EnergieSparen: Nachrichten
2011:
- Wenn Heizung und warmes Essen zum Luxus werden - Armutsrisiko in Deutschland ☛ „Die Wohnkosten werden für immer mehr Deutsche zu einer Belastung. Armutsgefährdete Menschen sparen sogar an der Heizung. Das geht aus dem ‚Datenreport 2011‘ hervor“, Welt, 11.10.2011
- IAA-Trend Sportwagen: Pferdestärken statt Correctness ☛ „Elektroautos, Familienwagen und Hightech-Seifenkisten - das ist nur die eine Seite der IAA. Weit spektakulärer jedoch sind die Neuheiten für die Vollgasfraktion. Allen Spritsparbemühungen zum Trotz debütieren in Frankfurt auffällig viele Sportwagen“, Spiegel, 22.9.2011
- Armee-Pfusch stürzt Zypern in Notstandssituation - Nach Mega-Explosion ☛ „Einem Pfusch der Armee haben es die Bewohner Zyperns offenbar zu verdanken, dass ihr Land seit Montag früh mit einem (gewaltigen) Schlag vor existenzielle Probleme gestellt wurde … Das nebenstehende größte Kraftwerk Zyperns wurde zerstört, was die Wasserentsalzungsanlagen lahmlegte. Trinkwasser wird nun rationalisiert, bis die Stromversorgung wieder steht, kann es Monate dauern“, krone.at, 11.7.2011
- Grüne wollen eine radikale Energiewende (Niedersachsen) ☛ „Wenzel forderte die CDU/FDP-Landesregierung auf, ein niedersächsisches Energiespargesetz zu erlassen, die Windkraft auszubauen und ein Kataster für Solarflächen einzurichten … Wenzel forderte die Bürger zu einem anderen Lebensstil auf: Sie sollten etwa auf den Bus oder Carsharing umsteigen und sparsame Elektrogeräte kaufen“, Nordwest-Zeitung, 1.4.2011
- Mehr Strahlung - Greenpeace fordert Ausweitung der Sicherheitszone um Fukushima ☛ „Angesichte der Energieknappheit erwägt die japanische Regierung die Einführung der Sommerzeit, damit große Unternehmen Energie sparen. Bisher hatte das Land die Sommerzeit nicht eingeführt. Nach dem Erdbeben, dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe musste Tokio den Strom in einigen Regionen zeitweise abschalten. Experten befürchten eine anhaltende Energieknappheit“, Hannoversche Allgemeine, 30.3.2011
- „Laufzeit von Cattenom darf nicht verlängert werden“ - Greenpeace und Méco fordern Umdenken in Atompolitik ☛ „Auch bräuchte Luxemburg endlich eine wirkliche Energiestrategie rund um die Schwerpunkte Energiesparen, effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien … Jeder Einzelne sei gefordert, Energie zu sparen und rationeller zu nutzen. Jeder Einwohner Luxemburgs solle deshalb auf ‚grünen Strom‘ umsteigen. Am besten noch heute“, Luxemburger Wort, 14.3.2011
- Kostet das Benzin bald zwei Euro? ☛ „Mit dem Ölpreis steigen auch die Benzinpreise an der Tankstelle. Internetseiten und iPhone-Apps helfen beim Preisvergleich. Zudem gibt es noch andere Möglichkeiten Sprit zu sparen“, FAZ, 27.2.2011 ( )
- Stiftung Warentest: Teure LED-Lampen sind besser als alle anderen ☛ „Mit 15 bis 60 Euro sind die LED-Testsieger allerdings recht teuer. Auch sechs Energiesparlampen schnitten im Test mit der Note ‚gut‘ ab und sind zudem deutlich preisgünstiger. Schlusslichter waren die beiden geprüften Halogenglühlampen, die viel Strom verbrauchten“, Welt, 24.2.2011
- Dieselpreis auf Zwei-Jahres-Hoch - Libyen-Krise verteuert das Tanken ☛ „Deutscher Wirtschaft drohen Zusatzkosten in Milliardenhöhe … Bleibt der Ölpreis im Jahresschnitt auf seinem aktuellen Niveau, wäre das ein Anstieg von 30 Prozent verglichen mit 2010 … Verharre der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau, wären das im Gesamtjahr rund 15 Milliarden Euro Mehrkosten“; 100 €-Reichweiten: , Spiegel, 23.2.2011
- Zukunft: Energiebedarf kann nicht gedeckt werden ☛ „Shell-Energieszenarien prognostizieren ungebremsten Energiehunger der neuen Industrieländer“; Problem Nr.1 ist die zu hohe Pro-Kopf-Verschwendung der Alten Industrieländer - existent auch ganz ohne die Neuen Industrieländer (EG), Telepolis, 20.2.2011
- Chinas Energiehunger gefährdet Ölversorgung - Weltweiter Engpass (Shell) ☛ „Und zieht folgendes Fazit: ‚Diese Kluft - der Bereich der Ungewissheit - muss durch eine Kombination einer außerordentlichen Mäßigung der Nachfrage und einer außergewöhnlichen Steigerung der Produktion geschlossen werden‘“; Sollte man unersetzliche endliche Rohstoffe nicht außerordentlich strecken?! (EG), derStandard.at, 16.2.201
- Energie: Shell warnt vor dem „Weiter-so“ ☛ „Der Weltkonzern, der vom Verkauf von Energie lebt, spricht wörtlich von einer ‚Mäßigung der Nachfrage‘ und den ‚Grenzen‘, die ‚dem Wachstum‘ mancher Energieträger gesetzt seien“; Im Kern allerdings krasse Verharmlosung der Peak-Problematiken (EG), Die Presse.com, 16.2.2011 ( , )
- Energieszenarien offenbaren massive Unsicherheiten ☛ „Die neueste Shell-Zukunftsstudie ‚Signals and Signposts‘ zur Entwicklung der Energieerzeugung und des Verbrauchs geht von einem Nachfrageüberhang aus, dessen Deckung heute noch nicht gesichert werden kann … Diese Kluft - der Bereich der Ungewissheit - muss durch eine Kombination einer ausserordentlichen Mässigung der Nachfrage und einer aussergewöhnlichen Steigerung der Produktion geschlossen werden. Eine technisch, ökonomisch und politisch massive Herausforderung“, WirtschaftsBlatt.at, 15.2.2011
- Shell-Zukunftsszenarien für Energie: "Zone der Ungewissheit" liegt vor uns ☛ „Shell veröffentlichte heute Signals and Signposts - einen Bericht zu den Energieszenarien der Zukunft, der vertiefte Einsichten über die globalen Entwicklungen bei der Versorgung der Welt mit Energie, ihrer Nutzung und dem Bedarf bietet. Die Einsichten helfen uns bei wichtigen Entscheidungen in unsicheren Zeiten, in denen wir uns schwieriger Energie- und Umweltprobleme ausgesetzt sehen“, derStandard.at, 15.2.2011
- Kraftstoffverbrauch: Der größte Verschwender ist der Fahrer ☛ „Start-Stopp-System, Energierückgewinnung beim Bremsen, ausgefeilte Einspritztechnologie - wenn der Fahrer nicht mitmacht, sind alle Maßnahmen für benzinsparendes Fahren für die Katz. Die entscheidende Rolle spielt ein sensibler Gasfuß … ‚Lässt man den Motor eines Mittelklassefahrzeugs etwa vier Minuten laufen…verbraucht der Wagen Kraftstoff für rund 20 Cent‘“, Spiegel, 10.2.2011
- Autoreifen werden knapp und teurer ☛ „Der Bundesverband Reifenhandel weist darauf hin, dass es längere Lieferzeiten für die Rohstoffe gibt - und damit die Reifen knapp werden können. Teurer wird das Kautschuk-Produkt auch“, heute.de, 8.2.2011
- Mehr Ausfälle als erwartet (LED-Leuchtmittel) ☛ „Bei der letztjährigen Weihnachtsbeleuchtung setzten die Technischen Betriebe erstmals auf LED als Leuchtmittel. Doch die neuen Lampen haben sich nicht richtig bewährt. Nun wird nach den Schwachstellen gesucht … Zusammen mit der Osram wird nun nach Ursachen geforscht“, Thurgauer Zeitung.ch, 1.2.2011
