Peak Gas: Nachrichten
2011:
- Kiew: Gas aus Russland wird aus Timoschenkos Tasche bezahlt ☛ „Die Geldmittel, die die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko gemäß dem Gerichtsurteil vom Dienstag dem Unternehmen Naftogaz zurückzuerstatten hat, werden laut dem Energieminister der Ukraine, Juri Boiko, für die Bezahlung russischer Gaslieferungen verwendet“, RIA Novosti, 12.10.2011
- Putin-Besuch in China: Power-Grinsen im Land des Lächelns ☛ „Im Mittelpunkt der Putin-Visite steht ein milliardenschwerer Deal über Gas-Lieferungen aus Sibirien nach China. Russland soll nach dem Willen der Chinesen jedes Jahr rund 68 Milliarden Kubikmeter Gas in die Volksrepublik pumpen“, Spiegel, 12.10.2011
- Russland und China rücken enger zusammen - Wirtschaftsfonds ☛ „Die seit fünf Jahren laufenden Verhandlungen über Gaslieferungen sieht Putin in der Endphase: ‚Wer verkauft, will teurer verkaufen, wer kauft, möchte billiger einkaufen. Bisher haben wir aber immer einen Kompromiss erzielt, mit dem beide Seiten zufrieden waren‘“, Spiegel, 11.10.2011
- Sieben Jahre Haft - Timoschenko-Urteil gefährdet EU-Ambitionen der Ukraine ☛ „Offiziell beziffert die Regierung den aus den Gasverträgen entstandenen Schaden auf rund 200 Millionen Dollar. Janukowitschs Infrastrukturminister Boris Kolesnikow aber verkündete noch vor kurzem, Timoschenkos Deal mit Moskau hätte die Ukraine bis zu acht Milliarden Dollar Verlust pro Jahr beschert“, Spiegel, 11.10.2011
- 137 Millionen Euro Strafe für die Gasprinzessin - Julia Timoschenko ☛ „Schon vor ihrer Karriere in der Politik trug Timoschenko, Jahrgang 1960, den Spitznamen ‚Gasprinzessin‘. Sie gründete nach dem Ende der Sowjetunion eine Firma, die Erdölprodukte verkaufte. Später war sie Chefin eines Energiekonzerns“, Welt, 11.10.2011
- Naftogas fordert von Ex-Regierungschefin Timoschenko 187 Millionen USD Entschädigung ☛ „Wie Wadim Kunitski, Vertreter von Naftogas, am Mittwoch sagte, hat Timoschenko den Vertrag zu „ungünstigen und inakzeptablen Bedingungen“ abgeschlossen. Außerdem habe sie kein Recht gehabt, der ukrainischen Delegation Richtlinien für Verhandlungen mit Moskau ohne Zustimmung aus dem Ministerkabinett zu geben“, RIA Novosti, 28.9.2011
- Timoschenko-Prozess in Kiew - Endspiel für die Gasprinzessin ☛ „Der Fall Timoschenko stellt Brüssel vor ein Dilemma: Ein Urteil gegen die Ex-Premierministerin der Ukraine ist wahrscheinlich, Präsident Janukowitsch will die Rivalin ausschalten. Doch droht die EU wegen des Schauprozesses mit einem Abbruch der Beziehungen, treibt sie Kiew in die Arme des Kreml“, Spiegel, 6.9.2011
- Frankreich baut AKW auf dem Meeresboden ☛ „Vor der Küste von Cherbourg in der Normandie soll 2013 die erste Pilotanlage (‚Flexblue‘) errichtet werden … wischen 50 und 250 Megawatt Strom … Verkaufspotenzial von 200 Tauch-AKW in den nächsten 20 Jahren“; Für Militärbasen/Tiefsee-Öl-Gas-Rohstoffe/Teersande/Entsalzung/CtL/Inseln/u.a.Außenposten…(EG), BZ, 5.8.2011
- Methan-Verunreinigungen: Gasbohrungen machen Trinkwasser explosiv ☛ „Neue Bohrtechniken sollen den Gasmarkt revolutionieren - und zur Lösung der Energieprobleme beitragen. Doch die brachiale Suche nach Gas im Gestein birgt auch Risiken: US-Forscher haben erstmals systematisch die Verunreinigungen im Trinkwasser untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd“, Spiegel, 10.5.2011
- Winfried Kretschmann: "Weniger Autos sind besser als mehr" ☛ „»Weniger Autos sind natürlich besser als mehr. Wir müssen in Zukunft Mobilitätskonzepte verkaufen und nicht nur Autos« … »Wir müssen zeigen: Wohlstand ist möglich, ohne Lebensgrundlagen zu zerstören. Darin besteht unsere spezielle Verantwortung…«“; z.B. die sehr endlichen Lebensgrundlagen Erdöl, Erdgas, mineralische Rohstoffe (EG), Stuttgarter Zeitung, 24.4.2011
- Neue Fördertechnik - Forscher erklären Erdgas zum Klimakiller ☛ „Unkonventionelles Erdgas so klimaschädlich wie Kohle? … Gefährliche Methan-Entweichungen“, Spiegel, 12.4.2011
- Runter vom Gas (Fracking) ☛ „Als ‚nächste Plagiatsaffäre‘ bezeichnete Kruse den Umstand, dass die Bezirksregierung Arnsberg und jetzt auch noch das Bundesumweltministerium ‚baugleiches‘ Info-Material von Exxonmobil verwendeten“, Ibbenbürener Volkszeitung, 7.4.2011
- Unkonventionelles Erdgas: Viele Fragen sind weiter offen ☛ “…die verwendeten Chemikalien, darunter auch akut toxische, lagern lange im Gestein. Die daraus resultierenden Risiken sieht Wibke Brems als große Gefahr. ‚Man müsste für die Ewigkeit garantieren‘, so eines ihrer Argumente. Eine Garantie, die niemand geben kann“; Nachhaltige Vergiftung (EG), DerWesten.de, 5.4.2011
- The French Public Says No to 'Le Fracking' ☛ „Opposition around Paris and southern France has halted the plans of energy titans such as Total“, Bloomberg Businessweek, 31.3.2011
- Gelsenwasser-Chef warnt vor "Fracking" ☛ „Am Dienstag stellte er ‚zum letzten Mal‘ die Bilanz eines der größten Trinkwasserversorger Deutschlands in Gelsenkirchen vor. Und warnte vor der Gassuche durch ‚Fracking‘ - Umstrittene Gassuche - Moratorium ‚erster Erfolg‘“, Dorstener Zeitung, 29.3.2011
- Russland pumpt Öl direkt nach China - Neue Megapipeline ☛ „Doch Russland möchte nicht nur Öl nach China verkaufen - ab 2015 soll auch Gas fließen. Ende September schloss der russische Energiekonzern Gazprom ein weitreichendes Abkommen mit China ab. 30 Jahre lang sollen jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert werden“, taz, 2.1.2011
2010:
- Gasbohrung: US-Konzern presste giftige Chemikalien in Niedersachsens Boden ☛ „Der US-Konzern Exxon hat bei einer Testbohrung Zehntausende Liter Chemikalien in den Boden gepresst. Einige der Stoffe sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hochgiftig. Der Energieriese sagt, es bestehe keine Gefahr, dass die Flüssigkeit ins Trinkwasser gelange … Energiekonzerne stecken riesige Claims ab … Millionen Liter Wasser im Boden versenkt“; Wasser? Fracing-Mixtur! (EG), Spiegel, 5.11.2010
- Russland plant ab 2015 Gaslieferungen nach China ☛ “‚Bei den Verhandlungen sei es um die Gasentnahmepunkte und um die Gasmengen gegangen. „Sollte alles nach Plan verlaufen, können die Lieferungen im Jahr 2015 aufgenommen werden‘, so Setschin“, RIA Novosti, 21.9.2010
- Turkmenen ermuntern Nabucco-Planer ☛ „In Moskau werden die Äuße rungen Berdymuhammedows als Warnung an Gazprom verstanden. Gazprom baut am Nabucco-Konkurrenten South Stream, für das ebenfalls turkmenisches Gas gebraucht wird“, WirtschaftsBlatt.at, 20.9.2010
- Unerwartete Nabucco-Unterstützung erzürnt Russland ☛ „Seither hat Turkmenistan eine Pipeline nach China eröffnet. Die Entscheidung, ob man auch nach Europa liefert, sollte bis zum Ende des Jahres fallen“, Welt, 17.9.2010
- Turkmenistan stützt Nabucco-Gaspipeline ☛ „Um seine Ost-West-Leitung in die Nabucco-Pipeline zu integrieren, müsste Turkmenistan eine Röhre auf dem Grund des Kaspischen Meeres nach Aserbaidschan verlegen. Das Projekt gilt laut russischen Analysten als fraglich, weil sich die Anrainer des grössten Binnensees der Welt - Russland, Turkmenistan, Aserbaidschan, Kasachstan und der Iran - seit Jahren nicht über dessen Status einigen können“, swissinfo.ch, 17.9.2010
- Turkmenistans Präsident glaubt an Realisierbarkeit von Nabucco-Projekt ☛ „Auf die Lösung der Frage der Seegrenze zwischen Turkmenistan und Aserbaidschan und die Bestimmung des Status des Kaspischen Meeres, ohne den sich Turkmenistan nicht vollwertig dem Nabucco-Projekt anschließen kann, eingehend, hob Berdymuchamedow hervor, dass sich der Verhandlungsprozess praktisch im on-line-Regime auf verschiedenen Ebenen vollziehe und sich in ständiger Entwicklung befinde“, RIA Novosti, 17.9.2010
- Gazprom und Polen streiten sich um Gaspipeline ☛ „Die Möglichkeit eines solchen Abkommens hat die Europäische Kommission beunruhigt. Sie besteht darauf, dass Polen die Betriebsbedingungen der Pipeline Jamal–Europa auf das dritte EU-Energiepaket abstimme. Die EU ist daran interessiert, dass die Gasleitung unter ihre Kontrolle gerät“, RIA Novostik 8.9.2010
- Putin gegen "Nabucco" - Gaspipeline gefährdet Einnahmen ☛ „Außerdem setzt Moskau Aserbajdschan gehörig unter Druck, seine reichen Gasvorkommen dem russischen Gaskonzern Gasprom zu liefern, und zwar in einem Umfang, der garantiert, dass für Nabucco nichts mehr übrig bleibt“, OE1.ORF.at, 8.9.2010
- Milliarden für Nabucco stehen bereit ☛ „Davon sollen 8 Milliarden Kubikmeter aus Aserbaidschan und 10 Milliarden aus dem Irak kommen. In voller Ausbauphase würden 50 bis 60 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr aus der Kaspischen Region und dem Irak eingespeist. 30 bis 40 Milliarden würden die EU erreichen. Das entspreche nur fünf Prozent des europäischen Erdgasverbrauchs … Ohne Gas aus dem Iran werde sich Nabucco nicht rechnen, betonen russische Diplomaten“, Wiener Zeitung, 7.9.2010
- Putin: Gaspipeline Nabucco mit "wenig Erfolgschancen" ☛ „Putin gibt dem Konkurrenzprojekt zur Gaspipeline South Stream wenig Chancen auf Verwirklichung, weil Nabucco bisher keine Lieferanten habe … ‚Aber die Möglichkeiten der Lieferung (Anm. für Nabucco) sind noch nicht klar, weil die zentralasiatische Republik über eine vor kurzem gebaute Pipeline bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich nach China transportieren wird‘, so Putin, Die Presse.com, 7.9.2010
- Nabucco-Projekt macht Fortschritte ☛ “…zeigte sich zuversichtlich, dass Nabucco mit Gas von Aserbaidschan, Turkmenistan und dem Irak gefüllt werden könne … Entweder Ende des Jahres oder im ersten Quartal 2011 erwartet Mitschek Verhandlungen über die Buchung von Kapazitätern, der Prozess sollte noch im September starten, sei aber abhängig von der Unterzeichnung von Lieferverträgen“, derStandard.at, 6.9.2010
- Wirtschaftskrise dämpft weltweiten Energieverbrauch (BP "Statistical Review of World Energy") ☛ „Den stärksten Rückgang gab es bei Erdgas. Hier sank der Verbrauch um 2,1 Prozent, das ist das höchste jemals verzeichnete Minus bei dem Energieträger“; Krise fördert Überlebenschancen (EG), Die Presse.com, 10.6.2010
- Peak Gas oder neue Förderpotenziale? ☛ „In der (fach)öffentlichen Diskussion über die zukünftige Weltenergieversorgung spielt die Frage nach den verfügbaren Ölvorkommen eine zentrale Rolle. Doch wie lange reichen die Erdgasvorkommen und welche Potenziale sind noch erschließbar?“, tagesblick.de, 2.6.2010
- Turkmenistan beginnt mit Bau von Gaspipeline Ost-West ☛ „Präsident Berdymuchammedow lobte das Projekt. ‚Mit dem Bau der Ost-West-Pipeline wird das einheitliche Gastransportsystem in unserem Land geschaffen. Das wird es gestatten, große Gasmengen in beliebige Regionen Turkmenistans zu transportieren‘“, RIA Novosti, 31.5.2010
