Inhaltsverzeichnis
Energie allgemein: Interv., Kommentare, Fachartikel
2011:
2.Hj.:
- D. Hahn: Die US-Ökobewegung ist zurück ☛ „Die USA sind der Öl-Junkie des Planeten. Sie behindern Umwelt- und Klimaabkommen, sie bremsen den Umstieg auf alternative Energiequellen, und ihre Mineralölkonzerne - die größten des Planeten - beeinflussen massiv Innen-, Außen- und Militärpolitik“, taz, 7.11.2011
- M. Hartwig: Für eine "nachhaltige Entwicklung" zu spät (D.Meadows-Interv.) ☛ „Natürlich ist es bis zum Jahr 2100 noch ein weiter Weg, aber in vielen unserer Szenarios endete das physische Wachstum schon zwischen 2020 und 2040. Das können wir jetzt sehen. Den Studien zufolge sind wir genau auf diesem Weg, unglücklicherweise. Tatsächlich sinkt das Wachstum schon in vielen Bereichen. Der Klimawandel, die endgültige Erschöpfung der Ressourcen, das alles liegt noch vor uns und wird einen immensen Einfluss auf die weitere physische Expansion haben“; Schon seit ca. 2004 zerhauen die von nun an zu teuren sich verknappenden Naturressourcen unsere Finanzsysteme (EG), Audio: , Deutschlandradio Kultur, 29.10.2011
- Heiser/Kaul: Die Geheimpapiere der Atomlobby - taz enthüllt ☛ „Bezahlte Wissenschaftler, instrumentalisierte Frauen: Interne Papiere zeigen, wie die Atomkonzerne und ihre Lobbyorganisation die Öffentlichkeit beeinflusst haben … Im Frühjahr 2008 erhielt die Lobbyagentur Deekeling Arndt Advisors den Auftrag, bis zur Bundestagswahl im Herbst 2009 einen Meinungsumschwung für die Atomkraft in Deutschland zu erreichen“, Quellen: ,28.10.2011
- M. Uken: Das Klima lässt sich nicht reparieren - Climate Engineering ☛ „Zu teuer, zu riskant, zu umstritten: Wissenschaftler sehen kaum Chancen für das sogenannte Climate Engineering. Die Folgen der Klima-Manipulation seien nicht abzusehen“, Zeit, 5.10.2011
- Uken/Faigle: "Das alte Wachstumsmodell ist gescheitert" (J.Rifkin-Interv.) ☛ „Nur mit einer radikalen Energiewende findet Europa aus der Krise, sagt der Regierungsberater Jeremy Rifkin. Deutschland soll vormachen, wie der Abschied vom Öl gelingt“, Zeit, 27.9.2011
- C. Rabhansl: "Eine dritte industrielle Revolution in Gang bringen" (J.Rifkin-Interv.) ☛ „Der US-Ökonom, Soziologe und international geachtete Regierungsberater Jeremy Rifkin warnte Deutschland und die EU in der Schuldenkrise vor einem reinen Sparkurs. Wenn man nicht gleichzeitig in einen ökologischen Umbau der Wirtschaft investiere, dann ‚kann Deutschland seine Zukunft vergessen‘, ist Rifkin überzeugt“, Audio: , Deutschlandradio Kultur, 24.9.2011
- Palmer/Untersteller: Die Zukunft beginnt jetzt. Dezentral - Speicher - Brücken - Leitungen ☛ „Strom aus Windkraftanlagen an Land ist heute und in Zukunft nur halb so teuer wie Strom aus Hochseewindparks. Wenn die Bundesregierung dennoch die Förderung der Fotovoltaik und der Windkraft an Land drastisch kürzt, um gleichzeitig die Vergütung für Offshore-Windparks deutlich zu erhöhen, ist das volkswirtschaftlich unvernünftig“, taz, 22.8.2011
- H.-J. Ebeling: Die Energiewende kommt – aber wie? ☛ „Die Zukunft der Energieversorgung wird weltweit und auch bei uns maßgeblich auf REQ beruhen. Dies wird Herausforderungen von revolutionärem Ausmaß mit sich bringen. Die Konsequenzen werden nicht ‚die anderen‘, sondern jeden von uns betreffen und berühren. In jedem Fall werden wir uns auf ein wesentlich höheres Preisniveau als heute einstellen müssen. Man muß den Menschen deshalb die Wahrheit sagen“, Peiner Allgemeine, 4.8.2011
- Edenhofer/Knopf: Experiment Atomausstieg ☛ „Es kann nur gelingen, wenn der Staat einen Lernprozess anstößt, ohne die Bürger zu bevormunden“, Zeit, 2.8.2011
1.Hj.:
- S. Bukold: Die Energiewende muss schneller kommen (Ölpreis) ☛ „Der Versuch der IEA, den Ölpreisanstieg zu dämpfen, wird nur kurzfristig wirken. Der Markt wird von der Opec und Hedgefonds gelenkt … Die Energiewende im Verkehr und in der Petrochemie muss schneller kommen“, Zeit, 24.6.2011
- S. Schultz: Streit über Förderquoten - Triumph der Öl-Falken ☛ „Milliardenkosten für Ölverbraucher … In Deutschland etwa werden derzeit rund 2,5 Millionen Fass Öl pro Tag verbraucht. Kostet das Öl im Schnitt nicht mehr 80 Dollar, wie im vergangenen Jahr, sondern 100 Dollar, ergeben sich Mehrkosten von 50 Millionen Dollar - pro Tag“; 350.000 t/Tag (EG), Spiegel, 9.6.2011
- K. North: The case for a disorderly energy descent ☛ „The energy descent from peak oil production imposes decades of contraction in the global economy … Geopolitical Feedback Structure of Declining Oil Production … A shrinking buyer market … Alternative Energy and Energy Conservation Adoptions … The momentum of economic growth in the global capitalist economy“, Energy Bulletin, 22.5.2011 ( )
- Dohmen/Müller/Schwägerl: Drei mal drei (Energiepolitik) ☛ „Vor allem aber steht der Kanzlerin eine Machtprobe mit der Energiewirtschaft ins Haus. Um jeden Preis will Merkel den Eindruck einer neuen Mauschelei mit RWE, E.on, Vattenfall und EnBW vermeiden. Nur dadurch, so kalkuliert die Kanzlerin, erlangt ihr Kursschwenk Glaubwürdigkeit“, Spiegel, Nr.19/2011 (PDF: ), 7.5.2011
- W. Pentland: Dumbest Guy in the Room - Donald Trump’s Energy Policy ☛ „»We go into Iraq. We have spent thus far, $1.5 trillion. We could have rebuilt half of the United States. $1.5 trillion. And we’re going to then leave. So, in the old days, you know when you had a war, to the victor belong the spoils. You go in. You win the war and you take it«“, Forbes, 23.4.2011
- R. Schanda: Ein paar Gedanken zur fossilen Energieversorgung ☛ „Abhängigkeitssyndrom - Blick in die Zukunft? - EU-Strategie zur „Security of Supply“ von Erdgas - Wie wird es mit der Erdgasversorgung weitergehen? - Schaffen wir eine Wende ohne Krise? - Was eigentlich heißt Energieautarkie?“, oekonews.at, 12.4.2011
- R. Burger: „Wer sich verweigert, endet wie die Dinosaurier“ (N.Röttgen-Interv.) ☛ „Bundesumweltminister Röttgen kündigt im F.A.Z.-Interview eine ‚zeitnahe‘ Entscheidung über den Ausstieg aus der Kernkraftnutzung an. Eine Energiewende sei ‚parteiübergreifender Konsens‘“, FAZ, 10.4.2011
- A. Mihm: „Vollständiger Atomausstieg bis 2020“ (H.Müller/BDEW-Interv.) ☛ „In einer radikalen Wende seiner Energiepolitik hat der Spitzenverband der Deutschen Energiewirtschaft sich für einen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2020 ausgesprochen. Das sagte Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller im F.A.Z.-Interview“, FAZ, 9.4.2011
- J. Kaube: Aberglaube Technik - Wählen Sie jetzt 112 ☛ „Hilflosigkeit, Nichtwissen, Überforderung: Die Atomkatastrophe von Fukushima erschüttert die Technikgläubigkeit der Wissensgesellschaft - keiner weiß, was zu tun ist, wenn die Geräte versagen“, FAZ, 2.4.2011
- Chef der Energieagentur: "Ein rascher Ausstieg ist nicht machbar" (S.Kohler-Interv.) ☛ “‚Man darf nicht so tun, als müsse man nur einen Schalter umlegen‘. Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energieagentur, spricht im Interview über die Zukunft von Atomstrom und Öko-Energie“, Tagesspiegel, 2.4.2011
- T. Konicz: Das System ist die Katastrophe ☛ „Wird Fukushima zum Tschernobyl des spätkapitalistischen Weltsystems? - Illusionen der ‚schöpferischen Zerstörung‘ - Die ausgebrannte Welt“, Telepolis, 26.3.2011
- R. Euler: Grüne - Energiewende binnen 20 Jahren möglich ☛ „Konzepte der Opposition für die Umstellung der Stromversorgung in Hessen liegen schon länger vor, die Bereitschaft der Regierungskoalition sich darauf einzulassen, war bisher allerdings gering … Sieben Cent mehr pro Kilowattstunde … Auch die Sozialdemokraten wollen, dass Hessen zum bundesweiten Schrittmacher in Sachen Klimaschutz wird … Neue Töne dank Japan“, FAZ, 18.3.2011
- D. Böcking: Rüstungsexporte - Wie Europa Libyen mit Waffen versorgte ☛ „In Italien kaufte er Hubschrauber, in Malta Pistolen und in Deutschland Kommunikationstechnik: Nach dem Ende des Embargos 2004 erhielt Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi aus zahlreichen EU-Ländern Waffen - die er nun gegen sein Volk richtet“; Schuß ins eigene Knie: unsere Rüstungsindustrien als Gegner unserer Energie- & Rohstoff-Importsicherheit (EG), Spiegel, 23.2.2011
- DIW-Energieexpertin Kemfert: „Der Ölpreis könnte weiter steigen“ ☛ „Die unsichere Lage in der Region ist ein Grund mehr, nach Alternativen zum Öl zu suchen. Wir tun dafür bisher viel zu wenig. Die Förderprogramme für die Sanierung von Gebäuden, alternative Antriebstechniken oder die Elektromobilität reichen nicht aus“, Focus, 22.2.2011
- K. Gaulhofer: Wir machen uns doch gern die Hände schmutzig ☛ „Kreisky, Haider, Leitl: Österreich war dem Terrorregime Gadhafis stets in Freundschaft verbunden – der Wirtschaft und Ölversorgung zuliebe. Das rächt sich nun“, Die Presse.com, 22.2.2011
- M. Snyder: Is the world really running out of food, water and oil? ☛ „Without oil, most of us could survive for quite some time. Without food, most of us could survive for a number of weeks. Without water, most of us would die within a matter of days … So just how high could oil prices go? … Global supplies of food and fresh water are going to continue to diminish. The world economy is going to continue to become increasingly unstable“, pravda.ru, 22.2.2011
- S. Boehringer: Viel Lärm um wenig Öl - Kampf um Rohstoffe ☛ „Die Erfahrung zeigt: Ein Umdenken findet nur statt, wenn das Bestehende (zu) teuer wird. Und das ist die gute Nachricht hinter der schlechten. Sie ist genauso wenig neu wie die immer wiederkehrenden Überreaktionen an den Börsen - schon vor 40 Jahren warnten die Gesellschaftskritiker des Club of Rome vor der Knappheit von Ressourcen. Aber erst 30Jahre später wurden alternative Energien ein lohnenswertes Geschäftsmodell. Ein weiter steigender Ölpreis kann die Innovationsbereitschaft weiter steigern“; Börsen-‚Auf-und-Ab‘ sabotiert(e) rechtzeitige (globale) Rettungs-Innovationen (EG), SZ, 21.2.2011
- Sozialausgaben der Städte steigen trotz guter Konjunktur weiter – Beispiele für Sparmaßnahmen und Einnahmeverbesserungen ☛ „Kosten der Unterkunft und Heizung“, Deutscher Städtetag, 14.2.2011 ( )
- F. Vorholtz: Europas Energiepolitik - Noch ’ne Revolution ☛ „Europa will seine Energieversorgung klimaverträglich machen. Mit dem Sparen will man sich Zeit lassen“; Entweder heute gesteuertes Downsizing unter Murren oder morgen unter Not chaotisch (EG), Die Zeit, Nr.06, 3.2.2011 ( )
- J. Schlandt: "Öl darf nur dort verbrannt werden, wo es nutzt" - Interview mit Energieexperte Bukold ☛ „Vermutlich treten wir in einen Zyklus ein, in dem die Preise erst rasant steigen, weil die Nachfrage kaum bedient werden kann. Hohe Preise – ich halte da auch 250 Dollar oder mehr für möglich – würgen das Wachstum der Weltwirtschaft dann wieder ab. Sinkt dann der Ölverbrauch und fallen die Preise, beginnt der Zyklus von vorne. Dieses Auf und Ab bringt natürlich enorme politische Risiken mit sich … Schon 2008 kam es dort vielerorts zu Protesten wegen hoher Spritpreise“; Abschmelzen der energie-sozio-ökonomischen Immunität: 2008 stürzten die Massen bei einem Ölpreis von 140 $/b ihre Regierungen ⇒ 2011 schon bei 100 $/b ! (EG), FR, 1.2.2011
- J. Schlandt: Rohstoffmärkte - Jagd auf die Spekulanten ☛ „Frankreichs Präsident Sarkozy will die G-20-Staaten dazu bringen, härter gegen Zocker an den Rohstoffmärkten vorzugehen … Sarkozy will das Volumen, mit dem einzelne Händler investieren können, begrenzen … soll es ‚Identitätskarten‘ für alle geben, die mit Rohstoffen handeln … soll der bislang unregulierte Handel abseits der Börsen besser überwacht und Regeln unterworfen werden“; Sarkozy hat recht (EG), FR, 28.1.2011 ( )
- S. Duwe: Experten der Bundesregierung stellen Energiekonzept in Frage (SRU) ☛ „Der Umweltrat spricht sich gegen Kohle und Atom als Brückentechnologie aus … Ausbau der Netze, Stopp der Laufzeitverlängerung für AKWs“, Telepolis, 27.1.2011
- F. Vorholtz: Stromversorgung - Auf Effizienz getrimmt ☛ „Wie der Sachverständigenrat für Umweltfragen sich den Umbau der Stromversorgung vorstellt … Energieeffizienz. Und die, nicht etwa die Kernenergie, ist nämlich laut Umweltrat die wahre »Brückentechnologie« – weil sie kostengünstig ist und zeitliche Spielräume für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Netze schafft“, Zeit, 26.1.2011
- The BP Energy Outlook to 2030 - a review ☛ „Bear in mind that this is only one company prediction, yet nevertheless it is an influential one“, The Oil Drum, 26.1.2011
- J. Wille: Wie gefährlich ist CO2-Endlagerung? ☛ „Nächste Woche nimmt das Kabinett einen neuen Anlauf für ein CCS-Gesetz. Damit sollen die Voraussetzungen für CO2-Speicher geschaffen und nebenbei die Kohleenergie vom Image des Klimakillers befreit werden. Ein Fall aus Kanada aber beunruhigt Klimaschützer … in der Nähe des Weyburn-Ölfelds des Konzerns Cenovus an der Grenze zwischen Kanada und den USA, wo seit 2000 das weltgrößte Experiment zur unterirdischen Speicherung des Klimagases Kohlendioxid läuft“, FR, 21.1.2011
