EnergieSparen: Kommentare, Fachartikel
2011:
- J. Ritchie: Do Less with Less, and Love It ☛ „That’s the message of Vancouver’s Degrowth advocates, who scoff at city hall’s ‚greenest city‘ pledge … La Décroissance! … The limits to degrowth … Cultivating an audience … ‚We didn’t have to choose Degrowth‘, he says, ‚because it will happen to us regardless‘“, The Tyee.ca, 12.12.2011
- M. Daum: Ökologie - Gugerli und die Architekten (2.000-Watt-Gesellschaft) ☛ „Bis ins Jahr 2050 wollen die Schweizer Städte Zürich, Basel und Genf ihren Energieverbrauch von 6.000 Watt auf 2.000 Watt Dauerleistung pro Kopf reduzieren“, Die Zeit, Nr.41, 6.10.2011
- Sozialausgaben der Städte steigen trotz guter Konjunktur weiter – Beispiele für Sparmaßnahmen und Einnahmeverbesserungen ☛ „Kosten der Unterkunft und Heizung“, Deutscher Städtetag, 14.2.2011 ( )
- F. Vorholtz: Europas Energiepolitik - Noch ’ne Revolution ☛ „Europa will seine Energieversorgung klimaverträglich machen. Mit dem Sparen will man sich Zeit lassen“; Entweder heute gesteuertes Downsizing unter Murren oder morgen unter Not chaotisch (EG), Die Zeit, Nr.06, 3.2.2011 ( )
- C. Rhodes: The Greatest Threat to Green Energy ☛ „A list of ‚endangered elements‘ has been published in a new report, including the rare earth elements (REEs) in particular neodymium, production of which, it is reckoned, will have to increase five-times to build enough magnets for the number of wind-turbines deemed necessary for a fully renewable future … If even ‚renewables‘ cannot save us from waning fossil fuel depletion, the only solution is to begin seriously the deceleration of consumption to a lower-energy society based around local communities immediately, with vastly reduced inputs of energy and all kinds of ‚mined‘ resources“, OilPrice.com, 27.1.2011
- F. Vorholtz: Stromversorgung - Auf Effizienz getrimmt ☛ „Wie der Sachverständigenrat für Umweltfragen sich den Umbau der Stromversorgung vorstellt … Energieeffizienz. Und die, nicht etwa die Kernenergie, ist nämlich laut Umweltrat die wahre »Brückentechnologie« – weil sie kostengünstig ist und zeitliche Spielräume für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Netze schafft“, Zeit, 26.1.2011
- M. Miegel: Lob der Mäßigung ☛ „Wo die Truhen und Mägen voll sind, macht eine weitere Zunahme materiellen Wohlstands weder zufriedener noch glücklicher. Jedes Wachstumsprozent zu feiern ist unangemessen“, Welt, 8.1.2011
- J. Bosch: Aluminiumproduktion auf Island - Krieg gegen die Natur ☛ „Durch niedrige Energiepreise will Island die Ansiedlung von Schwerindustrie ankurbeln … Die Robben sind in nahrungsreichere Gebiete abgewandert … ‚Islands Natur und Energiereserven werden verramscht, um den Reichtum einiger Großkonzerne zu mehren‘ … Ob Geothermie oder Wasserkraft – die für weitere Aluminiumschmelzen erforderliche Energie kann seiner Meinung nach nicht nachhaltig bereitgestellt werden“; Geothermie ist grundsätzlich endlich und befördert Erdalterung (EG), taz, 5.1.2011
2010:
- C. Ngai: Replacing Oil Addiction With Metals Dependence? ☛ „China’s rare-earth minerals monopoly gives it key clean energy supply role … rare-earth minerals used in the motors and batteries of hybrid and electric cars, raising fears that the new energy economy will mean the same old foreign dependence … ‘A One-Nation OPEC’ … Critical to National Defense?“, National Geographic, 1.10.2010
- M.N. Mitra: Radiation fears stymie SmartMeter installation (PG&E-Interv.) ☛ „Hart says the electromagnetic frequency, the EMF, which is used to remotely send information from the SmartMeter on the side of your home to PG&E can make people sick. Some studies suggest it may even cause brain tumors … PG&E’s pioneering CEO Peter Darbee says the EMF emissions from SmartMeters are far less than the average cell phone user gets by talking on the phone“, San Francisco Chronicle, 30.8.2010