- Alaska Plans 2,000-Mile Natural Gas Pipeline ☛ „If constructed, a new Alaska gas pipeline would be the largest and most expensive private infrastructure project ever completed in North America. At a cost of up to $40 billion and stretching almost 2,000 miles, the line would stretch from the Arctic Ocean to Alberta and dramatically ease the transfer of natural gas to households in the U.S. and Canada“, The Infrastructurist, 15.4.2010
- Erdgas aus Deutschland - Schatzsuche im Schiefer ☛ „Die Energiemacht Russland könnte an Bedeutung verlieren … Vielmehr werde der Bau neuer Leitungen wie der Ostsee-Pipeline Gas aus Russland verteuern, während importiertes Gas aus den USA immer günstiger wird. Transportiert wird es in Flüssigform mit Tankern über den Atlantik“; Allenfalls eine marginale Reduzierung der zunehmenden europäischen Gas-Versorgungsprobleme (EG), Spiegel, 12.4.2010
- Osteuropa droht schwere Energiekrise ☛ „Die Weltbank warnt davor, dass Osteuropa, Russland und Zentralasien in fünf oder sechs Jahren eine schwere Energiekrise droht, falls sie nicht sofort billionenschwere Investitionen in die Erschließung neuer Gas- und Ölquellen, die Sanierung der maroden Pipelinesysteme und die Eindämmung der ausufernden Energieverschwendung in Gang setzen …‚Aserbaidschan ist der Schlüssel für die Entwicklung jeglicher Pipelines – und das weiß es … Derzeit ist die Fähigkeit zur Gasverarbeitung in Aserbaidschan unzureichend … Saures Gas wird in die Pipelines geleitet, das führt zu deren Zersetzung‘“, Die Presse.com, 18.3.2010
- EU plant Notfallplan für Gasversorgung ☛ „Alarm ab zehn Prozent Rückgang … Der Verordnungsvorschlag sieht vor, dass ab einem Rückgang der Gas-Lieferungen von zehn Prozent automatische Hilfsmaßnahmen anlaufen sollen. Dem Ausschuss zufolge muss diese Schwelle präzisiert werden … Es sind allerdings noch einige Punkte umstritten, etwa mit Blick auf die Kompetenzen der EU-Kommission, im Notfall auf die nationalen Gasreserven zugreifen zu dürfen“, Die Presse.com, 18.3.2010
- Wenig Hoffnung auf die Gasrevolution aus den USA ☛ „Die USA stiegen in wenigen Jahren zum weltgrößten Gasproduzenten auf. In tausend Meter Tiefe pressen sie Gas aus Schieferböden. Auch in Osteuropa gibt es große Vorkommen – die Erwartungen sind gering … um das Gas aus den Schieferböden zu pressen, sind hunderte Bohrungen nötig, jedes Bohrloch verschlingt Unmengen an Wasser und auch etliches an Chemikalien … 2030 sollen erst 15 Milliarden Kubikmeter Schiefergas gefördert werden. Europa verbraucht heuer vermutlich 554,1 Milliarden Kubikmeter Gas“, Die Presse.com, 18.3.2010
- Ukraine: Traum einer Gasrevolution ☛ „Janukowitsch plant ein trilaterales Transitkonsortium … Darauf hat Russland all die Jahre seit der Europäisierung des Landes nach der Orangen Revolution gehofft. Ob in Moskau, sprich beim Gasriesen Gazprom, nun auch wieder die Hoffnung aufflammt, wie im Transitstaat Weißrussland Zugriff auf das ukrainische Pipelinesystem zu erhalten, lässt sich noch nicht sagen“, Die Presse.com, 10.2.2010
- Kälte-Notstand in Bukarest und Varna ☛ “‚Angesichts der Tatsache, dass höhere Importe unmittelbar zu höheren Endpreisen führen würden, müssen wir das vorhandene Gas rationieren‘, sagt Staatssekretär Tudor Serban. Das bedeute weniger Gas für die Industrie“, WirtschaftsBlatt, 26.1.2010
- USA entthronen Erdgaskönig Russland - Schwächelnder Energieriese Gazprom ☛ „Zwar verfügt Russland selbst noch immer über die mit Abstand größten Erdgasreserven, sie übersteigen die der USA um ein Vielfaches. Doch die Vorkommen liegen zunehmend in tieferen Schichten oder kaum zugänglichen Regionen wie der Barentssee - ihre Erschließung ist also teuer“; Europas Gas-Versorgung ist und wird zunehmend wackelig (EG), Spiegel, 23.1.2010
- Schlottern in England- Gas wird langsam knapp ☛ „In ganz Grossbritannien wuchs die Sorge um die Gasversorgung: Bei 27 grösseren Unternehmen wurde der Gashahn zugedreht, um Versorgungsengpässe zu vermeiden“, news.ch, 8.1.2010
- Buhlen um die „Braut Turkmenistan“ ☛ „Nachdem sich der zentralasiatische Gasstaat mit Moskau zerkracht hatte, waren rasch neue Gasabnehmer zur Stelle. Europa hat das Nachsehen hinter China und dem Iran. Nicht nur die Abnehmer feiern ihre neue Bezugsquelle … Verlierer Russland und EU … Tatsächlich ist das Schicksal von Nabucco ähnlich ungewiss wie die tatsächlichen Gasvorkommen in Turkmenistan“, Die Presse.com, 7.1.2010
- Offene Gasrechnung: Ukraine schuldet Russland 900 Millionen Dollar ☛ „Die Frist läuft ab: Bis Montag soll die Ukraine 900 Millionen Dollar an Russland zahlen - für das im Dezember gelieferte Gas. Bisher konnte der staatliche Energiekonzern die Summe nicht aufbringen. Jetzt soll die ukrainische Staatsbank einspringen … 25 Prozent des in der EU verbrauchten Erdgases kommen aus Russland, vier Fünftel davon fließen durch Leitungen auf ukrainischem Gebiet“, Spiegel, 6.1.2010
2009:
2.Hj.:
- Vereinigte Arabische Emirate steigen in die Atomkraft ein ☛ „Der Golfstaat begründet seine Hinwendung zur Atomenergie mit dem steigenden Elektrizitätsbedarf, der durch Gas und Öl nicht mehr zu decken sei“, heute.de, 27.12.2009
- Energiehandel: Gasdiskonter mit KGB-Kontakt ☛ „Wie kann ein ungarischer Händler russisches Gas zu Diskontpreisen verschleudern? Indem er die begehrte Energie über dunkle Kanäle kauft … Und warum fliegt der Gashändler auf, obwohl er sich mit dem russischen Geheimdienst KGB verbündet? Weil die Politik ihn nicht mehr braucht“, Die Presse.com, 12.11.2009
- Energiekosten drohen zu explodieren ☛ „Die IEA sagt auch für Erdgas trotz der derzeitigen Überkapazitäten Engpässe voraus. Russland hat die größten Gasvorkommen der Welt. Doch die Welt brauche bis 2030 vier neue Russlands, betonte Birol“, Kurier.at, 10.11.2009
- Gasstreit mit Ukraine bleibt Dauerbrenner ☛ „Es brodelt unter der Oberfläche: Der deutsch-russische Energieversorger Wingas warnt vor einem erneuten Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland. Da die finanzielle Situation der Ukraine nach wie vor kritisch ist, könnten die Querelen pünktlich zum Winter wieder eskalieren“; Bisher nur in kalten Wintern (EG), Wirtschaft.t-online.de, 8.10.2009
- Wingas: Gasstreit mit Ukraine bleibt "Dauerbrenner" ☛ „Das ist ein Dauerbrenner. Der Konflikt kann jederzeit wieder aufbrechen … Das ist von Monat zu Monat eine neue Zitterpartie. Wir wissen diese Woche nicht, ob die Pipeline nicht die nächste Woche schon wieder dicht ist“; Geopolitische Inszenierung um russ. Gas-Peak zu verdecken? (EG), Wintershall.com, 8.10.2009
- Märkte für Öl und Gas sind entkoppelt ☛ „Hilfe bekommt Miller vom Chef der BASF-Tochter Wintershall, Rainer Seele … Auch wenn der Verbrauch in Europa stagniere, werde die Nachfrage nach Importgas weiter steigen. Als Grund dafür nannte Seele die Einbrüche in der europäischen Produktion. Sowohl in der Nordsee als auch in Holland gehe die Förderung in den kommenden Jahren ‚dramatisch‘ zurück“, Welt, 8.10.2009
- Wintershall will Dank Russland-Geschäft weiter wachsen ☛ „Die Bedeutung des russischen Erdgases für Deutschland und andere Länder Europas wird nach den Worten von Wingas-Chef Gerhard König weiter steigen. «Die Gasförderung in Europa wird dramatisch abnehmen und dann werden unsere russischen Partner immer wichtiger»“, Greenpeace Magazin.de, 6.10.2009
- Suche nach riesigen Gas-Vorräten (Niedersachsen) ☛ „Exxon Mobil will bis Sommer 2010 Klarheit haben – Zehn Probebohrungen“; Anhaltender Rückgang der konventionellen Fördermengen mit unkonventionellem Gas (energetisch) nicht ausgleichbar (EG), Nordwest Zeitung, S.1, 3.10.2009
- Energiestreit: Gazprom warnt Ukrainer vor falscher Wahlentscheidung ☛ „Die Drohung ist so drastisch wie unmissverständlich: Der russische Staatskonzern Gazprom hat die Gasversorgung Europas von dem Ausgang der Präsidentenwahl in der Ukraine abhängig gemacht. Man habe ein Interesse an ‚klaren Verhältnissen‘ … ‚Ich hoffe, es wird im Winter keine Katastrophe geben‘, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Samstag mit Blick auf die Mitte Januar anstehende Abstimmung in dem Nachbarland“, Spiegel, 13.9.2009
- Kehrtwende Bulgariens beim Southstream-Pipeline-Projekt? Putin stellt bulgarischem Regierungschef Ultimatum ☛ „Der neue rechts-bürgerliche bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissov krempelt derzeit die Energie-Wirtschaft des Landes um und bemüht sich um mehr Distanz zu Rußland. Damit scheint das Southstream-Pipeline-Projekt, das die vorher regierenden bulgarischen Sozialisten mit eingefädelt hatten, gefährdet“, Berliner Umschau, 4.9.2009
- ENI mit einem Projekt in Russland gescheitert - "Wedomosti" ☛ „ENI hat auf das Nord-Astrachan-Vorkommen, an dem das italienische Unternehmen 2001 die Hälfte bekam, verzichtet … Damals wurden die Ressourcen des Vorkommens auf mehr als 400 Millionen Tonnen Öl und beinahe 200 Milliarden Kubikmeter Gas geschätzt … Bei ENI wurde lediglich bestätigt, dass ‚das Projekt geschlossen ist, weil die Erschließung des Vorkommens keine merklichen Ergebnisse gezeitigt hat‘“, RIA Novosti, 4.9.2009
- Regionale Konflikte bedrohen Gaspipeline - Spannungen zwischen Aserbaidschan und Turkmenistan ☛ „Die russische Zeitung Nesawissimaja Gaseta wertet den Konflikt zwischen Aserbaidschan und Turkmenistan als ‚großes Problem‘ für das EU-Pipeline-Projekt Nabucco. Laut Igor Iwachneko, Analyst von RusEnergy, wäre eine Konfrontation zwischen den beiden Ländern ein ‚unüberwindbares Hindernis für die Realisierung von Nabucco‘ … Aserbaidschan hat seine Teilnahme an Nabucco bereits angekündigt, hat bis jetzt allerdings noch keine Liefermenge zugesagt. Turkmenistan lässt sich mehrere Optionen offen“, derStandard.at, 3.9.2009
Mehr Energie für Asien (Russland) ☛ „Bei den Gaslieferungen wird bis 2030 ein Anteil von 20 Prozent angepeilt. Wegen fehlender Pipelines in den Osten verkauft Russland derzeit nur Erdgas in den Westen … Mit seiner Umorientierung Richtung Osten reagiert Russland auf die seit Jahren schwelenden Konflikte mit Transitländern wie der Ukraine und Weißrussland“; Fiasko für zukünftige europäische Gasversorgung (EG), derStandard.at, 27.8.2009
- Russland stockt Leistung der Ölexport-Pipelines um zwei Drittel auf ☛ „Bis zum Jahr 2030 will Russland die…Gesamtlänge der Gasleitungen um 20 bis 23 Prozent wachsen soll … Geplant ist eine Reihe großer Infrastrukturprojekte“, RIA Novosti, 26.8.2009
- Russland steigert Öl- und Gasförderung - Energiestrategie bis zum Jahr 2030 konzipiert ☛ „Wie es weiter hieß, wird die Erdgasförderung in Russland zum Jahr 2030 auf 880 bis 940 Milliarden Kubikmeter jährlich steigen. 349 bis 368 Milliarden Kubikmeter davon sollen exportiert werden“, RIA Novosti, 26.8.2009
- Tiefer geht's nicht ☛ „Das staatliche Unternehmen für Öl, Gas und Metall (Jogmec) will ab 2012 einen Feldversuch starten, um den weltweiten Traum vom Abbau von Methanhydrat-Wassereis zu verwirklichen … Die Vorkommen vor Japans Küsten sollen den derzeitigen Gaskonsum des Landes für 100 Jahre decken können“, Technology Review, 5.8.2009