- M. Bachler: US-Ökonom Jeremy Rifkin über die EU und die dritte industrielle Revolution (Interv.) ☛ „Warum der US-Ökonom Jeremy Rifkin weiterhin an den Erfolg der Euro päischen Union glaubt, warum die eigentliche Krise die Abhängigkeit vom Öl ist und wie die ‚dritte industrielle Revolution‘ aussehen wird“, Format.at, 18.1.2011
- C. Geinitz: Chinas Griff nach dem Staffelstab - Gipfeltreffen in Amerika ☛ „China hat wirtschaftlich die Nase vorn … 2009 überholte es Deutschland als Exportweltmeister, 2010 ließ es Japan hinter sich und ist jetzt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Nach Berechnungen des Peterson Institutes for International Economics in Washington, das die unterbewertete Währung berücksichtigt, hat China sogar Amerika übertroffen und ist jetzt die stärkste Wirtschaftsmacht auf dem Planeten – wie vor 200 Jahren“, FAZ, 18.1.2011
- A. Bojanowski: Wetterdaten erklären Geheimnisse der Geschichte ☛ „Wissenschaftler haben in einem einzigartigen Projekt die Klimageschichte der vergangenen 2500 Jahre erforscht - und bieten überraschende Einblicke in die Kulturgeschichte Deutschlands und Europas. Warum überlebten Hannibals Elefanten in den Alpen, wie gelang der Bau der Regensburger Donaubrücke?“, Spiegel, 14.1.2011
- M. Läubli: Das Klima schreibt Kulturgeschichte ☛ „Extreme Klimaschwankungen passen auffällig zu gesellschaftlichen Veränderungen wie der Völkerwanderung und begünstigten Epidemien wie die Pest … Kälte und Völkerwanderung … Gutes Klima begünstigt Wirtschaft“, Basler Zeitung, 14.1.2011
- R. Schulze: Nordafrika - Europas Pulverfass ☛ „Hinzu gesellt sich der unschöne Eindruck, dass Europa über Untaten hinwegsieht und die nordafrikanischen Regimes verhätschelt. Weil sie als das kleinere Übel gelten und als Europas Rohstofflieferanten unentbehrlich werden“, Tagesspiegel, 12.1.2011
- D. Heuskel: Der Machtwechsel (Politik vs. Wirtschaft) ☛ „Auf globaler Ebene und in verschärfter Form stellt sich die gleiche Frage hinsichtlich des Zugangs zu Rohstoffvorkommen … Politiker werden ohne wettbewerbsfähige Wirtschaft nicht dauerhaft erfolgreich regieren, die Wirtschaft wird sich zukünftig nicht ohne politische Unterstützung bewegen können. Die Zeit für einen Perspektivenwechsel ist knapp“, Handelsblatt, 11.1.2011
- F. Spohr: Öl-Knappheit - Wenn der Schmierstoff fehlt ☛ „Bislang bestreiten Ökonomen, dass die Ölfördermenge ihren Höhepunkt erreicht hat - nun müssen sie sich neuen Fakten stellen. Sinkende Ölproduktion und steigende Nachfrage können den Preis für den Rohstoff immens in die Höhe treiben“, Handelsblatt, 10.1.2011
- J.Berke/u.a.: Die Politik gewinnt in der Wirtschaft an Einfluss ☛ „Ob Autoindustrie, Informationstechnik, Telekommunikation, Energie, Banken und Rohstoffe, überall zeichnet sich eine Neudefinition des Verhältnisses von Unternehmen und Staat ab – forciert auch von der Gegenseite, der Politik … Abhängig von staatlichen Interventionen in kollektiven Notlagen“, WirtschaftsWoche, 7.1.2011
- P.C. Ranawaka: A Path to sustainable energy - The Challenge ahead (Minister of Power and Energy) ☛ „The twin crises – the brutal fight for resources and the global climate change are likely to rock the world in the years to come … This is the global picture. How about the local context? … It is imperative that we too have an ambitious renewable energy plan for the sake of our children who are to live in a world sans fossil fuel“, Daily Mirror.lk, 6.11.2011
- J. Bosch: Aluminiumproduktion auf Island - Krieg gegen die Natur ☛ „Durch niedrige Energiepreise will Island die Ansiedlung von Schwerindustrie ankurbeln … Die Robben sind in nahrungsreichere Gebiete abgewandert … ‚Islands Natur und Energiereserven werden verramscht, um den Reichtum einiger Großkonzerne zu mehren‘ … Ob Geothermie oder Wasserkraft – die für weitere Aluminiumschmelzen erforderliche Energie kann seiner Meinung nach nicht nachhaltig bereitgestellt werden“; Geothermie ist grundsätzlich endlich und befördert Erdalterung (EG), taz, 5.1.2011
- T. Parks: Union der Scheinheiligen - Europa in der Krise ☛ „Die Herausforderungen häufen sich, und doch bleibt Europa hochmütig und konfus. Ganz gleich, wie sich letztendlich Klimawandel, Rohstoffmangel, Massenimmigration, der militante Islam, ein rückläufiges Amerika und ein erstarkendes China auswirken werden, es ist offensichtlich, dass unsere heutige Lebensweise auf Dauer nicht haltbar ist“, Spiegel, 4.1.2011
2010:
2.Hj.:
- A. Bojanowski: Klimaforschung - Geologen erklären größte Katastrophe des Mittelalters ☛ „536 nach Christus verdunkelte eine mysteriöse Wolke auf Jahre den Himmel - die größte Naturkatastrophe der vergangenen Jahrtausende sorgte für Dürren, Hunger und Seuchen. Jetzt glauben Forscher die Ursache gefunden zu haben“, Spiegel, 21.12.2010
- Möglicherweise fatal - Offener Brief an Heiner Geißler zum Schlichterspruch zu »Stuttgart 21« ☛ „Das Schlichtungsverfahren sollte, so nicht zuletzt Ihre Argumentation, die Demokratie fördern. Wenn Sie nun eine Entscheidung der Bevölkerung ausschließen und gleichzeitig einen Schlichterspruch der geschilderten Art zu fällen beabsichtigen, dann wird Demokratie blockiert … Zur Zukunft des Stuttgarter Hauptbahnhofs sollte die Bevölkerung in der Landeshauptstadt befragt werden, zu einer möglichen Neubaustrecke Wendlingen–Ulm die Bevölkerung Baden-Württembergs … Bleiben Sie souverän! Überlassen Sie dem Souverän die Entscheidung!“, junge Welt, 30.11.2010
- W. Pomrehn: Frieren im Treibhaus ☛ „Globale Erwärmung und kältere Winter sind in Europa nicht unbedingt ein Widerspruch, sondern eher zwei Seiten der gleichen Medaille“, Telepolis, 17.11.2010
- Schellnhuber/Klingenfeld: Fairness und Physik - Die globale Klimaschutzarchitektur braucht Gerechtigkeit und Realitätssinn ☛ „Der gegenwärtige Stillstand der internationalen Klimaverhandlungen hat vor allem eine Ursache: die kontroversen Ansichten in Sachen Lastenteilung“; Wacht endlich auf: (allein) über die Klimaschiene keine globale Energie- und Lebensstil-Revolution legitimierbar! (EG), Internationale Politik, 15.11.2010
- C. Morris: Peak Oil liegt hinter uns ☛ „Jetzt ist es wohl offiziell - die Internationale Energieagentur (IEA) hat selbst zugegeben, dass die Förderung höchstens für einige Jahre stabil bleiben kann, bevor sie endgültig abrutscht“, Telepolis, 11.11.2010
IEA World Energy Outlook 2010 Now Out; a Preliminary Look ☛ „In the next few weeks, we will be analyzing the report. At this point, we can only point to a few of the summary findings. One clear concern is that demand will be rising–especially from China and India. Another is that prices (in inflation-adjusted terms) will be rising. A third concern is that conventional oil production will no longer be able to rise“, The Oil Drum, 9.11.2010
- S. Schulz: Gefährliche Gasbohrung - US-Energieriese presste giftige Chemikalien in Niedersachsens Boden ☛ „Der US-Konzern Exxon hat bei einer Testbohrung Zehntausende Liter Chemikalien in den Boden gepresst. Einige der Stoffe sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hoch giftig … Energiekonzerne stecken riesige Claims ab … Niemand sollte solche Chemikalien versehentlich trinken“, Spiegel, 5.11.2010 ( , , , )
- C. Gunkel: Voll auf Akku ☛ „Jagd nach dem idealen Energiespeicher: Vor gut 200 Jahren wurde die Vorform des Akkus erfunden. Damit begann der spektakulärer Siegeszug eines Mediums, das schon bald Züge und Autos beschleunigte, die Industrialisierung befeuerte und moderne Kriege ermöglichte - nur der Erfinder geriet in Vergessenheit“, Spiegel, 29.10.2010
- Stuttgart 21: Planer blicken panisch in die Röhre ☛ „So sicher und fest entschlossen wie der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus und Bahn-Chef Rüdiger Grube sind die Planer des umstrittenen Großprojekts Stuttgart 21 längst nicht. Geheime Akten zeigen, dass das umstrittene Riesenprojekt der Bahn außer Kontrolle ist“, Handelsblatt, 4.10.2010
- S. Mappus: „Mein Angebot an die Stuttgart-21-Gegner“ ☛ „Unser Straßennetz hat deutschlandweit die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Im Bereich des Flugverkehrs wird Baden-Württemberg niemals zur Spitze Deutschlands gehören. Doch wir haben jetzt dank Stuttgart 21 die einmalige Gelegenheit, unser Schienennetz für die Bereiche des Nah- und Fernverkehrs fit zu machen für die Zukunft … Was wäre Stuttgart ohne sein U-Bahn- und S-Bahn-Netz oder den Fernsehturm?“; Gibt es überhaupt Experten(-Gutachten), die S21 die bahnverkehrlichen Erfordernisse der Zukunft zutrauen? Zeiget Euch! (EG), Handelsblatt, 4.10.2010
- Goffart/Fockenbrock/u.a.: Die blockierte Republik - Widerstand gegen S-21 ☛ „Der Streit um den Superbahnhof ‚Stuttgart 21‘ eskaliert. Die Legitimation für technologische Großprojekte schwindet - überall in Deutschland. Zahlreiche Investitionen in Milliardenhöhe sind derzeit durch Bürgerbegehren und Gerichtsentscheide blockiert“, Handelsblatt, 4.10.2010
- Pro und Contra Stuttgart 21 - Bahn-Chef Grube gegen Grünen-Chef Özdemir ☛ „Grube: Daher ist die Bahn entschlossen, Bahnhof und Neubaustrecke zu bauen. Das ist wichtig für die Region und Deutschland … Özdemir: In Unkenntnis über die wahren Kosten und Risiken wurde über dieses Projekt in Parlamenten abgestimmt. Jetzt kommt die wirkliche Faktenlage immer mehr ans Licht“, BILD am Sonntag, 3.10.2010
- G. Erber: Was ist eigentlich Technologiefeindlichkeit? ☛ „Ob eine Technologie für den angestrebten Zweck geeignet ist, ist ein Problem der Technologiewahl. Mithin kann man diese nur dann angemessen treffen, wenn man im Rahmen einer Ziel-Mittel-Evaluation die Eignung einer Technologie zur Zielerreichung feststellt. Hinzu kommt die Frage der Wirtschaftlichkeit. Technologien wie der Transrapid oder Iter scheitern ja daran, dass sie zwar machbar – siehe für erstere Shanghai – sind, aber unwirtschaftlich“, Readers-Edition.de, 3.10.2010
- C. Ngai: Replacing Oil Addiction With Metals Dependence? ☛ „China’s rare-earth minerals monopoly gives it key clean energy supply role … rare-earth minerals used in the motors and batteries of hybrid and electric cars, raising fears that the new energy economy will mean the same old foreign dependence … ‘A One-Nation OPEC’ … Critical to National Defense?“, National Geographic, 1.10.2010
- Krämer/Schui: Wachstum!? Qualitativ, sozial-ökologisch, reguliert – oder schrumpfen? ☛ „Wachstumskritik oder sozialistische Politik? … Mit grünem Wachstum gegen Klimakrise und Wirtschaftsstagnation?“, Sozialismus.de, 10.2010 ( , )
- M. Greffrath: Der Glaube ans 20. Jahrhundert ☛ „Selbst McKinsey weiß es besser - Fossiler Cäsarismus“, taz, 28.9.2010
O. Meiler: «Sarkozy hat das Tor zur Hölle aufgestossen» (Terror-Gefahr) ☛ „In Frankreich herrscht grosse Angst vor einer Terrorwelle … Die Experten sind sich einig: Frankreich ist mindestens aus drei Gründen exponiert … Am Dienstagabend hat sich AQMI nun zur Entführung von sieben Angestellten des französischen Atomkonzerns Areva bekannt. Fünf Franzosen und zwei Afrikaner waren letzte Woche im Norden Nigers, wo sie in einer Uranmine arbeiteten, entführt und wahrscheinlich nach Mali verschleppt worden“; Es ist lediglich offen, in welchem Land zuerst ein Akw zum Anschlagsort wird (EG), TagesAnzeiger.ch, 23.9.2010
- M. Beims: Energiepolitik - Umwelt oder Wirtschaft, was zählt wirklich? ☛ „Verwundert reibe ich mir die Augen, wenn ich die aktuelle Entwicklung in der Energiepolitik betrachte. Es ist noch nicht lange her, da wurde nach zähem Ringen zwischen Regierung und Atomindustrie ein Konsens für den Ausstieg aus der Atomenergie gefunden. Wie gesagt, es wurde nicht einfach ein Gesetz erlassen, sondern ein einvernehmlicher Vertrag geschlossen. Die Menschen stimmten diesem Konsens nach einer langen allgemeinen Diskussion über Vor- und Nachteile eines Ausstiegs mit deutlicher Mehrheit zu“, politik-poker.de, 23.9.2010
- W. Pomrehn: Investitionsruinen? ☛ „Wer soll eigentlich den ganzen Strom verbrauchen, wenn neue Kohlekraftwerke, Windräder und Solaranlagen gebaut werden und dann noch die AKWs länger laufen“, Telepolis, 17.9.2010
- F. Alt: Merkels doppeltes Restrisiko ☛ „Atomkraftwerke oder auch neue Kohlkraftwerke sind keine Brücken in eine saubere Energiewirtschaft, sondern Barrieren“, politik-poker.de, 14.9.2010
- N. Lossau: "Wir müssen den Energiemix ändern" (Fischedick-Geden-Interv.) ☛ „Im zweiten Teil der WELT-Serie zur Zukunft der Energie diskutieren zwei Experten, die hierzulande in Energiefragen die Politik beraten. Über das grobe Ziel hin zu den erneuerbaren Energien sind sie sich grundsätzlich einig. Doch im Detail gibt es viele Fragen, über die man trefflich streiten kann“, Welt, 10.9.2010
