Peak Energie Leugner
2011:
- M. Hartwig: Für eine "nachhaltige Entwicklung" zu spät (D.Meadows-Interv.) ☛ „Wird es jemals einen Zeitpunkt in Deutschland geben, an dem Ihr sagt, ‚jetzt haben wir die Grenzen erreicht‘? Nein, das glaube ich nicht. Einige politische Gruppen werden das sagen, andere, Ökonomen und so weiter, werden die Tatsachen einfach für immer ignorieren … Das politische System wird sich mit diesen Problemen nicht auseinander setzen. Es wird eher so laufen wie jetzt beim Euro … sie befassen sich erst damit, wenn eine Krise da ist“, Deutschlandradio Kultur, 29.10.2011
- Energieszenarien: Shell sieht Unsicherheit in künftiger Energieversorgung ☛ „Das Angebot wird nur schwer mit der Nachfrage Schritt halten können. Ende des kommenden Jahrzehnts wird die Produktion von leicht förderbarem Erdöl und Erdgas voraussichtlich nicht mehr in dem Maße steigen wie die Nachfrage. Obwohl es in vielen Regionen der Erde noch große Kohlevorkommen gibt, sind dem Wachstum dieses Energieträgers durch Transportprobleme und ökologische Herausforderungen Grenzen gesetzt“; Kohle hat mehr Grenzen als durch Transport und C02 (EG), Shell.de, 15.2.2011
- Shell Future Energy Scenarios: 'Zone Of Uncertainty' Ahead ☛ „Supply will struggle to keep pace with demand. By the end of the coming decade, growth in the production of easily accessible oil and gas will not match the projected rate of demand growth. While abundant coal exists in many parts of the world, transportation difficulties and environmental degradation ultimately pose limits to its growth“; Peak Oil-Preise destabilisieren schon ab heute massiv + KohleExport-Peak-Ignoranz (EG), Shell.com, 14.2.2011
- BP study outlines shift in fossil fuel use ☛ “…according to BP, the overall fuel mix will shift gradually. While fossil fuels contributed 83 per cent of the growth in energy from 1990-2010, over the next 20 years they will contribute just 64 per cent of the growth, the study says. The contribution of renewables will grow“, FT, 19.1.2011
2010:
- Bevölkerungs- und andere Bomben, die nie explodierten ☛ „War also nix mit der Apokalypse, und das Schicksal teilen Ehrlichs Prognosen mit denen des berühmten ‚Club of Rome‘. Der prophezeite 1972 in den ‚Grenzen des Wachstums‘, dass spätestens 1985 die Goldvorkommen und zur Jahrtausendwende überhaupt alle Rohstoffe zu Ende gehen würden. Der Bevölkerung drohe das Ende durch Überbevölkerung, Nahrungsmangel und Umweltverschmutzung. Heute hat Dennis Meadows, Autor der Studie, das Ende einfach nach hinten verlegt: Bei unveränderter Wirtschaftsweise habe die Welt - und auch die Milliarde Asiaten, die längst Opfer einer Mega-Hungerkatastrophe sein hätten sollen - noch 70 Jahre bis zum finalen Kollaps“, Kurier.at; Buch nicht gelesen (EG), 31.12.2010
- Schellnhuber/Klingenfeld: Fairness und Physik - Die globale Klimaschutzarchitektur braucht Gerechtigkeit und Realitätssinn ☛ „Der gegenwärtige Stillstand der internationalen Klimaverhandlungen hat vor allem eine Ursache: die kontroversen Ansichten in Sachen Lastenteilung“; Wacht endlich auf: (allein) über die Klimaschiene keine globale Energie- und Lebensstil-Revolution legitimierbar! (EG), Internationale Politik, 15.11.2010
- Spenden von BASF und Bayer: Prima Klima im Kongress ☛ „Einem neuen Bericht der Umweltschützer zufolge bremsen Bayer, BASF und andere europäische Unternehmen die US-Klimapolitik mit Hilfe indirekter Spenden an Politiker. Ziel sei die Sabotage wirksamer Klimagesetze - um dann anschließend europäische und deutsche Klimaschutzinitiativen zu untergraben, mit Verweis auf die Untätigkeit der USA“, Spiegel, 26.10.2010
- Geld von europäischen "Klimasaboteuren" für Tea-Party-Kandidaten ☛ „BASF, Bayer und EON unterstützen laut eines Berichtes Kandidaten für den US-Senat, die schärfere Klimaschutzgesetze blockieren, bzw. ausgewiesene Klimaskeptiker sind“, Telepolis, 26.10.2010
- Prof. S. Dullien: Wir müssen wachsen ☛ „Die Wohlstandsskepsis ist gefährlich. Ein Mehr an Wirtschaftsleistung hilft Mensch und Umwelt“, Die Zeit, Nr.40, 4.10.2010
- Goffart/Fockenbrock/u.a.: Die blockierte Republik ☛ „Die Legitimation für technologische Großprojekte schwindet - überall in Deutschland. Zahlreiche Investitionen in Milliardenhöhe sind derzeit durch Bürgerbegehren und Gerichtsentscheide blockiert … Die Verbandspräsidenten der Wirtschaft aber drängen auf Härte … ‚Wenn es die Politik nicht schafft, bei der Planung von Infrastrukturprojekten frühzeitig Transparenz zu schaffen und mit den Bürgern in den Dialog zu treten, ist das Wachstum gefährdet‘, sagt der Ökonom Tilman Brück vom DIW“; Die traditionelle fossilistische Wachstumsdenke im Zeitalter der Ressourcen-Peaks ist volkswirtschaftliches Harakiri (EG), Handelsblatt, 4.10.2010
- B. Wynne: When doubt becomes a weapon (Merchants of Doubt-Rev.) ☛ „Wynne wishes that a book on the vulnerability of scientific evidence to attack by ideologists had grappled more with the larger question of why science is such an easy target“, Nature 466, p.441-442, nature.com, 21.7.2010
- Umstrittener Hauptbahnhof: Studie zweifelt Stuttgart 21 an ☛ „Die knapp 60-seitige Studie wurde vor zwei Jahren vom baden-württembergischen Innenministerium in Auftrag gegeben - und ist seitdem unter Verschluss, nur zwei Dutzend Experten kennen ihre Ergebnisse. SMA ist eines der wenigen Ingenieurbüros weltweit, das die überaus komplexen Strukturen eines Fahrbetriebs exakt analysieren kann“, stern.de, 7.7.2010
