Auswege: Nachrichten

2009:

2.Hj.:

  • Kirchen setzen auf Kulturwandel in Deutschland ☛ „Käßmann verteidigt Reichtum, plädiert aber für eine ‚Ethik des Genug‘ - Zollitsch nimmt Bürger in die Pflicht … ‚Daher brauchen wir nachhaltiges Wirtschaften. Und wir brauchen das Gespür für eine Ethik des Genug‘, sagte Käßmann weiter … Er glaube fest daran, ‚dass der Klimaschutz die Nagelprobe für die ernsthafte Bereitschaft aller Akteure ist, globale Solidarität im 21. Jahrhundert praktisch umzusetzen‘“, Welt, 23.12.2009
  • Klimaschutz-Ziele für 2010 beschlossen: Hamburg will Vorreiterrolle übernehmen ☛ „Senat legt millionenschweres Programm auf - Ökostrom für U-Bahn und Elektroautos - City-Maut weiter offen … ‚Der gescheiterte Klimagipfel von Kopenhagen sollte niemanden entmutigen, denn es gibt keine Alternative zum Klimaschutz‘, sagte Hajduk im Rathaus bei der Vorstellung des Programms. ‚Die Kommunen halten den Schlüssel in der Hand, um die Klimaschutzziele zu erreichen‘“, Welt, 23.12.2009
  • Niedersachsen muss unverzüglich eigene Klimaziele festlegen ☛ „Nach dem ‚Fiasko‘ der Kopenhagener Klimakonferenz hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Niedersächsische Landesregierung aufgefordert, ‚selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen‘ … Die ganze Welt brauche künftig energieeffiziente Technologien zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien und zur möglichst effizienten Wärmenutzung … Wenzel geht davon aus, dass der Ölpreis künftig wieder stark anziehen werde. ‚Peak-Oil‘ sei erreicht, Angebot und Nachfrage würden künftig auseinanderlaufen und drastische Preissteigerungen zur Folge haben. ‚Wer sich da nicht rechtzeitig bewegt kommt zu spät‘“, Hannoversche Zeitung, 22.12.2009
  • Royals auf dem Öko-Pfad - Grünes Blut ☛ „Eine Kronprinzessin auf Tour in der Arktis, ein Königssohn als Biobauer: Die junge Generation des europäischen Hochadels hat die Umwelt entdeckt. Mit Öko-Stiftungen und Bio-Gütern suchen die Royals eine ökologische Wende“, Spiegel, 17.12.2009
  • Tatort Gemüsebeet - Schauspieler Hoppe entdeckt Regionalessen ☛ „Zwölf Monate lang nur essen, was in der näheren Umgebung gewachsen ist. Regionale Kost kaufen und selbst anbauen. Wie anstrengend ist das denn? … Dort bauen alle selbst an … Mit Flugobst, sagt Hoppe, und mit der Kerosinverschwendung haben sie dagegen nicht viel Erfahrung. Eingeflogen wurde in die DDR ja wenig“, TAZ, 13.11.2009
  • CO2 in der Pfanne - Neue Klima-Kochbücher ☛ „Die Ernährung verursacht 20 Prozent der Treibhausgase in Deutschland. Neue Bücher zeigen, wie sich dieser Anteil reduzieren lässt. Klar ist: Die Flugmango ist tabu“, TAZ, 30.10.2009
  • C. Höges: Größer als Schwarzenegger (Ökoenergie-Insel Samsø) ☛ „Die dänische Insel Samsö ist ein Mekka für Klimaschützer, denn die Insulaner erzeugen mehr Energie, als sie brauchen - mit Windrädern, Solaranlagen, Strohbrennern und Kuhmilch-Wärmetauschern. Das kleine Ökotopia soll auf dem Klimagipfel in Kopenhagen als Vorbild dienen“, Spiegel, 19.10.2009
  • Federvieh gegen die Krise: US-Bürger halten Hühner ☛ „Die Wirtschaftskrise lastet schwer auf den USA, doch Cindy Thomas hat sich gewappnet - mit Federvieh. Im Hinterhof ihres Hauses in der Ortschaft Salmon im Bundesstaat Idaho hält die Hausfrau vier Hühner, die sie und ihren Mann mit Eiern versorgen. ‚In diesen Zeiten fühle ich mich sicherer, wenn ich mich selbst versorgen kann‘, sagt Thomas. Züchter in den USA verzeichnen eine stark wachsende Nachfrage nach Hühnern, sie ist eine der überraschendsten Folgen der schweren Rezession“, Berliner Morgenpost, 11.10.2009
  • Kirche soll Infobörse sein (Kultur der Schreber- und Allmendgärten) ☛ „Es gehe darum, die ‚psychische Abwärtsspirale‘ zu durchbrechen. ‚Die Sinnlosigkeit ist die wahre Armut‘, so Schätzel. Was tun? Schätzel hat eine Idee. Er will die Kultur der Schreber- und Allmendgärten wieder beleben - zur ergänzenden Selbstversorgung mit Lebensmitteln, aber auch, um Arbeitslosen eine Beschäftigung und damit Wertschätzung zu geben“, Allgemeine Zeitung Mainz/.de, 5.10.2009
  • Das Wachstum sagt nichts über das Wohlergehen aus ☛ „Ein neuer Wohlstandsmaßstab ist aus diesen Gründen längst überfällig. Denn was nützt der regelmäßige Jubel über Wirtschaftswachstum, wenn es über das Wohlergehen der Menschen nichts aussagt und sogar ökologische Zerstörung positiv bewertet?“, Badische Zeitung, 26.9.2009
  • Bruttoinlandsprodukt: Sarkozy will Glück als ökonomische Messgröße ☛ „Nicolas Sarkozy will die Konjunkturmessung revolutionieren - und das Bruttoinlandsprodukt abschaffen. Nach Plänen des französischen Präsidenten sollen künftig auch Glück und Umweltschutz den Wohlstand eines Staates ausdrücken - nicht nur in Frankreich“, Spiegel, 14.9.2009
  • Sarkozy attacks focus on economic growth ☛ „French president urges more emphasis on quality of life … Report criticises ‚gross domestic product fetishism‘ … A new indicator would look at issues such as environmental protection and work/life balance as well as economic output to rate a country’s ability to maintain the ‚sustainable‘ happiness of its inhabitants“, The Guardian, 14.9.2009
  • Kulturforum: Auf dem Weg zur globalen Weltgesellschaft ☛ „Futurologen blicken - trotz der Probleme auf dem Planeten Erde - optimistisch in die Zukunft: Beim visionären Kulturforum ‚Trilog‘ im Rahmen der Salzburger Festspiele werden deren Ergebnisse diskutiert“, DiePresse.com, 13.8.2009 ( )
  • E-Fahrrad: Mit Strom zur Arbeit ☛ „Neue Idee für Fitness, Straßenverkehr und Klima: Elektro-Dienstfahrräder im Leasing. Stuttgart macht es vor“, Zeit, 30.7.2009
  • BMW steigt aus: Grüne Welle statt Formel 1 ☛ „Nur fünf Minuten benötigt der BMW-Chef, um einen Schlussstrich unter die Formel 1 zu ziehen. Fünf Minuten, in denen Norbert Reithofer mit unbewegter Miene von ‚Nachhaltigkeit‘ und von ‚Zukunftsfähigkeit‘ spricht, den Kraftstoffverbrauch aller BMW- und Mini-Fahrzeuge mit einem Durchschnittswert von 5,9 Litern auf 100 Kilometern angibt und letztlich keinen Zweifel mehr an seiner Einschätzung lässt: Die Formel 1 schade der grünen Welle des Autokonzerns“, FAZ, 29.7.2009
  • Enzyklika - ohne Ethik geht es nicht ☛ „Die Überlegungen gewinnen in der Wirtschaftskrise neue Aktualität. Studenten, die in Harvard Business Administration studieren wollen, legen mittlerweile einen Eid ab, der sie auf ethische Prinzipien verpflichtet. Auch die Politik diskutiert über Moral und Wirtschaft: Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine „Charta nachhaltigen Wirtschaftens“, die auch gemeinsame ethische Grundregeln vorsieht“, FTD, 7.7.2009
  • Papst warnt Banker vor "Betrug am Sparer" ☛ „Vor dem G8-Gipfel betätigt sich Benedikt XVI. in seiner Sozialenzyklika als Kapitalismuskritiker. Banker und Manager sollten sich wieder an ethischen Maßstäben orientieren - und sich nicht ‚nur nach den Anweisungen der Hauptaktionäre richten‘“, FTD, 7.7.2009