- «Wir müssen unsere Lebensweise überdenken» (Interv. Vizedirektor des Bundesamts für Energie ☛ „Der Energieverbrauch der Schweiz steigt fast ununterbrochen. Trotzdem will Michael Kaufmann keine radikalen Verbote. Sinnvoller ist ein Mix von Vorschriften und Anreizen … Zwar gelingt es uns, die Energieeffizienz zu erhöhen, doch dieser Gewinn wird durch Mehrverbrauch wieder weggefressen … Ein Beispiel dafür sind Heizpilze: Diese Geräte sind Energieschleudern und können auch nicht effizienter werden“, NZZ, 10.8.2010
- W. Stieler: Teuer und überflüssig? (Smart Metering) ☛ „Es gehört nicht allzuviel Verschwörungstheorie dazu, in dem jetzt anlaufenden Smart-Meter-Bashing verschiedenster Institute eine psychologische Vorbereitung auf diese ‚finale Liberalisierung‘ des Energiemarktes zu sehen“, Technology Review, 23.8.2010
- M. Lindinger: So gelingt die Energiewende in Deutschland (DPG-Studie) ☛ „Die Elektrizität ist ein Schlüssel für ein nachhaltiges und klimaverträgliches Energiesystem - vorausgesetzt, die Politik schafft die richtigen Anreize zur Energieeinsparung … Man dürfe nicht einzelne Technologien allein aufgrund ihrer scheinbar hohen Effizienz fördern, sondern man müsse Anreize schaffen, die sich allein an der tatsächlichen Energieeinsparung orientieren“, FAZ, 23.6.2010
2009:
- CO2 in der Pfanne - Neue Klima-Kochbücher ☛ „Die Ernährung verursacht 20 Prozent der Treibhausgase in Deutschland. Neue Bücher zeigen, wie sich dieser Anteil reduzieren lässt. Klar ist: Die Flugmango ist tabu“, TAZ, 30.10.2009
- Klimakochbuch - Brutzeln gegen die Erderwärmung ☛ „Der Bereich der Ernährung wird in Bezug auf die Klimaveränderung unterschätzt. Dabei verursacht jeder Mensch pro Jahr auf diese Weise zwei Tonnen Kohlendioxid“, Welt, 10.9.2009
- T. Tuma: Wenn die letzte 20-Watt-Birne zerschlagen ist ... ☛ „Erst schafft Brüssel die Glühbirne ab, dann den Glühwein - und bald die Glühwürmchen? Was haben die unschuldig strahlenden Energiefresserchen denn getan? Gegen die Eurokraten hilft nur eines: die Gründung einer Pro-Birnen-Partei“; Die Atmosphären-Gefährdung negierend, die Energieverknappung ignorierend - Redaktions-Versagen! (EG), Spiegel, 3.9.2009
Contrapublicidad ☛ „Una reflexión sobre la sociedad de consumo en la que vivimos“, ConsumeHastaMorir, 9.2009 (Buch: )
- Rezepte: Kochen fürs Klima (Interv. B. Demrovski) ☛ „Ein neues Buch erläutert, wie man CO2-sparend Lebensmittel einkauft und zubereitet“, GEO.de, 9.2009
- BMW - Freude am Sparen ☛ „8000 Jobs hat Reithofer gestrichen, in mehreren Werken monatelang Kurzarbeit gefahren. Jeder Cent der geschätzten 300 Mio. Euro, den der Autobauer pro Jahr in die Glamourserie steckt, ist deswegen einer zu viel“, FTD, 30.7.2009
- Solarkraft statt Kerosin: Flieger, grüß mir die Sonne! ☛ „Die Sonne liefert pro Quadratmeter 250 Watt oder 0,3 Pferdestärken … Auch in 50 Jahren werden wir nicht im Solargleiter in den Urlaub segeln. Der Experimentalflieger soll eher Denkanstoß sein, sagt Borschberg. »Die Solar Impulse steht vor allem fürs Energiesparen…«“, Zeit, 25.6.2009
- „Wachstum hat religiösen Charakter“ (The Great Transformation) ☛ „Das hält Anthony Giddens (‚Der dritte Weg‘) für unmöglich. ‚Unsere Zivilisation ist nicht nachhaltig‘, stellte er fest. ‚Es muss Änderungen im Lebensstil und im Konsum geben. Das ist unvermeidlich‘“, Zeit, 15.6.2009
- M. Kunzmann: Sommer, Sonne, Sozialismus? (Cuba) ☛ „Auf dem Weg von Trinidad nach Santa Maria, einem kleinen Ort an der Küste, nördlich von Havanna, fallen mir, als wir auf der sowjetischen Autobahn unterwegs sind, die Schilder der Energierevolution auf. Ich erfuhr erst im Nachhinein was es genau damit auf sich hat: Die grundlegende Umstellung auf Energiesparlampen, weniger Stromverbrauch und eine ökologischere Energieerzeugung in ganz Cuba durch neue Wind- und Solarkraftwerke. Eine sehr feine Sache, die auf dem Land schon erste Früchte trägt, dort konnte ich nämlich auf vielen Dächern die Montage von Solarzellen beobachten“, Indymedia.org, 13.6.2009
- C. Liedtke: Chancen für Ressourcensparer - Wege aus der Krise ☛ „Das Klima wandelt sich, Rohstoffe werden knapper, die Rezession ist tief. Ein Mittel hilft: Wer jetzt lernt, effizienter zu wirtschaften, kommt stärker aus der Krise“, Zeit, 1.3.2009
