Peak Kohle: Nachrichten

2011:

  • Südafrika wird Asiens Kohlegrube ☛ „Vor allem Indien, China und Südkorea suchen nach Reserven und Lieferanten … Indien will seinen Kohleimport bis 2020 verdreifachen“, Börsen-Zeitung, 29.3.2011
  • Asiens neue Kohlegrube - Südliches Afrika steigert die Produktion ☛ „Südafrika verfügt über Ressourcen von 120 Mrd. t, ist mit etwa 300 Mio. t der sechstgrösste Förderer der Welt und nutzt die Kohle für die Energieerzeugung sowie die petrochemische Industrie, die daraus Treibstoff herstellt, und für Stahlwerke“; Warnung vor der »Ressourcen-Fallgrube«! (EG), NZZ, 22.3.2011
  • Erdbeben in Neuseeland - Ein Ruck wie im Rennwagen ☛ „Neuseelands Gebäude galten als erdbebensicher - wie also konnte es zur Katastrophe von Christchurch kommen, bei der mindestens 65 Menschen starben? Wissenschaftler müssen Fehler einräumen, der Untergrund nahe der Stadt scheint zersprungen wie eine kaputte Glasscheibe. Droht nun ein Dominoeffekt?“; Öl-/Kohleressourcen, CCS, Seltene Erden, Geothermie, Erdbeben - Wir haben ein Geologie-/Geologen- und Technologen-Problem (EG), Spiegel, 22.2.2011
  • Energie: Shell warnt vor dem „Weiter-so“ ☛ „Der Weltkonzern, der vom Verkauf von Energie lebt, spricht wörtlich von einer ‚Mäßigung der Nachfrage‘ und den ‚Grenzen‘, die ‚dem Wachstum‘ mancher Energieträger gesetzt seien“; Im Kern allerdings krasse Verharmlosung der Peak-Problematiken (EG), Die Presse.com, 16.2.2011 ( , )
  • Coal's hidden costs top $345 billion in U.S.: study ☛ „Those costs would effectively triple the price of electricity produced by coal-fired plants, which are prevalent in part due to the their low cost of operation, the study led by a Harvard University researcher found … Coal-fired plants currently supply about 45 percent of the nation’s electricity, according to U.S. Energy Department data“, Reuters, 16.2.2011
  • CO2-Speicher unter Hamburg und Berlin? ☛ „Greenpeace veröffentlicht Karte mit potenziellen CO2-Speichern, die die Behörden lieber geheim gehalten hätten“; Schleswig-H.-Widerstand erfolgreich (EG), Telepolis, 13.2.2011 ( )
  • $10b coal mine plan moves ahead ☛ „Carmichael Coal and Rail project in the Galilee Basin…the mine could potentially produce up to 60 million tonnes of coal a year, mostly for the Indian domestic power market“, ABC News/.au, 10.2.2011
  • Kohleförderung - nicht lang graben, gleich sprengen (USA) ☛ „Protest gegen das Mountain Top Removal in den USA … Bis Ende 2010 wurden in den USA so bereits 14.000 Quadratkilometer ursprünglicher Mischwälder, die Lebensraum boten und CO2 speicherten, von der Kohleindustrie vernichtet“, Telepolis, 8.2.2011

2010:

  • Wirtschaftsminister Brüderle sorgt für Eklat (Steinkohle-Ausstieg) ☛ „Union und FDP haben sich darauf geeinigt, die Steinkohlensubventionen wie im Koalitionsvertrag vereinbart erst 2018 auslaufen zu lassen. Dafür soll der Ausstiegsfahrplan 2012 nicht noch einmal überprüft werden … Brüderle will in Brüssel nicht dafür werben“; PR-Pirouette (EG), Handelsblatt, 27.10.2010
  • Ausstieg erst 2018: FDP knickt im Kohle-Streit ein ☛ „Nun sind sie vereint im Kampf gegen die EU-Kommission: Die FDP hat sich wie die Union auf den Kohle-Ausstieg im Jahr 2018 festgelegt - viel später, als die Brüsseler Wettbewerbsbehörde es gerne hätte. Damit haben die Liberalen ihre alte Position aufgegeben“, Spiegel, 26.10.2010
  • SA is nearing peak coal, say scientists ☛ „A study by geologist Chris Hartnady soon to be published in the SA Journal of Science, estimates that South Africa will reach peak coal production in 2020 when around 285 million tonnes will be produced. Last year 242 million tonnes were produced with over half being used by Eskom and the export market and Sasol sharing the rest“, NewsTime/newstime.co.za, 27.9.2010
  • Aktivisten heizen Kohleindustrie ein - Australischer Hafen besetzt ☛ „Bis zu 36 Festnahmen: Klimaaktivisten haben am Sonntag den größten Kohleexporthafen der Welt im australischen Newcastle gestürmt und Teile davon lahmgelegt … ‚Es handelt sich um eine Notfallintervention. Wir haben Überflutungen in Pakistan und China, Feuer in Sibirien. Millionen von Menschen droht wegen Dürre in Afrika der Hungertod. Und die Industrie feuert den Klimawandel weiter an‘“, taz, 26.9.2010
  • ‘Peak coal’ predicted for 2011 ☛ „‘Peak coal’ could be just around the corner with production peaking as early as 2011, according to a new report. It also forecasts that production could be halved just 50 years later“, Global Energy magazine, 15.9.2010
  • Peak Coal Could Strike by 2011 ☛ „Tadeusz W. Patzek and and Gregory D. Croft, authors of the recent study published in the August issue of Energy, estimate coal production rates will decline after 2011, reaching 1990 levels by 2037. The pair believe future mines won’t be able to reverse the trend“, Reuters.com. 14.9.2010
  • Wenn's ein bisschen leckt - Bürger und Umweltverbände protestieren in Berlin gegen CCS-Gesetz ☛ „Am Freitag gaben Umwelt- und Wirtschaftsverbände ihre Stellungnahmen zum geplanten Gesetz über die unterirdische CO2-Speicherung (CCS-Gesetz) ab. Eingeladen hatten das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium, die einen entsprechenden Entwurf erarbeitet hatten. Parallel dazu protestierten betroffene Bürger und Umweltorganisationen … Energieexperte Robert Pörschmann. »CCS ist für den Klimaschutz nicht geeignet. Mit erneuerbaren Energien können wir viel schneller und kostengünstiger Kohlendioxid einsparen«“, Neues Deutschland, 28.8.2010
  • Widerstand gegen CCS-Gesetz - Der Norden steht zusammen ☛ „Kreise, Ämter und Wasserverbände im Norden Schleswig-Holsteins üben den Schulterschluss: Gemeinsam machen sie mobil gegen neue Pläne der Bundesregierung für eine unterirdische Verpressung von industriellem Kohlendioxid“, Husumer Nachrichten, 25.8.2010
  • Are We About to Hit Peak Coal? ☛ „The report’s authors say estimates of coal reserves do not present a reliable picture of recoverable coal. Instead of the 200 to 400 year supply touted by industry enthusiasts, we could hit ‚peak coal‘ in 2011. As a result, the cheap and easy coal may be gone very soon, causing usage to drop by about 50% before 2050“, SustainableBusiness.com, 24.8.2010
  • Teure Müllbeseitigung: Atom-Altlasten kosten über zehn Milliarden Euro ☛ „Der Abbau alter Atomanlagen verschlingt Unsummen: Das Forschungsministerium hat die Kosten nun auf 10,6 Milliarden Euro beziffert - die SPD hält das nur für eine Untergrenze, die wahren Belastungen seien viel höher“; Ewigkeitskosten der Kohle- und Kernenergie erhöhen sich mit jedem Jahr ihres Weiterbetriebs oder gar Ausbaus (EG), Spiegel, 26.7.2010
  • Geo-Engineering - Gefährliche Klimaspielchen in der Atmosphäre ☛ „Indien kühl, China heiß: Gezielt verstreutes Sulfat könnte die Erderwärmung dämpfen. Doch eine Physikerin warnt vor regionalen Folgen von Geoengineering“; Es gibt diese (unverstehbare) Erd-Atmosphärenhülle nur einmal im Weltraum, weil sie so extrem fragil ist! (EG), Zeit, 21.7.2010 ( )
  • Wirtschaftskrise dämpft weltweiten Energieverbrauch (BP "Statistical Review of World Energy") ☛ „Im Gegensatz zu Öl und Gas ist der Verbrauch von Kohle im vergangenen Jahr unverändert geblieben. Zwar haben die OECD-Länder um 10,4 Prozent und die Länder der ehemaligen Sowjetunion um 13,3 Prozent weniger Kohle verbraucht, dafür ist es in anderen Regionen der Welt zu einem Zuwachs von 7,4 Prozent gekommen – 95 Prozent davon gehen auf das Konto von China“; Krise fördert Überlebenschancen (EG), Die Presse.com, 10.6.2010
