Peak Gas: Interviews, Kommentare, Fachartikel
2011:
- J. Kirchengast: Rache und Realpolitik (Timoschenko-Urteil) ☛ „Die politische Instrumentalisierung der Gasverträge zeigt: Wer immer in Kiew an der Macht ist, muss sich mit den Russen arrangieren. Die Abhängigkeit von russischem Gas (die übrigens auch für die EU gilt) lässt keine andere Möglichkeit zu“, derStandard.at, 12.10.2011
- Dohmen/Müller/Schwägerl: Drei mal drei (Energiepolitik) ☛ „Wie der Atomausstieg funktionieren könnte, macht die CSU in Bayern schon einmal vor. Bis 2020, spätestens 2022 will der Freistaat aus der Atomkraft aussteigen. ‚Der Anteil der Gaskraftwerke an der Stromerzeugung muss auf bis zu 50 Prozent gesteigert werden‘, heißt es in dem Energiekonzept“, Spiegel, Nr.19/2011 (PDF: ),7.5.2011
- C. Klemp: Gasbohrungen im Münsterland - Fracking-Gifte in NRW-Boden gepresst ☛ „Nur Wasser und Sand? … Heimliche Disposalbohrung? … Radioaktive Stoffe … Eine Art unterirdische Giftmüll-Kippe“, Halterner Zeitung.de, 12.4.2011
- W. Pomrehn: Pest oder Cholera? (USA) ☛ „Die USA machen sich abhängig von kanadischem Öl und gefährden auf der Suche nach Erdgas Trinkwasserreservoirs … Während in den USA einerseits neue Anlagen für den Kohleexport gebaut werden, aber andererseits auch der Widerstand gegen das ‚Mountain top removal‘ steigt, wird es im Inland offensichtlich immer schwieriger, neue Kohlekraftwerke zu bauen“, Telepolis, 9.2.2011
2010:
- S. Schulz: Gefährliche Gasbohrung - US-Energieriese presste giftige Chemikalien in Niedersachsens Boden ☛ „Der US-Konzern Exxon hat bei einer Testbohrung Zehntausende Liter Chemikalien in den Boden gepresst. Einige der Stoffe sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hoch giftig … Energiekonzerne stecken riesige Claims ab … Niemand sollte solche Chemikalien versehentlich trinken“, Spiegel, 5.11.2010 ( , , , )
- Radioaktive Abfälle: Öl- und Gasförderung (J.Döschner-Interv.) ☛ „Doch es gibt eine weitere Gefahr, die der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist: Bei der Erdöl- und Gasförderung entstehen radioaktive Abfälle, die die Erdölindustrie unsachgemäß entsorgt. 2009 hat der WDR-Wirtschaftsredakteur Jürgen Döschner diesen Skandal aufgedeckt“, Planet Wissen/WDR/SWR/BR-alpha, 21.9.2010
- S. Schultz: Feuer aus dem Wasserhahn - Riskante Gasförderung ☛ „Mit neuen Methoden pressen US-Energiekonzerne selbst dort Erdgas aus dem Erdreich, wo alte Techniken versagten, auch in Deutschland sind erste Pilotprojekte geplant. Die Wirtschaft hofft auf eine Milliarden-Bonanza - doch nun zeigt der Dokumentarfilm ‚Gasland‘, wie riskant die Verfahren sind“, Spiegel, 17.8.2010
- "In 20 Jahren droht uns eine Versorgungslücke beim Gas" (Interv. T.Seltmann, EWG) ☛ „Die Europäische Gaswirtschaft prognostiziert einen um 25% steigenden Bedarf in den nächsten 20 Jahren. Noch ist nicht klar, woher diese Menge kommen wird. Die europäische Gasförderung geht zurück. Die Gaswirtschaft selbst spricht von einer Versorgungslücke von einem Drittel des Bedarfs“; Wenn Heizöl weitgehend unbezahlbar wird, wird es in dem Moment fast im identischen Ausmaß auch Erdgas (EG), pellets/ÖkoFEN, 7.2010/13.9.2010 ( )
- Natural Gas: An unconventional glut ☛ „Newly economic, widely distributed sources are shifting the balance of power in the world’s gas markets“; Nutzen sie nun endlich dieses kleine Energiepolster für die energetische Rettungs-Energiewende?? (EG), The Economist, 11.3.2010