1.Hj.:

  • C.Wedekind: Wie der Mensch die Menschlichkeit lernte ☛ „Von wegen permanenter Überlebenskampf: Die Evolution hat entgegen aller Vorurteile auch die Moral hervorgebracht. Evolutionsbiologe Claus Wedekind erklärt, wie wir lernten, Mitmenschen zu lieben - und warum wir unser eigenes Verhalten besser verstehen müssen, um Konflikte leichter zu lösen“, Spiegel, 29.6.2009
  • „Aus den Trümmern neue Zivilisation bauen“ ☛ „Bischöfe mahnen an Pfingsten Politik und Wirtschaft zu Verantwortung … Zu den ‚großen Verführungen unserer Zeit‘ rechnet Schneider das Streben nach militärischer und wirtschaftlicher Überlegenheit sowie das Vertrauen in wissenschaftliche Forschung und Machbarkeit, um ein sicheres und glückliches Leben zu garantieren“, domradio.de, 31.5.2009
  • Weltwirtschaftskrise: Papst Benedikt XVI. warnt vor humanitärer Katastophe ☛ „Soziale Ungerechtigkeiten und mangelnde Solidarität sind ein ‚Angriff auf den Frieden‘ … Zur Überwindung des aktuellen Wirtschaftskrise bedarf es gemeinsamer Maßnahmen, die vom Geist der Solidarität getragen sind … Dies fordere von den entwickelten Ländern, dass sie den Sinn für Maß und Nüchternheit in der Wirtschaft und im Lebensstil wieder neu entdeckten“, Zenit.org, 29.5.2009
  • A Food Revolution in the Making, from Victory Gardens to the White House Lawn ☛ „Resolarizing the food economy can support diversified farming and shorten the distance from farm to fork, shrinking the amount of fossil fuel in the American diet. A decentralized food system offers many other significant benefits: Food eaten closer to where it is grown is fresher and requires less processing, making it more nutritious, and whatever may be lost in efficiency by localizing food production is gained in resilience; regional food systems can better withstand all kinds of shocks“, Huffington Post, 22.4.2009
  • Köhler will ökologischen Umbau der Wirtschaft - Hannover Messe ☛ „Bundespräsident Horst Köhler hat zur Eröffnung der Hannover Messe einen ökologischen Umbau der Weltwirtschaft gefordert. Dadurch könnten Rohstoffe und Energie gespart und erneuerbare Energien vorangebracht werden, sagte Köhler am Sonntagabend. ‚Das alles werden wir am besten erreichen, wenn wir auch in der Weltwirtschaft konsequent marktwirtschaftliche Grundsätze verwirklichen und auf Verteilungsgerechtigkeit achten‘“, Handelsblatt, 19.4.2009
  • Passend zu Ostern gibt es Managerkritik ☛ “‚Dass wir durch Angst gelähmt werden, ist die größte Gefahr der gegenwärtigen Krise‘, sagte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Huber, im Berliner Dom. Jetzt machten sich viele Menschen auf die Suche nach einer neuen Ordnung. ‚Das Denken in kurzfristigen Gewinnerwartungen und Quartalsberichten soll abgelöst werden von langfristigen Prognosen und von nachhaltigen Strategien‘, forderte Huber“, Welt, 14.4.2009
  • Papst fordert neue Perspektiven ☛ „In einer Zeit von Lebensmittel-Knappheit, finanzieller Verworrenheit, alter und neuer Formen der Armut, des besorgniserregenden Klimawandels, der Flucht und der Bedrohung des Terrorismus sei es dringend notwendig, erneut Perspektiven zu eröffnen, die Hoffnung vermitteln könnten, erklärte der Papst in seiner Ansprache … Auch bei seinem Besuch in Afrika habe er vermitteln wollen, dass Christus Männer und Frauen brauche, die mit den Waffen Gottes kämpften: der Gerechtigkeit, Wahrheit, Barmherzigkeit, Vergebung und Liebe, sagte der Papst“, Sächsische Zeitung, 12.4.2009
  • Grün ist die Hoffnung ☛ „Ein weiser Chinese hat einmal gesagt: ‚Willst du ein Leben lang glücklich sein, so lege einen Garten an‘“, Hamburger Abendblatt, 4.4.2009
  • LOLObamas werden Biogärtner ☛ „Der Nutzgarten am Weissen Haus soll ein Zeichen dafür setzen, dass Amerikas erste Familie auf gesunde Ernährung, nachhaltige Agrarwirtschaften und Selbstversorgung in schwerer Zeit setzt“, Tagblatt.ch, 25.3.2009
  • Lotse im Sturm - Köhlers Berliner Rede ☛ “…der Bundespräsident stimmt die Deutschen auf harte Zeiten ein … Von düsteren und harten Zeiten spricht das Staatsoberhaupt, von der Weltwirtschaft, die ‚unser Schicksal ist‘, von einer ‚Bewährungsprobe für unsere Demokratie‘ … ‚Die Menschheit sitzt in einem Boot‘, sagt Köhler. ‚Und die in einem Boot sitzen, sollen sich helfen. Eigennutz im 21. Jahrhundert heißt: sich umeinander kümmern‘ … ‚Schrankenlose Freiheit birgt Zerstörung‘, sagt der Bundespräsident. ‚Der Markt braucht Moral und Regeln‘“, Spiegel, 24.3.2009 (Rede: )
  • First Lady schwört auf Broccoli ☛ „Einige der Erzeugnisse aus dem eigenen Garten sollen schließlich im Weißen Haus auf den Tisch kommen, auch bei offiziellen Anlässen. Anderes wird in ‚Miriam´s Kitchen‘ gebracht, eine Suppenküche für Bedürftige in der Nähe des Weißen Hauses, wo Michelle Obama kürzlich Mahlzeiten mit ausgeteilt hat“, Focus, 21.3.2009
  • Obamas to Plant Vegetable Garden at White House ☛ „For urban dwellers who have no backyards, the country’s one million community gardens can also play an important role, Mrs. Obama said. But the first lady emphasized that she did not want people to feel guilty if they did not have the time for a garden: there are still many changes they can make“, NYT, 19.3.2009
  • Köhler fordert eine ökologisch-industrielle Revolution ☛ „«Jeder sollte prüfen, was er ändern kann», sagte er. Die armen Länder mit ihren weiter rasch wachsenden Bevölkerungen würden «uns mit Recht den Verbrauch von Rohstoffressourcen streitig machen». «Wir sollten deshalb besser früher als später auch unseren Lebensstil kritisch hinterfragen», so der Bundespräsident weiter“, ad-hoc-news.de, 14.3.2009
  • LOLJ.R. Biden (US-Vice-President): Green jobs are a way to aid the middle class ☛ „The economic-recovery package that President Obama signed into law last week contains more than $20 billion for investment in a cleaner, greener economy, including $500 million for green job training … So what exactly are ‚green jobs‘? They provide products and services that use renewable energy resources, reduce pollution, and conserve energy and natural resources … Building a new power grid, manufacturing solar panels, weatherizing homes and office buildings, and renovating schools are just a few of the ways to create high-quality green jobs that strengthen the foundation of this country“, The Philadelphia Inquirer, 27.2.2009