- Stuttgart 21 und Co. - Das Problem der Deutschen mit den Großprojekten ☛ „Beim Bahn-Großprojekt Stuttgart 21 reißt der Protest nicht ab. Ist das der Ausdruck einer alternden Gesellschaft und der Besitzstandswahrung?“; CCS, DESERTEC, CargoLifter, A 380, A 440 M, Transrapid, Berliner Schloß, Eifeldorf „Grüne Hölle”, … (EG), Welt, 3.7.2010
- F.J. Wagner: Lieber Offshore-Windpark, ☛ „Für die Menschheit ist es ein großer Schritt nach vorne. Der Meereswind versorgt uns mit Energie. Für die Fischheit ist es eine Katastrophe … Mein ökologisches Sündengewissen ist bei den Vögeln und den Walen. Sie sind doch menschenähnlich. Wenn wir sie retten, dann retten wir uns“, Glaubwürdige Wendehälse? (EG), Bild.de, 27.4.2010
- Erdgas aus Deutschland - Schatzsuche im Schiefer ☛ „In den USA hat der Abbau von unkonventionellem Erdgas bereits in großem Stil begonnen und den Energiemarkt so umgekrempelt, dass der Rohstoffexperte und Pulitzerpreisgewinner Daniel Yergin von einer ‚American Gas Revolution‘ spricht. BP-Chef Tony Hayward bezeichnete die neuen Erdgasvorkommen gar als ‚game changer‘ - sie könnten die Machtverhältnisse in der Branche grundlegend ändern“; Große Lippe mit der Reservetankfüllung (EG), Spiegel, 12.4.2010
- VDMA: 50/30/20 – Strommix in der EU im Jahr 2030 ☛ „Der Anteil der erneuerbaren Energien an der europäischen Stromproduktion wird sich bis 2030 im Vergleich zu 2007 von 16 auf 48 Prozent verdreifachen. Zusätzlich werden 33 Prozent Strom aus fossilen Kraftwerken und 19 Prozent Strom aus Kernkraftwerken die europäische Versorgung sicherstellen“, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, 31.3.2010 (Studie: )
Frondel/Haucap/Schmidt: Staat soll Laufzeiten versteigern statt verschenken (AKW) ☛ „Wenig sinnvoll erscheint die Forderung, die Erlöse nur für die Förderung erneuerbarer Energien zu verwenden. Denn davon profitierten insbesondere wieder die Kernkraftwerksbetreiber, weil sie zunehmend in alternative Technologien, etwa Offshore-Windparks, investieren. Es ist zudem nicht einsichtig, warum nur die Sektoren von einer Laufzeitverlängerung profitieren sollten, die seit einem Jahrzehnt durch die sich im hohen zweistelligen Milliardenbereich befindliche EEG-Förderung begünstigt werden“; energie- u. wirtschaftswiss. Elite hat historische, existenzielle Energiewende-Herausforderung immer noch nicht kapiert (EG), FAZ, 11.3.2010
- Europa 2020: Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum ☛ Europäische Kommission, 3.3.2010
- Maxeiner/Miersch: Nachhaltige Erziehung zum ökologischen Untertan - Kolumne zum Umweltunterricht ☛ „Bundesumweltminister Norbert Röttgen geißelt gern die Klimahysterie. Aber aus seinem Hause stammen Schulmaterialien, welche genau diese Hysterie schüren. Das ist nicht selten an deutschen Schulen. Bereits in den Grundschule lernen die Kids, dass Wohlstand doof ist und werden auf ‚nachhaltiges‘ Denken getrimmt“, Welt, 11.2.2010
- D. Lingenhöhl: Wie lange reicht die Kohle? ☛ „Steigen die Preise, wie während der letzten Rohstoffhausse, als der Preis für die Tonne Kohle zwischen 2006 und 2008 von 40 auf 160 US-Dollar in die Höhe schoss, rentiert sich zudem die Suche nach neuen Lagerstätten und deren Erschließung“; Geologischer Tunnelblick: Dann ‚lohnt‘ sich allerdings das jetzige volkswirtschaftliche System nicht mehr (EG), Handelsblatt, 9.2.2010
- J. Krönig: Weltklimarat IPCC in der Krise - Auch das politische Klima muss sich ändern ☛ „Die geforderte Dekarbonisierung erweist sich bislang als unmöglich – noch fehlen die Energiealternativen, zugleich wächst der Energiebedarf rasant“; Noch unmöglicher ist allerdings Englands Versorgung mit bezahlbaren fossilen oder atomaren Energien! (EG), Zeit, 1.2.2010
2009:
- Die große Klimaverschwörung ☛ „Eine kleine, aber einflussreiche Lobby belügt uns seit Jahren über die Ursachen und Ausmaße des Klimawandels. Ein Plädoyer für eine Anklage … Wenn von den Klimaverschwörern die Rede sein soll, so muss an erster Stelle natürlich der Ölkonzern Exxon-Mobil genannt werden“, Telepolis, 11.12.2009
- Wirtschaftsweiser bricht mit deutscher Ökostrompolitik - Protest gegen Solarförderung ☛ „Die Regierung fördert Solarstrom mit riesigen Beträgen - und begeht damit einen riesigen Fehler, warnt der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt … Schmidt fordert die Bundesregierung auf, andere Anreize zur Reduktion der CO2-Emissionen zu setzen: mit Hilfe des Emissionshandels, eines stetig geringeren Zertifikatevolumens oder über eine CO2-Steuer“; Bekannter Hardcore-Ressourcen-Optimist (EG), Spiegel, 5.12.2009
- N. Gronewold: New School of Thought Brings Energy to 'the Dismal Science' ☛ „These thinkers say that the neoclassical mantra of constant economic growth is ignoring the world’s diminishing supply of energy at humanity’s peril, failing to take account of the principle of net energy return on investment. They hope that a set of theories they call ‚biophysical economics‘ will improve upon neoclassical theory, or even replace it altogether“, NYT, 23.10.2009