- Teurer Nachschlag - Heizkosten steigen bis zu 50 Prozent ☛ „Ein eisiger Januar und ein kalter Dezember haben den Wärmeverbrauch der Bundesbürger um mindestens zwanzig Prozent gesteigert. Besonders hart treffen Nachzahlungen von bis zu 50 Prozent die Besitzer von Ölheizungen“, FR, 6.1.2011
2010:
- Rohstoffpreise: Autoreifen werden teurer ☛ „Die Preise für Naturkautschuk seien derzeit auf einem historischen Hoch … Da Reifen zu über 40 Prozent aus Kautschuk hergestellt würden…“; Wo bleiben Effizienz- + Substitute-Lösungen? Neuklassik-Lehre des 19.& 20.Jhds im 21.Jhd nur noch nebenrelevant! (EG), manager magazin, 11.10.2010
- Energiesparen mit Lebensmitteln ☛ „US-Wissenschaftler sagen, durch Vermeidung der grassierenden Lebensmittel-Verschwendung ließe sich jährlich allein in den USA das Äquivalent von 350 Millionen Barrel Öl einsparen … Die Herstellung von Lebensmitteln sowie deren Zubereitung, Verpackung und Distribution kostet Energie. 8-16 Prozent des Energieverbrauchs in den USA gehen in die Herstellung der Lebensmittel…“, Telepolis, 5.10.2010
- Smart Meters: Eco-savior or health threat? ☛ „Controversy concerning the public safety of smart meter installation heats up in California … Elsewhere in the state, mainly pockets of Marin County, Berkeley and Santa Cruz, people are concerned about potential health issues, as the devices are wireless. Since the jury is still out on whether wireless devices cause cancer, some feel that the installation of the carbon footprint-reducing gadget should be banned“, Construction Digital.com, 1.9.2010
- Autoexperten: Industrie könnte viel klimafreundlichere Pkw bauen ☛ „Nach dem Willen der Europäischen Kommission darf der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Neuwagen 2020 höchsten 95 Gramm betragen. Bis 2015 muss er laut VCD auf 137 Gramm sinken – eine nach Ansicht Lottsiepens ‚viel zu schwache‘ Vorgabe“, Rat für Nachhaltige Entwicklung, 31.8.2010
- California’s smart meter fears ☛ „he wireless devices are a linchpin in building the smart grid as they allow the two-way, real-time transfer of data about a home’s power use … Then in the San Francisco Bay Area, a small but vocal contingent has been arguing that smart meter antennas are a potential health threat. Never mind that every other person here seems to carry an iPhone, and many, if not most, homes in this tech-centric region boast wireless Internet routers that continuously transmit electromagnetic frequencies through the ether“, the energy collective, 30.8.2010
- Kluger Kasten mit Macken: Intelligenter Stromzähler ☛ „Seit Jahresbeginn obligatorisch: In Neubauten und bei Gebäude-Sanierungen müssen die neuen, cleveren Stromzähler namens ‚Smart Meter‘ eingebaut werden. Ihr Einspar-Nutzen ist jedoch nicht ganz so groß, wie viele hoffen“, merkur-online.de, 29.8.2010
- Digitale Stromzähler: Auch Sparen kostet ☛ „Der Spareffekt ist mager, die ökologische Gesamtbilanz noch gar nicht erforscht … Denn die wenigsten Haushaltsgeräte lassen sich so flexibel einsetzen, dass man die variablen Tarife auch tatsächlich nutzen kann … ‚Dumme‘ Zähler helfen nicht“, heute.de/ZDF, 28.8.2010
- Teure intelligente Stromzähler ☛ „Den Milliardeninvestitionen für die flächendeckende Einführung von Smart Metering stehen also nur relativ geringe Einsparungsmöglichkeiten gegenüber, zeigt eine Studie von Capgemini im Auftrag von Österreichs Energie (früher VEÖ), der Interessenvertretung der E-Wirtschaft“, Wiener Zeitung, 17.8.2010
- Smart Meter - hohe Kosten, geringe Einsparungen ☛ “‚Österreichs E-Wirtschaft ist prinzipiell bereit in diese innovativen Systeme zu investieren, dafür müssen allerdings die Rahmenbedingungen geklärt werden‘. Österreich dürfe nicht in eine ähnliche Falle laufen wie die Niederlande, wo beispielsweise der Einsatz der Smart Meter aus Datenschutzgründen von der Zustimmung jedes einzelnen Kunden abhängig ist … Nach reinen Wirtschaftlichkeits-Kriterien macht die flächendeckende Einführung von Smart Metering zurzeit keinen Sinn“, Austria Presse Agentur, 16.8.2010
- Intelligente Stromzähler haben Mängel ☛ „Für die neuen Messgeräte fehlen Standards - Die Ersparnis fällt geringer aus als erwartet … Probleme gibt es aus ihrer Sicht bei Kosten, Datenschutz und durch fehlende Standards. ‚Die meisten intelligenten Stromzähler sind nicht so intelligent, dass der Verbraucher daraus einen Nutzen ziehen könnte‘ … Jeder Wechsel des Versorgers führt daher zu einem Wechsel des Stromzählers, und jedes Mal entstehen dabei Kosten“, Welt, 16.8.2010
- Teure Ersparnis (Intelligente Strommesser/Smart Metering) ☛ „Tatsächlich ist der Aufwand, den Stromverbrauch in billigere Zeiten zu verlagern, nicht selten sogar größer als der Ertrag. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommen gleich mehrere Studien …Fazit der Bundesnetzagentur. Man dürfe keinesfalls erwarten, dass in naher Zukunft ‚Energieeffizienzpotentiale bei der breiten Masse der Haushalte gehoben werden könnten‘“, Spiegel, Nr.33, S.78-79, 16.8.2010
- Neue Elektrogeräte - Schlaue Stromzähler kommen teuer (Intelligente Strommesser/Smart Metering) ☛ „Unter dem Strich legt der Verbraucher also oftmals drauf. Das Sparpotential des intelligenten Stromnetzes werde ‚enorm überschätzt‘, sagt Energieberater Klafka. Zuweilen verursache ein intelligenter Zähler sogar erst einmal zusätzlichen Stromverbrauch, weil die Tarifdaten rund um die Uhr übertragen werden müssen. Eine dazu nötige permanente DSL-Verbindung verschlingt pro Jahr rund 131 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein moderner Kühlschrank benötigt weniger als 100 Kilowattstunden“, Spiegel, 14.8.2010
- Mehr als 2000 Firmen müssen in China alte Fabriken schließen ☛ „Die Produktionsstätten seien ins Visier der Behörden geraten, weil sie die Umwelt zu stark verschmutzten, zu viel Energie verbrauchten oder Sicherheitsstandards nicht erfüllt hätten … China kämpft mit ernsthaften Umweltproblemen und einer Verknappung seiner Rohstoffe“, Reuters Dtl., 9.8.2010
- Deutschland soll sich deglobalisieren ☛ „Politiker tun alles, um für ein höheres Wachstum zu sorgen. Doch immer mehr Ökonomen glauben, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind. Sie setzen auf eine nachhaltige Entwicklung, die Umwelt und Ressourcen schont“, Deutsche Welle, 6.8.2010