2009:
- Seltmann/Zittel: Trügerische Hoffnung ☛ „Selbst bei Umweltschützern gilt Erdgas als sauberer Brennstoff. Der Verbrauch steigt. Während in Europa die Förderung sinkt, geht der Ausbau teurer Transport-Infrastruktur für zusätzliche Importe nicht schnell genug. Erdgas wird nach dem Erdöl der nächste knappe Energierohstoff, auch weil die Reserven überschätzt werden und die Förderung nicht ausreichend wachsen kann“, Energy Watch Group, in: Sonne Wind & Wärme, 12.2009
- Wintershall auf Wachstumskurs vor allem durch Aktivitäten in Russland ☛ „Gerade das Engagement in der Nordsee habe Wintershall deutlich verstärkt. ‚Noch immer stammt rund die Hälfte des heute in Europa verbrauchten Erdgases aus den Nordsee-Anrainerstaaten Norwegen, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien und Deutschland. Im Zuge unserer Gas-für-Europa-Strategie ist die Nordsee für Wintershall eine heimische Förderregion‘, so Seele. Mit der Akquisition der norwegischen Revus Energy ASA (heute Wintershall Norge ASA) hat das Unternehmen den Grundstein für weiteres Wachstum in der Region gelegt“; Europas Gasförderung wird bis 2020 rapide fallen (EG), russland.RU, 7.10.2009
BMWi: Energierohstoffe 2009 - Zuwachs bei Reserven und Ressourcen ☛ „Erdgas verfügt über ein ausreichendes Potenzial, um in den nächsten Jahrzehnten auch deutlich größere Beiträge zur globalen Energieversorgung leisten zu können“; Absurde ministerielle Sabotage einer ausreichend effektiven Vorbeitung bzw. Anpassung Deutschlands auf bereits begonnene Ressourcenverknappungen (EG), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik/Monatsbericht September 2009, S.8-13, 1.9.2009 (Bericht ’09: )
- Hoffen auf die Tiefsee ☛ „Matthew Simmons, einst Energieberater der Bush-Regierung, meint, die neue Gas-Euphorie sei ‚größtenteils Übertreibung‘: Der Energielieferant aus dem Schiefer sei schwer zu fördern und werde schnell zur Neige gehen - vor allem, wenn der Verbrauch aufgrund des knapper werdenden Erdöls stark steigt“, SZ, 28.7.2009
- T. Konicz: Moskau gibt Gas ☛ „Zahlungsschwierigkeiten in Kiew: Die energiepolitischen Auseinandersetzungen zwischen Rußland und der Ukraine schwelen weiter … Vor Staatsbankrott … Es ist nicht ganz klar, aus welchen Quellen Kiew seine Gasrechnungen bislang noch begleichen konnte … Fakt ist: Reserven hat das Land kaum noch, und der nächste Winter kommt bestimmt“; Das EU-Ukraine-Gas-Dilemma (EG), junge Welt, 13.6.2009
- M. Stürmer: Strategische Rolle des Erdgases wächst ☛ „Doch die westeuropäischen Vorräte schrumpfen und die Lieferanten werden zunehmend Staatsunternehmen“, Welt am Sonntag, 17.5.2009
- Nabucco vor dem Aus? ☛ „Aserbaidschan und Rußland unterschreiben Absichtserklärung über Erdgasexport. Westliches Pipelineprojekt könnte so ohne feste Lieferzusagen dastehen … ohne Lieferzusagen aus Aserbaidschan könnte die geplante jährliche Nabucco-Transportkapazität von zirka 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas nicht einmal ansatzweise erreicht werden“, junge Welt, 14.4.2009
- A. Medwedew (Gazprom): Ein unfreundlicher Akt der Europäer in der Energiepolitik ☛ „Die Europäische Union behandelt Russland in der Energiepolitik nicht wie einen echten Partner. Damit gefährdet sie ihre Sicherheit bei der Gasversorgung“, FTD, 10.4.2009