  • Miner wants to fire coal underground to extract gas (UCG) ☛ „New Zealand’s biggest coal seam gas explorer, L & M Energy, has applied for prospecting rights over 2000 square kilometres of the Waikato – thought to contain over 2 billion tonnes of coal – with plans to burn coal underground to produce gas that can by piped to Auckland“, guide2.co.nz, 2.6.2010
  • Die Zeit macht CCS irrelevant ☛ „Befürworter zahlen aus Angst vor Strukturwandel weiter … Daniel Vallentin vom Wuppertal Institut zog auf dem Kongress das Resumee, dass die bisherigen Verzögerungen bei der Entwicklung dazu führen, dass CCS erst frühestens 2025-2030 zur großmaßstäblichen Erprobung bereit steht. Das Verfahren habe bis dahin jedoch schon seine Relevanz vollends verloren, weil es preislich nicht mehr mit dem zukünftigen Energieangebot werde konkurrieren können“, Telepolis, 20.4.2010
  • Die Brücke beginnt zu bröckeln - Wissenschaftler zweifeln an CCS-Erfolg ☛ „CCS ist ein aufwändiges Verfahren. In Kraftwerken müssten dafür laut Vallentin 20 bis 44 Prozent zusätzliche Energie aufgebracht werden. Rolf Kreibich, Chef des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT), verwies darauf, dass CCS ein 1000-Megawatt-Kraftwerk um 1,2 Milliarden Euro teurer machen würde. Daneben seien Probleme des Transports über große Strecken und der sicheren Speicherung des CO2 noch nicht geklärt“, Märkische Allgemeine, 19.4.2010
  • Underground coal gasification the next big thing in energy mix (UCG) ☛ „UCG advocates claim the process can produce 20 times as much energy as CSG, quite possible because the UCG process actually creates gas underground, whereas CSG merely harvests what is already there … But in practice the other states are waiting for the Queensland government, which has said it will decide by the end of next year if there is an industry or not“, The Australian, 10.4.2010
  • Crash auf Kohle-Highway ☛ „Havarierter chinesischer Frachter bedroht australisches Great Barrier Reef. Rohstoffhandel boomt offenbar auf Kosten der Sicherheit … Rund 1200 Schiffe verlassen jährlich allein den Hafen Gladstone, um Rohstoffe ins asiatische Boomland zu transportieren … »Keiner würde auf die Idee kommen, mit schlammigen Schuhen über edle Teppiche zu laufen, aber auf See kennt man wenig Skrupel«, erklärte Stephan Lutter vom WWF Deutschland am Dienstag“, junge Welt, 7.4.2010
  • Kohlefrachter auf der Korallenbank ☛ „950 Tonnen Öl aus einem chinesischen Frachter bedrohen das Great Barrier Reef … ‚Schweröl sollte als Schiffstreibstoff verboten werden. An Land darf es als Treibstoff nicht eingesetzt werden, sondern muss als Sondermüll aufwendig entsorgt werden‘“, Focus, 6.4.2010
  • Geoengineering: Aufgehellte Wolken könnten Erderwärmung stoppen ☛ „Wenn die Menschheit ihre Treibhausgasemissionen nicht deutlich senkt, bleibt womöglich nur noch eins: ein radikaler Eingriff ins globale Klima. Forscher haben nun simuliert, welchen Effekt das Säen und Aufhellen von Wolken hat. Es könnte prinzipiell funktionieren - mit ungewissen Nebenwirkungen“; Des Wahnsinns-Lotterie mit der einzigen Leben ermöglichenden, hauchdünnen Atmosphärenhülle des Weltalls (EG), Spiegel, 3.3.2010 (Stop Geoengineering!: )
  • Kohlekraftwerk offiziell illegal (Datteln) ☛ “ Neben Datteln wurden in den vergangenen Monaten fünf weitere Kohlekraftwerksprojekte gestoppt. Die Gründe waren vordergründig zwar unterschiedlich: In Mainz zum Beispiel wurde den Banken die Finanzierung des Milliardenprojekts zu heikel, in Dörpen unterdessen ließ die EnBW wissen, sie habe sich „aus ökologischen und ökonomischen Gründen“ entschieden, das Projekt aufzugeben. Doch wie auch immer man es formulierte, letztendlich war es stets die unsichere Rentabilität, die zum Rückzug führte“, TAZ, 16.3.2010
  • Förderung für chinesische Unternehmen mit wenig Kohleverbrauch ☛ „Das chinesische Ministerium für Umweltschutz und das Ministerium für Wissenschaft und Technik werden kohlenstoffarme Wirtschaftsbetriebe künftig besonders unterstützen. Dazu haben sie gemeinsam die ‚strategische Allianz zur Förderung der Wirtschaft mit niedrigem Kohlengehalt‘ ins Leben gerufen. Geplant ist eine Integration von Finanzierungsinstitutionen und Umweltschutzunternehmen, um mehr Kapital für Firmen mit wenig Kohleverbrauch einsetzen zu können … Firmen mit weniger Kohleverbrauch sollen daher in China langfristig gefördert werden.“, China-Botschaft.de, 8.2.2010
  • Regierung investiert fünf Milliarden Yuan in Energiespartechnologie ☛ „China möchte die Energieeffizienz erhöhen und Kohle einsparen. Helfen soll dabei eine Technologie zur Erzeugung von Elektrizität aus der Abwärme von Sintermaschinen … China konsumiert zehn Millionen Tonnen mehr Kohle als der internationale Durchschnitt und stellt jährlich 565 Millionen Tonnen Stahl her“, China-Botschaft.de, 25.1.2010
  • Kohle: China läuft heiß ☛ „Das Land wandelte sich daher von einer Kohle-Exportnation zu einem Kohleimporteur. 2009 dürften die Kohleeinfuhren von 41 Millionen auf 105 Millionen Tonnen angestiegen sein. Die Ausfuhren sollten dagegen um 24 Millionen auf 22 Millionen Tonnen geschrumpft sein, was einem Nettoimport von 83 Millionen Tonnen entspricht“, Focus-Money, Nr.4/2010, 20.1.2010