- Streit um Statistik - China ist neuer Weltmeister im Energieverbrauch ☛ „Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur hat China die Vereinigten Staaten als weltgrößten Energieverbraucher abgelöst. China zieht die Statistik allerdings in Frage und verweist auf Erfolge bei der Energieeinsparung“; Vergleicht man Deutschlands Gesamt-Energieverbrauch mit dem von Belgien? (EG), FAZ, 20.7.2010
- Bahnstrategen träumen von Blitzzug Shanghai-Berlin - Verkehrsboom in China ☛ „Die schnellsten Hochgeschwindigkeitszüge der Welt jagen in China dahin. Die großen Inland-Fluggesellschaften können mit ihnen kaum noch konkurrieren, mancherorts verlieren sie die Hälfte ihrer Passagiere … In Spitzenzeiten, wenn zwei Zugeinheiten zusammen gekoppelt werden, transportieren sie auf einen Schlag 1200 Passagiere. Dagegen wirken die Boeing-737-Maschinen etwa von China Southern zwergenhaft“; Denke des 20.Jahrhunderts! Fokus auf postfossile Schieneneffizienz wäre viel wichtiger! (EG), Spiegel, 8.7.2010
- Wirtschaftskrise dämpft weltweiten Energieverbrauch (BP "Statistical Review of World Energy") ☛ „Laut Bericht ist nämlich der weltweite Energieverbrauch im vergangenen Jahr dank der Wirtschaftskrise gesunken – erstmals seit dem Jahr 1982. Es kam zu einem Rückgang im Verbrauch um 1,1 Prozent. Betroffen waren so ziemlich alle Energieträger: Rohöl, Erdgas und Atomenergie. Der Kohleverbrauch stagnierte, nur bei Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energieträgern kam es laut BP zu Zuwächsen. Die erfreuliche Konsequenz: Die Co2-Emissionen aus dem Energieverbrauch sind erstmals seit 1998 zurückgegangen“; Krise fördert Überlebenschancen (EG), Die Presse.com, 10.6.2010
- Verbraucher wollen für intelligente Stromzähler nicht zahlen ☛ „Die Stromunternehmen halten so genannte intelligente Zähler für eine kluge Idee, ihre Kundschaft aber ist davon weniger überzeugt: Bisher, dokumentiert eine aktuelle Studie der Verbraucherzentralen, geht die Bereitschaft zum Umstieg gegen Null, wenn der Kunde dafür zahlen soll“, Spiegel, 31.5.2010
- Energieeffizienz - Verbraucher finden schlaue Stromzähler unsexy ☛ „Mit schlauen Stromzählern können Verbraucher den eigenen Energieverbrauch genau kontrollieren - und eine Menge Geld sparen. Doch bislang stößt dieses Konzept auf wenig Interesse: Laut einer Forsa-Umfrage würde sich nur jeder Fünfte ein solches Gerät kaufen“, Spiegel, 10.5.2010
- Europe counts saved carbon emissions as flights stay grounded ☛ „The grounding of 63,000 flights over the past four days has saved 1.3 million tonnes of carbon dioxide, more than the annual emissions of many developing countries … The Aviation Environment Federation calculated that the CO2 saving over four days had been greater than the annual emissions of Malawi, Sierra Leone, Rwanda and about 50 other developing countries“, Times, 19.4.2010
- Studie: Spekulanten treiben Ölpreis künstlich in die Höhe ☛ „Allerdings glaubt die Politikerin trotz möglicher neuer Vorschriften nicht an stark sinkende Ölpreise. ‚Sie werden mit oder ohne Spekulation in den nächsten Jahren dramatisch steigen, weil Öl knapper wird‘. Das zeige die Studie. ‚Wichtig ist, dass wir uns möglichst schnell vom Verbrauch entkoppeln. Eine Halbierung des Ölverbrauchs in Deutschland ist in den nächsten 15 Jahren möglich, wenn wir konsequent auf sparsamere Autos, Elektromobilität und weniger Ölheizungen setzen‘“, Hamburger Abendblatt, 8.4.2010
- Greenpeace criticizes Apple for carbon footprint of iPad cloud ☛ „Because the iPad will further the growing market for cloud computing, international environmental advocacy group has criticized Apple’s newest hardware for having ‚a much larger carbon footprint than previously estimated‘“; Rebound- bzw. Effizienz-Mythos- Beweise allerorten (EG), AppleInsider.com, 31.3.2010
- China: Veranstaltung für kohlenstoffarmes Leben ☛ „China hat am Mittwoch in Beijing eine landesweite Aktion unter dem Motto ,,Kohlenstoffarme Familien, modernes Leben‘ gestartet. Gezeigt werden Beispiele, wie man im Alltag ein kohlenstoffarmes Leben führen kann … So verzichtet man dort etwa auf Privatautos oder pflanzt Bäume an. Familien sollen dadurch motiviert werden, ein Leben mit niedrigem Energieverbrauch und niedrigen Kosten zu führen“, China-Botschaft.de, 24.3.2010
- Bericht "Zur Lage der Welt 2010": Konsum ist mitverantwortlich für Zerstörung globaler Ökosysteme ☛ „Bei der Vorstellung des Berichts sagte Erik Assadourian, einer der Direktoren des Worldwatch Instituts und Hauptautor des Buches: ‚Noch ist Konsumismus das kulturelle Leitbild, das Menschen Sinn, Zufriedenheit und gesellschaftliche Akzeptanz in dem suchen lässt, was sie konsumieren. Doch die Menschheit wird umdenken müssen. Wenn wir den Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation verhindern wollen, brauchen wir nichts Geringeres als eine Umwälzung der herrschenden kulturellen Muster‘“, oekonews.at, 19.3.2010
- Leben mit weniger CO2-Emissionen in China immer populärer ☛ „Im Vorfeld des Frühlingsfests plädierten etliche Internetseiten, ein Frühlingsfest mit weniger CO2-Emission zu verbringen. Sie regten an, weniger Feuerwerke abzufeuern, Waren mit umweltfreundlichen oder einfachen Verpackungen zu kaufen und die Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen“, China-Botschaft.de, 26.2.2010
- Dienstwagen-Studie: Koch und Rüttgers fahren die größten Klimakiller ☛ „Deutschlands Spitzenpolitiker steigen trotz aller Bekenntnisse zum Umweltschutz am liebsten in Limousinen mit hohem Spritverbrauch. Die Dienstwagen von Roland Koch und Jürgen Rüttgers vebrauchen im Stadtverkehr gut 20 Liter Kraftstoff“; Schlurfen die Oberen, schlurfen die Massen (EG), Welt, 25.2.2010
- Öko-Ufo mit Matterhorn-Blick - Neue Monte-Rosa-Hütte ☛ „Höhensonne, Schmelzwasser und Rapsöl - viel mehr braucht die Neue Monte-Rosa-Hütte in der Nähe von Zermatt nicht, um ihren Energie- und Wasserverbrauch zu decken … ‚Wir wollten zeigen, dass man auch im Hochgebirge energieautark bauen kann‘“, Spiegel, 16.2.2010
- Elite-Uni Yale dreht an der Heizung (Finanzkrise) ☛ „Sie haben über Jahre höchst erfolgreich an der Börse gezockt und dann viel verloren. US-Universitäten ging in der Finanzkrise ein Fünftel ihres Vermögens flöten. Yale will jetzt 150 Millionen Dollar sparen, viele Mitarbeiter vor die Tür setzen - und nimmt sich auch die Thermostate vor“, Spiegel, 4.2.2010