- R. Wenkel: Kartelle - immer nur eine Plage? ☛ „Vor 50 Jahren haben sich einige erdölproduzierende Staaten zum OPEC-Kartell zusammengeschlossen. Seitdem ist diese Organisation zum Inbegriff des Kartells schlechthin geworden. Doch sind auch gute Kartelle vorstellbar?“, Deutsche Welle, 9.9.2010
- N. Lossau: Braucht Deutschland Strom aus Kohle? (Kemfert-Günther-Interv.) ☛ „Wie wird die Energieversorgung Deutschlands 2050 aussehen? Werden Autos dann noch mit Benzin fahren, welche Rolle werden Kohle, Atomkraft und die erneuerbaren Energien spielen? Experten diskutieren diese Fragen in der neuen WELT-Serie zur Zukunft der Energie. Im ersten Teil geht es um Kohlekraftwerke“, Welt, 3.9.2010
- Mihm/Steltzner: „Wir werden nicht die Energiepolizei schicken“ (N.Röttgen-Interv.) ☛ „Der Bundesumweltminister setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Von Wirtschaftsminister Brüderle trennen ihn nur ‚Akzentunterschiede‘, wie er im Gespräch mit der F.A.Z. sagt. Zum Beispiel in der Frage, was eine Atom-Laufzeitverlängerung bringt“, FAZ, 2.9.2010
- B. Fecke: "Da sehe ich große Probleme" - Energieexpertin warnt vor Biomassenboom (Kemfert-Interv.) ☛ „Laut Energiegutachten der Bundesregierung geht man von einem Anstieg der Biomasse von bisher fünf auf 30 Prozent aus. Das sei mit Nachhaltigkeitsaspekten nicht vereinbar, kritisiert Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung - zumal wenn die Produktion in Deutschland stattfinden sollte“, Deutschlandfunk, 1.9.2010
- C. Grefe: Malefiz auf See (Offshore-Wind) ☛ „Die Energiekonzerne treiben die Windkraft nur dort voran, wo sie ihnen nicht schadet. Sie werben mit großen Offshore-Kraftwerken – und bremsen doch den Öko-Stromausbau“, Die Zeit, 26.8.2010
- M. Paulwitz: Energie als Schicksal ☛ „Was kommt nach Kohle und Öl? Die schwierige Suche nach einem tragfähigen nationalen Energiekonzept … Krisenanfällig und unberechenbar“, Junge Freiheit, 21.8.2010
- S. Diedrich: Erneuerbare Energiequellen - Nicht klein, nicht schön ☛ „Die flächendeckende Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen wird Folgen haben. Wind- und Solarparks werden Landschaftsbilder ohne Rücksicht auf den Naturschutz verändern. Die Natur werden wir bald nur noch aus Gedichten kennen“, FAZ, 19.8.2010
- G. Herres: Natürliches Geo-Engineering zur Rettung des Weltklimas ☛ „Ständig steigende Energiepreise und ein zusehends anfälligeres Ökosystem verdeutlichen die Notwendigkeit von effizienten Alternativen zu fossilen Brennstoffen“, Telepolis, 14.8.2010 (Text: )
- «Die Naturdynamik ist für uns brutal» - Katastrophen-Bewußtsein (Interv. Christian Pfister) ☛ „Wenn «Peak Oil», das globale Fördermaximum von Erdöl, erreicht ist, geht die Ölproduktion nur noch zurück. Dann beginnt die zweite Halbzeit der industriellen Zivilisation. Und die wird sehr viel anders aussehen als die erste. Grundlegende Veränderungen sind zu erwarten. Wir florieren noch dank einer grossen Masse billiger Energie, verheizen die fossilen Brennstoffe in einem kurzen Zeitraum von ein- bis zweihundert Jahren“, Beobachter.ch, Ausg.6/10, 11.8.2010
- «Wir müssen unsere Lebensweise überdenken» (Interv. Vizedirektor des Bundesamts für Energie ☛ „Der Energieverbrauch der Schweiz steigt fast ununterbrochen. Trotzdem will Michael Kaufmann keine radikalen Verbote. Sinnvoller ist ein Mix von Vorschriften und Anreizen … Zwar gelingt es uns, die Energieeffizienz zu erhöhen, doch dieser Gewinn wird durch Mehrverbrauch wieder weggefressen … Ein Beispiel dafür sind Heizpilze: Diese Geräte sind Energieschleudern und können auch nicht effizienter werden“, NZZ, 10.8.2010
H. Koberstein: "Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei" (F.Birol-Interv., IEA) ☛ „Jedes Fass Öl, das in den nächsten Jahren auf den Markt kommt, wird sehr viel schwieriger zu fördern und sehr viel teurer sein … Eines Tages in den kommenden Jahren werden wir nicht genügend Öl haben, um die Nachfrage zu decken. Darum müssen wir uns heute an die Arbeit machen … Alle müssen sich darauf vorbereiten: Regierungen, Industrieunternehmen, und sogar die Verbraucher sollten sich gut überlegen, was für ein Auto sie sich kaufen. Wir müssen uns alle darauf vorbereiten, dass die Ölpreise in Zukunft viel höher sein werden als in der Vergangenheit“, Frontal 21, 10.8.2010 (Video: )
- K.-R. Volz: Die Bäume und wir ☛ „Vom Mythos bis zur Forstwirtschaft: Eine kleine Kulturgeschichte des Waldes“, Badische Zeitung, 24.7.2010
- T. Murray: There really is only one kind of sustainability ☛ „Buzzwords - Trade-offs or the Fallacy of Equivalent Concerns - Environmental externalization doesn’t change Mother Nature’s rules • 1. The exponential function • 2. Efficiency paradoxes • 3. Social justice doesn’t solve resource shortages • 4. Limiting factors - Environmental passengers - Misunderstanding the structure of the real world - Hair splitting - Sustainability doesn’t come in different brands“, Dandelion Times, 7.7.2010
- W. Pomrehn: Der Planet und die Chemotherapie ☛ „Debatte um großtechnologische Eingriffe in das Erdsystem … Und Industrielobbyisten springen auf den Zug auf und fordern nun vermeintlich einfache Lösungen für ein Problem, dessen Existenz sie gleichzeitig leugnen“, in: politische ökologie 120, 7.2010
1.Hj.:
- C. Schwägerl: Gefahr für den Wohlstand (N.Röttgen-Interv.) ☛ „Bundesumweltminister Norbert Röttgen, 44 (CDU), über die Umweltkatastrophe am Golf von Mexiko, die gefährliche Abhängigkeit vom Erdöl und das Energiekonzept der Bundesregierung“, Spiegel, Nr.26/2010, 28.6.2010
- M. Lindinger: So gelingt die Energiewende in Deutschland (DPG-Studie) ☛ „Die Elektrizität ist ein Schlüssel für ein nachhaltiges und klimaverträgliches Energiesystem - vorausgesetzt, die Politik schafft die richtigen Anreize zur Energieeinsparung … Man dürfe nicht einzelne Technologien allein aufgrund ihrer scheinbar hohen Effizienz fördern, sondern man müsse Anreize schaffen, die sich allein an der tatsächlichen Energieeinsparung orientieren“, FAZ, 23.6.2010
- N. Klein: Gulf oil spill - A hole in the world ☛ „The Deepwater Horizon disaster is not just an industrial accident – it is a violent wound inflicted on the Earth itself. In this special report from the Gulf coast, a leading author and activist shows how it lays bare the hubris at the heart of capitalism“, Guardian, 19.6.2010
- P. Bürger: Soldatensärge und deutsche Interessen - Votiert Bundespräsident Horst Köhler für Wohlstandskriege? ☛ „Gleichwohl bleibt es dabei: für Militäreinsätze zugunsten nationaler Wohlstands-, Wirtschafts-, Handels-, Macht- oder Energieinteressen gibt es in unserer Zivilisation keinerlei Legitimation. Die Alternative des dritten Jahrtausends lautet: intelligente Kommunikation und Kooperation auf dem Globus auf der Grundlage des für alle geltenden Rechtes oder Rehabilitation jener militärischen Stärkepolitik, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts herbeigeführt hat und die heute die Umsetzung von Überlebensstrategien auf dem Planeten Erde unmöglich macht“, Telepolis, 27.5.2010
- „Ölkatastrophe schreit nach Energiewende“ (F.Alt-Interv.) ☛ „Die Energiekrise ist die Überlebensfrage der Menschheit, eine Jahrtausendkatastrophe. Wir Journalisten sind nur auf das Aktuelle fixiert. Wir sind gegenwartsversessen und zukunftsvergessen. Das ist eines unserer Hauptprobleme. Deshalb werden die entscheidenden Fragen immer hinten angestellt und nicht so behandelt, wie sie eigentlich behandelt werden sollten“, Radio Vatikan, 27.5.2010
- M. Klingst: Sittenbild in Öl ☛ „Obamas Vorgänger im Weißen Haus haben den Staat gestutzt, zum Teil verächtlich gemacht. Ronald Reagan sagte, der Staat sei das Problem und nicht die Lösung. George W. Bush degradierte Aufsichtsbehörden dort, wo sie Einfluss auf Wirtschaft und Umwelt nahmen, zu Handlangern der Konzerne oder zu Statisten. Dabei konnte die Ölkatastrophe eigentlich nicht überraschen; Wissenschaftler warnen schon seit Langem, dass die Unterwasserbohrungen unkalkulierbare Risiken bergen würden, für die weder Industrie noch Gemeinwesen gewappnet seien. Es fehlte also an dem vorsorgenden Staat, den der Präsident jetzt stärken will“, Die Zeit, 27.5.2010
- Leben nach dem Peak: "Alles wird sich ändern" (E.Altvater-Interv.) ☛ „Die Geschichte der Menschheit habe gezeigt, dass der Übergang von einem Energiesystem zu einem anderen alles verändere, sagt der Politologe Elmar Altvater. ‚Das wird auch jetzt so sein. Der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien wird einen dramatischen Gesellschaftsumbau zur Folge haben‘“, n-tv.de, 19.5.2010
- C.v. Marschall: Öl und seine politischen Folgen ☛ „Das politische Hauptziel des Präsidenten ist es, die weitgehende Versorgung aus heimischen Energiequellen sicherzustellen. Die USA haben im Vergleich zu Deutschland den Luxus, dass sie heute ungefähr die Hälfte des Erdöls und Erdgases, das sie verbrauchen, im Inland und vor ihrer Küste fördern … Zum Vorwurf der Republikaner, man müsse an viel mehr Orten bohren, um den Energiebedarf zu decken, sagte er: ‚Amerika verfügt über zwei Prozent der Ölreserven, verbraucht aber 20 Prozent des globalen Öls‘. Das Land, das bei sauberen Energien führe, werde die Weltwirtschaft anführen, betonte er unter Verweis auf China und Deutschland“; Kapitalistische Staaten grundsätzlich unfähig zu friedlichem Energie-Systemwechsel? (EG), Tagesspiegel, 4.5.2010
- M. Brake: Elektro-Mobilität ist primär ein kulturelles Problem ☛ „Ohne Abschied von der ‚Rennreiselimousine‘ geht es nicht“; Ohne Abschied von der Individual-Limousine geht es nicht! Totsicher! Rohstoffkrieg totsicher (EG), Telepolis, 24.4.2010
- D.Roth: The Key to Fixing Global Warming? China ☛ „What’s in it for China? Cash from American investors and access to US technology. While China is a leader in several areas of clean tech — it already produces 30 percent of the world’s solar photovoltaics — it lags in others, like grid technology … Chu’s philosophy can, of course, irritate environmentalists … Chu has called coal his ‚worst nightmare‘. But the energy secretary also knows the big countries won’t abandon it. So he has turned his attention to what’s called clean coal. The theory: After the rocks are heated, the CO2 would be pumped deep underground instead of into the atmosphere … ‚This is where Chu is a failure‘, Biggers says. ‚He can’t look anyone straight in the face and say that within 10 years we’ll be able to capture carbon emissions‘“, Wired.com, 19.4.2010
- le Pair/de Groot: ☛ „Conventional power stations are forced to compensate these variations by adjusting their output. This has a negative effect on the efficiency of the latter stations … It is recommended to get an accurate and quantitative insight into these extra effects before society sets out to apply wind energy on a large scale. Producers must be required to publish data on the efficiency, the wear effects and the fuel use when wind energy is added on. Economical energy storage and buffering methods are an essential prerequisite for large scale application of wind energy for electricity production“, Dr.C.le Pair/clepair.net, 18.4.2010
- Norbert Röttgen (CDU): Zu lange AKW-Laufzeiten schaden kommunalen Stromanbietern (Interv.) ☛ „Wir stehen in und vor einer industriell-technologischen Revolution … Ein modernes Energiekonzept ist ein ganz wichtiges, ein zentrales Feld in diesem Strukturwandel. Und darum ist ja unser Ziel daraus abgeleitet, von einer fossilen, Ressourcen verbrauchenden - ob Kohle oder Uran - basierten Energieversorgung zur erneuerbaren Energieversorgung umzustellen … Das Leitmotiv heißt, dass Kernenergie nicht als solche als Energiequelle eingesetzt wird, sondern nur in der Funktion, die Brücke zu bauen und zu bilden, solange die erneuerbaren Energiequellen die Stromversorgung noch nicht leisten können. Das ist das Prinzip. Und das lassen wir nun auch wissenschaftlich berechnen“, Deutschlandradio Kultur, 17.4.2010
- F.v.Heintze: Die Natur ist stärker! ☛ „Plötzlich sehen wir … wie klein … wie zerbrechlich … wie anfällig … Niemand sollte glauben … Es ist unsere Erde. Was auf ihr (und mit ihr) geschieht, betrifft uns alle“, Bild.de, 16.4.2010
- G. Oettinger: Beim Benzinpreis ist die Schmerzgrenze erreicht ☛ „Ganz unabhängig von solchen Spekulationsgeschäften werden fossile Brennstoffe, insbesondere Benzin, mittelfristig teurer. In einigen Jahren wird die Nachfrage nach Öl stärker ansteigen als die Ölförderung. Umso wichtiger ist es, eine ausreichende Versorgung der EU-Mitgliedsländer mit Energie, insbesondere mit erneuerbaren Energien und durch Effizienzsteigerung, sicherzustellen“, Bild.de, 4.4.2010