- Gazprom fehlt Geld für neue Förderprojekte ☛ „Infolge der Wirtschaftskrise schiebt der russische Gaskonzern Gazprom offenbar immer mehr Förderprojekte auf die lange Bank. So schließt der Konzern nicht mehr aus, neben anderen Lagerstätten nun auch mit der Erschließung des Shtokman-Feldes in der Barentssee zu warten … Die Krise verschärft ein altes Problem Gazproms. Schon die letzten Jahre über war der Konzern bei der Erschließung neuer Gasfelder säumig gewesen und hatte dies durch Zukauf in Zentralasien kompensiert“, Welt, 23.7.2009
- "Nabucco"-Vertrag ist besiegelt - Gas für Europa ab 2014 ☛ „Nach jahrelangen Verhandlungen haben die vier EU-Staaten Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich sowie die Türkei den Vertrag zum Bau der Gaspipeline ‚Nabucco‘ unterzeichnet … Offen ist nur nach wie vor, wer die Leitung befüllen soll … Doch um die Ressourcen aus den Staaten um das Kaspische Meer rittern derzeit außer den Europäern auch Chinesen und Russen“, derStandard, 13.7.2009
- Experte Mangott: "Nabucco-Projekt wurde immer politischer" ☛ „Die gesicherten Gasreserven Russlands sind sicher größer als die, die man im kaspischen Raum vermutet. Die mittel- bis langfristige Bedeutung Russlands als Gasversorger Europas wird sich also nicht ändern“, derStandard.at, 12.7.2009
- Gasprom dreht "Nabucco" eine Quelle ab ☛ „Gasprom versprach als erster Abnehmer Erdgas aus dem Feld Shah Deniz im Kaspischen Meer zu kaufen - eben jener Quelle, die in erster Linie die geplante ‚Nabucco‘-Pipeline nach Österreich speisen sollte … Die ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko brachte noch eine weitere Farbe ins Spiel: ‚White Stream‘ soll ihrem Land Erdgas aus Aserbaidschan und Zentralasien quer über das Schwarze Meer bringen“, derStandard, 3.7.2009
1.Hj.:
- Joschka Fischer heuert bei Gas-Projekt an ☛ „Fischer soll das europäische Pipeline-Projekt Nabucco politisch voranbringen und auch als PR-Berater tätig werden … Das Vorhaben ist politisch hochbrisant, weil es auf eine vom Hauptlieferanten Russland unabhängige Gasversorgung abzielt und von den Russen entsprechend torpediert wird … Zudem verfolgen die an Nabucco beteiligten Staaten auch eigene Interessen, die das Projekt immer mal wieder verzögern“, Spiegel, 25.6.2009
- Der ewige Streit ums Gas ☛ „Da ist zum einen in der Diskussion, der Ukraine einen Kredit zu geben. Zum anderen, dass die Energieversorger vielleicht Gas kaufen, um die Speicher zu füllen, die in der Ukraine liegen. Da gibt es aber noch Probleme. Eine dritte Möglichkeit wäre, ein Gaskonsortium zu bilden, was auch von Russland als vorteilhaft empfunden wird, an dem Gazprom und europäische Energieversorger beteiligt sind. Diese würden dann das ukrainische Netz aufkaufen. Aber das trifft natürlich in der Ukraine noch auf Widerstand“, Deutsche Welle, 25.6.2009
- Merkel will Atommeiler länger betreiben - Angst vor russischem Gas-Stopp ☛ “‚Wir können beim Thema Versorgungssicherheit noch nicht vollständig Entwarnung geben‘, sagte Merkel am Mittwoch …‚Deutschland sollte bei seiner Idee eines Energiemixes bleiben‘, forderte sie. Dazu gehöre auch ein Neubau neuer und effizienter Kohlekraftwerke“, Spiegel, 24.6.2009
- Norwegen: Geologen entdecken riesiges Erdgas-Reservoir ☛ „Doch in den vergangenen Jahren waren die guten Nachrichten der Geologen eher rar … Bisher sind die Daten zur Größe des Gasfeldes mit einem großen Unsicherheitsfaktor behaftet. Klar scheint, dass der neue Fund die Norweger nicht von ihrer Suche nach weiteren Lagern befreien wird - dafür ist er nach den bisherigen Erkenntnissen zu klein“; Irreführung mit Überschriften (EG), Spiegel, 23.6.2009
- Slowakei rechnet im Juli mit Kürzungen russischer Gaslieferungen ☛ „Auch die Europäische Union (EU) hatte unlängst vor einer neuen Gaskrise gewarnt. Die Gemeinschaft hoffe aber, diese mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) und europäischer Gaskonzerne abzuwenden, sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso“, Reuters Dtl., 22.6.2009
Barroso races to prevent escalation of Ukraine gas dispute ☛ „The European Union is racing against time to prevent a Russian-Ukrainian dispute over gas payments from triggering an abrupt energy supply crisis in Europe … ‚We must not sleepwalk into another crisis‘, Mr Barroso told reporters. ‚There is indeed the risk of a crisis in weeks, not months‘“, FT, 20.6.2009
- H.Schuh: Alternative Treibstoffe - Die dritte Kraft ☛ „Erdgas ist billiger als Benzin oder Diesel und schont die Umwelt. Ein Doppeltank macht Erdgasautos attraktiv“; Erdgas ist mindestens so knapp und zu mobilitätskostbar wie Erdöl (EG), Zeit, 18.6.2009
- Kohle-Kinder schuften für den Aufschwung Afghanistans ☛ „Und es besitzt Reichtümer, die bisher kaum erschlossen wurden - Bodenschätze wie Kohle, Erdgas und Öl, Eisenerz, Kupfer und in den Tälern des Nordens Jade, Lapislazuli und seltene Smaragde … Ibrahim Adel geht, dem Bergbauminister im Kabinett des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai … Adel hat vor Ölleuten in Dubai, London, Houston, Calgary und Singapur drei Öl- und Gasfelder zur Ausbeutung angeboten, die sich nahe der Grenze zu Turkmenistan befinden. Weitere Erschließungsgebiete, diesmal an der Grenze zu Tadschikistan, sollen demnächst ausgeschrieben werden“, Spiegel, 15.6.2009
- Kein Geld für russisches Gas? Weiter Unklarheit um Zahlungsfähigkeit der Ukraine ☛ „Medwedew bezweifelte, dass Kiew finanziell in der Lage sei, das für die unterirdischen Speicher benötigte Gas bezahlen zu können. Dabei handelt es sich um 19,5 Milliarden Kubikmeter Gas im Wert von über vier Milliarden Dollar“, RIA Novosti, 1.6.2009
- Putin schlägt EU Kreditpool für Ukraine vor ☛ „Nachdem der Kreml Kiews Fähigkeit in Zweifel gezogen hat, für die russischen Gaslieferungen zu bezahlen, schlägt Wladimir Putin einen internationalen Pool vor, um der Ukraine einen Kredit gemeinsam zu gewähren“, RIA Novosti, 29.5.2009
- Unentdecktes Erdgas reicht für sieben Jahre - Schätzung der Arktis-Vorkommen ☛ „Die neuen Zahlen bestätigen frühere Schätzungen und verdeutlichen zugleich, dass die Arktis das Problem schwindender Ressourcen nicht lösen kann, sondern höchstens um einige Jahre aufschieben. So entsprechen die vermuteten Gasvorräte von mindestens 21.800 Milliarden Kubikmetern etwa dem weltweiten Verbrauch von sieben Jahren. Derzeit werden weltweit rund 3100 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr gefördert“, Spiegel, 29.5.2009
- Deutschland fürchtet sibirischen Winter ☛ „Die Versorgung Deutschlands mit russischem Erdgas im kommenden Winter ist gefährdet“, FTD, 28.5.2009
- Middle East: Oil-rich region faces gas shortfall ☛ „By some estimates, the cumulative supply shortfall for the six countries of the Gulf Cooperation Council up to 2015 will be at least 7,000bn cubic feet. Of the GCC members – Saudi Arabia, Qatar, Kuwait, Oman and Bahrain – only Qatar, which has the world’s third largest proven gas reserves and the largest natural gas field, can avoid the problem … We see, with the exception of Qatar and Iran, every other country in the region facing challenges in ensuring supply growth … But, experts say, the medium and long-term outlook remains critical“, FT, 26.5.2009 (Orig. Side: )
- Ukraine angeschlagen ☛ „Wirtschaft am Boden, Banken klamm: Kiew kann Rechnungen für Energieträger nicht mehr pünktlich zahlen. Neuauflage des »Gaskriegs« mit Moskau droht“, junge Welt, 25.5.2009
- Slowenien bereit zum Abschluss von Abkommen über South Stream ☛ „Die russische Energieholding Gazprom hatte am 15. Mai in Sotschi mit einem bulgarischen, einem griechischen und einem serbischen Energieunternehmen ein Paket von Dokumenten zur Umsetzung des Projektes der Gaspipeline South Stream sowie mit dem italienischen Konzern Eni die zweite Ergänzung zum Absichtsprotokoll über die nächste Phase des Projektes unterzeichnet“, RIA Novosti, 22.5.2009
- Bolivien strebt langfristige Zusammenarbeit im Gasbereich mit Russland an ☛ „Die drei Gasfelder, die Gazprom für die Prospektierung zugeteilt wurden, liegen im Südosten von Bolivien in der Öl- und Gasprovinz Subandino Sur. Nach Expertenschätzungen beträgt das Potential dieser Gasfelder bis zu 300 Milliarden Kubikmeter“, RIA Novosti, 22.5.2009
Russland-EU-Gipfel: Gasdialog noch in Sackgasse ☛ „Ebenfalls in Berlin wurde erklärt, dass die neue EU-Energiestrategie vorsehe, den Gasimport bis 2020 um fünf Prozent zu senken und zur Atomenergie als Alternative zum ‚blauen Brennstoff‘ überzuwechseln … Der Verbrauch von russischem Gas soll auf dem heutigen Stand bleiben: jährlich 300 Milliarden Kubikmeter. Gazprom dagegen rechnet gemäß seiner Strategie damit, die Gaslieferungen an Europa um 2030 bis auf 500 Milliarden Kubikmeter zu steigern“; EU = warum einfach, wenn es auch kompliziert und riskant geht (EG), RIA Novosti, 22.5.2009
- Russland pumpt mehr Gas nach Europa ☛ „Russland antwortet mit konkreten Schritten auf die EU-Erklärung zur Förderung des Nabucco-Pipeline-Projekts unter Umgehung Russlands“, RIA Novosti, 18.5.2009
- Russlands Gasvorräte reichen für alle Projekte ☛ „Russische Experten beantworten die Frage, ob Gazprom über genug Ressourcen verfügt, um alle seine in- und ausländischen Verpflichtungen zu erfüllen … Unsere Ressourcen werden für mehr als 400 Jahre ausreichen, und der Gasvorrat beträgt mehr als 50 Billionen Kubikmeter … Somit hat die erste Gasmacht der Welt genug Ressourcen für alle heutigen Projekte“; Schöne, riskante Versprechungen (EG), RIA Novosti, 15.5.2009
- StatoilHydro dissatisfied with Barents Sea progress ☛ „The Norwegian energy company had hoped for a breakthrough in the Barents Sea in 2008. However, the exploration drilling last year ended up with disappointing results“, BarentsObserver, 28.4.2009
- Using Nuclear Power to Extract Oil? ☛ „According to the expert panel report, almost 90 percent of Alberta’s electricity comes from coal or natural gas, and demand is projected to jump 74 percent within the next 15 years, largely due to the needs of the oil sands projects — which consumes roughly 1 billion cubic feet of natural gas daily“, New York Times, 27.4.2009
- Punktsieg für den Westen in der Ukraine ☛ „Europäische Union bindet Kiew mit Milliardenkredit für Sanierung des Pipelinenetzes … Auf die Warnungen etlicher Kreml-Politiker, langfristig das russische Erdgas auch gen Fernost verkaufen zu können, reagierten Brüsseler Spitzenpolitiker mit Beschwichtigungsversuchen“, junge Welt, 14.4.2009
- Hintergrund: Eintrübung zwischen Ankara und Baku ☛ „Kürzlich schickte der türkische Energieminister Hilmi Guler einen Brief an alle an dem Nabucco-Projekt beteiligten europäischen Staaten, in dem er dessen zügige Realisierung anmahnte. Man könnte den Vertrag »schon im Juni« unterzeichnen, so Guler, der aber auch betonte, daß die Türkei weiterhin 15 Prozent des durch ihr Territorium geleiteten Erdgases »für den eigenen Konsum« beanspruchen werde“, junge Welt, 14.4.2009