2009:

  • Lubmin wird nicht gebaut ☛ „Dong Energy zieht seine Pläne für ein Steinkohlekraftwerk zurück … Dong hatte sich, wie berichtet, Anfang Oktober bereits aus drei anderen Kraftwerksprojekten in Großbritannien und Deutschland zurückgezogen“, Telepolis, 13.12.2009
  • Hoffnung auf die Kohle: Nur Schall und Rauch? ☛ „Kohle galt bisher als sichere Energie-Reserve. Doch schon bald könnte die Fördermenge ihren Höhepunkt erreichen und anschließend zurückgehen. Dieser Zeitpunkt sei nicht mehr allzu fern, sagte David Rutledge vom California Institute of Technology in Pasadena vor einigen Tagen auf der Tagung der Geological Society of America in Portland, Oregon“, SZ, 27.10.2009
  • RWE setzt Signal (Ibbenbühren) ☛ „Immerhin übernimmt RWE den Löwenanteil der RAG-Förderung: Jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Feinkohle. Ausreichend für die Erzeugung von 4838 Gigawattstunden Strom oder die Versorgung von 100.000 Haushalten“; 15 t/Haushalt/p.a. für KohleVerstromung ⇒ zukunftsschlau:?: (EG), Ibbenbürener Volkszeitung, 23.10.2009
  • Versorger stoppen Kohlekraftwerke ☛ “ Immer mehr Stromkonzerne setzen den Bau neuer Kohlekraftwerke aus oder stoppen ihn ganz. Hauptgrund ist die erwartete Verlängerung der Laufzeiten für Atommeiler durch die schwarz-gelbe Koalition … Mehr als ein halbes Dutzend Kohlekraftwerke befindet sich derzeit im Bau“, FTD, 14.10.2009
  • Russland will Bahnstrecke zu riesigem Kohlevorkommen in Mongolei bauen ☛ „Russland plant, für 1,5 Milliarden US-Dollar eine Bahnstrecke zur großen Kohlelagerstätte Tavan Tolgoi in der Mongolei zu bauen … Die Kohle soll via russische Pazifikhäfen in die Länder der asiatisch-pazifischen Region exportiert werden“, Ria Novosti, 12.10.2009
  • Tönjes (RAG): Saarbergbau wird 2012 endgültig beendet ☛ „Der Bergbau im Saarland wird auch aus Sicht des Bergbauunternehmens RAG Deutsche Steinkohle im Jahr 2012 endgültig beendet werden. Damit gehe die mehr als 250-jährige Geschichte des Saarbergbaus zu Ende … Auch Ministerpräsident Peter Müller (CDU) betonte, «eine darüber hinausgehende Perspektive gibt es nicht»“; Eigentlich Vorräte und Abbaulizenz bis 2038 vorhanden! Von wegen Fortschritt unserer Spitzentechnologie und riesige deutsche Ressourcenvorkommen:!: (EG), Ad Hoc News, 29.9.2009
  • Kohleproduzent Shenhua wird Kohlereserven einrichten ☛ „China Shenhua Energy, der größte Kohleproduzent des Landes, wird im Auftrag der Regierung zehn Lager für Kohlereserven im ganzen Land bauen. Seit August 2008 revidiert die Regierung die Kohlegesetze einschließlich strategischer Kohlereserven bis 2015“, German.China.Org.CN, 12.8.2009
  • Peak coal review: Peak Coal in Appalachia ☛ „USGS officials project peak coal in Appalachian Basin in ten years. Could we be wasting money on very expensive carbon sequestration schemes? China thinks carbon sequestration is prohibitively expensive and instead is focusing on vehicle and building efficiency and alternative power sources“, Culture Change, 11.8.2009
  • CO2-Einlagerung: Ärger über das Scheitern der Operation Untergrund ☛ „Geologen und Ingenieure sind erzürnt, weil sich die unterirdische Lagerung von Kohlendioxid verzögert … Beispielsweise sollten die Energiekonzerne nur 30 Jahre lang für eventuelle Schäden haftbar gemacht werden. Anschließend sollte die Verantwortung auf die Bundesländer übergehen“, Zeit, 29.6.2009
  • Unser Planet hat ­keinen Notausgang ☛ „Tausende ­besetzen Flughäfen, klettern auf Dächer und ­blockieren Kraftwerke. ‚Direct ­Action‘ findet in Großbritannien als Protest gegen Umweltsünden immer mehr Zulauf“, der Freitag, 26.6.2009
  • Vattenfall-Chef gerät in Dilemma ☛ „Kohlekraftwerke sind in ihrer heutigen Form nicht länger zeitgemäß … Wirtschaftlich aber können Länder wie Deutschland und Polen auch nicht einfach darauf verzichten. Daher wird Vattenfall auch 2050 noch Kohlekraftwerke betreiben - aber nur noch mit CCS … Wirtschaftlich halten Branchenkenner die flächendeckende CCS-Einführung wegen der immensen Kosten allerdings kaum für realistisch“, FTD, 22.6.2009
  • Kohle-Kinder schuften für den Aufschwung Afghanistans ☛ „Afghanistan ist überraschend reich an Rohstoffen, doch der Dauerkrieg verhindert den Abbau. In den Kohlebergwerken am Hindukusch schuften viele Kinder: Sie verdienen vier Euro am Tag - mehr als Lehrer oder Polizisten“, Spiegel, 15.6.2009
  • US-Klimaunterhändler: "China muss sich zur CO2-Minderung verpflichten" ☛ „Mr. Pershing, die USA und China sind zusammen für 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Sollten die beiden Länder da nicht einfach unter sich eine Lösung für das Klimaproblem erarbeiten?“; Und beide sitzen zusammen auf 40% der Weltkohlereserven (EG), Spiegel, 12.6.2009
  • "CO2-Speicherung führt zu enormen Strompreisen" ☛ „Die Energiewirtschaft arbeitet mit Hochdruck an einer Technologie, um CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken unschädlich zu machen. Energieexperte Richard Heinberg erklärt im SPIEGEL-ONLINE-Interview, warum er die CO2-Speicherung für einen teuren Irrweg hält“, Spiegel, 29.5.2009
  • :!:Coal Supply May Be Vastly Overestimated ☛ „But worldwide coal production could plateau as early as 2025, according to one new estimate, and a growing group of scientists are concerned that fossil fuel supplies may begin dwindling by mid-century … Last year, David Rutledge of the California Institute of Technology analyzed the coal production patterns of five regions around the world – eastern Pennsylvania, France, Germany’s Ruhr Valley, the United Kingdom and Japan – each of which was producing at less than a tenth of its peak levels“, Discovery Channel, 11.5.2009
  • China Outpaces U.S. in Cleaner Coal-Fired Plants ☛ „China’s frenetic construction of coal-fired power plants has raised worries around the world about the effect on climate change. China now uses more coal than the United States, Europe and Japan combined, making it the world’s largest emitter of gases that are warming the planet“, NYT, 10.5.2009
  • Power station plans warm UK Coal ☛ „Jon Lloyd, chief executive of UK Coal, said that the government’s decision ‚was extremely supportive of coal as an integral part of the UK’s future energy mix‘ … The government hopes that the UK can become a pioneer in the ‚clean coal‘ sector, arguing that carbon abatement technologies could sustain 50,000 jobs by 2030 … ‚The new power stations will probably use imported coal‘, said Charles Kernot, an analyst at Evolution Securities“; 2030 wird es deutlich zu wenig Importkohle auf dem Weltmarkt geben! (EG), FT, 27.4.2009
  • Hans-Josef Fell: Köhler statt Kohle ☛ „Der Bundespräsident hat recht, wenn er einen ökologischen Umbau der Wirtschaft fordert … Ich fordere die SPD dazu auf, den Entwurf ihres Wahlprogramms im Energiebereich vollkommen zu überarbeiten. Beenden Sie die Kohlevorrangpolitik. Hören Sie auf damit, den Bau neuer Kohlekraftwerke subventionieren zu wollen“, Umweltruf.de, 20.4.2009
  • Solar trifft Kohle ☛ „So sieht es etwa bei einem riesigen Erdgas- und Öl-Kraftwerk des Betreibers Florida Power and Light (FPL) im Martin County im US-Bundesstaat Florida aus: Dort begann der Bau eines Solar-Wärme-Kollektorfeldes mit 180.000 Spiegeln im Dezember 2008. Es wird eine Fläche von über 200 Hektar einnehmen. Würde die Anlage neu gebaut, müssten 30 Prozent der Kosten für den Kauf von Dampfturbinen einkalkuliert werden. Die sind hier bereits vorhanden“, Technology Review, 23.2.2009
  • Kohle: Eine großartige natürliche Ressource ☛ „Am Tag zuvor hatte der Physiker Steven Chu, designierter Leiter des Energie-Ressorts, Kohle als ‚großartige Natürliche Ressource‘ bezeichnet (vor zwei Jahren bezeichnete er den Ausbau von Kohlekrafterken noch als ‚schlimmsten Alptraum‘)“, Ökologismus.de, 16.1.2009
  • :!:China will noch mehr Kohle verbrennen ☛ „Von derzeit rund 850 Milliarden Tonnen Kohle, die als abbaubare Reserven gelten, liegen 114 bis 139 Milliarden unter chinesischem Boden. 40 bis 50 Prozent davon sind allerdings von minderer Qualität. (In den USA und Russland ist dieser Anteil sogar noch weitaus höher.) Mit der erhöhten Förderrate würden diese Vorkommen also theoretisch noch 34,5 bis 42,1 Jahre reichen … Fazit: Die Zeiten billiger Kohle nähern sich tendenziell ihrem Ende“, Telepolis, 12.1.2009
  • China to increase coal output by 30pc ☛ „China is aiming to increase its coal production by about 30 per cent by 2015 to meet its energy needs, the Government has announced … Land and Resources Ministry chief planner Hu Cunzhi said the Government planned to increase annual output to more than 3.3 billion tonnes by 2015. That is up from the 2.54 billion tonnes produced in 2007, according to the ministry … China depends on coal for about 70 per cent of its energy“, The Canberra Times/AFP, 9.1.2009