- Naturgas ist noch für mindestens 60 Jahre vorhanden (IGU) ☛ „Mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum um 1,8 Prozent werde das Absatzvolumen bis 2030 von derzeit 3 auf mehr als 4,3 Billionen Kubikmeter im Jahr wachsen“; Plastik-Überschrift (EG), FAZ, 7.10.2009
- Wintershall auf Wachstumskurs vor allem durch Aktivitäten in Russland ☛ „Gerade das Engagement in der Nordsee habe Wintershall deutlich verstärkt. ‚Noch immer stammt rund die Hälfte des heute in Europa verbrauchten Erdgases aus den Nordsee-Anrainerstaaten Norwegen, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien und Deutschland. Im Zuge unserer Gas-für-Europa-Strategie ist die Nordsee für Wintershall eine heimische Förderregion‘, so Seele. Mit der Akquisition der norwegischen Revus Energy ASA (heute Wintershall Norge ASA) hat das Unternehmen den Grundstein für weiteres Wachstum in der Region gelegt“; Europas Gasförderung wird bis 2020 rapide fallen (EG), russland.RU, 7.10.2009
- Suche nach riesigen Gas-Vorräten (Niedersachsen) ☛ „Die konventionellen Vorräte werden in 20 bis 30 Jahren erschöpft sein. Mit der Erschließung der vermuteten unkonventionellen Gas-Vorräte könnte sich die Verfügbarkeit des fossilen Brennstoffs um 30 bis 50 Jahre verlängern, sagte der Vorsitzende von Exxon Mobil Europa, Gernot Kalkoffen“; Anhaltender Rückgang der konventionellen Fördermengen mit unkonventionellem Gas (energetisch) nicht ausgleichbar (EG), Nordwest Zeitung, S.1, 3.10.2009
- Obama warnt vor Klima-Katastrophe ☛ „Präsident Obama hat die Welt zum gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung aufgerufen. Konkrete Vorschläge machte er nicht … Nach Obama trat auch der chinesische Staatspräsident Hu Jintao vor die Staatenwelt und sagte verstärkte Anstrengungen seines Landes zum Klimaschutz zu. Im Gegensatz zu seinem Amtskollegen aus Washington nannte er konkrete Zahlen“; Traurige westliche Blabla-Politikrhetorik (EG), Zeit, 22.9.2009
- Mehr als 600 Konzerne fordern ehrgeizige Klimaziele ☛ „BASF, E.on, Siemens, Allianz, Easyjet und Yahoo: Dies sind einige Hunderter Konzerne, die die Staatenwelt dazu auffordern, das Problem des Klimawandels in Angriff zu nehmen“; Die Klima-Debatte als rhetorisches Zeitspiel, um auf der Energie-Rohstoff-Ebene nicht sofort Substantielles ändern zu müssen (EG), Zeit, 22.9.2009 ( )
- T. Tuma: Wenn die letzte 20-Watt-Birne zerschlagen ist ... ☛ „Erst schafft Brüssel die Glühbirne ab, dann den Glühwein - und bald die Glühwürmchen? Was haben die unschuldig strahlenden Energiefresserchen denn getan? Gegen die Eurokraten hilft nur eines: die Gründung einer Pro-Birnen-Partei“; Die Atmosphären-Gefährdung negierend, die Energieverknappung ignorierend - Redaktions-Versagen! (EG), Spiegel, 3.9.2009
- Frondel/Ritter/Vance: Die ökonomischen Wirkungen der Förderung Erneuerbarer Energien: Erfahrungen aus Deutschland ☛ „Dieser Artikel schätzt die Nettokosten dieser Förderung und diskutiert deren Beschäftigungs- und Klimaschutzwirkungen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die deutsche Förderpolitik in Form eines Einspeisevergütungssystems, das rechtlich auf dem seit 1.April 2000 geltenden Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) basiert, keine kosteneffiziente Art ist, die Erneuerbaren Energien im Energieportfolio eines Landes zu etablieren“; ideologisch festbetoniert in den Ressourcen-Reichweiten-Träumereien des 20.Jhds. (EG), Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaft sforschung (RWI), 9.2009
BMWi: Energierohstoffe 2009 - Zuwachs bei Reserven und Ressourcen ☛ „Die Studie zeigt, dass aus geologischer Sicht die globale Verfügbarkeit von Erdgas, Kohle und Uran auf absehbare Zeit auch bei steigendem Verbrauch nicht gefährdet ist. Beim Erdöl rechnet die BGR dagegen bis etwa zum Jahr 2035 mit dem Fördermaximum“; Absurde ministerielle Sabotage einer ausreichend effektiven Vorbeitung bzw. Anpassung Deutschlands auf bereits begonnene Ressourcenverknappungen (EG), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik/Monatsbericht September 2009, S.8-13, 1.9.2009 (Bericht ’09: )
- G.G. Wagner: Utopien im Kleinen helfen den Menschen ☛ „Vielleicht sollten sich die linken Utopisten an Karl Marx erinnern: Der sah ein ‚Reich der Freiheit‘ ohne Wachstum als erstrebenswert an, das allerdings erst durch massive Produktivitätssteigerungen erreicht werden könne … Aber bis wir weltweit auch nur dieses Niveau ereicht haben, sind noch jede Menge Wachstum und viel kluge Wirtschaftspolitik notwendig. Solange sollten wir uns von den Propheten der ‚Wirtschaft des Genug’ nicht verwirren lassen“; Anachronistische Naturressourcen-Kenntnis(EG), Berliner Republik, 4/2009
- Russland steigert Öl- und Gasförderung - Energiestrategie bis zum Jahr 2030 konzipiert ☛ „Die geplante Kapazität der Kraftwerke wird von 225 Millionen Kilowattstunden auf 355 bis 445 Millionen Kilowattstunden steigen“; Russland bremst und verpasst so den Anschluß an die neue EnergieEpoche (EG), RIA Novosti, 26.8.2009
- M. Koelling: Der lachende Pessimist (Meadows) ☛ „Für ihn haben die Explosion des Ölpreises und die Implosion der Wirtschaft nicht direkt mit den Grenzen des Wachstums zu tun, sondern mit klassisch kapitalistischer Spekulation und zyklischer Überproduktion“; Tragisches Nicht-Verstehen(-wollen) der 1998 begonnenen Peak Energy-Phase (EG), der Freitag, 23.7.2009