- Deutsche Öl- und Gasförderung geht zurück - Hohe Investitionen ☛ „Die Förderung von Gas und Öl ist in Deutschland wegen der zunehmenden Erschöpfung der Lagerstätten rückläufig. Die Erdgasförderung reduzierte sich im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 15,5 Milliarden Kubikmeter, die Ölproduktion um zehn Prozent auf 3,1 Millionen Tonnen“; Warum nur wirken die technischen Fortschrittsversprechen gegen Förderrückgänge nicht in Deutschland?! (EG), FTD, 26.2.2009
WEG: Deutsche Erdöl- und Erdgasproduzenten investieren kräftig. Rückläufige Inlandsproduktion – Steigende Staatseinnahmen ☛ „Die Erdgasproduktion in Deutschland lag 2008 mit 15,5 Milliarden Kubikmetern um 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit konnten im vergangenen Jahr 16 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs gedeckt werden … 2008 seien die Investitionen kräftig um 17 Prozent auf über 470 Millionen Euro gestiegen … Ein großer Teil der Investitionen sei für die verbesserte Ausnutzung bestehender Felder erfolgt. Zusätzlich sei 2008 mit 27 abgeschlossenen Bohrungen die Bohrtätigkeit weiter gesteigert worden“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 26.2.2009
- Total to back Trans-Sahara gas pipeline ☛ „Gazprom, the Russian gas monopoly, has already expressed an interest in the €15bn scheme as part of a wider strategy of gaining access to Nigeria’s vast gas reserves, seen as crucial to future energy security in Europe and the US“, FT, 25.2.2009
- Gasstreit mit Russland - Ukraine droht Staatsbankrott ☛ „Die Landeswährung Griwna hat seit vergangenem Herbst rund 40 Prozent an Wert verloren … Damit wächst auch der Druck auf die EU, den östlichen Nachbarn vor einem möglichen Staatsbankrott zu bewahren“, FTD, 20.2.2009
- Krampfader Ostseepipeline ☛ „Seit Jahren tobt ein Streit um die Ostseepipeline. Nun stockt das Megaprojekt, das Deutschland zuverlässig mit russischem Gas versorgen soll. Die Gegner blockieren, wo sie können - und treiben ihre eigenen Pläne voran“, FTD, 19.2.2009
- Gastanker brennt im Hafen von Dubai ☛ „Ein Gastanker, beladen mit einer Fracht im Wert von neun Millionen Dollar, ist im Hafen von Dubai in Brand geraten … Es hatte 30.000 Tonnen Gas aus dem Iran geladen, um sie nach Jebel Ali in die Vereinigten Arabischen Emirate zu bringen“, Welt, 10.2.2009
- RWE plant schwimmende Kraftwerke ☛ „Die ersten Kraftwerksschiffe sollen ab 2010 zur Verfügung stehen. Mögliche Einsatzgebiete seine beispielsweise Anrainerstaaten im östlichen Mittelmeer und am Schwarzen Meer … Einige Zielländer verfügten bis etwa 2015/16 nicht über genügend eigene Kapazitäten, um ihren steigenden Strombedarf zu decken … Außerhalb Europas seien aber bereits rund 60 derartige Kraftwerksschiffe mit einer Gesamtleistung von über vier Gigawatt im Einsatz“, derStandard, 9.2.2009
- Russisches Gas: EU-Parlament verlangt Energiegarantie ☛ „Russlands Botschafter bei der EU, Wladimir Tschischow, sagte am Dienstag in Brüssel, dass ‚die Chancen, uns dazu zu bringen die Energiecharta zu ratifizieren, minimal sind‘“, FTD, 4.2.2009
- Russland wird trotz Krise Pipelines nach Europa bauen ☛ „Die Gasleitung Nord Stream soll bis 2012 von Russland durch die Ostsee nach Deutschland gebaut werden und erstmals Direktlieferungen von russischen Erdgas nach Europa ermöglichen. Durch die geplante Pipeline South Stream, die auf dem Grund des Schwarzen Meeres verlegt wird, soll russisches Erdgas nach Bulgarien, Serbien, Ungarn und Griechenland fließen. Das Atomkraftwerk im bulgarischen Belene wird vom russischen Unternehmen Atomstroyexport gemeinsam mit dem europäischen Konsortium CARSIB gebaut und soll 2014 ans Netz gehen“, RIA Novosti, 30.1.2009
- Ostsee-Gaspipeline: Merkel brüskiert Osteuropäer ☛ „Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert von allen EU-Staaten die Unterstützung für die Ostsee-Gaspipeline. EU-Beitrittsländer warnen allerdings vor zu großer Abhängigkeit von Russland“, FTD, 29.1.2009
- Wettlauf zu neuen Reserven ☛ „Viele europäische Staaten wollen sich durch die Nabucco-Pipeline Gas vom Kaspischen Meer sichern, damit Moskau ihnen nicht zuvorkommt … Probleme könnte auch die Türkei aufwerfen, die als Transitland am Bosporus eine Schlüsselstellung einnimmt. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hatte jüngst zwar erklärt, seine Regierung wolle diesen Umstand ‚niemals als Waffe benutzen‘, zugleich aber mit einer Abkehr von Nabucco gedroht, falls bei den Verhandlungen über einen Beitritt der Türkei zur EU nicht auch die Energiepolitik bald behandelt werde“, SZ, 28.1.2009
- Gaskrise: "Die EU hat es nicht geschafft" ☛ „Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew: Es zeigt sich, dass die Energie-Charta, die die Ukraine ratifiziert hat, nichts nützt. Darin festgelegte Verpflichtungen wurden von der Ukraine missachtet … Woher will Nabucco Gas nehmen? … Mit Österreich wird über eine Teilnahme an South-Stream verhandelt. Die Investment-Entscheidung soll Ende des Jahres fallen, die Pipeline startet dann 2013/14 … Für unser Investmentprogramm aber sind Ölpreise im Bereich von 50 bis 60 US-Dollar pro Fass in Ordnung“, Kurier.at, 26.1.2009
- No Snohvit technology for Shtokman ☛ „We will go for another LNG concept, with 100-percent tested technology, Mr. Madeo told … The company representative said that the Shtokman Development AG has chosen ‚a completely different technology‘, which is applied in 70 percent of the LNG plants around the world. ‚We are not at all going to invent the wheel again‘“, BarentsObserver, 23.1.2009
- Shtokman delay talk builds ☛ “‚The official start-up date is 2013, but nobody thinks this is likely to happen‘ … Bernt has also suggested it would be impossible to put a floating production platform into the field area by 2013 reports have said … In December last year, the head of the Russian section of Intsok, the Norwegian oil and gas suppliers organisation, Hakon Skretting, suggested that the Shtokman development timetable was looking doubtful. Speaking in Stavanger then, he publicly talked of ‚slow progress and general delays‘, to the project programme“, offshore247, 23.1.2009
- Norwegen auf dem Weg zur Erdgas-Nation ☛ „Statoil Hydro, die europäische Nummer zwei hinter Gazprom, produziert einerseits mit voller Kapazität und verkauft anderseits rund 90% seiner Exporte mittels langfristiger Verträge. Der Spielraum für zusätzliche Lieferungen an die europäischen Energiemärkte ist somit sehr gering … Insgesamt beliefert Norwegen schätzungsweise 120 Mio. Haushalte in zwei Dutzend Ländern … Unsichere Entwicklung … Viele der neuen Funde vor der norwegischen Küste befinden sich in tiefen Gewässern, sind eher klein, liegen weit voneinander entfernt und sind nicht an das bestehende Transportnetz angebunden“, NZZ, 22.1.2009
- EU-Kommissar Verheugen plädiert für Ostsee-Pipeline ☛ „Diese Krise zeige auch, dass die EU-Versuche richtig seien, ihre Abhängigkeit von Öl- und Gaslieferungen zu vermindern … ‚Wir brauchen eine Pipeline, die ungefähr diesen Verlauf nimmt, und es wird wirklich wichtig sein, sie zu realisieren‘; nichtstuend in die Gaslücke (EG), Spiegel, 18.1.2009
- Italien kauft Gas nicht mehr bei Ukraine, sondern direkt bei Gazprom ☛ „Das sagte der italienische Premierminister Silvio Berlusconi am Samstag während einer Wahlkundgebung auf Sardinien nach Angaben örtlicher Medien“, RIA Novosti, 17.1.2009
- Russland und Ukraine ringen um Gaszwischenhändler ☛ „Russland und die Ukraine suchen nach Auswegen aus dem Energiestreit. Vordergründig geht es um den Gaspreis. Doch hinter den Kulissen feilschen die Beteiligten um den Einfluss einer unbekannten Größe. Es geht um die Macht der höchst profitablen Gaszwischenhändler“, Spiegel, 17.1.2009
- Gasstreit zehrt an den Vorräten in Europa ☛ „Während sich Russland und die Ukraine noch immer über die Gaslieferungen streiten, sind die europäischen Speicher mittlerweile fast zur Hälfte leer. Die Energieversorger versuchen, die Kunden zu beruhigen. Derweil fordert Kiew von der EU, für die Wiederaufnahme des Gastransits zu bezahlen … Die ukrainische Führung kündigte außerdem kurzfristig für den heutigen Freitag ein Gegentreffen zu dem für Samstag in Moskau geplanten Krisengipfel an … Deutschland verfügt über die höchste Gas-Speicherkapazität in Europa. In 46 unterirdischen Anlagen können rund 20 Mrd. Kubikmeter Gas gespeichert werden. Dies entspricht rund einem Viertel des Verbrauchs im Jahr 2007“, Handelsblatt, 16.1.2009
- Ukrainische Energie-Blockade: Deutsche Gas-Speicher leeren sich schneller als erwartet ☛ „Durch den russisch-ukrainischen Energie-Streit leeren sich zusehends auch die deutschen Gasspeicher. Laut einem Zeitungsbericht könnten sie schon am kommenden Montag halb leer sein … Inzwischen seien die Gasspeicher so geleert, wie normalerweise nach Ende der Heizperiode … Die Gas-Importeure betonten erneut, dass die Versorgung gesichert und die Gasspeicher gut gefüllt seien“, Spiegel, 16.1.2009
- Deutschlands Gasspeicher bald halb leer - Auswirkung des Gasstreits ☛ „Demnach waren die 46 Gasspeicher in Deutschland am Montag nur zu 59 Prozent gefüllt. In der Vorwoche waren es noch 69 Prozent gewesen … Experten zufolge werden die Versorger bald versuchen, den Verbrauch zu kappen. ‚Wenn die gegenwärtige Situation fortdauert, werden in einer oder zwei Wochen solche Überlegungen angestellt‘ … Ein Grund für das starke Absacken der deutschen Gasvorräte ist, dass die Speicher zu Beginn des Winters weniger gut gefüllt waren als in Nachbarstaaten. Anfang Dezember lag der Füllstand der deutschen Speicher bei 82 Prozent. In anderen Ländern Westeuropas waren es laut GSE durchweg 90 Prozent“, FTD, 16.1.2009
- Gasstreit: "Keine künstliche Neutralität der EU" ☛ „Die Streitparteien Russland und Ukraine sowie Vertreter der EU haben sich darauf geeinigt, am Wochenende in Moskau über eine dauerhafte Lösung im Gasstreit zu beraten … Zuvor hatte zwischen der EU und Russland Uneinigkeit darüber geherrscht, in welcher Form und wo der Krisengipfel zur möglichen Beilegung des eskalierten Gaskonflikts stattfinden soll“, Die Presse.com, 15.1.2009

Gas: Europa sitzt in der Kältefalle ☛ „30 Millionen Europäern drohen Engpässe. Bis 2020 wird die Abhängigkeit der EU von Gasimporten um weitere 70 Prozent steigen. Das Pipelinenetz der Ukraine kommt in die Jahre … Jeder weitere Tag, an dem Russland und die Ukraine ihr eigenartiges Schauspiel fortführen, offenbart die Schwachstellen der europäischen Energieversorgung … Ob Russland diese Mengen noch liefern wird können, ist fraglich. Schon heute braucht das Land den Großteil seiner Reserven für die Versorgung der eigenen Bevölkerung … Nabucco bringt nur fünf Prozent“, Die Presse.com, 14.1.2009
