitätsangeboten für ältere Menschen zunehmen, steigende Rohstoffpreise und strengere Umweltauflagen werden die motorisierte Individualmobilität verteuern und den Konkurrenzkampf neuer Antriebskonzepte verschärfen“, SZ, 3.9.2009
  • VCÖ-Studie: "Monokultur" Auto geht zu Ende – Mobilität in Österreich wird vielfältiger ☛ „Multimodale Mobilität als Chance für österreichisches Verkehrssystem … VCÖ fordert Gesamtverkehrskonzept und Einführung einer Mobility Card … Mit einem konsequent umgesetzten Gesamtverkehrskonzept kann der Anteil der mit dem Pkw zurückgelegten Wege um 10 Prozent sinken (Anteil an den zurückgelegten Wegen in Prozent)“; Das wird noch nicht reichen (EG), Verkehrsclub Österreichs, 26.8.2009
  • Entwicklung von Elektroautos: Deutschland abgehängt ☛ „Während mehrere asiatische Autobauer schon vollelektrische Fahrzeuge in Serie verkaufen, brauchen deutsche Automobilkonzerne nach eigenen Angaben noch mindesten drei bis sechs Jahre bis zur Serienreife“, Frontal21/ZDF.de, 25.8.2009 (Manuskript: ; Video: )
  • Elektromobilität: Union geht vor Wahl auf Öko-Trip ☛ „Die Union will im Fall eines Wahlsiegs die staatliche Förderung von Elektroautos verdreifachen. Der CDU/CSU Fraktionschef Volker Kauder verspricht 1 Mrd. Euro mehr an Fördergeldern“, FTD, 25.8.2009
  • Runter von der Bremse bei Elektroautos ☛ „Die Bundesregierung verzichtet auf eine konkrete Aussage zur Förderung alternativer Antriebe. Damit vergibt sie die Chance, einer wichtigen Zukunftstechnologie zum Durchbruch zu verhelfen … Andere Länder haben dies begriffen: Ob Großbritannien, Japan, die USA oder China - sie alle fördern die Entwicklung oder den Verkauf von Elektroautos. Nur Deutschland wartet erst einmal ab“, FTD, 19.8.1009
  • LOLPhilips-Chef fängt Globalisierung ein ☛ „Gerard Kleisterlee zweifelt angesichts hoher Energiepreise am Sinn langer Lieferketten • Elektrokonzern sucht Nähe zu Zulieferern “, FTD print, S.3, 10.8.2009 ( )
  • Mit neuer Energie ins Kiesbett (Formel-1-Kommentar) ☛ „Dass sich Umweltschutz und Rennsport nicht vereinbaren lassen, ist eine schmerzhafte Erfahrung … Die Diskussion über Abgase, Verbrauchswerte und schwindende Ölvorräte sowie die Auswirkungen des Kohlendioxidausstoßes auf das Klima der Welt ging nicht ohne Spuren an der Formel 1 vorüber … Das große Verprassen führte zur Milliardärsgesellschaft: Nach Schätzungen wurden im Jahr 2008 von dem knappen Dutzend Rennteams rund drei Milliarden Euro ausgegeben“, FAZ, 7.8.2009
  • BMW steigt aus: Grüne Welle statt Formel 1 ☛ „Nur fünf Minuten benötigt der BMW-Chef, um einen Schlussstrich unter die Formel 1 zu ziehen. Fünf Minuten, in denen Norbert Reithofer mit unbewegter Miene von ‚Nachhaltigkeit‘ und von ‚Zukunftsfähigkeit‘ spricht, den Kraftstoffverbrauch aller BMW- und Mini-Fahrzeuge mit einem Durchschnittswert von 5,9 Litern auf 100 Kilometern angibt und letztlich keinen Zweifel mehr an seiner Einschätzung lässt: Die Formel 1 schade der grünen Welle des Autokonzerns … Rund 250 Millionen Euro soll BMW das Engagement in der Formel 1 zuletzt gekostet haben“, FAZ, 29.7.2009
  • P. Illinger: Erdöl wird knapp - Luxusgut Benzin ☛ „In hundert oder in tausend Jahren wird Erdöl ein kostbares Gut sein, vielleicht wird es nur noch in kleinen Fläschchen angeboten, womöglich in Apotheken. Auf die blöde Idee, Erdöl in Motoren und Heizungen zu verbrennen, wird dann niemand mehr kommen“, SZ, 29.7.2009
  • P. Oswalt: Kultur des Schrumpfens - Shrinking Cities ☛ „Das Versiegen der Ölquellen und anderer fossiler Energien hat erheblichen Einfluss auf die globale Siedlungsentwicklung und wird das Wohnen im 21. Jahrhundert maßgeblich prägen. Mobilität, soviel lässt sich sagen, wird teurer. Da damit Siedlungsstruktur, Ansiedlungsentscheidungen und Nutzungsmuster verstärkt vom Faktor der Erreichbarkeit abhängen, kommt es zu Siedlungsformen mit geringerem Mobilitätsbedarf. Das kann zum Beispiel zum Niedergang von Tourismusstandorten führen, die von Billigfluglinien abhängig sind“, der Freitag, 23.7.2009
  • Toyota-Chef im Interview: "Gewinn ist nicht alles" ☛ „Für den japanischen Manager war die schwere Krise, die den Automarkt seit dem vergangenen Jahr belastet, vorhersehbar: ‚Erste Anzeichen gab es bereits 2006. Aber viele von uns haben erst nach dem Lehman-Schock realisiert, wie schlimm es wird‘. Das einseitige Streben nach Wachstum und schnellem Geld reiche nicht, kritisierte Toyoda im stern“,Stern.de, 8.7.2009