2008:

2.Hj.:

  • Coal waning? World's reserves may be nearly expired ☛ „Governments and organizations around the world may be significantly overestimating just how much coal is available, the new study says. Such fallacious reporting is nothing new — the United States government happily overestimated oil reserves in the 1950s and 1960s until peak oil hit the lower 48. David Rutledge, professor of engineering and applied sciences at the California Institute of Technology, claims the same mistakes are being repeated with coal“, ars technica.com, 18.12.2008
  • World Coal Reserves Could Be a Fraction of Previous Estimates ☛ „A new calculation of the world’s coal reserves is much lower than previous estimates … The new model, created by Dave Rutledge, chair of Caltech’s engineering and applied sciences division, suggests that humans will only pull up a total — including all past mining — of 662 billion tons of coal out of the Earth. The best previous estimate, from the World Energy Council, says that the world has almost 850 billion tons of coal still left to be mined“, Wired Science, 17.12.2008
  • Polen macht in Kohle ☛ „Polen aber deckt rund 95 Prozent seines Strombedarfs über Kohlekraftwerke, nur ein kleiner Rest stammt aus erneuerbaren Energien … Damit steigt der Stromverbrauch seinen Schätzungen zufolge in den nächsten 12 bis 15 Jahren um 25 bis 30 Prozent. Neue Kraftwerke müssten gebaut werden. ‚Was sollen wir tun? Wir haben Kohle und kein eigenes Gas‘ … Polens Kohlevorräte reichten noch 200 Jahre, betont Mielczarski … Polen hat großes Potenzial für Energieeinsparungen und an erneuerbaren Energien, es könnte eine führende Rolle beim Wechsel spielen … 2020 solle Polen sein erstes AKW haben, kündigte der Regierungschef zur Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Poznan an“; Kohleexport-Stopp für 200 Jahre Eigenbedarfsabsicherung (EG), Berliner Zeitung, 11.12.2008
  • Atomstrom für alle? Kernreaktoren für die Dritte Welt ☛ „Für viele Netze sind jedoch die riesigen Reaktoren der Industrienationen schlichtweg zu groß. Für den kleineren Bedarf entwickelt eine südafrikanische Firma einen Kugelhaufenreaktor … Letztendlich wollen wir die Temperaturen so weit erhöhen, dass wir mit dem PBMR in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen können. Wir arbeiten an Konzepten für die Meerwasserentsalzung, zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus Kohle oder um das Öl aus den kanadischen Ölsanden zu holen. Aber zunächst wollen wir 2010 den Prototyp in der Nähe von Kapstadt bauen, um Strom zu erzeugen. Es geht um den Nachweis, dass der nukleare Teil der Technologie sicher sind“, Deutschlandfunk, 28.11.2008
  • Deutscher Energiemarkt immer stärker von Importen abhängig ☛ „Am dramatischsten ist die Entwicklung bei der Steinkohle. Laut Studie ist der Bedarf an diesem Brennstoff seit 1997 nur leicht von 70 auf 68 Millionen Tonnen gesunken. Nicht zuletzt wegen der deutschen Zechenschließungen verdoppelt sich demgegenüber die Importabhängigkeit Deutschlands von 33 auf 67 Prozent“, Welt, 21.11.2008
  • IEA: Ab in die Erde ☛ „Die IEA ermahnt darin führende Industrienationen, ihre Versprechen einzuhalten. Bis zum Jahr 2010 wollen die Staaten, unter ihnen Deutschland, 20 Demonstrationsanlagen in Auftrag gegeben haben. ‚Die momentanen Ausgaben und Aktivitäten sind nicht annähernd groß genug, um diese Ziele zu erreichen‘, sagt der IEA-Bericht. Zwischen 22 und 38 Milliarden Euro seien nötig, schätzt Tanakas Agentur. Nur dann bestehe die Chance, dass die Technik von 2030 an brauchbar ist … Mitte des Jahrhunderts könnten jedes Jahr gut zehn Milliarden Tonnen Kohlendioxid abgefangen und eingelagert werden, ein Fünftel der insgesamt zu verringernden Menge“, SZ, 22.10.2008
  • IEA urges 10,000 CCS projects to run by 2050 ☛ „The cost of curbing carbon dioxide (CO2) emissions will surge by several billion dollars if 10,000 carbon and capture storage (CCS) projects are not in place by 2050, the International Energy Agency (IEA) said on Monday“; 10.000 Wind- und Solarparks statt 10.000 CCS-Monster (EG), Forbes.com, 20.10.2008
  • :!:Kohle ist so gefragt wie noch nie ☛ „Diese kurzfristigen Angebotsausfälle sind allesamt Symptome einer unzureichenden Infrastruktur für den Kohletransport, und es wird Jahre dauern, diesen gravierenden Mangel zu beheben … Da Australien und Südafrika ihren Export kurzfristig aber nicht stark erhöhen können, muss der steigende Kohlebedarf durch eine stärkere Produktion aus Indonesien, den USA und Russland gedeckt werden. Diese dürfte jedoch nicht ausreichen, um mit dem Nachfragewachstum mitzuhalten“; USA spätestens 2012 auch Netto-Importeur! (EG), Credit Suisse, 13.10.2008