- Gasstreit: Europa wieder Spielball der Interessen ☛ „Schon wieder guckt Europa in die Röhre: Es kommt immer noch kein Gas. Und das, obwohl Russland am Morgen signalisiert hatte, dass der Gashahn wieder auf ist. Bleibt den Europäern anderes übrig als abzuwarten? Es gibt Alternativen … Die aktuelle Lieferkrise dürfte beim Nachdenken helfen: Die Produktionsausfälle in den besonders betroffenen EU-Staaten gehen längst in die Millionen“; es gibt eben keine relevanten Alternativen zu Russland!! (EG), Handelsblatt, 13.1.2009
- Gasstreit: Chronik des neuen „kalten Krieges“ ☛ Handelsblatt, 13.1.2009
- Bulgarien: Land ohne Gas ☛ „Nachdem am Morgen des 6. Januar gegen halb vier die Lieferung russischen Gases gestoppt wurde, erkalteten binnen Stunden die Heizkörper der an das nationale Fernwärmenetz angeschlossenen Plattenbauwohnungen des Landes. Selbst nach vollzogener Umstellung der kommunalen Wärmeversorger auf den Betrieb mit dem heizkraftstarken, aber umweltverschmutzenden Erdöldestillat Masut blieb das Badewasser vielerorts lau. Schulen und Kindergärten ohne Möglichkeit zur Verwendung alternativer Brennstoffe schickten ihre Zöglinge in sogenannte Holzferien, auf Gas angewiesene Fabriken vor allem der Schwerindustrie stellten ihren Betrieb ein. Die industriellen Brotbäcker sahen sich wegen eingeschränkter Produktionskapazitäten zur Erhöhung des Brotpreises veranlasst“, Telepolis, 13.1.2009
- Neue Irrungen und Wirrungen im Gasstreit ☛ „Die Irrungen und Wirrungen im Gasstreit nehmen kein Ende: Wenige Stunden nach der Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen ist der Transit über Europas wichtigste Route durch die Ukraine am Dienstag erneut zum Erliegen gekommen. Die beiden Länder weisen sich gegenseitig die Schuld zu, die EU bezeichnet die Situation als ‚sehr ernst‘“, Handelsblatt, 13.1.2009
- Energieminister: Europa sucht Rettung in Algerien ☛ “‚Nordafrika wird in Sachen Öl und Gas immer wichtiger werden‘, prophezeien Diplomaten. Angesichts dieser Perspektiven wundert es kaum, dass nicht nur Europa, sondern auch der russische Gasriese Gazprom um die nord- und westafrikanischen Gasreserven buhlt“, Die Presse.com, 12.1.2009
- Slowakei nimmt altes Atomkraftwerk wieder in Betrieb ☛ „Laut Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek verbrennt das Land gerade seine letzten Gasreserven, weshalb mit der Wiederaufnahme des Betriebes nicht länger gewartet werden könne“, Telepolis, 11.1.2009
- Südost- und Osteuropa: Leiden unter Gasblockade ☛ „Rund 100.000 Haushalte in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo sowie in den Städten Zvornik, Zenica und Visoko sind wegen des Gas-Lieferausfalls ohne Heizung geblieben … Wegen des Gasstreits haben drei türkische Gas-Kraftwerke ihre Produktion einstellen müssen … Der deutsche Versorger E.ON-Ruhrgas habe Ungarn Hilfe angeboten. Das Land hat aber auch den Verbrauch durch die Industrie bereits eingeschränkt“, Die Presse.com, 8.1.2009
- Norway Sees Oil Production Falling 9.7% This Year ☛ „Natural gas output is forecast to rise to 102.9 billion cubic meters this year and peak at 112 billion cubic meters in 2011, the directorate said. Production was 99.3 billion cubic meters last year, the agency estimates“, Bloomberg, 8.1.2009
- Wenig Bewegung bei Langzeitprojekt Nabucco ☛ „Erst 2013 könnte frühestens Gas aus Zentralasien nach Österreich fließen … Es fehlt an Abkommen mit Lieferländern. Einige von ihnen stehen nämlich selbst in Verhandlung mit Russland“, Die Presse.com, 7.1.2009
- Ukraine: Gazprom will dem Westen das Gas ganz abdrehen ☛ „Naftogas-Chef Oleg Dubina ist überzeugt: Gazprom habe sich entschlossen, gar kein Gas mehr über die Ukraine nach Europa zu leiten“, Die Presse.com, 6.1.2009
- Gasstreit: Panikmache oder Unfähigkeit? ☛ „E.on Ruhrgas warnt vor Problemen aufgrund des Streits zwischen der Ukraine und Russland, allerdings mit dürftiger Substanz“, Telepolis, 6.1.2009
- Österreichs Industrie geht das Gas aus - Rationierungen drohen ☛ „Der österreichischen Industrie drohen mangels Reserven Rationierungen … Erstmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges droht Österreichs Energieversorgern und Industrieunternehmen eine staatliche Rationierung des Energieverbrauchs … Dabei dürfte Russland weniger Möglichkeiten haben, als die Drohgebärden russischer Politiker vermuten lassen. ‚Gazprom hat wenig Spielraum für weitere Kürzungen‘, sagte der Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg zur Nachrichtenagentur Bloomberg“, Die Presse.com, 6.1.2009
- Bulgarien kalt überrascht: Ein Land ohne Erdgas ☛ „Am Mittwoch wollte er sich mit Vertretern von sechzig großen Industrieunternehmen treffen, um sie über seine im Einklang mit dem Energiegesetz veranlassten Restriktionsmaßnahmen in Kenntnis zu setzen. Allerdings zeigte er sich optimistisch, die Krise könne schnell behoben werden, da die russisch-ukrainischen Verhandlungen andauerten“, Die Presse.com, 6.1.2009
2008:
2.Hj.:
Ukraine beruhigt EU wegen Gasstreit ☛ „Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko beruhigt die EU-Staaten wegen des anhaltenden Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine. Es werde keine Lieferausfälle für die EU-Länder geben. Die Ukraine garantiere den reibungslosen Transit russischen Gases nach Westen, sagte Juschtschenko laut Agentur ‚Interfax‘ gegenüber westlichen Botschaftern“, Die Presse.com, 27.12.2008
- Snohvit near full-scale production ☛ „After months with technical problems, the LNG plant at Melkoya is now running at more than 90 percent of capacity … As long as the plant produces close to maximum, it might be an alternative to let it produce like today, [at least] if it turns out to become too expensive to catch the last seven percent, head of information in Hammerfest LNG, Ms. Kari Mette Darell Holand admits“, BarentsObserver, 26.12.2008
- Die Ukraine garantiert der EU den Transit von russischem Gas ☛ „Im Gegensatz zum Gasstreit vor drei Jahren verfügt die Ukraine in diesem Jahr nach eigenen Angaben über große Reserven in ihren Gasspeichern“; weihnachtliche Beruhigungsformeln (EG), Die Presse.com, 24.12.2008
- Gas: Österreich für Ernstfall gerüstet ☛ “‚Unsere Gasspeicher sind randvoll. Wir haben genug Erdgas für zumindest drei Monate in unseren Speichern‘, sagt OMV-Sprecher Thomas Huemer … Österreich bezieht rund 60 Prozent seines jährlichen Gasverbrauchs von 8,5 Milliarden Kubikmeter von der Gazprom – geliefert über Pipelines durch die Ukraine“, Kurier.at, 11.12.2008
- Gasprom droht mit Lieferstopp ☛ „Der staatliche russische Gaskonzern Gasprom bereitet Westeuropa auf mögliche Versorgungsausfälle zu Beginn des neuen Jahres vor … Ende Dezember betrügen die Schulden der Ukraine gegenüber Gasprom 3 Milliarden Dollar … Durch die Ukraine fließen nach Gasprom-Angaben 80 Prozent des für den westeuropäischen Markt bestimmten russischen Erdgases“, FAZ, 11.12.2008
- Erdgas: Gespenst zu Weihnachten ☛ „Allein der Begriff lässt die Haare sträuben … Und wer sagt, dass es für immer bei der Koppelung von Öl- und Gaspreisen bleiben wird?“, Handelsblatt, 28.11.2008
- Gas-Förderländer gründen im Dezember Kartell nach Opec-Vorbild ☛ „An dem Treffen sollen Algerien, Bolivien, Brunei, Ägypten, Indonesien, der Iran, Libyen, Malaysia, Nigeria, Trinidad & Tobago, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Venezuela und Russland teilnehmen. Als Staaten mit Beobachter-Status sind Norwegen und Äquatorial-Guinea dabei … Neben dem neuen Kartell soll es auch die sogenannte ‚Gas-Troika‘ aus Russland, Katar und dem Iran geben, die mehr als die Hälfte des weltweiten produzierten Erdgases fördern“, Reuters Dtl., 26.11.2008
- "Gas-Opec": Russland baut Kooperation mit Gasförderländern aus ☛ „Miller warf im Gegenzug der EU vor, sie sorge selbst für einen Preisanstieg beim Gas. So seien die europäischen Versuche kontraproduktiv, sich an Russland vorbei neue Gaslieferungen aus Zentralasien zu sichern. ‚Wir nennen das ‚kaspisches Paradox‘‘, sagte Miller. Die EU schüre mit ihrem Vorgehen den Verdacht der OPEC-Staaten, sie wolle ein ‚Verbraucher-Kartell‘ aufbauen“, Handelsblatt, 26.11.2008
Teheran sucht Gas-Kunden in Europa ☛ „Dabei geben EU-Energieexperten in Brüssel hinter vorgehaltener Hand inzwischen zu dass das bislang größte Projekt zur Erdgas-Diversifizierung Europas - die an Russland vorbeiführende Nabucco-Pipeline - ohne iranisches Gas nicht zu füllen sein wird. Nabucco steht ohnehin auf der Kippe, weil Handelsblatt-Informationen aus Regierungskreisen zufolge Aserbaidschan und andere Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres wegen des massiven Moskauer Drucks nicht mit den Europäern ins Gas-Geschäft kommen wollen. Doch auch Iran steht mächtig unter Druck … Zwar betonte Ankaras Energieminister Güler in Teheran, dass ‚sowohl die Türkei als auch Europa iranisches Gas brauchen‘“, Handelsblatt, 25.11.2008
Gasmangel in Russland ☛ „In Russland lagert ein Viertel der weltweiten Gasvorkommen, aber im Land selbst bekommen alle Unternehmer schon seit Jahren Gas nur nach Absprache zugeteilt. Wer sein Kontingent überzieht, muss mit Abschaltung und hohen Strafgebühren rechnen. Denn das Gas ist so knapp wie nie - auch deutsche Importe könnten gefährdet sein“, Deutschlandfunk, 25.11.2008
- Zahlungsverzug der Ukraine: Gasstreit trifft deutsche Gazprom ☛ „Der Streit zwischen Gazprom und der Ukraine über ausbleibende Zahlungen für Gaslieferungen bringt auch die deutsche Tochter des russischen Gasriesen in Schwierigkeiten. Nach Informationen des Handelsblatts aus Konzernkreisen klagt allein Gazprom Germania über offene Rechnungen in Höhe von einer Mrd. Dollar … Allein in die Ukraine liefert ZMB pro Jahr rund sieben Mrd. Kubikmeter - Tendenz steigend“, Handelsblatt, 24.11.2008
- Energie: Russland droht der Ukraine mit Gas-Lieferstopp ☛ „Eine neue Gas-Krise kündigt sich an: Gazprom will von Kiew mehr als den doppelten Preis verlangen. Die Ukraine deckt zwei Drittel ihre Bedarfs mit Gas, das Russland immer teurer in Zentralasien zukauft … Der Gasstreit findet vor dem Hintergrund einer Vielzahl von bilateralen Konflikten statt“, Die Presse.com, 23.11.2008
- Russia threatens to cut off gas to Ukraine ☛ „Russia’s Gazprom will cut off gas deliveries to Ukraine on January 1 unless a new contract is signed, a company spokesman said on Saturday, making a threat that could affect deliveries to Europe … Most of the EU’s gas imports from Russia are pumped through Ukraine“, AFP, 22.11.2008
- Deutscher Energiemarkt immer stärker von Importen abhängig ☛ „Noch schlimmer sieht es beim Energieträger Erdgas aus, der aus klimapolitischen Gründen immer mehr zum Einsatz kommen soll: Der Anstieg des Verbrauchs um rund zehn Prozent seit 1997 konnte nur durch vermehrte Importe gedeckt werden. Deutschlands Importabhängigkeit beim Erdgas stieg in diesem Zeitraum von 76 Prozent auf 82 Prozent“, Welt, 21.11.2008