  • LOLVideokonferenzen setzen sich durch - Virtuelle Meetings ☛ „n der Krise sparen Firmen an Reisekosten. Unter dem Druck steigender Ausgaben nutzen sie die Alternative und stellen ihr Meetings auf Videokonferenzen um. Das funktioniert inzwischen sehr gut - und könnte für die Fluggesellschaften zu einem ernsthaften Problem werden … Videokonferenzen gibt es zwar schon seit Jahren. Doch in jüngster Zeit hat die Technik einen enormen Sprung gemacht … Sie haben den Eindruck, als ob sie am gleichen Tisch sitzen … Die Beratungsfirma Accenture etwa hat mit Telepresence-Systemen nach eigenen Angaben in acht Monaten 5,8 Mio. Euro an Ausgaben für Reisen gespart“, Handelsblatt, 26.2.2009
  • Deutsche helfen Russen beim Energiesparen - Effizienzagentur Rudea ☛ „Russland verschwendet viele seiner Energiereserven, weil Einsparpotenziale in Gebäuden, der Industrie und in der Energieerzeugung nicht genutzt werden. Die russische Regierung will darum die Energieeffizienz bis 2020 verdoppeln. Unterstützung bekommen die Russen aus Deutschland: Die gemeinsame Effizienzagentur ‚Rudea‘ soll beim Energiesparen helfen“; Und Russen helfen Deutschen beim Heizen, Autofahren, … (EG), Handelsblatt, 25.2.2009
  • Gold nicht nur was für Angsthasen ☛ „Angst kauft Gold … Bei einem kompletten Zusammenbruch des Wirtschaftssystems wäre es unter Umständen besser, ein Stück Land zu besitzen, um darauf das Nötigste anzubauen, anstatt Gold zu horten, merken Ökonomen an“, boerse.ARD.de, 23.2.2009
  • Die Grünen setzen auf den "Green New Deal" ☛ „Spätestens bis zum Jahr 2050, so stellen es sich die Grünen vor, soll der Energiebedarf in Europa komplett ohne Kohle, Öl und Atomkraft gedeckt werden, Strom möglichst schon 2030“; mehr Zeitspiel-Blabla als Ernsthaftigkeit (EG); Der Westen, 26.1.2009
  • Bis 2050 aus Öl und Kohle aussteigen ☛ „Inhaltlich beschäftigten sich die Grünen ausführlich und wenig kontrovers mit ihrem Wahlprogramm ‚Grüne Wege für ein besseres Europa‘, das sich als Antwort auf die globale Wirtschaftskrise für ein neues ‚öko-soziales Gesellschaftsmodell‘ ausspricht … Der Aufbruch ‚vom fossilen ins solare Jahrhundert’ soll durch Ausbau Erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung erfolgen“, Kölnische Rundschau, 25.1.2009
  • Grüne kämpfen für einen "Green New Deal" ☛ „Ob durch Obama, die Wirtschaftskrise oder die Klimadebatte, die Partei verspürt Rückenwind. Auf dem Bundesparteitag wurde nun das Motto für das Superwahljahr 2009 ausgegeben: der ‚Green New Deal‘. Heißt: Ein neuer Lebensstil für alle“, Welt, 25.1.2009
  • LOLSiemens will Top-Manager in öffentliche Verkehrsmittel locken ☛ „Vom ersten Februar an bekommen die obersten 2500 Führungskräfte des Konzerns monatlich einen Zuschlag von rund hundert Euro zum Gehalt, wenn sie Dienstwagen mit einem deutlich niedrigeren CO2-Ausstoß bestellen als ihn gängige Mittelklassemodelle aufweisen … Wer komplett auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigt, erhält sogar 650 Euro pro Monat zusätzlich. Überschreitet der Dienstwagen eines Bereichs- oder Hauptabteilungsleiters dagegen den festgelegten Grenzwert von 180 Gramm CO2 pro Kilometer, wird sogar ein Malus von 200 Euro fällig“, Spiegel, 17.1.2009
  • LOLS. Börnecke: Klimaschonend essen - brisantes Thema ☛ „Die Empfehlungen an den Verbraucher ‚für eine klimaschonende Ernährung‘ lesen sich unmissverständlich: Mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel sollten auf dem Speiseplan stehen. Mehr saisonales und möglichst regional angebautes Obst und Gemüse, keinesfalls aber per Luftfracht ins Land transportierte Produkte, sowie ‚frische, gering verarbeitete‘ Lebensmittel sollte der Kunde verzehren. Sogar das Einkaufen zu Fuß oder mit dem Fahrrad empfiehlt der Report“, FR, 14.1.2009
  • "Man hat immer nur Wachstum versprochen" ☛ „In den peripheren Regionen wird man nie auf demselben Level leben können wie in den zentralen Städten - aber das muss nicht von Nachteil sein … Boku-Professorin Gerlind Weber … ‚Man muss schon unterscheiden zwischen der begleiteten Schrumpfung und dem unkontrollierten Zusammenbruch. Der unkontrollierte Zusammenbruch ist ebenso unerwünscht wie das unkontrollierte Wachstum. Wenn ganze Regionen wieder zur Wildnis werden, dann symbolisiert das den Zusammenbruch‘“, derStandard, 7.1.2009
  • «Urbane Eliten» verzichten freiwillig aufs Auto ☛ „Jeder fünfte Haushalt in der Schweiz ist «autofrei» … Während in Deutschland 2002 nur etwa 2 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen über 3600 Euro auf ein eigenes Auto verzichteten, waren es in der Schweiz in der vergleichbaren Einkommenskategorie (6000 bis 8000 Franken) über 7 Prozent“, TagesAnzeiger.ch, 6.1.2009
  • Leben ohne Auto wird cool ☛ „In den reichen Industriestaaten machen nicht nur die Krise, sondern auch neue Gesellschaftstrends der Autoindustrie zu schaffen. Leben ohne Auto wird cool, vor allem bei einkommensstarken Städtern. Das ist das Fazit einer Untersuchung des Instituts für Politikstudien Interface in Luzern, wonach ein Drittel aller autolosen Schweizer freiwillig darauf verzichten. Selbst die Autofans werden sich einschränken. Angesichts der sich abzeichnenden Rezession verzichtet man auf einen Modellwechsel nach kurzer Zeit. Zweit- oder gar Drittwagen werden definitiv überflüssiger Luxus“, TagesAnzeiger.ch, 6.1.2009
  • H.Vogel: Bilanz der Ignoranz ☛ „Wie können wir die Energieversorgung von morgen verlässlich und umweltverträglich gestalten? Das ‚Jahrbuch Internationale Politik‘ bietet Analysen des bisherigen Scheiterns und zeigt auf, wie die mittel bis langfristigen weltpolitischen Dilemmata zu lösen sind, die sich aus der Aufgabe einer nachhaltigen Ressourcensicherung ergeben“, Internationale Politik (IP), 5.1.2009
  • Von Muschis und Multis (Roche-Interv. mit Werner-Lobo) ☛ „Mein Buch richtet sich gegen den Zynismus jener, die es normal finden, dass große und bekannte Firmen von Kinderarbeit, Sklaverei, Krieg, Umweltzerstörung und der Demontage von Demokratie und Sozialstaat profitieren. Es soll aber nicht nur wütend machen. Sondern vor allem Lust auf Veränderung, auf demokratische Mitbestimmung, Solidarität und Zivilcourage wecken … Natürlich ist es besser, bei kleinen Betrieben einzukaufen, die regional oder ökologisch und fair produzieren. Das sind auch die, die nachhaltige Arbeitsplätze sichern und etwas zum Sozialsystem beitragen. Die 500 größten Konzerne der Welt dominieren zwar 70 Prozent des globalen Handels und setzen ein Drittel des Weltsozialproduktes um, aber sie sichern nur 0,05 Prozent der Arbeitsplätze weltweit und zahlen verhältnismäßig wenig Steuern“, Stern, 2.1.2009