- K. Aleklett: Natural gas as answer to oil decline could lead to catastrophe, says leading expert ☛ „Many are looking to natural gas as a solution for electricity production in the future, but this is a massive mistake. Natural gas could generate enough energy to meet the demand for the next five to 10 years, but it is not a long term sustainable option. To expand the use of natural gas would be a mistake which could have catastrophic economical consequences for UK, Europe and across the globe in 20 years time. When we are hit by ‚Peak Gas‘ there are no alternatives for power generation“, University of Aberdeen, 5.3.2009
- Neue Runde im Pipelinepoker ☛ „Gerät Moskaus Energietransitmonopol ins Wanken? Die EU versucht, ihre Chancen für die Nabucco-Pipeline im kaspischen Raum zu verbessern … Doppeltes Spiel der BRD … Bulgarien – Moskaus Karte? … Türkei – Karte der EU? … Aserbaidschan – die sichere Bank … Asse Iran und Irak? … Jackpot Turkmenistan?“; ab 2012 Gas-Lücke in EU und Nordamerika unabwendbar (EG), jungeWelt, 28.2.2009
- Russland/China - Weckruf für Europa ☛ „Russland braucht Europa als Käufer von seinem Gas - mit dieser Annahme trösteten sich die Europäer gerne über ihre Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen hinweg. Wenn Russland China mit Energie beliefert, zieht dieses Argument aber nur noch begrenzt“; Wer waren denn all diese strategischen Chef-Tröster?! (EG), FTD, 18.2.2009
- J. Wagner: Der Neue Kalte (Gas-)Krieg zwischen EU und Russland geht in die nächste Runde ☛ „Nabucco und Georgienkrieg … Afrikanische Nabucco: Die Trans-Sahara Gas-Pipeline … Gas-OPEC und Energie-NATO … SCO und die Konturen des Neuen Kalten Krieges“, Linke Zeitung, 17.2.2009
- "Russland ist vom Gasexport nach Europa abhängig" ☛ „Leonid Grigorjew leitet das russische Institut für Energetik und Finanzen: Aber Russland baut auch den Export nach Fernost aus. So wird am 18. Februar das erste Flüssiggas aus Sachalin nach Japan geliefert. Das ist neues Gas aus dem neuen Kowyktinsk-Feld. Das liegt im Gebiet Irkutsk, das von Europa und den USA etwa gleich weit entfernt ist … in naher Zukunft werden Kasachstan und Turkmenistan Lieferungen nach China aufnehmen. Die Verträge sind geschlossen und die Pipelines nach Osten werden gebaut … Es gibt heute gewaltige Schwierigkeiten bei der Erschließung neuer Gasvorkommen“, Deutsche Welle, 12.2.2009
- S. Judisch (RWE): Nabucco wird kommen ☛ „Deutschland muss 83 Prozent seines Gasbedarfs importieren, Europa etwa 60 Prozent - in beiden Fällen mit steigender Tendenz. Verschiedene Schätzungen gehen davon aus, dass Europa in den kommenden 20 Jahren mindestens 200 Milliarden Kubikmeter pro Jahr mehr an Erdgas importieren wird“; Sprachfalle: „wird“? - möchte! (EG), FTD, 27.1.2009
- O. Geden/A. Goldthau: Das Luftschloss "Nabucco" - Wie geopolitische Fantasien den Blick auf energiewirtschaftliche Realitäten verstellen ☛ „Die bisherige Diskussion um Nabucco stellt das im Gasgeschäft übliche Vorgehen schlicht auf den Kopf. Statt den Dreischritt aus ‚prove, drill, export‘ zu gehen, wird schon im ersten Schritt eine Pipeline gefordert, während die Verfügbarkeit ausreichender Mengen einfach als gegeben vorausgesetzt wird … Fakt jedoch ist, dass bislang kaum Lieferzusagen für Nabucco existieren, denn auf absehbare Zeit sind in der kaspischen Region nicht genügend Gaskapazitäten verfügbar … Nabucco wird zum wiederholten Male zum zentralen Baustein der europäischen Versorgungsstrategie erklärt, die Frage der notwendigen Gasmengen vertagt, und die realitätsferne Debatte um den ‚Südlichen Gas-Korridor‘ weiter künstlich am Leben gehalten“, derStandard, 26.1.2009