1.Hj.:

  • "Ich zweifele an der Klima-Katastrophe" (M. Horx) ☛ „Wir können nicht verhindern, dass Milliarden aufsteigende Arme in der globalen Ökonomie, in den Schwellenländern, ebenso Auto fahren wollen wir wir. Und wir müssen es so hinkriegen, dass das nicht den Planeten ruiniert. Das bedeutet, wir brauchen Energie- und Mobilitätssysteme jenseits von Öl und Gas. Es geht nicht mehr länger um Schneller-mehr-lauter-bunter, wenn wir an Innovation denken. Zukunfts-Innovation heißt: systemischer, menschlicher, eleganter - smarte Technik, die dem Menschen hilft“, DerWesten.de, 8.6.2009
  • C. Leggewie: Demobilisierung ☛ „Warum nicht Konjunkturspritzen, sondern Konversionsprogramme auf der Tagesordnung stehen“, Gedanken zur Zeit, NDR kultur, 7.6.2009 (Script: )
  • L. Heiny: Das Ende des Goldenen Zeitalters ☛ „Ölkrise, D-Mark-Aufwertung, Lohnsteigerungen - erstmals nach dem Krieg rutscht die deutsche Wirtschaft Mitte der 70er-Jahre in eine tiefe Krise. Kaum ein Konzern ist davon so sehr betroffen wie Volkswagen … Ende 1973 rutscht VW endgültig in die rote Zone. Die Wirtschaftskrise, die die Welt infolge des ersten Ölschocks durchschüttelt, erfasst Deutschland. Auch Ford und Opel machen Verluste“, FTD, 4.6.2009
  • VCÖ: Energie effizient mobil ☛ „Wir leben mit einer singulären Energiefülle … Von der Haferkrise zu Peak Oil … Das Verlassen eingefahrener Mobilitätsmuster fördern … Das Potenzial Radfahren ausschöpfen … Weltweit bereits 23 Millionen Elektro-Fahrräder … Weltweit handeln … Modellregion für Elektro-Mobilität“, vcö magazin, 06.2009
  • VCÖ: Welche Potenziale Elektro-Mobilität wirklich hat ☛ „Elektro-Fahrzeuge verringern die Abhängigkeit von Erdöl und sind auch eine Chance für den Klimaschutz. Der Elektromotor wird sich gegenüber anderen alternativen Antrieben durchsetzen. Damit Elektro-Mobilität vorhandene Probleme verringert, sind entsprechende Rahmenbedingungen nötig“, Verkehrsclub Österreich, 6.2009 (Factsheet: )
  • Ende einer Legende - Autobranche ☛ „Die ­Königsklasse der deutschen Industrie steht vor einem ­gewaltigen Umbau. Was dabei von Deutschland als größtem Auto-Exporteur übrig bleibt, weiß niemand“, der Freitag, 20.5.2009
  • "Wasserverbrauch das größte Problem" - Interview über die Umweltsünden von Touristen ☛ „Weltweit 842 Millionen Auslandsreisen zählte die Welttourismusorganisation (UNWTO) im Jahr 2006. Prognosen zufolge wird sich die Zahl bis 2020 noch verdoppeln … Ein Tourist verbraucht im Durchschnitt am Tag sechs bis sieben Mal so viel Wasser wie die Einheimischen … Von 100 Euro, die Touristen im Hotel ausgeben, gehen zwischen 70 und 80 Euro an Unternehmen, Investoren oder Aktionäre“, ZDF.reporter, 3.4.2009
  • J.H.Kunstler: Investing In Infrastructure For An Age Of Scarcity (Interv.) ☛ „But it’s hard not to have the sense that Kunstler’s ideas or worthy of careful consideration, even if one doesn’t share his certainty that oil will be critically scarce in the next ten or twenty years. For instance, his 1994 book The Geography of Nowhere was well ahead of the cultural curve in describing the gross miscalculations of America’s massive investment in sprawling suburbs. Now, even with OPEC cutting production, Kunstler still predicts oil supply shortages dead ahead. Will we feel the bite this year? Next? The year after? ‚Soon enough‘, he says“, The Infrastructurist, 2.4.2009
  • M. Davis: Heavy Metal Freeway - Autofahren am Rande des Nervenzusammenbruchs ☛ „Ganze Panzerdivisionen von sports utility vehicles – eine Art Kombi auf Steroiden und Meth – dominieren heutzutage die Freeways. Die pole position auf den Autobahnen Südkaliforniens war schon immer ein anstrengender Ort, aber unter der neuen Herrschaft des Heavy Metal ist es besonders schlimm geworden“, Polar Nr.6, 4.2009
  • C. Geinitz: Bahnindustrie - Der Vorteil der Spätentwickler ☛ „Schon heute ist der asiatisch-pazifische Markt mit einem Volumen von bis zu 21 Milliarden Euro und einem Wachstum um 5 Prozent im Jahr der zweitgrößte hinter Westeuropa“; Deutsche Bahnindustrie unterschätzt Konkurrenz und Peak Oil-Wende (EG), FAZ, 26.3.2009