2008:

2.Hj.:

  • LOLWind der Zukunft - Ende des Erdölzeitalters ☛ „In der Finanz- und Wirtschaftskrise wird verdrängt, dass mit dem Ölzeitalter auch die alte Globalisierung zu Ende geht … Eine mit mehr lokalen und regionalen Ressourcen wirtschaftende Welt ist keine schlechtere, und Miterrungenschaften der Globalisierung – Informationsströme durch alle Kontinente oder der Gedanke universell gültiger Menschenrechte – bleiben hiervon unberührt … Sie markieren, aus Überlebensvernunft geboren, eine zivilisatorische Zäsur“, Der Tagesspiegel, 18.12.2008
  • LOLAustralien zieht Förderung von Öko-Energien vor ☛ „Mit einer stärkeren Förderung umweltfreundlicher Energien will Australien seine Wirtschaft ankurbeln … sagte Premierminister Kevin Rudd … ‚Es ist Zeit für Australien, mit der Solarenergie-Revolution zu beginnen, mit der Revolution der erneuerbaren Energien, und wir müssen das finanziell unterstützen‘“, WirtschaftBlatt.at, 14.12.2008
  • Kapitalismus in der Krise: "Die große Depression hat China nie erreicht" ☛ „Kein anderes Land hat es bisher geschafft, die Entwicklung der Wirtschaft so präzise und erfolgreich zu dirigieren … Chinas Finanzsektor ist im Vergleich zum Rest der Wirtschaft immer noch sehr klein … Ich glaube, Banken sollten konservativ sein. Die chinesischen Banken folgen strengen Richtlinien. Sie dürfen zum Beispiel nicht auf dem Aktienmarkt spekulieren. Das hat ihr Risiko schon einmal dramatisch reduzier“, SZ, 3.12.2008
  • LOLMilwaukee neighborhoods could print own money ☛ „2 neighborhoods consider printing own currency for exclusive use in local stores … It’s not a new concept—experts estimate there are at least 2,000 local currencies all over the world — but it is a practice that tends to burgeon during economic downturns. During the Great Depression, scores of communities relied on their own currencies. And it’s completely legal“, Chicago Tribune, 3.12.2008
  • US-Deserteur in Deutschland: "Ich wollte Amerika nicht helfen, Unschuldige zu ermorden" ☛ „Fahnenflüchtiger Shepherd: ‚Nicht ich bin der Kriminelle‘ … In Deutschland leben meine wichtigsten Freunde, hier sehe ich meine Zukunft, fühle ich mich zu Hause. Außerdem wurde hierzulande in den Nürnberger Prozessen deutlich gemacht: Nur Befehle zu befolgen, ist keine Entschuldigung. Jeder, auch ein Soldat, ist für seine Taten verantwortlich. Daher denke ich: Wenn ich in diesem Land nicht Zuflucht und Verständnis für mein Handeln finden kann, wo dann?“, Spiegel, 2.12.2008
  • "50 Jahre kubanische Revolution: Hintergründe, Wirkungen, Perspektiven" ☛ „Unabhängig davon, wie man politisch oder moralisch über das Castro-Regime auf Kuba urteilt, stellen die zahlreichen Facetten der „kubanischen Revolution“ ein wissenschaftlich höchst faszinierendes Themenspektrum dar … Allen Versuchen Washingtons, einen Machtwechsel auf der Zuckerinsel herbeizuführen, blieb der Erfolg versagt. Trotz einer permanenten Mangelwirtschaft gelang es Castro und seinen Genossen, die politische Stabilität des Regimes zu bewahren. Kuba meisterte sogar den gewaltigen ökonomischen Einbruch nach dem Kollaps des Sowjetkommunismus, ohne die Grundfesten des etablierten Herrschaftssystems zu gefährden“, Informationsdienst Wissenschaft e.V., 17.11.2008
  • Globaler Wirtschaftskollaps? New Deal for Sustainability ☛ „Es braucht nun einen New Deal for Sustainability: Ein staatlich aufgelegter Fonds der beispielsweise Eu oder G20, der Darlehen an Klein- und Mittelbetriebe der Nachhaltigkeit, Social Entrepreneurs und erneuerbare Energie vergibt. Man darf sich sicher sein, dass diese das Geld nicht verbrennen, sondern real in die Realwirtschaft Werte schaffen werden. Bisher hat man global rund 3.000 Milliarden Euro verbrannt. Diese Summe in die Realwirtschaft im Sinne der Nachhaltigkeit, könnte die drohende Depression abwenden. Die Basis der europäischen Wirtschaft sind die Klein- und Mittelbetriebe, ihnen droht nun das Rückgrat gebrochen zu werden. So betrachtet kann man die Krise als Chance betrachten, um die Wirtschaft und globale Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit umzubauen: Friedlich und zivilisatorisch“, Glocalist, 17.11.2008
  • Weltrettung geht ohne Ethik ☛ „Die Schauspielerin Daryl Hannah glaubt, dass viele Prominente nicht wissen, wie sehr sie als Role Model für ökologischen Lebensstil wirken und wirken können. ‚Ich denke nicht, dass viele wissen, wieviel Kraft ein beispielhaftes Leben hat‘“, TAZ, 16.11.2008
  • Die da oben - Was macht eigentlich die Apo? ☛ „Mit einer Mischung aus Faszination und Schrecken beobachten Linke die Krise des kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftssystems. Sollen sie dem Staat die Daumen drücken, dass er die Krise meistert, oder ist jetzt höchste Zeit für Protest und Widerstand – und wenn ja, gegen wen? … Wir sind gespannt, wie es im nächsten Jahr werden wird, wenn die Wirtschaft schrumpft und Leute entlassen werden. Da werden sich wahrscheinlich noch andere Dynamiken entwickeln … Stellen wir uns das Szenario der »Krise als Chance« lieber realistischer und vor allem unblutig vor“, Jungle World, 13.11.2008
  • Ki-moon/Yudhoyono/Tusk/Rasmussen: Zwei Krisen mit einer Klappe ☛ „Finanzkrise und Klimawandel stellen uns vor enorme Herausforderungen. Aber es gibt eine Lösung für beides: die grüne Wirtschaft … Die Naturwissenschaftler sind sich einig: Im Kampf gegen den Klimawandel brauchen wir eine ‚Energierevolution‘, eine grundlegende Veränderung der Energieversorgung unserer Gesellschaften. Die Ökonomen sind sich einig: Erneuerbare Energie ist heute die Wachstumsindustrie der Welt. In diesem Bereich werden schon heute die Arbeitsplätze der Zukunft geschaffen und finden technologische Neuerungen statt, die das nächste Zeitalter wirtschaftlicher Transformation einläuten“, FTD, 13.11.2008
  • LOLÖl-Lobby fordert Energierevolution: IEA wird grüner ☛ „Nun geht aber auch die mächtige Internationale Energieagentur IEA, die bislang als enger Verbündeter der Öl-, Kohle- und Atom-Industrie galt, davon aus, dass das weltweite Energiesystem ‚eindeutig nicht zukunftsfähig sind‘. Sowohl aus ökologischen als auch aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen müsse ein Kurswechsel eingeläutet werden. ‚Dazu bedarf es nichts Geringerem als einer Energierevolution‘“, TAZ, 12.11.2008
  • China tells rich polluting nations to change lifestyle ☛ „Chinese Premier Wen Jiabao said rich nations must abandon their „unsustainable lifestyle“ to fight climate change and expand help to poor nations bearing the brunt of worsening droughts and rising sea levels“, Environmental News Network, 7.11.2008
  • Ökowelle an US-Unis - Duschen mit Stoppuhr ☛ „Der American Way of Life ist traditionell verschwenderisch. An den Unis aber gilt: Green is beautiful. Viele Studenten stellen Europas Ökos der Achtziger in den Schatten“; notwendige Such- und Entwicklungsprozesse (EG), Spiegel, 27.10.2008