- Südossetien bekommt kein Gas mehr via Georgien ☛ „Südossetien bekommt gegenwärtig kein russisches Erdgas mehr geliefert: Georgien hat die Versorgung der abtrünnigen Republik eingestellt. Gazprom will nun bis Mitte 2009 eine separate Leitung bauen“, Russland-Aktuell.ru, 18.11.2008
Türkei gefährdet Gas-Pipeline Nabucco ☛ „Projekt zur Versorgung Europas verzögert sich - Auch Russland droht … Den Informationen zufolge will die türkische Regierung 15 Prozent des Gases aus der Nabucco-Pipeline im eigenen Land behalten. Dies ist nach Ansicht der sechs am Bau der 3300 Kilometer langen Leitung beteiligten Konzerne unwirtschaftlich … Gleichzeitig wies die Bundesregierung eine Drohung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin zurück, das Projekt der Ostsee-Pipeline Nord Stream notfalls abzubrechen, wenn die EU sich nicht einmütig zu der Leitung bekennt“, Welt, 14.11.2008
- BASF-Chef: Ostseepipeline wird gebaut ☛ „Russlands Premierminister Wladimir Putin hatte eine neue Debatte ausgelöst, als er sagte, die Pipeline werde nicht gebaut, wenn Europa das von Russland angebotene zusätzliche Gas nicht wolle“; westliche Gas-Arroganz(-Krieger) endlich stoppen (EG), Handelsblatt, 13.11.2008
- Nabucco-Pipeline droht endgültig zu scheitern ☛ „Mit neuen Gaslieferanten in Zentralasien will die EU ihre Abhängigkeit vom russischen Erdgas verringern. Doch Kasachstan und Aserbaidschan zeigen wenig Interesse an einer Kooperation mit dem Westen. Vor allem Russland macht Druck auf die dortigen Machthaber. Setzen die Russen sich durch, steht auch das europäische Pipelineprojekt Nabucco vor dem Aus“, Handelsblatt, 12.11.2008
- EU plant Gaskartell gegen Russen ☛ „Die Brüsseler Behörde sieht im ‚südlichen Gaskorridor‘ eine ‚der höchsten Energiesicherheitsprioritäten der EU‘. Sie fordert, dass mit Ländern wie Aserbaidschan, Turkmenistan und Irak schnellstens Verpflichtungen zur Gaslieferung und zum Pipelinebau ausgehandelt werden. ‚Längerfristig und sobald es die politischen Umstände erlauben, sollten Lieferungen anderer Länder wie Usbekistan und Iran eine bedeutende Versorgungsquelle für die EU darstellen‘, heißt es in dem Papier“, FTD, 11.11.2008
Gas-Opec vertagt ☛ „Ein Sprecher des russischen Erdgasmonopolisten Gazprom sagte der Welt, das für Mitte November in Moskau geplante Treffen der erdgasexportierenden Förderstaaten werde auf 2009 verschoben. Diese Entscheidung werde von allen getragen, sagte Gazprom-Sprecher Sergei Kuprianow“, SZ, 3.11.2008
- Ein Mann gibt Gas ☛ „Miller träumt von einer Allianz der mächtigsten Förderstaaten, einer Gas-Opec. Die könnte, spinnt man den Gedanken weit genug, Fördermengen und Preise bestimmen. Keine beruhigende Vorstellung, wenn Staaten wie Iran, Russland, Nigeria und Venezuela dem Westen ihre Bedingungen diktieren. Nur gut, dass Miller in München feiert und die Lieferverträge mit den Deutschen noch drei Jahrzehnte gültig sind“, Welt am Sonntag, 2.11.2008
- Shtokman to cost $800 million for 2008 through 2009 in make or break project ☛ „Alexander Shtok, director of the independent consulting group Due Dilligence, said that in conditions of financial crisis it will be difficult for the Shtokman Development company to find capital … However, developing the field is one of Russian state gas giant Gazprom’s most important tasks because many of the company’s other fields are depleted and failure to find new fields could break the company“, Bellona.org, 22.10.2008
- Nach Einigung auf Gas-Allianz - Katar für Einbindung Russlands in OPEC ☛ „Nach der in dieser Woche in Teheran erzielten Vereinbarung über die Gründung der Organisation werden die kommenden Dreier-Treffen in Doha und danach in Moskau stattfinden, wie ‚Al Raya‘ schreibt“, RIA Novosti, 22.10.2008
- Gazprom's expansion hopes in doubt ☛ „Developing the Shtokman gas field off the north coast of Russia, a technically challenging project, has been estimated at $15bn-$20bn, but will be „much more expensive than people might think … Gazprom has suggested, while opening up the deserted Yamal peninsula in the north of Russia, the location of vast gas reserves, could cost $200bn, according to an estimate from Shell“; Peak russ. Gas-Export um 2012 (EG), FT, 16.10.2008
- IEA: "Die Ära des billigen Öls und Erdgases ist vorbei" ☛ „Die britische Förderung in der Nordsee hat bereits im Jahr 2002 ihren Höhepunkt erreicht, mit seinerzeit 109 Milliarden Kubikmetern. Im Jahr 2007 waren es nur noch 75 Milliarden Kubikmeter … Die Frage ist vielmehr, wie schnell die Produktion weiter zurückgehen wird“; PR-Spruchklassiker bis zum Gaslücken-Crash spätestens 2012 (EG), Hamburger Abendblatt, 4.10.2008
- Auf der Suche nach den letzten Reserven ☛ „Norwegens Öl und Erdgas sind Europas einziges Gegengewicht zur wachsenden Abhängigkeit von Russland … Allein in diesem Jahr hat die Branche auf dem norwegischen Kontinentalschelf rund 20 Milliarden Dollar investiert … Die britische Erdgasförderung in der Nordsee sinkt, doch die Energiewirtschaft des Landes wurde in den 80er-Jahren stark auf Erdgas hin ausgerichtet. Großbritannien, bis vor wenigen Jahren selbst noch Exporteur, muss nun importieren. Die wichtigste Einzelquelle dafür liegt in der norwegischen Nordsee: Allein das Gasfeld Ormen Lange, etwa 200 Kilometer südwestlich von Draugen, soll künftig ein Fünftel des gesamten britischen Erdgasbedarfs decken. Die aufwendige Erschließung des Feldes ist das größte Industrieprojekt, das bislang je in Norwegen realisiert wurde“, Hamburger Abendblatt, 4.10.2008
- Snohvit as example for Shtokman ☛ „Since the LNG plant opened, the Norwegian oil and gas major has experienced major technical problems. This week, the company announced that it once again will close down the plant for a month for technical upgrades“, BarentsObserver, 3.10.2008
- Berlin protestiert gegen US-Einmischung bei Ostsee-Pipeline ☛ „Man habe der amerikanischen Seite deutlich zu verstehen gegeben, dass der öffentliche Appell an die Schweden ein äußerst ungewöhnliches Vorgehen sei und um eine offizielle Stellungnahme gebeten, hieß es in Regierungskreisen“, Handelsblatt, 11.9.2008
- Polens Premier Tusk fordert neue Debatte über Ostsee-Pipeline ☛ „Angesichts der Georgienkrise hat der polnische Premier Donald Tusk gefordert, das Projekt der Ostsee-Gas-Pipeline von Russland nach Deutschland noch einmal neu aufzurollen“, Verifox, 8.9.2008
- Methanpellets vom Meeresgrund ☛ „Das eingelagerte und im Sediment hydratisierte CO2 würde der Athmosphäre entzogen. Die Kontinalränder würden bei weiterer Klimaerwärmung besser als bisher vor einem Abrutschen gesichert. Und große Methanmengen würden als Energieträger nutzbar“; verquere Legitimationsstrategien (EG), Telepolis, 7.9.2008 (Hintergrund-Infos: , )
- Erdgas aus den Ozeanen? ☛ „Die Energie-Hoffnung der Zukunft liegt auf Eis – genauer gesagt, auf ‚brennendem Eis‘. Unter dieser Bezeichnung wurde Gashydrat wegen seiner eisähnlichen Konsistenz bekannt … Die natürlichen Vorkommen umfassen weltweit mehr Energie und Kohlenstoff als alle konventionellen Lagerstätten von Kohle, Öl und Gas auf der Erde zusammen“; endgültiger atmosphärischer Overkill (EG), Kieler Nachrichten, 6.9.2008
- Nabucco backers remain composed ☛ “‚South Stream and Nabucco are not competing projects. Europe is facing a strong rise in gas demand in the next 20 years. Our own European gas production is declining, so we will need different projects and additional routes. It’s not a question of South Stream or Nabucco: we will need both‘ … A market survey last month suggested ‚huge demand‘ for Nabucco’s capacities. ‚More than 100 per cent booking from day one in 2013 shows huge demand‘, says Mr Mitschek“, FT, 4.9.2008

Reliance on Russian gas will persist ☛ „As Simon Blakey of Cambridge Energy Research Associates (Cera), the research company, says: ‚The scale of the inter-dependence is so huge it is really not possible to make a major difference to it even over the space of two decades‘ … Europe’s domestic gas production, meanwhile, is in steep decline. By 2020, it is likely to be only about half of 2006’s output of 218bn cubic metres, Cera believes … Geography and economics dictate that the EU is dependent on Russia for gas, whether politicians like it or not“, FT, 4.9.2008 ( , hier ohne Grafiken)
- Wer mit Sanktionen drohen will, darf nicht abhängig sein ☛ „Nach den Modernisierungswellen der letzten beiden Jahrzehnte wird mittlerweile jede zweite Wohnung mit Gas beheizt und in drei Viertel aller Neubauten eine Gasheizung eingebaut. Tendenz für den Gasverbrauch also steigend, denn Gas gilt als sauberer Energieträger und ist trotz offensichtlicher Abhängigkeit von kontinuierlichen Lieferungen immer noch beliebter als die eigene Solaranlage auf dem Dach … Um sich gegen die unsicheren Lieferbedingungen abzusichern, steht die weltweite Renaissance der Kohle bevor“, Telepolis, 2.9.2008
- Deutsche hoffen auf Erdgas aus Nigeria ☛ „Nigeria leidet unter einer massiven Energiekrise. Von den 6000 Megawatt vorhandener Stromleistung sind lediglich etwa die Hälfte in Betrieb … Eon-Ruhrgas will ins Gasgeschäft einsteigen und sich an einer Gasverflüssigungsanlage und einem Hafen zum Transport von Flüssiggas beteiligen“, Der Tagesspiegel, 30.8.2008
- Ohne russisches Gas bleibt die Wohnung kalt ☛ „Zwar erhalte Deutschland noch Lieferungen aus der Nordsee – aus Norwegen und den Niederlanden – doch «das wird immer weniger», erläuterte Leprich. Damit werde die Importabhängigkeit von Russland künftig noch zunehmen“, netzeitung.de, 29.8.2008
- Glos will nationale Gasreserve - Vorsorge für den Lieferstopp ☛ „Der Außenhandelsverband für Mineralöl und Energie (AFM+E) hat ausgerechnet, dass anfangs 2 Milliarden Euro jährlich notwendig wären, um staatliche Gasreserven für weitere 90 Tage anzulegen. Das würde Verbraucher etwa 0,18 Cent pro Kilowattstunde kosten, einen Durchschnittshaushalt rund 40 Euro pro Jahr“, TAZ, 29.8.2008
- Warum Russland auf Europa angewiesen ist ☛ „Zudem gibt es laut Schröder schon länger eine Diskussion darüber, ob der Energiekonzern Gazprom überhaupt in den nächsten Jahren in der Lage sein wird, seine Verträge zu erfüllen. ‚Bislang haben die Russen wenig in die Erschließung neuer Felder investiert‘, sagt Schröder“; ansonsten Verharmlosung (EG), Spiegel, 29.8.2008
- "Wir drehen dem Westen das Gas ab" - Drohung aus der Kreml-Partei ☛ „Nach Anerkennung von Südossetien und Abchasien verschärft sich die Krise“, Berliner Kurier, 27.8.2008
- WEG: Erdöl- und Erdgasproduzenten steigern Investitionen in Deutschland um 43 Prozent ☛ „Es sind große Anstrengungen notwendig, den in den letzten Jahren beobachteten Rückgang der heimischen Erdölund Erdgasproduktion aufhalten zu können … Dadurch erweist sich die Erschließung neuer Lagerstätten zunehmend als technologisch schwierig und kostenaufwändig“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 25.8.2008