  • Rohstoffhunger macht skrupellos ☛ „Chinas Kohlevorkommen reichten lange aus. Das Land hat Vorräte von 114,5 Mrd. Tonnen - rund 13,5 Prozent der Vorkommen weltweit. Doch 2009 wird China nach Schätzung der Citigroup mehr Kohle einführen als exportieren“, FTD, 6.10.2008
  • «Die Menschen bereiten sich auf diesen Winter vor wie auf einen Krieg» ☛ “Kirgistan kämpft mit einer Energiekrise ungekannten Ausmasses … Bereits hat Kirgistans Regierung den Strom rationiert. Offiziell wird die Stromversorgung acht Stunden täglich ausgesetzt, doch viele Dörfer erhalten nur noch während weniger Stunden am Tag Strom … Abseits der Zentren sieht es dagegen düsterer aus. Vor allem in kleineren Städten und Dörfern werden viele Häuser mit Strom beheizt. Als Alternative steht Kohle zur Verfügung, die aber für viele kaum erschwinglich ist“, NZZ, 2.10.2008
  • Prof. U. Leprich: »Kohle und Atomkraft sind Auslaufmodelle« ☛ „Die Kohle ist ein Feld, auf dem sich die Konzerne auskennen. Das werden sie nicht ohne Not verlassen … Insofern können die Unternehmen, die jetzt auf Kohlekraftwerke setzen, sicher sein, dass sie auch künftig die CO2-Kosten auf die Preise abwälzen können“; CCS kann energetisch/ökonomisch niemals funktionieren (EG), Neues Deutschland, 13.9.2008
  • Größter deutscher Protest gegen neue Kohlekraftwerke – Politik muss jetzt Kohlemoratorium umsetzen! ☛ “‚Die falsche Energiepolitik in den Industrieländern zerstört schon heute die Lebensgrundlagen in unseren Ländern. Neue Kohlekraftwerke in Deutschland würden die Lage der Menschen in vielen Teilen der Welt weiter verschlimmern. Deutschland muss deshalb konsequenter als bisher seine Verantwortung für den Klimawandel übernehmen – darum sind wir hier‘, erläuterte die Klimazeugin Nurzat Abdyrosulova aus Kirgistan ihre Teilnahme an der Demonstration … und E.ON-Chef Bernotat an sein Versprechen erinnert. Dieser hatte im Frühjahr verkündet, keine neuen Kraftwerke gegen den Willen der Bevölkerung zu bauen“, Niederlausitz aktuell, 13.9.2008
  • USA: Coal down a hole ☛ „The largest expansion in new coal plants since 1980 is underway at home, while an even bigger Chinese plant-building boom is buoying exports abroad“, FT, 10.9.2008
  • Erstes CO2-armes Testkraftwerk läuft - Strom aus Kohle ☛ „Das weltweit erste Kohlekraftwerk, das kaum noch Kohlendioxid ausstößt, ist in Betrieb gegangen. Der Energiekonzern Vattenfall spricht von einem Meilenstein auf dem Weg zum sauberen Kohlestrom. Gegner kritisieren die kleinformatige Versuchsanlage als Augenwischerei“, Spiegel, 9.9.2008
  • Neue Protestwelle: Kampf dem Klima-Killer Kohle ☛ „Angesichts der zahlreichen neuen Kohlekraftwerke, die in ganz Deutschland geplant sind, formiert sich bundesweit Protest … Gleich zehn neue Kohlekraftwerke sind an der Nordseeküste geplant“, TAZ, 16.8.2008
  • Chinas Provinz Shangdong fehlt Strom ☛ „Vor allem die mangelnde Kohleversorgung führte zum Runterfahren von etlichen Kraftwerken in Qingdao und Weifang. Diese habe seit dem 28. Juli ihre Kapazitäten um 1,76 Mio. KW drosseln müssen. Des Weiteren hat die angelieferte Kohle erheblich an Qualität verloren und führte zu außerplanmäßigen Wartungsarbeiten“, ad⋅hoc⋅news, 4.8.2008
  • Bush puts coal at center of US energy independence ☛ „Under his administration, Bush said, the US has spent $2.5 billion on clean-coal research and development, with more funding in the pipeline. ‚This year alone, we’ve requested nearly $650 million in the budget for advanced coal research‘, he said. ‚It’s the largest such request in 25 years‘“, platts.com, 1.8.2008
  • :!:Kleinknecht: Kohlekraft statt Kernreaktoren wäre "klimapolitisch eine Katastrophe" ☛ „Wenn alle deutschen Kohlekraftwerke ihr CO2 abscheiden, produzieren sie etwa 400 Millionen Tonnen flüssiges Kohlendioxid pro Jahr, das sind mehr als eine Million Tonnen CO2 am Tag. Um sie von den Kraftwerken zu den Lagerstätten zu transportieren, braucht man täglich 1000 Güterzüge oder man muss 20 Pipelines bauen. Und es ist völlig unsicher, ob die Lagerstätten dicht sind oder das Gas wieder entweicht“, Capital, 28.7.2008
  • Energiekrise in China weitet sich aus ☛ „Wegen immer knapper werdender Kohlevorräte und deren schlechter Qualität könne ein Teil der Kraftwerke nicht auf voller Leistung gefahren werden“, Reuters Dtl., 10.7.2008
  • Energy demand boosts Indonesian coal mines ☛ „The price of thermal coal has climbed more than 160 per cent in the last 12 months. Power station coal prices at Australia’s Newcastle port, a benchmark for Asia, jumped to a record $172.10 a metric tonne in the week ended June 27 … ‚If we met all the demands from China, India, Japan and Korea, all the coal would be gone in a few years‘, he says. ‚It’s not just about chasing the money. We have to make sure we still have coal for the next 20 years‘“, Financial Times, 3.7.2008