  • Der Autokult kommt unter die Räder ☛ “‚Die emotionale Strahlkraft des Konsumgutes Auto ist abgewirtschaftet‘. Was bedeutet: Die Hersteller haben zum Start ihres Frühjahrstreffens auf dem Genfer Autosalon ein viel gewaltigeres Problem als eine historisch einmalige Absatzkrise … Ausgerechnet das Auto, Symbol der eigenen Wirtschaftsstärke, verliert bei den Deutschen massiv an Sympathie. ‚Das Auto hat die unangefochtene Pole-Position als Konsumgegenstand mit der höchsten emotionalen Aufladung verloren‘ … Hören kleine Jungs auf, Autoquartett zu spielen, haben die Hersteller verloren“; Neue Symbole braucht das Land (EG), Handelsblatt, 3.3.2009
  • Autoindustrie: Das Endspiel beginnt ☛ „Bereits in der Vergangenheit wurden die Marktpotenziale regelmäßig überschätzt und die Kapazitäten chronisch zu hoch angesetzt … Kauft der Kunde in der Krise überhaupt ein Auto, dann ist es eine Nummer kleiner … Das Downsizing der Autoindustrie, es hat gerade erst begonnen. Im Autoland Deutschland wird der Prozess besonders gerne aufgeschoben. Doch aufhalten lässt er sich nicht“; Sorry, aber die letzten teuren Erdölreste sind einfach zu kostbar für Abermillionen von Hobby-/Sport-/Freizeit-/Urlaubs-Automobilisten (EG), Handelsblatt, 27.2.2009
  • M. Pally: Ich geb Gas und hab Spaß ☛ „Bereits 1853 schrieb Tocqueville, dass Amerikaner vor allem ‚darauf aus sind, ihre materiellen Bedürfnisse zu befriedigen, und dass sie mit dem bereits Erreichten stets unzufrieden bleiben‘ … Amerikaner würden nie auf die Idee kommen, ein Fahrrad zu kaufen, es sei denn sie benötigen es für ihre Camping-Ausrüstung. Zum Camping selbst allerdings fährt man mit dem Auto. Und trotzdem geht es unserer Autoindustrie schlecht“, FR, 20.2.2009
  • W.S. Treusch: Auf der Standspur - Deutschlands Autobauer in der Krise ☛ „Ein Weg, der angesichts der Endlichkeit fossiler Brennstoffe, insbesondere des Erdöls, alternativlos ist. Der knapper werdende Treibstoff verlangt nach neuen Lösungen, die uralte Erfahrung der Menschheitsgeschichte bewahrheitet sich aufs Neue: Mangel erzeugt Innovation. Koste es, was es wolle. 18 Milliarden Euro investiert die deutsche Automobilbranche jährlich in Forschung und Entwicklung. Und so soll es trotz Finanzmarktkrise auch bleiben, sagt Klaus Bräunig vom VDA“, Deutschlandradio; wichtigere Tatsache: Mangel führte oft zum Kollaps komplexer Hochkulturen (EG), 16.2.2009
  • :!:Der Traum von der elektrischen Mobilität ☛ „Im schlimmsten Fall stammt der Strom für die Elektroautos aus alten fossilen Kraftwerken mit schlechten Wirkungsgraden. Moderne Erdgas-Dampf-Kraftwerke haben dagegen einen Wirkungsgrad ab Lagerstätte von 50 Prozent, moderne Kohlekraftwerke von rund 40 Prozent. Zusammen mit dem Wirkungsgrad ab Steckdose des E-Pkw von 75 Prozent ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von 30 Prozent für moderne Kohle- und von 38 Prozent für Erdgas-Dampf-Kraftwerke … Hoffnung nach dem Peak Oil … Der E-Pkw mit Akku genügt nicht einmal dem abgewandelten Kantschen Imperativ: ‚Fahre nur solche Autos, von denen du wollen kannst, dass sie zugleich die gesamte Weltbevölkerung fahren könnte‘“, FAZ, 3.2.2009 ( )
  • LOLA. Dubro: The Myth of the Efficient Car ☛ „The problem is, there are no cars of the future, and the looming catastrophe of global pollution, including climate change, will never be solved by building more cars – efficient or otherwise … But the bigger problem is that increasing fuel efficiency has never led to an overall reduction in pollutants. In fact, efficiency has always led to more production and consumption … The personal automobile must be abandoned, and quickly“, The Progressive, 3.2.2009
  • LOLS. Börnecke: Klimaschonend essen - brisantes Thema ☛ „Denn es seien vor allem Grundnahrungsmittel wie Eier, Milch, Getreide und Fleisch die ‚auf der Suche nach dem billigsten Schlachthof, der preiswertesten Mühle oder dem besten Absatzmarkt quer durch Europa oder über den ganzen Globus transportiert werden‘, betont Demmeler“, FR, 14.1.2009
  • J. Schindler: Die Nähe rückt näher ☛ „Jedem vernünftigen Menschen – selbst in der Automobilbranche – ist klar, dass es Erdöl nicht ewig geben kann. Aber nur wenige Wissenschaftler denken darüber nach, wie eine ‚postfossile Mobilität‘ aussehen müsste“, Die Gazette, Nr.21, 1/2009 ( )