- V.Steiner/DIW: Die Ökosteuer ist bisher eher ein Instrument der Steuer- als der Umweltpolitik ☛ „Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist es sinnvoller, ein notwendiges Steueraufkommen durch die Energiesteuer zu erheben als durch die Lohn- und Einkommensteuer oder durch eine Erhöhung der Sozialbeiträge. Das ist die fiskalische Seite. Die andere Seite ist die umweltökonomische. Hier besteht auch das Ziel, durch eine Steuererhöhung den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dazu ist eine Erhöhung der Mineralölsteuer ein mögliches Instrument neben anderen“, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, 31.3.2010
- D. Korowicz: The Dynamics of Complex Civilisations - Excerpt from "Tipping Point" ☛ „Civilisation, the Economy, & Complexity - The Evolution of the Global Economy - Science & Technology Suffer from Declining Marginal Returns - The Most Advanced Technology is the Most Resource Intensive - The Most Advanced Technology Has the Most Complex Supply-Chain Dependencies“, Energy Bulletin, 30.3.2010
„Wir müssen uns eigentlich vor unseren Kindern schämen“ (H.Köhler-Interv.) ☛ „Mich hat schon der Begriff ‚Wachstumsbeschleunigungsgesetz‘ nachdenklich gemacht, unter dem diese Dinge zusammengefasst wurden … Wir müssen aufpassen, dass wir keine falschen Strukturen zementieren … Der Befund ist doch eindeutig: Die Rohstoffe werden knapper, die Energie wird knapper, die Umweltschäden werden größer … Wir müssen auch rechtzeitig über neue Mobilitätskonzepte nachdenken“, Focus, Nr.12/10, 22.3.2010 ( )
- D. Murphy: What is the Minimum EROI that a Sustainable Society Must Have? ☛ „Part 1: Surplus Energy and Biological Evolution“, The Oil Drum, 15.3.2010
Frondel/Haucap/Schmidt: Staat soll Laufzeiten versteigern statt verschenken (AKW) ☛ „Wenig sinnvoll erscheint die Forderung, die Erlöse nur für die Förderung erneuerbarer Energien zu verwenden. Denn davon profitierten insbesondere wieder die Kernkraftwerksbetreiber, weil sie zunehmend in alternative Technologien, etwa Offshore-Windparks, investieren. Es ist zudem nicht einsichtig, warum nur die Sektoren von einer Laufzeitverlängerung profitieren sollten, die seit einem Jahrzehnt durch die sich im hohen zweistelligen Milliardenbereich befindliche EEG-Förderung begünstigt werden“; energie- u. wirtschaftswiss. Elite hat historische, existenzielle Energiewende-Herausforderung immer noch nicht kapiert (EG), FAZ, 11.3.2010
- Loske: "Den Konsumismus überlisten" ☛ „Alle Windräder und Hybridautos werden uns nicht retten, wenn wir uns länger vor der Frage des Lebensstils drücken, so der Bremer Umweltsenator Reinhard Loske. Die Wissenschaft sei nur bedingt geeignet, uns vom Pfad der Selbstzerstörung abzubringen“, EurActiv.de, 8.3.2010
- R. Heinberg: Life After Growth ☛ „What if the economy doesn’t recover? … We have reached the end of economic growth as we have known it … The basic factors that will inevitably shape whatever replaces the growth economy are knowable … It is possible for economies to persist for centuries or millennia with no or minimal growth … Life in a non-growing economy can be fulfilling, interesting, and secure … Journey to a New Economy“, post carbon institute, 3.3.2010 ( )
- D. Jensen: Hamburgs Zitterpartie ☛ „Um 80 Prozent will die Hansestadt ihren Kohlendioxid-Ausstoß bis zur Jahrhundertmitte verringen. Damit hat sie sich als künftige Umwelthauptstadt qualifiziert. Dennoch lässt der Senat Bäume für ein Kohlekraftwerk fällen“, neue energie, S.114-117, 3/2010
- F. Binder-Krieglstein: 9/11 der deutschen Energiepolitik (PV-Kürzung) ☛ „In der internationalen Wirtschafts- und Arbeitsplatzkrise sind Green Jobs DER Hoffnungsträger; in Deutschland werden sie vernichtet, nur um die Allmacht der fossil-atomaren Politikbezahler noch ein paar lächerliche Jahre zu verlängern … Über 80 % der deutschen Bevölkerung ist nämlich quer durch alle Parteifarben für die erneuerbaren Energien – und dann ein solcher Beschluss“, oekonews.at, 24.2.2010
G. Mobus: Energy Flow, Emergent Complexity, and Collapse ☛ „The key question one must ask is: What critical circumstance (if there is one factor above all others) enables a society to grow in complexity in the first place? If we find an answer to that question we may also find what causes the decrease in marginal returns as complexity increases. This is certainly a growing concern for our modern civilizations. I advance a systems theoretical and principled thesis, below, that puts the increased flow of energy as the key enabler of increases in complexity. And I examine what we might expect from declines in that flow rate when sources are depleted“, The Oil Drum, 5.2.2010 (Autor: )
R. Heinberg: China or the U.S. - Which Will Be the Last Nation Standing? ☛ „What Does It Mean to ‚Win‘? … The Geopolitics of Collapse … The Transition Marathon“, Post Carbon Institute, 3.2.2010
- ARCH +: Post-Oil City - Die Stadt nach dem Öl ☛ „Die Geschichte der Zukunft der Stadt“, Zeitschrift für Architektur und Städtebau, Nr.196/197, Jan/2010, 1.2.2010
- E. Trümpler: "Früher waren solche Winter normal" (M.Latif-Interv.) ☛ „Es gibt Leute, die behaupten, dass es durch die Klimaerwärmung nicht nur wärmere Sommer, sondern auch kältere Winter gibt. Latif: Das ist Quatsch. Es gibt kein Modell, das darauf schließen lässt“, Hamburger Morgenpost, 30.1.2010
- Giddens/Fücks: „Wir brauchen eine Radikalität der Mitte“ ☛ „Anthony Giddens, der Autor von ‚Der dritte Weg‘, und Ralf Fücks im Gespräch über eine Politik des Klimawandels, die Umgestaltung unserer Zivilisation und das Verhältnis von Utopie und Realismus, die Verortung der Klimapolitik jenseits des alten Rechts-Links-Schemas und die Rolle des Staates“, Heinrich Böll Stiftung, 26.1.2010
- C. Leggewie: Ein Präsident unserer Zeit - Ein Jahr Obama ☛ „Dennoch: Obama hat mehr für die Kehrtwende in der Energie- und Verkehrspolitik getan, als womöglich auch ein Al Gore geschafft hätte … Eine große Transformation, die in ihrer Tiefe der industriellen Revolution gleichkommt, ist jedoch fällig … Die große Transformation wird kein Hegemon alleine anstoßen können“, TAZ, 20.1.2010
- Oil, Gas, and Electric Power: Some Issues for 2010 ☛ „1.Demand for oil, natural gas, and electricity is likely to fall over the next few years, because of increased recession and decreased credit availability. 2.Subsidies for renewables and nuclear are likely to decline, as governments find themselves more and more financially stretched. 3.Even with (1) and (2), there may be pressure to reduce emissions and thus fossil fuel use“, The Oil Drum, 19.1.2010
- A. Merkel: Rede zum "Wirtschaftsgespräch 2010" ☛ „Wir wollen schnellstmöglich in das Zeitalter der regenerativen Energien … Aber zu glauben, dass man von dem heutigen Zustand automatisch in den Zustand des regenerativen Energiezeitalters kommen könnte, ohne noch einmal über den Bau eines modernen Kohlekraftwerks nachzudenken, ohne zu sagen, dass die Kernenergie als Brückentechnologie notwendig ist, dann wird uns das zumindest so teuer zu stehen kommen, dass wir an anderer Stelle industrielle Produktion und Arbeitsplätze verlieren“; Energiepolitik ohne unabhängigen Ressourcen-Sachverstand! (EG), Bundesregierung.de, 18.1.2010
- T. Wels: Überleben ohne Roland Berger ("Überlebenstechnologien") ☛ “‚Überleben‘ - der Begriff ist durchaus positiv besetzt, sogar global, will also sagen weltweit, da derzeit allüberall die Klima-, Wasser- und Rohstoffkatastrophe das Überleben schwer macht, zumindest schwer erträglich“, presseportal.de, 18.1.2010
- R. Sommer: Warum Peak-Oil offiziell ignoriert wird ☛ „Trotz der seit mehr als zehn Jahren intensiv geführten Fachdiskussion über den Zeitpunkt der sinkenden Erdölförderung wird das Thema politisch verdrängt oder verschwiegen“, Telepolis, 8.1.2010
- S. Mulligan: Heads in the Sand? Or, Why Don’t Governments Talk about Peak Oil? ☛ „Exploring the Range of Possibility: Governments just don’t »get it« - They are overly committed to neoclassical economics - They are hindered from realization due to cognitive biases - They have been misled by the EIA and IEA - Blame it on the Media - They get it, but they can’t talk about it - They are actively avoiding the issue - They’re on it, don’t you worry - Actions speak louder than words…: Middle East Adventures - Response to economic collapse of 2008 - ‚Climate‘ policy“, The Oil Drum, 5.1.2010
- E. Assadourian: Aufstieg und Fall unserer Konsumkultur ☛ „Der ökologische Fußabdruck der Menschen, 1961–2005 … Erhaltbare Weltbevölkerung auf unterschiedlichen Konsumniveaus … Der Konsumismus in verschiedenen Kulturen … Verbessert ein hohes Konsumniveau das menschliche Wohlergehen? … Erwartungen von College-Erstsemestern in den USA, 1971–2008 … Die institutionellen Wurzeln des Konsumismus … Wie Industrien kulturelle Normen verändert haben … Die Entwicklung nachhaltiger Kulturen … Die besondere Rolle kultureller Pioniere“, in: Worldwatch Institute (Hg.), Zur Lage der Welt 2010. Einfach besser leben - Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil, S.33-57, 2010 (Zsf.: )
2009:
2.Hj.:
- W. Pomrehn: Nach dem Scheitern in Kopenhagen ☛ „Hitliste der Schmutzfinken - Legendenbildung - Preisrevolution aus Fernost? - Vordemokratische Methoden“, 23.12.2009
- B. Peiser: Kopenhagen und der Niedergang der grünen Utopie ☛ „Das Scheitern des Weltklimagipfels in Kopenhagen ist ein historischer Einschnitt, der das Ende der Klimahysterie einläutet. Er markiert nicht nur das Versagen europäischer Umweltpolitik, sondern auch den Verlust der westlichen Vormachtstellung auf diplomatischem Parkett … Die Chancen auf ein verbindliches Folgeabkommen zum Kioto-Protokoll sind damit so gut wie null“, Die Weltwoche/ch, 22.12.2009
- A. Posener: Kopenhagen? Nein danke. Klimaschutz? Ja, bitte! ☛ „Und auch Kohlendioxid ist nur eine Chiffre, nämlich für die fossilen Brennstoffe, von denen wir uns verabschieden müssen … Die Abkehr von der Kohlenstoffwirtschaft ist also kein Gutmenschenprogramm, sondern Ausdruck eines gesunden Egoismus. „Global denken, lokal handeln“ war eine Parole der Umweltbewegung, die ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Nach Kopenhagen wird sie für Europa wichtig“, Welt, 20.12.2009
- Kopenhagener UN-Gipfel: Die Tücken der Klimareform ☛ „Der Weltgipfel ist an einem Missverständnis gescheitert. Denn der Kampf gegen die Erwärmung ist Politik, nicht Wissenschaft. Und Klimapolitik ist nur ohne Zumutungen wirklich populär“, TAZ, 20.12.2009
- C. Schwägerl: Egoisten allerorten (Kopenhagen-Bilanz) ☛ „Wer hat Schuld am Gipfeldebakel von Kopenhagen - die USA? China? Die G8? Die EU? Eigentlich alle. Es war eine Zusammenkunft der Versager, die der Welt ein Gut entzog, das ebenso wichtig ist wie die dramatisch knapp werdenden Rohstoffe: Vertrauen … ‚Chimerica‘ gegen den Rest der Welt … Vorläufig ist die Ölbewegung stärker als die Umweltbewegung“, Spiegel, 19.12.2009
- G.P. Schmitz: Obamas Taktik gefällt den Amerikanern ☛ „Doch er sagt selbst in Kopenhagen: ‚Wir sind schon weit gekommen, aber wir müssen noch viel weiter gehen‘. Amerikaner - die immer noch doppelt so viel Energie pro Kopf verbrauchen wie jeder andere Industriestaat - müssen ihre Lebensführung ändern. Schwört er sie darauf ein, könnte Obama ein transformative president werden. Ein Staatsmann also, der unbequeme Wahrheiten anspricht und zu Opfern aufruft“, Spiegel, 19.12.2009
- Copenhague y el 'Peak Oil' ☛ „El cambio climático se convierte en una excusa para evitar un infarto energético … Pero necesitamos cambios estructurales fuertes y no pan para hoy y hambre para mañana, sobre todo en los tres temas más importantes: comida, transporte y vivienda sostenibles. Hay mucho que hacer. Pues manos a la obra, que por ahora hay petróleo para ayudarnos“, El País, 18.12.2009
- "Es droht ein Kampf aller gegen alle" - Nobelpreisträgerin Ostrom zum Klimagipfel ☛ „Ein Vertrag wird nicht reichen, um das Problem komplett zu lösen. Deswegen brauchen wir einen polyzentrischen Ansatz im Kampf gegen den Klimawandel. Alle Ebenen der Gesellschaft müssen zusammenarbeiten, um auf lange Sicht effektiv zu sein. Städte, Dörfer und lokale Gemeinschaften sind bisher als wichtige Akteure vernachlässigt worden“, Spiegel, 17.12.2009
- "Politiker sind Menschen verpflichtet, nicht Ölfirmen" (R. Pachauri-Interv.) ☛ „Rajendra Pachauri, will den Delegierten in Kopenhagen ins Gewissen reden. Ohne verbindliche CO2-Reduktion drohten Not und Elend“, derStandard.at, 4.12.2009
- B. Pötter: "Wir sind keine Lemminge" (A.Steiner-Interv.) ☛ „Achim Steiner ist der Welt oberster Umweltschützer. Über einen möglichen Deal in Kopenhagen, den Umbau der Weltwirtschaft zur ‚Green Economy‘ und die Pflicht zum Optimismus“, derStandart.at; Alle Imperien und Großzivilisationen waren bisher Lemminge-Kulturen! Mit Ausnahme von China, oder? (EG), 4.12.2009
- Zilla/Geden: Pragmatismus statt Panikmache - Für eine unaufgeregte Ressourcendebatte ☛ „Sind Biokraftstoffe Hoffnungsträger oder verantwortlich für steigende Nahrungsmittelpreise? Droht uns die Abhängigkeit von Russland, sollte das Nabucco-Projekt scheitern? Kaum eine Debatte ist so alarmistisch aufgeladen wie die über Ressourcenpolitik. Das jedoch verhindert ein nüchternes und funktionierendes Risikomanagement“, IP, 11/12.2009