- Abu Dhabi rüstet sich für die Zeit nach dem Öl - Gipfel für Zukunftsenergie im ölreichen Emirat ☛ Allein in den sieben Wüstenscheichtümern, zu denen auch das trotz seiner finanziellen Engpässe in Turbulenzen geratene und boomende Dubai gehört, werden aktuellen Schätzungen zufolge die Stromverbrauchswünsche bis zum Jahr 2020 von zur Zeit 16.000 auf 40.000 Megawatt steigen; Ohne Einspar- und Höchsteffizienzkultur auch Kollaps in den Fossilismuszentren (EG), heute.de, 18.1.2010
- Chávez dreht den Strom ab (Dürreperiode) ☛ „In der Hauptstadt Caracas soll der Strom jeden zweiten Tag bis zu vier Stunden abgeschaltet werden … Durch die Kürzungen soll das von der Regierung ausgegebene Ziel einer 20-prozentigen Energieeinsparung erreicht werden … Wegen der Stromknappheit wurden auch die staatlichen Stahl- und Aluminiumwerke teilweise geschlossen“, SZ, 13.1.2010
- Jetzt hängt alles am Netz ☛ „Am vergangenen Donnerstag um die Mittagszeit etwa standen die 20.301 Windkraftanlagen in Deutschland fast komplett still. Wegen eines winterlichen Hochdruckgebietes waren von den knapp 25 000 Megawatt installierter Windleistung gerade einmal 300 Megawatt oder 0,4 Prozent am Netz“, Welt, 9.1.2010
2009:
- IEA: Ohne Einsparungen droht Energieengpass ☛ „Ohne Maßnahmen wird der weltweite Energieverbrauch bis 2030 um 40 Prozent ansteigen … Dieser starke Nachfrageanstieg dürfte zunehmend Probleme bei der Energieversorgung mit sich bringen … Die IEA fordert daher Änderungen beim Energieverbrauch. Neben alternativen Energiequellen müsste vor allem die Effizienz beim Verbrauch fossiler Energieträger gesteigert werden“, Die Presse.com, 10.11.2009
- Rückgang des Energieverbrauchs hält an ☛ „Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Verbrauch an Primärenergieträgern nach neun Monaten mit 9 721 Petajoule (PJ) (331,7 Mio. t SKE) um 6,4 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum … Der Verbrauch an Mineralöl sank in den ersten neun Monaten um knapp 3 Prozent … Der Verbrauch an Steinkohle verminderte sich um rund 22 Prozent … Der Verbrauch an Braunkohlen sank um 3 Prozent … Die Stromerzeugung aus Kernkaft verringerte sich um rund 10 Prozent“, CO2 Handel.de, 8.11.2009
- Samsö: Eine Vorzeigeinsel auf dem Prüfstand ☛ „Dennoch halten Kritiker des Projekts Samsö entgegen, dass der Energieverbrauch auf der Insel selbst gar nicht gesunken sei … Zu sehr auf Windparks verlassen?“, ORF.at, 2.10.2009
- China bremst Export: Rohstoffe für Hybridautos werden knapp ☛ „Allein im Akku eines einzigen Toyota Prius stecken ein Kilogramm Neodym und bis zu 15 Kilogramm Lanthan. Je sparsamer die Hybridtechnik werden soll, desto mehr von den seltenen Rohstoffen wird für die großen Batterien gebraucht“, Überdeutliche Grenzen technischen Effizienz-Glaubens (EG), Bild.de, 1.9.2009
Rohstoffmangel bedroht Hybridautos ☛ „Spitzenreiter im Verbrauch der Metalle ist der Toyota Prius. In jedem Auto sind ein Kilogramm Neodym und zehn bis fünfzehn Kilogramm Lanthan verbaut. Laut dem Rohstoffexperten Jack Lifton werden sich diese Zahlen verdoppeln, sobald Toyota Pläne umsetzt, das Auto noch treibstoffsparender zu konstruieren“; Die Grenzen der auf technischen Fortschritt setzenden Effizienz-Ideologie (EG), FTD, 31.8.2009
- Glühbirnen-Aus wird zur Farce ☛ „Die Europäer sollen Energie sparen. Weil sie das - offensichtlich - nicht freiwillig tun, maßregelt die Brüsseler Kommission ihre Bürger, indem sie nach und nach sämtliche Glühlampen verbietet … ‚Die Verbraucher denken nicht langfristig‘, erklärt Ferran Taradellas Espuny, energiepolitischer Sprecher der EU-Kommission“, Spiegel, 23.8.2009
- Deutsche verbrauchen in der Krise deutlich weniger Strom ☛ „Die deutschen Stromversorger haben wegen der Wirtschaftskrise im ersten Halbjahr deutlich weniger abgesetzt als noch ein Jahr zuvor. Der Stromverbrauch verringerte sich um rund sechs Prozent – vor allem bei Industriekunden gab es einen dramatischen Einbruch … Noch im Januar hatte RWE für dieses Jahr nur ein Minus von zwei Prozent prognostiziert“, Handelsblatt, 3.8.2009
- E-Fahrrad: Mit Strom zur Arbeit ☛ „Die Pedelecs sind nicht gekauft, sie sind geleast. 60 Euro bezahlt die Stadt pro Elektrofahrrad und Monat, Versicherung gegen Vandalismus und Diebstahl inklusive. »Und das«, sagt Reinhard Schlossnikel, »ist doch deutlich günstiger als ein Dienstwagen, und sei er auch noch so klein.«“, Zeit, 30.7.2009
- Expedition zum Müllstrudel der Menschheit ☛ „Mittlerweile hat der Müllteppich eine Ausdehnung von der Größe Westeuropas erreicht, wiegt geschätzte drei Millionen Tonnen und übertrifft die regionale Menge des Zooplanktons um das Sechsfache … Nach Berechnungen des UN-Umweltprogramms befinden sich heute rund 13 000 Stückchen Plastik in einem Quadratkilometer Ozean … So stammt rund ein Fünftel des Drecks von Schiffen, die ihn auf offener See über Bord werfen … Selbst Produkte aus den 1950er Jahren wurden in dem Gebiet bereits gefunden … Der alte Öko- Spruch ‚Jute statt Plastik‘ ist heute so zeitgemäß wie nie zuvor“, Handelsblatt, 25.6.2009
- Erstes Hotel mit Nullenergiebilanz - Wenig Luxus, viel Öko ☛ „Hier gibt es keine Minibar, auch die Klimaanlage fehlt. Dafür bietet das Wiener Hotel Stadthalle die allerneueste Technologie zum Energiesparen. Die Herberge versorgt sich selbst mit Strom und Co. Gäste müssen sich allerdings auf einige Regeln einlassen, damit das Konzept funktioniert“, Spiegel, 24.6.2009
- Weisser als weiss - Weißanstrich für die Welt spart Energie ☛ „Die vorgeschlagenen Maßnahmen, die zur Reflexion des Sonnenlichts führen, machen Gebäude und Autos kühler. Daher brauche man weniger Energie zur Kühlung“; Nur für südliche Gefielde sinnvoll? (EG), Wendland-net.de, 2.6.2009
- Rebound effect will raise fossil fuel use ☛ „He believes that energy-effi-ciency policies must be accompanied by measures to keep the price of fossil fuels high, limiting the rebound effect and encouraging a move to clean fuels that do not produce carbon, such as solar and wind power“, The Sunday Times, 31.5.2009
- EU-Beschluss: Gebäude müssen ab 2019 ihre Energie selbst produzieren ☛ „Die EU-Mitgliedsstaaten müssen nach der neuen Verordnung bis zum 31. Dezember 2018 sicherstellen, dass alle neu gebauten Gebäude so viel Energie erzeugen wie sie gleichzeitig verbrauchen, etwa mittels Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen“, Das Energieportal, 29.5.2009
- US oil market: Policies that will hit the gas tank and the world ☛ „Mr Obama says he intends to cut US oil demand by 4m barrels a day – equal to the combined consumption of France and Canada – and he has begun to announce policies to make that a reality … But even that has a catch. As the US moves away from oil and petrol, it is becoming less important as a consumer. This means Washington will lose influence among producers, such as those in the Middle East, to China and other growing centres of demand“, FT, 26.5.2009