- Die EU, der Krieg und das Öl: Georgien ☛ „Auch für den Zugang der EU zu Gas aus dem kaspischen Raum hat Georgien zentrale Bedeutung … Manche Beobachter zweifeln, dass Nabucco sich wirtschaftlich tragen kann, da Russland dem Projekt auf zwei Wegen entgegenzuwirken versucht“, FAZ, 21.8.2008
- UK seeks to deepen energy ties with Nigeria ☛ „The UK is also keen for British companies to play a greater role in developing Nigeria’s gas sector. Centrica and BG Group are both seeking to build their presence in Nigeria, increasingly a focus for Germany’s Eon and Russia’s Gazprom. Nigeria supplies about eight per cent of the world’s Liquefied Natural Gas (LNG)“, FT, 21.8.2008
- Gas leak raises UK energy price worries ☛ „UK gas and electricity bills are set to rise further after wholesale energy prices soared on Wednesday, following a warning that an important Norwegian gas pipeline could be shut all winter“, FT, 20.8.2008
- Erdgasländer formieren Kartell ☛ „Die Alte Welt hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten in eine beispiellose Abhängigkeit begeben. 251 Milliarden Kubikmeter Erdgas mussten 2005 eingeführt werden, ein Vielfaches der Versorgungslücke anderer Weltregionen“, OÖ-Nachrichten, 11.8.2008
- WEG: Deutsche Erdöl- und Erdgasförderung im ersten Halbjahr 2008 ☛ „Als Folge des natürlichen Produktionsverlaufs der Erdöl- und Erdgaslagerstätten war die Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 erneut rückläufig. In den ersten sechs Monaten wurden in Deutschland 7,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 1,5 Millionen Tonnen Erdöl produziert. Damit sind sowohl die Erdgas- als auch die Erdölförderung um rund 10 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesunken“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 30.7.2008
- Arctis: Deep freeze entices energy hungry world ☛ „According to the USGS estimates, 25 Arctic provinces contain a combined total of 90bn barrels of oil – thought to be 13 per cent of the world’s undiscovered oil – and 1,669,000bn cubic feet of natural gas, or an estimated 30 per cent of the world’s undiscovered gas reserves … But huge technical, logistical and economic challenges remain, says Mr Pumphrey. Current production in the region is mostly onshore but the USGS believes 84 per cent of the Arctic’s undiscovered oil and gas is offshore, where the environment is even more challenging“; viele schwimmende AKW nötig (EG), Financial Times, 27.7.2008
- Gazprom-Chef Miller warnt vor akutem Energiemangel nach 2012 ☛ “‚Wir haben die Möglichkeit versäumt, die Energieträgerpreise auf niedrigem Niveau zu halten, weil in letzter Zeit zu wenig in die Erschließung neuer Vorkommen investiert wurde‘, behauptet der Vorstandschef des weltgrößten Gaskonzerns in einer am Mittwoch in Moskau veröffentlichten Studie“, RIA Novosti, 23.7.2008
UK: Gas bills forecast to rise 65% on oil price ☛ „Gas bills are likely to rise by 65 per cent, hitting £1,000 a year for the average household, if oil prices stay at their present levels, according to a report commissioned by Centrica, the owner of British Gas … As Britain’s North Sea gas production declines, after peaking in 2000, the country is becoming more dependent on imports. That means the UK price of gas cannot fall far below the continental price, because those imports would then be diverted to other European markets … In the longer term, however, Eclipse predicted that the British gas market would tighten, with 80 per cent of demand supplied by imports by 2015. Sam Laidlaw, Centrica’s chief executive, said Britain was facing an ‚energy crunch‘, with prices increasingly set by ‚global factors outside of the UK’s control‘“, Financial Times, 17.7.2008
- Gaspreis-Explosion: Wer macht sich da die Taschen voll? ☛ „BILD nennt sechs bittere Wahrheiten über unseren Gaspreis“, Bild.de, 14.7.2008
- Deutschland, reich an Bodenschätzen ☛ „Vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch aus kleinen Feldern in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden täglich ungefähr 3000 Barrel Erdöl und jährlich 19,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert … Mit weiteren Funden ist kaum zu rechnen, und beim heutigen Förderungstempo wäre das deutsche Erdgas in etwa 50 und das deutsche Erdöl in 12 Jahren verbraucht“, Wirtschaftswoche, 11.7.2008
Gazprom erhöht Preise - für alle! ☛ „Laut seiner Prognose wird der europäische Durchschnittspreis schon zu Jahresende über 500 Dollar je 1000 Kubikmeter betragen (gegenüber den heutigen 410 Dollar je 1000 Kubikmeter) … Unter diesen Bedingungen muss seiner Logik nach die Attraktivität der Gasverkäufe an Russland für die Partner aus Zentralasien aufrechterhalten werden, damit sie nicht nach alternativen Transportwegen für ihren Rohstoff in Umgehung Russlands suchen. Gemeint sind Projekte wie die Transkaspische Gasleitung und die Nabucco-Pipeline. Mehr noch: Miller gab dem Premier über die Pläne Auskunft, Gas auch bei Aserbaidschan und in Zukunft selbst bei Iran zu erwerben, um es auf den Weltmärkten weiterzuverkaufen“, RIA Novosti, 11.7.2008
- Ölgeschäfte im Iran - Russland als lachender Dritter ☛ „Russische und asiatische Firmen sprängen als Partner ein, doch das bedeute Verzögerungen und den Verzicht auf Spitzentechnologie. Das Problem für Europa: Wenn russische Konzerne wie Gazprom bei der Erschließung helfen, dann werden sie auch das Gas vermarkten. Die Hoffnung stirbt, dass iranisches Gas die Abhängigkeit von Russland verringern könnte“, Handelsblatt, 11.7.2008
- Total steps back from investing in Iran ☛ „Total, the French energy group, told the FT it was now too risky to invest in Iran, making it highly unlikely that the group will invest in a liquefied natural gas project linked to Iran’s South Pars gas field in near future … Samuel Ciszuk, Middle East energy analyst at Global Insight, called Total’s decision ‚a death blow‘ for Iran’s LNG ambitions, because the country would now be unable to gain the knowhow it needed for such complex projects, even if it teamed up with Russia or China“, Financial Times, 10.7.2008
- Grossbritannien: Renaissance der Reaktoren ☛ „Bis 2023 sollten bis auf eines alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden … Das erste dieser neuen Werke könne schon 2018 ans Netz gehen … Angeblich schon ab 2013 könnten Versorgungsengpässe auftreten, weil auch die Vorräte an Nordseegas schrumpfen“, Spiegel, 9.7.2008
- Ostsee-Pipeline: Eine Verbindung unter Druck - Das Gas riecht nach Macht ☛ „Europa kann nicht ohne Russlands Wärme leben, doch die Abhängigkeit macht vielen Angst … Sie wird auf etwa 500 Kilometern schwedisches Gebiet queren. Unerträglich ist ihnen zudem die Vorstellung, die russische Flotte könne über der Pipeline patrouillieren, und die Forscher der schwedischen Armee unterstellten sogar, die Russen würden eine Wartungsplattform zum Spionieren missbrauchen“, SZ, 6.7.2008
- Russland schnappt der EU das Gas weg – und gefährdet Nabucco ☛ „Die Türkei unterstützt die geplante europäische Pipeline, doch die Partner laufen zum russischen Konkurrenzprojekt South Stream über. Noch ist unklar, woher das Gas für die Nabucco-Röhre herkommen soll“, Handelsblatt, 3.7.2008
- Gasprom-Chef sagt neuen massiven Preisschub voraus ☛ „Sollte Millers Prognose am Donnerstag am Rande eines Besuchs von Präsident Dmitri Medwedew in Aserbaidschan am Kaspischen Meer zutreffen, dann hätten Industrie und Verbraucher zum Jahreswechsel ein Preisaufschlag von 100 Prozent zu verkraften … ‚Wir brauchen von Aserbaidschan und von anderen Ländern die größtmögliche Menge Gas‘, sagte Miller. Denn die Fördermenge in Russland werde auch im kommenden Jahr stagnieren. Auf dem Terminplan stehen ebenfalls Kasachstan und Turkmenistan in Zentralasien“, Spiegel, 3.7.2008
1.Hj.:
Vahrenholt: "Wir finden ein Barrel Öl und verbrauchen drei" ☛ „Denn wir müssten eine Politik „weg vom Öl“, übrigens auch ‚weg vom Gas‘ betreiben. Gas ist viel zu kostbar, um es in der Grundlast zu verbrennen. Wir brauchen Gas für die Heizungen und wir brauchen Gas für die Mobilität“; für den ‚Mobilen-Individual-Verkehr‘ (MIV) ist Gas viel zu knapp und kostbar (EG), Deutschlandfunk, 23.6.2008
Heilsamer Ölpreisschock ☛ „Je teurer Öl und Gas werden, desto lohnender wird jede Investition, die unsere Abhängigkeit vom Öl verringert. Die entwickelten Industrienationen haben nur noch eine Chance, ohne eine gewaltige Rezession aus der Preisspirale herauszukommen: Sie müssen sich unabhängig machen von Gas und Öl. So schnell wie möglich – auch wenn’s teuer wird“, Deutsche Welle, 9.6.2008
- Gaspreise könnten um 40 Prozent steigen - Die Ölpreisspirale ☛ „Nachdem der Ölpreis auf 139 Dollar gestiegen ist, befürchten die G8-Minister, dass die Gaspreise nachziehen werden“, TAZ, 9.6.2008
- Umweltministerium befürchtet Anstieg der Gaspreise um 40 Prozent ☛ „Die Gaspreiserhöhung um 25 Prozent gilt als ausgemachte Sache. Doch damit nicht genug: Das Umweltministerium erwartet, dass im Herbst die Tarife noch einmal um bis zu 40 Prozent steigen könnten … Wenn es tatsächlich so kommen sollte, wäre die Bezeichnung ‚dramatisch‘ noch untertrieben“, Spiegel, 8.6.2008
- Runter vom Gas - Die Zukunft gehört den Energiesparern ☛ „Wer jetzt nach einer Entkoppelung der Gas- von den Ölpreisen ruft, betreibt allerdings reinen Populismus - was allein schon ein Blick nach Großbritannien zeigt. Dort sind die Preise entkoppelt, das Gas ist aber keineswegs billiger. Die beiden Preise sind einfach voneinander abhängig, weil bei hohen Ölpreisen zunehmend auf Gas ausgewichen wird und dieses dann durch die zusätzliche Nachfrage teurer wird“, TAZ, 8.6.2008
Soaring costs put pressure on North Sea ☛ „Without the present rate of investment, Oil & Gas UK estimate production would decline at between 15 to 20 per cent a year“, Financial Times, 29.5.2008
- Nabucco-Pipeline kostet 3,5 Milliarden mehr ☛ „Statt mit Investitionen von ursprünglich 4,4 Mrd. Euro rechne das Konsortium, dem auch der deutsche Energiekonzern RWE angehört, nun mit 7,9 Mrd. Euro, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA“, FTD, 29.5.2008
- Nabucco: Pipeline wird doppelt so teuer ☛ „Was die Kosten so in die Höhe treibt, sind vor allem die stark gestiegenen Öl- und Stahlpreise … Für den Bau der Nabucco-Pipeline werden zwei Millionen Tonnen Stahl, 200.000 Pipeline-Rohre und rund 30 Kompressoren benötigt“, derStandard, 29.5.2008
Shtokman to produce first gas end 2013 ☛ “…production will start in the second half of 2013, adding plateau output would be reached in 2020 … Shtokman, 650 kilometres from land in iceberg-strewn waters, was originally meant to be operational in 2003, but technology challenges, cost issues, and Russia’s indecision about taking foreign partners, has delayed the $15-20 billion project“; lösbare technische Herausforderungen? (EG), Reuters UK, 28.5.2008