- D. Harnasch: Hurra, es geht aufwärts! ☛ „Wendepunkte der Konjunktur merkt man im Alltag erst, wenn sie schon vorüber sind. So übersehen wir auch jetzt: Der nächste Aufschwung hat schon begonnen … Kaum hat sich das Weltbankensystem vom Herbstschock erholt, beginnt auf den Kapitalmärkten ein ‚multipler Aufschwung’ … Das Thema ‚Aufschwung‘ war im Winterhalbjahr noch kaum messbar, ‚kommunikativ tot‘. Nun aber taucht das Wort millionenfach in allen Medien wieder auf. ‚Es kommt plötzlich und massiv‘, berichten die Forscher“; Die hohe Schule der Verkeksung (EG), Cicero, 7.2009
- M. Miersch: Die grüne Unschuld? ☛ „Der Umwelt ging es besser, doch die Untergangsszenarien wurden immer apokalyptischer. Um sicherzugehen, dass die Realität nicht wieder stört, retten die heutigen Grünen das Klima einer fernen Zukunft, die sie selbst nicht mehr erleben werden. Angst zu machen ist ihr Geschäft“; antiquierte Öko-Hasser-Positionen (EG), Cicero, 7.2009
- Norwegen: Geologen entdecken riesiges Erdgas-Reservoir ☛ „Bisher sind die Daten zur Größe des Gasfeldes mit einem großen Unsicherheitsfaktor behaftet. Klar scheint, dass der neue Fund die Norweger nicht von ihrer Suche nach weiteren Lagern befreien wird - dafür ist er nach den bisherigen Erkenntnissen zu klein“; Irreführung mit Überschriften (EG), Spiegel, 23.6.2009
Aktuelle BGR-Studie „Energierohstoffe 2009“: Woher kommt die Energie für das 21. Jahrhundert? ☛ „Die Weltvorräte an Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran sind ausreichend, um die Energieversorgung auch für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten … In der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erstellten Studie“; Auftragsvorgaben statt wissenschaftliche Seriösität (EG), Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, 23.6.2009
- H.Schuh: Alternative Treibstoffe - Die dritte Kraft ☛ „Erdgas ist billiger als Benzin oder Diesel und schont die Umwelt. Ein Doppeltank macht Erdgasautos attraktiv“; Ressourcenkurzsichtigkeit durch Klimabrille (EG), Zeit, 18.6.2009
- „Wachstum hat religiösen Charakter“ (The Great Transformation) ☛ „Für John Podesta, Chef des amerikanischen Thinktanks Center for American Progress, ist eine Welt ohne Wachstum unvorstellbar. Der Berater von US-Präsident Barack Obama betonte, dass der Weg zur kohlenstoffarmen Wirtschaft der Weg aus der Wirtschafts- beziehungsweise Wachstumskrise sei. ‚Wir müssen die Chancen betonen‘, sagte er. Podesta beschrieb die amerikanische Haltung zur Klimakrise so: ‚Wir glauben, wir können uns aus ihr heraus erfinden‘“, Zeit, 15.6.2009
Rezession: "Gemäßigter Kapitalismus wird salonfähig"(Krugman) ☛ „Ich glaube, niemand hätte einen derart koordinierten Absturz vorhersagen können … Was sind die weniger offensichtlichen Ursachen der Wirtschaftskrise?“; Führende un-abhängige Energieexperten wie Heinberg/Campbell/Simmons/Hirsch/Kunstler… haben alle seit Jahren einen Mega-Wirtschaftscrash durch die Peak-Energie-Wende vorausgesagt! (EG), Harvard Business Manager, 12.6.2009
- Merkel dämpft Hoffnung auf schnellen Aufschwung ☛ „Wir hätten zuletzt ‚über unsere Verhältnisse gelebt‘, sagte sie. ‚Wir haben praktisch so eine Art Zukunftswachstum schon mal angenommen und haben so getan, als könnten wir das Geld schon ausgeben‘ … Dennoch verteidigte sie die von der Union geplanten Steuersenkungen. Diese könnten Wachstum beschleunigen und seien ein ‚ehrlicher Plan‘, sagte die CDU-Vorsitzende weiter“, Spiegel, 12.6.2009
- S. Gabriel: "Wir dürfen die Strategie nicht ändern" ☛ „Wir setzen uns für Wachstum und neue Jobs ein, verbunden mit der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“, FR, 12.6.2009
- "Ich zweifele an der Klima-Katastrophe" (M. Horx) ☛ „Ich sage nicht, es gibt keinen menschlich bedingten Klimawandel. Ich zweifele lediglich an der Klimakatastrophe … Schauen Sie, wie viele große Katastrophen sind schon durch unsere Angstkathedrale getrieben worden! Ich erinnere ans Waldsterben, Atomtod, Schweinegrippe, Rinderwahnsinn…an Spermasterben, den Krieg der Generationen…an Überalterung, Vergreisung und Gammelfleisch, an ganze Heerscharen von apokalyptischen Reitern, die jetzt in den Museen verstauben“; Medial-gesellschaftlicher Alarmismus in unserer Kultur der Profit-Egoismen (leider) notwendig - für meistens dann auch nur minimale Problembehandlung; → aber: beginnende Horxsche Energiewende (EG), DerWesten.de, 8.6.2009
- "Wachstumskräfte freisetzen" - Merkel wieder auf FDP-Kurs ☛ „Aus diesem Tal kommen wir nach meiner Überzeugung am besten mit einer Regierung aus Union und FDP wieder heraus. Denn Schwarz-Gelb kann die Wachstumskräfte am besten frei setzen und einen entscheidenden Beitrag leisten, dass wieder Arbeitsplätze entstehen“, n-tv.de, 7.6.2009
- Merkel wirbt für ein starkes Europa ☛ „Merkel warb für ein Europa, das sich den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühle. Deutschland müsse schnell und gestärkt aus der Krise herauskommen, mahnte die Kanzlerin. «Das heißt: Wir müssen auf Wachstum setzen. Dazu brauchen wir vernünftige Entscheidungen in der Europäischen Union und gute Entscheidungen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland»“, PR-inside.com, 5.6.2009