- Global electricity use forecast to fall (IEA) ☛ „Global electricity consumption will fall this year for the first time since 1945 … In China, where power use is seen as a more reliable barometer of economic activity than official economic measures, consumption will be more than 2 per cent lower than 2008. Russia will see a fall of almost 10 per cent, while countries in the Organisation for Economic Co-operation and Development will see a fall of almost 5 per cent“, FT, 21.5.2009
- Ende einer Legende - Autobranche ☛ „Effizienzsteigerungen von 50 Prozent könnten erreicht werden. Die Branche selbst müsse dafür sorgen, dass Leistung, Größe und Gewicht reduziert und neue Antriebstechniken entwickelt werden. ‚Der Transportsektor‘, so Archer, ‚hat bislang versagt‘. Man wird sehen, ob den Autoproduzenten hierzulande noch Gelegenheit bleibt, diesen Fehler zu korrigieren“, der Freitag, 20.5.2009
- Barack Obama erzwingt Bau sparsamerer Autos ☛ „Die US-Regierung macht beim Klimaschutz ernst. Der Spritverbrauch der Autos in den USA soll durchschnittlich nur noch 6,6 Liter auf 100 Kilometer betragen. Bislang liegt der Flottenverbrauch bei 9,4 Litern. Vertreter von Autoindustrie und Umweltverbänden begrüßen den Vorstoß der Regierung“, Welt, 19.5.2009
- Hightech-Metalle leichtsinnig zerstäubt ☛ „Doch auf die Rohstoffversorgung wirken vielfältige Einflüsse: Metalle sind häufig vergesellschaftet - wird also von einem mehr abgebaut, fällt auch vom anderen mehr an. Ein und dasselbe Metall wird oft in mehreren konkurrierenden Anwendungen benötigt, Indium etwa für Displays und für Dünnschicht-Solarzellen. Und einzelne Staaten haben Quasimonopole … Indium wird zu mehr als 80 Prozent zu zinndotiertem Indiumoxid (ITO) verarbeitet, das als gleichzeitig transparentes und leitfähiges Material die Basis für Flachbildschirme, Leuchtdioden und alle Arten von Displays ist. Bislang sind keine anderen Materialien für diese Anwendungen in Sicht“, FAZ, 13.5.2009
Harter Kampf um Titan ☛ „Seltene Erze und Metalle werden knapp … Längst ist ein harter Verteilungskampf entbrannt. Die deutsche Industrie reagiert noch zu langsam … So ist das Element Gallium, das für die Produktion von Leuchtdioden und Computerbildschirmen benötigt wird, bereits jetzt ein knapper Rohstoff … Trotz Wirtschaftskrise bleibt es also eng auf den Rohstoffmärkten“; Technologische Effizienz-Träume mit harten Begrenzungen (EG), Handelsblatt, 8.5.2009
- Das "Null-Energie-Haus" kommt - EU-Recht für Neubauten ab 2019 ☛ „Nach Angaben der Brüsseler Kommission verbrauchen die rund 160 Millionen Gebäude in der EU mehr als 40 Prozent der Primärenergie. Die Neuregelung soll nicht nur das Klima schützen, sondern auch die Geldbeutel der EU-Bürger: Die Preise von Strom sind der Kommission zufolge in den beiden letzten Jahren im EU-Durchschnitt um 15 Prozent gestiegen, die von Erdöl um 21 Prozent und die für Erdgas um 28 Prozent … An die EU-Staaten appellierte das Parlament, die Klimaauflagen bei öffentlichen Neubauten bereits vor dem Jahre 2019 zu erfüllen“, n-tv.de, 23.4.2009
- Hannover Messe: Köhler fordert ökologische Wirtschaft ☛ „Zur Eröffnung der Hannover-Messe fordert Bundespräsident Horst Köhler, Rohstoffe und Energie zu sparen und erneuerbare Energien voranzubringen“, Tagesspiegel, 19.4.2009
- Pentagon Prioritizes Pursuit Of Alternative Fuel Sources ☛ „For the Defense Department, the largest consumer of energy in the United States, addiction to fuel has greater costs than the roughly $18 billion the agency spent on it last year … To help reduce consumption, the Pentagon is using $300 million of the $7.4 billion it received from the economic stimulus package to accelerate existing programs for developing alternative fuels and saving energy“, Washington Post, 13.4.2009
Obamas werden Biogärtner ☛ „«Die wachsende gesellschaftliche Erkenntnis, dass Energie gespart werden muss, führt auch zur Einsicht der Vorteile, die der Verbrauch heimischer Nahrungsmittel bringt, wodurch die Verschwendung durch weite Lastwagen- oder Zug-Transporte vermieden wird», sagt Präsidialhistorikerin Doris Kearns Goodwin“, Tagblatt.ch, 25.3.2009
- Köhler ist für ökologische Revolution ☛ „Ein quantitatives ‚Immer mehr‘ bringe den Menschen kein dauerhaftes Glück, sagte Köhler der Passauer Neuen Presse . Er forderte die Bürger auf, ihre eigenen Konsumgewohnheiten zu überdenken“, Focus, 14.3.2009
J.R. Biden (US-Vice-President): Green jobs are a way to aid the middle class ☛ „Building a new power grid, manufacturing solar panels, weatherizing homes and office buildings, and renovating schools are just a few of the ways to create high-quality green jobs that strengthen the foundation of this country. More green jobs can also mean more money in consumers‘ pocketbooks at the end of the month. They can reduce your electric and heating bills, leaving you more disposable income for other things“, The Philadelphia Inquirer, 27.2.2009
- Und zum Frühstück ein paar Klimakiller ☛ „Shoppen für den Klimaschutz könnte so einfach sein: Jeder müsste nur ein wenig darauf achten, was er im Supermarkt kauft – ob Shampoo, Waschmittel oder Tiefkühl-Lachs … Allein aus den angeführten Etappen eines typischen Tagesablaufs ergibt sich eine Summe von 3,4 Kilogramm CO2. Bei zehn Tonnen, die ein Bundesbürger laut aktuellen Daten des Umweltbundesamtes im Schnitt jährlich verantwortet, ergeben sich 27,4 Kilogramm pro Tag“, Welt, 26.2.2009
- Deutsche helfen Russen beim Energiesparen - Effizienzagentur Rudea ☛ „Russland verschwendet viele seiner Energiereserven, weil Einsparpotenziale in Gebäuden, der Industrie und in der Energieerzeugung nicht genutzt werden. Die russische Regierung will darum die Energieeffizienz bis 2020 verdoppeln. Unterstützung bekommen die Russen aus Deutschland: Die gemeinsame Effizienzagentur ‚Rudea‘ soll beim Energiesparen helfen“; Und Russen helfen Deutschen beim Heizen, Autofahren, … (EG), Handelsblatt, 25.2.2009
- „Grüne“ Rechner brillieren als Kostenkiller - Green-IT ☛ „Derzeit gibt es im Bundesgebiet mehr als 50 000 große Rechenzentren. Um diese Anlagen zu versorgen, müssen die Stromproduzenten drei Kohlekraftwerke betreiben. Nur die Hälfte des Energieverbrauchs geht dabei in die eigentliche IT, den Rest verschlingt unter anderem die Kühlung der Rechner“, Handelsblatt, 25.2.2009