2008:

  • T.L. Friedman: Win, Win, Win, Win, Win ... ☛ „But for our long-term health, getting re-addicted to oil and gas guzzlers is one of the dumbest things we could do … In the wake of 9/11, President Bush had the political space to impose a gasoline tax, a ‚Patriot Tax‘, to weaken the very people who had funded 9/11 and to stimulate a U.S. renewable-energy industry … As long as gas is cheap, people will go out and buy used S.U.V.’s and Hummers … A gasoline tax ‚is not just win-win; it’s win, win, win, win, win‘, says the Johns Hopkins author and foreign policy specialist Michael Mandelbaum. ‚A gasoline tax would do more for American prosperity and strength than any other measure Obama could propose‘“, New York Times, 27.12.2008
  • LOLEs reicht einfach nicht ☛ „Ist das alles nur Panikmache? Oder sind Öl und Gas gleichermaßen lebenswichtig wie unersetzbar? Tatsächlich wären die industrielle Revolution und der Aufstieg des Kapitalismus ohne fossile Energie unmöglich gewesen. Der Politikwissenschaftler Altvater spricht von der Dreifaltigkeit der europäischen Rationalität, des Energiesystems und des Kapitalismus - sie haben zwei Jahrhunderte lang bestens miteinander harmoniert: Am Anfang stand die kohlebefeuerte Dampfmaschine“, SZ, 16.12.2008
  • A Resilient Suburbia? - 4. Accounting for the Value of Decentralization ☛ „Suburbia, not as a model for material consumption, but as a legal and social lattice of decentralized and more uniformly distributed production land ownership, has the potential to serve as the foundation for just such a pioneering adaptation — a Resilient Suburbia“, The Oil Drum, 4.12.2008
  • H. Welzer: Wirtschaftskrise - Warum keiner mehr durchblickt ☛ “Nehmen wir mal ein Beispiel, die Elektroautos - Die halte ich für völligen Quatsch. Dass die die Antwort auf die Mobilitätsfrage sein sollen, das deprimiert mich richtig, dieser Mangel an Vorstellungskraft. Das erinnert mich an ein Zitat von Laurie Anderson: ‚Das Paradies ist genau wie jetzt, nur besser‘. Kann man nicht mal grundlegend nachdenken, zum Beispiel über Mobilität überhaupt? Warum müssen denn, im Zeitalter avanciertester Kommunikationstechnologien, permanent alle von A nach B düsen?“, FAZ, 7.12.2008
  • A. Hecker: Honda-Ausstieg - Formel 1 fürchtet Domino-Effekt ☛ „Die Szene wirkt schockiert. Der Ausstieg von Honda aus der Formel 1 kam buchstäblich über Nacht. Als das alte Europa, das Herz und Hirn der Formel 1, schlief … Insider glauben, dass der Konzern der erste einer Reihe fallender Dominosteine sein könnte. Dass Honda einem Ausstiegsszenario Tür und Tor geöffnet hat“, FAZ, 5.12.2008
  • Electricity and Cars ☛ „Electric vehicles and hybrid electric vehicles which are able to be charged from mains power have potential to increase the demand for base-load power from grid systems“, World Nuclear Association, 12.2008
  • A Resilient Suburbia? - 3. Weighing the Potential for Self-Sufficiency ☛ „I’ll look at some of the unique advantages of our present suburban arrangement—is it possible that suburbia not only won’t be abandoned post-peak, but that peak oil will act as a catalyst for the adaptation of suburbia into a flourishing, vibrant built environment? I think it’s possible, but that it will be challenging“, The Oil Drum, 24.11.2008
  • A Resilient Suburbia? - 2. Cost of Commuting ☛ „My conclusions may surprise readers: suburbanites aren’t particularly vulnerable to the rising cost of gasoline. Instead, like all of us, they are vulnerable to general economic shocks that may be caused by peak oil, but the elasticity of their commuting budgets may better position them to deal with these shocks than urban residents“, The Oil Drum, 11.11.2008
  • A Resilient Suburbia? - 1. Sunk Cost & Credit Markets ☛ „Looking into a future of energy scarcity and economic challenge, it is time for the discussion to shift from ‚suburbia sucks‘ to ‚what are we going to do about it?‘ Is it possible to build a vibrant, sustainable, and self-sufficient civilization on the framework of existing suburban development? More importantly, is there any viable alternative? This four-part series will take a critical look at suburbia in an environment of peak oil“, The Oil Drum, 4.11.2008
  • Nuclear-Powered Ships ☛ „Some 150 ships are powered by more than 220 small nuclear reactors and more than 12,000 reactor years of marine operation has been accumulated … In future, constraints on fossil fuel use in transport may bring marine nuclear propulsion into more widespread use. So far, exaggerated fears about safety have caused political restriction on port access“, World Nuclear Association, 11.2008