  • LOLÖkologische Zerstörung: "Deutschland ist Mittäter" - Nachhaltigkeitsexperte fordert Schrumpfen der Exportwirtschaft ☛ „Wie die Forderung ‚besser, anders, weniger‘ umzusetzen sei und ob sie auch akzeptiert werde, ist für Ott die Gretchenfrage. Seine Erfahrung lautet aber: ‚Die Leute wollen nicht unbedingt mehr Reichtum. Sie geben sich auch mit weniger zufrieden, falls es kompensiert wird durch mehr Freizeit oder eine humanere Lebenswelt‘ … ‚Wenn wir nicht freiwillig mit weniger zufrieden sind, werden wir dazu gezwungen werden‘, so Ott. Deutlich zeige dies die aktuelle Finanzkrise, weitere Ressourcen- und Klimakrisen drohten“, pressetext.com, 16.10.2008
  • LOLGutes Wachstum, schlechtes Wachstum ☛ „Mit ihrem 656 Seiten starken Werk legen die Autoren eine umfassende Bestandsaufnahme der globalen Klima-, Energie- und Ernährungskrisen vor und beschreiben auch detailliert, mit welchen Mitteln deren Entschärfung betrieben werden könnte … Angesprochen seien alle Handlungsebenen ‚vom Dorf bis zur Weltpolitik‘, sagte Sachs“, Der Tagesspiegel, 15.10.2008
  • LOLTime for a Global Glasnost, Says Gorbachev ☛ „Former Soviet president Mikhail Gorbachev has warned against the danger of letting the global financial crisis and other emergencies overshadow media attention on climate change“, IPS News.net, 14.10.2008
  • So sieht die Welt im Jahr 2030 aus - Zukunftsszenarien ☛ „Klimaflüchtlinge retten sich in die Antarktis, Seuchen raffen Millionen dahin, jeder Staat kämpft nur noch ums eigene Überleben. So könnte die Welt 2030 aussehen, warnen Experten in einer neuen Studie. Sie halten aber auch positive Szenarien für möglich - in denen die Sahara zur Oase wird“, Spiegel, 13.10.2008
  • N. Chomsky: "Konsum lenkt die Menschen ab" ☛ „Dieser Konsumismus gründet darin, dass wir eine Gesellschaft sind, die von Geschäftsinteressen dominiert wird. Es gibt eine massive Propaganda, die jedermann zum Konsum anhält. Konsum ist gut für die Gewinne, und Konsum ist gut für das politische Establishment … Konsum lenkt die Menschen ab. Die eigene Gesellschaft lässt sich schlecht mit der Armee kontrollieren, aber sie lässt sich durch Konsum ablenken … Die USA sind im Kern ein Einparteiensystem, und diese eine regierende Partei ist die Business-Partei“, Spiegel, 6.10.2008
  • Volksbefragung trotz Verbot ☛ „Italien: 95 Prozent der Wahlbeteiligten lehnen Erweiterung der US-Militärbasis in Vicenza ab … »Ich bin seit jeher Freund der Amerikaner. Manchmal muß man aber auch Freunden die Wahrheit sagen können, auch wenn sie unangenehm ist«, sagte der Bürgermeister … »Wie können die Amerikaner um jeden Preis den Stützpunkt in einer Stadt erweitern, deren Bürger sich so klar gegen das Projekt ausgesprochen haben? Dies würde bedeuten, die Rolle des ungebetenen Gasts zu spielen«, so Bottene“, jungeWelt, 7.10.2008
  • Stunde der Zivilisation ☛ „In der Krise erstarken radikale Kräfte an den linken und rechten Rändern. Die fängt nur ab, wer die Verängstigten ernst nimmt … Kluge Strategie: Endlich die Forderungen der Linken ernst nehmen … Das demokratische Rezept dafür hat zwei gute Begriffe: Inklusion und Partizipation“, Tagesspiegel, 6.10.2008
  • Google propagiert das Ende für fossile Rohstoffe und setzt auf Alternativen ☛ „Laut Schmidt sollte es bis 2030 möglich sein, dass die gesamte US-Wirtschaft 77 Prozent der insgesamt 2,7 Billionen Dollar teuren Ausgaben für Energie einsparen kann. Google habe damit bereits begonnen und wolle in ein paar Jahren komplett auf Energie aus fossilen Brennstoffen verzichten“, derStandard.at, 10.9.2008
  • Kleinstadt in Südengland führt eigene Währung ein ☛ „Um die brachliegende lokale Wirtschaft wieder anzukurbeln, will eine Stadt im Süden Großbritanniens eine eigene Währung einführen. Die rund 16.000 Einwohner der Stadt Lewes in der Nähe von Brighton können ab Mittwoch der „Lewes-Pfund“ statt dem britischen Pfund in mehr als 60 Geschäften des Städtchen zum Einkaufen benutzen, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte … Ein ähnliches Projekt läuft in der Stadt Totnes seit mehr als einem Jahr“, Die Presse.com, 9.9.2008
  • Kuba widersteht Hurrikan "Ike" ☛ „Kuba beweist allerdings, dass auch mit bescheidenen Mitteln eine wirkungsvolle Vorsorge möglich ist. Das UN-Sekretariat zur Minderung von Katastrophen (ISDR) in Genf ist voll des Lobes. ‚Der kubanische Weg könnte leicht auf andere Länder mit ähnlichen wirtschaftlichen Bedingungen angewendet werden‘, meinte ISDR-Stratege Salvano Briceño vor vier Jahren, ‚selbst auf Länder mit größeren Ressourcen, die es nicht schaffen, ihre Bevölkerung so gut zu schützen wie Kuba‘. Der wichtigste Faktor dabei sei Bildung: ‚Die Menschen werden ständig informiert und trainiert‘“, TAZ, 8.9.2008
  • Bloombergs Pläne für New York ☛ „Nun hat er die Energiekrise zu seinem Thema erkoren, die seiner Ansicht nach schmählich von den Politikern vernachlässigt wird. Dabei sei sie das drängendste Problem der USA … In den nächsten zehn Jahren sollen zehn Prozent des Stroms für die Stadt aus erneuerbaren Energien stammen“, Spiegel, 20.8.2008
  • Neuer Planet, alter Mensch ☛ „Unser Versagen, den Herausforderungen unserer Zeit angemessen zu begegnen, hängt nach hier vertretener Auffassung wesentlich damit zusammen, dass wir … unser strategisches Denken und unser Beziehungsmanagement nach wie vor von der Sprache des Militärs, d. h. von Feindbildern, bevorstehenden Siegen und Niederlagen, dominiert werden statt von langfristigen gewinnenden Partnerschaften“, Die Presse.com, 14.8.2008
  • LOLUS-Energiekrise: Barack Obama will Öl aus Notreserve verkaufen ☛ „Obama forderte in seiner Rede eine radikale Abkehr von der bisherigen Energiepolitik. ‚Unsere Sucht nach Öl zu durchbrechen ist eine der größten Herausforderungen, der unsere Generation je gegenüberstehen wird‘. Dazu müsse sich das ganze Wirtschaftssystem wandeln, forderte Obama … Obama warb gleichzeitig für seinen auf zehn Jahre angelegten und 150 Milliarden Dollar schweren Energieplan zur Förderung neuer Techniken und alternativer Energie- und Mobilitätsformen“, Welt Online, 4.8.2008
  • US-Krise erfasst Deutschland - Alle Anzeichen stehen jetzt auf Abschwung ☛ „Die Gewinne der Unternehmen brechen ein, die Aufträge stagnieren: Die Krise lässt sich nicht mehr wegreden. SPD-Politiker fordern nun ökologische Konjunkturprogramme … Sowohl Vizefraktionschef Ludwig Stiegler als auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fordern Konjunkturspritzen - mit ökologischer Ausrichtung. Stiegler schlug vor, das Programm zur energetischen Gebäudesanierung um zwei Milliarden Euro aufzustocken. Gabriel denkt an Steuervorteile für Investitionen in energie- und ressourcensparende Technologien“, TAZ, 4.8.2008
  • Peak Oil ist da - Das Ende der billigen Energie ist erreicht ☛ „Um das Versorgungsproblem beim Öl in den Griff zu bekommen, müssen wir also sparen und erneuerbaren Energien als Ersatz absoluten Vorrang geben. Hier zeigt sich bei eingehender Betrachtung, dass der Schlüssel zum Erfolg in Gemeinschaftslösungen liegt, die auch auf kommunaler Ebene gedacht werden müssen“, Erneuerbare Energien, 8.2008
  • LOLJapan erwägt Streichung von Manöver wegen hoher Energiekosten ☛ „Seit Einrichtung der Manöver 1954 wurde die Übung bislang nie abgesagt, auch nicht während der Ölkrise in den 70er Jahren. In diesem Jahr war das Manöver mit 90 Kriegsschiffen und 170 Flugzeugen für November geplant“, PR-inside, 30.7.2008