- A. Medwedew: Botschaft an Europa ☛ „Dieses Jahr wird das letzte sein, in dem beide Seiten Nachlässe erhalten … In der Tat waren es die Europäische Union und andere WTO-Staaten, die darauf bestanden haben, dass der Gashandel zwischen Russland und der Ukraine von marktwirtschaftlichen Prinzipien beherrscht werde. Endlich sind wir an diesem Punkt angelangt … Präsident Juschtschenko besteht noch darauf, dass die Ukraine untersuchen müsse, ob das Abkommen übereinstimmt mit der ‚nationalen Sicherheit und den nationalen Interessen‘ der Ukraine. Jeder Versuch, das Verhandlungspaket wieder aufzuschnüren, wäre allerdings zum Scheitern verurteilt und ginge auf Kosten von Millionen europäischer Bürger“, derStandard, 22.1.2009
- W.H. Bernotat: Energiepolitik mit kühlem Kopf ☛ „In vielen osteuropäischen Ländern sind die Wohnungen kalt … beim Erdgas deutlich, das in der öffentlichen Wahrnehmung vom ökologischen Heilsbringer zum außenpolitischen Machtinstrument geworden ist … dann bleibt nur die verstärkte Verstromung von Gas. Gaskraftwerke aber sind bisher für die Spitzenlast zuständig - und das sollte auch so bleiben. Denn Gas in der Grundlast würde den Energieträger und damit sowohl die Strom- als auch die Gasversorgung verteuern. Zudem würden wir unsere Abhängigkeit steigern, denn uns muss klar werden, dass Gas eine knappe und knapper werdende Ressource ist … Schon allein daher sollten wir unseren Gasbedarf nicht weiter hochschrauben … An erster Stelle muss dabei das Bewusstsein stehen, dass nicht verbrauchte Energie unsere wichtigste Energiequelle der Zukunft ist“, Handelsblatt, 14.1.2009
WEG: Gasstreit - Dank deutscher und westeuropäischer Quellen sowie gut gefüllter Speicher keine Versorgungsprobleme ☛ „Für die Zukunft der deutschen Gasproduktion ist Kalkoffen optimistisch. Es gebe noch genügend Lagerstätten in Deutschland, die erschlossen werden könnten“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 9.1.2009
- Experte: Energiekrise wird Finanzkrise völlig in den Schatten stellen ☛ “‚Selbst im optimistischen Fall hat Europa 2020 eine Unterdeckung mit Gas von 27 Prozent, die Eigenversorgung der EU geht dramatisch zurück‘ … ‚Derzeit haben wir kein Leitungsproblem, sondern ein Gasproblem. Im Wesentlichen werden die Russen in Zukunft bestimmen, wer Gas bekommt und wer nicht. Sie haben ihre Finger in Afrika, im Iran, in Nordafrika überall drin‘ … Kronberger, der in seinem Buch ‚Blut für Öl‘ den Gasstreit bereits 1997 genau beschrieben hat“, pressetext.at, 9.1.2009
- Krägenow/Weikert: EU fürchtet Gaskollaps - Gefährlicher Energiestreit ☛ „Die EU-Kommission fürchtet den Zusammenbruch der Gasleitungen in der Ukraine. FTD-Informationen zufolge halten die Experten in der Brüsseler Behörde einen ernsten technischen Kollaps des Systems als Folge des russischen Gaslieferstopps für eine reale Gefahr“, FTD, 7.1.2009
- Gasstreit ohne Ende ☛ „Solange die Ukraine eigenständig bleibt, wird der Konflikt um den Gastransit andauern. Europa sollte sich daher so rasch wie möglich nach Alternativen zu russischem Gas umsehen“, FTD, 7.1.2009