A. Dubro: The Myth of the Efficient Car ☛ „The problem is, there are no cars of the future, and the looming catastrophe of global pollution, including climate change, will never be solved by building more cars – efficient or otherwise … But the bigger problem is that increasing fuel efficiency has never led to an overall reduction in pollutants. In fact, efficiency has always led to more production and consumption“, The Progressive, 3.2.2009
- Schwierige Suche nach der richtigen Waffe - Klimaschutz ☛ „Die ‚Rettung‘ der Menschheit wie der Erde bietet das Geoengineering allerdings ohnehin nicht, so Lenton: Ohne Energieeinsparung nützt auf Dauer alles nichts“, Handelsblatt, 29.1.2009
- W.H. Bernotat: Energiepolitik mit kühlem Kopf ☛ „In vielen osteuropäischen Ländern sind die Wohnungen kalt … Wir brauchen eine langfristig angelegte, unaufgeregte und balancierte Energiepolitik, die alle Ziele gleichermaßen berücksichtigt. An erster Stelle muss dabei das Bewusstsein stehen, dass nicht verbrauchte Energie unsere wichtigste Energiequelle der Zukunft ist. Die Steigerung der Energieeffizienz hilft uns, alle drei Ziele gleichzeitig zu erfüllen“; traditionell Rebound-naives Effizienz-Blabla (EG), Handelsblatt, 14.1.2009
- E. Hubeli: Stadt statt Energie - Verdichtungsszenarien innerhalb neuer Wachstumsgrenzen ☛ „Nun gibt es eine dritte - die wohl erfolgreichste, wenn auch weniger charmante – Variante: alles muss sich ändern, auch Du! Nicht weil das alle wollen, sondern weil Grenzen erreicht wurden, die schlicht unüberschreitbar geworden sind. Die ruinöse Siedlungsentwicklung in den USA, der Klimawandel, die globale Finanzkrise und das seit über zehn Jahre stattfindende ‚Downgrading‘ von Wohlstand und Mobilität sind dafür Belege“, TU Graz, 2009
2008:
M. Hänggi: Das Problem mit dem Rebound ☛ „Vor hundert Jahren kam es zu einer veritablen kleinen Effizienzrevolution. Neue Glühbirnen, die mit Wolframfäden leuchteten, verbrauchten nur ein Viertel so viel Strom für die selbe Leuchtkraft wie die alten Birnen mit Kohlenstofffäden. Elektrischer Strom wurde damals hauptsächlich zur Straßenbeleuchtung genutzt. Würde nun der Umsatz der Stromwirtschaft einbrechen? Die Sorgen waren umsonst: Weil Licht weniger kostete, wurde es zum Massengut; der Stromverbrauch stieg rapid an“, Technology Review, 5.12.2008
- G. Monbiot: This economic panic is pushing the planet right back down the agenda ☛ „It is hard to see how the current global growth rate of 3.7% a year (which means the global economy doubles every 19 years) could be sustained, even if the whole thing were powered by the wind and the sun“, Guardian, 1.7.2008
- Leichtbau: "100 Kilogramm kosten etwa 0,3 Liter Sprit" (Interv. Prof.U.Huber) ☛ „Nicht nur die Deutschen, auch ihre Autos haben deftig zugenommen“, Stern, 16.6.2008
- Scherhorn, G.: Über Effizienz hinaus - Ökoeffizienz scheitert, wenn sie nicht mit Suffizienz verbunden wird ☛ in: Hartard/Schaffer/Giegrich (Hg.), Ressourceneffizienz im Kontext der Nachhaltigkeitsdebatte, Nomos Verlag, 2008
2007:
- Energiesparpotenziale der Schweiz ☛ Vernunft Schweiz, 23.10.2007
2005:
- G.M. König: Die Erziehung der Käufer - Konsumkultur und Konsumkritik um 1900 ☛ Rück-Erziehung zu Genüg- u. Sparsamkeit (EG), in: VOKUS, 15.Jg.1, S.39-57, 2005
o.D.:
- P. Sloterdijk: Stadt-Energetik - Stichworte zur urbanen Verschwendungskultur ☛ „Die erste und aktuelle Entdeckung dieses Motivs ist für viele von uns mit einem Einschnitt in unserer eigenen Lebenszeit verbunden, sofern sie sich noch an die Energiekrise der frühen 70er Jahre erinnern. Diese Krise hat Geschichte gemacht hat, weil sie an die energetischen Grundlagen der Modernität rührte. Alle Diskussionen, die wir bis heute über Fragen der Urbanität, des neuen Energiemanagements, der intelligenteren Mobilität und dergleichen führen, sind Anschlussdiskussionen, die den Knappheitsschock von damals und die Wiedereinführung des Bewusstseins von endlichen Ressourcen in eine sorglos energieverbrauchende Kultur zur Voraussetzung haben“, Peter Sloterdijk.net, o.D.
energie-sparen/fachartikel/start.txt · Zuletzt geändert: 2011/12/12 19:33 von admin