- Kerosinersatz: Durchstarten mit der Supernuss ☛ „Treibstoffe aus Pflanzen oder Algen weisen gegenüber Kerosin etliche Vorteile auf“, FTD, 2.6.2009
- A. Vierecke: Die Verantwortung der Kulturwissenschaften im Klimawandel ☛ „Der Klimawandel ist längst in vollem Gange! … An die Kultur- und Sozialwissenschaften stellt sich umso dringender die Frage, wie die soziokulturellen Folgen bewältigt werden können … Den Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften schrieb man derweil die Zuständigkeit für das Erbauliche zu, weshalb sie, so der immer mitschwingende Subtext, in Krisenzeiten denn auch am ehesten entbehrlich seien. Heute beginnt man wenigstens zu ahnen: das Gegenteil ist der Fall!“; selbst noch Mitte 2009 werden in den Wissenschaften die Peak-Themen hinter dem Klima-Vorhang versteckt (EG), Goethe-Institut, 6.2009
- Deutsche-Bank-Chef Ackermann verteidigt 25-Prozent-Ziel ☛ „Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat sein umstrittenes Renditeziel erneut verteidigt. Die angestrebten 25 Prozent Eigenkapitalrendite vor Steuern erreiche der DAX-Konzern ‚nicht, wie manche behaupten, weil wir übermäßige Risiken eingehen‘, sagte Ackermann am Dienstag bei der Hauptversammlung“, FTD, 26.5.2009
- B. Lomborg: The Climate-Industrial Complex - Some businesses see nothing but profits in the green movement ☛ „Some business leaders are cozying up with politicians and scientists to demand swift, drastic action on global warming. This is a new twist on a very old practice: companies using public policy to line their own pockets … We must ask whether a »climate-industrial complex« is emerging, pressing taxpayers to fork over money to please those who stand to gain“, WSJ, 22.5.2009
- EU-Parlament will das Null-Energie-Haus ab 2019 zur Pflicht machen ☛ “‚Das ist kein Beitrag zum Klimaschutz, sondern ein Neubauverhinderungsprogramm. Diese technische Aufrüstung ist zu vertretbaren Kosten und Mietbelastungen bis 2019 nicht möglich‘, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann“, Welt, 16.4.2009
- Die dänische Achillesferse ☛ „Dänemark hat eine Schwachstelle in seiner sonst vorbildlichen Energiepolitik: Der CO2-Ausstoß ist zu hoch … Als er 2001 an die Macht kam, wollte er vom Umwelt- und Klimaschutz noch so gut wie nichts wissen. Zum Chefberater seiner Regierung berief er Björn Lomborg, Verfasser der Bücher ‚Apocalypse No‘ und ‚Cool it! Warum wir trotz Klimawandel einen kühlen Kopf bewahren sollten‘. Immer wieder betonte Fogh, er zweifle am Treibhauseffekt und seinen Folgen … Tatsächlich aber hängt das Land weit hinter der im Kyoto-Protokoll zugesagten Reduzierung seines CO2-Ausstoßes zurück. Das Ziel war, die Emissionen um 21 Prozent zu reduzieren. Bis zum Jahr werden es jedoch voraussichtlich nur vier Prozent sein“, Deutsche Welle, 30.3.2009
- Deutsche Wirtschaft: Wie schlimm die Krise wirklich ist ☛ „Im Juli 2008 war dieser auf sein Allzeit-Hoch von rund 145 Dollar pro Barrel gestiegen. Damals hatten zahlreiche Experten prophezeit, dass der Ölpreis weiter steigen und der Weltwirtschaft massiv schaden werde. Doch stattdessen ist der Preis für ein Barrel Rohöl mittlerweile auf unter 45 Dollar gesunken. So unglaublich es klingt: Über die wirtschaftlich größten Sorgen des vergangenen Sommers - den hohen Ölpreis und die hohe Inflationsrate - redet heute kein Mensch mehr“; die extremen Öl-/Energiepreisanstiege bis Juli 2008 haben die hybride Kredit- und Wachstumsökonomie abgeschossen! (EG) Stern, 27.2.2009
- Die Zukunft beginnt heute ☛ „Roboter werden unsere Freunde sein. Neue Technologien werden das Energieproblem lösen. Wir werden Fleisch im Labor herstellen. Ein «Magazin»-Gespräch mit dem Utopisten Ray Kurzweil“; Na, dann aber jetzt mal so langsam mit den Energie- und Fleischbergen rüberkommen (EG), TagesAnzeiger.ch, 13.2.2009
- S. Judisch (RWE): Nabucco wird kommen ☛ „Verschiedene Schätzungen gehen davon aus, dass Europa in den kommenden 20 Jahren mindestens 200 Milliarden Kubikmeter pro Jahr mehr an Erdgas importieren wird … Ohne Zweifel gibt es genügend Gas für ‚Europas lange Leitung‘. Acht Milliarden Kubikmeter sind aus dem Sahdeniz-Gasfeld Aserbaidschans zu erwarten, weitere 10 bis 14 Milliarden Kubikmeter könnten aus Turkmenistan und anderen Ländern der Region kommen“, FTD, 27.1.2009
- Kohle: Eine großartige natürliche Ressource ☛ „Am Tag zuvor hatte der Physiker Steven Chu, designierter Leiter des Energie-Ressorts, Kohle als ‚großartige Natürliche Ressource‘ bezeichnet (vor zwei Jahren bezeichnete er den Ausbau von Kohlekrafterken noch als ‚schlimmsten Alptraum‘)“, Ökologismus.de, 16.1.2009
- Zukunft ☛ Phantasterei ohne Bodenhaftung (EG), Telepolis special 01/2009, Heise.de
- T.L. Friedman: Das Energie-Internet ☛ „Wenn wir dieses wie oben beschrieben aufbauen, ergeben sich daraus Potenziale für mehr Wachstum mit weniger Kraftwerken … Und die Revolution wäre vollkommen, wenn wir einen weiteren Durchbruch erzielen könnten: die Erfindung einer Energiequelle, die sauberen, zuverlässigen, billigen, in großer Menge verfügbaren Strom für das Energie-Internet lieferte und den Einsatz von Kohle, Öl und Erdgas drastisch verringerte. Dann flösse sauberer Strom in intelligente, sparsame Stromnetze, intelligente Haushalte und intelligente Autos“; persistenter Größen-Virus (EG), Internationale Politik, 1.2009