- Finanzkrise wird zur Energiekrise ☛ „Bislang galt die Energiewirtschaft als Fels in der Brandung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch nach einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney wird die Branche ihre stabilisierende Rolle wohl nicht mehr lange ausfüllen können … ‚Es bleiben alte ineffiziente Kraftwerke mit schlechterem Wirkungsgrad in Betrieb, was die Strompreise nach oben treiben wird‘“; ‚paradox‘: alter Kraftwerkspark wohl erfolgreicher in Gesamtverbrauchssenkung als ein effizienterer (EG), Berliner Morgenpost, 4.2.2009
- Finanzkrise: Der Stromverbauch sinkt ☛ „In den vergangenen Jahrzehnten ist mit der Wirtschaftsleistung meist auch der Stromverbrauch gestiegen – auch in konjunkturell schwachen Zeiten. Das dürfte sich in diesem Jahr ändern … Zumindest für Westeuropa rechne ich mit dem ersten Rückgang des Stromverbrauchs seit dem zweiten Weltkrieg“, Tagesspiegel, 4.2.2009
- Eon-Chef: Energiesparen ist wichtigste Energiequelle ☛ „Bernotat sieht Energiesparen als ‚wichtigste Energiequelle der Zukunft‘ an. Außerdem erwartet er, dass erneuerbare Energien ‚Schritt für Schritt eine immer größere Rolle übernehmen‘“; das Zeitspielchen (EG), Handelsblatt, 14.1.2009
- Abu Dhabi - Vom Öl exportierenden zum Energie exportierenden Land ☛ “‚Masdar City‘ soll das Zentrum für erneuerbare Energien werden und 50.000 Menschen beherbergen … Dabei seien die Golfstaaten ein ungewöhnlicher Ort für eine ‚grüne Revolution‘, betonte die NYT, denn es gebe dort fast keine öffentlichen Verkehrsmittel und kein Recycling. Dagegen gebe es klimatisierte Wohnungen und Einkaufszentren, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche beleuchtet seien“, OÖNachrichten, 14.1.2009
- Harvard-Studie enthüllt - Was Googeln das Klima kostet ☛ „Laut einer aktuellen Studie könnte der globale IT-Sektor inzwischen so viel Klimagas emittieren wie alle Luftfahrtgesellschaften der Erde zusammen … Das Aufrufen von Websites. Sein Ergebnis: Nutzt man dabei einen ganz normalen Schreibtisch-Rechner, kommen rechnerisch im Schnitt 20 Milligramm CO2 pro Sekunde zusammen … Je nach Statistik fallen alle 24 Stunden rund 200 Millionen Suchanfragen an, an Spitzentagen sind es sogar Milliarden“, TAZ, 13.1.2009
- Grüner surfen ☛ „Eine Google-Anfrage verursacht CO2-Emissionen von fünf bis zehn Gramm, das Lesen einer gewöhnlichen Seite hingegen etwa 20 Tausendstel Gramm pro Sekunde (mg/s). Bei anspruchsvolleren Seiten mit vielen Animationen oder gar Videos könnten es auch schon bis zu 300 mg/s sein“, Telepolis, 12.1.2009
2008:
- Singles, größere Wohnflächen und neue Geräte erhöhen den Stromverbrauch ☛ „Die Wohnfläche ist um 6,4 Prozent gestiegen, die Zahl der Einpersonenhaushalte hat sich von 24,9 auf 37,9 Prozent erhöht. In kleinen Haushalten ist nicht nur die Wohnfläche pro Kopf größer als in Mehrpersonenhaushalten, sondern auch der Energieverbrauch, bei der Raumwärme nach dem Statistischen Bundesamt gleich um 60 Prozent. Überhaupt ist die Versingelung nachteilig für die Umwelt. Die britische Organsiation Optimum Population Trust (OPT) erklärt allerdings größere Familien zu Klima- und Umweltsündern und wirbt für Bevölkerungsrückgang. Männer sollen zudem mehr Energie als Frauen verbrauchen“, Telepolis, 31.12.2008
- Motorsport: Der grüne Anstrich ist nicht finanzierbar ☛ „Die Formel 1 sucht rasche Einsparungs-möglichkeiten, Einführung des Hybridsystems wird auf Eis gelegt … Im Ringen um einen Sparkurs in der Formel1 hat Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den Verzicht auf die Einführung des Hybridsystems KERS gefordert … Auch Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte sich zuletzt für eine Verschiebung um ein Jahr starkgemacht. BMW allerdings habe dies verhindert, sagt der Italiener“, Die Presse.com, 9.12.2008
- E.ON-Chef warnt vor Strom-Engpaß ab 2012 ☛ „Wegen der aktuellen Wirtschaftskrise werde nicht weniger Strom verbraucht. ‚Trotz Energieeinsparung und trotz Wirtschaftskrise dürfte der Stromverbrauch in Deutschland in diesem Jahr wieder leicht angestiegen sein‘“; totales Scheitern technikfixierter Effizienzstratgien durch Verzicht auf reale Einsparfahrpläne (EG), FTD, 5.12.2008
- Energieverbrauch: Keine Entspannung in Sicht ☛ „Die privaten Haushalte in Deutschland haben trotz gestiegener Preise in den vergangenen Jahren kaum weniger Energie verbraucht. Der direkte Energieverbrauch, also für Wohnen und Sprit, ging zwischen 1995 und 2006 nur um 0,7 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dabei benötigten die Haushalte nahezu unverändert viel Wohnenergie wie Brennstoffe, Fernwärme und Strom“; unverändert fahrlässige dt. Energiekosten- und Energieimport-Abhängigkeit (EG), Focus, 5.11.2008
- Gabriel will Kühlschrank-Zuschuss für Arme ☛ “‚Mit 150 Euro für den Kauf eines Kühlschranks gefährden Sie nur den Staatshaushalt‘, hatte Gabriel noch Anfang September beim Energiekongress in München gesagt. Glos wollte die Prämie allerdings nicht auf Hartz-IV-Haushalte begrenzen, wie es nun Gabriel vorschlägt“, Spiegel, 16.10.2008
- Energy efficiency: Save energy - the less painful way to cut costs ☛ „Soaring energy prices have meant that energy is a much bigger part of any company’s overheads than it used to be - the spend on energy has more than doubled in the past three or four years for many companies. So cutting out the wasteful use of energy should bring savings which - importantly - are much less painful than cutting staff or closing offices“, FT, 8.10.2008
- Öko-Test diskreditiert Sparlampen ☛ „Er moniert an den Untersuchungen von Öko-Test, dass die Zeitschrift sich ‚bevorzugt schlechte Produkte herausgesucht‘ habe … So hält das Institut weiterhin daran fest, dass Energiesparlampen ‚Energieeffizienzmeister‘ seien, weil sie rund 80 Prozent weniger Strom verbrauchten als konventionelle Glühlampen. Nach den Öko-Test-Erhebungen sollte man freilich hinzufügen: sofern es gute Energiesparlampen sind“, TAZ, 30.9.2008
- J. Fischer und die neue Welt-Energie-Ordnung: "Eine nie gesehene Revolution" ☛ „Fischer: Die Effizienz erhöhen und das Ausreizen des Energiesparens, das ist der Kern künftiger Energiepolitik, und das hat nichts, aber auch gar nichts mit Lustfeindlichkeit und dergleichen zu tun. Maximale Effizienz und Produktivität ist die Formel erfolgreicher Marktwirtschaft … Diese Formel besagt, dass 20 Prozent der Menschheit 80 Prozent der Energieressourcen und des Wohlstands für sich reklamieren und verbrauchen. Weil sich inzwischen aber alle am westlichen Wohlstandskurs orientieren, kommt die verdrängte Realität zum Vorschein. Verschwendung und Unvernunft, mit der wir bisher gelebt haben, sind so nicht mehr haltbar“, zeozwei.de, 12.9.2008