1.Hj.:

  • :-(Forscher verwandeln Kohle in Flüssigtreibstoff ☛ „Der Ölpreis schnellt in die Höhe und die Verflüssigung der Kohle wird wieder interessant … Forscher arbeiten derzeit an einer Verbesserung herkömmlicher Verfahren, damit das schwarze Gold bald unsere Tanks füllt“; und (fast) alle tabuisieren den globalen Peak Exportkohle (EG), Welt Online, 27.6.2008
  • Vahrenholt: "Wir finden ein Barrel Öl und verbrauchen drei" ☛ „Natürlich könnten wir bei 130, 140, 150 Dollar pro Barrel in Deutschland aus Kohle Benzin machen. Das können wir; das ist eine Technologie, die aus Deutschland kommt. Das wäre sogar wettbewerbsfähig aus deutscher Braunkohle“; nur im absoluten Notfall und in minimalen Mengen sinnvoll und möglich (EG), Deutschlandfunk, 23.6.2008
  • Die Folgen der Öl-Hausse: Energieversorger - Die Zeche zahlt der Kunde ☛ „Weltweit führt der hohe Öl- und Gaspreis derzeit dazu, dass Stromerzeuger lieber Kohle- statt Gaskraftwerke bauen. Das dürfte den Preis für Importkohle auch in Deutschland nach oben treiben - allerdings erst mittelfristig“; ab ca. 2010 wird Importkohle auf dem Weltmarkt physisch knapp werden (EG) , FTD, 10.6.2008
  • Evonik wird kein Schnäppchen ☛ „In der Tat haben die Preise für Kraftwerkskohle sich binnen Jahresfrist auf 145 Dollar die Tonne verdoppelt. Die Stahlkonzerne mussten teilweise sogar eine Verdreifachung der Preise für ihre Kokskohle hinnehmen“, Das Parlament, 26.5.2008
  • Heiße Steine ☛ „Die Kontraktpreise für Kokskohle, die bei der Erzeugung von Stahl eingesetzt wird, haben sich in diesem Jahr auf 300 Dollar pro Tonne verdreifacht. Zum Teil ist dieser Anstieg auf Zufallsereignisse wie Minenüberschwemmungen zurückzuführen. Es gibt jedoch auch infrastrukturelle Probleme, die es wahrscheinlich machen, dass die Produzenten auch im nächsten Jahrzehnt die Oberhand bei der Preisgestaltung behalten werden“, Handelsblatt, 21.5.2008
  • U.S. Asks China to Join Global Energy Group ☛ „Tuesday, the government warned that coal stockpiles had fallen below warning levels in several regions. This winter, China had devastating blackouts after winter storms hit while stockpiles were low“, WSJ, 21.5.2008
  • Wieso CO2 nicht einfach zu vergraben ist ☛ „Frühestens 2020 könnte die CO2-Abscheidung und -Lagerung kommerziell verfügbar sein - vielleicht auch erst später … Der Zeitplan wird ‚in Fachkreisen als sehr ambitioniert eingeschätzt‘, heißt es etwa in einem Gutachten des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Bundestag … Damit käme CCS für die anstehende Erneuerung von großen Teilen des deutschen Kraftwerksbestands schlicht zu spät“, Spiegel Online, 13.5.2008
  • Düstere Zukunft für Kohle? ☛ “‚Die Verfügbarkeit von CCS auf Kraftwerksebene wird nicht vor 2030 erwartet‘, heißt es im Bericht; außerdem fresse das Verfahren ‚zwischen zehn und 40 Prozent der im Kraftwerk erzeugten Energie‘. Effizienzgewinne in Kraftwerken würden so zunichte gemacht“, Kieler Nachrichten, 6.5.2008
  • Die Kohle für Österreich kommt aus Polen ☛ „In der EU gibt es 500 Kohlekraftwerke, 400 sind modernisierungsbedürftig … Kohle gebe es genug in Europa. Was die CO2-Belastung anbelange: Da schreiten die Forschungen voran“; zu wenig Kohle in der EU (EG), Wirtschaftsblatt.at, 5.5.2008
  • Geht das Licht in Deutschland aus? ☛ „Dämpfer für Kohlekraftwerke … Weniger Kohle als angenommen“, Weltsteinkohlen-Infrastruktur bald überlastet (EG), Focus Online, 2.5.2008
  • Hoher Kohlebedarf fördert nachhaltigen Preisanstieg ☛ „Ende Februar 2008 waren die Kohlepreise bereits auf Rekordhöhe geklettert … Ein Ende des Hungers auf Kohle ist nicht in Sicht. Experten erwarten vielmehr, dass sich der Trend in den nächsten zwei Jahrzehnten noch verstärkt“, Handelsblatt, 29.4.2008
  • CCS: Wer wird denn gleich in die Luft gehen? ☛ „In Norwegen etwa haben die Unternehmen Shell und Statoil im vergangenen Juni ernüchternde Ergebnisse eines gemeinsamen CO2-Lagerprojekts veröffent­licht … Laut Presseberichten von Ende Januar hat sich das US-Energieministerium aus der Finanzierung eines Pilotprojekts für ein »CO2-freies« Kohlekraftwerk im Bundesstaat Illinois herausgezogen – aus Kostengründen … Zudem liegen die fossilen Kraftwerke meistens nicht über einem geeigneten CO2-Speicher. Das Kohlendioxid müsste also mit viel Aufwand in entfernte Speicher geleitet werden … Das sind letzte Rettungsver­suche für Kohlekraftwerke, die scheitern werden … Stattdessen sollten sie direkt alles Geld in erneuerbare Energien investieren“, Jungle World, 10.4.2008
  • Knappe Kohle ☛ “…doch die eigentliche Frage scheint zu sein, wird überhaupt noch bezahlbare Kohle auf dem Markt sein, wenn die Technik 2020 oder 2025 vielleicht einmal einsetzbar ist“, Telepolis, 25.3.2008
  • Kohle wird rasant teurer ☛ „Damit wird sich aller Voraussicht nach das Versprechen der günstigen Strompreise, die die neuen Kohlekraftwerke garantieren würden, in Luft auflösen“, Telepolis, 17.3.2008
  • :!:Wenn das Ruhrgebiet im Grundwasser versinkt ☛ „Schätzungen für die Bergbau-Folgekosten reichen von 14 bis 30 Milliarden Euro … 130 Milliarden Euro Steuergeld hat die Kohleförderung in fast 50 Jahren verschlungen … Pro Jahr, schätzen Experten, bebt auch in Nordrhein-Westfalen rund 500-mal die Erde. Besonders betroffen sind die sieben Regionen, in denen nach wie vor Kohle abgebaut wird … Schon jetzt müssen rund 130 Millionen Euro jährlich für Bergbauschäden aufgebracht werden. 50 000 Schadensmeldungen gehen jedes Jahr bei der RAG … Auch das notwendige Abpumpen des Grundwassers in der Region verschlingt hohe Summen. Ohne diesen Aufwand würden weite Teile des Ruhrgebietes einfach absacken und mit Grundwasser volllaufen“, Welt, 2.3.2008
  • USA stoppen saubere Kohlekraftwerke ☛ „Die Behörde gab bekannt, ein 275-Megawatt-Prototyp im Bundesstaat Illinois werde aus Kostengründen nicht realisiert. Ursprünglich sollte mit dem Kraftwerk erforscht werden, wie bis zu 90 Prozent des bei der Energieproduktion entstehenden Treibhausgases Kohlendioxid unter der Erde gespeichert werden können“, Bund der Energieverbraucher, 18.2.2008
  • LOLA ‘Bold’ Step to Capture an Elusive Gas Falters ☛ „Vaclav Smil, an energy expert at the University of Manitoba, has estimated that capturing and burying just 10 percent of the carbon dioxide emitted over a year from coal-fire plants at current rates would require moving volumes of compressed carbon dioxide greater than the total annual flow of oil worldwide — a massive undertaking requiring decades and trillions of dollars. ‚Beware of the scale‘, he stressed“; CCS bleibt ewige PR-Propaganda (EG), New York Times, 3.2.2008
  • China verbietet Kohleexporte ☛ „China ist jedoch für Japan und Südkorea ein wichtiger Kohlelieferant. Im zweiten Halbjahr 2007 exportierte die aufstrebende Wirtschafsmacht monatlich etwa fünf Millionen Tonnen“, FTD, 25.1.2008