  • The Dark Side of Brazil's Agribusiness Boom: Violence, Mutiny and Environmental Pillage in the Amazon ☛ „As Brazil’s economy booms from rising agricultural commodity prices worldwide, conflicts over land in the Amazon–where the agricultural frontier is rapidly expanding–are also on the rise. At times, the region appears to be ungovernable for the administration of President Luis Inácio ‚Lula‘ da Silva and the governing Workers‘ Party (PT), which face strong pressure to yield to the interests of regional, national and international agribusiness“, Global Alternatives, 13.10.2008
  • B. Nicolai: Die Zukunft der großen Handelshäfen ☛ „Weltweit klagen Containerreedereien über hohe Kosten und niedrige Gewinne. Bei einigen Linien geht die Auslastung zurück. Doch Asiaten und Europäer bauen ihre Häfen aus. Die Zukunfsaussichten der Branche sehen in vielen Prognosen nämlich nicht so düster aus wie diese Momentaufnahme“; Historische Energie- und Ökonomie-Wende ignorierend (EG), Welt, 10.9.2008
  • VCS: Die letzte Ölung - Wenn das Benzin knapp wird ☛ „Das Erdöl wird knapper und teurer. Was als eine Gefahr für die Wirtschaft dargestellt wird, ist eigentlich eine Chance. Nur muss man sie nutzen. Je schneller, desto besser“, Verkehrs-Club der Schweiz, 9.2008
  • Boats for Post-Cheap Oil Survival ☛ „In common with Dmitry, I believe that sail is the way to go. If the boat is small enough, then rowing or sculling can be the source of auxiliary power. The smaller the boat, the more effective and practical this manual propulsion can be“, cluborlow.blogspot.com, 30.8.2008
  • H. Kazim: Antrieb ohne Öl - Reeder planen das Hochsee-Schiff der Zukunft ☛ „Der Ölpreisschock trifft die Schifffahrt besonders hart - wegen der explodieren Kosten schauen sich die Reeder jetzt nach alternativen Antrieben um. Diesel, Sonne, Segel oder Atom - SPIEGEL ONLINE zeigt die verschiedenen Antriebsarten und analysiert ihre Chancen“, Spiegel, 11.8.2008
  • A. Jung: Schock und Chance (Rekordenergiepreise und die Wirtschaft) ☛ „Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburger Wirtschaftsforschungsinstituts HWWI, geht noch weiter. Die deutsche Industrie besitze, weil sie schon früh auf Energieeffizienz geachtet habe, sogar einen Wettbewerbsvorteil … Heute, da die Volkswirtschaften mit steigenden Energiekosten kämpften, verhält es sich nach Meinung des Volkswirts umgekehrt: ‚Jetzt sind wir diejenigen, die flexibel reagieren können‘, sagt Straubhaar, ‚und die anderen haben ein Problem‘; Antiquierte Eliten-Denke (EG), Spiegel, Nr.32/2008, 4.8.2008 ( )
  • :!:Peak Oil ist da - Das Ende der billigen Energie ist erreicht ☛ „Auf dem aktuellen Markt gibt es faktisch keine Lösung für den automobilen Individualverkehr, die mit erneuerbaren Energien arbeitet. Noch schwieriger scheint es, den Schiffs- und Flugverkehr mit weniger fossilem Öl zu betreiben … Eine Fahrgemeinschaft, die die durchschnittliche PKW-Nutzung von einer Person pro Fahrzeug auf vier Personen anhebt, spart rund 75 % Treibstoff. Wird dafür ein besonders sparsames Fahrzeug verwendet, so reduziert sich der Verbrauch noch einmal um fast 50 %“, Erneuerbare Energien, 8.2008
  • H. Hinze: Weltwirtschaft - Die Welt bleibt flach ☛ „Ganz egal wie sehr der Ölpreis noch steigt: Die Globalisierung lässt sich nicht stoppen. Der Transport der massenweise und vor allem billig hergestellten Produkte wird ein wenig teurer - mehr aber auch nicht“; Schmalspur-Experten (EG), SZ, 23.7.2008
  • G. Rosenkranz: Womit Fahren nach dem Öl ☛ „Kein Stern der Umweltbewegung ist so tief gefallen wie der Treibstoff vom Acker. Vor Jahren wollten selbst konservative Ökoaktivisten die Welt noch mit Chinagras retten. Inzwischen gilt der Biosprit manchen als die ‚Atomkraft des 21sten Jahrhundert‘. Wie geht es weiter mit den Treibstoffen der Zukunft?“, zeozwei.de, 8.7.2008
  • I. Petz: Großsegler - Zurück in die Zukunft ☛ „Hohe Schwerölpreise und strenge Umweltschutzauflagen zwingen die Seeschifffahrt zum Umdenken … Nach seinen Berechnungen würde ein solcher Frachter (rund 220 Meter Länge, etwa 32 Meter Breite) vom brasilianischen Tubarao zur chinesischen Stadt Qingdao ebenso schnell sein wie ein vergleichbarer Motorfrachter (rund 34 Tage), würde aber rund 544.000 US-Dollar Bunkeröl einsparen und entsprechend wenig die Umwelt belasten … Die Seefahrt und die dazugehörige Logistik und Technik sei seit mehr als 100 Jahren auf den billigen Ölpreis ausgerichtet“, SZ, 20.6.2008 (Bild: )
  • Distance Does Matter ☛ „Rising freight and oil prices might boost the trend of making products closer to the market … As the cost of fighting the old enemy space grows, be ready for some fundamental shifts“, YaleGlobal Online, 10.6.2008