- EU-Parlament kämpft für Energiefresser ☛ „Vor wichtigen Abstimmungen diese Woche im Europaparlament über die geplante Verschärfung des Emissionshandels ab 2013 versuchen konservative sowie einige sozialistische und liberale Abgeordnete, Ausnahmen für Großverschmutzer wie die Stahl- und Chemieindustrie durchzusetzen“, FTD, 8.9.2008
High Tech: Schweden testet Bombardiers Öko-Zug ☛ „Jahrzehntelang galt bei Zügen: Schneller ist besser. Doch die stark gestiegenen Energiepreise zwingen die Hersteller von Hochgeschwindigkeitszügen zum Umdenken. Bombardiers neuer Ökozug ‚Gröna Tåget‘ kann beides: Er ist schnell und sparsam“, Berliner Morgenpost, 19.8.2008
- Weg frei für Energiesparlampen aus Asien ☛ „Nachdem Osram den Einwand gegen Anti-Dumping-Zölle der EU auf Energiesparlampen aus Asien aufgegeben hat, ist ab dem 18. Oktober der Weg frei für deutliche Preissenkungen“, Glocalist, 15.8.2008
- Spanien schafft die Glühlampe ab: Regierungsprogramm will pro Jahr Millionen Barrel Öl einsparen ☛ „Mit 245 Millionen Euro sollen in Spanien 44 Millionen Barrel Öl im Jahr gespart werden, um der »dritten Ölkrise« zu begegnen … Insgesamt sollen über die gesamten Maßnahmen ab 2011 jährlich 44 Millionen Barrel Öl eingespart werden … Bis 2012 sollen praktisch alle 350 Millionen Lampen ersetzt sein und die traditionellen Glühlampen aussterben“, Neues Deutschland, 14.8.2008
- Gebäude kühlen mit weniger Energie ☛ „Die Unterschiede innerhalb einer Produktklasse sind jedoch enorm; noch immer sind viele «Stromfresser» auf dem Markt. Darum hat sich die durchschnittliche Effizienz der verkauften Geräte in der Periode 1996 bis 2006 kaum verbessert … Der asiatisch-pazifische Raum ist denn auch der grösste Markt für Klimageräte: 2007 wurden hier laut der britischen Building Services Research and Information Association 28 Milliarden Dollar umgesetzt, davon 12 Milliarden allein in China“, NZZ, 6.8.2008
- Energiekrise zwingt Utah zur Vier-Tage-Woche ☛ „So sollen die Lichter, Heizungen und Klimaanlagen in tausend der insgesamt 3000 Regierungsgebäude freitags ausgeschaltet werden“, Spiegel, 5.8.2008
- SPD-Senator Sarrazin - Mit dickem Pullover Energiekosten sparen ☛ “‚Das beste, was der Staat an dieser Stelle tun kann, ist nichts zu tun. Es ist doch ganz einfach: der beste Feind hoher Preise sind hohe Preise‘ … ‚Heißt: Die Menschen reagieren richtig, indem sie Energie sparen?‘ … ‚Ja, die hohen Preise führen dazu, dass die Leute die Nachfrage drosseln. Es gibt ohnehin keinen schnellen Ausweg aus der Situation, weil der wachsende Energiehunger in der Welt nicht nachlässt. Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können. Bei uns waren es zuhause immer 16 Grad. Am Morgen hat mein Vater die Koksheizung befeuert und sie erst am Abend, wenn er von der Arbeit zurückkam, wieder angemacht. Das hielt dann immer gerade für 16 Grad. Ich habe es überlebt‘“, Rheinische Post, 28.7.2008
- "Energiesparen ist hartes Brot" ☛ „Es gibt sehr viele positive Beispiele, was wirtschaftlich möglich ist. Das Problem ist, Millionen von Menschen dazu zu motivieren, dabei mitzumachen. Das Einsparen ist ein hartes Brot. Natürlich ist es viel leichter, Strom einfach zu konsumieren, aber die Zeiten sollten eigentlich vorbei sein“; unser 36-jähriger Energieeffizienz-Selbstbetrug (EG), ka-news.de, 28.7.2008
U.K. group urges 'New Green Deal' ☛ „A credit crisis, coupled with high and rising oil prices and long-term climatic upheaval, are conspiring to create the perfect storm … ‚We need a comprehensive plan which would involve far tougher regulation of capital, changes to tax systems and a sustained program of investment in energy conservation and renewable energy‘, said Larry Elliott, economics editor of The Guardian of London and co-author of the report“, Intern. Herald Tribune, 22.7.2008
- Hochschulen - Kühler studieren ☛ „Studenten der Humboldt-Universität (HU) und der Universität der Künste (UdK) tragen an kalten Tagen dicke Pullover und Strickjacken. Kühler ist es geworden in den beiden Hochschulen, wirklich frieren muss aber niemand, denn die Raumtemperaturen liegen noch immer zwischen 20 und 22 Grad … Seit 2004 wurden von den Partnern aus der Wirtschaft, wie zum Beispiel Siemens, fast zwei Millionen Euro in die Häuser investiert. Nun können die beiden Universitäten mehr als 350 000 Euro im Jahr sparen. ‚Es müssen nicht immer die ganz großen Umbaumaßnahmen sein‘, beschreibt Thielecke“, Der Tagesspiegel, 20.7.2008
- Messe Berlin - Schneller Licht ausmachen ☛ „Mit der rechtzeitigen Betätigung des Lichtschalters kann man eine Menge Geld sparen. Zum Beispiel 140 000 Euro pro Jahr. Solche Summen erreicht die Messe Berlin auf dem 450 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassenden Gelände am Funkturm mit dem ‚Schaltmanagement Außenbeleuchtung‘“, Der Tagesspiegel, 20.7.2008
- Bäderbetriebe - Sonnenkraft fürs Wasser ☛ „Die Berliner Bäderbetriebe (BBB) setzen deshalb auf Solarthermie. Sechs Bäder sind bereits mit solchen Anlagen ausgestattet, die über große Absorbermatten auf den Dächern die Sonnenenergie speichern und das Badewasser erwärmen. Im Zuge der bis 2012 laufenden Bädersanierungen sollen weitere hinzukommen … In den Bädern sollen etwa Dämmungen verbessert und Beleuchtungen optimiert werden. Auch die Absenkung der Wassertemperatur sei eine Möglichkeit, sagt Lipinsky. ‚Eine gewisse Temperatur müssen die Bäder aber haben, damit die Gäste sich wohlfühlen‘. Mit ähnlichen Maßnahmen haben die Bäderbetriebe seit 2001 ein Drittel der Energie eingespart“, Der Tagesspiegel, 20.7.2008
- Energiesparen: Drei Millionen für Sarrazin ☛ „Das ist die Berliner Luft: Täglich blasen rund 1,1 Millionen Autos, zwölf Kraftwerke und Heizkörper in knapp 1,8 Millionen Wohnungen 55 000 Tonnen CO2 in den Himmel. Das macht pro Jahr 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Doch es wird weniger. Denn immer mehr Institutionen erneuern inzwischen ihre technische Ausstattung und reduzieren damit den Energieverbrauch – mittlerweile in mehr als 1300 Gebäuden und Einrichtungen. Das spart Strom und entlastet den Haushalt. ‚Knapp drei Millionen Euro spart die Stadt pro Jahr durch unser Programm‘, sagt Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur (BEA)“, Der Tagesspiegel, 20.7.2008