- M. Horx: Anleitung zum Zukunfts-Optimismus - Warum die Welt nicht schlechter wird ☛ „Die Verteuerung der Rohstoffe treibt zwar die Inflation an, führt aber auch zu Innovationsschüben und expansiven Märkten in der Energietechnologie … Mit Ausnahme jener Ländern die in einem Teufelskreislauf von Bürgerkriegen und Diktatur gefangen sind, vermehrt sich der Wohlstand auf unserem Planeten kontinuierlich. Das Ziel der Welternährungsorganisation, bis zum Jahr 2015 den Hunger auf der Welt zu halbieren, ist so unrealistisch nicht. In absoluten Zahlen sinkt die Anzahl der extrem Armen“, Horx.com, 2009
2008:
- Deutscher Energiemarkt immer stärker von Importen abhängig ☛ „Die weltweite Vorratssituation der anderen Energierohstoffe Erdgas, Kohle und Uran stellt sich für die BGR deutlich entspannter dar. Hier seien für die kommenden Jahrzehnte aus geologischer Sicht keine Engpässe absehbar“; unverantwortliches, realitätsfremdes, monozentristisches dt./westl. Fachexpertentum (EG), Welt, 21.11.2008
- O. Edenhofer: "Wir brauchen negative Emissionen" ☛ “…die Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid im Untergrund. Wir werden diese Technologie aber dringend brauchen, um weiter Kohle verbrennen zu können, die billig und weltweit reichlich vorhanden ist“; PIK-Chefökonom verschweigt Peak Oil und Kohle sowie CCS-Unsinn (EG), Spiegel, 4.11.2008
- Shell-Manager: Streifzug durchs Ölgeschäft ☛ „Gleichwohl machte der promovierte Ingenieur deutlich, dass es höchste Zeit sei, ein vernünftiges Energiekonzept zu entwickeln, bei dem auch die Steinkohle wieder verstärkt genutzt werde. Hintergrund: Hier reichen die Vorkommen noch 600 Jahre“; Reichweiten-Lobbyisten (EG), Harburger, 17.10.2008
- WEG: Niedersächsischer Erdgas-Export-Tag am 30. September ☛ Gesamtdilemma durch Reduktionismus-Strategie wegwerben (EG), Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V., 30.9.2008 ( )
Am anderen Ende der Fahnenstange: Ausgangspunkt und Aufgaben einer zukunftsorientierten linken Energiepolitik ☛ „Die Förderung konventionellen Erdgases in den nächsten 40 bis 55 Jahren ist ebenfalls sicher wie der konventionelle Abbau der Kohlevorkommen in den nächsten 120 bis 150 Jahren“; verdammte Unkenntnis bzw. Leugner(EG), scharf-links.de, 18.9.2008
- P. Driessen: Die soziale Verantwortung der Kohle ☛ „Mehr auf Kohle als Energieträger zu setzen brächte viele Vorteile - welche oftmals ignoriert werden … Der Rest der Welt setzt voll auf die Kohle“, Readers Edition, 14.9.2008
- J. Hambrecht (BASF): „Wir dürfen uns nicht von Ängsten leiten lassen“ ☛ „Bis über 2030 hinaus haben wir ausreichend Öl, Gas und vor allem Kohle. Übrigens auch Uran, für die Atomkraftwerke“; CEO-Versagen (EG), Der Tagesspiegel, 12.9.2008
- Bernotat: „Kohle und Kernkraft sind unverzichtbar“ ☛ „Erneuerbare Energien sind eine feine Sache. Leider liefern sie nicht ansatzweise genügend Strom, um den Bedarf zu decken – und bieten Lobbyisten Stoff für Horrorvisionen“; Gesamtproblematik noch nicht verstanden (EG), Focus, 1.9.2008
- UBS-Studie Rohstoffe: Mangel im Überfluss ☛ „Die wachsenden Bedenken, wonach die weltweiten Vorkommen an wertvollen natürlichen Rohstoffen eines Tages erschöpft sein werden, teilt die Studie nicht. Sie findet keine Anzeichen einer langfristigen Versorgungsknappheit“; energiewissenschaftliches Versagen der Finanzelite (EG), UBS.com, 23.8.2008
- A. Jung: Schock und Chance (Rekordenergiepreise und die Wirtschaft) ☛ „Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburger Wirtschaftsforschungsinstituts HWWI, geht noch weiter. Die deutsche Industrie besitze, weil sie schon früh auf Energieeffizienz geachtet habe, sogar einen Wettbewerbsvorteil … Heute, da die Volkswirtschaften mit steigenden Energiekosten kämpften, verhält es sich nach Meinung des Volkswirts umgekehrt: ‚Jetzt sind wir diejenigen, die flexibel reagieren können‘, sagt Straubhaar, ‚und die anderen haben ein Problem‘; Antiquierte Eliten-Denke (EG), Spiegel, Nr.32/2008, 4.8.2008 ( )
- M. Horx: Die Hysterische Gesellschaft - Warum unsere apokalyptische Weinerlichkeit alles andere als harmlos ist ☛ „Wenn die steigenden Wasserspiegel der Klimakatastrophe statt sechs Meter am Ende doch nur ein paar Zentimeter betragen werden – wir haben gewarnt! Gelobt sei der Club of Rome, dessen Prognosen zwar alle falsch waren, aber es diente ja der guten Sache! Es fällt uns gar nicht auf, welches Menschenbild hinter einer solchen Argumentation steckt. Es handelt sich um eine neudeutsche Variante der Schwarzen Pädagogik, in der sich der 68er-Fundamentalismus mit der reaktionär-konservativen Zivilisationskritik verbündet“, Focus, 7.7.2008
- Energieversorgung: So leicht war es nie ☛ „In Deutschland fließen die Millionen für saubere Technik zwar langsamer als in den USA, aber immerhin, sie fließen. Der Blick in die 2020er-Jahre muss niemanden ängstigen … Im Jahr 2024 ist Energie nicht nur billiger, sondern auch sauberer … Die Zukunft mag zwar ungewiss für alle sein. Aber von einer Tatsache gehen die Konzerne aus: Die Energieversorgung wird auch in zehn, 15 oder 20 Jahren funktionieren“, Rheinischer Merkur, 25.6.2008