- "Nutzen Krise nicht zur Neuausrichtung" (Interv. Ulrich Brand) ☛ “…die Diskussion muss anders geführt werden. Was wir dringend brauchen, ist eine Infragestellung von dominanten Trends: etwa, ob Wettbewerbsfähigkeit wirklich das Wichtigste ist. Oder ob die fossile Energiebereitstellung mit all den geopolitischen Implikationen so wichtig bleiben muss. Die Nichtinfragestellung der dominanten Lebensweise bringt es mit sich, dass wir nie an den Kern des Problems kommen. Eine Transformation ist nicht absehbar, stattdessen werden Gaspipelines gebaut und alte Technologiepfade, etwa im Bereich der Automobilität, festgeschrieben. Die aktuelle Krise wird nicht zu einer grundlegenden Neuausrichtung genutzt“, derStandard.com, 26.11.2009
- Leipprand/Drautz: Ein neues Wachstumsmodell - Wegsteuern vom Wachstumsmantra ☛ „Um den Klimaschutz voranzubringen, sollte die schwarz-gelbe Bundesregierung Wohlstand neu definieren. Das wäre ein zutiefst konservatives Projekt … weg von ‚was wir nicht dürfen‘ zu ‚wie wir zusammenleben wollen‘“, FTD, 3.11.2009
- Schmitz/u.a.: "Ich bin sehr optimistisch" (Al Gore-Interv.) ☛ „Es gibt eine Verbindung zwischen allen drei Krisen unserer Zeit - der Klimakrise, der Finanzkrise und der Sorge um die nationale Sicherheit. Das Problem ist immer gleich: Wir sind auf absurde Weise abhängig geworden vom Erdöl. Solange wir riesige Summen ausgeben müssen, um ausländisches Öl von Staatsfonds am Persischen Golf zu kaufen, werden die Probleme unseres Handelsdefizits, unserer Sicherheit und des Klimas fortbestehen“, Spiegel, Nr.45/2009, 2.11.2009
- "Für eine Kultur der Nachhaltigkeit" - Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises ☛ „Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter im Zeichen von Ökologie und Nachhaltigkeit … Dabei ist Zusammenarbeit nötig - keine Nation kann mehr auf Kosten anderer ihr Glück machen, alle müssen auf das Gleichgewicht der Welt achten“, Augsburg, 25.10.2009
- N. Gronewold: New School of Thought Brings Energy to 'the Dismal Science' ☛ „These thinkers say that the neoclassical mantra of constant economic growth is ignoring the world’s diminishing supply of energy at humanity’s peril, failing to take account of the principle of net energy return on investment. They hope that a set of theories they call ‚biophysical economics‘ will improve upon neoclassical theory, or even replace it altogether“, NYT, 23.10.2009
- C. Höges: Samso Island Is Face of Danish Green Revolution - An Ecotopia for Climate Protection ☛ „The Danish island of Samso is a mecca for climate protection experts, because its residents generate more energy than they consume – with wind turbines, solar panels, straw combustion and heat exchangers that extract heat from cow’s milk. The small ecotopia will be held up as a model at the UN Climate Change Conference in Copenhagen … ‚Everyone Can Do What We Are Doing’“, Spiegel, 22.10.2009
- C. Höges: Größer als Schwarzenegger (Ökoenergie-Insel Samsø) ☛ „Die dänische Insel Samsö ist ein Mekka für Klimaschützer, denn die Insulaner erzeugen mehr Energie, als sie brauchen - mit Windrädern, Solaranlagen, Strohbrennern und Kuhmilch-Wärmetauschern. Das kleine Ökotopia soll auf dem Klimagipfel in Kopenhagen als Vorbild dienen“, Spiegel, 19.10.2009
- Cotton, the Industrial Revolution, and Manchester ☛ „Why Manchester? - Why Cotton? - Why no longer Manchester?“, Regional Geography.org, 19.10.2009
- "Wir dürfen uns nicht nur auf Klimaabkommen verlassen" - Nobelpreisträgerin Ostrom ☛ „Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom kritisiert in ihrem ersten Interview in Deutschland Untätigkeit in der Klimapolitik - und fordert mehr lokales Engagement“, Zeit, 14.10.2009
- Reserves and Resources ☛ „In trying to estimate the size of the problem that will face the world as the available reserves of fossil fuel begin to decline, one has to make some assumptions about the size of the volumes that are available … The issue that becomes important is the fact that the amount of oil, coal, natural gas or uranium that can be economically extracted varies with the price of the fuel“, The Oil Drum, 8.10.2009
- M. Jäger: Kohle an Bord ☛ „Nach der Wahl ist eins klar - allen drei Oppositionsparteien im Bundestag mangelt es an ökologischer Kompetenz und dem Willen den Strukturwandel auf die Agenda zu setzen“, der Freitag, 8.10.2009
Öko-Autor Meadows: "Das Kernproblem: Wir kriegen nie genug" ☛ „Dennis Meadows, Hauptautor des Öko-Klassikers ‚Grenzen des Wachstums‘, sagt im ‚Presse‘-Interview, wir stünden am Beginn einer Ära des Notstands: Klimawandel, Energie- und Ressourcenknappheit seien nur Symptome“, Die Presse.com, 7.10.2009
D. Christian: "Contingency, Pattern and the S-curve in Human History" ☛ „Explaining the Trends - Explaining the Turning Points … It goes without saying that this brief discussion cannot do justice to the complexity of a transition as complex as the industrial revolution. I hope, however that it demonstrates the importance of to see the large patterns as well as the more contingent twists and turns that lay behind such turning points“, World History Connected, Volume 6, Number 3, 10.2009
- C. Stokes Brown: What Is a Civilization, Anyway? ☛ „Definition of Civilization - Band, Tribes, Chiefdoms - Agrarian civilizations - Industrial nations - Modern global society - The Process of Urbanization - Rebooting the Checklist - Analogy with Ants“, World History Connected, Volume 6, Number 3, 10.2009
- Dietz/Wissen: Kapitalismus und „natürliche Grenzen" ☛ „Eine kritische Diskussion ökomarxistischer Zugänge zur ökologischen Krise“, linksnet.de/PROKLA, Heft 156, 39.Jg., Nr.3, 2009
- J. Lundberg: San Francisco's Peak Oil Task Force Report - Excellent, But Lacking ☛ „Is Peak Oil Really Understood? - Mental baggage extending beyond oil - Specifics: impacts and strategies in the face of peak oil“, Energy Bulletin, 24.9.2009
- U. Brand: Die Multiple Krise ☛ „Dynamik und Zusammenhang der Krisendimensionen, Anforderungen an politische Institutionen und Chancen progressiver Politik … Dominante Krisendeutungen und Krisenpolitiken … Zum Zusammenhang der Krisendimensionen“, Heinrich Böll Stiftung, 19.9.2009
- K. Gaulhofer: Ressourcenverbrauch - Zum Wachsen verdammt ☛ „Ein geringes Wirtschaftswachstum führt zu Arbeitslosigkeit, ein konstantes zu einem kaputten Planeten. Forscher tüfteln an Visionen einer Welt, in der alle freiwillig für weniger Geld weniger arbeiten“, DiePresse.com, 19.9.2009
- C. Chorherr: Stadtplan - Peak Oil? Peak everything! ☛ „Das Problem ist viel größer: Unser ganzer Konsumstil steht zur Disposition … Konflikte um knappe Ressourcen gab es in der Geschichte immer. Meist wurden sie durch Kriege ‚gelöst‘“, Die Presse/.com, 7.9.2009
- J.Leggett: Another crunch is coming – but will the world act? ☛ „There is one major similarity between the energy crisis and the financial crisis and one main difference. These two things tell us a lot about the role of cultures in how our modern version of capitalism plays out. The similarity is that we are dealing with two massive global industries who have their asset assessment systemically, and roundly, wrong. The difference is that few people and organisations warned about the credit crunch as it approached, where as with the oil crunch, a host of people – many in and around the oil industry – are shouting a warning…“, The Independent, 3.8.2009
- T. Mitchell: Carbon democracy ☛ „Following closely the methods by which fossil fuels were produced, distributed and converted into other forms of socio-technical organization, financial circulation and political power, the article traces ways in which the concentration and control of energy flows could open up democratic possibilities or close them down“, Economy and Society, Vol.38, I.3, p-399-432, 8.2009
- F. Vorholtz: Auf dem Weg ins Solarzeitalter ☛ „Der Preis fällt, die Opec drosselt die Produktion, doch Öl ist knapp, der Klimawandel bedroht die Zivilisation. Schaffen wir die Energiewende, bevor uns die Luft ausgeht?“, Tagesspiegel, 31.7.2009
- F. Birol: Zeit für die Energierevolution ☛ „Versorgungssicherung und Klimaschutz gehören zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Politische und technische Lösungen sind bekannt - es fehlen nur die Entscheidungen“, FTD, 29.7.2009
- P. Illinger: Erdöl wird knapp - Luxusgut Benzin ☛ „Das Ende des Erdöls kommt. Nicht abrupt, aber unaufhaltsam. Doch die Menschheit ist für den Ausstieg nicht gewappnet“, SZ, 29.7.2009
- "Wir kooperieren, aber die Kontrolle behalten wir" (Interv. russ. Energieminister Schmatko) ☛ „Der russische Energieminister Sergei Schmatko hält viel von Kooperationen mit dem Westen – wenn russische Unternehmen dabei die Macht behalten. Mit WELT ONLINE spricht er über das Gemeinschaftsprojekt von Siemens und Rosatom, die Kernkraft und darüber, was er für einen gerechten Ölpreis hält“, Welt, 23.7.2009
- "Die Kalkulation von Desertec ist absurd" (Interv. H.Scheer) ☛ „Solarvordenker Hermann Scheer lässt kein gutes Haar an dem Milliardenprojekt Desertec, auf das sich deutsche Konzerne verständigt haben: Der ganze Plan sei weltfremd, sagt er im Interview mit manager-magazin.de. Eon, RWE und Co. wollten damit nur ihre Monopole sichern - und den nötigen Strukturwandel stoppen“, manager magazin, 13.7.2009
1.Hj.:
- S. Boehringer: Der Systemkritiker - Berufspessimist Dennis Meadows ☛ „Er ist ein Star, obwohl er nur schlechte Nachrichten verbreitet: Für den Club of Rome hat Dennis Meadows einst in einem Bestseller vor ‚Grenzen des Wachstums‘ gewarnt. Jetzt erzieht er Manager um … Brisanter denn je“, SZ, 29.6.2009
- "Die Reichen müssen mehr tun" (T.Santarius) ☛ „Industrieländer können ihre Emissionen nur senken, weil im Ausland schmutzig produziert wird … Sie fordern, den Handel von mit fossiler Energie hergestellten Gütern zu verbieten und plädieren für eine Wirtschaft, die durch Solarstrom angetrieben wird. Wie realistisch ist das?“; Wie unausweichlich ist das?! (EG), Zeit, 19.6.2009
- Klimapolitik in den USA: Strom aus der Wüste ☛ „Der Umweltschützer Robert F. Kennedy jr. über Windenergie aus Texas, Kingsize-Kühlschränke und die neue amerikanische Klimaschutzpolitik … Klar, die Hindernisse für Obama sind immens. Zum Beispiel: fast eine Billion Dollar pro Jahr, mit der die etablierten Energiequellen Kohle, Öl und Atom subventioniert werden“, Zeit, 18.6.2009
- J.A. Mathews: Energy Flows and the Process of Industrialization ☛ „This paper problematizes the process of industrialization in energy-metabolic terms as a shift from solar energy traditional biomass systems to systems based on fossil fuel sources starting with coal and then moving to oil and natural gas“, Copenhagen Business School, 17-19.6.2009
- „Wachstum hat religiösen Charakter“ (The Great Transformation) ☛ „Gut 30 Jahre nach dem Bericht des ‚Club of Rome‘ über die ‚Grenzen des Wachstums‘ ist diese Wahrheit zumindest bei den Forschern angekommen. Allerdings käme kein deutscher Politiker auch nur auf die Idee, ein Ende des Wachstums zu fordern. Der Essener Psychologieprofessor Harald Welzer stellte fest: ‚Wachstum hat religiösen Charakter‘“, Zeit, 15.6.2009
- L. Heiny: Das Ende des Goldenen Zeitalters ☛ „Ölkrise, D-Mark-Aufwertung, Lohnsteigerungen - erstmals nach dem Krieg rutscht die deutsche Wirtschaft Mitte der 70er-Jahre in eine tiefe Krise. Kaum ein Konzern ist davon so sehr betroffen wie Volkswagen … Ende 1973 rutscht VW endgültig in die rote Zone. Die Wirtschaftskrise, die die Welt infolge des ersten Ölschocks durchschüttelt, erfasst Deutschland. Auch Ford und Opel machen Verluste“, FTD, 4.6.2009
- A. Vierecke: Die Verantwortung der Kulturwissenschaften im Klimawandel ☛ „Der Klimawandel ist längst in vollem Gange! … An die Kultur- und Sozialwissenschaften stellt sich umso dringender die Frage, wie die soziokulturellen Folgen bewältigt werden können … Den Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften schrieb man derweil die Zuständigkeit für das Erbauliche zu, weshalb sie, so der immer mitschwingende Subtext, in Krisenzeiten denn auch am ehesten entbehrlich seien. Heute beginnt man wenigstens zu ahnen: das Gegenteil ist der Fall!“, Goethe-Institut, 6.2009
- C. Seidler: Arktisches Monopoly - Reichtum in eisiger Kälte ☛ „Gas und Öl locken die großen Mächte in die Arktis - in einem neuen ‚Great Game‘ wetteifern Russland, die USA, Kanada und andere Staaten um Ressourcen rund um den Nordpol. Aber wo genau lagern die Rohstoffe und wie wertvoll sind sie wirklich? Experten geben inzwischen erstaunlich konkrete Antworten“, Spiegel, 9.5.2009