H. Kopetz: Runter vom Gas! Neue Pipelines sind die falsche Antwort auf die Krise ☛ „Damit aber wird die Lösung des Problems höchstens um einige Jahre hinausgeschoben und gleichzeitig viel Geld vergraben, ohne zu einem dauerhaften Ergebnis zu kommen. Denn ähnlich wie bei Öl stoßen wir auch bei Gas an die Grenzen der ständigen Produktionsausweitung“, derStandard, 7.1.2009
- Versorgungskrise spitzt sich zu ☛ „Nur zehn Prozent der üblichen Menge kamen in Österreich an. Zu deutlicheren Lieferausfällen kam es auch in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und am Balkan. In der Slowakei wurde wegen der Lieferausfälle der Notstand ausgerufen … In Serbien frieren zehntausende Menschen zum orthodoxen Weihnachtsfest in kalten Wohnungen“, FTD, 7.1.2009
- "Gas wird immer wieder gestohlen" (Umbach-Interv.) ☛ „Gazprom wirft dem Land hingegen vor, illegal so genanntes Brenngas abzuzapfen, das zum Betrieb der Pipelines benötigt wird … Letztlich beharrte Russland auf der Beibehaltung der Zwischenhändler, die laut Umbach noch immer ‚völlig intransparent‘ arbeiten“, FTD, 7.1.2009
- Weikert/Zapf: Energiedurst macht EU verwundbar - Versorgungsnotstand ☛ „Abhängigkeit ist eine Plage. Wenn Europas größter Gaslieferant mit dem wichtigsten Transitland streitet, fröstelt die EU. Es rächt sich, dass sie für den Notfall nicht gerüstet ist“, FTD, 6.1.2009
- WEG: Spezialausgabe Versorgungssicherheit Erdgas ☛ „Die Erdgasproduktion in Deutschland ist seit einigen Jahren rückläufig. Dies ist eine Folge der natürlichen Entwicklung in den schon älteren Feldern … Sollte die Politik nicht handeln und eine nationale strategische Erdgasreserve schaffen? … Hierfür sehen wir keinen Bedarf“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e. V., 1.2009
2008:
- Russia to nuke oil and gas fields in the Arctic ☛ „European oil and gas development companies such as French Total and Norwegian StatoilHydro will participate in the development of Shtokman gas field in the Russian Arctic — the field specified for nuclearification by the Russian designers“, Bellona.org, 13.11.2008
- OPEC Redux: Responding to the Russian–Iranian Gas Cartel ☛ „Additionally, the next Administration must develop a clear global policy to limit cartelization of the gas markets. Specifically, the U.S. should work with the European Union member states, Japan, China, India, and other countries to prevent the cartelization of the gas sector. This can be accomplished through cooperation with the International Energy Agency, which China and India should be invited to join, and by applying anti–trust legislation worldwide against state–owned companies that are actively involved in cartel–like behavior in energy markets“, Petroleum World.com, 2.11.2008 ( )
A. Fischer: Brisanz der russischen Gasvorkommen! ☛ „Die Halbinsel Jamal ist nicht nur von zahllosen Flüssen und Seen durchzogen, sondern auch im Sommer überhaupt nicht befahrbarDas ist aber noch nicht alles: Jamal liegt nur ganz knapp über dem Meeresspiegel. Mehrere Untersuchungen haben in diesem Zusammenhang ergeben, dass sich die Halbinsel im Verlauf der Gasförderung senken wird, um bereits nach einem kurzen Zeitraum gänzlich mit Wasser bedeckt zu sein“, rohstoff-spiegel.de, 4.10.2008
- Feuer aus dem Eis - Alternative Energiequelle ☛ „Gefrorenes Methan gilt als Energie der Zukunft. Die Vorräte enthalten wohl mehr Energie als die herkömmlichen Erdgas-Reservoire. Doch die Förderung ist schwierig“; Treibhausgas-Tsunami gegen bereits angeschlagene Erdatmosphere (EG), SZ, 11.9.2008