  • LOL:!:El Baradei: A global agency is needed for the energy crisis ☛ „World leaders need to take action on the energy crisis that is taking shape before our eyes … Countries as far apart as South Africa and Tajikistan are plagued by power cuts and there have been riots in several nations because of disruptions to electricity. Rich states, no longer strangers to blackouts, are worried about security of energy supply … The need for co-ordinated political action on energy and related issues - climate change and poverty, to name but two - has never been more acute. Yet there is no global energy institution in which the countries of the world can agree on joint solutions to the potentially enormous problems we see emerging … We need to act before crisis turns into catastrophe“, Financial Times, 24.7.2008
  • U.K. group urges 'New Green Deal' ☛ „A credit crisis, coupled with high and rising oil prices and long-term climatic upheaval, are conspiring to create the perfect storm … ‚We need a comprehensive plan which would involve far tougher regulation of capital, changes to tax systems and a sustained program of investment in energy conservation and renewable energy‘, said Larry Elliott, economics editor of The Guardian of London and co-author of the report“, Intern. Herald Tribune, 22.7.2008
  • LOLGlück vom Konsum abkoppeln ☛ „Diese Revolution ist nicht einfach und verlangt Ein- und Weitsicht. Doch schließlich haben wir in Europa vor etwa 40 Jahren mit einem Viertel des heutigen Energieumsatzes pro Person ziemlich gut gelebt - dieser Wert von permanent etwa 1,5 kW ist global für 6,5 Milliarden Menschen verallgemeinerbar. Kombiniert mit einer Technik auf dem heutigen Stand unserer Fähigkeiten und jeweils angepassten solidarischen und reproduktiven Ökonomien lässt sich so ein ‚gutes Leben‘ sehr wohl organisieren“, TAZ, 21.7.2008
  • LOL:!:Erdöl: Wohlstandsflamme erlischt ☛ „Es drohen gesellschaftliche Verwerfungen bis hin zu Aufständen, die Staaten destabilisieren und Regierungen wegfegen könnten. Um diese Eskalation zu verhindern, schlägt Ölforscher Campbell ein internationales Abkommen vor, in dem sich die Teilnehmerstaaten verpflichten, ihren Verbrauch dem sinkenden Angebot anzupassen. Nur so ließen sich weitere Preissteigerungen vermeiden“, Focus 30/2008, 21.7.2008
  • A Green New Deal „A ‚war economy‘ social mobilisation harnessed, this time not towards fighting fascism, but towards heading off ecological crisis“, New Statesman, 17.7.2008
  • Mit Vollgas gegen die Wand ☛ „Als eine Mindestvoraussetzung zur Abmilderung dieser düsteren Tendenz zumindest benennt Heinberg eine globale Transformation der energetischen Basis menschlicher Zivilisation: ‚Unsere zentrale Überlebensaufgabe in den vor uns liegenden Dekaden, als Individuen wie auch als Spezies, muss in einem Übergang weg von den Fossilen Brennstoffen liegen – und dies muss so friedlich, gerecht und intelligent wie irgend möglich vonstatten gehen‘“, Telepolis, 13.7.2008
  • A hollow victory for urban gardening movement ☛ „Here was the city of San Francisco giving some of its most prime and high profile real estate over to the urban gardening movement, which seeks alternatives to the fossil fuel dependent industrialized food system … The goal and mission of the Victory Garden is to spur to action the future of urban food production. By having the support of the City, and presenting a garden in City Hall’s backyard, we intend to inform, educate and inspire citizens to learn to grow their own food and to get involved with local organizations doing just that“, S.F. Bay Guardian, 11.7.2008
  • Face value - The only way is down ☛ „He plans to start up a farm near his house in Maine, in case the supply chain that provides America with food breaks down for lack of fuel. He plans to fertilise his fields with manure, rather than chemicals derived from oil and natural gas. He thinks globalisation must stop, and that as much trade as possible should be conducted by boat, to conserve whatever oil remains“, The Economist, 10.7.2008
  • LOLH. Welzer: "Nur ein neuer Lebensstil kann Klimakriege verhindern" ☛ „Der Klimawandel als Ursache für Kriege und Konflikte? Genau das passiert schon, sagte der Sozialpsychologe im Interview mit tagesschau.de. Er erwartet von Konferenzen keine Lösung des Klimaproblems, solange sich unser Lebensstil nicht gundlegend ändert“, tagesschau.de, 9.7.2008
  • Dennis Meadows hält Biosprit für "verrückte Idee" ☛ „Zukunftsforscher Dennis Meadows sieht die Welt langfristig auf eine Energiekrise zusteuern und plädiert für Präventivmaßnahmen, damit es zu keiner Katastrophe komme. ‚Wir werden Ölpreise von 300 Dollar pro Barrel erleben‘, sagte er in einer Pressekonferenz des Klimafonds in Wien … Die Energieknappheit, so Meadows, werde die Gesellschaft grundlegend verändern“, Wiener Zeitung, 9.7.2008
  • Energiekrise: Tiefensee investiert in Windparks im Meer ☛ „Vor dem G8-Gipfel in Japan rief Barroso dazu auf, die Abhängigkeit von Öl und Gas zu verringern. Er verwies auf den Maßnahmenkatalog der EU-Kommission, der auf mehr Energieeffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen und weniger Treibhausgase abzielt. ‚Unsere Partner in der Welt sollten sich unseren Selbstverpflichtungen anschließen. Wenn wir jetzt die Grundlagen schaffen, können wir dafür sorgen, dass wir auch künftig zu Preisen, die für jedermann erschwinglich sind, Autos fahren und unsere Wohnungen heizen können. Wenn jetzt jedoch einer von uns nicht mitzieht, müssen wir alle dafür bezahlen‘, sagte Barroso“, Focus, 6.7.2008
  • „Wir stehen vor revolutionären Änderungen“ ☛ „Ein großer Teil von Lebensqualität misst sich nicht in Geld. Zur Lebensqualität gehört Schönheit, Natur, urbanes Leben, Toleranz, Sicherheit … Von der Erwartung, dass materieller Wohlstand weltweit weiter in Riesenschritten steigt, müssen wir uns verabschieden. Das lässt sich nicht vereinbaren mit dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen“, Passauer Neue Presse, 4.7.2008
  • Inflations-Teufelskreis: Europa droht Ölpreisschub durch Zinserhöhung ☛ Manfred Horn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): „Einziger Ausweg aus dem Dilemma: Der Verbrauch muss drastisch sinken. ‚Die Angebotsseite kann den Ölmarkt kurzfristig nicht beeinflussen‘, sagt Experte Horn. Schließlich gebe es nirgendwo einen Hahn, den man einfach nur aufdrehen müsste. ‚Eine Veränderung ist ausschließlich über die Nachfrageseite möglich‘. Das heißt: Erst wenn Bürger und Unternehmen ihren Ölbedarf reduzieren, kann der Preis sinken“, Spiegel, 3.7.2008
  • Energie-Report: Wann geht das Öl aus? ☛ „Die westlichen Industrieländer – also wir alle –, das machen die Beispiele deutlich, befinden sich in fataler Abhängigkeit vom Öl. ‚Davon müssen wir wegkommen‘, schrieb das Wissenschaftsjournal ‚New Scientist‘ in einem Bericht über die Risiken eines größeren Förderausfalls, ‚und zwar, so hart es auch sein mag, je schneller, desto besser‘“, Focus, 1.7.2008

