Erneuerbare Energien: Nachrichten

2011:

  • Pleitewelle in der Solarbranche erfasst Solon ☛ „Die Krise der Solarbranche hat in Deutschland mit Solon das erste prominente Opfer gefordert. Die Firma meldete Insolvenz an. Pikant: Vergangenes Jahr hatte Solon noch eine Staatsbürgschaft erhalten“, Focus, 14.12.2011
  • Why did a Scottish wind turbine explode in high winds? ☛ „The accident is now under investigation by Vestas and the wind farm’s operator“; Alle mitverantwortlichen Instanzen müssen feuernde Windturbinen zukünftig (standortabhängig bis zu 100%) ausschließen (EG), New Scientist, 9.12.2011
  • From the big breeze to the big freeze (Scotland storm) ☛ „300ft high turbine explodes and another collapses … A £2million, 100metre-tall wind turbine caught fire in hurricane-force winds at Ardrossan, North Ayrshire, Scotland, during severe weather … Burning: The flaming debris from the wind turbines flew off into nearby fields due to the wind“; sich immer noch entflammende WKAs sind ein heißes Eisen (EG), Daily Mail, 9.12.2011
  • Atomausstieg: Auch Tihange soll abgeschaltet werden (Belgien) ☛ „Auch MdB Detlef Seif (CDU) begrüßte die belgische Entscheidung. ‚Tihange gilt ja nicht gerade als eines der sicheren Kraftwerke. Und die Menschen im Kreis Euskirchen waren hier sehr problembewusst‘. Und auch die FDP-Bundestagsabgeordnete Gabriele Molitor bewertete die belgische Entscheidung positiv. Diese zeige, dass nicht nur Deutschland Zutrauen in erneuerbare Energieträger habe. ‚Die deutsche Energiewende macht Schule in Europa‘, sagte sie“, Kölnische Rundschau, 1.11.2011
  • Belgien will bis 2025 aus Atomenergie aussteigen ☛ „Vor dem Atomausstieg will Belgien sicherstellen, dass genügend alternativer Strom zur Verfügung steht, ohne dass die Preise explodieren. Doch bis 2025 will Belgien aus der Atomenergie ausgestiegen sein“, Focus, 31.10.2011
  • US-Firmen fordern Selbstjustiz - Handelsdruck auf China ☛ „In den Vereinigten Staaten hat sich in letzter Zeit das seit langem spürbare Unbehagen über die Aussenhandels- und Währungspolitik Chinas in offene Verärgerung verwandelt und über Worte hinaus Aktionen ausgelöst. Das jüngste Beispiel ist eine umfangreiche Anschuldigung von sieben amerikanischen Herstellern von Solarpanels gegen die chinesische Konkurrenz, der Dumping und Betrug vorgeworfen wird“, NZZ, 21.10.2011
  • Auf die Mühle, fertig, los - Windrad-Klettern ☛ „Er baumelt in 70 Metern Höhe am Windrad und sucht nach Rissen im Rotor, die fein sind wie Haare: Windmühlen-Kletterer wie Volker Loos riskieren jeden Tag ihr Leben bei der Arbeit, müssen fit sein wie Profisportler. Trotzdem können sie sich kaum einen besseren Beruf vorstellen“, Spiegel.de Karriere, 13.10.2011
  • Putin: Russland und China wollen Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft fördern ☛ „Auf andere Gebiete der Zusammenarbeit eingehend, betonte Putin, dass Russland und China die Kooperationsrichtungen in Forschungsprojekten konzipiert haben. ‚Wir sehen eine Zukunft sowohl in der Wasserenergiewirtschaft als auch in der Entwicklung von alternativen Quellen‘“; Für einen ernsthaften EE-Einstieg ist die derzeitige russ. Machtelite dann aber doch wohl zu engstirnig und kurzsichtig (EG), RIA Novosti, 11.10.2011
  • Ende nach fünf Jahrzehnten: Siemens steigt aus der Atomkraft aus ☛ „Das Ziel, den Ökostrom-Anteil bis 2020 auf 35 Prozent zu erhöhen, hält er für erreichbar. Siemens erwartet sich durch Aufträge für Gaskraftwerke, Windparks sowie für die verlustarme Übertragung von Strom über weite Entfernungen sogar einen Schub“, manager-magazin, 18.9.2011
  • Schöne neue Energie - Studie zu Öko-Strom für Berlin ☛ „Bis 2037 könnte Berlin 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Das belegt eine Studie von Forschern der Technischen Universität … Vattenfall schätzt den täglichen Energiebedarf Berlins derzeit auf 2.500 Megawatt; ein Viertel davon wird heute CO2-frei erzeugt“, taz, 22.8.2011
  • Wenn die Verbraucher zu viel wissen (Smart Grids) ☛ „Smart Grids, die schlauen Energienetze der Zukunft, funktionieren instabil bis hin zum Zusammenbruch, wenn sie die Stromkäufer zu genau über aktuelle Preise informieren“, Telepolis, 15.8.2011
  • Offshore-Windpark Baltic 1: Schleichstart in die Windkraft-Zukunft ☛ „Der Ausbau der Stromerzeugung vor Deutschlands Küsten kommt nur langsam voran. Nun geht der Offshore-Windpark Baltic 1 vor der Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst ans Netz. Die Energieversorger hätten gern mehr Investitionshilfen für weitere Anlagen“, Spiegel, 1.5.2011
  • Nordseekabel: Bürokratie-Streit bremst deutsche Energiewende ☛ „Eine Energie-Vision wird von einem Streit um Behördenauflagen aufgehalten: Investoren haben Anträge für den Bau eines Nordsee-Stromkabels zurückgezogen - aus Ärger über bürokratische Vorgaben. Das Projekt soll deutschen Ökostrom in Norwegen speicherbar machen“, Spiegel, 12.4.2011
  • Grüne wollen eine radikale Energiewende (Niedersachsen) ☛ „Bis 2030 soll der Strom zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Biomasse kommen … Wenzel forderte die CDU/FDP-Landesregierung auf, ein niedersächsisches Energiespargesetz zu erlassen, die Windkraft auszubauen und ein Kataster für Solarflächen einzurichten. Außerdem sollten Pilotprojekte für Elektromobile gestartet und der Leitungsausbau nach Norwegen beschleunigt werden“, Nordwest-Zeitung, 1.4.2011
  • Landtag: Gegen Atomkraft - für Energiewende (Burgerland) ☛ „Am Donnerstag stand im Landtag angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan der Schulterschluss gegen Atomkraft und für eine Energiewende im Mittelpunkt … Alle Abgeordneten haben sich gemeinsam für eine Totalreform des Ökostromgesetzes ausgesprochen und in einer dringlichen Anfrage - eingebracht von SPÖ und ÖVP - einen europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft gefordert“, ORF.at, 31.3.2011
  • Neues vom Erdkabel ☛ „Weltweit sind erst Erdleitungen mit einer Gesamtlänge von weniger als 100km in Betrieb - oft im innerstädtischen Bereich. Ein Problem sind die längeren Reparaturzeiten. Nach Angaben des International Council On Large Electric Systems dauert die Reparatur eines Höchstspannungs-Erdkabels heute durchschnittlich 25 Tage, Freileitungen sind im Durchschnitt nach rund 3,5 Stunden repariert“; Eingriffsumfang auf den Boden mitbedenken (EG), Telepolis, 14.2.2011
  • US-Kongress: Republikaner wollen Mittel für Umweltschutz kappen ☛ „Klimaschutz und neue Energien? Nicht mit den Republikanern im US-Kongress. Mit drastischen Etatkürzungen wollen sie die Umweltbehörde EPA lahmlegen, betroffen wären auch viele andere Bereiche. Nur das Militär soll noch mehr Geld bekommen als ohnehin schon … Energieeffizienz … Nahrungsmittelsicherheit … Etat der Wissenschaftsabteilung des Energieministeriums, das Grundlagenforschung … Plan, Wohnhäuser mit Wärmedämmung … Netz von Hochgeschwindigkeitszügen … und Verkehr müssten sich auf heftige Kürzungen gefasst machen“; suizidale Technologie- + Zukunftsfeindlichkeit (EG), Spiegel, 10.2.2011
  • Frankreich setzt auf Windenergie ☛ „Vor der französischen Küste sollen fünf große Windparks entstehen. Umweltexperten und Unternehmen haben jedoch Zweifel, dass die Projekte realisiert werden“, Zeit, 8.2.2011
  • Windräder töten nicht so viele Vögel wie befürchtet ☛ „Klar sei aber, dass keine Vogelart durch Windräder akut in ihrem Überleben gefährdet sei … In Deutschland sterben die meisten Vögel eher, weil sie gegen Gebäude oder Autos fliegen oder von Katzen gefressen werden“, Welt, 8.2.2011
  • Berlakovich: 100 Prozent Energie "made in Austria" ☛ „Österreich kann sich 2050 mit ‚grüner‘ Energie selbst versorgen. ‚Wir haben keine Alternative‘, sagt Umweltminister Berlakovich. Der Preis dafür ist unklar“; Energie-Selbständigkeit erst 2050 würde zu spät kommen (EG), DiePresse.com, 26.1.2011
  • Ökostrom-Branche legt sich mit EU an ☛ „Bundesverband spricht sich gegen europaweit einheitliches Fördersystem für erneuerbare Energien aus … Bundesverband spricht sich gegen europaweit einheitliches Fördersystem für erneuerbare Energien aus“, Welt, 26.1.2011
  • Study: 100 percent renewable energy possible by 2030 ☛ „A study in the wonky journal Energy Policy makes the case that the whole world could be using exclusively renewable energy within 20 years. The plan doesn’t even include nuclear power, natural gas or biofuels, which sometimes spur deforestation“, San Francisco Chronicle, 25.1.2011
  • Offshore-Energie: Windpark-Boom bedroht Schweinswale ☛ „Beim Bau von Offshore-Windparks ignorieren Firmen Grenzwerte für Lärm. Darunter leiden die ohnehin gefährdeten Schweinswale … Ratlosigkeit herrscht … Blitzschnelle Forschung nötig“, Spiegel, 23.1.2011
  • Brüderle warnt vor Zusammenbruch des Stromnetzes ☛ „Werde der Netzausbau angesichts des starken Zuwachses bei den erneuerbaren Energien nicht beschleunigt, bedrohe dies die Sicherheit der Stromversorgung … entscheidend aber ist die Blockade aller Beteiligten“, Spiegel, 22.1.2011
  • Sicher auf drei Beinen - Standfestigkeit von Offshore-Windanlagen ☛ „Und doch fragen sich Experten, ob Offshore-Anlagen Wind und Wellen lange genug standhalten? … »Für die Konstruktion von Offshore-Windkraftanlagen gibt es die Gründung betreffend zahlreiche offene Fragen«, meinen auch die Fachleute der Bundesanstalt für Materialforschung“, Neues Deutschland, 17.1.2011
  • Verkauf isländischer Naturressourcen: Mit Björk gegen die Investoren singen ☛ „Es sollen dabei so viele Unterschriften wie möglich für eine Volksabstimmung gesammelt werden, damit ein fragwürdiger kanadischer Investor gestoppt werden kann, der für 65 Jahre das Nutzungsrecht an den wichtigen geothermischen Energiequellen des Landes erwerben will … Der ‚Magma Energy‘-Konzern bringt derzeit weltweit geothermische Energiequellen unter seine Kontrolle“, taz, 13.1.2011
  • Grüner Strom: DB Energie nimmt zweiten Windpark ans Netz ☛ „Bereits 25 Windkraftanlagen versorgen Züge der DB mit grünem Strom. Der Anteil erneuerbarer Energien im Bahnstrom-Mix soll bis 2020 auf mindestens ein Drittel ausgebaut werden“; Erst 25 Mini-WEA = GreenWashing (EG), Deutsche Bahn.com, 12.1.2011
  • Solarstrom hängt Atomkraft ab ☛ „In einigen anderen Ländern habe sich der Zubau sogar fast verdreifacht, sodass die Dominanz des deutschen Marktes abnimmt. Zwei Drittel der PV-Module wurden außerhalb Deutschlands errichtet, womit weltweit die neuinstallierte Leistung 21 bis 24 GW umfassen dürfte. Zum Vergleich: An neuen AKW gingen 2010 weltweit 3,7 GW ans Netz. Das ist selbst dann noch deutlich weniger, wenn man für die Meiler fünffach größere Zahl an Volllaststunden annimmt, was sehr großzügig gerechnet wäre“, Telepolis, 4.1.2011

2010:

2.Hj.:

  • Holz wird knapp - und teuer ☛ „Der Rohstoff verbrennt immer öfter in Kraftwerken und Heizungskesseln. Vom Staat gibt es dafür üppige Förderung. Begründet wird das mit Klimaschutz. Aber um die Ressource ist bereits ein heftiger Kampf entbrannt … Öl, Gas und Kohle sind in den vergangenen fünf Jahren alle im Preis gestiegen. Aber nicht so sehr wie Holz“, Welt am Sonntag, 28.11.2010
  • Mehr grüne Energie ☛ „Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Land kommt voran … ‚Das ist eine erfreuliche Entwicklung, weil damit eine von fossilen Energieträgern unabhängigere Energieversorgung weiter Gestalt annimmt‘, erklärten Umweltministerin Tanja Gönner und Wirtschaftsminister Ernst Pfister“, Südkurier, 27.11.2010
  • Konzentration auf dem Energiemarkt: Großkonzerne schmieden Wind-Oligopol ☛ „Die Windbranche steckt im Umbruch: Vor Europas Küsten sollen gigantische Offshore-Parks entstehen … Kleinere Windkraftpioniere wie Vestas, Enercon oder Nordex kämpfen um ihre Markanteile, Großkonzerne wie Siemens und General Electric sind auf dem Vormarsch … Je größer der Lieferant, desto größer die Projektsicherheit“, Spiegel, 31.10.2010
  • Nordhalbkugel: Der Wind macht schlapp ☛ „Die abnehmenden Bodenwinde könnten die Stromproduktion mit Windkraftanlangen zumindest an Land beeinträchtigen, befürchten die Forscher - allerdings ist diese Abnahme in der Höhe heutiger Windräder deutlich geringer als am Boden“, Spiegel, 17.10.2010
  • Quälende Lärmflut in den Meeren ☛ „Wale und Delfine plagen sich mit dem Getöse, das Schiffsmotoren sowie die Suche nach feindlichen U-Booten und begehrten Rohstoffen verursachen … »Der Schalldruck ist – vorsichtig geschätzt – mehr als 10 000 Mal so hoch wie der eines Presslufthammers in einem Meter Abstand«, haben der Meeresbiologe Karsten Brensing und seine Kollegen von der Wal- und Delfinschutz-Organisation WDCS-Deutschland ausgerechnet“, 4.10.2010
  • Solarstrom wird immer billiger ☛ „EEG Einspeisevergütung sinkt ab Januar um 13 Prozent … Auch zum Ende dieses Jahres ist in ähnlicher Weise wieder von einem Run auf die Photovoltaik auszugehen, da Photovoltaik-Anlagenbetreiber versuchen werden, ihre bereits geplanten Anlagen immer möglichst vor der nächsten EEG-Degression ans Netz zu bringen“, Telepolis, 1.10.2010
  • Scheer und Alt predigen die Energierevolution bis zum Jahr 2030 ☛ „Konzerne und Politik verzögern den Energiewechsel … ‚Energieverbrauch halbieren, Energiewende beschleunigen, Bremser abwählen‘, das empfahlt das Duo Scheer/Alt in seiner leidenschaftlichen Präsentation“, Felbacher/Stuttgarter Zeitung, 29.9.2010
  • Smart Meters: Eco-savior or health threat? ☛ „Controversy concerning the public safety of smart meter installation heats up in California … Elsewhere in the state, mainly pockets of Marin County, Berkeley and Santa Cruz, people are concerned about potential health issues, as the devices are wireless. Since the jury is still out on whether wireless devices cause cancer, some feel that the installation of the carbon footprint-reducing gadget should be banned“, Construction Digital.com, 1.9.2010
  • Im September geht Bard mit Nordsee-Windstrom ans Netz ☛ „Zehn Fundamente stehen mittlerweile im Baugebiet knapp 100 Kilometer nordwestlich von Borkum, sieben Anlagen sind inzwischen komplett. Wenn die achte steht und die notwendigen Verkabelungen erfolgt sind, geht das erste Anlagen-Päckchen - Fachleute sprechen von einem ‚Cluster‘ - ans Netz“, Emder Zeitung, 31.8.2010
  • Digitale Stromzähler: Auch Sparen kostet ☛ „Der Spareffekt ist mager, die ökologische Gesamtbilanz noch gar nicht erforscht … Denn die wenigsten Haushaltsgeräte lassen sich so flexibel einsetzen, dass man die variablen Tarife auch tatsächlich nutzen kann … ‚Dumme‘ Zähler helfen nicht“, heute.de/ZDF, 28.8.2010
  • Recovery Act Keeps U.S. on Clean Energy Path ☛ „The Recovery Act has kept the country on track to halve the cost of solar power and has helped lay the foundation to double renewable energy generation in the U.S., according to a White House report“, Reuters, 26.8.2010
  • Vice President Biden Releases Report on Recovery Act Impact on Innovation ☛ „Cutting the cost of solar power in half by 2015 … Cutting the cost of batteries for electric vehicles by 70 percent between 2009 and 2015 … Doubling U.S. renewable energy generation capacity and U.S. renewable manufacturing capacity by 2012“, U.S. Departement of Energy, 24.8.2010 (Rec.Act: )
  • Intelligente Stromzähler haben Mängel ☛ „Für die neuen Messgeräte fehlen Standards - Die Ersparnis fällt geringer aus als erwartet … Probleme gibt es aus ihrer Sicht bei Kosten, Datenschutz und durch fehlende Standards. ‚Die meisten intelligenten Stromzähler sind nicht so intelligent, dass der Verbraucher daraus einen Nutzen ziehen könnte‘ … Jeder Wechsel des Versorgers führt daher zu einem Wechsel des Stromzählers, und jedes Mal entstehen dabei Kosten“, Welt, 16.8.2010
  • Teure Ersparnis (Intelligente Strommesser/Smart Metering) ☛ „Tatsächlich ist der Aufwand, den Stromverbrauch in billigere Zeiten zu verlagern, nicht selten sogar größer als der Ertrag. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommen gleich mehrere Studien …Fazit der Bundesnetzagentur. Man dürfe keinesfalls erwarten, dass in naher Zukunft ‚Energieeffizienzpotentiale bei der breiten Masse der Haushalte gehoben werden könnten‘“, Spiegel, Nr.33, S.78-79, 16.8.2010
  • Wissenschaftler fordern Stopp des Fusionsreaktors ☛ „Verzicht auf Milliardenprojekt mit ungewissem Erfolg verlangt - Zu viele andere Projekte seien wegen Iter gefährdet … Das im südfranzösischen Cadarache geplante Versuchsprojekt sei »unerschwinglich und nicht funktionstüchtig«, kritisierten die Wissenschaftler … Unter den Unterzeichnern ist Georges Charpak, der 1992 den Physiknobelpreis für die Entwicklung von Teilchendetektoren erhalten hatte“, Welt, 11.8.2010
  • Eine Seeschlange, die Energie erzeugt (Meeres-Energie) ☛ „Die deutschen Energiekonzerne haben aus den Fehlern der Windkraft gelernt. Beim Thema Meeres-Energie wollen sie auf keinen Fall den Anschluss verpassen … Auch der Technologiekonzern Siemens setzt auf schwimmende Kraftwerke“; ? Meeres-Energien höchstens Nearshore und über Wasserlinie zukunftsbeständig (EG), Zeit, 10.8.2010
  • Windbranche klagt über Flaute ☛ „Anlagenbauer wie Nordex, Siemens und Repower beklagen eine weltweit verhaltene Nachfrage. Der Export ist drastisch eingebrochen. Für 2011 scheint allerdings eine Besserung in Sicht“, FAZ, 30.7.2010
  • Offshore-Windpark Alpha Ventus fällt zur Hälfte aus ☛ „Sechs von zwölf Rotoren werden wieder abmontiert … Weil ‚Alpha Ventus‘ unter Mitwirkung der Bundesregierung als ‚Testfeld‘ gebaut wurde, sind Ausfälle dieser Art allerdings einkalkuliert … Der Reparaturfall zeigt die Achillesferse der Stromerzeugung auf See: Wegen der schwierigen Logistik und der Witterungsbedingungen kann es bei Schadensfällen zu relativ langen Ausfallzeiten und teuren Reparaturen kommen“; Wann sollen genügend Testerkenntnisse vorliegen? Wann der Test beendet sein? (EG), Welt, 14.7.2010
  • Schadensbegrenzung bei Alpha Ventus ☛ „Von dem neuen Lagerwerkstoff seien zwar alle sechs Anlagen betroffen, was aber nicht zwangsläufig bedeute, dass alle Anlagen getauscht werden müssen. ‚Schlussendlich stellt der Lagerwerkstoff nicht das Problem dar, sondern die Kombination aus Lagerwerkstoff und vorhandenem Lagerspiel‘, so Munder-Oschimek. Vor dem Hintergrund sei Multibrid derzeit noch mit dem Kunden zusammen in der technischen Klärung, ob vier oder sechs Anlagen getauscht werden müssen“, Heise.de, 13.7.2010
  • Grüne Energie macht den Strom teuer ☛ „Noch hat Öko-Strom ein gutes, weil ‚grünes‘ Image, doch der Solarboom fordert seinen Preis: Schon nächstes Jahr wird der Strom um zehn Prozent teurer. Das ist auch der Subventionsgier der Solarlobby zuzuschreiben. Der Unmut wächst - nicht nur bei Verbraucherschützern“, FAZ, 11.7.2010
  • Alpha Ventus muß in die Werkstatt - Kurze Lebensdauer für Offshore-Windräder ☛ „Für Überraschung sorgen auch die Fundamente der Offshore-Windräder … Durch die Meeresströmung bilden sich Verwirbelungen auf der Leeseite und diese spülen Löcher in den Meeresgrund um die Gründungen. Und statt wie prognostiziert einen Meter sind diese Kolke bis zu sechs Meter tief“, Telepolis, 9.7.2010
  • Gleitlager erwärmten sich in Windenergieanlage ☛ „Um zukünftig eine perfektionierte Qualitätssicherung gewährleisten zu können wird AREVA in einen Teststand in Bremerhaven investieren. Mit dem Bau, der bis 2011 abgeschlossen sein wird, setzt AREVA Wind neue Maßstäbe in der Windbranche: Die Windenergieanlagen werden dann bereits an Land unter Volllastbedingungen getestet. Die im kleinen Testfeld ‚alpha ventus‘ gemachten Erfahrungen und die Investitionen in den Teststand sind wichtige Vorraussetzungen für den Erfolg der anstehenden Großprojekte“, windkraftkonstruktion.de, 7.7.2010

1.Hj.:

  • Windenergie: Deutschlands Testfeld schwächelt ☛ „Seit Kurzem stehen zwei der Windräder still. ‚Die beiden Anlagen haben einen Getriebeschaden. Ein Gleitlager verursacht Probleme‘, erklärt Lutz Wiese von Alpha Ventus. ‚Die restlichen zehn Windkraftanlagen funktionieren’“, Focus, 29.6.2010
  • Die Pannen-Windräder von Areva ☛ „Sechs von zwölf Mühlen des Windparks Alpha Ventus müssen ausgetauscht werden - sie wurden von dem französischen Lieferanten schadhaft geliefert - derselbe Konzern rüstet auch Kernkraftwerke aus, mit ähnlichen Schlampereien“; Deutscher Lieferant (EG), Wirtschaftswoche, 21.6.2010 ( , , )
  • World’s biggest solar project set to shine ☛ “‚Renewables will have an important place in the total energy equation‘, Mohammed al Qahtani, the executive director of petroleum engineering and development at Saudi Aramco, told an energy conference in Houston this month“, The National, 25.5.2010
  • Saudis setzen auf Solarenergie ☛ „Öl- und Rohstoff-Minister Ali Al-Naimi hatte im vergangenen Jahr angekündigt, das Königreich wolle die Sonnenenergie in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu einem der größten Energiesektoren des Landes aufbauen: ‚Auf lange Sicht will Saudi Arabien soviel Sonnenstrom wie heute Öl exportieren‘, so Al-Naimi“, Wir Klimaretter.de, 24.5.2010
  • Biomasse vom Acker - erstaunlich ineffizient ☛ „Die Biogasproduktion in immer größerem Umfang verwandelt also, wenn sie nicht gestoppt wird, immer größere Flächen der Landschaft in Bioenergiewüsten“, Telepolis, 21.5.2010
  • Saudi eyes big jump in renewable output by 2020 ☛ ‚The proposed target is between 7 to 10 per cent of peak electricity generated by renewables by 2020, most likely solar…that represents roughly 5 gigawatts (GW) by 2020‘ … The Gulf Arab state has said it was investing US$80 billion (S$112 billion) to boost power generating capacity to 60 GW by 2020. Installed capacity in the kingdom had reached 46 GW by March, an official has said. It was around 43 GW in 2009, with peak demand at around 40 GW, The Straits Times, 20.5.2010
  • Saudi Arabien stellt Weichen für Solarenergie ☛ „Das Land tut gut daran, sein kostbares Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen, anstatt es stark subventioniert zur heimischen Stromversorgung zu vergeuden“, photovoltaik-guide.de, 19.5.2010
  • Hubinsel "Thor" hilft bei Windpark-Ausbau ☛ „Sie ist eine der größten Hubinseln der Welt … In den kommenden Jahren sollen in Europa bis zu 800 neue Offshore-Windräder jährlich installiert werden. Die EU-Kommission rechnet mit Investitionen von mehr als 200 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030“, 1.ndr.de, 6.5.2010
  • Sarkozys «grüne Revolution» - vom Winde verweht ☛ „Windparks, Lastwagenmaut, Biogemüse in Schulkantinen - die Ideen sprudelten nur so. Frankreich sollte auf der internationalen Bühne ein Vorreiter beim Klimaschutz werden … Doch das nun diskutierte Gesetzespaket hat mit den ehrgeizigen Zielen nicht mehr viel gemein“, CO2-Handel.de, 4.5.2010
  • Schwergewichtige Giganten ☛ „Mit der Idee, die Riesen-Rotoren für die Offshore-Parks an Land fix und fertig zusammenzusetzen und dann auf See hinauszutransportieren, will der Baukonzern die Branche revolutionieren … Statt der Stahlfüße, die tief in den Meeresgrund hineingerammt werden müssen, um den Windmühlen auf See genügend Halt zu bieten, wollen die Straßenbauer von Strabag für die Windräder Fundamente aus Beton gießen. 40 mal 40 Meter groß und 6000 Tonnen schwer. ‚Wie riesige Kerzenständer werden sie aussehen‘“, Nordsee-Zeitung, 3.5.2010
  • Offshore-Windpark "Alpha Ventus": Weltpremiere vor dem Watt ☛ „2008 mussten die Techniker oft an Land bleiben: Hohe Wellen und zu viel Wind verzögerten den Baustart. Die Stahlpreise stiegen und die Kosten kletterten von 190 auf 250 Millionen Euro. Ob sich das Testfeld auch langfristig rechnet, ist die zentrale Frage für das Konsortium … Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie wurden inklusive Alpha Ventus bislang 25 deutsche Offshore-Projekte mit insgesamt mehr als 1.650 Rädern genehmigt“, Stern, 27.4.2010
  • Drittes Fundament für Offshore-Windpark steht ☛ „Das Errichterschiff ist seit vergangenem Donnerstag wieder im Projektgebiet knapp 100 Kilometer nordwestlich von Borkum, nachdem sich das Spezialschiff aufgrund der schweren See - zwischenzeitlich herrschte Windstärke 9 - vorübergehend nach Eemshaven zurückgezogen hatte“, Emder Zeitung, 26.4.2010
  • Flächenvorteil: Solarstrom für Elektroautos braucht weniger Platz zur Erzeugung als Biodiesel ☛ „Den geringsten Flächenbedarf benötigt demnach Solarstrom aus Photovoltaikanlagen. Biodieseltreibstoff aus Raps verbraucht laut ZSW dagegen eine 250 Mal so große Fläche…für die angenommene Jahresfahrleistung. Bei Millionen mit Biodiesel angetriebenen PKWs würde die landwirtschaftliche Fläche schlicht nicht ausreichen … Für ein Elektroauto mit akkubasiertem Antrieb genüge rechnerisch der Jahresstromertrag einer 20 Quadratmeter großen Photovoltaik-Anlage“, Telepolis, 17.4.2010
  • Weiter Koexistenz der Energiesysteme ☛ „Erneuerbare Energien liefern 2030 möglicherweise erst die Hälfte des Stroms in der EU … Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) hat die Einschätzungen seiner Mitglieder, den Herstellern der unterschiedlichen Energietechnologien, in der Studie Strommix in der EU 27 zusammengetragen. Herausgekommen ist eine Prognose, die für die Erzeugerkapazität regenerativer Energie niedriger liegt, als von der Politik gewünscht“, Telepolis, 14.4.2010
  • Wind energy owners combine to investigate offshore foundation fault ☛ „Wind farm owners including Dong Energy and Vattenfall are investigating a potential fault in the design of modern offshore wind farms that could cause the towers to tilt … In all Dong said 164 of its turbines in Denmark and England are affected, although it is an industry-wide problem“, Windpower Monthly, 9.4.2010
  • Studie: Spekulanten treiben Ölpreis künstlich in die Höhe ☛ „Allerdings glaubt die Politikerin trotz möglicher neuer Vorschriften nicht an stark sinkende Ölpreise. ‚Sie werden mit oder ohne Spekulation in den nächsten Jahren dramatisch steigen, weil Öl knapper wird‘. Das zeige die Studie. ‚Wichtig ist, dass wir uns möglichst schnell vom Verbrauch entkoppeln. Eine Halbierung des Ölverbrauchs in Deutschland ist in den nächsten 15 Jahren möglich, wenn wir konsequent auf sparsamere Autos, Elektromobilität und weniger Ölheizungen setzen‘“, Hamburger Abendblatt, 8.4.2010
  • Palmöllobby bezirzt Brüssel ☛ „Pflanzenöl als Biosprit klingt umweltfreundlich und nachhaltig. Allerdings werden für Ölpalmen tropische Wälder zerstört. Die Palmöllobby kämpft bei der EU für ihr Produkt - mit erstaunlich offenem Visier“, FTD, 5.4.2010
  • China weltweit führend bei Investitionen in saubere Energien ☛ „China sticht erstmals die USA und andere G20-Länder bei den Investitionen in saubere Energien aus. Das Land investierte im Jahr 2009 insgesamt 34,6 Milliarden US-Dollar in saubere Energien … Chinas klare Ziele im Wind-, Solar- und Biomasseenergie-Sektor gelten als wichtiger Grund dafür, dass China die USA überholt hat … Diejenigen Länder mit schwächeren politischen Rahmenbedingungen wie die USA, Japan, Australien und Südafrika liegen hinter anderen G20-Staaten“, China-Botschaft.de, 31.3.2010 (Pew Charitable Trust-Report: ; 2009 EE-Kapaz.: )
  • Neue Weltordnung - Chinas Chefbanker kann offenbar angesichts des EU-Krisengipfels nur den Kopf schütteln ☛ „Während hierzulande die Konjunktur immer noch in der Talsohle steckt, hat die Volksrepublik ihre Wirtschaft längst wieder auf den gewohnten Wachstumsfahrt zurückgeführt, und zwar nicht mit irgendwelchen ökonomisch wie ökologisch kontraproduktiven Abwrackprämien, sondern unter anderem mit 200 Milliarden für erneuerbare Energieträger und Umweltschutzprojekte und weiteren 100 Milliarden für die Modernisierung der Bahn und der elektrischen Netze“, Telepolis, 26.3.2010
  • Alles auf Grün ☛ „Studie: Bis 2030 kann die ganze Welt mit Öko-Strom versorgt werden. Die Kosten wären aber hoch … Das Szenario der Autoren sieht vor, dass dafür 3,8 Millionen große Windturbinen installiert werden müssen und 90 000 größere Solarkraftwerke. Dazu kommen 1,7 Milliarden kleine Solarstromanlagen - quasi auf jedem Dach“, Berliner Zeitung, 24.3.2010
  • Strom zu Gas ☛ „Der Strom, den Rotorblätter und Solarzellen produziert haben, spaltet Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf. Darauf folgt die Methanisierung … Besonders praktisch: Die Öko-Variante des fossilen Klassikers kann in das reguläre Gasnetz fließen … Für viele Fachleute liegt der Charme der Strom-zu-Gas-Technologie darin, dass man – im Gegensatz zum Beispiel zur Speicherung in Wasserstoff – auf bereits bestehenden Komponenten aufsetzt … Sauer sieht bei dieser doppelten Energiewandlung letztendlich einen Wirkungsgrad von weniger als 40 Prozent“, Focus, 22.3.2010
  • Lidl verkauft Ökostrom ☛ „Lidl will sich ein umweltfreundliches Image verpassen: Ab Montag verkauft der Lebensmitteldiscounter Ökostrom der RWE-Tochter Eprimo. Mit einem Einkaufsbonus von 100 Euro sollen Neukunden gelockt werden“, Spiegel, 11.3.2010
  • Europa spurtet ins Ökostrom-Zeitalter ☛ „Europas Anteil an erneuerbaren Energien steigt schneller als Experten zu hoffen wagten: Bis 2020 wird laut einer neuen Prognose der EU-Kommission mehr als ein Fünftel des Energiebedarfs aus Ökoquellen gespeist. Einige Länder könnten ihre Ziele allerdings auch verfehlen“, Spiegel, 11.3.2010
  • Mini-Windräder für den eigenen Garten ☛ „Die Vorstellung, selbst Windstrom fürs eigene Heim zu produzieren, reizt viele … Zwischen 3000 und 6000 Anlagen, schätzt der Branchenverband, drehen sich zurzeit in Deutschland … Es gibt aber auch Anlagen mit einer Leistung von zehn Kilowatt, die je nach Standort und Windverhältnissen bis zu 20.000 Kilowattstunden Strom erzeugen können (zum Vergleich: Eine Durchschnittsfamilie verbraucht im Jahr etwa 4500 Kilowattstunden)“, Zeit, 11.3.2010
  • China arbeitet Programm für grüne Energie aus ☛ „Die chinesische Regierung hat ein Zehnjahresprogramm ausgearbeitet, unter dem bis 2020 saubere Energien 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmachen sollen, gab ein Beamter bekannt. Um das Ziel zu erreichen, werde die Regierung einige Milliarden Yuan in die Errichtung von Kern-, Wind- und Solarkraftwerke und in die Erforschung von Technologien für erneuerbare Energien stecken, so Zhang Guobao, Leiter der Staatlichen Energieverwaltung … Offizielle Zahlen belegen, dass vergangenes Jahr erneuerbare Energien 9,9 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmachten, verglichen mit 8,5 Prozent im Jahr 2008 … Im vergangenen Jahr erreichte Chinas gesamter Energieverbrauch 3,1 Milliarden Tonnen Kohleäquivalent, ein Anstieg von 6,3 Prozent im Vergleich zu 2008 … m vergangenen Jahr war das Wirtschaftswachstum Chinas mit 8,7 Prozent das niedrigste in den vergangenen fünf Jahren“, China-Botschaft.de, 3.3.2010
  • 100 Prozent Botschaft ☛ „In diesem Monat kommt ‚Die 4. Revolution – Energy Autonomy‘ in die Kinos. Der Film, auf Basis eines Buchs von Hermann Scheer, beschreibt den Weg in eine regenerative Vollversorgung. Unser Kritiker fand die Dokumentation nicht in allen Punkten gelungen“, neue energie, S.24+25, 3/2010
  • BMW will 100% erneuerbare Energie ☛ „BMW-Anzeige: »Fabriken. Ausschließlich aus erneuerbaren Energien betrieben. Ein ferner Traum? Für uns der nächste Schritt« … Auch diese Anzeige aus der Autoindustrie weist darauf hin, dass mit einem Mix aus erneuerbaren Energien die 100%-ige solare Energiewende in wenigen Jahrzehnten grundsätzlich möglich ist“, Sonnenseite.com, 15.2.2010
  • Energiekonzerne bremsen Offshore-Windkraft aus ☛ „Und nutzen sie als Verhandlungsmasse im Poker um unbegrenzte Laufzeiten … Die Konzerne versuchen, ihre in Küstennähe stehenden konventionellen Kohle- und Kernkraftwerke vor Konkurrenz zu schützen“, Telepolis, 10.2.2010
  • "Die Energiewende ist da" (E.on-Chef Bernotat) ☛ „Ich bin der festen Überzeugung, dass die gewaltigen Herausforderungen der ökologischen Energiewende - und das betrifft auch den Aufbau intelligenter Stromnetze - nur mit Hilfe großer, finanzkräftiger Unternehmen gemeistert werden kann, die Milliarden investieren können … Für ein intelligentes Strommanagement braucht man zum Beispiel über Hunderttausende von Kilometern intelligente Verteilnetze. Für die Modernisierung der regionalen und kommunalen Verteilnetze sind nach unserer Schätzung bis 2020 allein in Deutschland Investitionen von 20 Milliarden Euro nötig“, Welt, 18.1.2010
  • Abu Dhabi rüstet sich für die Zeit nach dem Öl - Gipfel für Zukunftsenergie im ölreichen Emirat ☛ „Milliardeninvestitionen zeugen weltweit davon, dass sich Umdenken breit macht. China will in den nächsten Jahren den Ausbau regenerativer Energien mit umgerechnet 300 Milliarden Euro fördern … Ersatzenergie muss her … Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate denken um und planen einen massiven Ausbau der Solarenergie“, heute.de, 18.1.2010
  • Dürreperiode: Venezuela schaltet alle zwei Tage den Strom ab ☛ „Die Rationierung sei notwendig, weil der Pegel für den Stausee Guri wegen anhaltender Dürre auf bedrohliche Werte gesunken sei … Die drei Wasserkraftwerke an dem Stausee stehen für 73 Prozent der Stromerzeugung in Venezuela“; Das Risiko energetischer Monokultur (EG), Focus, 13.1.2010
  • Jetzt hängt alles am Netz ☛ „Am vergangenen Donnerstag um die Mittagszeit etwa standen die 20.301 Windkraftanlagen in Deutschland fast komplett still. Wegen eines winterlichen Hochdruckgebietes waren von den knapp 25 000 Megawatt installierter Windleistung gerade einmal 300 Megawatt oder 0,4 Prozent am Netz“, Welt, 9.1.2010

2009:

2.Hj.:

  • Niedersachsen muss unverzüglich eigene Klimaziele festlegen ☛ „Nach dem ‚Fiasko‘ der Kopenhagener Klimakonferenz hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Niedersächsische Landesregierung aufgefordert, ‚selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen‘ … Die ganze Welt brauche künftig energieeffiziente Technologien zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien und zur möglichst effizienten Wärmenutzung … Wenzel geht davon aus, dass der Ölpreis künftig wieder stark anziehen werde. ‚Peak-Oil‘ sei erreicht, Angebot und Nachfrage würden künftig auseinanderlaufen und drastische Preissteigerungen zur Folge haben. ‚Wer sich da nicht rechtzeitig bewegt kommt zu spät‘“, Hannoversche Zeitung, 22.12.2009
  • IEA: 72p of every pound invested in energy needs to be spent on renewables ☛ „Dr Fatih Birol, chief economist of the IEA, said that 72p in every pound of new investment ought to be spent on clean energy, such as wind and solar, to hit current targets on global warming. The remaining 28p would be spent on nuclear and fossil fuels … Ofgem, the energy regulator, believes that Britain alone will need to spend at least £200bn on reducing its dependence on fossil fuels“, The Telegraph, 14.12.2009
  • Windkraft? Non, merci! ☛ „In manchen Gegenden Frankreichs, wo Windparks errichtet wurden, wie etwa im Cantal, berichten Anlieger inzwischen vermehrt über Depressionen … In Frankreich regt sich kaum jemand über Atomenergie auf, aber es könnte das erste europäische Land werden, wo sich der Widerstand gegen Windräder zu einer politischen Massenbewegung auswächst“, Welt, 13.12.2009
  • Greenery on the march ☛ „Clean technology: Finding alternative sources of energy is becoming a pressing military necessity for America’s armed forces“, The Economist, 10.12.2009
  • Wirtschaftsweiser bricht mit deutscher Ökostrompolitik - Protest gegen Solarförderung ☛ „Die Regierung fördert Solarstrom mit riesigen Beträgen - und begeht damit einen riesigen Fehler, warnt der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt … Schmidt fordert die Bundesregierung auf, andere Anreize zur Reduktion der CO2-Emissionen zu setzen: mit Hilfe des Emissionshandels, eines stetig geringeren Zertifikatevolumens oder über eine CO2-Steuer“; O.K.: erst griffige CO2-Steuer einführen, dann Reduzierung der SolarStromförderung (EG), Spiegel, 5.12.2009
  • China plant die grüne Revolution - Alternative Energieprojekte ☛ „Rauchende Schlote, verdreckte Flüsse, Energiehunger ohne Ende: Chinas Industrie boomt auf Kosten der Natur. Doch jetzt steuert die kommunistische Führung um und plant gigantische Ökostrom-Projekte. Schon bald könnte Peking den Westen bei grüner Technologie überholen“, Spiegel, 16.11.2009
  • Energieversorgung: Spannungen statt Revolution ☛ „Was sich hierzulande noch in Feldversuchen abspielt, soll ein Milliardenmarkt werden. Intelligente Stromnetze werden allerorten propagiert - wenn es aber darum geht, sie zu bezahlen, zeigt jeder auf den anderen“, FTD, 12.11.2009
  • Gefahr für Gebäude (Geothermie) ☛ „Bohr-Unglück: Niemand weiß, wie lange noch Wasser austritt … Es sei keine Blase, von der man wisse, dass sie irgendwann leer ist … ‚Der Wasseraustritt ist in einer Weise erfolgt, die für alle Fachleute überraschend ist‘, schildert Georg Mittelbach vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie“, Wiesbadener Tagblatt, 7.11.2009
  • Nach Bohrunfall: Wiesbaden unter Wasser (Geothermie) ☛ „In der Nacht war es bei Probebohrungen nach Erdwärme zu einem Unfall in der Friedrich-Ebert-Allee gekommen … Es handelte sich um einen Response-Test, bei dem Bodenbeschaffenheit und Wärmeleitfähgkeit überprüft werden sollten“; Basel, Staufen, Landau, Asse, Wiesbaden, Erdölvorräte… Haben wir ‚ein‘ Geologie- + Geologen-Problem? (EG), FR, 6.11.2009
  • Wiesbaden: Bohrung löst Wasserfontänen aus ☛ „Bauarbeiter haben in Wiesbaden versehentlich eine 130 Meter tief gelegene Wasserblase angebohrt. Zeitweise schossen haushohe Fontänen aus dem Boden, pro Minute sprudelten rund 6000 Liter Wasser … Die Erkundungsfirma aus Fulda sei erfahren“, Spiegel, 6.11.2009
  • Die Rohstofflücke ☛ „Den deutschen Zukunftsindustrien drohen Engpässe bei der Versorgung mit Hightech-Metallen … Noch größere Mengen verschlingt die Windkraftindustrie. Für jedes Megawatt, so die Faustformel, sind rund 200 Kilo Neodym nötig. Die Riesengeneratoren von bis zu fünf Metern Durchmesser erzeugen fünf Megawatt Leistung“, Spiegel, Nr.45, 2.11.2009 ( , )
  • Insel Samsö Vorzeigeprojekt für umweltfreundliche Energie und Landwirtschaft ☛ „Die dänische Insel Samsö ist ein Mekka für Klimaschützer, denn die Insulaner erzeugen mehr Energie, als sie brauchen - mit Windrädern, Solaranlagen, Strohbrennern und Kuhmilch-Wärmetauschern“; Samsö als erstes Ausgangsmodell für tausende energieprekäre Inseln auf der Welt nehem (EG), Oekonews.at, 21.10.2009
  • Samsö: Eine Vorzeigeinsel auf dem Prüfstand ☛ „Dennoch halten Kritiker des Projekts Samsö entgegen, dass der Energieverbrauch auf der Insel selbst gar nicht gesunken sei … Zu sehr auf Windparks verlassen?“, ORF.at, 2.10.2009
  • KAUST research to focus on solar energy: Al-Naimi ☛ „Research at the King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) may help Saudi Arabia develop solar energy to provide for a significant portion of the Kingdom’s power needs, Saudi Minister for Petroleum and Mineral Resources Ali Al-Naimi said on Tuesday … ‚Saudi Arabia aspires to export as much solar energy in the future as it exports oil now‘, Al-Naimi said“, arab news, 23.9.2009
  • Study: Shifting the world to 100% clean, renewable energy by 2030 - here are the numbers ☛ „Most of the technology needed to shift the world from fossil fuel to clean, renewable energy already exists … say Stanford civil and environmental engineering Professor Mark Z. Jacobson and University of California-Davis researcher Mark Delucchi … To make clear the extent of those hurdles – and how they could be overcome – they have written an article that is the cover story in the November issue of Scientific American … And it will ultimately be cheaper than sticking with fossil fuel or going nuclear, they say“, Stanford News Service, 19.10.2009
  • China will größtes Solarkraftwerk der Welt bauen ☛ „In der mongolischen Wüste soll bis 2019 das weltweit größte Sonnenkraftwerk entstehen. Die Anlage soll mit zwei Gigawatt so viel Strom erzeugen wie etwa zwei Atomkraftwerke … Während die im Juli verkündete Vision europäischer Stromkonzerne, in Nordafrika das größte Sonnenkraftwerk der Welt bauen zu wollen, von einer Realisierung weit entfernt sei, werde das Projekt in der mongolischen Wüste schon nächstes Jahr ersten Strom produzieren“, Spiegel, 8.9.2009
  • Stromgiganten entdecken die Sonnenkraft ☛ „Mit der Sonne sauberen Strom erzeugen - bislang war das vielen Energiekonzernen zu teuer. Doch nun fallen die Preise für die kostenträchtigen Solarmodule. Und auf einmal lohnen sich die Investitionen auch für die Versorger … Gigantische Solarparks in den USA … Selbst die Franzosen machen auf Öko“, Spiegel, 7.9.2009
  • :!:Rohstoffmangel bedroht Hybridautos ☛ „Der Siegeszug umweltfreundlicher Technologien könnte in den nächsten Jahren durch Engpässe in der Rohstoffversorgung gebremst werden. Gefährdet ist der Nachschub an sogenannten seltenen Erden, einer Klasse von Metallen, die unter anderem zum Bau von Windkraftanlagen und Hybridautos benötigt wird“; Immense Rüstungsverbräuche auf rettende Umwelttechnologien umleiten! Jetzt, ansonsten zu spät! (EG), FTD, 31.8.2009
  • China Tightens Grip on Rare Minerals ☛ „China produces over 99 percent of dysprosium and terbium and 95 percent of neodymium. These are vital to many green energy technologies, including high-strength, lightweight magnets used in wind turbines, as well as military applications … The people who are making these products outside China are at a huge disadvantage, and that is why more and more of that manufacturing is moving to China“, N.Y.T., 31.8.2009
  • Solarindustrie muss auswandern ☛ „Deutsche Solarzellenhersteller werden nach Ansicht des Maschinenbauers Manz ihre Produktion ins Ausland verlagern müssen. Besonders hohe Kostenvorteile seien in Asien zu erreichen“, FTD, 25.8.2009
  • Solarboom lässt Subventionen explodieren ☛ „Allein 2008 wurden demnach auf deutschen Dächern und Äckern Photovoltaikanlagen mit 1500 Megawatt Leistung installiert. In diesem Jahr dürften noch einmal bis zu 3000 Megawatt hinzukommen. Das übertrifft die Prognosen dramatisch“, Spiegel, 24.8.2009
  • Synthetische Biologie: Frankensteins Bakterien ☛ „Designerbakterien könnten in der Industrie praktisch jedes gewünschte Produkt herstellen, etwa Treibstoff, Medikamente oder Kunststoffe. Der Ölkonzern Exxon investierte im Juli 600 Mio. $ in Venters Firma Synthetic Genomics, die ölproduzierende Algen künstlich erschaffen will … In der synthetischen Biologie geht man einen Schritt weiter und baut Gene wie Lego aus chemischen Grundbausteinen zusammen“, FTD, 24.8.2009
  • Solar - "Made in Germany" zieht nicht mehr ☛ „Die sonnigen Zeiten der deutschen Solarindustrie sind vorbei. China rollt den Markt auf … Vor allem China hat große Ambitionen. Die Regierung will ihre Solarbranche an die Weltspitze führen und stützt die Industrie mit Milliardensubventionen. Weil die chinesischen Hersteller in modernen Megafabriken Solarzellen und -module zudem deutlich günstiger produzieren als deutsche Rivalen - nach Angaben der Bank UBS im Schnitt um 30 Prozent -, können sie mit Kampfpreisen Marktanteile erobern“, FTD, 18.8.2009
  • Gigantisches Vorhaben - In China wurde der erste Spatenstich für den weltgrößten Windpark getan ☛ „Bis Ende 2010 sollen dort 5,16 Gigawatt ans Netz gehen … In weiteren Ausbaustufen sollen bis 2015 12,71 GW und bis 2020 schließlich 20 GW installiert sein … Das wäre in einem einzigen Windpark fast so viel wie derzeit in ganz Deutschland steht … Sieben derartigen Unternehmen mit einer Gesamtleistung von 120 GW sollen in der Volksrepublik bis 2020 ans Netz gehen“, Telepolis, 10.8.2009
  • Wo Öko-Strom am günstigsten ist - Städte-Ranking ☛ „Millionen Deutsche sind Strom-Ökos oder wollen es werden. Denn Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen ist oft deutlich billiger als etwa Atomstrom. Allerdings schwanken die Marktbedingungen regional deutlich - SPIEGEL ONLINE zeigt, in welcher Stadt sich ein Anbieterwechsel besonders lohnt“, Spiegel, 23.7.2009 (Liste: )
  • Verbraucherexperten raten zum Solar-Dach-Bau ☛ „Eine Solaranlage auf dem Dach ist laut ‚Finanztest‘ so lukrativ wie nie: Hauseigentümern winken hohe Renditen, eine gute staatliche Förderung - und neuerdings verdienen Verbraucher sogar Geld, wenn sie den Strom nicht ins Netz einspeisen, sondern selbst verbrauchen“, Spiegel, 21.7.2009
  • Exxon forscht zu Algen-Treibstoff ☛ „Der weltgrößte Energiekonzern geht erstmals intensiv auf die Suche nach Alternativen zu fossilem Öl und Gas. Das Unternehmen kündigte eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Genforschungspionier Craig Venter an, die der Entwicklung von Biotreibstoffen auf Basis von Algen dienen soll … So fließen in die konzerneigene Biotreibstoffforschung im Rahmen der Allianz mit Venters Firma Synthetic Genomics Inc. (SGI) rund 300 Mio. $ … Gemessen am Nettogewinn von mehr als 45 Mrd. $ im Jahr 2008 bleibt Exxon Mobil dennoch vorsichtig mit Investments in neue Energien … ‚Die kommerzielle Produktion von Biotreibstoffen auf Algenbasis liegt wahrscheinlich noch mindestens zehn Jahre entfernt‘“, FTD, 15.7.2009
  • Riesen-Akku soll ganze Insel versorgen ☛ „Eine ganze Azoreninsel soll in Berlin simuliert werden - zumindest ihre Stromversorgung. Europas größte Natrium-Schwefel-Batterie, untergebracht in zwei gigantischen Metallschränken, wird derzeit auf ihre Leistung geprüft. Sechs Stunden lang soll sie 1000 Haushalte versorgen“, Spiegel, 1.7.2009

1.Hj.:

  • Windkraft-Vorbild Dänemark ☛ „Erneuerbare Energien sind Gift fürs Stromnetz, heißt es oft. Der Windkraft-Weltmeister im Norden beweist das Gegenteil“, Zeit, 29.6.2009
  • Schlappe bei IRENA: Bonn unterliegt Abu Dhabi ☛ „Der Delegierte aus dem Ölstaat bot auch gleich die Übernahme aller Betriebskosten des Sekretariats «auf ewig» an … IRENA (International Renewable Energy Agency) war im Januar in Bonn - vor allem auf Betreiben Deutschlands - von 75 Staaten gegründet worden. Mittlerweile gibt es über 130 Unterzeichnerstaaten. Darunter sind auch die USA … ‚In den letzten 60 Jahren habe es keine derart erfolgreiche Initiative Deutschlands gegeben’“, co2-handel.de, 29.6.2009
  • :!: E.on bremst Bau von Windparks in Deutschland ☛ „Zunächst sollen die Erfahrungen mit dem Pilotprojekt Alpha Ventus in der Nordsee abgewartet werden, bevor weitere Projekte mit einem Gesamtvolumen über 1200 Megawatt realisiert würden … ‚Während wir in Großbritannien und Dänemark sehr küstennah in geringen Wassertiefen bauen können, sind wir in der deutschen Nordsee aus Rücksicht auf den Naturschutz gezwungen, die Anlagen bis zu 60 Kilometer weit vor den Küsten in Wassertiefen von bis zu 50 Metern zu errichten‘. Dies bedeute um bis zu 30 Prozent höhere Investitionskosten und das Dreifache an Betriebskosten“, Welt, 29.6.2009
  • Ökobranche erwartet Solarboom in Deutschland ☛ „Die Bundesregierung setzt auf Sonnenstrom aus der Sahara - dabei kann Deutschland sein Energieproblem auch selbst lösen. Die Solarbranche erwartet einen heimischen Photovoltaik-Boom, der sogar die Atomkraft verdrängen könnte. Befeuert wird die Öko-Revolution durch Billiganlagen aus Fernost“, Spiegel, 29.6.2009
  • Ringen um Umweltagentur - Sigmar Gabriels Sharm-Offensive ☛ „Weg vom Öl, Ökostrom für alle - das soll das Ziel der neuen Internationalen Agentur für erneuerbare Energien sein. Am Montag entscheiden 110 Staaten in Sharm El Sheik, ob die Aktivitäten von Bonn oder Abu Dhabi aus geleitet werden - die beiden Standorte buhlen um Unterstützung“, Spiegel, 28.6.2009
  • "Die Sahara-Sonne ist terrorresistent" ☛ „Geeignet wären zum Beispiel Marokko und Tunesien - dort ist die Terrorgefahr vergleichsweise gering … Die Förderung von Solarstrom dürfte sie allerdings zunächst in Europa erhöhen. In Südspanien und vor allem in Griechenland liegen noch viele Kapazitäten brach. Es liegt nahe, dass die EU erstmal die eigenen Sonnenäcker bestellt“, Spiegel, 25.6.2009
  • RWE: Wüstenstrom vor allem für Afrika ☛ „Das geplante Milliardenprojekt ‚Desertec‘, bei dem Solarstrom in Afrikas Wüsten erzeugt und nach Europa transportiert werden soll, erhitzt die Gemüter. RWE-Manager Fritz Vahrenholt sagte nun, dass zuerst die Anreinerstaaten versorgt werden müssten. ‚Desertec‘ sei vor allem ein Forschungsprojekt“, Manager Magazin, 24.6.2009
  • Obama will USA zur Öko-Supermacht machen ☛ „Die USA haben Deutschland bei der Windkraftproduktion vom Spitzenplatz verdrängt, aber der Regierung Obama reicht das nicht: Der Präsident will den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter forcieren … 56 Milliarden Dollar für saubere Energie … So hat Obama im Wahlkampf zwar versprochen, dass bis 2025 ein Viertel des US-Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen werde - ein Ziel, das Umfragen zufolge mehr als 75 Prozent der Amerikaner begrüßen“, Spiegel, 24.6.2009
  • LOLHausdach statt Wüste - Die erfolgreichste Technik der Sonnenernte ist jene auf den Dächern ☛ „Bereits in drei bis spätestens fünf Jahren wird der Strom vom Hausdach in Deutschland billiger sein als jener aus der Steckdose … Der dezentral erzeugte Solarstrom wird vielleicht für immer die billigere Option bleiben. Denn die höhere Sonneneinstrahlung im Süden wird die Kosten der gigantischen Übertragungsnetze womöglich nie kompensieren könnem“, TAZ, 17.6.2009
  • Die Sonne über der Sahara löst das Energieproblem ☛ „Unerschöpflicher Strom aus der Wüste Nordafrikas, klimafreundlich erzeugt von gigantischen Spiegelkraftwerken. Deutsche Firmen wollen diese Vision Wirklichkeit werden lassen - doch noch sind einige Hürden zu nehmen“, Spiegel, 17.6.2009
  • Verseuchte Pellets machen Schlagzeilen ☛ „Laut italienischen Zeitungsberichten wurden am Wochenende rund 10‘000 Tonnen Pellets beschlagnahmt, die eine erhöhte Konzentration von Cäsium 137 aufweisen sollen. Gemäss diesen Berichten handelt es sich um 6-mm-Pellets der Marke ‚Naturkraft‘, die in einem Werk in Litauen produziert und seit Herbst letzten Jahres in 15-kg-Säcken in 11 Regionen Italiens, vor allem in Süd- und Norditalien, vertrieben wurden … Diese werden im litauischen Alytus von der estnischen Gruppe Graanul Invest produziert“; 40-fach über Grenzwert (EG), ee-News-ch, 17.6.2009
  • Afrika soll Deutschland mit Solarstrom versorgen ☛ „Ein Firmenkonsortium will den Energiebedarf Deutschlands ab 2019 mit in Afrika gewonnenem Sonnenstrom stillen. Geplant sind gewaltige Solarkraftwerke in den Wüsten“, Zeit, 16.6.2009
  • M. Kunzmann: Sommer, Sonne, Sozialismus? (Cuba) ☛ „Auf dem Weg von Trinidad nach Santa Maria, einem kleinen Ort an der Küste, nördlich von Havanna, fallen mir, als wir auf der sowjetischen Autobahn unterwegs sind, die Schilder der Energierevolution auf. Ich erfuhr erst im Nachhinein was es genau damit auf sich hat: Die grundlegende Umstellung auf Energiesparlampen, weniger Stromverbrauch und eine ökologischere Energieerzeugung in ganz Cuba durch neue Wind- und Solarkraftwerke. Eine sehr feine Sache, die auf dem Land schon erste Früchte trägt, dort konnte ich nämlich auf vielen Dächern die Montage von Solarzellen beobachten“, Indymedia.org, 13.6.2009
  • BP prescht im Solargeschäft vor ☛ „Während sich Shell fast komplett aus dem Solargeschäft zurückgezogen hat, lehnt der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil Investitionen in erneuerbare Energien wie Wind und Solar ab. Auch der US-Rivale ConocoPhillips hielt sich bislang zurück. Nach Angaben des Hamburger Energie Informationsdiensts (EID) haben die fünf größten Ölkonzerne in den vergangenen 15 Jahren erst 15 Mrd. $ in alternative Energien investiert … ‚Im Vergleich zu den finanziellen Mitteln, die die Branche hat, sind die Investitionen in erneuerbare Energien sehr gering‘, sagte Heino Elfert vom EID“, FTD, 3.6.2009
  • Die deutsche Solar-Revolution ☛ „Mit Windkraft, Solarthermie und Fotovoltaik treiben deutsche Firmen Technologien voran, die die Wirtschaft des neuen Jahrtausends prägen werden. Vorneweg: Das Bonner Unternehmen Solarworld“, FTD, 29.5.2009
  • EU-Beschluss: Gebäude müssen ab 2019 ihre Energie selbst produzieren ☛ „Die EU-Mitgliedsstaaten müssen nach der neuen Verordnung bis zum 31. Dezember 2018 sicherstellen, dass alle neu gebauten Gebäude so viel Energie erzeugen wie sie gleichzeitig verbrauchen, etwa mittels Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen“, Das Energieportal, 29.5.2009
  • J. Leggett: It’s time for renewables ☛ „Prospects for renewable energy have never looked better, even in the face of recession. But the new technologies are growing so fast they are beginning to threaten the old … In 2008, for the first time, both the European Union and the US added more capacity from renewables than from fossil-fuel and nuclear sources“, FT, 26.5.2009
  • Energieexperte Willenbacher: "Fürs Elektroauto sind keine neuen Kraftwerke nötig" ☛ „Zwei Beispiele - wir haben einen Carport mit Solarzellen auf dem Dach entwickelt, der pro Stellplatz genug Strom für 12.000 Kilometer pro Jahr vom Himmel holt. Und wir errichten demnächst Windkraftanlagen mit einer Jahresproduktion von 20 Millionen Kilowattstunden. Die Rotoren produzieren genug Strom, damit 6000 Autos pro Jahr jeweils 15.000 Kilometer fahren können“, Spiegel, 22.5.2009
  • Australia joins solar power plant race ☛ „Earlier this year Southern California Edison, the US utility, signed up with a solar energy company to build a network of plants that would produce 1.3GW of energy, more than Australia envisages but which may take longer to finish … The solar power network, which is not expected to be operational before 2015, aims to produce up to 1,000MW of energy, which compares with Australia’s current energy capacity of 45,000MW“, FT, 19.5.2009
  • Australia to build world's largest solar energy plant: PM ☛ „Australia plans to build the world’s largest solar power station with an output of 1000 megawatts in a A$1.4 billion (US$1.05 billion) investment … The project should eventually lead to a network of solar-powered stations across the country“, Reuters, 17.5.2009
  • Australien baut größte Solarstromanlage der Welt mit 1.000 Megawatt ☛ „Damit sei ihre Kapazität drei mal so groß wie die der bisher weltgrößten Solarstromanlage in Kalifornien. Mit ihr wolle Australien zu einem führenden Hersteller erneuerbarer Energien aufsteigen, schließlich sei die Sonne die größte Naturressource des Landes, sagte Rudd“, derStandard, 17.5.2009
  • Hightech-Metalle leichtsinnig zerstäubt ☛ „Doch auf die Rohstoffversorgung wirken vielfältige Einflüsse: Metalle sind häufig vergesellschaftet - wird also von einem mehr abgebaut, fällt auch vom anderen mehr an. Ein und dasselbe Metall wird oft in mehreren konkurrierenden Anwendungen benötigt, Indium etwa für Displays und für Dünnschicht-Solarzellen. Und einzelne Staaten haben Quasimonopole … Indium wird zu mehr als 80 Prozent zu zinndotiertem Indiumoxid (ITO) verarbeitet, das als gleichzeitig transparentes und leitfähiges Material die Basis für Flachbildschirme, Leuchtdioden und alle Arten von Displays ist. Bislang sind keine anderen Materialien für diese Anwendungen in Sicht“, FAZ, 13.5.2009
  • Null-Energie-Gebäude als Standard ab 2019 ☛ „Wie bei avancierten Zielen üblich wird es sicher noch Geschacher um die Art der Bilanzierung geben. Neben der ‚Ernte‘ auf dem eigenen Grundstück könnten etwa auch der Energiebezug aus Gemeinschaftsanlagen oder von regenerativ erzeugenden Anbietern möglich sein. Die Europäische Kommission soll dazu bis zum 31. März 2010 eine gemeinsame Methode zur Berechnung der Energiebilanz vorstellen“, Telepolis, 6.5.2009
  • LOL Experte will alle Autos an Wind-Steckdosen hängen ☛ „Um sauberen Strom für saubere Autos zu erzeugen, hat Willenbachers Firma ein spezielles Carport entwickelt, dessen Dach vollständig mit Solarzellen bedeckt ist und damit pro Stellplatz genügend Strom für etwa 12000 Pkw-Kilometer pro Jahr produziert. ‚Zwar muss man für einen Stellplatz gut 3000 Euro kalkulieren, doch kostet die Kilowattstunde dann unter dem Strich zwischen 30 und 40 Cent. Vergleicht man das mit dem Benzinpreis, ist der Umbau nach 50 bis 100 gesparten Tankfüllungen bezahlt‘, sagt er“, Welt, 24.4.2009
  • Südkorea startet die grüne Welle ☛ „In Anlehnung an den ‚New Deal‘, ein staatliches Investitionsprogramm, das die USA in 1930er Jahren aus der Krise führte, hat der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak im Januar den ‚Green New Deal‘ für sein Land verkündet: ein 28 Mrd. Euro schweres Konjunkturprogramm, das ganz auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien setzt“, Handelsblatt, 20.4.2009
  • Köhler fordert Öko-Wirtschaft - Messeeröffnung ☛ „Der Bundespräsident hat zur Eröffnung der Hannover Messe einen ökologischen Umbau der Weltwirtschaft gefordert. Dadurch könnten Rohstoffe und Energie gespart und erneuerbare Energien vorangebracht werden“, FTD, 19.4.2009
  • Südkorea investiert in grüne Zukunft ☛ „Solarenergie und Windkraft: Das Partnerland der Hannover Messe setzt ganz auf umweltverträgliches Wachstum - und investiert Milliarden in erneuerbare Energien. Ministerpräsident Han Seung Soo sieht das Land gegenüber anderen Wirtschaften deutlich im Vorteil“, FTD, 19.4.2009
  • :!:Rohstoffmangel schürt internationale Konflikte ☛ „Verknappung von Hightech-Metallbeständen bremst Zukunftstechnologien … Die Nachfrage nach Indium, das zur Herstellung von Flachbildschirmen sowie in der Photovoltaik-Industrie benötigt wird, wird sich dem IZT zufolge bis 2030 gegenüber der derzeitigen Produktionsmenge mehr als verdreifachen … Bolivien beherrscht dagegen mit den weltweit größten Vorkommen das Geschäft mit Lithium, das bei der Herstellung von Elektroautobatterien benötigt wird“, pressetext.com, 16.4.2009
  • EU-Parlament will das Null-Energie-Haus ab 2019 zur Pflicht machen ☛ “‚Das ist kein Beitrag zum Klimaschutz, sondern ein Neubauverhinderungsprogramm. Diese technische Aufrüstung ist zu vertretbaren Kosten und Mietbelastungen bis 2019 nicht möglich‘, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann“, Welt, 16.4.2009
  • Greenpeace Studie: Großkonzerne bremsen beim Ökostrom ☛ „Demnach kommen die großen Konzerne nur mit Hilfe teils jahrzehntealter Wasserkraftwerke auf nennenswerte Anteile von Strom aus Erneuerbaren Energien. In Deutschland produzierte Marktführer Eon diesen Zahlen zufolge insgesamt 7,2 Prozent seines Stroms aus Erneuerbaren Energien; ohne Wasserkraft waren es aber nur 1,4 Prozent. Bei EnBW blieben von 11,4 Prozent ohne Wasserkraft sogar nur 0,1 Prozent. Damit lagen alle großen Erzeuger deutlich unter dem Durchschnittswert für Deutschland. Denn insgesamt hatte Ökostrom 2007 bereits 14,2 Prozent Marktanteil“, FTD, 16.4.2009