- Pipeline wird zum Rohrkrepierer ☛ „Die russische Führung rechnet mit einer weiteren Verzögerung beim Bau der Erdgaspipeline durch die Ostsee nach Deutschland. Umweltbedenken gegen das Projekt könnten nur vorgeschoben sein“, FTD, 21.5.2008
- StatoilHydro drilled dry wells in Barents Sea ☛ „Norwegian energy major StatoilHydro did not find oil or gas in two appraisal wells at the Tornerose field in the Barents Sea“, BarentsObserver, 19.5.2008
- Öl und Gas in Deutschland: Förderung weiter rückläufig ☛ „Die Öl- und Gasförderung in Deutschland ist trotz hoher Rohstoffpreise weiter rückläufig. In den ersten drei Monaten sank die Gasförderung aus Feldern überwiegend in Niedersachsen um neun Prozent“, n-tv.de, 29.4.2008
- Industrie setzt auf Flüssigerdgas ☛ “‚LNG wird das in Europa dominierende Pipeline-Gas nicht verdrängen können‘, sagt Manfred Wiegand, Rohstoffexperte bei der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC)“; zu wenig Gas u. Verflüssigungsanlagen, zuviele Regasifizierungsanlagen (EG), FTD, 28.4.2008
- Nuclear energy best viable option to meet future demands says UAE ☛ „Known volumes of natural gas, it stated, would be insufficient to meet the future demand“, gulfnews.com, 20.4.2008
- Gazprom fears Shtokman cost overruns ☛ „The StatoilHydro-operated Snohvit field – the first hydrocarbon project opened in the Barents – has since construction started in 2002 exceeded original budget frames with about 50 percent … We are of course worried about overruns also in the Shtokman project, company deputy chairman Aleksandr Medvedev says“, BarentsObserver, 17.4.2008
- Schneewittchen unterm Meeresspiegel ☛ „Die Kühlungstechnik kommt von der Firma Linde – zur Zeit gibt es allerdings noch Probleme mit dem Kühlsystem. ‚Es läuft noch nicht so wie geplant, vielleicht müssen wir an den Kreisläufen etwas ändern. Es ist insgesamt ein hoch komplexes System‘, sagt Kojedal und fügt hinzu: ‚Es gibt noch Kapazitätsprobleme. Wir forschen gemeinsam an der Verbesserung des Systems und hoffen, dass wir die Probleme in ein paar Monaten gelöst haben. Es ist wirklich ein Pionierprojekt, wir können nicht auf Vorbilder zurückgreifen – es ist learning on the job‘“, Tagesspiegel, 12.4.2008
- Snohvit project with big losses ☛ „Since production at the Snohvit field started last August, only seven shipments of LNG have left the Melkoya plant on the Barents Sea coast. Technical problems with the plant have given project owners losses of about 5 billion NOK (630 million EUR)“, BarentsObserver, 8.4.2008
- Ostsee-Pipeline: Das Milliardenprojekt droht zu scheitern ☛ „Doch die Kosten sind außer Kontrolle, der politische Widerstand entlang der Route wächst. Scheitert das Milliardenprojekt?“, Wirtschaftswoche, 28.3.2008
- Erdgas profitiert vom Klimaschutz ☛ “… doch die langfristige Versorgung scheint zunehmend unsicher … Da die heimischen Gasvorkommen in den kommenden Jahrzehnten zu Ende gehen, werden die deutschen Importeure ihren Bedarf mit den Lieferungen aus Russland und Norwegen allein nicht mehr decken können … Erdgas dagegen kommt - ähnlich wie Öl - großteils aus politisch instabilen Ländern und wird von Staatskonzernen wie der russischen Gazprom und der norwegischen Statoil produziert“, FTD, 14.3.2008
- Europa wird zum Spielball russischer Gaspolitik ☛ „Ein Topbeamter im Ministerrat spricht mit Verweis auf bestehende oder geplante Pipelines für russisches Gas nach Europa von einer ‚Einkesselungsstrategie‘ des vom Kreml kontrollierten Giganten“, FTD, 6.3.2008
- Gazprom setzt auf die Atomenergie: Schwimmendes AKW für die Pipeline ☛ „Der Energiekonzern Gazprom will das Erdgas aus dem arktischen Barentsmeer mit Hilfe von Atomstrom verflüssigen … Die AKW-Schiffe stellten ein ‚erstrangiges Ziel‘ für einen Terrorangriff dar. Jeder dieser Reaktoren enthalte 960 Kilogramm waffenfähiges Uran“, taz, 7.1.2008
- Die Waffe Gazprom ☛ „Zwei russische Journalisten versuchen zu ergründen, in wessen Hand sie liegt - und wie ‚das Ding funktioniert‘“, FTD, 1.2.2008
2007:
- Alarm bells ring about North Sea output ☛ „In the year to July 2007, data from the Department for Business, Enterprise and Regulatory Reform show a 7% decline in oil and gas production compared to the preceding 12 months, comprising a fall of 4% in oil and 11% in gas production … With many fields at the end of their lives or well past their best, oil and gas firms need to keep bringing developments onstream to maintain overall production levels“, The Herald, 5.10.2007
Gazprom: Die Gazoviki, das Geld und die Gier ☛ „Es klingt absurd, aber Gazprom könnte das Gas ausgehen. Nach einer Studie der britischen Defence Academy könne der Konzern Schwierigkeiten bekommen, seine Lieferverpflichtungen für Westeuropa zu erfüllen. Eigentlich, so Eon- Chef Wulf Bernotat, brauche Gazprom ‚hohe Investitionen in die eigenen Anlagen und Produktionsstätten‘. Die bestehenden Förderfelder haben ihre beste Zeit hinter sich. Neue liegen zwischen Eisbergen in der arktischen See und sind unter 70 Milliarden Dollar nicht zu erschließen … Eine sich ‚dramatisch abzeichnende Gaslücke‘ erkennt der britische Energiexperte Alan Riley“, Stern, 38/2007
- Public meeting on flaring (Snohvit) ☛ „Around 250 Hammefest residents attended a public meeting at Melkøya before the weekend concerning flaring at the northern-Norwegian LNG plant nearby … We’re pleased that this is now verified, but would like to apologise to Hammerfest residents for the inconvenience of the layer of soot on their houses and cars. He encourages residents who have had their property damaged as a result of flaring to send in proof of claim to Statoil locally“, Statoil, 10.9.2007
- Vorteil Russland im Pipeline-Schach ☛ “‚Wenn Sie mich fragen, wird Nabucco nicht verwirklicht‘, hatte Alexander Medwedew, Vizechef des russischen Energieriesen Gasprom, jüngst erklärt“, Spiegel, 28.6.2007
- Deutschland droht die «Gaslücke» - Bau von Flüssigerdgas-Terminal weiter offen ☛ “‚42 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs werden aus Russland gedeckt. Doch gerade dort wird künftig eine wachsende Menge Erdgas im eigenen Land verbraucht werden‘, erklärt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) und warnt: ‚Die Gaslücke kommt‘ … Ob der LNG-Terminal kommt, ist damit 31 Jahre nach Unterzeichnung des Ansiedlungsvertrags noch immer offen“, foerderland.de, 8.5.2007
- Putins Geständnis ☛ „Russische Vorräte: Lieferengpässe sind absehbar“, Rheinischer Merkur, 15/2007
- Panik am Ende der Röhre ☛ „Der Weg zu einer Gas-Opec ist noch weit. Doch die Förderländer werden ihn gehen, um den Weltmarkt untereinander aufteilen zu können“, Rheinischer Merkur, 15/2007

North Sea oil, gas production projected to decline ☛ „The UK Offshore Operators’ Association has released a report saying that oil and gas production from North Sea wells will be around 10 percent lower in the next few years than had been estimated earlier. Costs are expected to go up as production output declines“, Oil Marketer, 13.2.2007
- Steinmeier besorgt über Abhängigkeit von russischem Gas ☛ „Dennoch werden wir gerade im Bereich der Gasversorgung auf Russland angewiesen bleiben … Gleichzeitig gelte es, ‚unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren‘, betonte der SPD-Politiker“; konsequenzloses Politiker-Bla auch in D.: atomar-fossile Importmengen seit Jahren konstant oder gar steigend (EG), Spiegel, 7.1.2007
2006:
- Winter gas supplies face new threat ☛ „About 20 per cent of Russian gas exports to Europe pass through Belarus … About 80 per cent of Russian gas exports to the EU pass through Ukraine“, Times Online, 28.12.2006
- “Peak gas” statt “peak oil” !? ☛ Oder beides ?!(EG), ad-hoc-news.de, 23.12.2006
- Gasprom to build liquefied natural gas plant on Yamal ☛ „Gasprom has not announced yet the concrete plans on implementation of liquefied natural gas plant on the Yamal Peninsula“; technisch nahezu unmöglich und unbezahlbar (EG), Bellona.org, 21.9.2006
- Energie für Europa - Der EU-Kandidat Türkei will zur Drehscheibe im internationalen Öl- und Gasgeschäft werden ☛ „Energie-Experten sind sich sicher, dass die Türkei für Europa einer ‚vierten Arterie‘ werden kann, die neben Russland, Norwegen und Algerien die EU von außen mit Erdgas versorgt. So oder so wird die Abhängigkeit der Europäer von Energie-Importen wegen eines steigenden Verbrauchs und einer rückläufigen Eigenproduktion weiter zunehmen: Bereits jetzt muss die EU-15 rund die Hälfte ihres Erdgases einführen - im Jahr 2030 könnten es schon knapp drei Viertel sein“, Berliner Zeitung, 13.7.2006
2005:
- Chevron output decline rates at 4 percent ☛ „Output from oil major Chevron Corp.'s existing oil and gas fields is declining at a rate of about 4 percent internationally, the company’s head of production told the Reuters Energy Summit on Wednesday. Decline rates at the company’s North American fields stood at 6 percent or 7 percent, George Kirkland said“, Reuters, 22.6.2005
- Exxon says N. America gas production has peaked ☛ “‚Gas production has peaked in North America‘, Chief Executive Lee Raymond told reporters at the Reuters Energy Summit … ‚The facts are that gas production continues to decline, and will start to decline even more rapidly. By the time we get to that period (2010-2012), we’ll need it badly‘ … While the number of U.S. rigs drilling for natural gas has climbed about 20 percent over the last year and prices are at record highs, producers have been struggling to raise output“, Reuters, 21.6.2005
- Hightech-Plattformen fördern Erdgas in der Barentsee (Schneewittchen) ☛ „Snøhvit-Feld soll 2006 Gas liefern … Das Projekt Snøhvit wird von seinen Befürwortern schon jetzt als Spitze der Technologie gefeiert. Es spare Zeit und Kosten. Statt bis zu sechs Jahren Bauzeit, die bisherige Anlagen benötigten, kann das Gasfeld bereits nach 36 Monaten angezapft werden“, nano/3sat, 8.6.2005
2004:
- Überschätzte Vorräte ☛ „Niemand weiß wirklich, wie viel Erdgas es gibt … dass der Verbrauch bis 2010 alleine in Deutschland um 17 Prozent steigt, in Frankreich um 28 Prozent und in Italien um 30 Prozent. Die Prognose beruht vor allem auf einer Umstellung der Stromerzeugung … Beispiel USA. Noch 1999 war man dort von unbegrenzten Gasvorräten ausgegangen, heute zeigt sich, dass aus allen wichtigen Quellen immer weniger Gas strömt und neue so gut wie nicht mehr gefunden werden. ‚Die ursprünglichen Annahmen haben sich als falsch erwiesen, weil sie überwiegend auf Computermodellen basierten‘ … Und schon 2006 werden die Erträge der europäischen Gasproduktion unwiderruflich zurückgehen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover ausgerechnet“, Berliner Zeitung, 26.5.2004
peak-gas/nachrichten/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/10/12 21:30 von admin