Hall/Day: Revisiting the Limits to Growth After Peak Oil ☛ „In the 1970s a rising world population and the finite resources available to support it were hot topics. Interest faded — but it’s time to take another look“, American Scientist, Vol.97, 5.2009
- M. Odenwald: Zivilisation - Vernetzung macht anfällig ☛ „Aufstieg und Fall von Gesellschaften: Einige aktuelle Studien und Lehrstücke aus Geschichtsbüchern zeigen, was Zivilisationen zusammenbrechen lässt … Der größte Feind des Römischen Reichs … Wie kommen wir in einer Krise an Lebensmittel? … Neuralgische Punkte … Bei einer Seuche lauern schon die nächsten … Ist es sinnvoll, Grenzen zu schließen? … Lehrstück der Geschichte … Aufstieg und Fall von Gesellschaften“, Focus Online, 30.4.2009
- Simmons: Energy industry facing enormous challenges ☛ „I think we might find that winning World War II was an easier task than what we have ahead of us“, The Fort Worth Business Press , 27.4.2009
- Is the 2000 Watt Society Sustainable in Switzerland? ☛ „How Much Energy Is Our „Fair Share“? … How Much Power Can Switzerland Consume in a Sustainable Manner? … The Curse of Shrinking EROEI … In fact, we should have started preparing much earlier, as we have known about these problems for more than 30 years already. The longer we wait, the more difficult and costly it will be to avert the worst. If we do nothing, we’ll experience the full brunt of peak oil and its consequences, unmitigated and merciless“, The Oil Drum Europe, 25.4.2009
- E. Zencey: Mr. Soddy’s Ecological Economy ☛ „The amount of wealth that an economy can create is limited by the amount of low-entropy energy that it can sustainably suck from its environment — and by the amount of high-entropy effluent from an economy that the environment can sustainably absorb“, NYT, 11.4.2009
- !:Day/Hall/Pimentel/u.a.: Ecology in Times of Scarcity ☛ „The importance of natural ecosystems to the human economy - The evolution of human social organization and energy use - Evidence for a coming transition - Coming energy scarcity - Ecology and ecologists in the new world order: What will ‚the end of cheap oil‘ mean? - Conceptual basis for sustainable ecosystem management in a resource-scarce, variable world“, BioScience, Vol.59, No.4, 4.2009
- J. Rubin: The End of the Barista Economy ☛ „All of a sudden, the globalizing forces of the last three decades will come to a screeching halt. While trade liberalization and technical change have flattened the world, the soaring prices for energy are going to make the world rounder again. And this smaller, rounder world is going to look more like the past than what we are accustomed to expect from the future“, University of Toronto Magazine, Spring 2009
- Schwellen- und Entwicklungsländer: In die Armut gestoßen ☛ „Die Schattenseite der Globalisierung: Wie die Wirtschaftskrise arme Länder in die Schuldenfalle treibt … Nach Schätzungen der Weltbank werden durch den durch die Krise verursachten Wachstumsrückgang in Entwicklungsländern 53 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze von 2 Dollar pro Tag fallen – zusätzlich zu den 130 bis 155 Millionen, die im Jahr 2008 durch die Lebensmittelpreis- und Energiekrise zurück in die Armut gestoßen wurden“, Zeit, 9.3.2009
- K. Aleklett: Natural gas as answer to oil decline could lead to catastrophe, says leading expert ☛ „Many are looking to natural gas as a solution for electricity production in the future, but this is a massive mistake. Natural gas could generate enough energy to meet the demand for the next five to 10 years, but it is not a long term sustainable option. To expand the use of natural gas would be a mistake which could have catastrophic economical consequences for UK, Europe and across the globe in 20 years time. When we are hit by ‚Peak Gas‘ there are no alternatives for power generation“, University of Aberdeen, 5.3.2009
- C. Liedtke: Chancen für Ressourcensparer - Wege aus der Krise ☛ „Das Klima wandelt sich, Rohstoffe werden knapper, die Rezession ist tief. Ein Mittel hilft: Wer jetzt lernt, effizienter zu wirtschaften, kommt stärker aus der Krise“, Zeit, 1.3.2009
- T. Klau: Ein Nachruf auf den Liberalismus ☛ „Der Siegeszug des nun vor unseren Augen implodierenden Marktliberalismus begann vor 30 Jahren. Zuvor hatte die Mehrheit der westlichen Konsumenten sich geweigert, auf den von den Opec-Staaten per Energieerpressung erzwungenen Wohlstandstransfer zur arabischen Welt mit Lohnverzicht zu reagieren. Ideologie triumphierte über Vernunft: Drei Jahrzehnte nach Ende des Weltkriegs empfand man Einkommenswachstum als verbrieftes Recht, obwohl die Verteuerung der Energie vorübergehenden Wohlstandsverzicht erfordert hätte. Die westlichen Wirtschaften gerieten flugs aus dem Lot“, FTD, 26.2.2009
I. Trojanow: Der Kohlenwasserstoffmensch ☛ „Und was unternimmt unsere Regierung? … Sie sorgt nicht einmal dafür, dass der Anteil an erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch zunimmt. Sie trifft offensichtlich keinerlei ernstzunehmende Vorsorge … Unsere politischen und wirtschaftlichen Führer haben völlig versagt, und es ist höchste Zeit, dass wir die Zukunft in die Hände nehmen. Es gibt keine andere Lösung, als weniger Energie zu nutzen und gleichzeitig die gesamte Wirtschaft auf erneuerbare Energie umzustellen. Zudem muss das Diktat des ewigen Wirtschaftswachstum begraben werden. Und all das muss sofort beginnen. Revolutionen, schrieb einst Alexis de Tocqueville, erscheinen einem unmöglich, doch sind sie erst einmal erfolgt, erscheinen sie als unvermeidlich“, TAZ, 24.2.2009
- R. Loske: "Die Wirtschaftskrise ist der Lackmustest" ☛ „Würde in den Industriestaaten jetzt ein Weg beschritten, in dessen Zentrum Strukturkonservierung und Konsumanheizung stünden, könnten wir die Klimaschutzziele vergessen und wären unserer historischen Verantwortung nicht gerecht geworden … Wir brauchen einen grünen New Deal, in Deutschland, in Europa und darüber hinaus … Dieser New Deal geht davon aus, dass die Ursache beider Krisen, der Wirtschafts- wie der Klimakrise, in Nicht-Nachhaltigkeit liegt, also in Ressourcenplünderung und -vergeudung, überzogenem Wachstumsdrang, unmäßigen Gewinnerwartungen und mangelhafter Einbettung der Wirtschaft in die Gesellschaft. Ausgehend von dieser Grundeinschätzung sollten sich die Staaten in ihren Programmen der nächsten Monate von folgenden Prinzipien leiten lassen“, Wir Klimaretter, 20.2.2009
- M. Koelling: Killt die Krise den Klimaschutz? ☛ „Der Ausgang hängt davon ab, ob sie die Fördermaßnahmen der ölbasierten Wirtschaft im 20. Jahrhunderts fortsetzen oder nicht“, Technology Review, 19.2.2009
- P. Warde: Energy and Natural Resource Dependency in Europe, 1600-1900 ☛ „It argues that locational advantages were an essential part of the story of early modern growth: in the Dutch case, access to factor markets and trade routes; in the English, these combined with natural resources“, University of East Anglia, 2.2009
Hall/Balogh/Murphy: What is the Minimum EROI that a Sustainable Society Must Have? ☛ „The goal of this paper is to review the application of EROI theory to both natural and economic realms, and to assess preliminarily the minimum EROI that a society must attain from its energy exploitation to support continued economic activity and social function“, Energies 2009, 2(1), p.25-47, 23.1.2009 (Text: ; Vortrag: ; Blog: )
- W.H. Bernotat: Energiepolitik mit kühlem Kopf ☛ „In vielen osteuropäischen Ländern sind die Wohnungen kalt … Es gelingt uns leider nicht, mit kühlem Kopf über eine Energiepolitik zu sprechen, in der Klimaschutz, Preise und Versorgungssicherheit zugleich und gleichgewichtig berücksichtigt werden. Nur so können wir aber zu tragfähigen Konzepten kommen und im breiten Konsens den für uns besten Energiemix der Zukunft festlegen“; Energiereden ohne Epochenwende-Betonung sind vertane Rettungszeit (EG), Handelsblatt, 14.1.2009
- M. Bobik: Die Fahrlässigkeit der Biogas-Optimisten ☛ „Die Energiekrise macht mehr Kopfzerbrechen als die Finanzkrise - sie ist auch schwerer zu bekämpfen“, derStandard, 12.1.2009
- H. Vogel: Bilanz der Ignoranz ☛ „Wie können wir die Energieversorgung von morgen verlässlich und umweltverträglich gestalten? Das ‚Jahrbuch Internationale Politik‘ bietet Analysen des bisherigen Scheiterns und zeigt auf, wie die mittel bis langfristigen weltpolitischen Dilemmata zu lösen sind, die sich aus der Aufgabe einer nachhaltigen Ressourcensicherung ergeben“, Internationale Politik (IP), 5.1.2009
- R.L.Jr. Bradley: Corporate Social Responsibility and Energy ☛ „Yet it is largely forgotten that this company had been a favorite of the environmental Left and an advocate/practitioner of the trendy notion of corporate social responsibility (CSR)“, Culture and Civilization, Vol.1, 2009
- C. Seidler: Arktisches Monopoly (Interv.) ☛ „Die Öl- und Gasreserven in der Arktis werden den Energiehunger der Welt nicht stillen können, dafür sind sie zu klein … Ein Teil der arktischen Öl- und Gasressourcen werden wohl mit hohem Aufwand ausgebeutet werden, gleichzeitig müssen die Staaten massiv in alternative Energien investieren, damit das Ende des Ölzeitalters nicht schmerzlicher wird als ohnehin zu befürchten ist“, Deutsche Verlags-Anstalt, 2009
2008:
H. Welzer: Blindflug durch die Welt - Die Finanzkrise als Epochenwandel ☛ „Gleichwohl nimmt niemand die Möglichkeit des kompletten Scheiterns ernst, und in dieser Hinsicht sind Finanz-, Energie- und Klimakrise wahlverwandt. Man hält einen Zusammenbruch des Finanz- und Wirtschaftssystems einfach für unmöglich, und ebenso wenig kann man sich vorstellen, dass die fossilen Ressourcen schon in wenigen Jahren so knapp werden, dass selbst in den reichsten Ländern der Welt Bezieher von niedrigen Einkommen ihre Wohnung nicht mehr heizen können … Allerdings stellt ein Ziel wie Generationengerechtigkeit kurzfristige Wachstumskalküle genauso in Frage wie die Vorstellung, Glück leite sich aus pausenloser Mobilität und 24-stündiger Beleuchtung des gesamten Planeten her. Und Arbeitsplätze ließen sich gegen Überlebensmöglichkeiten verrechnen. Und Sinn erschöpfe sich in Konsumanreizen“, Spiegel 1/09, 29.12.2008
- T.L. Friedman: Time to Reboot America ☛ „My fellow Americans, we can’t continue in this mode of ‚Dumb as we wanna be‘. We’ve indulged ourselves for too long with tax cuts that we can’t afford, bailouts of auto companies that have become giant wealth-destruction machines, energy prices that do not encourage investment in 21st-century renewable power systems or efficient cars … We are in much deeper trouble. In fact, we as a country have become General Motors — as a result of our national drift. Look in the mirror: G.M. is us … If we allow this money to be spent on pork, it will be the end of us“, NYT, 23.12.2008
- H. Welzer: Wirtschaftskrise - Warum keiner mehr durchblickt ☛ “Kann man von einer doppelten Krise sprechen? Während wir pleitegehen, geht ja die Klimakrise munter weiter – Beide Prozesse scheinen mir irreversibel. Der westliche Kapitalismus brauchte ja immer ein Außen, von dem er seine Ressourcen beziehen konnte, den Treibstoff, im wörtlichen wie übertragenen Sinne. Eine solche Wirtschaftsform ist irrsinnig dynamisch und erfolgreich, solange sie auf ein Zentrum beschränkt bleibt, eben den Westen. Wenn sich diese Wirtschaftsform aber globalisiert, gibt es kein Außen mehr, das den Treibstoff für alle liefert, die jetzt dasselbe Spiel spielen. Also stößt diese Form des Wachstums an eine logische Grenze, aber wir machen auf Kosten des Erdsystems weiter wie bisher. Wir verbrauchen die Zukunft unserer Nachkommen“, FAZ, 7.12.2008
M. Hänggi: Das Problem mit dem Rebound ☛ „Rebound wurde – noch nicht unter diesem Begriff – erstmals im 19. Jahrhundert beschrieben. In seinem Werk Die Kohlefrage (The Coal Question) postuliert William Stanley Jevons 1865, dass Effizienzgewinne zu Backfire führen: »Es ist eine völlige Gedankenverwirrung anzunehmen, die effiziente Verwendung von Brennstoffen sei gleichbedeutend mit einem reduzierten Verbrauch. Das genaue Gegenteil ist wahr.« Danach waren Rebound und Backfire lange Zeit kein Thema mehr für die Wirtschaftswissenschaften, wohl vor allem deshalb, weil sich diese für Ressourcenverbrauch kaum mehr interessierten“, Technology Review, 5.12.2008
- Capgemini Energie-Studie: Finanzkrise kann zur europäischen Energiekrise führen ☛ „Die Finanzkrise wird deutliche Auswirkungen auf die Investmentzyklen der Energieindustrie haben und somit die notwendigen Investitionen in Höhe von einer Billion Euro in den Ausbau der europäischen Energie-Infrastruktur negativ beeinflussen. Betroffen ist vor allem der Ausbau der Stromerzeugung sowie der Strom- und Gasnetze, so dass nach dem Ende der Wirtschaftkrise mit dem dann kommenden Aufschwung eine Energiekrise droht“; aus Energiekrise wurde Finanz- und Wirtschaftskrise wird Energiekrise… (EG), Capgemini, 24.11.2008