  • Warum Bill Gates auf Algensprit setzt ☛ „Algen haben einfach den besten Photosynthese-Prozess auf dem Planeten … So lassen sich aus einem Hektar Raps etwa 1800 Liter Biodiesel pro Jahr gewinnen, aus Palmen können es etwa 6000 Liter sein. Mit den Algen sind 10000 bis 25000 Liter möglich, manche Fachleute halten sogar noch erheblich mehr für möglich“, Handelsblatt, 9.4.2009
  • Spanien: Konsequente Klimapolitik trotz Krise? ☛ „Die Finanzkrise trifft Spanien besonders hart. Etliche Jobs sind bedroht, das Land hat inzwischen die höchste Arbeitslosenquote in der ganzen EU. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien bekommt man die Krise zu spüren … Ein ganzes Paket kurzfristiger Infrastrukturmassnahmen soll zumindest vorübergehend möglichst viele neue Arbeitsplätze schaffen. Doch ein grundlegender Strukturwandel, der den Klimaschutz auch als langfristigen Wirtschaftsmotor fördert, ist zumindest im Moment nicht in Sicht“, Deutsche Welle, 30.3.2009
  • Energiekrise: Hedgefonds-Chef organisiert Internet-Initiative für Windkraft ☛ „Seit Juli 2008 geht er mit einem gigantischen Energieprojekt hausieren, über das angeblich bis zu 20 Prozent des US-Stromverbrauchs gedeckt werden können. Der sogenannte ‚Pickens Plan‘ sieht für die nächsten zehn Jahre Investitionen über 150 Milliarden Dollar in Windenergie und Biokraftstoffe vor. Für Aufsehen sorgte vor allem sein Vorschlag, einen Korridor von Windrädern und -turbinen zu bauen, der sich von der kanadischen Grenze bis Texas erstreckt“, Spiegel, 27.3.2009 (Plan: )
  • :!: Stillstand vor den Küsten ☛ „Eigentlich sollten im vergangenen Jahr bereits Anlagen mit einer Stromkapazität von 1500 Megawatt (MW) vor den deutschen Küsten installiert sein … Bislang lag es vor allem an technischen Schwierigkeiten und der diffizilen Netzanbindung. Jetzt kommen auch noch Finanzierungsprobleme hinzu …Der Baugrund ist schwieriger zu beherrschen als gedacht, gleichzeitig verteuern sich die Projektkosten. Als im vergangenen Sommer die ersten sechs Rotoren installiert werden sollten, kam extra ein Montageschiff quer über den Atlantik. Es musste im Herbst unverrichteter Dinge wieder in den Golf von Mexiko fahren“; erfolgsbesoffen (EG), Welt, 18.3.2009
  • Wind drives change in Spain ☛ „The European Wind Energy Association said that in 2008 more wind power capacity was installed in the European Union than any other power source. Of the 23,851 MW of new EU capacity, 36 per cent was wind, 29 per cent gas and 18 per cent solar photovoltaic cells … By year-end, Spain expects to be producing almost a quarter of its electricity from renewable sources“, FT, 6.3.2009
  • Siemens soll 500 Windenergie-Anlagen liefern - Rekordauftrag ☛ „Mitten in der Wirtschaftskrise verbucht Siemens einen Milliarden-Job: Der Münchner Konzern soll im großen Stil Windkraftwerke für Offshore-Parks in Nordeuropa bereitstellen - nach Konzernangaben ist es der größte Auftrag der Unternehmenshistorie“, Spiegel, 6.3.2009
  • BP chief signals dividend freeze ☛ „BP needs an oil price of $60 per barrel to be able to pay for its dividend and its planned $20bn-$21bn (£14.2bn-£15bn) capital spending programme from its cash flow, so it is likely to have to borrow to meet those commitments … It is cutting its planned investment in alternative energy, such as wind and solar power, to less than $1bn this year, from $1.4bn last year“, FT, 4.3.2009
  • Geothermie-Projekte bekommen Rückhalt ☛ „Das Bundesumweltministerium, die KfW Bankengruppe und die Münchener Rück starten ab sofort ein neues Kreditprogramm für den Ausbau der Geothermie in Deutschland. Sie stellen gemeinsam 60 Mio. € zur Finanzierung von geothermalen Tiefbohrungen zur Verfügung. Mit diesem Programm wird insbesondere das Fündigkeitsrisiko der Projekte gemindert … Investitionen von oft mehr als 10 Mio. € stehen pro Projekt im Risiko“, Umweltjournal.de, 2.3.2009
  • Obama verschafft Solar-Aktien Rückenwind ☛ „Eine Branche, die bei Obamas Plänen für das ‚neue Amerika‘ stark im Mittelpunkt steht, sind die Hersteller alternativer Energien. In seiner ersten Rede vor dem Kongress betonte der neue Präsident noch einmal, dass seine Regierung die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl deutlich reduzieren werde. Dafür soll die verfügbare Menge erneuerbarer Energien innerhalb von drei Jahren verdoppelt werden. Die Entwicklung von Wind- und Sonnenenergie wird im Rahmen des Konjunkturprogramms mit Investitionen von jährlich 15 Mrd. Dollar unterstützt“, Welt, 28.2.2009
  • LOLJ.R. Biden (US-Vice-President): Green jobs are a way to aid the middle class ☛ „The economic-recovery package that President Obama signed into law last week contains more than $20 billion for investment in a cleaner, greener economy, including $500 million for green job training … So what exactly are ‚green jobs‘? They provide products and services that use renewable energy resources, reduce pollution, and conserve energy and natural resources … Building a new power grid, manufacturing solar panels, weatherizing homes and office buildings, and renovating schools are just a few of the ways to create high-quality green jobs that strengthen the foundation of this country“, The Philadelphia Inquirer, 27.2.2009
  • Trübe Aussichten für Solarbranche ☛ „In der Solarindustrie herrschte im vergangenen Jahr noch eitel Sonnenschein. Doch nun sind die Boomzeiten offenbar erst einmal vorbei. Die Branche blickt mit wachsender Skepsis in die Zukunft. Gleich mehrere Unternehmen schrauben ihre Prognosen zurück - oder äußern sich gleich gar nicht mehr“, Handelsblatt, 25.2.2009
  • Q-Cells übertrifft Erwartungen - Solarbranche ☛ „Besser als gedacht präsentiert sich der Solarzellenhersteller Q-Cells. Sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn legte das Unternehmen leicht zu. Nur in die Zukunft sieht Q-Cells nicht mehr gar so optimistisch“, Handelsblatt, 24.2.2009
  • Kein zweites Staufen? Freiburg zapft Erdwärme an ☛ „Im Gipskeuper unter Freiburg fehlt der Gips … In Freiburg gibt es bislang knapp 100 Geothermie-Anlagen, in ganz Baden-Württemberg sind es rund 12 000. Die regenerative Energieform wird immer beliebter: Im vergangenen Jahr stiegen die Verkaufszahlen bundesweit um fast 30 Prozent … Viel mehr Sorgen macht sich Zähringer aber um den laufenden Betrieb der Erdwärmesonden. Falls diese undichte Stellen hätten, könnten giftige Stoffe ins Grundwasser gelangen. Und bislang, sagt Zähringer, gebe es keine Vorschrift, die die Überwachung der Anlagen ausreichend regelt“, Badische Zeitung, 23.2.2009
  • Solar trifft Kohle ☛ „So sieht es etwa bei einem riesigen Erdgas- und Öl-Kraftwerk des Betreibers Florida Power and Light (FPL) im Martin County im US-Bundesstaat Florida aus: Dort begann der Bau eines Solar-Wärme-Kollektorfeldes mit 180.000 Spiegeln im Dezember 2008. Es wird eine Fläche von über 200 Hektar einnehmen. Würde die Anlage neu gebaut, müssten 30 Prozent der Kosten für den Kauf von Dampfturbinen einkalkuliert werden. Die sind hier bereits vorhanden“, Technology Review, 23.2.2009
  • Geothermie: Geheimnis unter dem Kanaldeckel ☛ „In Köln entsteht die größte Erdwärmesiedlung Deutschlands. Auf einer Größe von etwa viereinhalb Fußballfeldern entstehen hier Häuser und Wohnungen für bis zu 1 000 Menschen. Die ersten sind im Januar eingezogen, die letzten sollen Ende 2010 folgen. Hierfür hat der Bauherr 21 Löcher tief in die Erde gebohrt, aus denen Wasser hochgepumpt und in Energie umgewandelt wird“, Handelsblatt, 20.2.2009
  • Kein Bohrstopp für Geothermie in Baden-Württemberg ☛ „Der GtV-Bundesverband befürchtet nun, dass in der Praxis zukünftig zahlreiche Genehmigungen versagt werden könnten und durch die verkürzte Darstellung als ‚Bohrstopp‘ der Nutzung der Geothermie insgesamt ein schwerer Imageschaden entsteht. Das könnte auch die landes- und bundespolitischen Ziele in Frage stellen, den Einsatz der erneuerbaren Ressource Geothermie im Wärmemarkt nachhaltig zu fördern“, IWR-Pressedienst, 19.2.2009
  • :!:Aufhören, wenn der Gips kommt - Empfehlung für Geothermie ☛ „Unter Staufen quillt das Gestein und hebt die Stadt … Geologen mahnen dennoch zur Vorsicht bei geothermischen Bohrungen … Gips und Anhydrid sind Bestandteil von Gipskeuper, der unter rund einem Drittel des Landes liegt – vor allem in Nordwürttemberg und im mittleren Neckarraum. Aber auch in der Vorbergzone des Schwarzwalds und auf der Baar ist er anzutreffen … Der Überblick über die Gipskeupervorkommen ist auch eher grob: Die vergleichsweise kleine Schicht unter Staufen beispielsweise war unbekannt … Eine erneute Bohrung soll Aufschluss geben, was im Untergrund geschehen ist. Die etwas mehr als 300 000 Euro teure Erkundung soll Anfang März starten“, Badische Zeitung, 18.2.2009
  • Wassermangel bedroht globale Energieversorgung - Teufelskreis ☛ „Es ist eine teuflische Verkettung, über die wenig diskutiert wird: Der zunehmende Wassermangel auf der Erde wird zur ernsten Gefahr für die Energieversorgung von Entwicklungs- und Industrienationen. Forscher in den USA suchen nun nach Auswegen aus der doppelten Versorgungskrise … Wind- und Sonnenkraft sind … die wassersparendsten Energieträger. Der Atomstrom sei, je nach Effizienz des Kraftwerks, der wasserintensivste Energieträger, dicht gefolgt von fossilen Brennstoffen“, Spiegel, 18.2.2009
  • Staufener Risse: Millionen-Fonds für Geschädigte (Geothermie) ☛ “…um die Rissbildung, von der zwischenzeitlich 151 Häuser betroffen sind … Um Solidarität mit den Geschädigten zu demonstrieren, hat der Gemeinderat für einen noch zu gründenden Fonds eine Million Euro im Haushalt bereitgestellt. Hinzu kommen weitere 150.000 Euro für Untersuchungen und Beratungen“, Badische Zeitung, 13.2.2009
  • Frankreich baut ein zweites EPR-Atomkraftwerk ☛ „Der Bau des zweiten EPR soll ab 2012 in Penly in der Normandie beginnen und der Meiler soll 2017 ans Netz gehen … Die gleichen Investitionen in erneuerbare Energien würden 15 Mal mehr Arbeitsplätze schaffen“, Telepolis, 31.1.2009
  • Neue Agentur soll erneuerbare Energien international voranbringen (IRENA) n☛ “…soll am heutigen Montag in Bonn der Gründungsvertrag für die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien, Irena, unterzeichnet werden … Das ist der Club für die Zukunft … Irena wird ein internationales Gegengewicht zur Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) und zur Internationalen Energieagentur (IEA) schaffen“, Heise.de, 26.1.2009
  • Die Grünen setzen auf den "Green New Deal" ☛ „Spätestens bis zum Jahr 2050, so stellen es sich die Grünen vor, soll der Energiebedarf in Europa komplett ohne Kohle, Öl und Atomkraft gedeckt werden, Strom möglichst schon 2030“, Der Westen, 26.1.2009
  • Energiespeicher - Zwischenlager für Ökostrom ☛ „Dirk Uwe Sauer, Professor für elektrochemische Energiewandlung an der RWTH Aachen, mahnt: ‚Wenn wir die Speichertechnologien 2020 brauchen, müssen wir schon heute anfangen, sie großzuziehen‘“, Handelsblatt, 26.1.2009
  • Abu Dhabi baut auf Solarenergie ☛ „Das Emirat will bis 2020 sieben Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen speisen … Das Photovoltaik-Werk mit einer Gesamtleistung von zehn Megawatt soll einen Großteil der Energie für Masdar City bei Abu Dhabi liefern, die erste CO2-freie Stadt der Welt. Masdar City soll bis 2016 fertiggestellt sein und insgesamt 50 000 Einwohner sowie 1 500 Unternehmen aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien beherbergen … Das Solarprojekt ist Teil der Bemühungen von Abu Dhabi, zu einem globalen Vorreiter für ‚grüne‘ Energiewirtschaft zu werden“; nur sieben Prozent, nur ein ‚green-washing‘ für den Atomenergie-Einstieg? (EG), Handelsblatt, 20.1.2009
  • Golfstaaten setzen auf nukleare Energie ☛ „Die umweltpolitische Realität in den Emiraten sieht allerdings anders aus. Das Auto ist Hauptverkehrsmittel, Züge oder Strassenbahnen gibt es nicht; private Hauseigentümer dürfen auf ihrem Dach nur dann Solar-Panel installieren, wenn sie nicht am städtischen Stromnetz angeschlossen sind. Hat Masdar, die Stadt ohne Abfall, eine Feigenblattfunktion? … Die GCC-Länder (also Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, VAE und Oman) wollen gegenüber dem Iran technologisch nicht ins Hintertreffen gefallen“, moneycab, 19.1.2009
  • Abu Dhabi - Vom Öl exportierenden zum Energie exportierenden Land ☛ “‚Masdar City‘ soll das Zentrum für erneuerbare Energien werden und 50.000 Menschen beherbergen … Dabei seien die Golfstaaten ein ungewöhnlicher Ort für eine ‚grüne Revolution‘, betonte die NYT, denn es gebe dort fast keine öffentlichen Verkehrsmittel und kein Recycling. Dagegen gebe es klimatisierte Wohnungen und Einkaufszentren, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche beleuchtet seien“, OÖNachrichten, 14.1.2009