1.Hj.:

  • Am Dienstag, 1. Juli, wird der Film «The Oil-Crash» präsentiert ☛ „Unterstützt durch die Energiestadt St.Gallen wird nicht nur zum Film eingeladen: Am Ende des Films werden gratis Weitergebe-DVDs verteilt, welche aber nicht behalten, sondern von Freund zu Freund weitergegeben werden sollen“, stadt24.ch, St. Gallen, 23.6.2008
  • Meadows-Interview: Warum unser Planet auf totales Chaos zusteuert ☛ „Die meisten Politiker glauben, dass wir Probleme haben, die wir lösen können, und dabei gleichzeitig den Lebensstil der westlichen Welt aufrechterhalten. Das ist reines Wunschdenken … Es soll sich auf die Lösung von lokalen und regionalen Energie- und Klimaproblemen konzentrieren. Und es wird von der Annahme geleitet werden, dass wir nicht mehr viel Zeit haben. Denn wir müssen mittlerweile nicht mehr nur unsere Enkel retten, sondern auch uns selbst“, Welt Online, 22.6.2008
  • LOL:!:Vor dem Krisengipfel: Hoher Ölpreis stoppt die Globalisierung ☛ „Als Markus Heller, Vorstand der Initiative ‚autofrei leben e.V.‘, seinen Infostand auf dem Berliner Umweltfest aufbaute, hatte er eigentlich die üblichen Pöbeleien erwartet. Denn in den Vorjahren hatten Autofans und Grünen-Hasser mit ihre Schmähungen gegen die ‚Ökospinner‘ nie lange auf sich warten lassen. In diesem Sommer der Rekordpreise für Benzin und Diesel war jedoch alles anders: Interessierte drängten friedlich an den Stand, blätterten in den ‚Aussteiger-Broschüren‘, tauschten ihre Erfahrungen über das „autofreie Wohnen“ aus und berichteten vom Versuch, nur noch mit Fahrrad, Bus und Bahn den Alltag zu gestalten. … ‚Ich hatte das Gefühl, viele waren einfach nur noch auf der Suche nach einer Theorie zu ihrem neuen Lebensstil‘. In einer auf grenzenlose Mobilität ausgerichteten Gesellschaft mehren sich die Anzeichen einer Trendwende, von der niemand weiß, ob sie nicht noch in eine Revolution münden wird“, Welt Online, 21.6.2008
  • ;-)Großseegler: Zurück in die Zukunft ☛ „Hohe Schwerölpreise und strenge Umweltschutzauflagen zwingen die Seeschifffahrt zum Umdenken - plötzlich sind Großsegler wieder gefragt … Wenn man über die Zukunft der Seefahrt spricht, muss man vielleicht wieder am Anfang beginnen - beim Wind. Ihn gibt es gratis, er ist zu 100 Prozent umweltverträglich und er ist als Antrieb unschlagbar effizient“, SZ, 20.6.2008
  • Elektroautos: Paris plant Gratis-Pkw-Netz ☛ Erfolgreiches Fahrradverleihsystem als Vorbild: „Die ‚Velib‘ genannten Räder erfreuen sich inzwischen bei Parisern und Touristen großer Beliebtheit und haben das Straßenbild verändert. Paris hatte das Fahrradverleihsystem im vergangenen Juli gestartet. Bis zum Sommer soll es 20.000 Fahrräder und 1451 Leihstationen umfassen. Bis Mai wurden über 20 Millionen Mal Fahrräder verliehen. 190.000 Pariser haben sich fest als Abonnenten bei dem System eingeschrieben“, Spiegel, 19.6.2008,(vélib‘: , , )
  • LOLÖlpreissprünge: Zurück zur Scholle ☛ „Wer ein Beispiel für eine gelungene Umstellung der Nahrungsproduktion für das Post-Öl-Zeitalter sucht, findet sie dann ausgerechnet in Kuba. Die Insel hat vorgeführt, wie man in der Landwirtschaft ohne Petrochemie auskommt. Als nach dem Ende der Sowjetunion die Öllieferungen ausblieben, kollabierte die vom Öl abhängige Landwirtschaft. Es drohte eine Hungerkatastrophe“, SZ, 9.6.2008
  • Heilsamer Ölpreisschock ☛ „Je teurer Öl und Gas werden, desto lohnender wird jede Investition, die unsere Abhängigkeit vom Öl verringert. Die entwickelten Industrienationen haben nur noch eine Chance, ohne eine gewaltige Rezession aus der Preisspirale herauszukommen: Sie müssen sich unabhängig machen von Gas und Öl. So schnell wie möglich – auch wenn’s teuer wird. Das sind die Signale, die uns die Zocker an den Terminbörsen senden. Wir sollten sie ernst nehmen“, Deutsche Welle, 9.6.2008
  • :!:Die Zukunft gehört den Energiesparern - Runter vom Gas ☛ „Diejenigen Entwicklungsländer, die keine eigenen Öl- oder Gasvorkommen besitzen, brauchen Unterstützung, um vom bisherigen ölintensiven Entwicklungsmodell herunterzukommen. Denn das ist ohnehin nicht mehr lange tragbar. Die Zukunft gehört den Energiesparern“, TAZ, 8.6.2008
  • Energieagentur besorgt wegen Öl und Strom ☛ „Gefordert sei eine ‚Revolution‘ in der Energieproduktion und -nutzung sowie eine Zusammenarbeit aller großen Volkswirtschaften im ‚noch nie dagewesenem Umfang‘“; das Klimaproblem ist schon längst nicht mehr die Hauptsorge (EG), derStandard, 6.6.2008
  • Rettungsplan für die Globalisierung ☛ „Unauflösbar verflochten - im Guten und im Schlechten … „Die Menschheit steht am Scheideweg. Entweder die Welt findet den Weg zur globalen Kooperation, oder sie wird in gewalttätigen Konflikten versinken“. Das System könne nur stabil bleiben, wenn es gelingt, die drei großen Zukunftsaufgaben gleichzeitig zu bewältigen: die Bändigung der globalen Finanzindustrie, die Überwindung der Massenarmut in den armen und der sozialen Spaltung in den reichen Ländern, und die Ersetzung der fossilen und nuklearen Ressourcen durch erneuerbare Energiequellen“, Spiegel, 6.6.2008
  • Benzin und Diesel werden unbezahlbar - "Aussteigen und aufsteigen!" ☛ „Die Treibstoffpreise explodieren, weil die Erdöl-Förderung an der Spitze angelangt ist. Das nährt die Spekulation und treibt den Preis. Die Regierungen unternehmen nichts dagegen, also wird Treibstoff sich weiter verteuern. Auf die Frage: ‚Was tun?‘ schlägt die Radlerinitiative DINAMo den Betroffenen eine Reihe von Lösungen vor“, Neue Rheinische Zeitung, 4.6.2008
  • Behördenmitarbeiter sollen Diensträder erhalten ☛ „Pedalritter in Nadelstreifen: Nach diesem Motto scheint sich in Hamburg eine neue Generation der Geschäfts-Radler zu entwickeln. Die neue schwarz-grüne Regierung hat sogar angeregt, Diensträder für Behördenmitarbeiter anzuschaffen – denn das hat gleich mehrere Vorteile“, Welt, 26.5.2008
  • LOL:!:Fallende Fördermengen heizen Ölpreise an ☛ „Peak Oil ist jetzt … Ein jährlicher Ölpreisanstieg zwischen 30 und 50 Prozent müsse aufgrund vorliegender Studien angenommen werden, damit die Nachfrage sich dem abnehmenden Angebot anpasse … Das ‚Prinzip Hoffnung‘ konservativer Energie-Player und Teilen des politischen Establishments werde sich nicht erfüllen. Die Zeit des billig verfügbaren Erdöls sei vorbei … Dr. Josef Auer von der Deutschen Bank Research stellt klar: ‚Vorausschauende Politiker, Unternehmenslenker und Ökonomen sollten sich jetzt auf diese Zeit vorbereiten, um die Übergänge möglichst effektiv gestalten zu können‘“, AgrarHeute.com, 22.5.2008
  • Natural born survivors ☛ „Many transition towns have been launched with screenings of The Power of Community, a short documentary showing what happened to Cuba after the breakdown of the Soviet Union led to oil supplies drying up, and the US embargo stopped many other crucial imports“, The Guardian, 2.5.2008
  • :!:PO: Greens put peak oil on Parliament's agenda ☛ „The challenge for all of us is to respond by making Scotland the world’s first transition nation; to embrace the benefits and to avoid the appalling consequences of the current approach - economics as if there’s no tomorrow really does risk fulfilling that prophecy“, Scottisch Green Party, 1.5.2008
  • Studie: Firmen verschwenden Energie ☛ Reimund Neugebauer, Leiter der Studie und Chef des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik in Chemnitz und Dresden: „Für Neugebauer führt daher kein Weg an noch höheren Energiepreisen vorbei: ‚Die globale Herausforderung für die Industrie lautet: Wir müssen lernen, mit einem Zehntel der bisherigen Ressourcen zu produzieren‘“, FTD, 28.4.2008
  • :!:Zukunft und Risiko - Die Folgen des Fortschritts ☛ „In unserer abendländischen Kultur in ihrer derzeitigen Erscheinungsform sind wir seit vielen Generationen dermassen auf die Mehrung materiellen Wohlstands fixiert, dass bereits wirtschaftliche Stagnation -– von Rezession ganz zu schweigen -– als gewaltige wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Herausforderung empfunden wird … Ich fürchte, dass bei substanziellen materiellen Wohlstandsverlusten die sozialen Spannungen so gross werden, dass sie sich früher oder später in einem Hauen und Stechen entladen. Dem vorzubeugen, gehört -– so meine ich -– zu den wichtigsten Risikostrategien der Zukunft“, NZZ Podium, 31.1.2008