«Die Schweiz gerät unweigerlich in den Strudel» (D.Meadows-Interv.) ☛ „Wachstum generiert Wohlstand. Die Finanzkrise hat der Weltwirtschaft aber abrupt ihre Grenzen aufgezeigt. Laut dem Systemanalytiker Dennis Meadows… ist die derzeitige Krise erst der Anfang … ‚Die globalen Probleme werden nicht durch Bewusstsein, sondern durch Taten gelöst‘ … ‚Schon bald gibt es kein nachhaltiges Szenario mehr’“, NZZ, 3.11.2008
- Rubin/Buchanan: What's the Real Cause of the Global Recession? ☛ „Given that oil prices really took off in the third quarter of last year, after several years of more gradual increases, we should expect to see its maximum hit on the economy right about now“, CIBC World Markets, Economics & Strategy, 31.10.2008
- F. Vorholtz: Auf dem Weg ins Solarzeitalter ☛ „Der Preis fällt, die Opec drosselt die Produktion, doch Öl ist knapp, der Klimawandel bedroht die Zivilisation. Schaffen wir die Energiewende, bevor uns die Luft ausgeht?“, Die Zeit, Nr.44, 23.10.2008 ( )
- Sieferle: Spiel mit dem Feuer - Die Geschichte der menschlichen Energienutzung ☛ „Heute wird immer deutlicher, daß wir uns dem Ende der fossilenergetischen Pionierphase nähern. Die Lagerstätten leeren sich und die Deponien (etwa von CO2 in der Atmosphäre) werden allmählich gefüllt. Dies ist der Kern des aktuellen Nachhaltigkeitsproblems … Demgegenüber liegt der Energiebedarf europäischer Länder um den Faktor 5-10 über deren Flächenkapazität auf der Basis von Biomasse. Hier sind also enorme technische Anstrengungen erforderlich, wenn der Übergang in ein zweites Solarenergiesystem gelingen soll“, Die Zeit, 22.10.2008
- M. Jänicke/K. Jacob: Die dritte industrielle Revolution ☛ „Die Ära billiger Brennstoffe ist vorbei, die Grenzen des fossilen Wachstums sind erreicht. Nur der Weg ins Solarzeitalter kann den geplünderten Planeten retten … Überlebensfrage Energie: Das ressourcenintensive Wachstumsmodell der zweiten industriellen Revolution gerät in eine existenzielle Krise“, Internationale Politik, 10.2008
Uran-Ressourcen und die Zukunft der Atomenergie ☛ „Angesichts des knappen Urans und der knappen fossilen Energieträger können wir es uns nicht leisten, noch mehr Zeit mit absurden Diskussionen um die Atomenergie zu verschwenden. Alle Kraft muß stattdessen eingesetzt werden für eine drastische Reduktion des Energieverbrauchs, für Effizienzsteigerung und für die zügige Umstellung des Strom-, Wärme- und Verkehrssektors auf erneuerbare Energien. Ein solcher Umbau der Energiewirtschaft ist auch erforderlich, um Kriege um knappe Energierohstoffe wie Öl, Erdgas und Uran zu verhindern“, scharf-links.de, 16.9.2008
- Energy Watch Group: Bis zum letzten Tropfen Öl (T. Seltmann-Interv.) ☛ „Das wichtigste Anliegen besteht darin, Daten und Zusammenhänge transparent zu machen. Bisher werden diese sehr oft durch Organisationen oder Regierungen gefiltert und dann erst veröffentlicht. Deshalb möchte die Energy Watch Group jene Stimme sein, die Daten und Fakten aus dem Energiesektor unabhängig darstellt und eine Art ‚Bypass‘ um die politischen und einzelwirtschaftlichen Interessenfilter legt“, tagesblick.de, 26.8.2008
H. Ritz: Ende einer Epoche - Peak Oil und seine geostrategische Bedeutung ☛ „Teil I: Die absehbare Erschöpfung der globalen Ölreserven - Phasen der Förderung - Divergierende Schätzungen - Verhältnis Neufunde/Verbrauch - Folgen für die Weltwirtschaft - Keine sanfte Wende … Teil II: Den US-Eliten kommt die drohende Ölknappheit nicht ungelegen - Machtmittel US-Dollar - Kampf um Vorherrschaft - Monopolisierung der Ölvorräte - Neuer Rüstungswettlauf - Schockstrategie - »Kreative Destabilisierung«“, junge Welt/AG Friedensforschung Uni Kassel, 9./11.8.2008
- P.R.Ehrlich/A.H.Ehrlich: Too Many People, Too Much Consumption ☛ „Four decades after his controversial book, The Population Bomb, scientist Paul Ehrlich still believes that overpopulation — now along with overconsumption — is the central environmental crisis facing the world. And, he insists, technological fixes will not save the day“, e360.yale.edu, 4.8.2008
- A. Jung: Schock und Chance (Rekordenergiepreise und die Wirtschaft) ☛ „Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburger Wirtschaftsforschungsinstituts HWWI, geht noch weiter. Die deutsche Industrie besitze, weil sie schon früh auf Energieeffizienz geachtet habe, sogar einen Wettbewerbsvorteil … Heute, da die Volkswirtschaften mit steigenden Energiekosten kämpften, verhält es sich nach Meinung des Volkswirts umgekehrt: ‚Jetzt sind wir diejenigen, die flexibel reagieren können‘, sagt Straubhaar, ‚und die anderen haben ein Problem‘; Antiquierte Eliten-Denke (EG), Spiegel, Nr.32/2008, 4.8.2008 ( )
- FES: Zehn Thesen zur Energiesicherheit ☛ Friedrich-Ebert-Stiftung, 8.2008
T. Konicz: Mit Vollgas gegen die Wand ☛ „Warum das derzeit herrschende Wirtschaftssystem die anstehenden, zivilisationsbedrohenden, globalen Probleme nicht lösen kann - ‚Peak Evertything‘ - Radikalisierung der bestehenden Energiepolitik - Ende des kapitalistischen Wachstums“, Telepolis, 13.7.2008
- Has Fossil Fuel Consumption Within the EU Peaked? ☛ „On the bright side it now looks very likely that the EU will reach its agreed goals for reductions in greenhouse gas emissions by 2020, but for totally different reasons than set out in its lengthy, costly and wasted political programs“, The Oil Drum Europe, 10.7.2008
A. Eschbach: Am Vorabend unserer Zukunft (Energiepolitik) ☛ „Was passiert, wenn das Öl ausgeht? Unser aller Leben wird sich dramatisch verändern … Das Zeitalter des billigen Öls endet. Aber war es denn billig? Bis in die Sechzigerjahre zahlte man für ein Barrel Rohöl gerade mal zwei Dollar. Klingt nach ‚billig‘. Aber darüber hinaus zahlte man mit Kriegen, Blut, Abhängigkeit und Krisen“, politik-poker.de, 2.7.2008
- G. Monbiot: This economic panic is pushing the planet right back down the agenda ☛ „It is hard to see how the current global growth rate of 3.7% a year (which means the global economy doubles every 19 years) could be sustained, even if the whole thing were powered by the wind and the sun“, Guardian, 1.7.2008
- Energy Transitions Past and Future ☛ „It provides an excellent big picture overview of what variables we need to consider as we transition away from fossil fuels … Cutler Cleveland is a Professor at Boston University and has been researching and writing on energy issues for over 20 years“, The Oil Drum, 1.7.2008
- S. Berger: Grundlegung der nachhaltigen Entwicklung - N.Georgescu-Roegen und das Entropiegesetz in der Wirtschaft ☛ „1971 veröffentlichte Nicholas Georgescu-Roegen sein Hauptwerk ‚The Entropy Law and the Economic Process‘, das zum Grundstein der modernen ökologischen Wirtschaftstheorie wurde. Seine Erkenntnisse sind bis heute wichtig für jede fundierte Erörterung von ‚nachhaltiger Entwicklung‘“, welt-sichten.org, 7.2008
- Energy Strategy for ETH Zurich: A Critical Review ☛ „40 professors of ETH Zurich, one of the most highly reputed and visible technical universities on this planet, belong to the Energy Science Center, a collaborative effort created in order to study the challenges that lie ahead in terms of resource depletion and the effects exerted by our presence on the global dynamics of our planet. Currently, the potential ramifications of peak oil and global warming are the Center’s main focus“, The Oil Drum Europe, 4.5.2008 (Studie, dt.: )
- T. Mitchell: Carbon Democracy ☛ „This paper explores these multiple dimensions of carbon democracy, by examining the intersecting histories of coal, oil, and democracy in the twentieth century. Following closely the methods by which fossil fuels were produced, distributed, and converted into other forms of socio-technical organization, financial circulation, and political power, the paper traces ways in which the concentration and control of energy flows could open up democratic possibilities or close them down“, Harvard.edu, 16.4.2008
- H. Horeis: „Small (is) was beautiful“ – Öko wird Großtechnik ☛ „Der ‚sanfte Energiepfad‘ führt direkt in die Großtechnik; von den romantischen Flausen der Grünen bleibt nur noch der kuschelige, mit Ökoholz beheizte und Feinstaub absondernde Kachelofen“, Novo Argumente, Heft 93, 03/04.2008
- «Dann gibt's nichts mehr zu essen» (Nestlé-Chef P.Brabeck-Interv.) ☛ „Nestlé-Chef Peter Brabeck wendet sich gegen die Subventionierung von Agro-Treibstoffen, die aus Soja und Weizen hergestellt werden. Über hundert Millionen Tonnen Getreide werden voraussichtlich dieses Jahr allein in den USA für diesen Zweck verbraucht“, NZZ am Sonntag, 23.3.2008
R.P. Sieferle: Zusammenbruch von Zivilisationen. Eine konzeptuelle Analyse am Beispiel des Imperium Romanum ☛ „Dieses Gleichgewicht zwischen Zentrum und Peripherie ist brüchig, es besteht also ein permanentes Tauziehen um Ressourcenverfügung und Ressourcentransfer. ‚Zusammenbruch‘ findet dann statt, wenn es dem Zentrum nicht mehr gelingt, die zu seinem Unterhalt notwendigen Ressourcen zu mobilisieren, so dass es seine genuinen Leistungen verringern muss“, Rom: Ruin, Kollaps, Untergang, Anpassung, Übergang? Heute: viel höhere Kollapsgefahr (EG), Gaia, 2/2008 (Text: , Verlag: )
- Scherhorn, G.: Über Effizienz hinaus - Ökoeffizienz scheitert, wenn sie nicht mit Suffizienz verbunden wird ☛ in: Hartard/Schaffer/Giegrich (Hg.), Ressourceneffizienz im Kontext der Nachhaltigkeitsdebatte, Nomos Verlag, 2008
2007:
- M. Hänggi: Sichert Öl die Demokratie? - Sozialer Stoffwechsel (R.P.Sieferle-Interv.) ☛ „Erst die fossilen Energien, sagt der Historiker Rolf Peter Sieferle, machten Wirtschaftswachstum und Demokratie möglich. Aber das fossile Zeitalter kann nicht ewig dauern“, Die Wochenzeitung/ch, 22.11.2007
R. Heinberg: What will we eat as the oil runs out? ☛ „Our global food system faces a crisis of unprecedented scope. This crisis, which threatens to imperil the lives of hundreds of millions and possibly billions of human beings, consists of four simultaneously colliding dilemmas, all arising from our relatively recent pattern of dependence on depleting fossil fuels … Structural Dependency … The Worsening Oil Supply Picture … Impact of Biofuels … Impact of Climate Change and Environmental Degradation … What Is the Solution? … What Will Be Needed“, The Lady Eve Balfour Lecture/22.11.2007, Energy Bulletin, 3.12.2007 ( )
- J. Fischer über Ökologie und Globalisierung: Plädoyer für eine grüne industrielle Revolution ☛ „Bis 1989 umfasste der Weltmarkt etwa eine Milliarde Menschen, heute sind es dreimal so viele, Tendenz steigend … Wie wird die Welt erst aussehen, wenn China diesen Abstand zu den USA auch nur halbiert haben wird und andere Länder folgen? Kann das globale Ökosystem Erde eine solche Zusatzbelastung an Schadstoffen, Energie- und Rohstoffverbrauch noch ohne wesentliche Veränderungen der Ökosphäre absorbieren? Dies ist ganz offensichtlich nicht der Fall … Eine Subvention des Wirtschaftswachstums und Lebensstandards zu Lasten der Umwelt werden wir uns nicht mehr weiter ungestraft erlauben können“, SZ, 1.11.2007
- E. Gärtner: Deutsche Energiepolitik auf dem Weg nach nirgendwo ☛ „Der Berliner Energiegipfel hat die Verunsicherung über die Entwicklung der Rahmenbedingungen für Investitionen in neue Kraftwerke verstärkt“, Novo Argumente, 11.2007
- M. Butt: Agro-Ecology - Farming with Brains (Dirt-Rezens.) ☛ „Montgomery has produced a fine study that cycles through history, builds on a series of case studies, and makes comparisons across significant periods of time … What we do know is that in the future, historians who study the rise and fall of civilizations must acknowledge the important questions raised by Montgomery’s groundbreaking work“, H-Net.org, 11.2007
- Dirmoser/FES: Energiesicherheit ☛ „Neue Knappheiten, das Wiederaufleben des Ressourcennationalismus und die Aussichten für multilaterale Ansätze“, Friedrich-Ebert-Stiftung, 8.2007
- K.H. Jarausch: Das Ende der Zuversicht - Historische Annherungen an die 1970er Jahre ☛ „In den 1970er Jahren setzte eine strukturelle Transformation ein, deren Ausmaße sich weitgehend den Blicken der Zeitgenossen entzogen. Das Erlahmen des Wirtschaftswachstums, das führende Politiker nur als Konjunkturdelle wahrnahmen, signalisierte das Ende des hochindustriellen Zeitalters und damit den Beginn eines fundamentalen Strukturwandels von Warenproduktion zur Dienstleistungs- gesellschaft“, WZB-Mitteilungenm, Heft 116, 6.2007
- Entropy and Empire ☛ „Entropy and the Twilight of Empire“, The Oil Drum Canada, 20.3.2007
- Wer die Welt retten will, muss nerven (H. Scheer) ☛ „Die fossilen Brennstoffe sind endlich, bleiben wir von ihnen abhängig, wird es um sie Krieg geben … Ich will mich selbst leiden können. Das ginge nicht, wenn ich wider besseren Wissens schweigen würde“, Chrismon, 1.3.2007