2007:

  • Regierung läutet Kohleausstieg ein ☛ „Die „Ewigkeitskosten“ wie Dauerbergschäden und das Abpumpen des Grundwassers, die auf 6,9 Milliarden Euro veranschlagt sind, werden von der Stiftung beglichen. Der Bund stellt bis zu 1,6 Milliarden Euro bereit, um Pensionsverpflichtungen der Bergbaufirmen oder sonstige Bergschäden zu regulieren … In den vergangen Jahrzehnten sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums zwischen 160 und 180 Milliarden Euro Steuergeld in den Steinkohle-Bergbau geflossen“, Tagesspiegel, 8.8.2007
  • Kohle um jeden Preis ☛ „Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister will Kohlekraftwerke bauen und den Treibhausgasausstoß seines Bundeslandes verdreifachen … Von derzeit 4,3 Millionen auf 15 Millionen Tonnen will er bis zum Jahre 2020 den Kohlendioxid-Ausstoß der Stromwirtschaft im Land zwischen den Meeren steigern … Beispiel Dänemark: Noch Mitte der 1990er Jahre wurde beim nördlichen Nachbarn rund 80 Prozent des Stroms in Kohlekraftwerken produziert“, Telepolis, 28.6.2007
  • Schleswig-Holstein Energie 2020 - Grünbuch ☛ „Zum anderen wird es aber auch negative Effekte für das Klima durch neue, fossil befeuerte Kraftwerke geben, die jedoch notwendig sind, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, Mythen-Doppelpack ‚Klimaschutz und Versorgungssicherheit‘ (EG), Ministerium Wirtschaft u. Verkehr SH, 25.6.2007
  • CO²-Endlagerung: Das Problem verbuddeln ☛ „Dieses Verfahren soll im FutureGen-Projekt in den USA zur Anwendung kommen, in das bis zur Inbetriebnahme 2012 fast eine Milliarde US-Dollar investiert werden soll … In Norwegen sei bereits eine Million Tonnen CO2 verbuddelt worden; das sei ohne nennenswerte Probleme abgelaufen. Effektiv nötig wäre aber die tausendfache Menge - den Beweis, dass sich auch so viel CO2 sicher im Untergrund versorgen lässt, müsse die Wissenschaft erst noch antreten“, Die Wochenzeitung/ch, 15.2.2007

2006:

  • KPMG-Studie: Ewigkeitskosten der Kohle betragen 13 Milliarden Euro - Unwägbare Risiken für Trinkwasser ☛ „Im einzelnen gibt KPMG den Barwert zukünftiger Ausgaben mit knapp fünf Milliarden Euro für die Grubenwasserhaltung an, mit jeweils rund zweieinhalb Milliarden für Dauerbergschäden und Altersversorgung, mit über einer Milliarde für Bergschäden an Objekten, gut 600 Millionen für Schachtsicherung und eine halbe Milliarde für Grundwasserreinigung“; Millionen € jährliche Deichsanierungskosten noch oben drauf (EG), PresseBox.de, 14.12.2006

2005:

  • Kürzungsplan für die Kohle - Streit mit der Bundesregierung über Kohlesubventionen ☛ „Union und FDP ist nach eigenen Worten auch klar, daß selbst bei einem Stopp der Subventionen der deutsche Steinkohlenbergbau noch mehrere Jahrzehnte lang Hilfe benötigt. Auf 400 bis 450 Mio. Euro pro Jahr werden die sogenannten Ewigkeitskosten geschätzt. Damit sind die Aufwendungen für die Lasten des Bergbaus wie das dauerhafte Abpumpen des nachdringenden Grundwassers, der Abbau der Geräte in 1300 Meter Tiefe, die Verfüllung der Stollen oder die Pensionslasten gemeint“, Welt, 16.5.2005

2004:

  • :!:Wind power generation is an important strategic choice to solve the shortage of China's electricity and energy ☛ „He Zuoxiu and Wang Yinan analyze that if China takes the road of developing coal power, there would be 1.4 to 1.9 billion tons of carbon dioxide emission by 2020, mounting to the world’s number one in the light of pollution. China has 823 billion tons of coal reserves, but only 139 billion tons of recoverable reserves. Even counted by the coal consumption volume of last year, the mining could last for only 83 years. If the coal consumption volume is quadrupled, the mining could last scarcely for 20 years“, China Economic Net, 26.6.2004

2002:

  • :?:Wo kommt der Wasserstoff her? ☛ „Für mich stellt sich vor allem die Frage, wo der Wasserstoff herkommt. Ich denke, wir müssen neue Wege suchen. Ich war Ende November 2002 am Deutschen Wasserstoff-Energietag in Essen, wo man sich dafür eingesetzt hat, Wasserstoff aus Kohle zu machen - ein Verfahren, das aus dem Zweiten Weltkrieg kommt, als man Benzin aus Kohle gemacht hat. Der Grund ist, dass Kohle wesentlich länger als Erdöl auf der Erde vorhanden sein wird und auch wesentlich besser verteilt ist als Erdöl oder Erdgas“, Telepolis, 19.12.2002

peak-kohle/nachrichten/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/11 18:10 von admin