  • "Jesus, beschütze uns vor den Eindringlingen" (Interv. Leo Hickman) ☛ „In seinem neuen Buch „Und tschüss!“ nimmt Leo Hickman, Guardian-Redakteur und Autor des Bestsellers ‚Fast nackt‘, die Tourismusbranche ins Visier. Mit zynischem Unterton beschreibt er darin die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen unserer Reiselust. Im Interview erzählt er von griechischen Stoßgebeten, mexikanischen Verhältnissen und seiner Vorliebe für Schlafwagen“, Utopia.de, 5.6.2008
  • So will die Luftfahrt grüner werden ☛ „Der Luftverkehr boomt, aber die ökologischen Kosten sind hoch: Millionen Reisende verstopfen die Airports, Lärm und Abgasausstoß steigen rasant. Die Luftfahrtindustrie reagiert nun mit technischen Neuerungen - und denkt über eine Revolution des Flugzeugdesigns nach“; Einzig entscheidend: Wieviel geht post-fossil? (EG), Spiegel, 3.6.2008
  • Prof. Wermuth: Man darf sich nicht zum Sklaven des Autos machen ☛ „Bleibt die Frage, wie sich alternative Antriebs- und Energieformen entwickeln werden. Denken wir 50 Jahre voraus, so wird das relevant sein, aber für die nächsten 20 Jahre sehe ich da noch keine große Änderung voraus“, Wissenschaftler- und Universitäten-Versagen (EG), sciencegarden - Magazin für junge Forschung, 1.6.2008
  • :!:Will Soaring Transport Costs Reverse Globalization? ☛ „Globalization is reversible … In global shipping, the increase in ship speed over the last fifteen years has doubled fuel consumption per unit of freight … In fact, in tariff-equivalent terms, the explosion in global transport costs has effectively offset all the trade liberalization efforts of the last three decades“, CIBC World Markets Inc., 27.5.2008
  • Nahrungsmittelpreise: Vom Energiehunger angetrieben ☛ „Der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise in jüngster Zeit hat viele Ursachen – allen voran die erhöhte Nachfrage der Schwellenländer und die Biospritstrategie der EU sowie der USA“, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 6.5.2008 ( )
  • :!:Blutiges Palmöl‚Wir‘ als bedeutende Palmöl-Importeure und -Nutznießer müssen diese Fakten und Bilder kennen (EG), Faszination-Regenwald.de, 2008
  • F. Eßers: Die Luft ist vergiftet ☛ „Trotz Klimaschutzpaket: Während die Bundesregierung mit aller Macht die Bahn privatisieren will, plant das Verkehrsministerium den Ausbau der Autobahnen. Dass LKWs und PKWs gegenüber öffentlichen Transportmitteln Vorfahrt haben, ist kein Zufall … Die Schiene kommt unter die Räder … Los Angeles - von der Bahnstadt zur Abgashölle … Tiefensees ‚Masterplan‘ … Nordseekrabben aus Marokko … Fossiles Verkehrsregime“, marx 21, Nr.5, 4.2008
  • M. Grube: Als Volltanken noch Spaß machte ☛ „Art-Deco-Zapfsäulen, Tankwarte in Uniform und der Liter zu ein paar Pfennigen: Es gab eine Zeit, als Tankstellen noch nicht Supermärkte mit Spritabgabe waren sondern Pilgerstätten des mobilen Menschen. einestages zeigt die schönsten historischen Tanken - und was aus ihnen geworden ist“, einestages/Spiegel, 27.3.2008
  • «Dann gibt's nichts mehr zu essen» (Nestlé-Chef P.Brabeck-Interv.) ☛ „Nestlé-Chef Peter Brabeck wendet sich gegen die Subventionierung von Agro-Treibstoffen, die aus Soja und Weizen hergestellt werden. Über hundert Millionen Tonnen Getreide werden voraussichtlich dieses Jahr allein in den USA für diesen Zweck verbraucht“, NZZ am Sonntag, 23.3.2008
  • LOLC.B. Leinberger: The Next Slum? ☛ „The suburban dream began, arguably, at the New York World’s Fair of 1939 and ’40. ‚Highways and Horizons‘, better known as ‚Futurama‘, was overwhelmingly the fair’s most popular exhibit; perhaps 10 percent of the American population saw it … Visitors watched matchbox-sized cars zip down wide highways. Gone were the crowded tenements of the time; 1960s Americans would live in stand-alone houses with spacious yards and attached garages. The exhibit would not impress us today, but at the time, it inspired wonder“, the Atlantic, 3.2008
  • Windkraft wird als moderner Schiffsantrieb wiederentdeckt ☛ „Jahrtausende lang war der Wind der treue Begleiter der Schifffahrt. In den letzten hundert Jahren übernahmen ölgetriebene Motorschiffe das Kommando auf See. Jetzt, wo Öl knapp und immer teurer wird, entdecken langsam auch die Schiffsbauer und Reedereien die Vorzüge des ältesten Schiffsantriebs der Welt wieder“, Windenergie, Nr.48, S.16-17, 3.2008 ( ,IG Windkraft.at: )
  • Der Wind bläst umsonst ☛ „In den vergangenen vier Jahren haben sich die Schiffsdieselpreise mehr als verdoppelt … Es werden Zeiten kommen, in denen Schiffe mit immer weniger Treibstoff auskommen müssen. Können sie das nicht, wird der Welthandel Schiffbruch erleiden“, fairkehr, 1.2008