2007:

  • LOL100 Prozent erneuerbar - "beste Bürgermeisterin Italiens" ☛ „Heute werden bereits dreimal mehr Ökoenergien in Varese Ligure gewonnen als das ganze Dorf verbraucht … und 108 Bauernhöfe arbeiten ökologisch. Damit stammen auch 98 Prozent aller im Dorf verbrauchten Lebensmittel direkt aus dem Ort. Zudem entstanden durch die Ökowende 140 neue Arbeitsplätze … Die Stadtwerke von La Spezia betreiben die vier Windräder, die in Varese Ligura laufen und überweisen pro Jahr 350.000 Euro Gewerbesteuer, worüber sich die Bürgermeisterin zusätzlich freut“, Umweltjournal.de, 22.10.2007
  • Ruck und Revolution - Berliner Rede des Bundespräsidenten ☛ „Die Berliner Rede von Horst Köhler zur Globalisierung war eine Überraschung. Er sprach von der Doppelmoral der Welthandelspolitik und der Abschottung der westlichen Märkte - und verlangte ein ‚Miteinander auf Augenhöhe’“, SZ, 2.10.2007
  • F. Alt: Gorbatschows "Zehn Gebote" ☛ “‚Wir brauchen eine planetarisch-ökologische Bewusstseinsrevolution‘, hat er in Bochum unter Beifall ausgerufen“, Freitag, 6.7.2007
  • Das V-Wort ☛ „Im Kampf gegen die Erderwärmung propagiert die Bundesregierung mehr Energieeffizienz. Doch das reicht nicht. Wir müssen auch über den bewussten Verzicht auf Konsum reden, selbst wenn das nicht populär ist“; die Effizienz-Doktrin scheitert(e) am Wachstumsprimat (EG), Die Zeit, 21.6.2007
  • Venezolanische Bruderhilfe für Kuba - Solidarität im «Tropensozialismus» ☛ „Der publikumswirksamste Coup betrifft eine Vereinbarung, wonach jährlich 100 000 Venezolaner aus einfachen Verhältnissen gratis auf Kuba Ferien machen dürfen. Kuba kann so seine in der Zwischensaison brachliegende Hotelinfrastrukur auslasten und gleichzeitig seine Erdölrechnung gegenüber Venezuela abstottern … Im Tausch gegen Erdöl schickte Kuba Ärzte nach Venezuela. Seither ist Kuba nicht mehr darauf angewiesen, Erdöl auf dem Weltmarkt einzukaufen … sowie eine Alphabetisierungskampagne nach kubanischem Muster haben zur Steigerung der Popularität von Chávez in der breiten Bevölkerung beigetragen“, NZZ, 12.2.2007

2006:

  • "Eine dreckige, unsichere Zukunft" ☛ „Der Appell fiel dramatisch aus: Die Internationale Energieagentur (IEA) ruft die Welt dringend zum Ausbau von alternativer Energien auf. ‚Bei der Fortschreibung der aktuellen Trends stehen wir vor einer dreckigen, unsicheren und teuren Energiezukunft‘, erklärt die IEA in London, wo sie gestern ihren World Energy Outlook 2006 vorstellte. Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Erdwärme werden bis 2030 beinahe doppelt so viel Energie liefern wie heute, prognostiziert der Bericht. Alternative Energien plus effizientere Energieausnutzung würden die Welt nicht nur sauberer und sicherer machen, sondern sich auch rechnen“, TAZ, 8.11.2006
  • Die 2000-Watt-Gesellschaft ☛ „Die 2000-Watt-Gesellschaft wurde 1998 vom ETH-Rat vorgestellt. Angestrebt wird die Rückkehr zum Pro-Kopf-Verbrauch des Jahres 1960. Das bedeutet eine Absenkung auf die Hälfte oder auf einen Drittel: Heute konsumieren jede Schweizerin und jeder Schweizer rund um die Uhr eine Leistung von 5000 Watt. Dazu kommen 1000 Watt in importierten Fertigprodukten (graue Energie)“, Der Bund.ch, 6.9.2006
  • "Viel Krieg um die Rohstoffe" - Interview mit Dr. Karin Kneissl ☛ „Das Negativszenario wäre natürlich viel Krieg um diese Rohstoffe. Seitdem die Menschheit existiert gingen Kriege um Rohstoffe. Die Kriege der Menschheit sind immer um Ressourcen oder im Namen der Religion erfolgt, eines der beiden und im Moment befinden wir uns inmitten von beidem. Wenn wir es schaffen den Energiemix neu zu gestalten, dann könnten wir vielleicht beide Probleme zusammen lösen“, Goldseiten.de, 23.5.2006
  • Plädoyer für eine solare Gesellschaft ☛ „Teuer wird auch der Übergang, der Generationswechsel, vom alten, wachstumsorientierten Kapitalismus zur nachhaltigen Solargesellschaft. Allerdings sind die Staaten, in denen der Kapitalismus noch einigermaßen akzeptabel über die Bühne geht, privilegiert, einen Wechsel zu vollziehen, der mit Bürgerkriegen und Chaos über die Welt kommen wird, wenn man ihn nicht vorbereitet. Das Ende des Kapitalismus muss von den Staaten kontrolliert herbeigeführt werden, um nicht mit seinem Ende unterzugehen“, literaturkritik.de, 3.2006

2005:

  • Der Eierkönig von Holguín - Wie Kuba den Kapitalismus nutzt, um den Kommunismus zu retten ☛ „Mit dem Kollaps der Sowjetunion vor 15 Jahren brach auch die kommunistische Bruderhilfe für Kuba zusammen. Nahrungsmittel, Düngemittel, Traktoren, Benzin - alles wurde knapper oder verschwand vollständig. Und plötzlich herrschte Hunger. Castro rief die Kubaner auf, Lebensmittel zu produzieren. Und so wurden aus Ärzten, Professoren und Lehrern Nebenerwerbslandwirte. Sie verwandelten Brachflächen in Gemüsegärten, züchten auf Hinterhöfen Hühner und Kaninchen und auf Dächern Schweine … ‚Aber heute wie damals ist die städtische Landwirtschaft unerlässlich, um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu sichern‘, sagt Jürgen Roth von der Deutschen Welthungerhilfe. Die Organisation berät die Stadtbauern seit Jahren“, FR, 20.4.2004
  • :!:"Es reicht einfach" - Kapitalismuskritik findet positives Echo ☛ „Auch der rechte Flügel stellte sich am Donnerstag hinter den SPD-Chef, der Teilen der Wirtschaft vorgeworfen hatte, sie gefährde mit ‚internationalen Profitmaximierungsstrategien (…) auf Dauer unsere Demokratie‘ … ‚Es gibt einen tiefen Frust über das Vorgehen der Wirtschaftsfunktionäre. Wir finden: Es reicht einfach‘ … CDU, FDP und wesentliche Teile der Wirtschaftsverbände stünden nicht mehr hinter den Prinzip der sozialen Marktwirtschaft. ‚Sie fordern den alten Nachtwächterstaat, bei dem für den internationalen Kapitalismus keinerlei Regeln mehr gelten‘“, WirtschaftsWoche.de, 14.4.2005

2004:

  • Kubaner züchtet Zwerg-Kühe ☛ „Der kubanische Bauer züchtet Kühe, die nur 60 bis 70 Zentimeter groß sind und zwischen vier und fünf Litern Milch liefern. Das sei die ideale Menge für eine Familie“, Rheinische Post, 13.9.2004
  • Ein Fass mit Boden ☛ „Halb leer oder doppelt voll? Dieser Zahlenstreit ist gewichtiger, aber auch nicht entscheidend. Denn niemand bestreitet, dass es einmal so weit sein wird. Dabei zählt nicht, ob noch wir es erleben werden, schon unsere Kinder oder erst unsere Enkel. Wir stehen in der Pflicht, heute die Zeit danach vorzubereiten … Nicht zuletzt dank dem Erdöl haben wir (noch) die Mittel dazu, das Ende seiner Weltherrschaft verantwortungsvoll einzuleiten. Die Riesenaufgabe erfordert – unter vielem anderem – noch mehr zündende Ideen für Alternativen, das Feuer für ihre Umsetzung und die Risikobereitschaft, sich beim unangenehmen Verzicht auf Verschwendung auch selber die Finger zu verbrennen“, NZZ Folio, 9.2004

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