- IT-Branche: Energiekrise bedroht den deutschen Mittelstand ☛ „Der IT-Branche können vor allem die galoppierenden Strompreise gefährlich werden. Ein ‚grünes‘ Rechenzentrum ist deshalb längst mehr als ein wohlklingendes Bekenntnis zum Klimaschutz … In einer Studie für das Bundesumweltministerium schätzt das Borderstep-Institut, dass sich der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2006 von 3,98 Milliarden kWh auf 8,67 Milliarden kWh mehr als verdoppelt hat. Das entspricht der Jahresstromproduktion von drei mittelgroßen Kohlekraftwerken. Gleichzeitig haben sich die Stromkosten für die Rechenzentren sogar verdreifacht – bedingt durch die gestiegenen Tarife von 251 Millionen Euro auf 867 Millionen Euro“, silicon.de, 15.7.2008
- Talk bei Anne Will - Runde ohne Energie ☛ „Der Verbraucher in der Energie-Endzeit, wie kann er überleben? … ‚Das Einzige, das hilft, ist wirklich Energie zu sparen‘, sagte er. ‚Das heißt, weniger Energie zu verbrauchen, sie effizienter zu nutzen‘“, Spiegel, 14.7.2008
- Energieverschwendung ist die grösste Energiequelle ☛ „Die USA haben punkto Klimaschutz und Nachhaltigkeit einen schlechten Ruf. Zu Unrecht, so die ‚Alliance to Save Energy‘. Dieser Zusammenschluss aus Regierungsstellen, Wirtschaftsvertretern und Umweltorganisationen setzt sich seit drei Jahrzehnten für Energiesparmassnahmen ein“; Musterbeispiel für das Versagen der rein technologischen Energiesparstrategie (EG), Credit Suisse, 14.7.2008
- Ökologisch reisen für wen? ☛ “‚Es reicht vollkommen aus, wenn die Deutschen nicht jedes Jahr, sondern nur alle fünf Jahre eine Urlaubsreise mit dem Flugzeug machen‘ … So empfiehlt die Umweltstiftung WWF Urlaubsreisenden, genau zu überlegen, ob das Reiseziel wirklich weit entfernt sein müsse. Doch generell ächten will der WWF Fernreisen nicht. Man solle aber auf ressourcenschonende Unterkünfte achten und vor Ort naturverträgliche Aktivitäten wie Wanderungen, Rad- oder Bootstouren wählen“, Neues Deutschland, 14.7.2008
Mit Vollgas gegen die Wand ☛ „Die Zahl der Menschen, die das Energiesparen als Priorität ansehen, sank um zehn Prozent auf 45 Zähler. Nun ist mit 47 Prozent nahezu die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass die Ölförderung und der Bau neuer Kraftwerke für fossile Energieträger absoluten Vorrang haben“, Telepolis, 13.7.2008
- Bericht der Umweltbehörde: Bush rechnet Klimaschutz schlecht ☛ „Das Weiße Haus habe die US-Umweltbehörde EPA außerdem seit Jahren angewiesen, die Folgekosten der Umweltverschmutzung kleinzurechnen, die Kosten für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz aber besonders hoch anzusetzen. So seien Maßnahmen zum Einsparen von Erdöl mehreren Regierungs-Papieren zufolge schon deshalb unattraktiv, weil die Behörden einen Rohölpreis von 58 $ pro Barrel (159 Liter) zugrunde legten, berichtete die Zeitung“, Börse Online, 11.7.2008
- Face value - The only way is down ☛ “ He thinks globalisation must stop, and that as much trade as possible should be conducted by boat, to conserve whatever oil remains“, The Economist, 10.7.2008
- Vorbild Japan - Die besten Rezepte gegen Energieverschwendung ☛ „Dem Inselreich gelang sogar das Kunststück, seit der ersten Ölkrise im Jahr 1973 das Bruttoinlandsprodukt zu verdoppeln - und den Energieverbrauch im Industriesektor dabei konstant zu halten“; also physisch immer noch so gefährlich ölabhängig wie damals (EG), Welt Online, 6.7.2008
- "Grenzen des Wachstum" - Buch mit mächtiger Wirkung ☛ „Nur durch globale Anstrengungen wie Geburtenkontrolle, Umweltschutz sowie sparsamen Ressourcenverbrauch kann ein Kollaps verhindert werden“; die vortrefflich differenzierte Prognose von 1972 des MIT/Club of Rome zum Erdöl ist ab 2008 unsere Lebenswirklichkeit geworden (EG), Welt Online, 22.6.2008
- Umweltschutz: Medwedews Horrorgemälde ☛ „Seit seinem Amtsantritt im vergangenen Monat legt Medwedew großes Augenmerk auf die Umweltpolitik. Er ordnete bereits Maßnahmen zur Reduzierung des russischen Energieverbrauchs um 40 Prozent bis 2020 an“, Focus, 21.6.2008
2007:
- „Sparen, sparen, sparen“ ☛ „SPIEGEL: Was schlagen Sie vor? Tanaka: Zunächst sparen, sparen, sparen“, Spiegel, 17.12.2007
2006:
Maßhalten beim Lichtschmuck ☛ „Die übermäßigen Beleuchtungen im Advent und in der Weihnachtszeit sind echte Stromfresser. Rund 420 Millionen Kilowattstunden Strom werden laut Berechnungen des Heidelberger Instituts für Energiedienstleistungen hierfür in diesem Jahr verbraucht … so erzeugt diese Beleuchtung rund 420.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid … 1000 Kilogramm tödlich strahlenden Brennelementmüll, der etwa eine Million Jahre isoliert werden muß … rund 32.000 Hektar Ackerland für den Anbau der Energiepflanzen“, Verein FORUM, 11.12.2006
- Privater Energieverbrauch steigt ☛ „Unterm Strich wird in privaten Haushalten heute mehr Strom und Heizenergie benötigt als Mitte der 1990er Jahre“; Papiertiger ‚Effizienzerfolge‘ (EG), Telepolis, 16.11.2006
- Energieverschwendung: Briten üben Selbstgeißelung ☛ „Sie lassen das Licht brennen, Geräte auf Standby und fahren kurze Strecken mit dem Auto - in einer Umfrage bekannten sich mehr Briten zu Energieverschwendung im Alltag als Deutsche, Franzosen, Spanier oder Italiener. Und die Queen geht mit schlechtem Beispiel voran“, Spiegel, 23.10.2006
- Noch mehr Geld für Atomforschung? (EU) ☛ „Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl wurden Pläne der EU bekannt, wonach die Mittel für Atomforschung für die Jahre 2007 bis 2011 erheblich aufgestockt werden sollen. Ein Großteil davon dürfte in Forschungen zur Kernfusion fließen, die im Vergleich zur Kernspaltung weniger umstritten ist. Die österreichischen Grünen bemängeln aber, dass gegenüber den 4,1 Milliarden Euro nur etwa 770 Millionen Euro für die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz im EU-Forschungsbudget veranschlagt wurden“, Telepolis, 4.5.2006
2000:
- Spartipp: Preistreiber Öl - selbst Strumpfhosen werden teurer ☛ „Was haben Strumpfhosen, Kerzen und Autoreifen gemeinsam? Sie bestehen zum Teil aus Öl und werden damit demnächst teurer. Bemerkbar machten sich die höheren Ölpreise zunächst beim Auto-Kraftstoff und bei Flugtickets. Aber bald werden Kerzen folgen - ebenso wie Pullover, Hemden und Kleider aus synthetischen Materialien. Und auch Strümpfe und Strumpfhosen werden aus diesen Gründen demnächst mit ein paar Mark mehr zu Buche schlagen. Wer also sparen will, sollte sich jetzt noch bei niedrigen Preisen eindecken“, stern.de, 28.11.2000
energie-sparen/nachrichten/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/12/13 20:19 von admin