2008:

  • First partially-solar-powered cargo ship launches in Japan ☛ „The $1.68m project involved the installation of 328 solar panels, which produce 40 kilowatts of power – a measly 0.3 percent of the engine power required to move the 656-foot, 60,000-ton ship when fully loaded with 6,400 cars, but enough for seven percent of the juice required for lighting and other systems“, engadget.com, 24.12.2008
  • Erster Solar-Frachter sticht in See ☛ „Das Schiff soll Energie sparen, weniger Sprit verbrauchen. Tatsächlich aber braucht der erste Solar-Frachter noch reichlich Diesel. Nur ein geringer Teil seiner Energie wird aus Sonnenlicht erzeugt. Andere Konzepte versprechen ein grüneres Gewissen“, Spiegel, 20.12.2008
  • Windkraftindustrie verhandelt über Staatshilfen ☛ „H. Albers, BWE: Aber es gibt noch viele technische Probleme, im Bau, der Gründung und im Betrieb der Anlagen auf hoher See. Hinzu kommen Hemmnisse beim Netzanschluss … Offshore ist ein Risiko, das Banken heute nicht lieber übernehmen als vor der Krise. Und da war es schon kein Selbstgänger … Ohne die notwendigen Verbesserungen und Korrekturen werden wir wertvolle Jahre verlieren. Wir müssen das Tempo des Ausbaus der Windenergie an Land beibehalten“, FAZ, 17.12.2008
  • Im Osten geht die Sonne auf - Solarindustrie ☛ „Deutschland ist einer der wichtigsten Standorte für die Herstellung von Solarzellen - vor allem in den neuen Ländern boomt die Branche … Mit den Zellen, die der Solarhersteller Q-Cells im vergangenen Jahr produziert hat, lassen sich etwa 370 Megawatt Strom erzeugen - genug, um 80.000 Haushalte zu versorgen … In Süditalien wie auch in Kalifornien ist man von der sogenannten Netzparität nicht mehr allzu weit entfernt“, SZ, 16.12.2008
  • LOLAustralien zieht Förderung von Öko-Energien vor ☛ „Mit einer stärkeren Förderung umweltfreundlicher Energien will Australien seine Wirtschaft ankurbeln … sagte Premierminister Kevin Rudd … ‚Es ist Zeit für Australien, mit der Solarenergie-Revolution zu beginnen, mit der Revolution der erneuerbaren Energien, und wir müssen das finanziell unterstützen‘“, WirtschaftBlatt.at, 14.12.2008
  • Gutachten zu Biosprit vorgelegt: Pflanzen sollen nachhaltig elektrisieren ☛ „Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) stimmte bei der Übergabe des Gutachtens zwar dem Beirat zu, dass ‚Nutzungskonkurrenzen zwischen Bioenergie und Lebensmittelproduktion zu vermeiden‘ seien. Die Regierung habe aber bereits die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, in Zukunft nur noch nachhaltig erzeugte Bioenergie staatlich zu fördern, erklärte er“, TAZ, 3.12.2008
  • PIK-Forscher zeigen Grenzen des Bioenergie-Potenzials auf ☛ „Nachhaltig produzierte Bioenergie kann bis zur Mitte dieses Jahrhunderts etwa ein Zehntel des weltweiten Bedarfs an Primärenergie decken“; in Relation zum heutigen Verbrauch deutlich weniger (EG), innovationsreport.de, 3.12.2008
  • Biomasse kann künftig zehn Prozent des Weltenergiebedarfs decken ☛ „Entscheidend für den langfristigen Erfolg der Biomasse ist aus Sicht der Verfasser der Studie, dass die Energieerzeugung nicht auf Kosten der Nahrungsmittel-Produktion sowie des Natur- und Klimaschutzes geht … Das Recht auf Nahrung wiegt schwerer als das Recht auf Mobilität“; ohne die harten Restriktionen durch Peak Oil gerechnet: was soll das? (EG), BMBF, 3.12.2008
  • Merrill Sees Cleantech ‘Revolution’ - Venture Capital ☛ „His new beat is cleantech, an industry that comprises solar, wind, biofuels and other sources of alternative energy … The current IT age should give way to the leadership of cleantech … As for oil prices, Mr. Milunovich says that ‚practical peak oil is real‘ and predicts that oil prices eventually should move back up“, NYT, 25.11.2008
  • The 'Sixth Revolution' ☛ „Clean energy technology will rival the Industrial Revolution and every major technological development since then to become the ‚Sixth Revolution‘, as the world grapples with the threats of peak oil, global warming and the need for energy security, says financial firm Merrill Lynch“, Canada.com, 25.11.2008
  • World on cusp of clean tech revolution: Merrill Lynch ☛ “‚History shows that technology revolutions occur about every 50 years. We believe clean tech is at the beginning of a high-growth period, much like computing was in the early 1970s‘, says Milunovich“; Damit noch fossilistische Geschichtsbefangenheit (EG), Canada.com, 24.11.2008
  • Frankreich wird "grüner": Mehr Strom aus Wind und Meer ☛ „Umweltminister Jean-Louis Borloo kündigte zum Auftakt einer Woche der erneuerbaren Energie zahlreiche Maßnahmen an, um den Anteil der erneuerbaren Energien in Frankreich wie europaweit geplant auf 20 Prozent zu verdoppeln“, n-tv.de, 17.11.2008
  • LOLÖl-Lobby fordert Energierevolution: IEA wird grüner ☛ „Nun geht aber auch die mächtige Internationale Energieagentur IEA, die bislang als enger Verbündeter der Öl-, Kohle- und Atom-Industrie galt, davon aus, dass das weltweite Energiesystem ‚eindeutig nicht zukunftsfähig sind‘. Sowohl aus ökologischen als auch aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen müsse ein Kurswechsel eingeläutet werden. ‚Dazu bedarf es nichts Geringerem als einer Energierevolution‘“, TAZ, 12.11.2008
  • Schott Solar kippt Börsengang wegen Finanzkrise ☛ „Schott Solar wollte ursprünglich schon Mitte September an die Börse gehen, nach mehreren Verzögerungen hätte es nun an diesem Donnerstag (9. Oktober) soweit sein sollen“, Hamburger Abendblatt, 8.10.2008
  • Suzlon to invest $5bn in wind farms ☛ „The money will be spent on building about 3,500 megawatts of wind generation capacity in China and India. Mr Tanti estimated that the investment would bring low-carbon electricity to about 10m people“, FT, 25.9.2008
  • Google propagiert das Ende für fossile Rohstoffe und setzt auf Alternativen ☛ „Laut Schmidt sollte es bis 2030 möglich sein, dass die gesamte US-Wirtschaft 77 Prozent der insgesamt 2,7 Billionen Dollar teuren Ausgaben für Energie einsparen kann. Google habe damit bereits begonnen und wolle in ein paar Jahren komplett auf Energie aus fossilen Brennstoffen verzichten“, derStandard.at, 10.9.2008
  • Die Windräder der Ölmultis ☛ „Die USA positionieren sich neu - besonders auf regionaler und lokaler Ebene“, Das Parlament, 8.9.2008
  • Vom Winde verweht ☛ „New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte eine großartige Idee: Wind­räder auf den Wolkenkratzern der Stadt. Daraus wird wohl nichts, aber das Thema Wind­energie ist insgesamt in den USA ein Renner“, Jungle World, 4.9.2008
  • Windkrafträder auf Wolkenkratzern - Bloombergs Pläne für New York ☛ „Bloombergs erklärtes Ziel: In den nächsten zehn Jahren sollen zehn Prozent des Stroms für die Stadt aus erneuerbaren Energien stammen. Er will damit auch das strapazierte New Yorker Stromnetz entlasten, das immer wieder für spektakuläre Ausfälle sorgte“, Spiegel, 20.8.2008
  • Solarstromanlagen werden günstiger ☛ „Setzt man für Endkundenstrom eine moderate Preissteigerung von 3 Prozent jährlich an, so wird Mitte des kommenden Jahrzehnts die sogenannte Grid Parity erreicht – solarer und konventioneller Strom liegen preislich gleichauf“, Telepolis, 19.8.2008
  • Windenergie für Nigeria ☛ „Die Behörden hoffen, mit einem Windpark der Energiekrise in der Region, die mit häufigen Netzzusammenbrüchen verbunden ist, abmildern zu können“, Telepolis, 16.8.2008
  • Rechnerisch laufen drei Atomkraftwerke nur für den Export ☛ „Keine Stromlücke in Sicht. In diesem Jahr wird Deutschland voraussichtlich mehr Strom exportieren als je zuvor … Der Grund für für die zunehmenden Überschüsse ist der Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten aus regenerativen Energieträgern“, Telepolis, 14.8.2008
  • Ikea will Solar-Panels verkaufen ☛ „Der Möbelriese Ikea wird künftig mit einer eigenen Investmentgruppe die Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Produkte unterstützen“; Weltkonzern mit nur 4 GreenTech-Mitarbeitern (EG), Handelszeitung.ch, 10.8.2008
  • Energieriesen errichten ersten deutschen Meereswindpark ☛ „Problematisch ist auch die teure Wartung … Hinzu kommt die salzhaltige Luft … ‚Wir bauen zwölf Anlagen‘, sagt E.on-Chef Wulf Bernotat mit Blick auf Alpha Ventus. ‚Und wer soll die restlichen 2988 Windräder errichten?‘“; ‚Fische brauchen keinen Strom‘ (EG), Spiegel, 22.7.2008
  • U.K. group urges 'New Green Deal' ☛ „A credit crisis, coupled with high and rising oil prices and long-term climatic upheaval, are conspiring to create the perfect storm … ‚We need a comprehensive plan which would involve far tougher regulation of capital, changes to tax systems and a sustained program of investment in energy conservation and renewable energy‘, said Larry Elliott, economics editor of The Guardian of London and co-author of the report“, Intern. Herald Tribune, 22.7.2008
  • LOLUS-Ölmogul macht sich für Windkraft stark ☛ „Der Ölmilliardär T. Boone Pickens propagiert die Abkehr der USA vom Erdöl. Er befürchtet, dass Amerika an den hohen Energiepreisen zerbrechen könnte. Nun baut er den grössten Windpark der Welt“, Handelszeitung.ch, 10.7.2008
  • :!:Energiekrise: Regierung setzt auf den Wind ☛ “‚Der Raumordnungsplan ist jetzt ein erster Schritt dafür, dass 25 000 Megawatt bis zum Jahr 2030 aus der Windenergie kommen‘. Regierung und Energiewirtschaft seien sich einig, dass die Investition in die Windparks sinnvoll sei. … Bald schon sollen über 2000 im Wasser aufgestellte Windmühlen eine Gesamtkapazität von knapp 11 000 Megawatt Strom liefern“; küstenferne Tiefen-Offshore-Parks sind nicht-zukunftsfähige Öl- und Rohstoffverschwendung (EG), Welt Online, 6.7.2008
  • Rekordjagd: Ölpreis springt über 143 Dollar ☛ Welterdölkongress (WPC) in Madrid: „Spaniens König Juan Carlos appellierte an die Branche, ‚saubere‘ Energieformen verstärkt zu nutzen. ‚Die Welt verlangt nach einem neuen Modell der Energieversorgung‘, sagte er zu Beginn der Konferenz“, Spiegel, 30.6.2008
  • Benzinpreis: Der Urlaub wird richtig teuer ☛ „Die beste Antwort für die Europäer sei, sich mit effektiverer Nutzung von Energie und dem Ausbau der erneuerbaren Energien mehr und mehr aus der Abhängigkeit vom Öl abzukoppeln, sagte Merkel“, SZ, 19.6.2008
  • Illusion Ökostrom ☛ „Denn am Energiemix hat der Boom noch nichts geändert … über zwei Millionen Haushalte haben sich bereits dafür entschieden – 70 Prozent mehr als vor einem Jahr … Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat den deutschen Strommix tatsächlich verändert. Rund 14 Prozent des Gesamtverbrauchs (87,5 TWh) haben EEG-geförderte Kraftwerke 2007 ins Netz gespeist – zwölfmal so viel, wie alle deutschen Ökostromkunden im selben Zeitraum bezogen haben … Jeder, der nicht zu Ökostrom wechselt, stützt die alten Strukturen“; journalistisches Versagen auf jeder Ebene (EG), Die Zeit, 19.6.2008
  • Erdwärme: Gar nicht so öko ☛ „Zurzeit streiten die Fachleute, welche JAZ noch akzeptabel ist, um die Wärmepumpe als ökologisch sinnvoll zu bezeichnen. Der Entwurf des Wärmegesetzes sieht vor, dass Luftpumpen eine JAZ von 3,3 und Erdpumpen mindestens 4 erreichen müssen … Verschiedene Tests haben ergeben, dass oft eine JAZ von 4 versprochen wird, die realen Werte aber nur zwischen 2,5 und bestenfalls 3,5 liegen … ‚Die Energiekonzerne haben ein Interesse daran, den Stromverbrauch zu erhöhen und Kunden zu binden‘, sagt er. ‚Die Wärmepumpen- und Stromlobby hat erfolgreiche Arbeit geleistet für eine Umwelt-Mogelpackung per Gesetz‘“, Die Zeit, 17.6.2008
  • Ölkrise belebt Solarenergie-Markt ☛ „Bei Solarheizungen erwartet der Wirtschaftsverband in diesem Jahr ein Marktwachstum von 40 Prozent. Ursache für den Solarboom: Während sich der Ölpreis binnen eines Jahres verdoppelt hat, werden Solaranlagen immer preiswerter und schützen den Bürger vor steigenden Energiepreisen … Der Bundesverband Solarwirtschaft strebt an, die Solarstrompreise in spätestens sieben Jahren unter das Niveau konventioneller Stromtarife für den Verbraucher zu drücken“, Pressrelations.de, 11.6.2008
  • Die neue Freiheit der Windkraft ☛ „Immer mehr Anlagenbauer planen und errichten Windparks nicht nur, sie betreiben sie auch. Independent Power Producer (IPP) nennen sie sich … Die deutsche Windindustrie beschäftigt mittlerweile knapp 100.000 Mitarbeiter. Rund 73.000 arbeiten in der Herstellung für den Auslandsmarkt“, FTD, 7.6.2008
  • :!:Die Stunde der Wahrheit ☛ „Die Nutzung von Sonnenstrom ist schon lange kein ökologischer Luxus mehr, sondern eine Überlebensfrage für die Wirtschaft … Das Gebot der Stunde kann nur sein: Raus aus dem erdrückenden Denkkorsett des Industriezeitalters mit seinem primitiven Energienutzungssystem. Öffnung der Tore für das postfossile Zeitalter“, WirtschaftsBlatt.at, 29.5.2008
  • Green goals hit by rise in offshore wind cost ☛ „The construction of offshore wind farms is becoming more costly, creating further problems for the European Union in meeting its renewable energy target … If [the offshore wind farm developers] face a squeeze, they could move their investment to other opportunities“, Financial Times, 29.5.2008
  • Jedem Dorf sein eigenes Kraftwerk ☛ „Deutschlands Spitzenreiter in Sachen unabhängige regenerative Bioenergieversorgung: Die Stadt Dardesheim in Sachsen-Anhalt. Mehr als 30 Windkraftanlagen, eine Biogasanlage und mehrere Solaranlagen haben hier im vergangenen Jahr 140 Millionen Kilowattstunden Elektrizität produziert. Das ist 45-mal mehr, als die Kleinstadt benötigt“, FTD, 28.5.2008
  • Former Texas Oilman Pursues the World's Largest Wind Power Plant ☛ „General Electric Company (GE) announced on May 15 that it has received an order for 667 of its 1.5-megawatt (MW) wind turbines from Mesa Power LLP, a company founded by billionaire T. Boone Pickens … The Wind Coalition claims that the proposed improvements would save consumers more than $3 billion in annual energy costs“, US Departement of Energy, 21.5.2008
  • Heizen mit der Sonne - Solarthermie ☛ „Noch führen solarthermische Anlagen ein Nischendasein. Aber vielleicht ist Sonnenwärme schon bald günstiger als die Energieerzeugung mit Öl oder Gas … In Deutschland sind derzeit Solarthermieanlagen mit 6,4 Gigawatt (GW) Gesamtleistung installiert. Sie produzieren 4400 Gigawattstunden thermische Energie. Damit decken sie gerade einmal 0,3 Prozent des hiesigen Wärmebedarfs. Der Solarthermie-Anteil an der Wärmeerzeugung in Europa liegt bei nur 0,1 Prozent … ‚Wir sind überzeugt, dass die Solarthermie im Jahr 2030 über 50 Prozent des Wärmebedarfs in Europa decken kann‘, sagt Gerhard Stryi-Hipp, Vorsitzender der Europäischen Solarthermie-Technologieplattform (ESTTP)“; so schnell wie irgend möglich weg von Öl und Gas (EG), SZ, 3.4.2008
  • Chinesen überschwemmen Deutschland mit Solarzellen ☛ „Schock für die deutsche Solarbranche: Jahrelang rühmten sich die Firmen als weltweite Marktführer. Jetzt belegen aktuelle Zahlen, die SPIEGEL ONLINE vorliegen: China hat Deutschland bei der Produktion überholt“, Spiegel, 28.3.2009
  • Rohstoffpreise bremsen Öko-Energie - Windrad-Bau geht zurück ☛ „Der Stahlpreis hat sich in den letzten vier Jahren verdoppelt, Kupfer ist dreimal so teuer geworden. Neue Anlagen werden dadurch wesentlich teurer … Statt der geplanten Anfangsvergütung von 7,9 Cent pro Kilowattstunde will Albers 9,6 Cent. ‚Sonst werden wir unsere ehrgeizigen Ziele nicht erreichen können‘, so Albers“, TAZ, 17.3.2008