- Ölpreis: Teuer, endlich ☛ „Die Energiekonzerne investierten Milliarden in erneuerbare Energien und in das CO2-freie Kohlekraftwerk. Kohle reicht viel länger als Öl und liegt zum Beispiel reichlich in deutscher und polnischer Erde“; Kohle- und CCS-Mythen (EG), Der Tagesspiegel, 24.6.2008
- E.ON/Bernotat: Falsche Zeit für eine Verengung des Energiemix ☛ Das herkömmliche Energiemix-Denken ist eine Einbahnstraße zum zivilisatorischen Abgrund (EG), Focus, 23.6.2008
- Tagesthema Ölkrise: Lebensstandard nicht bedroht ☛ Wuppertal Institut: „Bei allen derzeitigen Diskussionen um die Knappheit fossiler Energieträger, reicht das, was wir in der Erde haben, immer noch locker aus, um den Treibhauseffekt so auszuweiten, dass wir viel größere Probleme bekommen als Energieknappheit“; krasses Unterschätzen der Energieproblematik (EG), netzeitung.de, 12.6.2008
- Elektroautos: Mit Vollgas aus der "Spinnerecke" ☛ Vom Agrosprit- zum Elektroauto-Fiasko (EG), VDI-Nachrichten, 6.6.2008
- Das Auto und das Öl (6): Freie Fahrt für reiche Bürger ☛ “… verteidigt Feige dennoch ihre Studie. Diese sah einen Anstieg der Kilometer, die eine Person pro Jahr zurücklegt, um 13 Prozent bis 2025 voraus“; ZukunftsforscherInnen-Versagen durch P.O.-Ignoranz und allgemeinen Energie-Analphabetismus (EG), SZ, 30.5.2008
- Ausgeträumt? Erneuerbare Energien werden auch mittelfristig kein Ersatz für Erdöl sein ☛ „Genügend Reserven: Kohle, Gas, Uran“; beenden wir endlich unseren Energie-Analphabetismus (EG), s. BGR-Grafik, P.T. Magazin, 17.5.2008
- Grüner Wahnsinn mit erneuerbaren Energien ☛ „Die Begeisterung für die erneuerbaren Energien hat sich abgekühlt: Biosprit schadet dem Klima mehr, als er ihm hilft; Wind- und Sonnenkraftwerke liefern zu wenig und viel zu teuren Strom. Notwendig ist eine Generalrevision der Umweltpolitik … Eine längere Laufzeit der Kernkraftwerke und der Bau von relativ sauberen, hocheffizienten neuen Kohlekraftwerken würden die Versorgungssicherheit halbwegs umweltverträglich garantieren, bis regenerative Energien verlässlich, bezahlbar und im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen“, WirtschaftsWoche, 16.4.2008
- Interview Carl Christian von Weizsäcker: "Wie Zwangsernährung" ☛ Energie-Prof. überschätzt CCS- und Kohlepotenziale deutlich (EG), WirtschaftsWoche, 12.4.2008
A ‘Bold’ Step to Capture an Elusive Gas Falters ☛ „Vaclav Smil, an energy expert at the University of Manitoba, has estimated that capturing and burying just 10 percent of the carbon dioxide emitted over a year from coal-fire plants at current rates would require moving volumes of compressed carbon dioxide greater than the total annual flow of oil worldwide — a massive undertaking requiring decades and trillions of dollars. ‚Beware of the scale‘, he stressed“; CCS bleibt ewige PR-Propaganda (EG), New York Times, 3.2.2008
- Wider die Natur - Václav Klaus widmet sich den Thesen der Ökologisten ☛ „Er polemisiert gegen die Grundthese des Ökologismus, dass der zivilisatorische Fortschritt zum Schutze der Natur beschränkt und reguliert werden müsse. Ein ganzes Kapitel widmet er der Kritik des statischen Begriffs der ‚natürlichen Ressourcen‘, mit dem der Ökologismus operiert … Ökonomisch betrachtet seien die Ressourcen ohnehin unerschöpflich, denn mit zunehmender Verknappung steige der Preis so stark an, dass die Nachfrage praktisch auf null sinke“, FAZ, 25.1.2008
2007:
- E. Gärtner: Deutsche Energiepolitik auf dem Weg nach nirgendwo ☛ „Der Berliner Energiegipfel hat die Verunsicherung über die Entwicklung der Rahmenbedingungen für Investitionen in neue Kraftwerke verstärkt“, Novo Argumente, Heft 91.92, 11.2007
- Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung - Empfehlungen an die Politik ☛ „Sehr große, zusätzliche Ressourcen existieren jedoch im Bereich ‚nichtkonventionelles Erdgas’. Rein rechnerisch würden allein diese Ressourcen ausreichen, um den gesamten derzeitigen Primärenergieverbrauch der Welt über 100 Jahre lang abzudecken … Die Kohlereserven und -ressourcen liegen deutlich oberhalb der Werte, die für Erdöl und Erdgas angegeben werden. Wenn die globalen Jahresverbräuche für Kohle nicht steigen, können diese Ressourcen voraussichtlich noch mehr als 800 Jahre lang in Anspruch genommen werden“, Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, 11.2007 (Gutachten, S. 32/33: )
- e⋅on/Ruhrgas: Erdgaswirtschaft im Überblick - Markt • Leistung • Perspektiven ☛ „Erdgasreserven - Keine begrenzende Größe … Die positiven Verbrauchsprognosen für Erdgas stehen auch in engem Zusammenhang mit der Erdgas-Reservensituation und der Erreichbarkeit der Lagerstätten … Bei gleich bleibendem Verbrauch reichen die bekannten Welt-Erdgasreserven bis zum Jahre 2066 (statische Reichweite). Ergänzt man die sicher gewinnbaren Reserven um zurzeit nicht wirtschaftlich gewinnbare Lagerstätten, so erhöht sich die Reichweite um etwa ein Jahrhundert auf 160 bis 200 Jahre … dass heute Erdgashydrate die größten Kohlenwasserstoffspeicher der Erde darstellen“, S.35, 2007
2006:
- V. Smil: 21st century energy - Some sobering thoughts ☛ „Three key factors drove the 19th century transition to fossil fuels: declining resource availability (deforestation), higher quality (higher energy density, easier storage, greater flexibility) and lower cost of coals and hydrocarbons. On these three points at least, there is no urgency for an accelerated shift to a non-fossil world: fossil fuel supplies are adequate for generations to come, new energies are not qualitatively superior, and their production will not be substantially cheaper“; tragisches Verkennen der minder-kalorischen Ressourcen-Reste (EG), OECD Observer, 12.2006
- H. Thiele: Die deformierte Gesellschaft - Über den Aufstieg der Umweltbürokraten ☛ „In den letzten Jahrzehnten ist reichlich ‚herrschaftsfreier‘ Raum entstanden … Dieses Vakuum haben zum Teil neue Wertegeber besetzt – selbst ernannte Weltverbesserer, die ihr eigenes Raster für Gut und Böse entwickelt haben und ein ganz eigenes Bild von ‚Schöpfung‘ und ‚Schöpfungsfeinden‘ teilen. Eine Grundlage ihres Weltbildes bildet die von Dennis L. Meadows 1972 im Auftrag des ‚Club of Rome‘ herausgegebene Studie zur Weltwirtschaft mit dem Titel Die Grenzen des Wachstums. In seinem Sinne sind sie angetreten, die Gesellschaft umzugestalten. Im tieferen Sinne zielen sie auf eine Weltherrschaft der Bürokraten ab“, novo-magazin.de, nr.85, 11/12.2006
- Lindner/Niemann: Was bringt das „CO2-freie Kohlekraftwerk“? ☛ „Die Sicherstellung des CO2-Endlagers ohne Leck für ewige Zeiten ist hingegen ein Unding. Es macht keinen Sinn, die durch höheren Druck und höhere Temperatur in der Vergangenheit erreichten Wirkungsgradverbesserungen von Kohlekraftwerken durch die ‚CO2-Philosophie‘ wieder zu vernichten. Das ist eine Verschwendung von Energie und widerspricht dem Ziel der Nachhaltigkeit bei der Nutzung des fossilen Rohstoffs Kohle. Braunkohle ist unser wichtigster heimischer Energierohstoff, der auch noch über viele Jahre verfügbar ist. Statt die Utopie eines so genannten CO2-freien Kraftwerkes weiter zu verfolgen, sollte die CO2-Emission der Kohlekraftwerke durch neue, tatsächlich CO2-freie Kernkraftwerke kompensiert werden. Diesen Pakt ‚Kohle und Kernenergie‘ hatten wir schon früher. Er sollte neu belebt werden“, novo-magazin.de, Heft 84, 09/10.2006
2005:
- Maxeiner/Miersch: Lasset uns Mülltrennen - Der Ökologismus als neue Religion der Wohlstands-Eliten ☛ „Wie im Christentum rankt sich die Vorstellungswelt des Ökologismus um die Erwartung einer Endzeit, auf die man sich durch Verzicht und Buße vorbereiten soll. Das Schrifttum zur ‚Klimakatastrophe‘ steckt für jedermann erkennbar voller solcher Motive … Die zehn Gebote des Öko-Glaubens“; Strategie »Alles unterschiedsverheimlichend in einen Sack schmeissen und draufkloppen«“ (EG), Cicero, 2.2005
2003:
- M. Crichton: Environmentalism as Religion ☛ „We are all energy sinners, doomed to die, unless we seek salvation, which is now called sustainability. Sustainability is salvation in the church of the environment“, Michael Crichton.com, 15.9.2003
- A. Vierecke: Politische Ökologie als Handlungswissenschaft. Ein Plädoyer ☛ „Wenn deshalb die Zeit der Politischen Ökologie vielleicht auch noch nicht vorbei sei, so habe sie zumindest keine große Zukunft. Was von ihr über die in der Sache redundante Spiegelung der Umweltpolitik hinaus noch zu erwarten sei, sei wohl im Wesentlichen nicht mehr als eine wissenschaftlich verbrämte, intellektuell vielleicht interessante, letztendlich doch aber wohl nur bizarre Naturromantik“, context politik: wissenschaft: kultur, 2003
2002:
- "Der weltweit schlimmste Umweltverschmutzer ist die Armut" (Clive James-Interv.) ☛ „Über die Möglichkeiten der Grünen Gentechnik im Kampf gegen den Welthunger und die Zerstörung der natürlichen Ressourcen“, novo-magazin.de, Nr.60, 09/10.2002
1995:
- Alles wird gut - Julian Simon und die Pessimisten ☛ „Auch sauren Regen, Ozonloch, Global Warming («erinnern Sie sich, vor zwanzig Jahren war es Global Cooling») sieht Simon vor allem als Schreckensmeldungen, die kommen und gehen … Weshalb die natürlichen Ressourcen eben auch nicht im eigentlichen Sinne «endlich» seien - ein Paradox, das Simon in seinen Büchern auf immer neue Weise originell erhellt … In der gesamten bisherigen Geschichte folgte nämlich auf die kurzfristige Verknappung eines Rohstoffes langfristig immer und immer wieder die Erschliessung neuer und oft besserer Ressourcen“; Was die unzähligen Hochkultur-Zusammenbrüche jedem sofort eindringlich nahelegen!? (EG), NZZ Folio, 1/95
o.D.:
- D. Maxeiner: Die Angst-Industrie. Wie selbsternannte Menschheitsretter das Geschäft mit der Angst zu einem globalen Wirtschaftsfaktor machen ☛ „Schlagworte wie ‚Vorsorgeprinzip‘ oder ‚Nachhaltigkeit‘ werden immer häufiger dazu genutzt, den freien Markt mit staatlichen Regulierungen außer Kraft zu setzen … Dieses als alternativlos imaginierte Denken ist inzwischen auch in weiten Kreisen der Wirtschaft und Industrie angekommen. Der ‚World Business Council for Sustainable Development‘ (WBCSD) beispielsweise ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 160 der größten Unternehmen weltweit … Wer die Technik lobt und an den Fortschritt befürwortet, muss sich schnell belehren lassen, dass er einem naiven Fortschrittsglauben huldige und einer unkritischen Technikgläubigkeit verfallen sei“, Maxeiner-Miersch.de
peak-energie-leugner/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/03 12:23 von admin