- WEG: Erdöl- und Erdgasproduzenten steigern Investitionen in Deutschland um 43 Prozent ☛ „Es sind große Anstrengungen notwendig, den in den letzten Jahren beobachteten Rückgang der heimischen Erdölund Erdgasproduktion aufhalten zu können … Dadurch erweist sich die Erschließung neuer Lagerstätten zunehmend als technologisch schwierig und kostenaufwändig“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 25.8.2008
- Wicks: All is lost on global warming without clean coal ☛ „If we were to have a moratorium on coal-fired stations … we would therefore most likely become more dependent on gas. ‚I don’t want to exaggerate, but gas comes from some fairly unstable parts of the world and some not readily associated with human rights and democracy‘“, The Guardian, 8.8.2008
- WEG: Deutsche Erdöl- und Erdgasförderung im ersten Halbjahr 2008 ☛ „Als Folge des natürlichen Produktionsverlaufs der Erdöl- und Erdgaslagerstätten war die Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 erneut rückläufig. In den ersten sechs Monaten wurden in Deutschland 7,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 1,5 Millionen Tonnen Erdöl produziert. Damit sind sowohl die Erdgas- als auch die Erdölförderung um rund 10 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesunken“, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 30.7.2008
Flaring up again - The end of self-sufficiency is proving painful for British consumers ☛ „British output from the North Sea is well past its prime. Production peaked in 1999 and has declined rapidly ever since, turning Britain once again into a net importer of both oil and natural gas … Currently, North Sea production can supply around two-thirds of Britain’s maximum demand; that will fall to around half as soon as 2010 … Expensive gas is particularly painful for Britain, which relies on the stuff to heat around 85% of its homes. The country also uses gas to generate around 40% of its electricity, a particularly high proportion that is set to rise still further over the next decade“, The Economist, 24.7.2008
- Gazprom pushes for more nuke power to develop Shtokman oil and gas reserve ☛ „Russia’s aging Kola Nuclear Power Plant, which is already limping along with two reactors that have run out their engineered life spans, is negotiating with Gazprom over building two more reactor units to supply more power for developing the underwater Arctic Shtokman oil and gas reserve“, Bellona, 4.4.2008
- I. Dey: Price war threat to UK gas supplies ☛ „LNG imports from Qatar and Algeria are expected to account for roughly 11% of our supplies. By 2020, it is hoped that more than 30% of Britain’s gas supplies will be sourced from LNG with tankers arriving from other producers such as Egypt, Nigeria, Trinidad and Oman“, Times Online, 9.3.2008
- Gashydrat: das "gefrorene Erdgas" – ein fossiler Energieträger am Beginn seiner Nutzung (BGR) ☛ Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, 6.3.2008
- Murmansk speaks out against using floating nuke plants in oil project ☛ „Russia’s oil and gas giant Gazprom, which controls the leasing rights to the Shtokman field and chooses which foreign partners to include, said at the same January conference that it is receptive to using Russian produced floating nuclear power plants to work the field – so long as it has a foreign partner to bear a portion of the cost“, Bellona.org, 5.3.2008