2007:

  • Weltwirtschaft im Dollar-Sumpf ☛ „Airbus steckt in einem schweren Dilemma: Das Unternehmen begleicht seine anfallenden Kosten der Produktion etc. in Euro und verkauft seine Flugzeuge, wie am Weltmarkt üblich, für Dollar … Airbus-Chef Tom Enders warnte Ende November, der Absturz des Dollars sei „lebensbedrohlich“ für seinen Konzern. Das sind ungewohnt dramatische Worte für einen Top-Manager“, Eurasisches Magazin, 30.11.2007
  • BUND: 12 Mythen zu Stuttgart 21 und ihre Entzauberung ☛ „Stuttgart 21 schließt Stuttgart an das Europäische Hochgeschwindigkeitsnetz an - S 21 ermöglicht Fahrzeitverkürzungen - S 21 erhöht das Zugangebot - S 21 macht Bahnfahren attraktiver - S 21 ermöglicht Fahrzeitverkürzungen - S 21 ist während der Bauzeit kein Problem - S 21 ist solide finanziert und wirtschaftlich - S 21 mehrt das Wohl des ganzen Landes und ist Zukunft - S 21 ist Wunsch der Bevölkerung und der Bahnkunden“, vorort.bund.net, 10.2007
  • Sprit vom Acker - Fünf Mythen vom Übergang zu Biokraftstoffen ☛ „Mythos 1: Biokraftstoff ist sauber und umweltfreundlich … Mythos 2: Biokraftstoff führt nicht zur Abholzung von Wäldern … Mythos 3: Biokraftstoffe fördern die ländliche Entwicklung … Mythos 4: Biokraftstoffe verursachen keinen Hunger … Mythos 5: Eine ‚zweite Generation‘ von Biokraftstoffen löst alle Probleme“, Le Monde diplomatique, 6.2007
  • Genmanipulierte Bäume: Schweigen im Walde ☛ „Oder bei Forstbäumen wie Kiefern und Fichten, mit denen in Kanada im Freiland experimentiert wird, um sie durch eingebaute Insektizide für den industriellen Massenanbau zu ‚optimieren‘“, Umweltinstitut München e.V., 6.2007
  • D. Hutter: Doch kein neuer Bahnhof? - Pläne vor dem Aus (München 21) ☛ „Es sollte eines der ganz großen Zukunftsprojekte der Stadt sein - nun wird wohl auf absehbare Zeit nichts daraus. Nach Auskunft hochrangiger Bahn-Manager steht der geplante Neubau eines futuristischen Bahnhofsgebäudes aus finanziellen Gründen nicht mehr auf der Tagesordnung des Konzerns. Derzeit sei sogar geplant, nach Abschluss der zweiten S-Bahn-Stammstrecke den Altbau aus den fünfziger Jahren komplett wieder herzustellen“, SZ, 4.5.2011
  • Peak Oil and transport ☛ „How the emerging global oil crisis will impact on Scotland’s transport system“, TRANSform Scotland, 30.4.2007
  • L.R. Brown: Sprit für die Welt ☛ „Autos, nicht Menschen verbrauchen den größten Teil des Getreides, das 2006 im Vergleich zum Vorjahr zusätzlich verarbeitet wurde. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass der weltweite Maisverbrauch 2006 um etwa 20 Millionen Tonnen über dem Vorjahr lag. Davon wurden vermutlich 14 Millionen Tonnen zur Herstellung von Ethanol verwendet, nur 6 Millionen Tonnen dienen der Produktion von Nahrungsmitteln“, Spiegel, 27.3.2007
  • E. Altvater: Verkehrtes Wachstum ☛ „Der Verkehr im ersten Jahrzehnt des 21.Jahrhundert ist immer noch zum überwältigenden Teil von fossiler Energie abhängig … Schon aus Gründen des Klimaschutzes und infolge der sich abzeichnenden Versorgungskrise mit fossilen Energieträgern, ist eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens unvermeidlich“; ‚Harte Unvermeidlichkeit‘ nur durch Erdölverteuerung/-verknappung (EG), in: Handbuch Verkehrspolitik, S.787-802, 2007