- M.T. Klare: Is Big Brother in Your Energy Future? ☛ „Petro-Power and the Nuclear Renaissance Two Faces of an Emerging Energo-fascism … Energy Haves and Have-nots … Big Brother and the Nuclear Renaissance … The last face of Energo-fascism to be discussed here is the inevitable rise in state surveillance and repression attendant on an expected increase in nuclear power. As oil and natural gas become scarcer, government and industry leaders will undoubtedly push for a greater reliance on nuclear power to provide additional energy“, TomDispatch.com, 16.1.2007
- H.-P. Uerpmann: Von Wildbeutern zu Ackerbauern – Die Neolithische Revolution der menschlichen Subsistenz ☛ „Schließlich war es notwendig, dass die Bewohner der bevorzugten Region, u.a. mental, in der Lage waren, die natürlichen Veränderungen auch zu nutzen“, Mitteilungen der Gesellschaft für Urgeschichte, Nr.16, S.55-74, 2007 ( )
2006:
- How the Energy Crisis Will Help My Diet ☛ „Many are going to wonder what does the energy crisis have to do with being fat. Well, the modern agricultural system is nothing but a system which turns petroleum and natural gas into food“, The Oil Drum, 18.7.2006
- Energy crisis and economic collapse ☛ „The Greater Depression • Discrepancies in US accounts hide black hole • High cost of oil could put many jobs at risk“, Energy Bulletin, 16.6.2006
- T.W. Patzek: The Earth, Energy, and Agriculture ☛ „The limited high quality resources from the environment are the ultimate inputs to our civilization and economics. The low entropy embedded in these resources can only be used once … All physical inputs into human economy are limited in size and/or rate … If we bring more technology to produce these resources, their depletion will occur faster, and the environmental destruction their production and use bring about will be more severe“, University of California, Berkeley, 7.6.2006
- Kümmel/Grahl: Produktionsfaktor Energie - Der stille Riese ☛ „Die konventionelle Wirtschaftstheorie beschreibt nur unzureichend die physische Sphäre der Produktion: Dies ist die Botschaft einer wachsenden Zahl von Abhandlungen in der wissenschaftlichen Fachliteratur. Nicht wenige davon betreffen die Rolle der Energie als eigenständiger Produktionsfaktor neben Kapital und Arbeit“, in: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., Energie & Zukunft, S.4-23, 6.2006
- Meier/Wittich (Hg.): Theoretische Grundlagen nachhaltiger Entwicklung ☛ „Die Mehrheit der politischen Linken hat die Tatsache, dass nachhaltige Entwicklung zur zentralen Herausforderung für die gesellschaftliche Entwicklung der Gegenwart und Zukunft geworden ist und untrennbar mit der sozialen Problematik verbunden ist, nicht ernsthaft und mit aller Konsequenz zur Kenntnis genommen“, Seminar des Gesprächskreises Nachhaltigkeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, 17./18.05.2006
- Energie und Zukunft - Memorandum zur nachhaltigen Energieversorgung ☛ „Es ist höchste Zeit, zu handeln! … Ausstieg aus der fossilen Energie durch deren politisch gesteuerte und sozial abgefederte Verteuerung … Förderung der Energieeinsparung … Ein Epochenwandel ist nötig und möglich … Beendigung des Wachstums-Paradigmas … Epochenwandel als Chance“, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative “Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V.“, Berlin, 10.5.2006
- B. Zarzer: Noch mehr Geld für Atomforschung? (EU) ☛ „Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl wurden Pläne der EU bekannt, wonach die Mittel für Atomforschung für die Jahre 2007 bis 2011 erheblich aufgestockt werden sollen. Ein Großteil davon dürfte in Forschungen zur Kernfusion fließen, die im Vergleich zur Kernspaltung weniger umstritten ist. Die österreichischen Grünen bemängeln aber, dass gegenüber den 4,1 Milliarden Euro nur etwa 770 Millionen Euro für die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz im EU-Forschungsbudget veranschlagt wurden“, Telepolis, 4.5.2006
- Sen. Lugar: The Existential Threat ☛ „Energy is central to sustainable development and poverty reduction efforts. It affects all aspects of development – social, economic, and environmental – including livelihoods, access to water, agricultural productivity, health population levels, education, and gender-related issues. None of the Millennium Development Goals can be met without major improvements in the quality and quantity of energy services in developing countries“, Lugar.senate.gov, 6.2.2006
2005:
- E. Callenbach: The Hollowing Out of the American Empire ☛ ARD/SWR, tele-akademie.de, 16.10.2005 ( , )
- R.L. Hirsch: The Inevitable Peaking of World Oil Production ☛ „Oil production is in decline in 33 of the world’s 48 largest oilproducing countries … Waiting until world oil production peaks before taking crash program action leaves the world with a significant liquid fuel deficit for more than two decades“, The Atlantic Council of the USA, Bulletin, Vol.XVI, No.3, 10.2005
- N. Butler (BP): Energiesicherheit in Europa ☛ „Die Realität ist, dass Europa den eigenen Energiebedarf nicht decken kann und niemals decken können wird. Europa ist ein Teil des globalen Energiemarktes und ist, hinsichtlich eines großen Teils des Tagesenergiebedarfs, von diesem Markt abhängig“, Rede beim International Institute for Strategic Studies/Genf, 17.9.2005
2004:
- G. Zitzelsberger: Der heilsame Öl-Schock ☛ „Es ist derzeit so knapp, wie man es in der modernen Industriegeschichte nur einmal zuvor - nach der Revolution in Iran im Jahre 1979 - erlebt hat. Eine Höchstmarke von 55 Dollar pro Barrel hat den vierten Ölpreis-Schock seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Nimmt man die Ölschwemme des Jahres 1998 zum Vergleich, dann hat sich der Preis seitdem vervierfacht“, SZ, 21.10.2004
- L. Brown: Does Saudi Arabia Have the United States Over a Barrel? ☛ „In 1970, a bushel of wheat could be traded for a barrel of oil in the world market. It now takes nine bushels of wheat to buy a barrel of oil … The mother of all deficits“, theGlobalist.com, 29.4.2004
- Sieferle: Etwas Neues unter der Sonne ☛ „Die ewige Wiederkehr von Hungersnöten und Seuchen als Ausdruck der Abhängigkeit von Naturbedingungen ist im Zuge des 20. Jahrhunderts verschwunden. Der Zugriff auf fossile Energieträger, in Kombination mit einem sensationellen Wachstum technisch-industrieller Kompetenz, hat es ermöglicht, nicht nur eine vervielfältigte Weltbevölkerung zu ernähren, sondern auch den Konsum pro Kopf zu vergrößern … Längerfristig ist aber auch mit einer neuen Verknappung von Ressourcen zu rechnen, da das physische Wachstum im Wesentlichen mit der Mobilisierung von Beständen verbunden ist, also dem Verbrauch von Brennstoffen, von fossilen Wasservorräten, der Erosion fruchtbarer Böden oder dem Verlust von Pflanzen- und Tierarten, deren Lebensräume zerstört werden“, Die Zeit, 26.2.2004
- R. Kümmel: Wachstum, Arbeit, Energie ☛ „Von der Freiheit der Wirtschaft und der Herrschaft der Natur“, Universität Würzburg, 2004
- Gill/Nikutowski: Veränderung der Konsummuster und des Naturverbrauchs - Ökologische Suffizienz aufgrund des postindustriellen Wandels? ☛ „Der Naturverbrauch in der Bundesrepublik seit 1960 … Dematerialisierung ohne kulturellen Wandel? … Also können seither nur noch weithin sichtbare Sachgüter den Status des Besitzers markieren. Erst ein erneuter Wandel der Prestigeformen oder eine Abschwächung des Prestigebedarfs könnten hier Abhilfe schaffen. Vielleicht wird der Anstieg der Energiepreise, der sich durch die verstärkte Nachfrage der Schwellenländer ergibt, einen solchen Wandel bald nahelegen“, 32.Dt. Soziologentag, 2004
- Meyer/Popplow: “To employ each of Nature’s products in the most favorable way possible” – Nature as a Commodity in Eighteenth-Century German Economic Discourse ☛ „On the other hand, it could just as well be claimed that the texts we investigated always reflected a consciousness of the natural limitations on economic growth. So the Ökonomisierung der Natur consistently contained elements of a sustainable administration of nature’s wealth“, in: Historical Social Research, Vol.29, No.4, p.4-40, 2004
2003:
- „Wir haben 30 Jahre verloren“ (Meadows-Interv.) ☛ „Dem Energie- und Rohstoffverbrauch setzt die Umwelt nun einmal Grenzen“, Zeit, 31.12.2003
2002:
- Reuter, N.: Die Wachstumsoption im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie ☛ „Während die Ökonomie zur Lösung wirtschaftlicher Probleme wie Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Finanzierungsprobleme des Sozialstaats etc. in aller Regel ein höheres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) anstrebt und in der Formulierung der Bedingungen eines maximal erreichbaren Wachstums die zentrale ökonomische Aufgabe erkennt, sehen ökologisch fundierte Ansätze in genau diesem Wachstum das eigentliche Problem“, UTOPIE kreativ, H.136, S.131-144 , 2.2002
1998:
- K.M. Meyer-Abich: Die Naturzugehörigkeit des Menschen - Wie wollen wir in Zukunft leben? ☛ „Wir haben also noch nicht verstanden, wie wir zur Gemeinschaft der Natur gehören. Hätten wir es verstanden, so würden wir nicht mehr zu Lasten Dritter leben“, 11.1998
- McDonough/Braungart: The NEXT Industrial Revolution ☛ „‚Eco-efficiency‘, the current industrial buzzword, will neither save the environment nor foster ingenuity and productivity, the authors say. They propose a new approach that aims to solve rather than alleviate the problems that industry makes“, the Atlantic, 10.1998
- F. Vorholz: Der Kollaps kommt (D.Meadows-Interv.) ☛ „Vor einem Vierteljahrhundert warnte der Club of Rome vor den Grenzen des Wachstums. Dennis L. Meadows, der Autor des Berichts, zieht Bilanz“, Die Zeit, Nr.09/1998, 19.2.1998
- K.J.W. Oosthoek: The Role of Wood in World History ☛ Environmental History Resources, 1998
- A. Bartlett: Arithmetic, Population, and Energy ☛ „The Greatest Shortcoming of the Human Race is our Inability to Understand the Exponential Function!“, 1998
1996:
- J.A. Tainter: Complexity, Problem Solving, and Sustainable Societies ☛ „Energy has always been the basis of cultural complexity and it always will be“, Dieoff.org, 1996 (Wiki: , VisualWiki: )
1993:
- N. Piper: Vor uns der Niedergang (N.Georgescu-Roegen) ☛ „Nicholas Georgescu-Roegen untersuchte die natürlichen Grenzen für die Wirtschaft. Er fordert eine radikale Neuformulierung der Ökonomie“, Die Zeit, Nr.09, 26.2.1993
1985:
- B. Joerges: Unsere tägliche Energie... Zum 'sozialen' und 'technischen' Umgang mit Energie ☛ „Zum Beitrag der Soziologie zu einer interdisziplinären Energieforschung“, Soziale Welt, 36 (2), S.208-225, 1985
1984:
- H. Platschek: Aufklärung und Elektrizität - Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit ☛ „Beleuchtung und Erleuchtung hängen nicht nur sprachlich zusammen … Wäre es möglich, daß hier zwischen philosophischer Aufklärung und tatsächlicher Beleuchtung ein Zusammenhang besteht?“, Zeit, 5.10.1984
- Cleveland/Costanza/Hall/Kaufmann: Energy and the U.S. Economy - A Biophysical Perspective ☛ „Natural Resource Quality from an Energy Perspective“, Science, Vol.225, No.4665, 31.8.1984
1978:
- A. Bartlett: Forgotten Fundamentals of the Energy Crisis ☛ American Journal of Physics, 46(9), 876, 1978/1998 ( )
1963:
- R. Linton: Die ganze Welt am Frühstückstisch ☛ „Auf Dauer geliehen von Nomaden, Italienern und Indianern“, Die Zeit, Nr.46, 15.11.1963
1937:
- R. Linton: One Hundred Percent American ☛ „There can be no question about the average American’s Americanism or his desire to preserve this precious heritage at all costs. Nevertheless, some insidious foreign ideas have already wormed their way into his civilization without his realizing what was going on“, in: The American Century, vol.40, 1937 ( )
1936:
- R.Linton: 100% American ☛ „As he absorbs the account of foreign troubles he will, if he is a good conservative citizen, thank a Hebrew deity in a Indo-European language that he is 100 percent American“, in: The Study of Man, pp.326-327, D. Appleton-Century Co./New York, 1936
o.D.:
- P. Sloterdijk: Stadt-Energetik - Stichworte zur urbanen Verschwendungskultur ☛ „Die erste und aktuelle Entdeckung dieses Motivs ist für viele von uns mit einem Einschnitt in unserer eigenen Lebenszeit verbunden, sofern sie sich noch an die Energiekrise der frühen 70er Jahre erinnern. Diese Krise hat Geschichte gemacht hat, weil sie an die energetischen Grundlagen der Modernität rührte. Alle Diskussionen, die wir bis heute über Fragen der Urbanität, des neuen Energiemanagements, der intelligenteren Mobilität und dergleichen führen, sind Anschlussdiskussionen, die den Knappheitsschock von damals und die Wiedereinführung des Bewusstseins von endlichen Ressourcen in eine sorglos energieverbrauchende Kultur zur Voraussetzung haben“, Peter Sloterdijk.net, o.D.
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