- Floating nuclear power plants attracting interest of the oil industry in Russia and abroad ☛ „The extremely hazardous use of floating and underwater atomic energy stations to supply power to tap remote oil and gas reserves is gaining currency among not only Russian gas giants but their Norwegian counterparts as well … Birkeland said Russia must make a significant contribution to the design of such underwater reactors, which are envisioned to be 50 to 100 megawatts, much like the reactor installations aboard nuclear icebreakers“, Bellona, 12.2.2008

Ist Erdgas eine Alternative zum Erdöl? ☛ “…dann dürfte bei derzeitigem Verbrauchsanstieg die weltweite Gasförderung um das Jahr 2025 das Fördermaximum erreichen. Angesichts der oben geäußerten Differenzierungen muß erwartet werden, dass in Europa (und auch weltweit) bereits wesentlich früher Versorgungsengpässe auftreten, und man sollte nicht überrascht sein, wenn bereits gegen Ende dieses Jahrzehnts die Versorgungsprobleme beginnen“, ASPO Deutschland, 5.2.2008
2007:
- A. Medwedew: „Gasprom kümmert sich nicht um Politik“ ☛ „Heute ist der Weltmarkt für Energie ein Schauplatz des erbitterten Wettbewerbs … Wir dehnen unsere geografischen Versorgungsgebiete aus, entwickeln aktiv den Strombereich, produzieren verflüssigtes Erdgas, erhöhen unseren Einfluss auf dem Erdölmarkt und engagieren uns in der Kohleindustrie. Wir verfolgen ein klares strategisches Ziel: Weltmarktführer im Energiebereich zu werden“, Cicero, 10.2007
- J. Wagner: Der Russisch-Europäische Erdgaskrieg - NABUCCO, die Gas-OPEC und die Konturen des Neuen Kalten Krieges ☛ IMI-Studien zur Militarisierung EUropas 30/2007
- H. Mattes: Die „Gas-OPEC“ – Schwierigkeiten einer Kartellbildung ☛ „Während das meiste Erdöl über die Vermarktungskette Pipeline – Verladeterminal – Öltanker – (Pipeline) – Raffinerie global, günstig und ohne Spezialaufwand vermarktet werden kann, unterliegt Erdgas speziellen und kostenintensiven Transportzwängen“; durch den ‚Peak Gasexport‘ bald Krisenenergiequelle Nr.2 (EG), German Institute of Global and Area Studies (GIGA), 5.2007
2006:
- A. McKillop: Peak Oil to Peak Gas is a short ride ☛ „Around 9% of today’s world gas production is lost in the production and transport process … Removing cheap gas from the picture will very surely trouble the reassuring but impossible concept that after Peak Oil we will have a ‚Gas Bridge‘ for decades, even for 50 years as some die-hard dreamers like to proclaim“, Energy Bulletin, 12.12.2006
- F. Umbach: Die Energieversorgung Europas - Ein Sicherheitsproblem ☛ „Unabhängige russische Energieexperten gehen ab 2010 von einer Gaslücke von mindestens 126 bcm aus, während die IEA die Gaslücke im Jahr 2015 auf sogar 200 bcm beziffert“ (s.263), Reader Sicherheitspolitik, 12.2006
2005:
- N. Butler (BP): Energiesicherheit in Europa ☛ „Dennoch nehmen die Fördermengen ab. Auch wenn die Produktion in Norwegen weiter ansteigt, war die Erdgasproduktion im niederländischen Groningen 1996 auf dem Höchststand. Die Ölproduktion in Großbritannien war im Jahre 1999 auf dem Höhepunkt und die britische Gasproduktion nimmt jetzt ebenfalls allmählich ab“, Rede beim International Institute for Strategic Studies/Genf, 17.9.2005
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