2006:

  • Pimentel/Patzek: Green Plants, Fossil Fuels, and Now Biofuels ☛ „In any event, biomass ethanol is a bad choice from an energy standpoint … Energy conservation and development of renewable energy sources, such as solar cells and solar-based methanol synthesis, should be given priority“, BioScience Volume 56, S. 875, 11.2006
  • M. Kriener: Das atomare Glück ☛ „Atomautos und Reaktoren für den Haushalt: In der Nachkriegszeit kannte die nukleare Begeisterung der Ingenieure und Politiker keine Grenzen … Der utopisch anmutende, atomgetriebene Zukunftswagen Nucleon, der 1958 vorgestellt wurde, sollte mit einem Reaktor hinter den Sitzbänken eine Reichweite von fünf- bis achttausend Kilometern garantieren. Von Berlin nach Sevilla und zurück ohne Tankstopp – und trotzdem noch reichlich Kraftstoffreserven. Da strahlte die ganze Familie. Im selben Jahr zog die Atomnation Frankreich nach. Simca in Nanterre stellte seinen Fulgur vor. Der »Blitz« schaffte zwar nur 150 Kilometer in der Stunde, aber auch er sollte 5000 Kilometer weit fahren, ohne »aufzutanken«“, Die Zeit, Nr.38, 14.9.2006
  • EU-Kommission: Weißbuch - Die europäische Verkehrspolitik bis 2010 ☛ „Die Kommission schlägt fast sechzig Maßnahmen vor, um ein Verkehrssystem zu entwickeln, mit dem der Gebrauch der Verkehrsmittel ins Gleichgewicht gebracht, der Schienenverkehr wieder belebt, der See- und Binnenschiffsverkehr gefördert und der zunehmende Luftverkehr beherrschbar wird“, , Europa.eu, 22.6.2006
  • EU: Weißbuch Verkehrspolitik ☛ „Ziel ist es, die Verkehrspolitik nachhaltiger zu gestalten und große wirtschaftliche Verluste, die durch Staus, Verschmutzung oder Unfälle entstehen, zu vermeiden. Eine Halbzeitbilanz von 2006 soll die Verkehrspolitik mit wirtschaftlichen Zielen in Einklang bringen“, EurActic, 19.6.2006
  • C. Montgomery: Suburbia's Worst Enemy (J.H.Kunstler Interv.) ☛ „Peak oil doomsayer James Howard Kunstler on the mega-impact here … Since the 1994 release of The Geography of Nowhere, author James Howard Kunstler has been among the most acerbic critics of North American urban design. Kunstler has argued that suburban sprawl has left citizens almost entirely dependent on cars, just as the world nears the historic peak of oil production“, The Tyee.ca, 12.6.2006
  • Patzek, T.W.: The Earth, Energy, and Agriculture ☛ „The limited high quality resources from the environment are the ultimate inputs to our civilization and economics. The low entropy embedded in these resources can only be used once … All physical inputs into human economy are limited in size and/or rate … If we bring more technology to produce these resources, their depletion will occur faster, and the environmental destruction their production and use bring about will be more severe“, University of California, Berkeley, 7.6.2006

2005:

  • :!:R.L. Hirsch: The Inevitable Peaking of World Oil Production ☛ „Oil production is in decline in 33 of the world’s 48 largest oilproducing countries … Waiting until world oil production peaks before taking crash program action leaves the world with a significant liquid fuel deficit for more than two decades“, The Atlantic Council of the USA, Bulletin, Vol.XVI, No.3, 10.2005

2004:

  • G. Zitzelsberger: Der heilsame Öl-Schock ☛ „Es ist derzeit so knapp, wie man es in der modernen Industriegeschichte nur einmal zuvor - nach der Revolution in Iran im Jahre 1979 - erlebt hat. Eine Höchstmarke von 55 Dollar pro Barrel hat den vierten Ölpreis-Schock seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Nimmt man die Ölschwemme des Jahres 1998 zum Vergleich, dann hat sich der Preis seitdem vervierfacht“, SZ, 21.10.2004

2003:

  • B. Flyvbjerg: The Lying Game ☛ „The problem is that the Machiavellian make-believe world of underestimated costs and overestimated benefits projected by many proponents to promote their favourite project distorts reality“, in: EuroBusiness, vol.5, no.1, pp.60-62, 6.2003

2002:

o.D.:


peak-mobilitaet/fachartikel/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/12/15 17:08 von admin