2007:

  • :!: Windparks vor der Küste wachsen langsamer ☛ „Verband senkt Erwartungen - Erste kommerzielle Anlage in deutschen Gewässern liefert ab 2009 Strom … Der Bundesverband Windenergie warnt bereits vor zuviel Offshore-Euphorie. In den nächsten fünf Jahren werde der Seeluftstrom nur geringe Beiträge zum Energiebedarf leisten können, sagt Verbandschef Ralf Bischof: ‚Dies liegt unter anderem am Mangel an geeigneten Turbinen, Spezialschiffen und Netzanschlüssen‘. Zudem lägen die Kosten für Meeresstrom in Deutschland etwa beim Doppelten der Kosten für Windstrom an durchschnittlichen Standorten an Land“, Welt, 6.12.2007
  • Strom aus salzigem Wasser ☛ „Eine vielversprechende, saubere und emissionsfreie Technologie, die bereits in wenigen Jahren konkurrenzfähig sein dürfte“, wir sind gespannt (EG), Welt Online, 14.10.2007
  • Geothermie - Ein unsicheres Geschenk der Natur ☛ „Geothermie-Kraftwerke nutzen die Erdwärme und gelten nicht nur als ergiebig sondern – im Gegensatz zur Kernkraft – auch als risikofrei. Dann begann bei einem Pilotprojekt jedoch die Erde zu zittern und mit den Stößen kamen die Zweifel“, Handelsblatt, 21.6.2007
  • Wasserstoff: Der Kraftstoff der Zukunft? ☛ „Das Problem: Nur 75% der elektrischen Energie würde im Wasserstoff chemisch gespeichert. Hinzukommt Energie, die für Kompression und eventuell auch Verflüssigung aufgewendet werden muss. Am Ende ließen sich in der Brennstoffzelle bestenfalls 20 bis 25 Prozent der elektrischen Energie zurückgewinnen, so DWV-Vorstandsmitglied Jochen Lehmann im Gespräch mit Telepolis. Etwas besser wird die Bilanz, wenn die Brennstoffzelle in einem Blockheizkraftwerk steht, in dem auch die Abwärme genutzt werden kann“, Telepolis, 26.2.2007

2006:

  • "Eine dreckige, unsichere Zukunft" ☛ „Der Appell fiel dramatisch aus: Die Internationale Energieagentur (IEA) ruft die Welt dringend zum Ausbau von alternativer Energien auf. ‚Bei der Fortschreibung der aktuellen Trends stehen wir vor einer dreckigen, unsicheren und teuren Energiezukunft‘, erklärt die IEA in London, wo sie gestern ihren World Energy Outlook 2006 vorstellte. Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Erdwärme werden bis 2030 beinahe doppelt so viel Energie liefern wie heute, prognostiziert der Bericht. Alternative Energien plus effizientere Energieausnutzung würden die Welt nicht nur sauberer und sicherer machen, sondern sich auch rechnen“, TAZ, 8.11.2006
  • Terror: AKW in Gefahr? (EPR) ☛ „Ein französischer Kernkraftgegner wurde verhaftet, weil er Geheimdokumente veröffentlichte. Sie weisen darauf hin, dass der Schutz des neuen Reaktortyps EPR vor Terrorangriffen unzureichend ist … Die bessere (und nicht allzu teure) Variante wäre es, Kernkraftwerke mit Strukturen aus Beton zu umstellen, beispielsweise Windräder, die einen Großteil der Energie eines seitwärts vorgetragenen Angriffs abtragen könnten“, Zeit, 19.5.2006

2004:

  • Keine Spur von einer Wasserstoffwirtschaft? ☛ „Während also daran geforscht wird, wie man Wasserstoff durch erneuerbare Energien in Insellösungen gewinnen kann, zum Beispiel durch Windenergie, halten Skeptiker dagegen, dass es sinnvoller ist, die Windenergie als Strom zu verwenden, denn man verliert sonst rund 3/4 der Energie. Außerdem sind wir fast überall weit entfernt davon, zu viel erneuerbare Energie zu haben“, Telepolis, 4.11.2004

2002:

  • Wo kommt der Wasserstoff her? ☛ “‚Liegt die Zukunft des Wasserstoffs in der Speicherung von solchem ‚überschüssigen Strom‘ aus regenerativen Quellen?‘ Walter Schütz: ‚Ich würde sagen ja, denn Wasserstoff ist ein ideales Medium dafür. Allerdings nur, wenn es energetisch Sinn macht. Wenn es z.B. nur als Zwischenstufe in einer Transportkette dient, eher nicht. Erst aus Strom Wasserstoff zu machen und dann später daraus Strom zu machen - das eher nicht‘. ‚Weil es bei jeder Umwandlung zu Verlusten kommt‘ … Aber es stimmt, dass viele eben nicht mit berücksichtigen, dass der Wasserstoff erst hergestellt werden muss - heute zu 90% aus Erdgas, z.B. bei Linde. Das Ziel ist natürlich, das Ganze regenerativ zu machen“, Telepolis, 19.12.2002

Links:

  • Wind Journal ☛ „Windenergie - regenerative Energie“ (Sonne: , Wind: , EE: )

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